Krieg in Nahost Irans Parlamentsausschuss billigt Maut für Straße von Hormus
Wer passieren will, muss zahlen: So stellt sich Iran die Regelung für das Nadelöhr im Persischen Golf vor. Und: Trump erwägt offenbar, die Kriegskosten auf arabische Länder abzuwälzen. Die News.
Mit
Anna-Lena Abbott,
Henrik Bahlmann,
Oliver Imhof,
Miriam Khan,
Paul-Anton Krüger,
Florian Pütz,
Elisa Schwarze und
Sebastian Stoll
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- US-Präsident Donald Trump erklärt, die indirekten Gespräche zwischen den USA und Iran könnten womöglich »recht schnell« in einem Deal enden. Er verhandle mit einer »neuen und vernünftigeren Regierung«.
- Die »sehr guten« Verhandlungen haben laut Trump auch dafür gesorgt, dass weitere Tanker die Straße von Hormus passieren dürfen. Gleichzeitig droht er mit einem Rundumschlag gegen iranische Infrastruktur, sollte das Regime die Straße nicht vollständig freigeben.
- Auch Iran äußert sich zu Gesprächen. Es gebe Botschaften über Mittelsmänner, die Vorschläge seien jedoch »unrealistisch, unlogisch und überzogen«, sagte der Sprecher des Außenministeriums in Teheran.
- Die Flugabwehr der Nato hat eine weitere iranische Rakete abgefangen, die im türkischen Luftraum unterwegs war.
- Spanien lässt keine Flugzeuge mehr in seinen Luftraum, die mit dem Irankrieg in Verbindung stehen.
- Nach einer Detonation im Libanon hat die Uno-Friedensmission Unifil den Tod zweier Blauhelmsoldaten gemeldet.
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- SPIEGEL-Titelstory: Aus Trumps Iran-Desaster wurde ein Krieg gegen die Weltwirtschaft
- Amphibisches Kriegsschiff der USA auf dem Weg ins Kriegsgebiet: Was kann die USS »Tripoli«?
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Liebe Leserinnen und Leser,
wir beenden unsere Liveanalyse vom Montag an dieser Stelle. Über alle weiteren aktuellen Entwicklungen in Nahost halten wir Sie nun hier auf dem Laufenden.
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Irans Parlamentsausschuss billigt Maut für Straße von Hormus
Irans Parlament geht weiter auf Konfrontationskurs zu US-Präsident Donald Trump: Der Sicherheitsausschuss des Parlaments hat den Gesetzentwurf für ein Mautsystem in der Straße von Hormus gebilligt. Der Vorschlag solle umgehend im Parlament beraten und verabschiedet werden, sagte das Ausschussmitglied, Modschtaba Sarei, der Nachrichtenagentur Fars.
Der Entwurf sieht laut Sarei außerdem vor, dass Schiffe aus den USA, Israel sowie aus Staaten, die in den vergangenen Jahren Sanktionen gegen Iran verhängt haben, die Meerenge nicht passieren dürfen. Auch Schiffe aus der EU wären davon betroffen. Die Maut soll laut Fars in der Landeswährung Rial erhoben werden. Iran will damit die Landeswährung Rial stärken und US-Sanktionen umgehen. Damit hat der Staat die volle Kontrolle über den Geldfluss. Mehr dazu lesen Sie hier:
Der Entwurf sieht laut Sarei außerdem vor, dass Schiffe aus den USA, Israel sowie aus Staaten, die in den vergangenen Jahren Sanktionen gegen Iran verhängt haben, die Meerenge nicht passieren dürfen. Auch Schiffe aus der EU wären davon betroffen. Die Maut soll laut Fars in der Landeswährung Rial erhoben werden. Iran will damit die Landeswährung Rial stärken und US-Sanktionen umgehen. Damit hat der Staat die volle Kontrolle über den Geldfluss. Mehr dazu lesen Sie hier:
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Trump erwägt offenbar, Kriegskosten auf arabische Länder abzuwälzen
Die USA haben gemeinsam mit Israel den Krieg gegen Iran begonnen, ohne die internationale Gemeinschaft vorher zu konsultieren. US-Präsident Donald Trump erwägt nach Angaben des Weißen Hauses trotzdem, andere für den Krieg zahlen zu lassen. Dem Weißen Haus zufolge erwägt Trump, die arabischen Länder aufzufordern, die Kosten für den Krieg zu übernehmen.
»Ich denke, es ist etwas, woran der Präsident durchaus interessiert wäre, sie dazu aufzufordern«, sagt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, vor Reportern auf die Frage, ob arabische Länder sich an den Kosten des Krieges beteiligen würden. »Es ist eine Idee, von der ich weiß, dass er sie hat, und etwas, worüber Sie meiner Meinung nach noch mehr von ihm hören werden.«
»Ich denke, es ist etwas, woran der Präsident durchaus interessiert wäre, sie dazu aufzufordern«, sagt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, vor Reportern auf die Frage, ob arabische Länder sich an den Kosten des Krieges beteiligen würden. »Es ist eine Idee, von der ich weiß, dass er sie hat, und etwas, worüber Sie meiner Meinung nach noch mehr von ihm hören werden.«
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Israels Parlament stimmt für Todesstrafe
Wer wegen terroristischer Morde verurteilt wird, soll in Israel künftig hingerichtet werden können. Trotz heftiger Kritik an diesem Vorhaben auch aus dem Ausland hat das israelische Parlament den Gesetzentwurf zur Einführung der Todesstrafe für Terroristen nun gebilligt. Kritiker sehen das Gesetz als rassistisch an, weil es de facto nur Palästinenser betrifft. Deutschland hatte sich mit weiteren europäischen Ländern gegen das Gesetz ausgesprochen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Blick in die Knesset (Bild von 2022)
. Foto: dpa
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Nach stundenlanger Pause: Iran feuert Raketen auf Israel
Israel hat einen erneuten Raketenangriff aus Iran gemeldet. Die israelische Armee wies die Bürger an, bis auf Weiteres Schutzräume aufzusuchen. Im Großraum Tel Aviv heulten Warnsirenen, Einwohner berichteten von Explosionsgeräuschen. Das Nachrichtenportal »ynet« berichtet unter Berufung auf Rettungskräfte, es gebe keine Hinweise auf Verletzte. Eine Rakete sei offenbar in offenem Gelände niedergegangen. Es war der erste Raketenangriff aus Iran seit mehreren Stunden. Über die Zahl der abgefeuerten Raketen gibt es derzeit keine Angaben.
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Angriffe auf Golfstaaten gehen weiter
Im Krieg am Golf treffen weiterhin Angriffe auch die Golfstaaten. Bei einer Attacke auf eine Entsalzungsanlage in Kuwait wurde offiziellen Angaben zufolge ein Mensch getötet und ein Gebäude beschädigt. Bei einem weiteren Angriff seien zehn kuwaitische Soldaten verletzt worden, heißt es in einer Stellungnahme der Arabischen Liga. Iran bestritt nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim den Angriff auf die Entsalzungsanlage.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden elf Raketen und 27 Drohnen abgefangen, wie das Verteidigungsministerium des Landes auf der Plattform X mitteilt. Auch Saudi-Arabien und Katar melden den Abschuss von Drohnen. Bahrains Luftwaffe teilt mit, acht Raketen und sechs Drohnen in den vergangenen 24 Stunden abgefangen zu haben. Somit habe der Golfstaat seit Ausbruch des Irankriegs 182 Raketen und 398 Drohnen abgeschossen.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden elf Raketen und 27 Drohnen abgefangen, wie das Verteidigungsministerium des Landes auf der Plattform X mitteilt. Auch Saudi-Arabien und Katar melden den Abschuss von Drohnen. Bahrains Luftwaffe teilt mit, acht Raketen und sechs Drohnen in den vergangenen 24 Stunden abgefangen zu haben. Somit habe der Golfstaat seit Ausbruch des Irankriegs 182 Raketen und 398 Drohnen abgeschossen.
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Israel fordert Bewohner von Dörfern im Osten Libanons zur Flucht auf
Das israelische Militär hat die Bewohner von sechs Dörfern der im Osten Libanons gelegenen Bekaa-Region aufgerufen, ihre Wohnorte zu verlassen. Es handelt sich um den ersten derartigen Aufruf für diese Gebiete. Das Militär erklärte, die Warnung sei durch militante Aktivitäten in der Region veranlasst worden, ohne weitere Details zu nennen.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Eintrags wurde die Bekaa-Region im Westen Libanons verortet. Die Region befindet sich allerdings im Osten des Landes. Wir haben den Fehler korrigiert.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Eintrags wurde die Bekaa-Region im Westen Libanons verortet. Die Region befindet sich allerdings im Osten des Landes. Wir haben den Fehler korrigiert.
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Uno meldet Tod von zwei weiteren Blauhelmsoldaten
Nach einer Detonation im Libanon hat die Uno-Friedensmission Unifil nun den Tod zweier Blauhelmsoldaten gemeldet. Die beiden Indonesier seien ums Leben gekommen, nachdem eine Explosion »unbekannter Herkunft« ihr Fahrzeug zerstört hätte. Es hieß, ein dritter Blauhelmsoldat sei schwer verwundet worden und ein weiterer sei bei dem Vorfall, der sich in der Nähe der Gemeinde Bani Haiyyan ereignete, ebenfalls verletzt worden.
Nach Unifil-Angaben ist die aktuelle Explosion der zweite Vorfall innerhalb der vergangenen 24 Stunden, bei dem Soldaten der Truppe zwischen die Fronten geraten. Bei einer Explosion in einer Blauhelm-Stellung war am Sonntag ein ebenfalls indonesischer Soldat getötet worden.
Nach Unifil-Angaben ist die aktuelle Explosion der zweite Vorfall innerhalb der vergangenen 24 Stunden, bei dem Soldaten der Truppe zwischen die Fronten geraten. Bei einer Explosion in einer Blauhelm-Stellung war am Sonntag ein ebenfalls indonesischer Soldat getötet worden.
Blauhelmsoldaten im Südlibanon durch Explosion verletzt
Erneut sind Uno-Blauhelmsoldaten beim Konflikt zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz und Israel im Libanon zwischen die Fronten geraten. Bei einer Explosion seien einige Soldaten der Uno-Friedenstruppe Unifil verletzt worden, ihr Fahrzeug sei schwer beschädigt worden, teilte Unifil-Sprecherin Kandice Ardiel mit. Es wurde nicht mitgeteilt, wie viele Soldaten verletzt wurden.

Ein Blauhelmsoldat im Südlibanon im Februar (Symbolbild). Foto: Silvia Casadei / IMAGO / Middle East Images
Zwei Soldaten konnten demnach allerdings nicht geborgen werden, da Sicherheitsgarantien für das Gebiet fehlten. »Nach Absprache mit libanesischen und israelischen Behörden ist ein Team in das Gebiet unterwegs, um die Evakuierung abzuschließen«, sagte Ardiel. Die »New York Times« berichtete unterdessen unter Berufung auf einen internen Uno-Bericht, zwei Friedenstruppenmitglieder seien bei einer Explosion getötet worden. Es war unklar, ob sich die Angaben auf denselben Vorfall beziehen.
Nach Unifil-Angaben ist die aktuelle Explosion der zweite Vorfall innerhalb der vergangenen 24 Stunden, bei dem Soldaten der Truppe zwischen die Fronten geraten. Bei einer Explosion in einer Blauhelm-Stellung war am Sonntag ein indonesischer Soldat getötet worden.
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Dax schließt im Plus
Obwohl die Ölpreise weiter anziehen, haben sich die europäischen Leitindizes zum Wochenstart erholt. Der Dax stieg am Montag um fast 1,2 Prozent auf 22.562,88 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte mit 0,52 bei 27.800,49 Zählern. Damit reagierte der deutsche Aktienmarkt offenbar auf die Stellungnahme Donald Trumps, »ernsthafte Gespräche mit einer neuen und vernünftigeren Regierung« in Iran zu führen. Auch, wenn weder klar ist, wie ernst zu nehmend die Gespräche sind, noch, mit wem sie überhaupt geführt werden.
Auch der EuroStoxx 50 erholte sich am Montag. Er schaffte ein Plus von 0,65 Prozent. Dabei halfen Gewinne an der Wall Street. Der Londoner FTSE legte noch stärker zu (+1,6 Prozent). »Alles in allem bleibt die Marktlage schwierig«, schreibt Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst des Handelshauses CMC Markets. Es sei weiterhin kaum abzuschätzen, wie schnell sich die steigenden Energiepreise in den Teuerungsraten zeigen würden und wie teuer Öl noch werden könne.
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Blauhelmsoldaten im Südlibanon durch Explosion verletzt
Erneut sind Uno-Blauhelmsoldaten beim Konflikt zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz und Israel im Libanon zwischen die Fronten geraten. Bei einer Explosion seien einige Soldaten der Uno-Friedenstruppe Unifil verletzt worden, ihr Fahrzeug sei schwer beschädigt worden, teilte Unifil-Sprecherin Kandice Ardiel mit. Es wurde nicht mitgeteilt, wie viele Soldaten verletzt wurden.

Ein Blauhelmsoldat im Südlibanon im Februar (Symbolbild). Foto: Silvia Casadei / Middle East Images / IMAGO
Zwei Soldaten konnten demnach allerdings nicht geborgen werden, da Sicherheitsgarantien für das Gebiet fehlten. »Nach Absprache mit libanesischen und israelischen Behörden ist ein Team in das Gebiet unterwegs, um die Evakuierung abzuschließen«, sagte Ardiel. Die »New York Times« berichtete unterdessen unter Berufung auf einen internen Uno-Bericht, zwei Friedenstruppenmitglieder seien bei einer Explosion getötet worden. Es war unklar, ob sich die Angaben auf denselben Vorfall beziehen.
Nach Unifil-Angaben ist die aktuelle Explosion der zweite Vorfall innerhalb der vergangenen 24 Stunden, bei dem Soldaten der Truppe zwischen die Fronten geraten. Bei einer Explosion in einer Blauhelm-Stellung war am Sonntag ein indonesischer Soldat getötet worden.
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Israelischer Präsident verurteilt Siedlergewalt im Westjordanland
Im Irankrieg rücken andere Krisengebiete im Nahen Osten in den Hintergrund. Darunter das von Israel besetzte Westjordanland. In den vergangenen Tagen mehrten sich Berichte über eskalierende Siedlergewalt in dem Gebiet. Örtliche Medien berichten, dass bei einer jüngsten Gewaltwelle ein Mensch getötet und 14 weitere verletzt worden seien. Dazu seien fünf neue israelische Siedlungsaußenposten in den palästinensischen Gebieten errichtet worden.
Der israelische Präsident Isaac Herzog hat die neuerlichen Vorfälle nun verurteilt. Es handele sich um schwere Straftaten, die unschuldigen Menschen Schaden zufügen, heißt es in einer Stellungnahme. Sie untergrüben die Rechtsstaatlichkeit und schädigten das moralische Ansehen des Staates Israel.
Der israelische Präsident Isaac Herzog hat die neuerlichen Vorfälle nun verurteilt. Es handele sich um schwere Straftaten, die unschuldigen Menschen Schaden zufügen, heißt es in einer Stellungnahme. Sie untergrüben die Rechtsstaatlichkeit und schädigten das moralische Ansehen des Staates Israel.
Laut Zahlen der zuständigen Beobachterstelle OCHA von Mitte März seien seit Jahresbeginn mehr als 1500 Palästinenser gewaltsam vertrieben und 105 Menschen durch radikale Siedler verletzt worden. Inzwischen dürfte die Zahl bereits höher liegen.
Die palästinensische Außenministerin Varsen Shain spricht von einem eskalierenden Siedlerterrorismus. Auch Juden außerhalb Israel, sogenannte Diaspora-Juden, riefen Herzog in einem offenen Brief dazu auf, den jüdischen Terror zu beenden und palästinensische Zivilisten zu schützen. Mit dem Irankrieg habe die Lage einen neuen Tiefpunkt erreicht.
Die palästinensische Außenministerin Varsen Shain spricht von einem eskalierenden Siedlerterrorismus. Auch Juden außerhalb Israel, sogenannte Diaspora-Juden, riefen Herzog in einem offenen Brief dazu auf, den jüdischen Terror zu beenden und palästinensische Zivilisten zu schützen. Mit dem Irankrieg habe die Lage einen neuen Tiefpunkt erreicht.
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Nato fängt erneut iranische Rakete in Richtung Türkei ab
Die Flugabwehr der Nato hat eine weitere iranische Rakete abgefangen, die in Richtung Türkei unterwegs war. In einer Mitteilung des türkischen Verteidigungsministeriums heißt es, die Rakete sei in den türkischen Luftraum eingedrungen und von im östlichen Mittelmeer stationierten Nato-Einheiten »neutralisiert« worden. Es handelt sich bereits um den vierten derartigen Vorfall seit Beginn des Irankriegs.
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Rubio spricht von »Brüchen« im Regime
Gibt es Verhandlungen zwischen den USA und Kräften in Iran über ein Ende des Krieges? Präsident Donald Trump hat in seinem jüngsten Social-Media-Posting nahegelegt, es liefen Gespräche mit einem »neuen und vernünftigeren« Regime (ehe er dem Land mit umfassender Zerstörung drohte). Wen sein Chef damit meint, wollte Marco Rubio auf Nachfrage jetzt nicht sagen.
»Ich werde Ihnen nicht verraten, wer diese Leute sind, weil das sie wahrscheinlich mit anderen Gruppen innerhalb Irans in Schwierigkeiten bringen würde«, sagte der Außenminister im Gespräch mit »ABC News«. Allerdings gebe es »intern einige Brüche«, sagte Rubio weiter. Es gebe Menschen in Iran, die bereit seien, für ihr Land »in eine andere Richtung zu gehen«. Konkreter wurde er nicht.
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📌Merz plädiert für Iran-Kontaktgruppe
Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine internationale Kontaktgruppe vorgeschlagen, um Initiativen mit dem Ziel einer Öffnung der Straße von Hormus abzustimmen. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa sagte er, wenn die notwendigen Voraussetzungen erfüllt seien, »dann wird Deutschland selbstverständlich bereit sein, seinen Beitrag zur freien Schifffahrt in der Straße von Hormus zu leisten«.

Tanker in der Straße von Hormus. Foto: Altaf Qadri / AP / dpa
Man habe dazu bereits umfangreiche Vorschläge gemacht. »Ich möchte ausdrücklich vorschlagen, dass wir dies auch im Rahmen einer internationalen Kontaktgruppe tun, damit wir hier auch eine bestmögliche Koordinierung zwischen den Staaten ermöglichen, die bereit sind zu helfen, so wie Deutschland«, fügte Merz hinzu.
Frankreich hatte bereits vergangene Woche eine Sitzung mit Militärchefs aus mehr als 30 Ländern einberufen, um mögliche Beteiligungen an einer multinationalen Absicherungsmission auszuloten. Aus Sicht der Bundesregierung ist die Voraussetzung dafür ein Ende der Kampfhandlungen und ein internationales Mandat, etwa des Uno-Sicherheitsrates. Bahrain, seit Beginn des Jahres nichtständiges Mitglied in dem 15 Staaten umfassenden Gremium, bereitet eine Resolution des Rates vor, die als Grundlage dienen könnte. US-Außenminister Marco Rubio hatte nach einem Treffen mit seinen Kollegen aus den G7-Staaten am Freitag die Verbündeten aufgefordert, sich zu beteiligen. Iran wolle Durchfahrtsgebühren erheben, das sei nicht akzeptabel.
Merz warnte nochmals eindringlich vor einer Ausweitung des Krieges und den möglichen Folgen, die sich daraus auch für Deutschland ergeben könnten. Wenn sich der Krieg zu einem regionalen Großkonflikt entwickle, dann könne er Deutschland und Europa noch stärker belasten, sagte der Kanzler, »so stark, wie wir es zuletzt in der Covid-Pandemie oder zu Beginn des Ukrainekriegs erlebt haben«. Die Fragezeichen mit Blick auf das militärische Vorgehen der USA und Israels und die zugrunde liegende Strategie seien groß.
Merz warnte nochmals eindringlich vor einer Ausweitung des Krieges und den möglichen Folgen, die sich daraus auch für Deutschland ergeben könnten. Wenn sich der Krieg zu einem regionalen Großkonflikt entwickle, dann könne er Deutschland und Europa noch stärker belasten, sagte der Kanzler, »so stark, wie wir es zuletzt in der Covid-Pandemie oder zu Beginn des Ukrainekriegs erlebt haben«. Die Fragezeichen mit Blick auf das militärische Vorgehen der USA und Israels und die zugrunde liegende Strategie seien groß.
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Leseempfehlung: JD Vance als riskanter Vermittler
US-Vizepräsident JD Vance hat mit Blick auf den Irankrieg lange beschwichtigt, nun hat ihn Trump wohl zum Verhandler mit dem Regime in Teheran ernannt. Das kann ihn zum Helden machen, schreibt meine Kollegin Nicola Abé – oder seine Karriere gefährden. Lesen Sie hier mehr.

Foto: Brendan Smialowski / AFP
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Ägyptens Präsident Sisi appelliert an Trump
Mit drängenden Worten hat sich Ägyptens Präsident Abdel Fattah el-Sisi an Donald Trump gewandt. Bei einer Energiekonferenz in Kairo sagte Sisi, dass nur Trump den Irankrieg stoppen könne. »Bitte helfen Sie uns, den Krieg zu stoppen. Nur Sie sind in der Lage dazu.« Ägypten bemüht sich seit Kriegsbeginn, zwischen Washington und Teheran zu vermitteln. Das Land unterhält gute Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und zu den Golfstaaten und verurteilte iranische Angriffe am Golf.
Sisi äußerte bei der Konferenz Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen des Kriegs, etwa durch Angriffe auf die Energieinfrastruktur. Es drohten Ölpreise von mehr als 200 Dollar pro Barrel. Reiche Länder könnten dies vielleicht verkraften, sagte Sisi, die Folgen würden kleinere Volkswirtschaften aber heftig treffen.
Sisi äußerte bei der Konferenz Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen des Kriegs, etwa durch Angriffe auf die Energieinfrastruktur. Es drohten Ölpreise von mehr als 200 Dollar pro Barrel. Reiche Länder könnten dies vielleicht verkraften, sagte Sisi, die Folgen würden kleinere Volkswirtschaften aber heftig treffen.

Sisi am 14. März in Kairo. Foto: APAimages / IMAGO
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Libanesische Armee meldet Tod eines Soldaten nach israelischem Angriff
Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon ist ein Soldat der libanesischen Armee deren Angaben zufolge getötet worden. Weitere seien verletzt worden, teilten die Streitkräfte mit. Israels Militär erklärte auf Anfrage, es gehe den Vorwürfen nach. In der Auseinandersetzung zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah ist die libanesische Armee keine Kriegspartei. Bei der jüngsten Eskalation wurden dennoch mehrere libanesische Soldaten getötet.
Nach Angaben der israelischen Armee wurde auch einer ihrer Soldaten im Südlibanon getötet. Der 19-Jährige kam demnach bereits am Sonntag ums Leben. Israelische Medien meldeten, er sei durch Raketenbeschuss der Hisbollah getötet worden.
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Irankrieg lässt Inflation in Deutschland hochschnellen
Die durch den Irankrieg stark gestiegenen Ölpreise schlagen auf die Verbraucherpreise in Deutschland durch. Die Inflationsrate schnellte im März auf 2,7 Prozent nach oben, von 1,9 Prozent im Februar, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte. Daten aus den Bundesländern zufolge zogen hauptsächlich die Preise für Kraftstoffe und Heizöl stark an. Mehr dazu können Sie hier lesen.

Öllager in Niedersachsen. Lars Penning / dpa
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Donald Trump droht Iran mit Zerstörung von Kraftwerken, Ölquellen und Entsalzungsanlagen
US-Präsident Donald Trump hat Iran mit umfangreicher Zerstörung gedroht, sollte das Land die Straße von Hormus nicht für den Verkehr freigeben. Dies müsse »unverzüglich« geschehen, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. Andernfalls, so droht der US-Präsident, »werden wir unseren schönen ›Aufenthalt‹ in Iran damit beenden, dass wir alle ihre Kraftwerke, Ölquellen und die Insel Charg (und möglicherweise alle Entsalzungsanlagen!) in die Luft jagen und vollständig auslöschen, die wir absichtlich noch nicht ›angetastet‹ haben«.
Dies geschehe als Vergeltung für »unsere vielen Soldaten« und andere Menschen, die das iranische Regime während seiner 47-jährigen Schreckensherrschaft »abgeschlachtet und getötet« habe. Die USA verhandelten derzeit mit einer »neuen und vernünftigeren Regierung« über ein Ende des Kriegs.
Dies geschehe als Vergeltung für »unsere vielen Soldaten« und andere Menschen, die das iranische Regime während seiner 47-jährigen Schreckensherrschaft »abgeschlachtet und getötet« habe. Die USA verhandelten derzeit mit einer »neuen und vernünftigeren Regierung« über ein Ende des Kriegs.

Zwei iranische Einsatzkräfte beobachten die Nachwirkungen eines Angriffs am 8. März. Foto: AFP
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Oliver Imhof
Auslandsressort

»New York Times«: Neue US-Rakete traf iranische Zivilisten
Nach Recherchen der »New York Times« soll eine neuartige US-Rakete bei einem ihrer Einsätze in Iran zivile Ziele getroffen haben. Die PrSM ist die Nachfolgerin der aus der Ukraine bekannten Atacms und wird von mobilen Raketenwerfern abgefeuert. Das neue Modell fliegt mit etwa 500 Kilometer Reichweite deutlich weiter und wurde im Irankrieg erstmals auf dem Schlachtfeld getestet.
Dabei sollen zwei Raketen in der Stadt Lamerd im Südiran zu Beginn des Krieges unter anderem ein Wohngebiet und die Turnhalle einer Schule getroffen haben. Nach iranischen Angaben kamen dabei mindestens 21 Menschen ums Leben. Die BBC hatte zunächst berichtet, dass es sich bei den verwendeten Waffen um PrSM gehandelt haben könnte. Eine forensische Bildanalyse der »New York Times« konnte die Vermutung nun bestätigen.
Dabei sollen zwei Raketen in der Stadt Lamerd im Südiran zu Beginn des Krieges unter anderem ein Wohngebiet und die Turnhalle einer Schule getroffen haben. Nach iranischen Angaben kamen dabei mindestens 21 Menschen ums Leben. Die BBC hatte zunächst berichtet, dass es sich bei den verwendeten Waffen um PrSM gehandelt haben könnte. Eine forensische Bildanalyse der »New York Times« konnte die Vermutung nun bestätigen.
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Ölpreise ziehen weiter an
Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent nähert sich wieder seinem Zwischenhoch aus dem Irankrieg. Am Morgen lag der Ölpreis bei rund 115 Dollar (rund 100 Euro). Zwischenzeitlich stieg der Preis in der Nacht auf fast 117 Dollar. Das Zwischenhoch im Irankrieg lag bei 119,50 Dollar. Auch der Preis für die US-Sorte WTI zog zu Wochenbeginn wieder an, diese kostet derzeit fast 102 Dollar. Am Freitagmorgen waren es noch weniger als 95 Dollar gewesen.
Der Ölpreis reagiert empfindlich auf die Entwicklungen im Nahen Osten. Nach Meldungen über Verhandlungen zwischen Washington und Teheran gab er entsprechend nach, die sich fortsetzenden heftigen Angriffe in Iran dürften wieder für einen höheren Preis sorgen. Donald Trump sprach am frühen Morgen deutscher Zeit etwa von einem »großen Tag in Iran«.
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Iran weist angebliche Vorschläge der USA als »unrealistisch« zurück
Laut dem Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, hat Iran über Mittelsmänner Botschaften erhalten, die auf eine Verhandlungsbereitschaft der USA hindeuten. Man habe die Vorschläge jedoch als »unrealistisch, unlogisch und überzogen« eingestuft, sagte Baqaei nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters bei einer Pressekonferenz. »Unsere Position ist klar: Wir sind militärischen Angriffen ausgesetzt. Daher konzentrieren sich all unsere Anstrengungen und Kräfte auf unsere Verteidigung.«
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Brand an Raffinerie in Haifa
An einer Ölraffinerie in der nordisraelischen Stadt Haifa ist nach einem Angriff ein Feuer ausgebrochen. Die Fernsehsender Kan und Channel 12 zeigten entsprechende Bilder.
Zunächst war unklar, ob die Anlage direkt getroffen wurde oder Trümmerteile eingeschlagen waren. Die Landesbehörde der israelischen Feuerwehr teilte später mit, dass Trümmer einer abgefangenen Rakete die Raffinerie beschädigt hatten. Bereits vor rund zwei Wochen war sie zum Ziel iranischer Angriffe geworden.
Zunächst war unklar, ob die Anlage direkt getroffen wurde oder Trümmerteile eingeschlagen waren. Die Landesbehörde der israelischen Feuerwehr teilte später mit, dass Trümmer einer abgefangenen Rakete die Raffinerie beschädigt hatten. Bereits vor rund zwei Wochen war sie zum Ziel iranischer Angriffe geworden.
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Irak meldet Beschuss von Luftwaffenstützpunkt
Nach Angaben des irakischen Verteidigungsministeriums ist der Luftwaffenstützpunkt »Martyr Muhammad Alaa« neben dem internationalen Flughafen in Bagdad angegriffen worden. Vom Stadtrand aus seien Raketen gestartet worden, heißt es in einer Mitteilung auf X. Dabei sei ein Militärflugzeug zerstört worden. Tote gab es demnach nicht.
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Mit Material der Agenturen





