Eskalation in Nahost Trump würde »jede Hilfe« gegen Irans Drohnen annehmen – auch aus der Ukraine
Gibt es eine konkrete Anfrage der USA zur Abwehr iranischer Drohnen an die Ukraine? Trump dementiert zumindest nicht. Und: Die EU-Kommission warnt vor einer möglichen Migrationskrise. Alle News und Analysen zum Irankrieg vom Donnerstag.
Mit
Anna-Lena Abbott,
Henrik Bahlmann,
Francesco Collini,
Anna Ehlebracht,
Solveig Eichner (Fotos),
Matthias Gebauer,
Niklas Hausser,
Claus Hecking,
Johannes Korge,
Ella Knigge,
Steffen Lüdke,
Dominik Peters,
Fabian Pieper,
Maximilian Popp,
Sven Scharf,
Kim Staudt,
Sebastian Stoll,
Sara Wess und
Luca Wolpers
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Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Iran an. Israel hat am Morgen nach eigenen Angaben eine »großflächige Angriffswelle« auf Teheran gestartet. Teheran antwortet mit Gegenschlägen. Diese treffen auch Ziele in anderen Ländern, etwa in Bahrain, Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo sich Militärstützpunkte der USA befinden. Auch in Aserbaidschan sind zwei Drohnen eingeschlagen.
- Auch die proiranische Hisbollah-Miliz greift in die Kämpfe ein und attackiert Israel. Das israelische Militär reagiert mit Gegenschlägen und fordert Einwohner in Beiruts Vororten auf, diese zu verlassen. Israels rechtsextremer Finanzminister Bezalel Smotrich droht mit Gazastreifen-Vergleich.
- Die EU-Kommission warnt vor einer möglichen Migrationskrise.
- Großbritannien, Italien, Frankreich und Spanien wollen Marineeinheiten Richtung Zypern senden. Auf der Insel war am Montag eine Basis der britischen Royal Air Force angegriffen worden.
- Mehrere Evakuierungsflieger haben Reisende aus Nahost zurückgeholt. Ein französischer Evakuierungsflieger musste wegen Raketenbeschuss umkehren.
- Deutschland werde sich nicht am Krieg in Nahost beteiligen, sagt Verteidigungsminister Pistorius.
- Die Nato erhöht die Bedrohungsstufe für das militärische Hauptquartier und weitere Kommandoposten. Außerdem verstärkt sie die gemeinsame Flugabwehr an der Südflanke deutlich.
- Zuvor hatte die Nato eine iranische Rakete in Richtung des türkischen Luftraums abgefangen. Sie sollte offenbar Incirlik treffen, eine für die USA wichtige Luftwaffenbasis. Iran bestreitet, eine Rakete auf das türkische Territorium abgefeuert zu haben.
Mehr Hintergrund und Analyse
- An dieser Stelle haben die Ajatollahs die Weltwirtschaft im Würgegriff: Fast jeder dritte Liter Öl kommt aus der Region um den Persischen Golf, beim Flüssigerdgas sieht es ähnlich aus. Nun blockiert Iran die Straße von Hormus. Diese Karten zeigen, wie abhängig die Welt ist
- Irans Regime erleidet hohe Verluste: So lange kann es militärisch noch durchhalten
- Folgen für Deutschland: Warum der Irankrieg für Merz zum echten Problem werden könnte
- Machtkampf der iranischen Führung: Der Ajatollah ist tot, sein Regime hat Justiz, Armee und große Teile der Wirtschaft des Landes fest im Griff. Kann die Mullah-Herrschaft wirklich zusammenbrechen?
- Das Dilemma der Golfstaaten: Iranische Angriffe treffen Konsulate, US-Stützpunkte und Energieanlagen auf der Arabischen Halbinsel. Nun müssen die Golfmonarchien entscheiden, ob sie weiter abwarten – oder selbst zur Kriegspartei werden
- Daten und Grafiken zum Irankrieg: Wo fliegen die Truppen von den USA und Israel ihre Angriffe? Welche US-Basen attackiert Iran? Welche Waffen sind im Einsatz? Hier geht’s zum Überblick
Anmerkung der Redaktion: Die Karte zeigte durch die Live-Aktualisierung zeitweise falsche Werte. Wir haben den Datenstand nun am 11. März eingefroren.
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Tag sechs des Irankriegs geht zu Ende – und damit auch dieser Liveblog. Wir berichten selbstverständlich weiter über die Eskalation in Nahost: aus unserem Hamburger Newsroom und den Büros unserer Korrespondentinnen und Korrespondenten weltweit. Hier geht es zum nächsten Liveblog.
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Israel greift erneut südliche Vororte Beiruts an
Die israelische Armee hat nach einem Evakuierungsaufruf Angriffe auf den Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut geflogen. Nach Armeeangaben richteten sich die Attacken gegen die Infrastruktur der Hisbollah im Vorort Dahija. Libanesische Staatsmedien berichteten ebenfalls von Angriffen in den südlichen Vororten. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Bereits seit Montag greift Israel Teile Dahijas an. Israels rechtsextremer Finanzminister Bezalel Smotrich hatte jüngst damit gedroht, dass die Vororte schon bald wie die großflächig zerstörte Stadt Chan Junis im Gazastreifen aussehen würden. Die israelische Armee forderte die Einwohner auf, die Gegend zu verlassen.
Das libanesische Gesundheitsministerium teilte mit, dass seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon die Zahl der Todesopfer auf 123 gestiegen ist. 683 Menschen seien verletzt worden. Wie viele der Opfer Zivilisten sind, war demnach unklar.
Bereits seit Montag greift Israel Teile Dahijas an. Israels rechtsextremer Finanzminister Bezalel Smotrich hatte jüngst damit gedroht, dass die Vororte schon bald wie die großflächig zerstörte Stadt Chan Junis im Gazastreifen aussehen würden. Die israelische Armee forderte die Einwohner auf, die Gegend zu verlassen.
Das libanesische Gesundheitsministerium teilte mit, dass seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon die Zahl der Todesopfer auf 123 gestiegen ist. 683 Menschen seien verletzt worden. Wie viele der Opfer Zivilisten sind, war demnach unklar.
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First Lady im Irak: »Lasst die Kurden in Ruhe«
Schanas Ibrahim Ahmed, die kurdische Ehefrau des irakischen Präsidenten Abdel Latif Raschid, hat sich mit klaren Worten gegen eine mögliche Offensive kurdischer Kämpfer in Iran ausgesprochen. »Lasst die Kurden in Ruhe. Wir sind keine Waffen zur Miete«, schrieb die Ehefrau von Präsident Abdel Latif Raschid.
Zur Begründung verwies Ahmed auf frühere Erfahrungen: Nach dem Zweiten Golfkrieg (1990 bis 1991) habe der damalige US-Präsident George H.W. Bush die Kurden zum Aufstand gegen Saddam Hussein aufgerufen – diese seien verlassen worden »als sich die Prioritäten änderten«. Zehntausende Menschen wurden während der Aufstände getötet.
Die irakische First Lady bezieht sich in ihrem Schreiben auf vermeintliche Pläne von US-Präsident Donald Trump, die iranischen Kurden im Irak für eine Bodenoffensive in Iran zu gewinnen. Trump telefonierte bereits mit mehreren Kurdenführern und soll einem Bericht der »Washington Post« zufolge auch umfassende Unterstützung durch US-Kampfflugzeuge angeboten haben. Ob tatsächlich eine Bodenoffensive bevorsteht, ist unklar.
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Israel sieht erhöhte Anschlagsgefahr für seine Bürger im Ausland
Israel warnt seine Bürgerinnen und Bürger wegen der angespannten Sicherheitslage in der Region vor Anschlägen im Ausland. Seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe in Iran habe sich die Gefahr erhöht, die von Einzeltätern sowie von iranischen Behörden ausgehe, mahnte der Nationale Sicherheitsrat.
In den vergangenen Tagen seien demnach geplante Angriffe auf Israelis vereitelt worden. Details nannte das Gremium nicht. Tausende Israelis sind derzeit im Ausland gestrandet.
Im Fokus stehen den Angaben zufolge israelische und jüdische Ziele weltweit – vor allem aber in Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Bahrain, die Iran als Reaktion auf die israelisch-amerikanischen Angriffe attackiert. Israelis sollten bis auf Weiteres Flüge mit einem Umstieg in den VAE vermeiden. Zudem empfahl der Nationale Sicherheitsrat, im Ausland jüdische sowie israelische Symbole in der Öffentlichkeit nicht sichtbar zu tragen. Auch vom Besuch von Synagogen und anderen jüdischen Einrichtungen riet das Gremium ab.
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Wadephul kündigt Sonderflug aus Riad an
Die Bundesregierung will nach drei Sonderflügen aus dem Oman auch aus der saudischen Hauptstadt Riad in der Nahostregion gestrandete Deutsche in die Heimat zurückbringen. Das kündigte Außenminister Johann Wadephul (CDU) auf Instagram an.
Die Nachrichtenagentur dpa berichtet unter Verweis auf ein Papier des Auswärtigen Amts zur Information des Bundestages, der Flug solle aus Saudi-Arabien am Sonntagnachmittag mit einer gecharterten Maschine der Fluggesellschaft Sundair organisiert werden. Zur Vorbereitung der Ausreise sollten besonders verletzliche Deutsche wie Schwangere, Kranke oder Ältere auf dem Landweg aus dem Golfemirat Katar nach Riad gebracht werden.
Die Nachrichtenagentur dpa berichtet unter Verweis auf ein Papier des Auswärtigen Amts zur Information des Bundestages, der Flug solle aus Saudi-Arabien am Sonntagnachmittag mit einer gecharterten Maschine der Fluggesellschaft Sundair organisiert werden. Zur Vorbereitung der Ausreise sollten besonders verletzliche Deutsche wie Schwangere, Kranke oder Ältere auf dem Landweg aus dem Golfemirat Katar nach Riad gebracht werden.
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Ukrainische Unterstützung gegen Irans Drohnen? »Ich nehme jede Hilfe«, sagt Trump
Gibt es eine konkrete Anfrage der Vereinigten Staaten an die Ukraine, US-Truppen und Verbündeten bei der Abwehr iranischer Shahed-Drohnen zu helfen? Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte davon berichtet. Von Reuters gefragt, ob er Hilfe aus Kyjiw gegen die Drohnen aus Teheran annehmen würde, hat der US-Präsident mögliche entsprechende Pläne zumindest nicht dementiert. »Selbstverständlich – ich nehme jede Hilfe von jedem Land an«, sagte Donald Trump nach Angaben der Nachrichtenagentur.
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Französischer Evakuierungsflug muss wegen Raketenbeschusses umkehren
Ein von der französischen Regierung gecharterter Air-France-Flug, der französische Staatsangehörige aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zurückbringen sollte, musste wegen Raketenbeschusses in dem Gebiet umkehren. Das erklärte der französische Verkehrsminister Philippe Tabarot auf X.
»Diese Situation spiegelt die Instabilität in der Region und die Komplexität von Rückführungsoperationen wider«, fügte Tabarot hinzu. Die Rückkehr der Betroffenen könne »nur unter garantierten Sicherheitsbedingungen« erfolgen. Frankreich hatte am Mittwoch Rückführungsflüge aus dem Nahen Osten aufgenommen.
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USA setzen Betrieb in ihrer Botschaft in Kuwait aus
Die Vereinigten Staaten haben den Betrieb ihrer Botschaft in Kuwait-Stadt eingestellt. Das teilte das US-Außenministerium in einer Erklärung mit. Hintergrund sind iranische Vergeltungsangriffe auf Kuwait. Seit Kriegsbeginn hat Iran das mit den USA verbündete Golfland wiederholt mit Raketen und Drohnen angegriffen.

Nach einem iranischen Angriff steigen in der Nähe der US-Botschaft in Kuwait Rauchschwaden auf (Bild vom Montag). Foto: REUTERS
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Iran sieht »keinen Grund« für Verhandlungen mit den USA
Iran will nach den Worten von Außenminister Abbas Araghchi derzeit weder eine Waffenruhe erreichen noch Friedensverhandlungen führen. Sein Land sehe »keinen Grund«, mit den USA zu verhandeln, sagte er in einem Interview mit dem US-Fernsehsender NBC.
»Wir haben zweimal mit ihnen verhandelt, und jedes Mal haben sie uns mitten in den Verhandlungen angegriffen«, sagte Araghchi weiter. Die USA hatten im Juni an der Seite Israels in den Zwölftagekrieg zwischen beiden Staaten eingegriffen und iranische Atomanlagen bombardiert.
»Wir haben zweimal mit ihnen verhandelt, und jedes Mal haben sie uns mitten in den Verhandlungen angegriffen«, sagte Araghchi weiter. Die USA hatten im Juni an der Seite Israels in den Zwölftagekrieg zwischen beiden Staaten eingegriffen und iranische Atomanlagen bombardiert.

Irans Außenminister Abbas Araghchi. Foto: Tatyana Makeyeva/Pool AFP/dpa
Mit Blick auf eine mögliche Bodenoffensive gegen Iran sagte Araghchi, ein solcher Schritt würde für die Feinde Teherans mit einer »Katastrophe« enden. »Wir sind zuversichtlich, dass wir ihnen die Stirn bieten können.« Mehrere US-Medien hatten zuvor berichtet, dass die USA kurdische Milizen mit Waffen unterstützen wollen, um einen Aufstand in Iran zu provozieren. Dies wurde vom Weißen Haus dementiert.
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Macron will Libanon gepanzerte Fahrzeuge liefern – und mahnt Israel
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angekündigt, die libanesischen Streitkräfte mit gepanzerten Fahrzeugen und logistischer Unterstützung zu stärken. Es müsse alles getan werden, um zu verhindern, dass das Land erneut in einen Krieg hineingezogen werde, sagte er in sozialen Medien. Er forderte zudem Israel auf, den Krieg nicht auf den Libanon auszuweiten. An die iranische Führung appellierte er, das Land nicht weiter in einen Krieg hineinzuziehen, der nicht der seine sei. Die Hisbollah müsse ihr Feuer auf Israel sofort einstellen. Israel müsse im Gegenzug von einer Bodenintervention oder einer groß angelegten Operation auf libanesischem Gebiet absehen.
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Bahrain meldet iranischen Angriff auf Ölanlage
Iran hat nach Angaben des Innenministeriums von Bahrain eine Ölanlage im Golfstaat angegriffen und dort einen Brand ausgelöst. Die Anlage in Maameer südlich der Hauptstadt Manama sei Ziel von »iranischer Aggression« geworden, teilte das Innenministerium mit. Opfer habe es nicht gegeben, das Feuer sei unter Kontrolle.
Im Internet kursieren Videos, die den Angriff zeigen sollen. Darin ist zu sehen, wie ein Geschoss an der Anlage einschlägt und eine Explosion auslöst.
Im Internet kursieren Videos, die den Angriff zeigen sollen. Darin ist zu sehen, wie ein Geschoss an der Anlage einschlägt und eine Explosion auslöst.
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Israels Finanzminister droht Beiruts Vororten mit Gazastreifen-Vergleich
Israels rechtsextremer Finanzminister Bezalel Smotrich hat damit gedroht, die als Dahija bekannten Vororte Beiruts würden schon bald wie die Stadt Chan Junis im Gazastreifen aussehen. Chan Junis und viele weitere Orte in dem Palästinensergebiet wurden im Gazakrieg großflächig zerstört.
Israels Armee hatte zuvor einen Großteil der Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut als mögliche Angriffsziele ausgegeben und die Einwohner dazu aufgefordert, ihre Häuser sofort zu verlassen. Am Vortag hatte es eine ähnliche Warnung für den Süden des Libanon gegeben. Zehntausende Menschen haben ihre Wohnorte verlassen.
Israels Armee hatte zuvor einen Großteil der Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut als mögliche Angriffsziele ausgegeben und die Einwohner dazu aufgefordert, ihre Häuser sofort zu verlassen. Am Vortag hatte es eine ähnliche Warnung für den Süden des Libanon gegeben. Zehntausende Menschen haben ihre Wohnorte verlassen.

Chan Junis im Oktober 2025. Foto: Omar Al-Qattaa / AFP
Israel fordert Einwohner auf, Beiruts Vororte zu verlassen
Die israelische Armee hat einen Großteil der Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut als mögliche Angriffsziele ausgegeben. Die Armee richtete eine dringende Warnung an die Bewohner. Sie sollten sofort ihre Häuser verlassen. In der Regel folgen auf derartige Aufrufe Angriffe Israels.
»Rettet euer Leben, evakuiert sofort eure Häuser«, schrieb der israelische Militärsprecher Avichay Adraee auf X und veröffentlichte eine Karte, auf der vier Stadtteile der südlichen Vororte – ein Gebiet in der Nähe des Flughafens von Beirut – markiert waren.
Damit hat Israel zum ersten Mal eine Warnung für ganze Stadtteile im von der Hisbollah kontrollierten Gebiet ausgesprochen. Die Viertel gelten als Hochburg der Hisbollah-Miliz. Sie sind aber auch dicht besiedelte Wohngebiete.

Vertriebene Bewohner mit ihren Habseligkeiten in Beirut. Foto: Wael Hamzeh / EPA
Betroffen seien die Viertel Burdsch al-Baradschne, Hadath, Haret Hreik und Schijah. Bewohner sollten sich entweder in Richtung Osten oder Norden in Sicherheit bringen. Es sei verboten, sich nach Süden zu begeben, hieß es.
Unter den Bewohnern brach Panik aus, wie Augenzeugen der Nachrichtenagentur dpa berichteten. Viele versuchten panisch die Viertel zu verlassen. Die Straßen seien voller Autos. Einige schrien nach ihren Verwandten.
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Trump befürwortet Kurdenoffensive gegen iranisches Regime
US-Präsident Donald Trump begrüßt der Nachrichtenagentur Reuters zufolge eine mögliche kurdische Offensive gegen Iran. Das sagte er der Nachrichtenagentur in einem Telefoninterview. »Ich finde es wunderbar, dass sie das tun wollen, ich wäre voll dafür«, sagte Trump. Auf die Frage, ob die USA Luftunterstützung für eine kurdische Offensive bereitstellen würden oder angeboten hätten, sagte der US-Präsident: »Das kann ich Ihnen nicht sagen.«
Leseempfehlung: Warum die CIA die iranischen Kurden zum bewaffneten Aufstand bewegen will
Die USA und Israel wollen Irans Exilkurden aufrüsten. Das Ziel: Sie sollen in ihrer Heimat kämpfen. Die Erfolgsaussichten sind höchst unklar. Auch weil viele sich womöglich gar nicht einmischen wollen. Den ganzen Text lesen Sie hier.

Zwei Kämpfer der iranisch-kurdischen Exilpartei KDPI am Checkpoint vor ihrer Basis im nordirakischen Koj Sandschak: »Wir glauben, wir haben jetzt eine große Chance.« . Foto: Rashid Yahya / AP
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Nato verstärkt gemeinsame Flugabwehr an der Südflanke deutlich
Die Nato hat wegen der Gefahr iranischer Raketen- oder Drohnenangriffe auf Bündnispartner die gemeinsame Flugabwehr an der Südflanke deutlich verstärkt. Es wurden vor allem zum Schutz der Türkei und Griechenlands zusätzliche Luftverteidigungssysteme in Stellung gebracht, zudem wurde die Alarmbereitschaft der bestehenden Batterien hochgefahren, hieß es in einer Erklärung.
Die Maßnahme ist unter anderem eine Reaktion auf den Abschuss einer iranischen Rakete, die offenbar die türkische Luftwaffenbasis Incirlik treffen sollte. Das Geschoss war am Mittwoch von einer spanischen Patriot-Stellung in der Türkei detektiert und dann durch einen US-Zerstörer im Mittelmeer abgeschossen worden. Mehrere Nato-Nationen haben wegen der kritischen Lage zusätzliche Kriegsschiffe ins Mittelmeer verlegt, diese werden in die gemeinsame Flugabwehr der Allianz eingebunden.
Die Maßnahme ist unter anderem eine Reaktion auf den Abschuss einer iranischen Rakete, die offenbar die türkische Luftwaffenbasis Incirlik treffen sollte. Das Geschoss war am Mittwoch von einer spanischen Patriot-Stellung in der Türkei detektiert und dann durch einen US-Zerstörer im Mittelmeer abgeschossen worden. Mehrere Nato-Nationen haben wegen der kritischen Lage zusätzliche Kriegsschiffe ins Mittelmeer verlegt, diese werden in die gemeinsame Flugabwehr der Allianz eingebunden.
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Interne Einschätzung: EU-Kommission warnt vor möglicher Migrationskrise
Die EU-Kommission hält aufgrund des Irankriegs eine Fluchtbewegung erheblichen Ausmaßes für möglich. Das geht aus vertraulichen diplomatischen Korrespondenzen hervor, die dem SPIEGEL und dem ARD-Magazin »Report Mainz« vorliegen.
Noch verfüge man zwar über keine konkreten Zahlen zu Flüchtlingsströmen, heißt es in einem Protokoll einer Sitzung europäischer Diplomaten und Offizieller in Brüssel am Mittwoch. Schon jetzt seien aber »Bewegungen zu den ländlichen Bereichen und zur Küste« zu beobachten. »Falls die Krise anhalte, könnte eine humanitäre Krise in Iran und den Nachbarländern drohen, Migrationsbewegungen wie 2015.«
Noch verfüge man zwar über keine konkreten Zahlen zu Flüchtlingsströmen, heißt es in einem Protokoll einer Sitzung europäischer Diplomaten und Offizieller in Brüssel am Mittwoch. Schon jetzt seien aber »Bewegungen zu den ländlichen Bereichen und zur Küste« zu beobachten. »Falls die Krise anhalte, könnte eine humanitäre Krise in Iran und den Nachbarländern drohen, Migrationsbewegungen wie 2015.«
Vor allem die Türkei als Hauptzielland für Flüchtlinge aus Iran sei »beunruhigt«, heißt es weiter. Ankara erwägt, an der Grenze »Pufferzonen« und eine Zeltstadt für bis zu 90.000 Flüchtlinge einzurichten, wie der türkische Innenminister am Mittwoch mitteilte.
Mit Sorge beobachtet die EU-Kommission insbesondere die Situation von rund 2,5 Millionen Afghanen in Iran. Sollte das Land anhaltend destabilisiert werden, könnten sie in Nachbarländer fliehen, heißt es in der Korrespondenz.
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Sri Lanka evakuiert iranisches Schiff
Sri Lanka hat mit der Evakuierung eines iranischen Schiffes vor seiner Küste begonnen. Das gab Präsident Anura Kumara Dissanayake bekannt. Es befänden sich insgesamt 208 Menschen an Bord, sagte das Staatsoberhaupt. Nach der Rettung der Mannschaft solle das Schiff in den Hafen von Trincomalee gebracht werden. Man habe sich nach ausführlichen Gesprächen entschlossen, der Besatzung zu helfen. Erst am Mittwoch war die iranische Fregatte »IRIS Dena« in der Region von einem US-U-Boot versenkt worden. Dabei kamen mindestens 80 Menschen ums Leben.
Offenbar weiteres iranisches Kriegsschiff vor Sri Lanka
Nach dem tödlichen Angriff auf eine iranische Fregatte im Indischen Ozean befindet sich nach Angaben der Regierung Sri Lankas ein weiteres Schiff der iranischen Marine nahe der Insel. Das Kriegsschiff liege noch in der sogenannten Exklusiven Wirtschaftszone (EEZ) Sri Lankas, also außerhalb der territorialen Gewässer, sagte Kabinettssprecher Nalinda Jayatissa im Parlament. Die Regierung prüfe, wie sie auf die Situation reagieren solle, und bemühe sich um eine Lösung, um die regionale Sicherheit zu wahren. An Bord sollen rund 100 Menschen sein.
Nach einem Angriff auf die iranische Fregatte IRIS »Dena« waren laut Regierung mindestens 80 Besatzungsmitglieder tot geborgen worden. Mehrere galten als vermisst. Laut übereinstimmenden Medienberichten wurde das Schiff von einem US-amerikanischen U-Boot mit einem Torpedo versenkt. Beide Schiffe sollen auf dem Rückweg in Iran gewesen sein, nachdem sie an einer Flottenschau in Indien teilgenommen hatten.

Verletztes Mitglied der iranischen IRIS »Dena«-Besatzung. Foto: Thilina Kaluthotage / REUTERS
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Kurzanalyse: Kraftstoffpreise an US-Tankstellen schnellen hoch – Trumps Wahlkampfversprechen wird immer unrealisierbarer
An US-Tankstellen verteuern sich Kraftstoffe im Zuge des Irankriegs rapide. Laut dem Autofahrerverband AAA mussten am Donnerstag für die Standard-Benzinsorte Regular im Landesdurchschnitt rund 3,25 US-Dollar pro Gallone (3,79 Liter) bezahlt werden. Das sind 29 Cent mehr als am Samstag zu Beginn der Militärschläge der USA und Israels – und der höchste Wert seit Anfang 2025.
Diesel kostet an der Zapfsäule mit durchschnittlich 4,17 Dollar je Gallone an die 40 Cent mehr als vor Wochenfrist. So teuer war Diesel seit Dezember 2023 nicht mehr. Verglichen mit Deutschland oder anderen europäischen Staaten sind Kraftstoffe in den USA preisgünstig, aber die Autofahrerinnen und Autofahrer sind auch entsprechend geringe Kosten gewohnt.
Diesel kostet an der Zapfsäule mit durchschnittlich 4,17 Dollar je Gallone an die 40 Cent mehr als vor Wochenfrist. So teuer war Diesel seit Dezember 2023 nicht mehr. Verglichen mit Deutschland oder anderen europäischen Staaten sind Kraftstoffe in den USA preisgünstig, aber die Autofahrerinnen und Autofahrer sind auch entsprechend geringe Kosten gewohnt.

Preistafel einer US-Exxon-Tankstelle am 5. März
Die hochschnellenden Spritpreise lassen ein zentrales Wahlkampfversprechen von Präsident Donald Trump immer unrealisierbarer erscheinen. Der Republikaner hatte 2024 in seinem Duell gegen Kamala Harris gelobt, er werde die Preise für Energie binnen zwölf oder maximal 18 Monaten nach seinem Einzug ins Weiße Haus halbieren. Im Januar 2025 übernahm Trump dann das Amt. Die Verbraucherpreise für Strom, Erdgas sowie Kraftstoffe haben sich allerdings nicht ansatzweise halbiert – sondern sind heute sogar höher als damals.
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EU-Beamte kritisieren unpräzise Luftschläge in »dicht besiedelten Bevölkerungsgebieten«
Beamte der EU-Kommission warnen vor den humanitären Folgen der Kriegsführung Israels und der USA in Iran. Das geht aus vertraulichen diplomatischen Korrespondenzen hervor, die dem SPIEGEL und dem ARD-Magazin »Report Mainz« vorliegen.
Die Beamten der Abteilung für humanitäre Hilfe trugen ihre Bedenken demnach am Mittwoch in Brüssel in einer Runde mit europäischen Diplomaten vor. In einem Protokoll der Sitzung wird die Einschätzung wörtlich so wiedergegeben: »Luftschläge erfolgten nicht präzise, träfen dicht besiedelte Bevölkerungsgebiete, mit steigenden zivilen Opferzahlen (Schulen, Gesundheitseinrichtungen).« Die Luftschläge auf Iran spitzten eine bereits brisante sozioökonomische Lage weiter zu, heißt es weiter.

Menschen helfen vor einer zerstörten Polizeistation in Teheran. Foto: Morteza Nikoubazl / NurPhoto / IMAGO
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Nato erhöht Bedrohungsstufe für militärisches Hauptquartier und weitere Kommandoposten
Die Nato hat wegen der angespannten Sicherheitslage nach dem Beginn des Kriegs gegen Iran die Bedrohungsstufe für das militärische Hauptquartier in Brunssum und weitere Nato-Kommandoposten in Europa von »Alpha« auf »Bravo« erhöht. Die auf der Basis in den Niederlanden eingesetzten Nato-Soldaten wurden aufgefordert, außerhalb des Hauptquartiers nicht mehr in Uniform aufzutreten.
Die Sicherheitsmaßnahme in Brunssum trat nach SPIEGEL-Informationen bereits am Samstag in Kraft, direkt nach dem Beginn der Luftschläge der USA und Israels gegen Iran. Der Gefahrenlevel »Bravo« bedeutet laut Nato-Definition, dass es eine gesteigerte Gefahr eines Angriffs oder eines Terrorakts gibt, allerdings noch keine konkreten Hinweise vorliegen. Für die anderen Nato-Kommandoposten wurde die höhere Gefahrenstufe erst in den vergangenen Tagen angeordnet.
Die Sicherheitsmaßnahme in Brunssum trat nach SPIEGEL-Informationen bereits am Samstag in Kraft, direkt nach dem Beginn der Luftschläge der USA und Israels gegen Iran. Der Gefahrenlevel »Bravo« bedeutet laut Nato-Definition, dass es eine gesteigerte Gefahr eines Angriffs oder eines Terrorakts gibt, allerdings noch keine konkreten Hinweise vorliegen. Für die anderen Nato-Kommandoposten wurde die höhere Gefahrenstufe erst in den vergangenen Tagen angeordnet.
Auf die Nato-Soldaten kommen erhebliche Einschränkungen zu. In einer internen Weisung heißt es, an den Zugängen zu der großen Basis in Brunssum, von der aus alle Nato-Operationen in Europa gesteuert werden, werde es stichprobenartige Kontrollen der Fahrzeuge geben. Auch alle ankommenden Soldaten würden durchsucht, folglich müsse man mit langen Schlangen rechnen.
Die Nato-Soldaten wurden auch angewiesen, auf dem Weg zur Arbeit zivile Kleidung zu tragen und in der Öffentlichkeit nicht mehr in Uniform aufzutreten. Derzeit wird nur Soldaten Zugang zur Basis gewährt, Besucher und Dienstleister werden vorerst aus Sicherheitserwägungen nicht mehr auf die Basis gelassen.
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Trump will über künftige iranische Führung mitentscheiden
US-Präsident Donald Trump besteht dem Nachrichtenportal »Axios« zufolge darauf, persönlich an der Auswahl des nächsten iranischen Staatsoberhaupts beteiligt zu werden. »Ich muss an der Ernennung beteiligt sein, wie bei Delcy (Rodriguez) in Venezuela«, sagte Trump mit Verweis auf die Nachfolge des gestürzten Präsidenten Nicolás Maduro. Trump habe bestätigt, dass Mojtaba Khamenei der wahrscheinlichste Nachfolger seines getöteten Vaters sei, dieses Ergebnis jedoch als inakzeptabel bezeichnet. Der 56-jährige Sohn des am Samstag bei einem Luftangriff getöteten Ajatollah Ali Khamenei gilt als Hardliner mit engen Verbindungen zu den Revolutionswächtern. Trump bezeichnete ihn als »Leichtgewicht«.
Die Äußerungen des US-Präsidenten stellen »einen außergewöhnlichen Anspruch amerikanischer Macht über Irans politische Zukunft« dar, ordnete das Portal ein. Zuvor hatten Verteidigungsminister Pete Hegseth und andere US-Regierungsvertreter bestritten, dass das Ziel des Angriffs ein Regimewechsel in Iran sei.
Die Äußerungen des US-Präsidenten stellen »einen außergewöhnlichen Anspruch amerikanischer Macht über Irans politische Zukunft« dar, ordnete das Portal ein. Zuvor hatten Verteidigungsminister Pete Hegseth und andere US-Regierungsvertreter bestritten, dass das Ziel des Angriffs ein Regimewechsel in Iran sei.

US-Präsident Trump. Foto: Jacquelyn Martin / AP / dpa
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Italiens Verteidigungsminister spricht von Angriff »außerhalb des Völkerrechts«
Der Angriff der USA und Israels gegen Iran sei »außerhalb der Regeln des Völkerrechts« erfolgt. Das sagte Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto im Parlament. Der Parteikollege von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni äußerte sich damit ähnlich wie etwa Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Noch deutlicher hatte der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez den Angriff kritisiert. In Italien hatten bisher hauptsächlich die Oppositionsparteien von einem Völkerrechtsbruch gesprochen.
Nach einem Auftritt von Crosetto und Außenminister Antonio Tajani nahm Italiens Abgeordnetenkammer eine Mehrheitsentschließung an. Damit will Rom Flugabwehrsysteme an die Golfstaaten liefern. Zudem soll die Entsendung von Kriegsschiffen zum Schutz Zyperns ermöglicht werden – im Gespräch ist derzeit vor allem eine Fregatte.

Foto: Matteo Minnella / REUTERS
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Krieg legt zentrales WHO-Lager in Dubai lahm
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Irankriegs den Zugang zu einem ihrer größten Logistikzentren und Materiallager für weltweite Noteinsätze verloren. Die Einrichtung liegt in Dubai. Dort seien alle Aktivitäten aufgrund der Sicherheitslage vorerst eingestellt worden, sagte die WHO-Direktorin für die Region, Hanan Balkhy.
Material im Wert von 18 Millionen Dollar (15,5 Millionen Euro) sei dort nun blockiert, und Nachschub im Wert von acht Millionen Dollar, der per Schiff angeliefert werden sollte, könne das Zentrum nicht erreichen.
Material im Wert von 18 Millionen Dollar (15,5 Millionen Euro) sei dort nun blockiert, und Nachschub im Wert von acht Millionen Dollar, der per Schiff angeliefert werden sollte, könne das Zentrum nicht erreichen.

Ein Crewmitglied hilft Ende Januar beim Verladen von Kartons mit humanitärer Hilfe in Dubai. Foto: Fadel Senna / AFP
In dem Lager liegen Medikamente und medizinisches Material für Noteinsätze und zur Unterstützung geschwächter Gesundheitssysteme in aller Welt. Dazu gehört unter anderem alles zur Versorgung von Verwundeten in Konflikten, von Betroffenen bei Erdbeben oder Überschwemmungen sowie Medikamente etwa für Bluthochdruck oder Diabetes. In manchen Jahren versorgt die WHO nach eigenen Angaben mehr als 20 Millionen Menschen in rund 70 Ländern von Dubai aus.
Nach Angaben der zuständigen WHO-Nothilfekoordinatorin Annette Heinzelmann wird geprüft, ob Material jetzt auf dem Landweg aus dem Logistikzentrum gebracht werden kann. Ebenso prüfe die WHO, ob ähnliche Logistikzentren in Brindisi in Italien, Nairobi in Kenia und anderswo Lieferungen übernehmen und wo Material und Medikamente lokal erworben werden können.
Nach Angaben der zuständigen WHO-Nothilfekoordinatorin Annette Heinzelmann wird geprüft, ob Material jetzt auf dem Landweg aus dem Logistikzentrum gebracht werden kann. Ebenso prüfe die WHO, ob ähnliche Logistikzentren in Brindisi in Italien, Nairobi in Kenia und anderswo Lieferungen übernehmen und wo Material und Medikamente lokal erworben werden können.
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Bundeswehr warnt Soldaten vor Angriffen in Deutschland
Die Sicherheitsabteilung der Bundeswehr hat die Soldatinnen und Soldaten vor möglichen Angriffen in der Öffentlichkeit gewarnt. Wegen der angespannten nationalen und internationalen Sicherheitslage sei »ein sensibles Bewusstsein« gefordert, heißt es in einem aktuellen Rundschreiben, das dem SPIEGEL vorliegt. Speziell Soldaten, die in Uniform mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, sollen besonders wachsam sein.
Demnach sei es möglich, dass von militärkritischen Teilen der Bevölkerung »eine potenzielle Gefährdung im Rahmen von verbalen und auch physischen Angriffen« ausgeht. Den Bundeswehrsoldaten wird geraten, besonders bei Bahnfahrten in Uniform aufmerksam zu sein und jegliche Aggression, egal ob verbal oder physisch, sofort zu melden.
Zudem warnt die Bundeswehr alle Soldaten und Zivilangestellten, dass wegen des Kriegs im Nahen Osten »derzeit in Deutschland eine hohe abstrakte Gefährdung für israelische und amerikanische Staatsbürger und Einrichtungen« bestehe. Hinweise auf sicherheitsgefährdende Aktivitäten seien umgehend zu melden – dies gelte sowohl für israelische oder amerikanische Einrichtungen, aber auch für Bundeswehrkasernen.
Die »Welt« hatte am Donnerstag bereits berichtet, dass die Nato alle Soldaten des militärischen Hauptquartiers gewarnt hatte, außerhalb des Camps im niederländischen Brunssum möglichst nicht in Uniform aufzutreten, da man spontane Attacken auf Soldaten nicht ausschließen könne.
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Augenzeugen in Abu Dhabi und Dubai: »Das Leben hier geht weiter, als wäre nichts«
»In den letzten 24 Stunden ist es in unserer Nachbarschaft etwas ruhiger geworden«, sagt eine Augenzeugin aus Abu Dhabi. »Wir haben keine Explosionen mehr gehört, anders als in den Tagen davor wurden wir auch zu keinem Zeitpunkt angewiesen, Schutz zu suchen«, ergänzt ihr Partner.
»Das Leben hier geht weiter, als wäre nichts. Vor zwei Tagen aber gab es einen Schreckmoment: Wir waren abends mit Freunden essen, danach gingen wir spazieren, es waren auch zwei Kinder dabei. Während des Spaziergangs eine Nachricht der Regierung aufs Handy: Wir sollten sofort Schutz suchen. Am Himmel konnten wir drei Lichter sehen, kurz darauf gab es laute Bumm-Geräusche. Später haben wir erfahren, dass nur wenige Blocks entfernt Trümmer gelandet sind. Den Kindern zu erklären, was da gerade passiert, sie in Sicherheit zu bringen, das war wahrscheinlich mit das Gruseligste, was wir hier bislang erlebt haben.«
Auch ein Augenzeuge aus Dubai schildert, dass das Leben dort relativ normal weitergeht. »Wir waren gestern einkaufen in der Mall of the Emirates. Keine Panikkäufe. Alle Geschäfte sind auf. Auf den Straßen nimmt der Verkehr wieder zu.«
»Das Leben hier geht weiter, als wäre nichts. Vor zwei Tagen aber gab es einen Schreckmoment: Wir waren abends mit Freunden essen, danach gingen wir spazieren, es waren auch zwei Kinder dabei. Während des Spaziergangs eine Nachricht der Regierung aufs Handy: Wir sollten sofort Schutz suchen. Am Himmel konnten wir drei Lichter sehen, kurz darauf gab es laute Bumm-Geräusche. Später haben wir erfahren, dass nur wenige Blocks entfernt Trümmer gelandet sind. Den Kindern zu erklären, was da gerade passiert, sie in Sicherheit zu bringen, das war wahrscheinlich mit das Gruseligste, was wir hier bislang erlebt haben.«
Auch ein Augenzeuge aus Dubai schildert, dass das Leben dort relativ normal weitergeht. »Wir waren gestern einkaufen in der Mall of the Emirates. Keine Panikkäufe. Alle Geschäfte sind auf. Auf den Straßen nimmt der Verkehr wieder zu.«
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