Krieg in Nahost Israelische Medien melden »größten Raketenangriff« aus Iran seit Kriegsbeginn
Iran attackiert Israel laut Medienberichten massiv mit Raketen, während das jüdische Pessach-Fest beginnt. Und: Iran hat laut Donald Trump um eine Waffenruhe gebeten. Teheran bestreitet das. Die News.
Mit
Henrik Bahlmann,
Holger Dambeck,
Claus Hecking,
Maria Marquart,
Jan Petter,
Christoph Reuter,
Julius Seibt,
Anastasia Trenkler,
Mathieu von Rohr,
Nadine Wolter,
Franziska Wunderlich und
Niklas Hausser (Fotoredaktion)
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Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- US-Präsident Donald Trump rechnet mit einem Ende der Angriffe seines Landes auf Iran in zwei bis drei Wochen.
- Trumps Behauptungen, nach denen Iran die USA um eine Waffenruhe gebeten habe, weist das iranische Außenministerium zurück.
- In der Nacht zum Donnerstag deutscher Zeit will Trump eine »wichtige« Rede zum Irankrieg halten.
- Irans Präsident Masoud Pezeshkian hat sich in einem Brief an die Amerikanerinnen und Amerikaner gewandt.
- Israelische Medien melden derweil den »größten Raketenangriff« aus Iran seit Kriegsbeginn. Am Abend begann das jüdische Pessach-Fest.
- Im Süden des Libanon liefern sich die israelische Armee und die von Iran unterstützte Hisbollah Gefechte. Israel hat zudem bei einem Luftangriff auf Beirut den Hisbollah-Militärkommandeur für den Irak getötet.
Mehr Hintergrund und Analyse mit SPIEGEL+
- Ausgerechnet Pentagonchef Pete Hegseth wollte wohl vor dem Irankrieg in einen Rüstungsfonds investieren. Er wäre nicht der Erste. Die berühmteste Traderin im Washingtoner Machtzirkel ist eine Ikone der Demokraten.
- Ausgerechnet JD Vance soll jetzt Trumps Irankrieg beenden. Der US-Präsident hat seinen Vize zum Verhandler mit dem Regime ernannt. Das kann ihn zum Helden machen. Oder seine Karriere gefährden.
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Franziska Wunderlich
Newsdesk

📌Israelische Medien melden »größten Raketenangriff« aus Iran seit Kriegsbeginn
Nach übereinstimmenden Angaben israelischer Medien hat Iran Israel massiv mit Raketen angegriffen. Wie die »Times of Israel« unter Berufung auf das israelische Militär berichtet, handelt es sich um den größten Raketenangriff auf Israel seit Beginn des Krieges. Etwa zehn ballistische Raketen seien in einer Salve auf die Mitte des Landes gefeuert worden. Die meisten Geschosse seien demnach von der Flugabwehr abgefangen worden. Einige hätten Häuser und Autos beschädigt, so das israelische Medium. Die Zeitung »Haaretz« meldete, dass durchgängig das Heulen der Sirenen zu hören sei. Rettungskräfte seien an mehreren Orten im Einsatz, schreibt das Nachrichtenportal »Ynet«. In Tel Aviv soll es sechs Raketenalarme innerhalb einer Stunde gegeben haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa und beruft sich auf Augenzeugen. Über mögliche Opfer lagen zunächst keine bestätigten Informationen vor.
Heute Abend beginnt das jüdische Pessach-Fest. Das einwöchige Fest erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei.
Heute Abend beginnt das jüdische Pessach-Fest. Das einwöchige Fest erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei.

Rettungskräfte räumen nach einem Angriff eine Wohngegend in Tel Aviv auf. Foto: Jack Guez/AFP
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Liebe Leserinnen und Leser,
wir beenden unsere Liveanalyse vom Mittwoch an dieser Stelle. Über alle weiteren aktuellen Entwicklungen in Nahost halten wir Sie nun hier auf dem Laufenden.
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Frankreich: Keine Verminung der Straße von Hormus
Die französische Marine hat nach Angaben des Admirals Nicolas Vaujour keine Hinweise darauf, dass die Straße von Hormus vermint worden ist. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Auf einer Sicherheitskonferenz in Paris fordert er demnach zudem, China müsse sich stärker für eine Wiederöffnung der Meerenge einsetzen. China und Iran gelten als befreundete Staaten.
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Irans Präsident richtet sich mit Brief an Amerikanerinnen und Amerikaner
Mit einem offenen Brief hat sich Irans Präsident Masoud Pezeshkian an das amerikanische Volk gewandt. In dem Schreiben, das der iranische Sender Press TV zitiert, bezeichnet er Washington als »Proxy für Israel«, das nicht wirklich Amerika an erste Stelle setze. Die US-Regierung unter Donald Trump sei bereit, bis zum letzten amerikanischen Soldaten zu kämpfen, behauptet Pezeshkian.

Pezeshkian vor einem Bild des getöteten Ajatollah Khamenei. Foto: IMAGO Anadolu Agency / Iranian Presidency
Iran hege keine Feindschaft gegen einfache Bürgerinnen und Bürger der Vereinigten Staaten, schreibt Pezeshkian weiter. Offensichtlich will Irans Präsident über die Menschen in den USA Einfluss auf die Entscheidungen der US-Regierung nehmen. Viele Menschen in den Vereinigten Staaten sind gegen den Krieg, auch Teile der republikanischen Anhängerschaft Trumps kritisieren das amerikanische Vorgehen im Nahen Osten.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die iranische Führung offenkundig eine Feindschaft mit dem eigenen Volk hegt. Mit autoritären Mitteln geht sie gegen die eigene Bevölkerung vor. Seit Jahren lässt sie regimekritische Demonstrationen gewaltsam niederschlagen. Berichten zufolge, die durch Internetsperren erheblich erschwert werden, schießen Sicherheitskräfte immer wieder wahllos auf Menschen.
Pezeshkians behauptet, Iran als Bedrohung darzustellen, stimme »weder mit der historischen Realität noch mit den heute beobachtbaren Fakten überein«. Das dürfte vielleicht geografisch für die Vereinigten Staaten gelten, weil iranische Raketen nicht über den Atlantik reichen würden. Jedoch arbeitet das Regime mit sogenannten Proxys an einer Vormachtstellung im Nahen Osten, die durch Terrororganisationen auch entfernte Regionen der Welt gefährdet.
Pezeshkians behauptet, Iran als Bedrohung darzustellen, stimme »weder mit der historischen Realität noch mit den heute beobachtbaren Fakten überein«. Das dürfte vielleicht geografisch für die Vereinigten Staaten gelten, weil iranische Raketen nicht über den Atlantik reichen würden. Jedoch arbeitet das Regime mit sogenannten Proxys an einer Vormachtstellung im Nahen Osten, die durch Terrororganisationen auch entfernte Regionen der Welt gefährdet.
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Trump: Iranische Uranvorräte »egal«
Kurz vor seiner für heute Nacht um drei Uhr deutscher Zeit angesetzten Rede zum Irankrieg behauptet Donald Trump, ihm seien Teherans Vorräte von angereichertem Uran gleichgültig. »Das liegt so tief unter der Erde, das ist mir egal [wörtlich: »I don´t care«]«, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den 79-Jährigen. Die USA hatte iranische Atomanlagen im Juni 2025 bombardiert und dabei womöglich Vorräte von angereichertem Uran verschüttet. Trump behauptete anschließend, die iranischen Nuklearanlagen seien »vollständig zerstört«. Laut Geheimdienstberichten war das nicht der Fall.
Wie groß die Zerstörung tatsächlich war, ist unklar. Und vor allem ist unklar: ob Iran angereichertes Uran auch an anderen Orten lagerte. Experten halten es für wahrscheinlich, dass Iran den Stoff unter einem Berg in Isfahan aufbewahrt. Wie schwierig es selbst für hochspezialisierte US-Elitetruppen wäre, das Uran dort zu bergen, lesen Sie hier.
Wie groß die Zerstörung tatsächlich war, ist unklar. Und vor allem ist unklar: ob Iran angereichertes Uran auch an anderen Orten lagerte. Experten halten es für wahrscheinlich, dass Iran den Stoff unter einem Berg in Isfahan aufbewahrt. Wie schwierig es selbst für hochspezialisierte US-Elitetruppen wäre, das Uran dort zu bergen, lesen Sie hier.
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Menschen in Nahost
Der Krieg zwingt die Menschen zur Flucht, in Bunker und zerstört ihre Häuser. Eindrücke aus Israel, Iran und dem Libanon:
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Trumps Wirtschaftspolitik laut CNN so unbeliebt wie nie
US-Präsident Donald Trump versprach den Amerikanerinnen und Amerikanern, die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Im Irankrieg ist die Zustimmung für seine Wirtschaftspolitik nun auf einen neuen Tiefstwert gefallen. Laut einer CNN-Umfrage sagten zwei Drittel der Befragten, dass Trumps Politik die wirtschaftliche Lage in den Vereinigten Staaten verschlechtert habe. Das ist ein Anstieg um zehn Prozentpunkte zum Januar.
Die Umfrage deutet demnach darauf hin, dass der finanzielle Druck durch die gestiegenen Spritpreise, unter denen auch die Menschen in den USA leiden, die finanzielle Frustration weiter verstärkt. Landesweit kostet eine Gallone (rund 3,785 Liter) inzwischen durchschnittlich mehr als vier Dollar.
Die Umfrage deutet demnach darauf hin, dass der finanzielle Druck durch die gestiegenen Spritpreise, unter denen auch die Menschen in den USA leiden, die finanzielle Frustration weiter verstärkt. Landesweit kostet eine Gallone (rund 3,785 Liter) inzwischen durchschnittlich mehr als vier Dollar.
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Hoffnung auf Kriegsende in Iran treibt europäische Aktienkurse
Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte haben ihren jüngsten Erholungskurs deutlich beschleunigt. Sie folgten damit den Vorgaben aus den USA und Fernost, wo die Börsen teilweise massiv zugelegt hatten, nachdem US-Präsident Donald Trump ein Ende der Angriffe auf Iran in zwei bis drei Wochen in Aussicht gestellt hatte. Der Aktienindex EuroStoxx 50, der sich aus 50 großen, börsennotierten Unternehmen des Euro-Währungsgebiets zusammensetzt, kletterte um 1,85 Prozent auf 10.364,79 Punkte.
»Die Stimmung der Investoren hellt sich zwar etwas auf, dennoch zeigt sich noch keine Euphorie an den europäischen Handelsplätzen«, beschreibt Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst vom Handelshaus CMC Markets, die aktuelle Lage. Die fehlende Euphorie hatte unterdessen ihre Gründe. »Der Konflikt ist nicht gelöst und der Zeitplan bleibt unsicher«, sagte Maximilian Wienke, Marktanalyst beim Broker eToro. »Gleichzeitig bleibt eine militärische Eskalation jederzeit möglich.«
Auch der Dax erholt sich. Am Mittwoch sprang er bei einem Plus von 2,73 Prozent auf 23.298,89 Punkte. Im März war es für den deutschen Leitindex noch um rund zehn Prozent abwärtsgegangen. Der MDax mit den mittelgroßen Werten beendete den Handel am Mittwoch 3,75 Prozent höher auf 29.205,84 Zählern.
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Rosatom evakuiert Mitarbeiter aus Kernkraftwerk in Iran
Der staatliche russische Atomkonzern Rosatom bereitet die letzte Evakuierungswelle der Mitarbeiter vom Kernkraftwerk Buschehr in Iran vor. Diese soll noch in dieser Woche stattfinden, teilte der Leiter von Rosatom, Alexej Lichatschow, dem Kreml-Berichterstatter Pawel Sarubin vom staatlichen Fernsehkanal Rossija mit. Lichatschow begründete den Schritt damit, dass die Lage am Kernkraftwerk sich nicht beruhige. Explosionen fänden 700 Meter von der Siedlung entfernt statt.
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Goldpreis erholt sich weiter
Zu Beginn des Irankriegs verzeichnete der Goldpreis den stärksten Monatsverlust seit 2008. Inzwischen erholt er sich wieder: Die Notierung liegt den vierten Handelstag in Folge im Plus. An der Londoner Börse kostete eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) 4744 US-Dollar (etwa 4085 Euro) und damit etwa 76 Dollar mehr als am Vortag.
Eigentlich gilt Gold in Zeiten der Krise als sicherer Anlagehafen. Doch die Aussicht auf steigende Zinsen zur Eindämmung der Inflation hat infolge des Ölpreisschocks die Nachfrage nach Gold gebremst. Da Gold keine Marktzinsen abwirft, hatten die Anleger mit der Aussicht auf eine höhere Rendite für Staatsanleihen einen Bogen um das Edelmetall gemacht.
Zuletzt schwächte sich die Spekulation auf Zinserhöhungen durch große Zentralbanken spürbar ab. Der Fokus an den Finanzmärkten verlagert sich laut Experten generell wieder stärker von den Inflationsrisiken hin zu den Wachstumsrisiken. Trotz der Einbußen liegt der Goldpreis noch immer etwa zehn Prozent höher als zum Jahreswechsel. Ende Januar hatte der Goldpreis bei knapp 5600 Dollar ein Rekordhoch erreicht.
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Franziska Wunderlich
Newsdesk

Libanesisches Militär verlässt Dörfer im Süden des Landes
Im Süden des Libanon kommt es weiter zu Gefechten. Laut Informationen des SPIEGEL hat die libanesische Armee sich aus mehreren Orten an der Grenze zu Israel zurückgezogen, vorher hatten die »New York Times« und »The Times of Israel« berichtet. Die Truppen mussten demnach aufgrund der Bodeninvasion der israelischen Streitkräfte aus den mehrheitlich von Christen bewohnten Orten abziehen, um nicht von den eigenen Versorgungslinien abgeschnitten zu werden. In der Auseinandersetzung zwischen Israel und der von Iran unterstützten Hisbollah ist die libanesische Armee keine Kriegspartei.

Israelische Luftangriffe im Südlibanon am 28. März 2026. Foto: dpa
Israel ist nach eigenen Angaben für einen »wochenlangen« Krieg aufgestellt. Für den Libanon hat Verteidigungsminister Israel Katz die Zerstörung aller Häuser in grenznahen Dörfern im Süden des Landes angekündigt. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte das Militär am Sonntag angewiesen, die »Sicherheitszone im Libanon weiter auszudehnen«.
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Franziska Wunderlich
Newsdesk

Israel tötet wichtigen Hisbollah-Kommandeur im Libanon
Das israelische Militär hat bei einem Luftangriff auf die libanesische Hauptstadt Beirut nach übereinstimmenden Angaben einen hochrangigen Hisbollah-Kommandeur getötet. Das berichtet die Nachrichtenagenturen AFP und Reuters und berufen sich auf Angaben der proiranischen Hisbollah. Demnach soll Youssef Haschem, Hisbollah-Militärkommandeur für den Irak, bei einem Treffen mit anderen Hisbollah-Anführern getötet worden sein.
Zuvor hatte das israelische Militär auf Telegram verkündet, ein weiterer »Terrorist« sei getroffen worden. Nach vorläufigen Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei den Angriffen auf Beirut in der Nacht mindestens fünf Menschen getötet und 21 weitere verletzt. Die Hisbollah hatte zuvor erneut Raketen und Drohnen auf den Norden Israels gefeuert. Der israelische Rettungsdienst meldete mehrere Verletzte, darunter auch ein Kind, das leicht verletzt worden sei.
Zuvor hatte das israelische Militär auf Telegram verkündet, ein weiterer »Terrorist« sei getroffen worden. Nach vorläufigen Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei den Angriffen auf Beirut in der Nacht mindestens fünf Menschen getötet und 21 weitere verletzt. Die Hisbollah hatte zuvor erneut Raketen und Drohnen auf den Norden Israels gefeuert. Der israelische Rettungsdienst meldete mehrere Verletzte, darunter auch ein Kind, das leicht verletzt worden sei.
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Trump erklärt Regimewechsel offenbar für abgeschlossen
Heute Nacht, deutscher Zeit, will sich der US-Präsident in einer Rede zum Irankrieg äußern. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters setzt er offenbar schon einmal deren Ton. »Wir sehen einen kompletten Regimewechsel«, zitierte Reuters den US-Präsidenten mit Blick auf Iran. Dies war eines der Kriegsziele, die die USA nach dem Angriff Israels und der USA auf Iran vor rund fünf Wochen ausgerufen hatten. Des Weiteren gibt sich Trump der Nachrichtenagentur gegenüber optimistisch, dass die USA »ziemlich fix« aus Iran abziehen könnten und für »einzelne Angriffe« zurückkehren könnten.
Wie Trumps Zeitangaben einzuordnen sind, lesen Sie hier:
Wie Trumps Zeitangaben einzuordnen sind, lesen Sie hier:
Analyse: Warum Trumps Zeitangaben zum Ende des Irankriegs nichts bedeuten
Wenn Donald Trump sagt, der Krieg werde in zwei bis drei Wochen vorbei sein, lohnt ein Blick auf seine bisherigen Prognosen. Sie folgen einem Muster: Jede Zeitansage wird überholt, jede neue klingt genauso bestimmt wie die letzte.
Am 2. März, zwei Tage nach Kriegsbeginn, sprach Trump von vier bis fünf Wochen. Am 9. März erklärte er, die Operation sei »sehr weit fortgeschritten« und »weit vor dem Zeitplan«. Am 11. März sagte er, es gebe »praktisch nichts mehr zu bombardieren« – der Krieg könne jederzeit enden, wenn er es wolle. Zwischendurch erklärte er den Sieg gleich mehrfach: Man habe »militärisch gewonnen«, sagte er am 7. März. Am 16. März weigerte er sich dann plötzlich, überhaupt noch Zeitangaben zu machen – um nicht kritisiert zu werden, falls er »zwei Tage zu spät« dran sei. Nun sagt er, der Krieg werde noch »vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger« dauern.
Als echte News sollte man das nicht behandeln. Denn das Muster kennt man aus Trumps Verhandlungsrhetorik: Siegeserklärungen und Deadlines dienen ihm vor allem dazu, Erwartungen zu steuern – sie geben selten zuverlässige Hinweise darauf, was er wirklich vorhat. Pentagon-Chef Pete Hegseth hat das unfreiwillig auf den Punkt gebracht, als er sagte, Trump habe »alle Freiheit der Welt«, über Zeiträume zu spekulieren – vier Wochen, zwei Wochen, sechs Wochen.
Am 2. März, zwei Tage nach Kriegsbeginn, sprach Trump von vier bis fünf Wochen. Am 9. März erklärte er, die Operation sei »sehr weit fortgeschritten« und »weit vor dem Zeitplan«. Am 11. März sagte er, es gebe »praktisch nichts mehr zu bombardieren« – der Krieg könne jederzeit enden, wenn er es wolle. Zwischendurch erklärte er den Sieg gleich mehrfach: Man habe »militärisch gewonnen«, sagte er am 7. März. Am 16. März weigerte er sich dann plötzlich, überhaupt noch Zeitangaben zu machen – um nicht kritisiert zu werden, falls er »zwei Tage zu spät« dran sei. Nun sagt er, der Krieg werde noch »vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger« dauern.
Als echte News sollte man das nicht behandeln. Denn das Muster kennt man aus Trumps Verhandlungsrhetorik: Siegeserklärungen und Deadlines dienen ihm vor allem dazu, Erwartungen zu steuern – sie geben selten zuverlässige Hinweise darauf, was er wirklich vorhat. Pentagon-Chef Pete Hegseth hat das unfreiwillig auf den Punkt gebracht, als er sagte, Trump habe »alle Freiheit der Welt«, über Zeiträume zu spekulieren – vier Wochen, zwei Wochen, sechs Wochen.
Das Problem: Inzwischen stehen 50.000 US-Soldaten in der Region, die Kriegsziele der Administration haben sich mehrfach verschoben, und es wird offen über Bodentruppen und die Einnahme der Ölinsel Charg diskutiert. Das klingt nicht nach einem Krieg, der bald vorbei ist. Die heutige Ansage von zwei bis drei Wochen ist deshalb vor allem eines – die nächste Zahl in einer langen Reihe.
Bisher waren Trumps Truppenaufmärsche ein besserer Indikator dafür, was er vorhat, als seine Äußerungen. Aber was er wirklich plant, weiß er angesichts seiner täglich wechselnden Aussagen über die amerikanischen Kriegsziele womöglich nicht einmal selbst.
Bisher waren Trumps Truppenaufmärsche ein besserer Indikator dafür, was er vorhat, als seine Äußerungen. Aber was er wirklich plant, weiß er angesichts seiner täglich wechselnden Aussagen über die amerikanischen Kriegsziele womöglich nicht einmal selbst.
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Iran weist Trumps Behauptung zurück
Das iranische Außenministerium hat die Behauptung des US-Präsidenten, das Regime habe die USA um eine Waffenruhe gebeten, als »falsch und ohne Grundlage« zurückgewiesen. Das berichten die Nachrichtenagenturen Reuters und AP übereinstimmend.
📌Trump: Iran bittet angeblich um Waffenruhe
Das iranische Regime hat laut US-Präsident Donald Trump die USA um eine Waffenruhe gebeten. Das teilt er auf seiner Plattform Truth Social mit. »Wir werden darüber nachdenken, sobald die Straße von Hormus offen und frei ist«, schreibt Trump. Bis dahin werde man Iran weiter angreifen und »in die Steinzeit« bomben.
Kurz darauf aktualisierte Trump seinen Post auf Truth Social und gab an, dass er mit »dem neuen Regime-Präsident« Irans gesprochen, der »weitaus intelligenter und weniger radikal« sei als seine Vorgänger. Wen genau der US-Präsident damit meinte, führte er nicht aus.
Kurz darauf aktualisierte Trump seinen Post auf Truth Social und gab an, dass er mit »dem neuen Regime-Präsident« Irans gesprochen, der »weitaus intelligenter und weniger radikal« sei als seine Vorgänger. Wen genau der US-Präsident damit meinte, führte er nicht aus.

Teheran am 27. März: Hilfskräfte in den Trümmern eines zerstörten Wohnhauses. Foto: Majid Saeedi / Getty Images
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Franziska Wunderlich
Newsdesk

Uno-Menschenrechtskommissar sieht Meinungsfreiheit im Nahen Osten bedroht
Seit Beginn des Irankriegs sind nach Uno-Angaben etwa 3000 Menschen in Ländern des Nahen Ostens festgenommen worden. Laut dem Uno-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, schränkten Regierungen in der gesamten Region die Rede- und Versammlungsfreiheit ein.
In Iran wurden Uno-Schätzungen zufolge seit Kriegsbeginn 2345 Menschen wegen Vorwürfen wie mutmaßlicher Spionage, Terrorismus oder Kooperation mit dem Feind festgenommen. Nach israelischen Angaben seien in dem Land in den ersten Kriegswochen 200 Palästinenser unter anderem wegen mutmaßlicher Aufhetzung und »Verherrlichung des Feindes« festgenommen worden, so Türk. Zudem versuche die militärische Zensurbehörde in Israel, die Pressefreiheit einzuschränken, kritisierte der Uno-Kommissar.
In Iran wurden Uno-Schätzungen zufolge seit Kriegsbeginn 2345 Menschen wegen Vorwürfen wie mutmaßlicher Spionage, Terrorismus oder Kooperation mit dem Feind festgenommen. Nach israelischen Angaben seien in dem Land in den ersten Kriegswochen 200 Palästinenser unter anderem wegen mutmaßlicher Aufhetzung und »Verherrlichung des Feindes« festgenommen worden, so Türk. Zudem versuche die militärische Zensurbehörde in Israel, die Pressefreiheit einzuschränken, kritisierte der Uno-Kommissar.

Ein zerstörtes Haus in einem Wohngebiet von Teheran. Foto: Morteza Nikoubazl / NurPhoto / IMAGO
Auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Bahrain habe es insgesamt mehr als 400 Festnahmen von Personen gegeben, die das Kriegsgeschehen gefilmt oder Informationen geteilt hätten. Das »Untergraben des Militärs« wird nach Uno-Angaben in Kuwait neuerdings mit Haft und hohen Geldbußen bestraft. In Jordanien seien mindestens vier Menschen wegen politischer Kritik festgenommen worden.
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Trump: Iran bittet angeblich um Waffenruhe
Das iranische Regime hat laut US-Präsident Donald Trump die USA um eine Waffenruhe gebeten. Das teilt er auf seiner Plattform Truth Social mit. »Wir werden darüber nachdenken, sobald die Straße von Hormus offen und frei ist«, schreibt Trump. Bis dahin werde man Iran weiter angreifen und »in die Steinzeit« bomben.
Kurz darauf aktualisierte Trump seinen Post auf Truth Social und gab an, dass er mit »dem neuen Regime-Präsident« Irans gesprochen, der »weitaus intelligenter und weniger radikal« sei als seine Vorgänger. Wen genau der US-Präsident damit meinte, führte er nicht aus.
Kurz darauf aktualisierte Trump seinen Post auf Truth Social und gab an, dass er mit »dem neuen Regime-Präsident« Irans gesprochen, der »weitaus intelligenter und weniger radikal« sei als seine Vorgänger. Wen genau der US-Präsident damit meinte, führte er nicht aus.

Teheran am 27. März: Hilfskräfte in den Trümmern eines zerstörten Wohnhauses. Foto: Majid Saeedi / Getty Images
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Franziska Wunderlich
Newsdesk

Bundesregierung äußert sich gelassen zu Trumps Nato-Drohung
In Reaktion auf die jüngste Drohung von US-Präsident Donald Trump gegen die Nato zeigt sich die Bundesregierung unaufgeregt: »Das hat er nicht zum ersten Mal gemacht«, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius. »Da es ein wiederkehrendes Phänomen ist, können Sie auch die Folgen etwa selbst beurteilen«, fügte er in Anspielung auf frühere Äußerungen Trumps hinzu.
Im Interview mit der britischen Zeitung »The Daily Telegraph« hatte Trump mit dem Austritt seines Landes aus dem Verteidigungsbündnis gedroht. Grund sei die mangelnde Unterstützung der Verbündeten im Irankrieg.
Im Interview mit der britischen Zeitung »The Daily Telegraph« hatte Trump mit dem Austritt seines Landes aus dem Verteidigungsbündnis gedroht. Grund sei die mangelnde Unterstützung der Verbündeten im Irankrieg.
Trump denkt offenbar über Nato-Austritt der USA nach
Der US-Präsident äußert sich immer wieder frustriert darüber, dass sich andere Nato-Mitglieder weitestgehend aus dem Irankrieg heraushalten. Im Interview mit der britischen Zeitung »The Daily Telegraph« hat er nun mit dem Austritt seines Landes aus dem Verteidigungsbündnis gedroht.
Darin bezeichnete Donald Trump das Bündnis als »Papiertiger«. Er habe schon lange Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Nato gehabt. Es stehe »nicht mehr zur Debatte«, dass die Mitgliedschaft der USA nach dem Ende des Irankriegs überdacht werden müsse, sagte Trump.
Zuvor hatte auch US-Außenminister Marco Rubio eine Veränderung des Verhältnisses der USA zur Nato für die Zeit nach dem Irankrieg angedeutet. »Es besteht leider kein Zweifel daran, dass wir, nachdem dieser Konflikt beendet ist, diese Beziehung neu bewerten müssen«, sagte Rubio am Dienstag in einem Interview mit dem US-Sender Fox News. Dabei müsse der »Wert der Nato« betrachtet werden. Lesen Sie hier die ganze Meldung.
Darin bezeichnete Donald Trump das Bündnis als »Papiertiger«. Er habe schon lange Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Nato gehabt. Es stehe »nicht mehr zur Debatte«, dass die Mitgliedschaft der USA nach dem Ende des Irankriegs überdacht werden müsse, sagte Trump.
Zuvor hatte auch US-Außenminister Marco Rubio eine Veränderung des Verhältnisses der USA zur Nato für die Zeit nach dem Irankrieg angedeutet. »Es besteht leider kein Zweifel daran, dass wir, nachdem dieser Konflikt beendet ist, diese Beziehung neu bewerten müssen«, sagte Rubio am Dienstag in einem Interview mit dem US-Sender Fox News. Dabei müsse der »Wert der Nato« betrachtet werden. Lesen Sie hier die ganze Meldung.

Donald Trump (Mitte) mit Marco Rubio (l.) und Pete Hegseth (r.). Foto: Will Oliver / Bloomberg / Getty Images
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Preissprung um 4,8 Cent in fünf Minuten
Ab heute gilt das Spritpreispaket. Tankstellen dürfen nur noch einmal am Tag, um 12 Uhr mittags, die Preise anheben. Und das taten sie heute auch. Nachdem der bundesweite Durchschnittspreis für einen Liter Super E10 kurz vor 12 Uhr bei 2,099 Euro lag, ist er Berechnungen des ADAC zufolge bis kurz nach 12 Uhr auf 2,147 Euro gestiegen, also um 4,8 Cent innerhalb weniger Minuten. (Mehr dazu lesen Sie hier).

Eine Tankstelle am Mittwoch in Siegen, Nordrhein-Westfalen: Zur Mittagszeit steigen die Preise. Foto: Rene Traut / IMAGO
Leseempfehlung: Ab heute gilt's – das bringt Ihnen das Spritpreispaket
Die Regierung hat neue Regeln für Tankstellen beschlossen. Lesen Sie hier, was genau an diesem Mittwoch in Kraft tritt und was es für Autofahrer bedeutet.

Anzeigetafel einer Tankstelle in Berlin. Foto: Jens Kalaene / dpa
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Bagdad: Suche nach verschleppter Journalistin
Einen Tag nach ihrer Entführung ist weiter unklar, wo sich die US-amerikanische Journalistin Shelly Kittleson aufhält. Kittleson soll laut einer Augenzeugin am Dienstag von mehreren vermummten Entführern auf einer Straße in Bagdad, Irak, in ein Auto gezerrt worden sein. Laut Angaben der US-Behörden wurde sie Tage zuvor gewarnt. Sie vermuten, dass die schiitische Gruppe Kataib Hisbollah, die dem iranischen Regime nahesteht, hinter der Entführung stecken könnte. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP. Die irakischen Behörden, die bei der Suche nach Kittleson mit den USA zusammenarbeiten, haben die Vermutung bisher nicht bestätigt.

Shelly Kittleson am Tag ihrer Entführung in Bagdad. Foto: AFP
Christoph Reuter
Auslandsressort

US-Journalistin im Irak entführt
Mitten in Bagdad ist am frühen Dienstagabend die amerikanische Journalistin Shelly Kittleson verschleppt worden, wie irakische Medien berichten. Mehrere vermummte Entführer haben demnach die freiberufliche Reporterin vor dem Palestine-Hotel in ein Auto gezerrt. Anschließend hätten sie versucht, mit ihrer Geisel die Stadt gen Süden zu verlassen in Richtung der Kleinstadt Jurf al-Sakhar, die seit Langem als Hochburg radikaler schiitischer Milizen bekannt ist.
Das irakische Innenministerium gab kurze Zeit später bekannt, man habe die Spur der Täter aufnehmen können: »Die Verfolgung führte dazu, dass ein Fahrzug der Entführer gestoppt werden konnte, das sich in der Folge überschlug.« Ein Verdächtiger sei festgenommen worden. Anfängliche Berichte, dass Kittleson dabei verletzt befreit werden konnte, wurden nicht bestätigt.

Foto: Zhang Miao / dpa
Kittleson berichtet seit anderthalb Jahrzehnten aus den Krisengebieten der Region, begann 2010 in Afghanistan, war später lange im Irak tätig, hat zuletzt hauptsächlich in Syrien gearbeitet. Von dort recherchierte sie im Januar und Februar 2026 auch für den SPIEGEL über den Kollaps der kurdisch befehligten SDF-Miliz. Ihre Texte und Bilder sind im BBC World Service, Politico, Foreign Policy und diversen weiteren Medien veröffentlicht worden. 2017 erhielt sie die italienische Auszeichnung »Premio Caravella« für ihre Arbeit.
Das irakische Innenministerium versicherte, dass die Ermittlungen mit Hochdruck weitergingen, man sämtliche Umstände der Entführung aufklären wolle. Man werde »keinerlei Versuche dulden, die Sicherheit zu untergraben, und diejenigen verfolgen und vor Gericht stellen, die gegen das Gesetz verstoßen«.
Was klingt, wie eine Selbstverständlichkeit, betrifft einen rasant eskalierenden innenpolitischen Konflikt: zwischen der Regierung und einem Teil jener schiitischen Milizen, die vor Jahren zwar in die offiziellen Streitkräfte eingegliedert wurden und auch vom Staat bezahlt werden – aber niemals gänzlich unter Kontrolle des Staates kamen, sondern weiterhin auf Befehle aus Iran hörten, dessen Revolutionswächter sie nach 2003 mitgegründet hatten. Seit dem Irankrieg feuern die Iran-treuen unter ihnen Raketen und Drohnen auf US-Stützpunkte, aber auch auf Basen anderer irakischer Streitkräfte.
Allen voran: die Gruppe Kataib Hisbollah (nicht zu verwechseln mit der libanesischen Hisbollah). Sie soll unbestätigten Meldungen zufolge hinter Kittlesons Entführung stecken. Sie war zuvor schon verantwortlich für die Entführung von Elizabeth Tsurkov, einer russisch-israelischen Rechercheurin des amerikanischen Thinktanks New Lines Institute, die erst nach mehr als zwei Jahren im Herbst 2025 freikam.
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Franziska Wunderlich
Newsdesk

Wirtschaftsweise Schnitzer plädiert für Verzicht auf Autofahrten
Die Ökonomin Monika Schnitzer hat sich gegen staatliche Eingriffe beim Spritpreis ausgesprochen. Stattdessen sollte man die höheren Preise wirken lassen, sagte das Mitglied des Sachverständigenrats Wirtschaft im ZDF-Morgenmagazin. Durch die Schließung der Straße von Hormus habe sich Öl verknappt, das müsse entsprechend eingespart werden. »Und da muss es eine Reaktion geben: Die Menschen müssen sich überlegen, wo ist es wirklich wichtig zu fahren, wo kann ich darauf verzichten, wo kann ich eine Fahrgemeinschaft bilden, wo kann ich vielleicht mal mit dem öffentlichen Nahverkehr fahren«, fügte die Wirtschaftsweise hinzu. Sie forderte außerdem mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und den verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien.

Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer. Foto: Clemens Bilan / EPA
In Australien wandte sich Premierminister Anthony Albanese an die Bevölkerung. Er appellierte, sparsam mit Benzin und Diesel umzugehen. In einer Ansprache an die Nation bat er, an den Osterfeiertagen nicht mehr zu tanken als nötig und keinen Kraftstoff zu horten. Wer könne, solle in den kommenden Wochen für den Weg zur Arbeit auf Zug, Bus oder Straßenbahn umsteigen. Lesen Sie hier mehr dazu.
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Trump denkt offenbar über Nato-Austritt der USA nach
Der US-Präsident äußert sich immer wieder frustriert darüber, dass sich andere Nato-Mitglieder weitestgehend aus dem Irankrieg heraushalten. Im Interview mit der britischen Zeitung »The Daily Telegraph« hat er nun mit dem Austritt seines Landes aus dem Verteidigungsbündnis gedroht.
Darin bezeichnete Donald Trump das Bündnis als »Papiertiger«. Er habe schon lange Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Nato gehabt. Es stehe »nicht mehr zur Debatte«, dass die Mitgliedschaft der USA nach dem Ende des Irankriegs überdacht werden müsse, sagte Trump.
Zuvor hatte auch US-Außenminister Marco Rubio eine Veränderung des Verhältnisses der USA zur Nato für die Zeit nach dem Irankrieg angedeutet. »Es besteht leider kein Zweifel daran, dass wir, nachdem dieser Konflikt beendet ist, diese Beziehung neu bewerten müssen«, sagte Rubio am Dienstag in einem Interview mit dem US-Sender Fox News. Dabei müsse der »Wert der Nato« betrachtet werden. Lesen Sie hier die ganze Meldung.
Darin bezeichnete Donald Trump das Bündnis als »Papiertiger«. Er habe schon lange Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Nato gehabt. Es stehe »nicht mehr zur Debatte«, dass die Mitgliedschaft der USA nach dem Ende des Irankriegs überdacht werden müsse, sagte Trump.
Zuvor hatte auch US-Außenminister Marco Rubio eine Veränderung des Verhältnisses der USA zur Nato für die Zeit nach dem Irankrieg angedeutet. »Es besteht leider kein Zweifel daran, dass wir, nachdem dieser Konflikt beendet ist, diese Beziehung neu bewerten müssen«, sagte Rubio am Dienstag in einem Interview mit dem US-Sender Fox News. Dabei müsse der »Wert der Nato« betrachtet werden. Lesen Sie hier die ganze Meldung.

Donald Trump (Mitte) mit Marco Rubio (l.) und Pete Hegseth (r.). Foto: Will Oliver / Bloomberg / Getty Images
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Hoffnung auf Kriegsende lässt Dax steigen
An den Finanzmärkten gibt es Hoffnung auf ein absehbares Ende des Irankriegs. Der Dax legte am Mittwochvormittag zwischenzeitlich um 2,0 Prozent auf 23.131 Punkte zu. Im März hatte der deutsche Leitindex infolge des Krieges im Nahen Osten rund zehn Prozent eingebüßt. Optimismus macht sich zudem bei den Ölpreisen bemerkbar, die als Gradmesser für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger gelten. Rohöl der Sorte Brent zur Lieferung im Juni fiel am Morgen unter die viel beachtete Marke von 100 US-Dollar je Barrel.
Öl- und Gaspreise sinken
Nachdem US-Präsident Donald Trump ein Ende des Irankriegs in Aussicht gestellt hatte, sind die Ölpreise am Morgen leicht gesunken. Dabei hielten sich die Notierungen weiter über der Marke von 100 US-Dollar. Rohöl der Sorte Brent mit Lieferung im Juni kostete 103,07 US-Dollar je Barrel (159 Liter) und damit knapp einen Dollar weniger als am Vortag.
Ähnlich entwickelte sich auch der Preis für europäisches Erdgas: An der Börse in Amsterdam sank die Notierung für den richtungsweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat um etwa sechs Prozent auf 47,70 Euro je Megawattstunde (MWh). Bereits am Vortag war der Preis deutlich gefallen, sodass sich Erdgas seit Beginn der Woche um fast 15 Prozent verbilligt hat.
Ähnlich entwickelte sich auch der Preis für europäisches Erdgas: An der Börse in Amsterdam sank die Notierung für den richtungsweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat um etwa sechs Prozent auf 47,70 Euro je Megawattstunde (MWh). Bereits am Vortag war der Preis deutlich gefallen, sodass sich Erdgas seit Beginn der Woche um fast 15 Prozent verbilligt hat.
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Franziska Wunderlich
Newsdesk

Leseempfehlung: So viel teures Gerät haben die Amerikaner im Irankrieg bereits verloren
Washington musste am Persischen Golf schon einige empfindliche Treffer hinnehmen. Trotz ständiger Bombardements können die Iraner noch immer erfolgreich zurückschlagen. Dahinter ist eine Methode erkennbar. Lesen Sie hier den Text meines Kollegen Oliver Imhof.

Zerstörte E-3 Sentry auf dem Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan . Foto: AFP
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Wirtschaftsinstitute erwarten nur noch Wachstum von 0,6 Prozent
Die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute haben ihre Konjunkturprognose für 2026 angesichts der durch den Irankrieg stark gestiegenen Energiepreise mehr als halbiert. Sie erwarten für das laufende Jahr eine Zunahme der deutschen Wirtschaftsleistung von 0,6 Prozent und für 2027 um 0,9 Prozent, wie aus dem Frühjahresgutachten der fünf Institute hervorging. Im Herbst hatten die Ökonomen noch mit einem Wachstum von 1,3 beziehungsweise 1,4 Prozent gerechnet.
»Der Energiepreisschock im Zuge des Irankriegs trifft die Erholung hart, gleichzeitig stützt aber die expansive Fiskalpolitik die Binnenwirtschaft und verhindert ein stärkeres Abrutschen«, erklärte der Konjunkturchef des Münchner Ifo-Instituts, Timo Wollmershäuser. Lesen Sie hier mehr dazu.
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Mit Material der Agenturen



