Eskalation in Nahost USA und Israel attackieren Iran – Teheran reagiert mit Gegenangriffen
Der US-Präsident verkündet den Tod von Irans Oberstem Führer. Und: Teheran blockiert die Durchfahrt von Schiffen in der Straße von Hormus. Die Ereignisse des Samstags zum Nachlesen.
Mit
Francesco Collini,
Matthias Gebauer,
Claus Hecking,
Miriam Khan,
Susanne Koelbl,
Andreas Niesmann,
Katharina Osterhammer,
Fabian Pieper,
Maximilian Popp,
Alexander Preker,
Florian Pütz,
Dunja Ramadan,
Fritz Schaap,
Thore Schröder,
Christoph Schult,
Benjamin Schulz,
Elisa Schwarze,
Oliver Trenkamp,
Severin Weiland,
Nadine Wolter,
Dominik Peters,
Marina Kormbaki,
Maxim Sergienko,
Jasmin Gritzka,
Armin Himmelrath und
Sebastian Stoll
Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde.
Wichtige Updates
Sortierung
Überblick: USA und Israel attackieren Iran, Teheran schlägt zurück, Trump verkündet Tod von Khamenei
- Die USA und Israel haben am frühen Morgen mit einem Angriff auf Iran begonnen. Die Bundesregierung wurde von israelischer Seite unmittelbar vor dem Beginn der Aktion über diese informiert
- Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wurde bei den Angriffen auch Irans Oberster Führer Ali Khamenei getötet
- Laut israelischen Angaben sind bei den Angriffen zudem zentrale Vertreter der iranischen Militärführung ums Leben gekommen
- Die Gegenangriffe sind massiv: Iran feuerte Raketen auf Israel ab, außerdem unter anderem auf Bahrain, Katar, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate. Dort befinden sich Stützpunkte des US-Militärs
- Auch der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus wurde eingeschränkt, eine der wichtigsten Routen des weltweiten Energiehandels
- Netanyahu kündigt derweil Angriffe auf »Tausende weitere Ziele« an
Mehr Hintergrund und Analyse
- Marschflugkörper, Raketen, Cyberattacken: So steuern die USA und Israel die Operation »Epischer Zorn« (hier die militärische Einschätzung).
- Daten zum Iran-Krieg: Wo fliegen die Truppen von USA und Israel ihre Angriffe? Welche US-Basen attackiert Iran? Welche Waffen sind im Einsatz? (hier der Überblick in Grafiken).
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
der Samstag geht zu Ende – und damit auch dieser Liveblog. Wir berichten selbstverständlich weiter über die Eskalation in Nahost: aus unserem Hamburger Newsroom und den Büros unserer Korrespondentinnen und Korrespondenten weltweit. Hier geht es zum nächsten Liveblog.
der Samstag geht zu Ende – und damit auch dieser Liveblog. Wir berichten selbstverständlich weiter über die Eskalation in Nahost: aus unserem Hamburger Newsroom und den Büros unserer Korrespondentinnen und Korrespondenten weltweit. Hier geht es zum nächsten Liveblog.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Iran meldet Angriff auf US-Stützpunkt in Saudi-Arabien
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben einen Luftwaffenstützpunkt des US-Militärs in Saudi-Arabien angegriffen. Der Stützpunkt Prinz Sultan sei von Raketen und Drohnen getroffen worden, hieß es in einer Erklärung der Revolutionswächter, die der staatliche Rundfunk veröffentlichte. Aus Saudi-Arabien und den USA gab es zunächst keine Bestätigung für den Angriff.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Jubel über Khameneis Tod
Weltweit reagierten Menschen mit Jubel und Erleichterung auf die Nachricht, dass Irans Oberster Führer Ali Khamenei bei einem Angriff ums Leben gekommen sein soll.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kurzanalyse: Trump und sein Geschwätz von gestern
Donald Trump verhehlt sein Ziel kaum: Sein Militärschlag gegen Iran soll zu einem Regimewechsel in Teheran führen. »An das große, stolze Volk von Iran [...] Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung« , forderte der Präsident in seiner Videoansprache nach den ersten Angriffen. »Dies wird wahrscheinlich eure einzige Chance für Generationen sein.«
Als er noch nicht im Weißen Haus saß, klang Trump ganz anders. 2011 etwa sagte er über Barack Obama: »Unser Präsident wird einen Krieg mit Iran beginnen, weil er absolut keine Fähigkeit hat, zu verhandeln.« Zwei Jahre später wiederholte er diese Prognose. Sie traf nie ein.
Als er noch nicht im Weißen Haus saß, klang Trump ganz anders. 2011 etwa sagte er über Barack Obama: »Unser Präsident wird einen Krieg mit Iran beginnen, weil er absolut keine Fähigkeit hat, zu verhandeln.« Zwei Jahre später wiederholte er diese Prognose. Sie traf nie ein.
Im Präsidentschaftswahlkampf 2016 nannte er seine Kontrahentin Hillary Clinton »kriegslüsternd und instabil« und forderte auf dem republikanischen Nominierungsparteitag: »Wir müssen die gescheiterte Politik des Nation-Building und des Regimewechsels aufgeben, die Hillary Clinton im Irak, in Libyen, Ägypten und Syrien verfolgt hat.«
2019, inmitten seiner ersten Amtszeit, versprach er: »Unsere Politik des endlosen Krieges, des Regimewechsels und des Nation-Building wird durch die nüchterne Verfolgung amerikanischer Interessen ersetzt.« Später twitterte er, der US-Militäreinsatz im Nahen Osten sei »die schlimmste Entscheidung aller Zeiten« gewesen.
2019, inmitten seiner ersten Amtszeit, versprach er: »Unsere Politik des endlosen Krieges, des Regimewechsels und des Nation-Building wird durch die nüchterne Verfolgung amerikanischer Interessen ersetzt.« Später twitterte er, der US-Militäreinsatz im Nahen Osten sei »die schlimmste Entscheidung aller Zeiten« gewesen.
Im Wahlkampf 2024 sagte Trump dann über seine demokratische Gegnerin Kamala Harris: »Wenn Kamala gewinnt, erwarten uns nur Tod und Zerstörung, denn sie ist die Kandidatin endloser Kriege. Ich bin der Kandidat des Friedens.«
Derselbe Donald Trump nimmt jetzt für seinen Angriff auf Iran sogar den Tod von US-Einsatzkräften in Kauf: »Das Leben tapferer amerikanischer Helden mag verloren gehen, und wir mögen Verluste erleiden«, sagte er in seiner Videoansprache vom Samstag: »Das ist im Krieg oft der Fall. Aber wir tun dies nicht für die Gegenwart. Wir tun dies für die Zukunft.«
Was kümmert Trump da noch sein Geschwätz von gestern?
Derselbe Donald Trump nimmt jetzt für seinen Angriff auf Iran sogar den Tod von US-Einsatzkräften in Kauf: »Das Leben tapferer amerikanischer Helden mag verloren gehen, und wir mögen Verluste erleiden«, sagte er in seiner Videoansprache vom Samstag: »Das ist im Krieg oft der Fall. Aber wir tun dies nicht für die Gegenwart. Wir tun dies für die Zukunft.«
Was kümmert Trump da noch sein Geschwätz von gestern?
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Trump: Ali Khamenei ist tot
Irans Oberster Führer Ali Khamenei ist bei einem Angriff am Samstag getötet worden. Das teilte US-Präsident Donald Trump am Abend europäischer Zeit auf seiner Plattform Truth Social mit: »Khamenei, einer der bösesten Menschen der Geschichte, ist tot.«
Trump sprach von »Gerechtigkeit für das Volk in Iran«; dies sei »die bei Weitem größte Chance für das iranische Volk, sich sein Land zurückzuholen.« Gleichwohl würden die schweren und präzisen Bombardierungen »die ganze Woche über ununterbrochen fortgesetzt oder so lange, wie es nötig ist, um unser Ziel von FRIEDEN IM GANZEN NAHEN OSTEN UND, IN DER TAT, IN DER WELT zu erreichen!«, so Trump.
Trump sprach von »Gerechtigkeit für das Volk in Iran«; dies sei »die bei Weitem größte Chance für das iranische Volk, sich sein Land zurückzuholen.« Gleichwohl würden die schweren und präzisen Bombardierungen »die ganze Woche über ununterbrochen fortgesetzt oder so lange, wie es nötig ist, um unser Ziel von FRIEDEN IM GANZEN NAHEN OSTEN UND, IN DER TAT, IN DER WELT zu erreichen!«, so Trump.
Man habe Khameneis Leiche gefunden, hatte ein hochrangiger israelischer Regierungsvertreter zuvor bereits der Nachrichtenagentur Reuters gesagt. Auch israelische Medien berichteten unter Berufung auf israelische Regierungskreise von Khameneis Tod. Die Leiche sei aus den Trümmern seiner Residenz geborgen worden, meldete der öffentlich-rechtliche Sender Kan. Trump und Israels Premier Netanyahu hätten Fotos des Toten gezeigt bekommen.
Kurz zuvor hatte Netanyahu bereits von »Anzeichen« für den Tod des 86-Jährigen gesprochen. Iran dementierte die Todesmeldungen zunächst: Die halbamtlichen Nachrichtenagenturen Tasnim und Mehr berichteten, dass Khamenei »standhaft und entschlossen das Schlachtfeld führt.«
Kurz zuvor hatte Netanyahu bereits von »Anzeichen« für den Tod des 86-Jährigen gesprochen. Iran dementierte die Todesmeldungen zunächst: Die halbamtlichen Nachrichtenagenturen Tasnim und Mehr berichteten, dass Khamenei »standhaft und entschlossen das Schlachtfeld führt.«

Khamenei im August 2025. Foto: apaimages/Polaris/laif
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Nicht nur in Tel Aviv ist derzeit immer wieder Raketenalarm: Die israelische Warnapp zeigt aktuell an zahlreichen Orten im Land Meldungen an.

Foto: Armin Himmelrath/Der SPIEGEL
Wieder Raketenalarm in Dubai, Tel Aviv und Doha
In mehreren Städten in Nahost hat es erneut Raketenalarm gegeben: Wie Augenzeugen aus Dubai dem SPIEGEL bestätigten, wurden die Menschen unter anderem über Mitteilungen auf ihren Smartphones aufgefordert, sich sofort in Sicherheit zu bringen. »Suchen Sie sofort Schutz im nächsten sicheren Gebäude, bleiben Sie von Fenstern, Türen und offenen Bereichen weg«, hieß es in den Warnungen. In Dubai waren demnach Explosionen zu hören, Fensterscheiben zitterten, Alarm heulte.
Auch unser Korrespondent in Tel Aviv, mein Kollege Thore Schröder, berichtet von erneutem Raketenalarm. Er ist auf dem Weg in einen Schutzraum – schon zum elften Mal heute. Israelische Medien melden, ein Gebäude in Tel Aviv sei direkt getroffen worden. Es habe mehrere Verletzte gegeben. Der Sender N12 zeigte Aufnahmen von einem brennenden Dach und einer Straße mit Trümmern. Es habe noch weitere Einschlagsorte gegeben. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, ein etwa 40-jähriger Mann habe schwere Verletzungen erlitten.
Laut Reportern des US-Senders CNN waren auch in Doha Explosionen und Sirenen zu hören.
Auch unser Korrespondent in Tel Aviv, mein Kollege Thore Schröder, berichtet von erneutem Raketenalarm. Er ist auf dem Weg in einen Schutzraum – schon zum elften Mal heute. Israelische Medien melden, ein Gebäude in Tel Aviv sei direkt getroffen worden. Es habe mehrere Verletzte gegeben. Der Sender N12 zeigte Aufnahmen von einem brennenden Dach und einer Straße mit Trümmern. Es habe noch weitere Einschlagsorte gegeben. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, ein etwa 40-jähriger Mann habe schwere Verletzungen erlitten.
Laut Reportern des US-Senders CNN waren auch in Doha Explosionen und Sirenen zu hören.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Trump telefoniert mit Staats- und Regierungschefs mehrerer Länder
US-Präsident Donald Trump hat am Samstagabend europäischer Zeit mit den Staats- und Regierungschefs von Großbritannien, Kuwait und der Türkei telefoniert. Das teilte seine Pressesprecherin Karoline Leavitt auf X mit.
Ob Trump gleichzeitig oder nacheinander mit dem britischen Premier Keir Starmer, dem Emir von Kuwait, Scheich Meshal al-Ahmad al-Jaber al-Sabah, und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan gesprochen hat, ist nicht bekannt.
Ob Trump gleichzeitig oder nacheinander mit dem britischen Premier Keir Starmer, dem Emir von Kuwait, Scheich Meshal al-Ahmad al-Jaber al-Sabah, und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan gesprochen hat, ist nicht bekannt.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kamala Harris verurteilt Militäraktion
Die frühere US-Vizepräsidentin Kamala Harris hat mit deutlicher Kritik auf die US-amerikanisch-israelische Militäraktion gegen Iran reagiert. »Lassen Sie mich klar sagen: Ich bin gegen einen Krieg zum Sturz des Regimes in Iran, und unsere Truppen werden wegen Trumps Krieg aus freien Stücken in Gefahr gebracht«, schrieb die bei den Präsidentschaftswahlen 2024 gegen Trump unterlegene Kandidatin auf X.
Harris wies auch auf Trumps Ankündigung aus dem Wahlkampf hin, wonach dieser als Präsident eine weniger interventionistische Politik betreiben wolle. »Donald Trump versprach, Kriege zu beenden, anstatt sie zu beginnen. Das war eine Lüge«, heißt es in der Erklärung. »Dann sagte er vergangenes Jahr, wir hätten das iranische Atomprogramm ›ausgelöscht‹. Auch das war eine Lüge.«
Harris wies auch auf Trumps Ankündigung aus dem Wahlkampf hin, wonach dieser als Präsident eine weniger interventionistische Politik betreiben wolle. »Donald Trump versprach, Kriege zu beenden, anstatt sie zu beginnen. Das war eine Lüge«, heißt es in der Erklärung. »Dann sagte er vergangenes Jahr, wir hätten das iranische Atomprogramm ›ausgelöscht‹. Auch das war eine Lüge.«

Kamala Harris. Foto: Getty Images/Paras Griffin
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Wieder Raketenalarm in Dubai, Tel Aviv und Doha
In mehreren Städten in Nahost hat es erneut Raketenalarm gegeben: Wie Augenzeugen aus Dubai dem SPIEGEL bestätigten, wurden die Menschen unter anderem über Mitteilungen auf ihren Smartphones aufgefordert, sich sofort in Sicherheit zu bringen. »Suchen Sie sofort Schutz im nächsten sicheren Gebäude, bleiben Sie von Fenstern, Türen und offenen Bereichen weg«, hieß es in den Warnungen. In Dubai waren demnach Explosionen zu hören, Fensterscheiben zitterten, Alarm heulte.
Auch unser Korrespondent in Tel Aviv, mein Kollege Thore Schröder, berichtet von erneutem Raketenalarm. Er ist auf dem Weg in einen Schutzraum – schon zum elften Mal heute. Israelische Medien melden, ein Gebäude in Tel Aviv sei direkt getroffen worden. Es habe mehrere Verletzte gegeben. Der Sender N12 zeigte Aufnahmen von einem brennenden Dach und einer Straße mit Trümmern. Es habe noch weitere Einschlagsorte gegeben. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, ein etwa 40-jähriger Mann habe schwere Verletzungen erlitten.
Laut Reportern des US-Senders CNN waren auch in Doha Explosionen und Sirenen zu hören.
Auch unser Korrespondent in Tel Aviv, mein Kollege Thore Schröder, berichtet von erneutem Raketenalarm. Er ist auf dem Weg in einen Schutzraum – schon zum elften Mal heute. Israelische Medien melden, ein Gebäude in Tel Aviv sei direkt getroffen worden. Es habe mehrere Verletzte gegeben. Der Sender N12 zeigte Aufnahmen von einem brennenden Dach und einer Straße mit Trümmern. Es habe noch weitere Einschlagsorte gegeben. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, ein etwa 40-jähriger Mann habe schwere Verletzungen erlitten.
Laut Reportern des US-Senders CNN waren auch in Doha Explosionen und Sirenen zu hören.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Trump verfolgt die Angriffe in Iran aus Mar-a-Lago
Das Weiße Haus hat Fotos veröffentlicht, die zeigen, wie US-Präsident Donald Trump mit seinem nationalen Sicherheitsteam die Attacken auf Iran verfolgt. Trump, der derzeit in seinem Privatclub Mar-a-Lago weilt, ist auf den Bildern neben Stabschefin Susie Wiles, Außenminister Marco Rubio und CIA-Direktor John Ratcliffe zu sehen. Auch Trumps stellvertretender Stabschef Dan Scavino ist anwesend, ebenso wie Trumps oberster General, Dan Caine, der auf einem der Bilder erklärend auf Karten zeigt.
Schwarze Vorhänge verhüllen den Raum, die Beteiligten sitzen um einen Tisch, auf dem mehrere Telefone stehen. Hinter Trump ist auf einer Plakatwand eine Karte der Region zu sehen, auf der in der unteren rechten Ecke »Operation Epic Fury« steht, der von den USA gewählte Name für den Militärschlag.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Zentrale Vertreter der iranischen Militärführung laut Israel tot
Bei den Angriffen auf Iran sind nach Angaben aus Israel führende Vertreter der iranischen Militärführung getötet worden. Unter den Toten seien unter anderem der Kommandeur der Revolutionswächter, Mohammed Pakpur, sowie Irans Verteidigungsminister Aziz Nasirzadeh, wie die israelischen Streitkräfte mitteilten. Von iranischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung dafür.
Zuvor war bereits der Tod des Chefs des iranischen Verteidigungsrats von israelischer Seite gemeldet worden. Mehr dazu lesen Sie hier:
Zuvor war bereits der Tod des Chefs des iranischen Verteidigungsrats von israelischer Seite gemeldet worden. Mehr dazu lesen Sie hier:
Offenbar Chef des iranischen Verteidigungsrats getötet
Nach israelischen Angaben ist bei den Luftangriffen in Iran unter anderem der Generalsekretär des Verteidigungsrates getötet worden. Ali Shamkhani sei »eliminiert« worden, berichteten die israelischen Streitkräfte. Bereits im vergangenen Jahr hatte Israel während des Zwölftagekriegs versucht, den Funktionär zu töten. Er überlebte damals schwer verletzt. Von iranischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung für seinen Tod.
Shamkhani war zuletzt an die Spitze des neu geschaffenen Verteidigungsrats aufgestiegen. Der 70-Jährige war acht Jahre lang Verteidigungsminister, sowie Marinekommandeur der Revolutionswächter und kandidierte 2001 für das Präsidentschaftsamt. Er arbeitete auch als politischer Berater in einer Schlüsselfunktion für den Obersten Führer des Landes, Ali Khamenei.
Der Verteidigungsrat wurde im August 2025 gegründet. Dort sollten Strategien zentralisiert werden. Ihm gehören Vertreter der Staatsgewalten, Kommandeure der Streitkräfte sowie Ministerien wie Verteidigung, Inneres und Nachrichtendienst an. Das Gremium untersteht formal dem Sicherheitsrat.
Shamkhani war zuletzt an die Spitze des neu geschaffenen Verteidigungsrats aufgestiegen. Der 70-Jährige war acht Jahre lang Verteidigungsminister, sowie Marinekommandeur der Revolutionswächter und kandidierte 2001 für das Präsidentschaftsamt. Er arbeitete auch als politischer Berater in einer Schlüsselfunktion für den Obersten Führer des Landes, Ali Khamenei.
Der Verteidigungsrat wurde im August 2025 gegründet. Dort sollten Strategien zentralisiert werden. Ihm gehören Vertreter der Staatsgewalten, Kommandeure der Streitkräfte sowie Ministerien wie Verteidigung, Inneres und Nachrichtendienst an. Das Gremium untersteht formal dem Sicherheitsrat.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Trump glaubt an Tod Khameneis
US-Präsident Donald Trump hat sich zu Berichten über den möglichen Tod von Irans Revolutionsführer Ali Khamenei geäußert. »Wir haben das Gefühl, dass das eine korrekte Geschichte ist«, sagte er dem US-Sender NBC.
Trump fügte hinzu, »der Großteil« der iranischen Führung sei »weg«. Weiter sagte er: »Die Menschen, die alle Entscheidungen treffen, die meisten sind verschwunden.« Die Militäraktion sei schon jetzt ein Erfolg. Man habe enormen Schaden angerichtet. »Sie würden Jahre benötigen, alles wieder aufzubauen«, fügte er hinzu.
Trump fügte hinzu, »der Großteil« der iranischen Führung sei »weg«. Weiter sagte er: »Die Menschen, die alle Entscheidungen treffen, die meisten sind verschwunden.« Die Militäraktion sei schon jetzt ein Erfolg. Man habe enormen Schaden angerichtet. »Sie würden Jahre benötigen, alles wieder aufzubauen«, fügte er hinzu.

Donald Trumo. Foto: Anadolu Agency / IMAGO
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Offenbar Chef des iranischen Verteidigungsrats getötet
Nach israelischen Angaben ist bei den Luftangriffen in Iran unter anderem der Generalsekretär des Verteidigungsrates getötet worden. Ali Shamkhani sei »eliminiert« worden, berichteten die israelischen Streitkräfte. Bereits im vergangenen Jahr hatte Israel während des Zwölftagekriegs versucht, den Funktionär zu töten. Er überlebte damals schwer verletzt. Von iranischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung für seinen Tod.
Shamkhani war zuletzt an die Spitze des neu geschaffenen Verteidigungsrats aufgestiegen. Der 70-Jährige war acht Jahre lang Verteidigungsminister, sowie Marinekommandeur der Revolutionswächter und kandidierte 2001 für das Präsidentschaftsamt. Er arbeitete auch als politischer Berater in einer Schlüsselfunktion für den Obersten Führer des Landes, Ali Khamenei.
Der Verteidigungsrat wurde im August 2025 gegründet. Dort sollten Strategien zentralisiert werden. Ihm gehören Vertreter der Staatsgewalten, Kommandeure der Streitkräfte sowie Ministerien wie Verteidigung, Inneres und Nachrichtendienst an. Das Gremium untersteht formal dem Sicherheitsrat.
Shamkhani war zuletzt an die Spitze des neu geschaffenen Verteidigungsrats aufgestiegen. Der 70-Jährige war acht Jahre lang Verteidigungsminister, sowie Marinekommandeur der Revolutionswächter und kandidierte 2001 für das Präsidentschaftsamt. Er arbeitete auch als politischer Berater in einer Schlüsselfunktion für den Obersten Führer des Landes, Ali Khamenei.
Der Verteidigungsrat wurde im August 2025 gegründet. Dort sollten Strategien zentralisiert werden. Ihm gehören Vertreter der Staatsgewalten, Kommandeure der Streitkräfte sowie Ministerien wie Verteidigung, Inneres und Nachrichtendienst an. Das Gremium untersteht formal dem Sicherheitsrat.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Klingbeil verurteilt iranische Vergeltungsschläge
Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil hat vor einer Verschärfung der militärischen Lage im Nahen Osten gewarnt – und sich dabei vor allem an Iran gewandt: »Die auf die Schläge Israels und der USA folgenden maßlosen Vergeltungsschläge des iranischen Regimes führen zu einer gefährlichen Eskalation der Gewalt mit derzeit unabsehbaren Folgen für die Sicherheit in der gesamten Region«, erklärte der Finanzminister.
Er fügte hinzu: »Wir appellieren an alle Seiten, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um eine dauerhafte Abkehr des iranischen Regimes von seinem Nuklear- und Raketenprogramm und seiner destabilisierenden Rolle in der Region zu erreichen.«

Lars Klingbeil. Foto: Kay Nietfeld/dpa
Klingbeil betonte: »Wir sind uns mit unseren internationalen Partnern einig, dass Iran keine Atomwaffen besitzen darf und die brutale, menschenverachtende Gewaltherrschaft der Mullahs besser heute als morgen enden sollte.« Das iranische Volk habe das Recht, über seine Zukunft selbst zu bestimmen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kein Internet mehr in Iran
Aktuelle Netzwerkdaten zeigen, dass das Internet in Iran derzeit nahezu vollständig abgeschaltet ist. Laut der Nichtregierungsorganisation Netblocks, die sich für Cybersicherheit engagiert, besteht die Sperre des Datenverkehrs seit mittlerweile rund zwölf Stunden. Erste Störungen der Netzverbindungen waren demnach kurz nach den Militärschlägen der USA und Israels zu beobachten. In Iran hat das Regime bereits bei früheren Krisen und Unruhen das Internet mehrfach abgeschaltet, so etwa bei den regierungskritischen Protesten der vergangenen Wochen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Karte zeigt Verbreitung der Militärschläge
Israel und die USA haben am Morgen Iran angegriffen. Iran reagierte umgehend mit Gegenschlägen. Auf dieser Karte ist eingezeichnet, wo es im Laufe des heutigen Tages im Nahen Osten zu Explosionen gekommen ist.
Anmerkung der Redaktion: Die Karte zeigte durch die Live-Aktualisierung zeitweise falsche Werte. Wir haben den Datenstand nun am 11. März eingefroren.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Merz irritiert mit Statement zu Iran
Bundeskanzler Friedrich Merz hat auf seinen Social-Media-Kanälen eine Stellungnahme zur Eskalation in Nahost geteilt und damit für Irritation gesorgt. Das Regime in Teheran habe in den zurückliegenden Wochen »brutal den friedlichen Protest von mutigen Iranerinnen und Iranern unterdrückt«, schrieb Merz auf X und Instagram. Gleichzeitig habe die Führung »ihr militärisches Nuklear- und Raketenprogramm weiter vorangetrieben, von dem Gefahren weit über die Region hinaus ausgehen.«
Merz erklärte weiter, die USA hätten in dem Konflikt »lange eine Verhandlungslösung gesucht.« Iran habe jedoch »keiner verlässlichen Vereinbarung zur Beendigung des militärischen Nuklearprogramms zugestimmt. Er hat sich weder verpflichtet, sein Raketenprogramm zurückzufahren noch destabilisierende Aktivitäten einzustellen.«
Diese Schilderung steht in starkem Widerspruch zu Einschätzungen, die zuvor von Beteiligten der Verhandlungen geäußert worden waren. Der omanische Außenminister Badr Albusaidi etwa sagte kurz vor dem US-israelischen Militärschlag in einem Interview im US-Fernsehen, ein Friedensabkommen sei »in greifbarer Nähe.«
Albusaidi zufolge sei bei den Verhandlungen ein »wichtiger Durchbruch« erzielt worden, den es »so zuvor noch nie gab.« Teheran habe sich darauf eingelassen, niemals nukleares Material zu besitzen, das zur Herstellung einer Atombombe taugt – damit sei das zentrale Problem aus seiner Sicht gelöst, so der Minister.
Oman hatte in Genf die dritte Runde indirekter Gespräche vermittelt und war dabei stets überaus diskret aufgetreten, daher war Albusaidis Statement als Hoffnungsschimmer eingeschätzt worden.
Nach dem Angriff der USA und Israels auf Iran schrieb Albusaidi auf X, er sei »bestürzt. Aktive und ernsthafte Verhandlungen wurden erneut untergraben. Weder den Interessen der Vereinigten Staaten noch dem Weltfrieden dient dies.« Er appelliere an die USA, »sich nicht weiter hineinziehen zu lassen. Dies ist nicht euer Krieg.«
Oman hatte in Genf die dritte Runde indirekter Gespräche vermittelt und war dabei stets überaus diskret aufgetreten, daher war Albusaidis Statement als Hoffnungsschimmer eingeschätzt worden.
Nach dem Angriff der USA und Israels auf Iran schrieb Albusaidi auf X, er sei »bestürzt. Aktive und ernsthafte Verhandlungen wurden erneut untergraben. Weder den Interessen der Vereinigten Staaten noch dem Weltfrieden dient dies.« Er appelliere an die USA, »sich nicht weiter hineinziehen zu lassen. Dies ist nicht euer Krieg.«
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Armin Himmelrath
Deutschlandressort

Nahe Verwandte von Khamenei getötet?
Mehrere Medien berichten, dass bei den Angriffen der USA und Israels sowohl die Schwiegertochter als auch der Schwiegersohn des iranischen Revolutionsführers Ali Khamenei getötet worden sein sollen. Die Nachrichtenagentur Reuters beruft sich auf ein Mitglied des Teheraner Stadtrats; auch der ARD und mehreren israelischen Fernsehsendern liegen entsprechende Informationen vor.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Era-View-Wohnturm in Bahrain Flammen
Die SPIEGEL-Dokumentation konnte das brennende Wohnhaus, das auf Aufnahmen aus Bahrain zu sehen war, identifizieren: Nach Angriffen aus Iran steht der Era View Wohnturm in der Hauptstadt Manama in Flammen.

Foto: REUTERS
Einschläge in Wohnhäuser in Bahrain
Das bahrainische Innenministerium hat mitgeteilt, mehrere Wohnhäuser in der Hauptstadt Manama seien getroffen und beschädigt worden. An den betroffenen Stellen gebe es nun Rettungs- und Löscharbeiten, teilte das Innenministerium auf X mit. Zuvor kursierten in sozialen Netzwerken Videos eines mutmaßlichen Raketeneinschlags in ein Hochhaus. Es steht unweit der US-Basis der 5. Flotte.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Netanyahu kündigt Angriffe auf »Tausende weitere Ziele« an
In seiner im Fernsehen übertragenen Rede rief Israels Ministerpräsident Netanyahu die Iraner dazu auf, auf die Straße zu gehen und die politische Führung zu stürzen. Der Krieg zum Iran werde zu einem echten Frieden führen, sagte er.
Israels Armee habe bei den Schlägen gegen das Land hochrangige Funktionäre des Ayatollah-Regimes, Kommandeure der Revolutionswächter und führende Persönlichkeiten des Atomprogramms ausgeschaltet, sagte Netanyahu zudem. »Und wir werden weitermachen. In den nächsten Tagen werden wir Tausende weitere Ziele des Terrorregimes angreifen.«
Israels Armee habe bei den Schlägen gegen das Land hochrangige Funktionäre des Ayatollah-Regimes, Kommandeure der Revolutionswächter und führende Persönlichkeiten des Atomprogramms ausgeschaltet, sagte Netanyahu zudem. »Und wir werden weitermachen. In den nächsten Tagen werden wir Tausende weitere Ziele des Terrorregimes angreifen.«

Benjamin Netanyahu. Foto: Israel Government Press Office (GPO) / AFP
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Analyse: Reichen Luftschläge aus, um Irans Regime zu stürzen?
Noch sind belastbare Angaben zu Schäden und Opferzahlen des Angriffs der USA und Israels auf Iran begrenzt. Das auffälligste Merkmal der ersten Angriffswelle aber sind die Enthauptungsschläge. Berichte deuten auf Angriffe gegen Standorte hin, die mit hochrangigen politischen und militärischen Führungskräften und Sicherheitsinstitutionen in Verbindung stehen. »Im Gegensatz zu früheren Angriffen, die während der Nachtstunden durchgeführt wurden, fanden die Angriffe bei Tageslicht und zu Beginn der iranischen Arbeitswoche statt, als Verwaltungs- und Militärorganisationen wahrscheinlich voll aktiv waren. Das Ziel scheint darin bestanden zu haben, die Reaktionszeit Irans zu verkürzen und in der Anfangsphase des Krieges Verwirrung auf den höchsten Kommandoebenen zu stiften«, analysiert Hamidreza Azizi von der Stiftung Wissenschaft und Politik.
Gleichzeitig deuteten Angriffe im Süden auf das Ausschalten von Flugabwehr und die Vorbereitung von Operationskorridoren aus Richtung des Persischen Golfes für spätere Phasen hin. Im Fokus stehe generell Irans Raketeninfrastruktur: »Wenn die Abschusskapazitäten Irans frühzeitig reduziert werden können, würde sich das Gleichgewicht der Eskalation erheblich verschieben. Die Fähigkeit Irans, nachhaltige Schäden zu verursachen, hängt stark von der Überlebensfähigkeit seiner Raketenstreitkräfte ab.«
Irans Reaktion erscheine weniger auf maximale Eskalation, mehr auf Ausdauer und Regimeerhalt ausgerichtet. Teils wegen möglicher Störungen durch die Angriffe der USA und Israels, teils als bewusste Strategie, um Reserven zu schonen. Innerhalb des Landes rücken Basijmilizen aus und Sicherheitsmaßnahmen in den Vordergrund; der Nationale Sicherheitsrat ruft zum Verlassen großer Städte auf – ein Signal, dass Teheran mit anhaltenden Schlägen, aber auch möglichen Unruhen rechnet.
»Die Schwächung Irans ist nicht gleichbedeutend mit dem Zusammenbruch der Islamischen Republik. Selbst unter erheblichem militärischem Druck, einschließlich gezielter Angriffe auf die Führung, bleibt das Überleben des Regimes möglich«, erklärt Danny Citrinowicz von der US-Denkfabrik Atlantic Council.
Das Regime stehe derzeit unter dem wohl größten Druck seit 1979. Dennoch deutete vieles darauf hin, dass es seine Kohäsion, Befehlsketten und die Fähigkeit zur Umsetzung eines vorab geplanten Eskalationsrahmens bewahrt hat.
Luftangriffe allein werden das Regime zudem wohl nicht stürzen. »Die Geschichte zeigt, dass sie ohne eine glaubwürdige interne Opposition wahrscheinlich nicht zum Zusammenbruch des Regimes führen werden.« Eine organisierte Opposition, die in der Lage wäre, die Macht zu übernehmen, gibt es aber nicht.
»Selbst in einem Szenario, in dem der Oberste Führer Ali Khamenei getötet würde, würde der Zusammenbruch des Regimes nicht automatisch folgen. Die Islamische Republik hat Nachfolgemechanismen institutionalisiert, und die Revolutionswächter und der Sicherheitsapparat fungieren als Hüter des Regimes. Notfallkontinuitätspläne sind wahrscheinlich schon seit Jahren vorhanden«, so Citrinowicz.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Netanyahu spricht von Anzeichen für Tod von Khamenei
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hält den Tod von Irans geistlichem Oberhaupt Ajatollah Ali Khamenei für wahrscheinlich. »Heute Morgen haben wir in einem gewaltigen Überraschungsschlag die Anlage des Tyrannen Ali Khamenei im Herzen Teherans zerstört ... und es gibt viele Anzeichen, dass dieser Tyrann nicht mehr am Leben ist«, sagte Netanyahu am Abend in einer Fernsehansprache.

Ali Khamenei. Foto: khamenei.ir / AFP
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Iran meldet zahlreiche Tote, USA dagegen keine Opfer
Das US-Militär hat bei den iranischen Vergeltungsangriffen mit Hunderten Raketen und Drohnen nach eigenen Angaben keine Verluste erlitten. Es gebe weder Meldungen über US-Opfer noch über kampfbedingte Verletzungen. Zudem seien die bisher bekannten Schäden an US-Einrichtungen minimal und hätten die laufenden Einsätze nicht beeinträchtigt, teilt das US-Zentralkommando mit. In iranischen Medien werden dagegen hohe Opferzahlen genannt: Bei den US-israelischen Angriffen auf 24 Provinzen des Landes seien am Samstag 201 Menschen getötet und 747 verletzt worden, heißt es unter Berufung auf den Roten Halbmond.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
New Yorks Bürgermeister verurteilt Angriffe auf Iran
Es regt sich Kritik am israelisch-amerikanischen Angriff auf Iran. Und die kommt nicht nur aus dem demokratischen Lager der USA, sondern aus von Trumps Wählerbasis und der Vereinten Nationen.
Zohran Mamdani, Bürgermeister von New York und damit der größten Stadt des Landes, nannte die Militärschläge der USA und Israels eine »katastrophale Eskalation eines illegalen Angriffskrieges«. »Die Amerikaner wollen das nicht. Sie wollen keinen weiteren Krieg, um einen Regimewechsel herbeizuführen«, schrieb der linke Demokrat auf der Plattform X.
Die demokratische Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez warf US-Präsident Donald Trump vor, die langfristigen Konsequenzen seines Handels nicht absehen zu können. »Dieser Krieg ist rechtswidrig. Er ist unnötig. Und er wird katastrophal.«
Auch aus dem MAGA-Lager kommt Kritik, berichtet etwa »CNN«. Demnach kritisierte Andere Kolvet, Sprecher der Organisation des verstorbenen rechtsextremen Aktivisten Charlie Kirk, Turning Point USA mit, dass die Aktion der US-amerikanischen Öffentlichkeit »nicht ausreichend« vermittelt wurde.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teilte mit: »Die Entwicklungen in Iran sind höchst besorgniserregend. Wir bleiben in engem Kontakt mit unseren Partnern in der Region. Wir bekräftigen unseren unerschütterlichen Einsatz zur Bewahrung von regionaler Sicherheit und Stabilität. (...) Wir rufen alle Seiten zu maximaler Zurückhaltung, zum Schutz von Zivilisten und zum vollständigen Respekt des Völkerrechts auf.«
UN-Generalsekretär António Guterres kritisierte den Schlag deutlich. »Ich verurteile die heutige militärische Eskalation im Nahen Osten. Der Einsatz von Gewalt durch die USA und Israel gegen Iran, und die folgende Vergeltung Irans in der ganzen Region, untergraben internationalen Frieden und Sicherheit. (...) Ich rufe auf zu einer sofortigen Einstellung der Kampfhandlungen und zu einer Deeskalation.«
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Mit Material der Agenturen


