Dänemark: Männer über 55 Jahren haben künftig keinen Anspruch mehr auf Fruchtbarkeitsbehandlungen - DER SPIEGEL
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Öffentliches Gesundheitswesen Männer über 55 Jahren in Dänemark künftig ohne Anspruch auf Fruchtbarkeitsbehandlung

Bisher galt in dem skandinavischen Land nur für Frauen eine Altersgrenze bei Fruchtbarkeitsbehandlungen, nun zieht Dänemark bei Männern nach. Die zuständige Behörde verweist auf Forschungsergebnisse.
In einem Zelllabor wird an einem Lichtmikroskop die Befruchtung einer Eizelle vorbereitet (Symbolbild)
In einem Zelllabor wird an einem Lichtmikroskop die Befruchtung einer Eizelle vorbereitet (Symbolbild)

In einem Zelllabor wird an einem Lichtmikroskop die Befruchtung einer Eizelle vorbereitet (Symbolbild)

Foto: Jens Kalaene / picture alliance / dpa

In Dänemark haben Männer über 55 Jahren künftig keinen Anspruch mehr auf Fruchtbarkeitsbehandlungen. Grund für die Änderung seien Forschungsergebnisse, »die auf einen Zusammenhang zwischen dem Alter des Vaters und einem erhöhten Risiko für Schwangerschaftskomplikationen sowie gesundheitliche Herausforderungen für das Kind« hinweisen, teilte die für das öffentliche Gesundheitswesen zuständige Behörde mit. Die Altersgrenze trete im Januar in Kraft.

Männer über 55 werden weiterhin die Möglichkeit haben, sich im privaten Gesundheitswesen behandeln zu lassen, teilten die dänischen Behörden weiter mit.

Dänemark gehört damit zu den ersten Ländern weltweit, die eine Altersgrenze für Männer bei diesen Behandlungen einführen. Bisher galt in dem skandinavischen Land nur für Frauen eine Altersgrenze bei Fruchtbarkeitsbehandlungen: Sie müssen ihre Behandlung spätestens im Alter von 40 Jahren beginnen und sie abschließen, bevor sie über 46 Jahre alt sind.

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Der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge ist weltweit jeder sechste Mensch von Unfruchtbarkeit betroffen. In Dänemark kommt jedes neunte Kind mithilfe einer Fruchtbarkeitsbehandlung zur Welt.

Spezielle Techniken sollen die Chance erhöhen, bei einer künstlichen Befruchtung tatsächlich schwanger zu werden. Doch es gibt nur wenige Daten dazu, wie gut sie funktionieren. Was heißt das für Betroffene? Lesen Sie hier  mehr zum Thema.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version wurde das Lichtmikroskop im Bild als Elektronenmikroskop bezeichnet. Wir haben den Fehler korrigiert.

aeh/AFP

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