Besuch in Washington Sechs Erkenntnisse nach dem Treffen von Merz und Trump
Ein unscheinbarer, aber souveräner Kanzler, ein merkwürdiger Kindervergleich und ein selbstbezogenes Amerika: Das sind die Lehren der SPIEGEL-Korrespondenten und Redakteure. Der Tag in der Liveanalyse.
Von
Matthias Fett,
Maria Fiedler,
Julia Amalia Heyer,
Jonas Huggins,
Bertolt Hunger,
Marina Kormbaki,
Julia Lange,
Rainer Lübbert,
Mathieu von Rohr,
Alexander Sarovic,
Kim Staudt,
Sebastian Stoll,
Janko Tietz,
Severin Weiland,
Bernhard Zand und
Solveig Eichner (Fotos) (Bildredaktion)
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Die sechs Erkenntnisse der SPIEGEL-Redaktion
1. Ein unscheinbarer Merz
Mein Fazit zu Merz bei Trump: War da was? Der Kanzler war da, aber, zumindest im Oval Office, kaum präsent. Da war vor allem der Hausherr und seine Monologe, soweit nichts Neues – und da war auch, immer noch, sehr viel Elon Musk. Der reichste Mann der Welt, sein First Buddy und Sonderberater, der ihn erst vergangene Woche verlassen hat, verlassen musste. Es scheint ein bisschen weh zu tun.
Ein unscheinbarer Merz kann durchaus gut für die transatlantischen Beziehungen sein, er hält sich so seinen Wirkraum offen, indem er mit diesem Auftritt niemanden verprellt hat. Wenn Trump Deutschland neutral gegenübersteht, ist das schon eine Verbesserung gegenüber Trumps Verhältnis zum Beispiel zu Angela Merkel.
Amalia Heyer, US-Korrespondentin in Washington
2. Amerika schaltet wieder auf Amerika um
Nach dem Ende der Live-Übertragung konzentrieren sich die US-Nachrichtensender sofort wieder auf die Auseinandersetzung zwischen dem Präsidenten und seinem früheren Sparkommissar. Elon Musk hat Trumps erste öffentliche Äußerungen zu diesem Konflikt live auf seinem X-Feed kommentiert, zum Teil mit brüskem Widerspruch: »Falsch«, schrieb er zum Beispiel zu Trumps Behauptung, er, Musk, kenne das umstrittene »große schöne« Haushaltsgesetz besser als jeder andere: »Dieses Gesetz ist mir nicht ein einziges Mal gezeigt worden (…)!«
Von Merz, von Deutschland, von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine ist in den US-Nachrichtenkanälen zunächst keine Rede mehr. Trump hat den Auftritt mit dem deutschen Kanzler letztlich dafür genutzt, um sich innenpolitisch zu profilieren.
Bernhard Zand, US-Korrespondent in New York
Mein Fazit zu Merz bei Trump: War da was? Der Kanzler war da, aber, zumindest im Oval Office, kaum präsent. Da war vor allem der Hausherr und seine Monologe, soweit nichts Neues – und da war auch, immer noch, sehr viel Elon Musk. Der reichste Mann der Welt, sein First Buddy und Sonderberater, der ihn erst vergangene Woche verlassen hat, verlassen musste. Es scheint ein bisschen weh zu tun.
Ein unscheinbarer Merz kann durchaus gut für die transatlantischen Beziehungen sein, er hält sich so seinen Wirkraum offen, indem er mit diesem Auftritt niemanden verprellt hat. Wenn Trump Deutschland neutral gegenübersteht, ist das schon eine Verbesserung gegenüber Trumps Verhältnis zum Beispiel zu Angela Merkel.
Amalia Heyer, US-Korrespondentin in Washington
2. Amerika schaltet wieder auf Amerika um
Nach dem Ende der Live-Übertragung konzentrieren sich die US-Nachrichtensender sofort wieder auf die Auseinandersetzung zwischen dem Präsidenten und seinem früheren Sparkommissar. Elon Musk hat Trumps erste öffentliche Äußerungen zu diesem Konflikt live auf seinem X-Feed kommentiert, zum Teil mit brüskem Widerspruch: »Falsch«, schrieb er zum Beispiel zu Trumps Behauptung, er, Musk, kenne das umstrittene »große schöne« Haushaltsgesetz besser als jeder andere: »Dieses Gesetz ist mir nicht ein einziges Mal gezeigt worden (…)!«
Von Merz, von Deutschland, von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine ist in den US-Nachrichtenkanälen zunächst keine Rede mehr. Trump hat den Auftritt mit dem deutschen Kanzler letztlich dafür genutzt, um sich innenpolitisch zu profilieren.
Bernhard Zand, US-Korrespondent in New York

Elon Musk und Donald Trump. Foto: REUTERS
3. Ein sonderbarer Kindervergleich
Trump verglich Russland und die Ukraine mit zankenden Kindern. Dabei war es er selbst, der bei dem Thema wie ein Kind wirkte: fahrig, stammelnd, selbstbezogen. Eine Linie war nicht wirklich erkennbar. Seine Ausführungen zum Krieg mündeten erst in einer Tirade gegen seinen Vorgänger Joe Biden, dann in Lobgesang auf sich und seine Vermittlerrolle im Konflikt zwischen Indien und Pakistan. Er glaube nicht, dass die beiden Seiten einen Deal unterzeichnen würden, mutmaßte Trump zunächst – und sagte kurz darauf das Gegenteil.
Trump verglich Russland und die Ukraine mit zankenden Kindern. Dabei war es er selbst, der bei dem Thema wie ein Kind wirkte: fahrig, stammelnd, selbstbezogen. Eine Linie war nicht wirklich erkennbar. Seine Ausführungen zum Krieg mündeten erst in einer Tirade gegen seinen Vorgänger Joe Biden, dann in Lobgesang auf sich und seine Vermittlerrolle im Konflikt zwischen Indien und Pakistan. Er glaube nicht, dass die beiden Seiten einen Deal unterzeichnen würden, mutmaßte Trump zunächst – und sagte kurz darauf das Gegenteil.
Merz hingegen war souverän bei dem Thema, dem Kanzler gelang ein Balanceakt. Er wies zunächst auf die Gemeinsamkeiten hin: Wie Trump wolle er, dass der Krieg schnellstmöglich ende. Dann machte er die Unterschiede deutlich, ohne Trump anzufeinden. »Meine Position ist klar«, sagt Merz. »Wir stehen an der Seite der Ukraine.« Russland trage die Verantwortung für das Sterben in der Ukraine. Ein Kriegsende sei deshalb nur möglich, wenn man der Ukraine den Rücken stärke. Trump hingegen beklagte nur Allgemein das Blutvergießen.
Alexander Sarovic, Auslandsreporter
4. Wenigstens kein Eklat
Merz hat die heikle Pressebegegnung im Oval Office gut überstanden. Zwar stand der Kanzler hier nicht im Rampenlicht, die US-Medien interessierten sich nicht für ihn. Doch er lief auch zu keinem Zeitpunkt Gefahr, dass das Gespräch in einem Eklat endet, wie ihn vor Monaten der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erlebte.
Auch wenn Merz‘ Redeanteil denkbar niedrig war, hat er seine Punkte gemacht: Er hat Trump geschmeichelt, dessen Bedeutung für ein Ende des Kriegs in der Ukraine hervorgehoben. Er hat sich dankbar gezeigt für die historischen Verdienste der USA bei der Befreiung Deutschlands von der Nazidiktatur. Und er hat beherzigt, was ihm andere Staatschefs, die schon bei Trump waren, geraten haben: Nicht zu lange selbst reden, Trump hat eine kurze Aufmerksamkeitsspanne.
Im Gegenzug begegnete Trump ihm mit Freundlichkeit, lobte das Englisch des Kanzlers. Nun muss sich zeigen, ob sich aus der Begegnung ein belastbares Verhältnis entwickelt, das Merz nutzen kann, um Trump dauerhaft auf die Seite der Europäer zu ziehen.
Maria Fiedler, stellv. Leiterin des Hauptstadtbüros
Alexander Sarovic, Auslandsreporter
4. Wenigstens kein Eklat
Merz hat die heikle Pressebegegnung im Oval Office gut überstanden. Zwar stand der Kanzler hier nicht im Rampenlicht, die US-Medien interessierten sich nicht für ihn. Doch er lief auch zu keinem Zeitpunkt Gefahr, dass das Gespräch in einem Eklat endet, wie ihn vor Monaten der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erlebte.
Auch wenn Merz‘ Redeanteil denkbar niedrig war, hat er seine Punkte gemacht: Er hat Trump geschmeichelt, dessen Bedeutung für ein Ende des Kriegs in der Ukraine hervorgehoben. Er hat sich dankbar gezeigt für die historischen Verdienste der USA bei der Befreiung Deutschlands von der Nazidiktatur. Und er hat beherzigt, was ihm andere Staatschefs, die schon bei Trump waren, geraten haben: Nicht zu lange selbst reden, Trump hat eine kurze Aufmerksamkeitsspanne.
Im Gegenzug begegnete Trump ihm mit Freundlichkeit, lobte das Englisch des Kanzlers. Nun muss sich zeigen, ob sich aus der Begegnung ein belastbares Verhältnis entwickelt, das Merz nutzen kann, um Trump dauerhaft auf die Seite der Europäer zu ziehen.
Maria Fiedler, stellv. Leiterin des Hauptstadtbüros

Merz im Oval Office. Foto: Michael Kappeler / dpa
5. Die Distanz zwischen Trump und den Europäern bleibt groß
Friedrich Merz hat das von vielen ängstlich erwartete Treffen im Oval Office mit Donald Trump nicht nur unbeschadet überstanden – es verlief sogar insgesamt positiv. Dem Bundeskanzler gelang es, ein freundliches persönliches Verhältnis mit dem US-Präsidenten zu etablieren; es wurde viel gegenseitige Schmeichelei ausgetauscht, was bei Trump bekanntlich die wichtigste Währung ist.
Friedrich Merz hat das von vielen ängstlich erwartete Treffen im Oval Office mit Donald Trump nicht nur unbeschadet überstanden – es verlief sogar insgesamt positiv. Dem Bundeskanzler gelang es, ein freundliches persönliches Verhältnis mit dem US-Präsidenten zu etablieren; es wurde viel gegenseitige Schmeichelei ausgetauscht, was bei Trump bekanntlich die wichtigste Währung ist.
Dass Merz in der Pressekonferenz wenig zu Wort kam, ist nicht schlimm. Statt des von vielen im Vorfeld befürchteten transatlantischen Eklats bestimmten amerikanische Themen die Schlagzeilen, vor allem der eskalierende Streit zwischen Elon Musk und Donald Trump.
Merz konnte seine Position zum Ukrainekrieg klar und selbstbewusst darlegen, ohne den notorisch empfindlichen Präsidenten zu brüskieren. Das ist ihm gelungen.
Gleichzeitig wurde deutlich, wie groß die Distanz zwischen Trumps Haltung und den Erwartungen der Europäer bleibt. Er ist trotz seiner kritischen Äußerungen zu Wladimir Putin in den vergangenen Tagen weit davon entfernt, harte Maßnahmen gegen ihn zu ergreifen.
Der US-Präsident sieht sich als eine Art neutraler Schiedsrichter, während Merz ihn davon überzeugen will, dass nur die USA genug Druck auf Russland ausüben könnten, um den Krieg zu beenden. Ob Trump je zu dieser Rolle bereit sein wird, bleibt offen. Aber für Merz war das heute ein gelungener erster Schritt.
Mathieu von Rohr, Ressortleiter Ausland
Der US-Präsident sieht sich als eine Art neutraler Schiedsrichter, während Merz ihn davon überzeugen will, dass nur die USA genug Druck auf Russland ausüben könnten, um den Krieg zu beenden. Ob Trump je zu dieser Rolle bereit sein wird, bleibt offen. Aber für Merz war das heute ein gelungener erster Schritt.
Mathieu von Rohr, Ressortleiter Ausland

Bundeskanzler Merz bei seinem Statement im Park am Lincoln Memorial. Foto: Michael Kappeler/dpa
6. Souverän reagiert
Merz hat sich ausgesprochen gut geschlagen, flüssiges Englisch, entspannte Körpersprache, vor allem zum Schluss, er umschmeichelte (zu recht) Trump als den Mann, der entscheidend sei, den Krieg in der Ukraine zu beenden.
Auch den Versuch Trumps, die Erinnerung an den 6. Juni 1944, der Landung der Alliierten in der Normandie, ins sportlich Lustige zu ziehen (sei für »Euch« kein guter Tag gewesen) griff der Kanzler souverän auf. Es sei auch der Tag gewesen, an dem die Deutschen von der Nazityrannei befreit worden seien.
Eine Sicht, die sich seit der Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker (CDU) zum 40. Jubiläum der Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai im Jahr 1985 weitgehend durchgesetzt hat.
Severin Weiland, politischer Korrespondent im Hauptstadtbüro
Merz hat sich ausgesprochen gut geschlagen, flüssiges Englisch, entspannte Körpersprache, vor allem zum Schluss, er umschmeichelte (zu recht) Trump als den Mann, der entscheidend sei, den Krieg in der Ukraine zu beenden.
Auch den Versuch Trumps, die Erinnerung an den 6. Juni 1944, der Landung der Alliierten in der Normandie, ins sportlich Lustige zu ziehen (sei für »Euch« kein guter Tag gewesen) griff der Kanzler souverän auf. Es sei auch der Tag gewesen, an dem die Deutschen von der Nazityrannei befreit worden seien.
Eine Sicht, die sich seit der Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker (CDU) zum 40. Jubiläum der Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai im Jahr 1985 weitgehend durchgesetzt hat.
Severin Weiland, politischer Korrespondent im Hauptstadtbüro
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Lieber Leserinnen, lieber Leser, wir beenden unser Blog an dieser Stelle. Wie es mit den deutsch-amerikanischen Beziehungen weitergeht, lesen Sie wie gewohnt auf SPIEGEL.de
Wir danken für Ihr Interesse und wünschen Ihnen einen schönen Abend!
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Merz’ Abschlusspost: »Wir sind buchstäblich Familie«
Kanzler Friedrich Merz beendet seinen US-Besuch mit einem Post auf X, in dem er die Zusammengehörigkeit der Länder betont: »Die USA und Deutschland teilen die gleiche DNA. Wir sind Partner. Wir sind Freunde. Wir sind buchstäblich eine Familie.«
»Viele Bürgerinnen und Bürger hier in den USA haben Vorfahren, die aus Deutschland stammen. Ich habe gerade @POTUS eine Kopie der Geburtsurkunde seines Großvaters überreicht. Er wurde 1869 in Kallstadt, Deutschland, geboren.«
»Viele Bürgerinnen und Bürger hier in den USA haben Vorfahren, die aus Deutschland stammen. Ich habe gerade @POTUS eine Kopie der Geburtsurkunde seines Großvaters überreicht. Er wurde 1869 in Kallstadt, Deutschland, geboren.«
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Lincoln war schon vergeben
Eigentlich wollte Merz sein Abschlussstatement mit dem Lincoln Memorial im Hintergrund geben, das Denkmal zu Ehren des ersten republikanischen US-Präsidenten, der sich für die Einheit des Landes einsetzte und das Ende der Sklaverei. Die Ortswahl war auch als symbolischer Fingerzeig gedacht. Aber daraus wurde dann doch nichts, denn vor dem Memorial laufen Aufbauarbeiten für eine Pride-Veranstaltung. Also sprach Merz mit dem großen Wasserbecken im Hintergrund.
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Die Social-Media-Inszenierung
Auch der offizielle X-Account des Weißen Hauses rückt das Treffen von Donald Trump und Friedrich Merz ins beste Licht und twittert positiv:
In einem Post wird Merz’ Gastgeschenk sogar mit einem Herz quittiert.
In einem Post wird Merz’ Gastgeschenk sogar mit einem Herz quittiert.
In einem anderen werden Trumps Begrüßungsworte, samt Redepausen zitiert: »Es ist mir eine Ehre, Sie hier zu haben, wie Sie wissen, @_FriedrichMerz hat gerade eine große Wahl gewonnen... ein sehr respektierter Mann... Was mit Russland und der Ukraine vor sich geht, und andere Dinge, über die wir gesprochen haben, aber vor allem Russland und die Ukraine... wir möchten, dass es ein Ende hat, - Präsident Donald J. Trump 🇺🇸🇩🇪«
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Zum Abschluss seines Statements vor Medienschaffenden hebt Merz noch mal die seiner Ansicht nach gute Atmosphäre des Gesprächs hervor. Die Tatsache, dass der amerikanische Präsident ihn persönlich eingeladen habe, in dessen Gästehaus zu übernachten, sei ein Beispiel dafür, dass diesem an einem guten Gespräch gelegen war. Das sei es geworden.
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Nach dem Gespräch mit der ARD geht es weiter mit dem angekündigten Statement. »Wir haben natürlich auch über Zölle und Handelspolitik gesprochen«, sagt der Kanzler vor Journalistinnen und Journalisten. Demnach haben die Regierungschefs »enge wirtschaftspolitische und handelspolitische Kooperationen« zwischen dem Kanzleramt und dem Weißen Haus verabredet. Dafür hätten sie auch bereits Personen benannt, die die Gespräche in ihrem Auftrag führen sollen. »Wir intensivieren diese Gespräche.« Details nannte Merz nicht.
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Merz sagt, er und Trump seien sich einig, dass der Krieg in der Ukraine beendet werden müsse – und dass Russland ihn begonnen habe. Es gebe einen Unterschied in den Strategien: »Russland bombardiert die Zivilbevölkerung, die Ukraine greift militärische Ziele erfolgreich an.« Diesen humanitären Unterschied habe er dem US-Präsidenten deutlich gemacht.
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Merz sagt, dass er und Trump sich im Juni noch zweimal wiedersehen werden, einmal auf dem G7-Gipfel und direkt danach auf dem Nato-Gipfel.
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Merz betont die »vielen Gemeinsamkeiten« in der Karriere von ihm und Donald Trump. »Das bringt ja auch ein bisschen zusammen«, erklärt der Kanzler. »Ich fahre mit dem Gefühl zurück, dass wir jederzeit telefonieren können.«
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Merz lobt persönlichen Draht zu Trump
»Ich fahre zurück mit dem Gefühl, dass ich mit dem amerikanischen Präsidenten jemanden gewonnen habe, mit dem ich auf einer sehr persönlichen Ebene gut sprechen kann«, erklärt Merz in der ARD.
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Trump nimmt laut Merz Einladung nach Deutschland an
Merz sagt, es sei ein gutes Gespräch gewesen. Es habe länger gedauert als ursprünglich geplant. Trump sei sehr interessiert an Deutschland gewesen. Wie erwartet, hat er Trump nach Deutschland zum Gegenbesuch eingeladen. Dieser habe angenommen.
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»Es war ein ausgesprochen gutes Gespräch«, sagt Merz über das Treffen mit Trump in der Schalte mit der ARD.
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Die Szene ist ein wenig komisch, Merz steht still vor Kameras und Journalistinnen und Journalisten, nimmt seine Brille ab, setzt sie wieder auf, sagt aber nichts.
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Es wird spekuliert, dass es sich um eine Schalte handelt und er auf ein Signal aus Deutschland wartet.
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»Ich bin ganz in ihrer Hand«, erklärt der Kanzler. Unklar ist gerade, wen er damit meint.
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Merz wartet geduldig, bis alle Medien Ton haben.
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Friedrich Merz tritt nach seinem Besuch im Weißen Haus vor die Kameras. In Washington, D.C. ist es nun 14.23 Uhr. Das Treffen zwischen US-Präsident Trump und Kanzler Merz dauerte etwas mehr als 2 Stunden und 20 Minuten.
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Ein Mitarbeiter führt einen Soundcheck für das Mikro durch, vor dem Kanzler Merz in der Nähe des Lincoln Memorials gleich sprechen wird.
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Donald Trump und Friedrich Merz haben ihr Mittagessen beendet. Friedrich Merz hat das Weiße Haus verlassen und sich in den schwarzen Chevrolet Suburban gesetzt.
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Noch ist der Termin nicht ganz vorbei. Derzeit hält sich Friedrich Merz unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Weißen Haus auf, im Anschluss soll es ein Pressestatement des Kanzlers geben.
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Faktencheck: Migration
Trump sagt: »Vor ein paar Monaten war die Grenze ein totales Desaster. Menschen kamen zu Hunderttausenden pro Tag, pro Woche, pro Monat herein. Ich meine, wir sprechen von einem Monat. Zwei Millionen Menschen kamen in einem Monat herein. Die Grenze wurde überrannt und viele schlechte Menschen – Kriminelle, Mörder, Drogenhändler, wir hatten einige der schlimmsten Menschen der Welt, die aus der ganzen Welt kamen.«
Trumps Ausführungen über die Situation an der US-Grenze vor seinem Amtsantritt im Januar 2025 sind stark übertrieben. Laut offiziellen Daten der US-Grenzschutzbehörde (CBP) lag die höchste monatliche Zahl von Grenzübertritten in den letzten Jahren bei etwa 300.000 (Dezember 2023). Das entspricht nur rund 15 Prozent der von Trump genannten Zahl.
Trumps Ausführungen über die Situation an der US-Grenze vor seinem Amtsantritt im Januar 2025 sind stark übertrieben. Laut offiziellen Daten der US-Grenzschutzbehörde (CBP) lag die höchste monatliche Zahl von Grenzübertritten in den letzten Jahren bei etwa 300.000 (Dezember 2023). Das entspricht nur rund 15 Prozent der von Trump genannten Zahl.
Es gibt zudem keine Belege dafür, dass eine signifikante Anzahl von »Mördern« oder »den schlimmsten Menschen der Welt« die Grenze »überrannte«, wie Trump insinuiert. Studien zeigen, dass Migranten in den USA tendenziell weniger Straftaten begehen als gebürtige US-Bürger. Trump hatte bereits im Wahlkampf mit überhöhten Zahlen zu kriminellen Migranten jongliert.
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Auch Musk scheint die Pressekonferenz im Oval Office verfolgt zu haben. Musk reagiert auf Trumps Kritik und kommentiert ein Video aus dem Weißen Haus: »Ohne mich hätte Trump die Wahl verloren, die Demokraten würden das Repräsentantenhaus kontrollieren, und die Republikaner hätten 51–49 Stimmen im Senat.« Und legt nach: »Solche Undankbarkeit.«
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Im Regierungsflieger nach Washington hatte Merz noch ein Video seines Gastgeschenks aufgenommen, das sein Team während des Besuchs im Oval Office auf dem offiziellen Account des Bundeskanzlers veröffentlichte. Stolz präsentiert Merz in dem 29-sekündigen Clip die Geburtsurkunde von Trumps Großvater Frederick Trump. Mit dem Geschenk wollte er Trump wohl auch eine Freude machen. Zu Beginn des Treffens versprach der US-Präsident, dass sie es an einem »Ehrenplatz« aufhängen würden. Sein Team teilte den Ausschnitt auf Trumps Plattform Truth Social.
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Bertolt Hunger
Faktenchecker

Faktencheck: Unterstützung der Ukraine durch Europa und USA
Präsident Trump sagt: »Wir haben 350 Milliarden Dollar ausgegeben, viel mehr als Europa. Sie haben weit über 100 Milliarden ausgegeben.«
Das ist grob falsch: Von Kriegsbeginn bis Ende Februar 2025 kamen nach Berechnung des Kiel Instituts für Weltwirtschaft rund 115 Milliarden Euro aus den USA und 138 Milliarden Euro aus Europa. Die Europäer haben demnach weitere 97 Milliarden Euro angekündigt. Allein Polen und Deutschland haben zudem zusammen 66 Milliarden Euro Flüchtlingskosten getragen. Grob gesagt, ist das Verhältnis der Hilfsbeträge genau andersherum, als Trump behauptet.
Das ist grob falsch: Von Kriegsbeginn bis Ende Februar 2025 kamen nach Berechnung des Kiel Instituts für Weltwirtschaft rund 115 Milliarden Euro aus den USA und 138 Milliarden Euro aus Europa. Die Europäer haben demnach weitere 97 Milliarden Euro angekündigt. Allein Polen und Deutschland haben zudem zusammen 66 Milliarden Euro Flüchtlingskosten getragen. Grob gesagt, ist das Verhältnis der Hilfsbeträge genau andersherum, als Trump behauptet.
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Mit Agenturmaterial

