Eskalation in Nahost »Dienstag ist Kraftwerks- und Brückentag« – Trump droht mit massiven Angriffen in Iran
US-Präsident Trump (Foto vom 31. März)
Foto: Aaron Schwartz / EPAMit einem weiteren Social-Media-Post versucht US-Präsident Donald Trump, den Druck auf Iran zu erhöhen, und kündigt Angriffe auf die Infrastruktur des Landes an: »Dienstag wird in Iran Kraftwerks-Tag und Brücken-Tag in einem sein«, schrieb Trump auf seiner Plattform »Truth Social«.
Mit Blick auf die Straße von Hormus forderte er in selbst für seine Verhältnisse drastischen Worten: »Öffnet die verfickte Meerenge, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle leben.« Weiter heißt es: »Schaut einfach zu! Gelobt sei Allah.«
Bereits am Samstag hatte Trump einen inhaltlich ähnlichen, aber bei Weitem nicht so beleidigend formulierten Post abgesetzt. Der US-Präsident hatte der Führung in Teheran ein Ultimatum bis Montag um 16 Uhr (MESZ) gestellt, um einem Friedensabkommen zuzustimmen oder die strategisch wichtige Straße von Hormus wieder zu öffnen.
In den vergangenen Tagen hatte es weiterhin heftige Angriffe beider Seiten gegeben. Der Schiffsverkehr durch die für den globalen Öl- und Gashandel wichtige Meerenge von Hormus steht weiterhin weitgehend still.
Geretteter US-Waffenoffizier sei schwer verwundet
In einem weiteren Post äußerte sich Trump zum Schicksal des nach dem Abschuss eines US-Kampfjets in Iran geretteten US-Waffenoffiziers. Er sei schwer verwundet. Trump lobte den Soldaten und alle an dem Spezialeinsatz Beteiligten für ihren Mut und kündigte für Montag eine Pressekonferenz mit dem Militär im Weißen Haus an.
Der Abschuss der F-15E über feindlichem Gebiet ist für die USA und Präsident Trump ein äußerst heikler Vorfall. Hätte Iran das Besatzungsmitglied zuerst gefunden und gefangen genommen, hätte die Führung in Teheran dies nach Einschätzung von Experten als Druckmittel nutzen können.