Sahar Emami, Moderatorin Staatsfernsehen Iran
»Was Sie gesehen haben, was Sie gehört haben, dieser Staub in der Luft …«
Explosionen während einer Livesendung. Was ist passiert? Eine Moderatorin des iranischen Staatsfernsehens war am Montagabend auf Sendung als immer wieder Einschläge und Erschütterungen zu hören sind.
Sahar Emami, Moderatorin Staatsfernsehen Iran
»Danke, dass Sie bei uns sind. Was Sie hier sehen, ist die Aggression des zionistischen Regimes gegen die Islamische Republik und die staatlichen Medien.«
Wenig später dann das.
Sahar Emami, Moderatorin Staatsfernsehen Iran
»Was Sie gesehen haben, was Sie gehört haben, dieser Staub in der Luft …«
»Gott ist groß!«
»Raus hier!«
»Gott ist groß! Gott ist groß!«
Diese von den israelischen Streitkräften veröffentlichten Aufnahmen sollen das brennende Gebäude des Senders zeigen. Israel hatte das Studio des iranischen Staatsfernsehens offenbar gezielt bombardiert.
Der Sender diene dem iranischen Militär, verstecke sich aber hinter einem »zivilen Deckmantel«, so ein israelischer Armeesprecher. Ein Reporter des iranischen Staatssenders schildert die Bombardierung aus seiner Sicht.
Younis Shadlou, Reporter Staatsfernsehen Iran
»In den vergangenen Jahren haben wir über Irans Ruhm und Macht und die Niederlage des zionistischen Regimes berichtet. (FLASH) Ich weiß nicht, wie viele meiner Kollegen drinnen waren. Ich war im ersten Stock, als wir bombardiert wurden. Ich weiß nicht, wie viele meiner Kollegen zu Märtyrern wurden oder wie viele verletzt sind. Sie hatten uns aufgefordert, das Gelände zu evakuieren. Aber alle blieben bis zum letzten Moment, um der Welt die iranische Macht zu demonstrieren. Etwas, das das zionistische Regime nicht will.«
In dem von Israel angegriffenen Teil Teherans sitzen neben dem Staatssender auch mehrere Botschaften, unter anderem die von Katar und Oman sowie Büros der Vereinten Nationen.
Beim gut 10.000 Kilometer entfernten Treffen der G7 gibt sich am Montag ein Staatschef betont bemüht, den Konflikt beilegen zu wollen – und sieht sich damit fast schon im Ziel.
Donald Trump, US-Präsident
»Ich möchte keine Atomwaffen in Iran sehen. Und wir sind auf dem besten Weg, dafür zu sorgen, dass das passiert. (FLASH) Ich denke, es wird einen Deal geben. Irgendwas wird passieren. Aber es wird ein Deal unterzeichnet. Und ich denke, Iran ist dumm, wenn sie ihn nicht unterzeichnen. (FLASH) Ich denke, dass Iran schon am Verhandlungstisch sitzt. Sie möchten einen Deal. Und sobald ich hier weg bin, werden wir etwas unternehmen. Aber ich muss hier weg. Wie Sie wissen, habe ich diese Verpflichtung. Ich habe viele Verpflichtungen, auch gegenüber anderen Ländern.«
Der US-Präsident verließ den G7-Gipfel am Montagabend vorzeitig. Die Lage im Nahen Osten mache die Anwesenheit Trumps in Washington erforderlich, hieß es aus dem Weißen Haus.