Donald Trump: FBI wirft 17-Jährigem vor, Attentat auf US-Präsident geplant zu haben - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Festnahme in Kansas FBI wirft 17-Jährigem vor, Attentat auf Trump geplant zu haben

Ein 17-Jähriger soll seine Eltern getötet und mit Tausenden Dollar Bargeld geflohen sein. Die Ermittler vermuten, dass der Teenager anschließend eine Attacke auf den US-Präsidenten verüben wollte.
Siegel des FBI
Siegel des FBI

Siegel des FBI

Foto: Tom Williams / CQ Roll Call / Sipa / picture alliance

Ein 17-Jähriger aus dem US-Bundesstaat Wisconsin soll seine Eltern getötet und ein Attentat auf US-Präsident Donald Trump geplant haben. Das geht aus Gerichtsakten hervor, aus denen mehrere Medien zitieren, darunter die »Washington Post« .

Die Behörden werfen ihm vor, seine Eltern im Februar erschossen und wochenlang mit den verwesenden Leichen gelebt zu haben. Dann sei er mit 14.000 Dollar in bar, Pässen und dem Hund der Familie geflohen. Der Teenager wurde während seiner Flucht in Kansas festgenommen.

Staatsanwälte von Waukesha County in Wisconsin gaben nun Einblick in Details eines Haftbefehls des FBI, der zentralen Sicherheitsbehörde der USA. Die Bundesbehörden beschuldigen den Verdächtigen demnach, die Morde an seinen Eltern geplant, eine Drohne und Sprengstoff gekauft und seine Pläne mit anderen geteilt zu haben. Seine Absichten habe der 17-Jährige in einem dreiseitigen antisemitischen Manifest beschrieben. Darin rühmte er Adolf Hitler.

Teenager soll Attentat auf Trump geplant haben

Der Verdächtige scheine »ein Manifest geschrieben zu haben, in dem er zur Ermordung des Präsidenten der Vereinigten Staaten aufrief. Er stand mit anderen Parteien über seinen Plan, den Präsidenten zu töten und die Regierung der Vereinigten Staaten zu stürzen, in Kontakt«, heißt es in den Dokumenten: »Die Ermordung seiner Eltern schien ein Versuch zu sein, die finanziellen Mittel und die Autonomie zu erlangen, die für die Ausführung seines Plans notwendig sind.« Die Bundesstaatsanwälte erklären, der Verdächtige habe in seinem Manifest die Gründe für seinen Wunsch, Donald Trump zu töten, dargelegt.

Unter Berufung auf das mutmaßliche Manifest heißt es in dem Haftbefehl, der Teenager habe den Zusammenbruch der Regierung herbeiführen wollen, indem er »den Präsidenten und vielleicht auch den Vizepräsidenten beseitigt«.

Den Ermittlern zufolge stand der Teenager mit einer russisch sprechenden Person in Kontakt und plante, in die Ukraine zu fliehen.

Mehr zum Thema

Die Pflichtverteidigerin des Teenagers hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

US-Präsident Trump hatte die Führung des FBI im Februar ausgetauscht. Trumps loyaler Unterstützer Kash Patel ist nun Direktor des FBI. Der 44-jährige Hardliner hatte angekündigt, die Ermittlungsbehörde grundlegend ändern zu wollen. So solle das FBI etwa wieder verstärkt zu seinen Kernaufgaben wie der Verbrechensbekämpfung zurückkehren. Vor seiner Nominierung durch Trump hatte Patel zudem gesagt, er wolle gegen die Gegner des US-Präsidenten innerhalb der Regierung und in den Medien vorgehen. Die Demokraten hatten die Besetzung durch Patel wegen seiner mangelnden Erfahrung kritisiert. Patel ist Autor eines Buches mit Verschwörungsmythen über den sogenannten Deep State.

ptz/AP