Krieg in Nahost Kurz vor Ablauf des Ultimatums – Pakistan bittet Trump um Fristverlängerung
Donald Trump droht Iran mit Auslöschung »einer ganzen Zivilisation«, sollte die Straße von Hormus nicht freigegeben werden. Vermittler Pakistan drängt nun auf eine Verlängerung der knappen Frist um zwei Wochen. Die Liveanalyse.
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage
- US-Präsident Donald Trump verschärft seine Drohungen gegen Iran erneut massiv und spricht von der Auslöschung einer Zivilisation, sollte die Straße von Hormus nicht freigegeben werden.
- Kurz vor Ablauf des knappen Ultimatums versucht Vermittler Pakistan, selbiges von Trump verlängert zu bekommen.
- Vertreter des Regimes in Teheran warnen derweil vor einer »Tragödie« und kündigen Gegenreaktionen an, sollte Trump seine Drohungen wahr machen.
- Die USA und Israel greifen schon vor Ende eines Ultimatums der US-Regierung erneut massiv Ziele in Iran an – offenbar gibt es auch Attacken gegen zivile Infrastruktur.
Mehr Hintergrund:
- Das Weiße Haus feiert die Rettung eines abgeschossenen US-Offiziers in Iran. Trump nutzt den Moment, um Iran mit totaler Vernichtung zu drohen.
- Die Luftangriffe haben das Regime in Teheran empfindlich geschwächt, aber es ist noch lange nicht am Ende, meint Israels früherer Nationaler Sicherheitsberater Eyal Hulata. Hier erklärt er, wie es weitergehen könnte.
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Liebe Leserinnen und Leser,
wir beenden die Berichterstattung zum Irankrieg an dieser Stelle. Weiter geht es im nächsten Liveblog, in dem wir Sie wie gewohnt über alle wichtigen Entwicklungen auf dem Laufenden halten.
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Israel warnt vor möglichem, verstärktem Beschuss in der Nacht
Israels Armee geht davon aus, dass es möglicherweise zu verstärkten Angriffen auf das Land kommt. Hintergrund ist Trumps Ultimatum an Teheran, das in der Nacht (Ortszeit) ausläuft. »Nach einer Lagebeurteilung und als Teil der Vorbereitungen auf den Ablauf des Ultimatums kann es in den kommenden Stunden zu verstärktem Beschuss israelischen Territoriums kommen«, teilte das Militär auf X mit.
In dem Beitrag heißt es weiter: »Die israelischen Streitkräfte sind sowohl für Verteidigung als auch für Angriff gerüstet.« Iran hatte zuvor Gegenangriffe angekündigt für den Fall, dass es etwa zu Attacken auf die iranischen Energieanlagen kommen sollte.
In dem Beitrag heißt es weiter: »Die israelischen Streitkräfte sind sowohl für Verteidigung als auch für Angriff gerüstet.« Iran hatte zuvor Gegenangriffe angekündigt für den Fall, dass es etwa zu Attacken auf die iranischen Energieanlagen kommen sollte.
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Selenskyj: Ukraine redet bei Straße von Hormus mit
Ukrainische Soldaten sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj an Beratungen über die Wiederherstellung einer freien Schifffahrt in der Straße von Hormus beteiligt. Das schrieb Selenskyj auf X zu seiner abendlichen Videobotschaft auf Kjiw. Darin sagte er: »Sichere Seeschifffahrt ist ein globales Gut – das wissen wir aus unserer Erfahrung mit der Verteidigung des Schwarzen Meeres.«
Er äußerte sich nicht dazu, wo und in welchem Format ukrainische Militärs beteiligt sind, um die von Iran blockierte Ölexportroute am Persischen Golf wieder freizubekommen. Selenskyj verwies aber auf die rasche Hilfe der Ukraine mit ihrer erfahrenen Drohnenabwehr für die Golfstaaten, die von Iran beschossen worden sind. »Die Ukraine exportiert Sicherheit und erhält das, was für ihre innere Stabilität und sichere Energieversorgung notwendig ist«, sagte er. Der Präsident hat in den vergangenen Tagen mit Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten Verteidigungskooperationen vereinbart; die Ukraine bekommt auch Treibstoff.
Er äußerte sich nicht dazu, wo und in welchem Format ukrainische Militärs beteiligt sind, um die von Iran blockierte Ölexportroute am Persischen Golf wieder freizubekommen. Selenskyj verwies aber auf die rasche Hilfe der Ukraine mit ihrer erfahrenen Drohnenabwehr für die Golfstaaten, die von Iran beschossen worden sind. »Die Ukraine exportiert Sicherheit und erhält das, was für ihre innere Stabilität und sichere Energieversorgung notwendig ist«, sagte er. Der Präsident hat in den vergangenen Tagen mit Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten Verteidigungskooperationen vereinbart; die Ukraine bekommt auch Treibstoff.
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Ausgangssperre in Kuwait, Hafen in Bahrain stellt Betrieb ein
Angesichts der drastischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber Iran und Gegendrohungen aus Teheran ergreifen mehrere Golfstaaten präventive Schutzmaßnahmen. Das kuwaitische Innenministerium empfahl Bürgern, von Mitternacht bis Mittwochmorgen zu Hause zu bleiben. Nur in »absolut dringenden Fällen« sollten Menschen nach draußen gehen, hieß es in einer Erklärung auf X.
Im Golfstaat Bahrain stellte der größte Hafen vorsorglich seine Arbeit ein. »Wir passen unseren Betrieb kontinuierlich den Umständen an«, teilte der Betreiber APM Terminals Bahrain der Nachrichtenagentur AFP mit. Schon in den vergangenen Wochen sei der Betrieb zeitweise unterbrochen gewesen.
Die US-Botschaft in Bahrains Hauptstadt Manama hatte zuvor bereits Landsleute dazu aufgefordert, sich ab sofort nur noch im Inneren von Gebäuden aufzuhalten. Mehr dazu lesen Sie hier:
Im Golfstaat Bahrain stellte der größte Hafen vorsorglich seine Arbeit ein. »Wir passen unseren Betrieb kontinuierlich den Umständen an«, teilte der Betreiber APM Terminals Bahrain der Nachrichtenagentur AFP mit. Schon in den vergangenen Wochen sei der Betrieb zeitweise unterbrochen gewesen.
Die US-Botschaft in Bahrains Hauptstadt Manama hatte zuvor bereits Landsleute dazu aufgefordert, sich ab sofort nur noch im Inneren von Gebäuden aufzuhalten. Mehr dazu lesen Sie hier:
US-Botschaft in Bahrain ruft Landsleute zum Schutzsuchen auf
Die US-Botschaft in Manama, der Hauptstadt Bahrains, hat alle dortigen US-Regierungsangestellten angewiesen, sich ab sofort nur noch in Gebäuden aufzuhalten. »Wir empfehlen allen Amerikanern in Bahrain, dies bis auf Weiteres ebenfalls zu tun. Bleiben Sie nach Möglichkeit in einem sicheren Gebäude und meiden Sie Fenster«, heißt es in einer offiziellen Mitteilung.
Die Botschaft in Manama habe »alle regulären konsularischen Dienstleistungen vorübergehend eingestellt«. In Notfällen stehe man US-Bürgerinnen und -Bürgern jedoch weiterhin zur Verfügung, so die Ansage.
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Trump-Sprecherin: US-Präsident will »bald« auf pakistanischen Vorschlag reagieren
Vermittler Pakistan hat kurz vor Ablauf von Trumps Deadline für Teheran zur Öffnung der Straße von Hormus um eine Fristverlängerung gebeten. Diese Bitte habe den US-Präsidenten bereits erreicht, sagte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt zum Nachrichtenportal »Axios«. Der US-Präsident werde »bald« darauf reagieren, so Leavitt weiter. Wann genau und auf welchem Weg, sagte sie nicht.
Pakistan drängt Trump zu Fristverlängerung
Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif hat US-Präsident Trump um eine Verlängerung der Teheran gesetzten Frist für die Beendigung der Blockade der Straße von Hormus gebeten. Diese solle zwei Wochen betragen, schrieb Sharif in einem Beitrag auf X: »Um der Diplomatie eine Chance zu geben, bitte ich Präsident Trump eindringlich, die Frist um zwei Wochen zu verlängern.«
In dem Posting hieß es weiter, Pakistan bitte »die iranischen Brüder in aller Aufrichtigkeit, die Straße von Hormus für einen entsprechenden Zeitraum von zwei Wochen als Geste des guten Willens zu öffnen.«
Sherif sprach von »stetigen, energischen und wirkungsvollen« diplomatischen Bemühungen um eine friedliche Beilegung des Kriegs im Nahen Osten. Diese »bergen das Potenzial, in naher Zukunft zu substanziellen Ergebnissen zu führen«, so Sherif. Pakistan fungiert in dem Konflikt als Hauptvermittler zwischen Iran und den USA.
In dem Posting hieß es weiter, Pakistan bitte »die iranischen Brüder in aller Aufrichtigkeit, die Straße von Hormus für einen entsprechenden Zeitraum von zwei Wochen als Geste des guten Willens zu öffnen.«
Sherif sprach von »stetigen, energischen und wirkungsvollen« diplomatischen Bemühungen um eine friedliche Beilegung des Kriegs im Nahen Osten. Diese »bergen das Potenzial, in naher Zukunft zu substanziellen Ergebnissen zu führen«, so Sherif. Pakistan fungiert in dem Konflikt als Hauptvermittler zwischen Iran und den USA.
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Ex-Verbündete bezichtigen Trump des Wahnsinns
Nicht nur bei den US-Demokraten, Trumps politischem Gegner, herrscht nach den beispiellosen Drohungen des US-Präsidenten gegen Iran blankes Entsetzen. Selbst einstige Verbündete von ihm reagieren schockiert auf seine Drohungen, die iranische Zivilisation auszulöschen.
Die frühere republikanische Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene etwa, früher glühende Anhängerin Trumps, forderte auf der Plattform »X« Trumps Amtsenthebung: »25. Zusatzartikel!!! Nicht eine einzige Bombe ist auf Amerika gefallen. Wir können nicht eine ganze Zivilisation töten. Das ist Böses und Wahnsinn.«
Der 25. Zusatzartikel der US-Verfassung sieht unter anderem vor, dass der Vizepräsident mit Zustimmung des Kabinetts die Amtsunfähigkeit des Präsidenten feststellen, dem Kongress mitteilen und unter bestimmten Bedingungen das Amt übernehmen kann.
Die frühere republikanische Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene etwa, früher glühende Anhängerin Trumps, forderte auf der Plattform »X« Trumps Amtsenthebung: »25. Zusatzartikel!!! Nicht eine einzige Bombe ist auf Amerika gefallen. Wir können nicht eine ganze Zivilisation töten. Das ist Böses und Wahnsinn.«
Der 25. Zusatzartikel der US-Verfassung sieht unter anderem vor, dass der Vizepräsident mit Zustimmung des Kabinetts die Amtsunfähigkeit des Präsidenten feststellen, dem Kongress mitteilen und unter bestimmten Bedingungen das Amt übernehmen kann.
Der ultrarechte Radiomoderator und Verschwörungserzähler Alex Jones schrieb: »Präsident Trump hat öffentlich einen Plan verkündet, durchzuführen, was genau der Definition von Völkermord am iranischen Volk entspricht! Dieser Wahnsinn muss jetzt stoppen!!«
Der sonst Trump-treue republikanische Senator Ron Johnson sagte im Podcast »John Solomon Reports«, er hoffe und bete, dass Trump »dies als Bluff gebraucht«: »Ich möchte nicht erleben, dass wir anfangen, zivile Infrastruktur in die Luft zu jagen ... Wir befinden uns nicht im Krieg mit dem iranischen Volk. Wir versuchen, es zu befreien.«
Auch die rechtsextreme AfD versucht, sich von Trumps jüngsten Äußerungen zu distanzieren. Co-Parteichef Tino Chrupalla kommentierte Trumps Post auf dessen Plattform Truth Social mit einem Wort: »Irre.«
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Pakistan drängt Trump zu Fristverlängerung
Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif hat US-Präsident Trump um eine Verlängerung der Teheran gesetzten Frist für die Beendigung der Blockade der Straße von Hormus gebeten. Diese solle zwei Wochen betragen, schrieb Sharif in einem Beitrag auf X: »Um der Diplomatie eine Chance zu geben, bitte ich Präsident Trump eindringlich, die Frist um zwei Wochen zu verlängern.«
In dem Posting hieß es weiter, Pakistan bitte »die iranischen Brüder in aller Aufrichtigkeit, die Straße von Hormus für einen entsprechenden Zeitraum von zwei Wochen als Geste des guten Willens zu öffnen.«
Sherif sprach von »stetigen, energischen und wirkungsvollen« diplomatischen Bemühungen um eine friedliche Beilegung des Kriegs im Nahen Osten. Diese »bergen das Potenzial, in naher Zukunft zu substanziellen Ergebnissen zu führen«, so Sherif. Pakistan fungiert in dem Konflikt als Hauptvermittler zwischen Iran und den USA.
Sherif sprach von »stetigen, energischen und wirkungsvollen« diplomatischen Bemühungen um eine friedliche Beilegung des Kriegs im Nahen Osten. Diese »bergen das Potenzial, in naher Zukunft zu substanziellen Ergebnissen zu führen«, so Sherif. Pakistan fungiert in dem Konflikt als Hauptvermittler zwischen Iran und den USA.

Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

USA melden iranischen Hackerangriff auf Infrastruktur
Hacker mit Verbindungen nach Iran führen laut der US-IT-Sicherheitsbehörde CISA Cyberangriffe auf kritische US-Infrastrukturen durch. Ziel seien über das Internet erreichbare Industrieanlagen, darunter Regierungsbehörden sowie Wasser- und Energieversorgung. Dabei würden auf Bedienoberflächen oft falsche Daten angezeigt, was zu Störungen und finanziellen Schäden führt. Das Ausmaß ist bislang unklar.
Erst vor anderthalb Wochen war FBI-Direktor Kash Patel Opfer eines Hackerangriffs geworden. Eine Gruppe mit Verbindungen nach Iran habe den Cyberangriff für sich reklamiert, schrieb unter anderem die »New York Times«.
Erst vor anderthalb Wochen war FBI-Direktor Kash Patel Opfer eines Hackerangriffs geworden. Eine Gruppe mit Verbindungen nach Iran habe den Cyberangriff für sich reklamiert, schrieb unter anderem die »New York Times«.
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Wie Netanyahu Trump zum Krieg überredete – ein neues Buch schildert Details
Zwei Wochen vor dem Beginn des Irankriegs trafen sich Trumps engste Berater in einer Reihe geheimer Sitzungen im Situation Room des Weißen Hauses. Die »New York Times« hat auf Grundlage von Recherchen ihrer Redakteure bislang unbekannte Details veröffentlicht. Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Netanyahu präsentierte einen Plan für den Regimewechsel – und verkaufte ihn als sicheren Sieg. Am 11. Februar erschien der israelische Premier Benjamin Netanyahu laut »NYT« im Weißen Haus und hielt im Situation Room einen einstündigen Vortrag. Netanyahu und sein Team skizzierten, was sie als nahezu sicheren Sieg darstellten: Irans Raketenprogramm könne in wenigen Wochen zerstört werden, die Straße von Hormus bleibe offen, Vergeltungsmaßnahmen gegen amerikanische Interessen würden minimal bleiben. Der Mossad werde Unruhen in Iran schüren, ein Volksaufstand das Regime zu Fall bringen. Netanyahu spielte dabei, so die NYT, ein Video mit möglichen Nachfolgern vor – darunter Reza Pahlavi, der Sohn des letzten Schahs. Trumps Reaktion, laut Bericht: »Klingt gut für mich.«
- US-Geheimdienstchef nannte Netanyahus Szenarien absurd. CIA-Direktor John Ratcliffe tat das israelische Regime-Change-Szenario laut dem Bericht mit einem Wort ab: »farcical« (absurd). Außenminister Marco Rubio soll gesagt haben: »Mit anderen Worten: Es ist Schwachsinn«. Dann habe General Dan Caine, Chef des amerikanischen Generalstabs, das Wort ergriffen – und das vielleicht schärfste Urteil über die israelische Präsentation geliefert: »Sir, das ist nach meiner Erfahrung die Standardvorgehensweise der Israelis. Sie überverkaufen und ihre Pläne sind nicht immer ausgearbeitet. Sie wissen, dass sie uns brauchen – und deshalb werben sie so aggressiv«. Trump hörte demnach zu – und ging darüber hinweg. Den Regimewechsel erklärte er zu »deren Problem«. Sein Interesse an der Zerstörung des iranischen Militärs blieb ungebrochen.

John Ratcliff. Foto: IMAGO/Yuri Gripas - Abaca/Pool via CNP
- JD Vance war laut dem Bericht der Einzige, der ernsthaft Widerstand leistete. Der Vizepräsident warnte vor regionalem Chaos, hohen Verlusten, explodierenden Benzinpreisen und einer Erschöpfung der US-Waffenvorräte. Er sah den Krieg als Verrat an Trumps Wahlversprechen: keine neuen Kriege. Beim finalen Treffen am 26. Februar soll er dem Präsidenten gesagt haben: »Du weißt, dass ich das für eine schlechte Idee halte. Aber wenn du es durchziehen willst, werde ich dich unterstützen.«
- Andere Berater schwiegen trotz Bedenken. Verteidigungsminister Pete Hegseth sei der enthusiastischste Befürworter gewesen (»Wir müssen uns früher oder später ohnehin um die Iraner kümmern«). Außenminister Rubio sei skeptisch gewesen, habe aber nichts gesagt. Stabschefin Susie Wiles sorgte sich laut dem Bericht um die Auswirkungen auf die Midterms – schwieg jedoch. General Dan Caine benannte Risiken, enthielt sich aber jeglicher klaren Empfehlung.

Pete Hegseth. Foto: IMAGO/Pool/ABACA
- Trump war überzeugt: Es wird ein schneller Krieg. Ermutigt durch die schwache Reaktion Irans auf US-Angriffe auf Atomanlagen im Juni sowie die Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro im Januar glaubte Trump, so die NYT, an einen blitzschnellen Sieg. Als der MAGA-Journalist Tucker Carlson ihn privat fragte, wie er so sicher sein könne, dass alles gut gehe, antwortete Trump: »Weil es immer so ist.«
Anders als in seiner ersten Amtszeit, in der viele Berater ihn zu bremsen versuchten, umgeben Trump heute laut »NYT« Männer und Frauen, die ihn als »großen Mann der Geschichte« betrachten. Die Entscheidung, die USA in einen weiteren Nahostkrieg zu führen, basierte demnach nicht auf Geheimdienstanalysen – sondern auf Trumps Bauchgefühl.
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Papst Leo kritisiert Trumps Drohungen gegen Iran
US-Präsident Trump droht mit der Auslöschung einer Zivilisation im Irankrieg. Papst Leo XIV. zufolge sind solche Drohungen gegen die Bevölkerung Irans »inakzeptabel«. Der Pontifex verurteilte gegenüber Journalisten insbesondere Angriffe auf zivile Infrastruktur als Verstoß gegen das Völkerrecht. Der Appell kam wenige Stunden, nachdem US-Präsident Donald Trump in einem Social-Media-Beitrag geschrieben hatte: »Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen«.
Der Papst, der als scharfer Kritiker des Irankriegs gilt, bezeichnete den Konflikt als »ungerechten Krieg« und forderte die Welt auf, an die Opfer, einschließlich Kinder, der Eskalation in Iran zu denken. Er rief Bürger weltweit dazu auf, ihre politischen Vertreter zu kontaktieren, um den Krieg zu beenden.
Der Papst, der als scharfer Kritiker des Irankriegs gilt, bezeichnete den Konflikt als »ungerechten Krieg« und forderte die Welt auf, an die Opfer, einschließlich Kinder, der Eskalation in Iran zu denken. Er rief Bürger weltweit dazu auf, ihre politischen Vertreter zu kontaktieren, um den Krieg zu beenden.

Papst Leo XIV spricht am am 7. April 2026 mit Medien in Castel Gandolfo, Italien, über den US-israelischen Konflikt mit Iran. Foto: REUTERS/Guglielmo Mangiapane
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Frankreichs Außenminister: Man kann eine Zivilisation nicht einfach auslöschen
Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot hofft, dass US-Präsident Donald Trump seine jüngsten Drohungen gegen Iran nicht in die Tat umsetzen werde. »Man kann eine Zivilisation nicht einfach auslöschen«, sagte Barrot dem Sender France 2. »Natürlich hoffe ich, dass er seine Drohungen nicht wahr macht, die die Region, aber auch die Welt in eine neue Eskalation treiben würden, die besonders gefährlich wäre.«

Foto: Lilli Förter/dpa
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Iranischer Filmemacher Farhadi ruft Künstler zu Protesten auf
Der iranische Regisseur und zweifache Oscarpreisträger Asghar Farhadi appelliert an Künstler weltweit, sich gegen Angriffe auf die Infrastruktur Irans zu positionieren. »Die Infrastruktur gehört dem iranischen Volk, und ein Angriff auf sie ist ein Kriegsverbrechen«, zitierte die Nachrichtenagentur Tasnim den 53-jährigen Filmemacher.
Farhadi gilt als Kritiker des islamischen Systems in Iran und lebt und arbeitet daher auch im Ausland. Er fordert, dass Künstler gemeinsam gegen den »unmenschlichen, illegalen und verheerenden Prozess« Stellung beziehen. Farhadi ist einer der international erfolgreichsten iranischen Filmemacher, gewann Oscars für »Nader und Simin – Eine Trennung« (2012) und »The Salesman« (2017).
Farhadi gilt als Kritiker des islamischen Systems in Iran und lebt und arbeitet daher auch im Ausland. Er fordert, dass Künstler gemeinsam gegen den »unmenschlichen, illegalen und verheerenden Prozess« Stellung beziehen. Farhadi ist einer der international erfolgreichsten iranischen Filmemacher, gewann Oscars für »Nader und Simin – Eine Trennung« (2012) und »The Salesman« (2017).

Der iranische Regisseur Asghar Farhadi beim Fototermin für den Film ‚A Hero‘ in Cannes, Frankreich, am 14.07.2021. Foto: Vianney Le Caer/Invision/AP/dpa
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Iran droht mit Angriff auf israelische Gasfelder
Der Geheimdienst der iranischen Revolutionswächter droht mit Angriffen auf die beiden israelischen Erdgasfelder Karisch und Tanin. Auf einer veröffentlichten Aufnahme sind drei weitere Angriffsziele verpixelt.
Zu dem Foto schreibt der Geheimdienst laut der Nachrichtenagentur dpa auf X: »3.30 Uhr Teheraner Zeit (2 MEZ) werden die Staats- und Regierungschefs der Region ihm (US-Präsident Donald Trump) sagen: Du verdammter Bastard, beende diesen verfluchten Krieg!«
Trump droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken und einer »Auslöschung«, sollte bis 2 Uhr MESZ die Blockade der Straße von Hormus nicht aufgehoben sein.
Zu dem Foto schreibt der Geheimdienst laut der Nachrichtenagentur dpa auf X: »3.30 Uhr Teheraner Zeit (2 MEZ) werden die Staats- und Regierungschefs der Region ihm (US-Präsident Donald Trump) sagen: Du verdammter Bastard, beende diesen verfluchten Krieg!«
Trump droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken und einer »Auslöschung«, sollte bis 2 Uhr MESZ die Blockade der Straße von Hormus nicht aufgehoben sein.
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Analyse: Iran profitiert dreifach von Hormus-Blockade – wohl auch deshalb sucht Trump die Eskalation
Trotz des Krieges und der faktischen Blockade der Straße von Hormus schafft es ein Golfanrainer-Staat, das Gros seines Rohöls und seiner Ölprodukte weiter in die Welt zu verschiffen – Iran, selbst Kriegsbeteiligter.
Noch immer exportiert Teheran täglich rund 1,5 Millionen Barrel (je 159 Liter) Rohöl durch die Straße von Hormus, wie Matt Smith, Chef-Rohstoffstratege des auf Warenflüsse spezialisierten Analysehauses Kpler, bei einer Videokonferenz mitteilte. Dies sind nur etwa 25 Prozent weniger als vor dem Krieg.
Laut Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters gelang es den Iranern im März, täglich mehr als 1,9 Millionen Barrel Rohöl und Ölprodukte wie Kondensat zu verschiffen. Dies seien nur zwei Prozent weniger als im März 2025 gewesen. Da die Preise der Energieträger durch den Krieg und die Blockade rasant gestiegen sind, nahm Iran im März laut Reuters 5,7 Milliarden Dollar durch deren Verkauf ein – über 1,5 Milliarden Dollar mehr als im Vorjahresmonat.
Noch immer exportiert Teheran täglich rund 1,5 Millionen Barrel (je 159 Liter) Rohöl durch die Straße von Hormus, wie Matt Smith, Chef-Rohstoffstratege des auf Warenflüsse spezialisierten Analysehauses Kpler, bei einer Videokonferenz mitteilte. Dies sind nur etwa 25 Prozent weniger als vor dem Krieg.
Laut Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters gelang es den Iranern im März, täglich mehr als 1,9 Millionen Barrel Rohöl und Ölprodukte wie Kondensat zu verschiffen. Dies seien nur zwei Prozent weniger als im März 2025 gewesen. Da die Preise der Energieträger durch den Krieg und die Blockade rasant gestiegen sind, nahm Iran im März laut Reuters 5,7 Milliarden Dollar durch deren Verkauf ein – über 1,5 Milliarden Dollar mehr als im Vorjahresmonat.

Frachtschiffe fahren Mitte März in Richtung der Straße von Hormus. Foto: picture alliance/dpa/AP
Dass so viele iranische Tanker ihre Ziele erreichen, liegt auch daran, dass das US-Militär sie passieren lässt, um die weltweite Ölversorgung nicht noch mehr einzuschränken. Laut Kpler werden derzeit insgesamt rund acht Millionen Barrel weniger als in Friedenszeiten durch die Meerenge von Hormus transportiert; nun fehlt insbesondere Öl aus Irak, Kuwait und Saudi-Arabien. Dies sind knapp acht Prozent des Weltbedarfs.
Dazu profitiert das Regime in Teheran noch auf zwei weitere Arten von der selbst angeordneten faktischen Blockade. Zum einen kassiert es von einigen Tankern nun eine Maut von bis zu zwei Millionen US-Dollar für die Passage durch die Meerenge am Ausgang des Persischen Golfs.
Zum anderen hat die US-Regierung von Donald Trump angesichts der globalen Ölengpässe die Sanktionen gegen iranisches Öl aufgehoben, das auf Schiffen auf den Weltmeeren lagerte. Dabei soll es sich laut Finanzminister Scott Bessent um 140 Millionen Barrel handeln. Derzeitiger geschätzter Marktwert: rund 15 Milliarden US-Dollar.
Wohl auch deshalb sucht Trump nun eine Eskalation in seinem Krieg gegen Teheran.
Dazu profitiert das Regime in Teheran noch auf zwei weitere Arten von der selbst angeordneten faktischen Blockade. Zum einen kassiert es von einigen Tankern nun eine Maut von bis zu zwei Millionen US-Dollar für die Passage durch die Meerenge am Ausgang des Persischen Golfs.
Zum anderen hat die US-Regierung von Donald Trump angesichts der globalen Ölengpässe die Sanktionen gegen iranisches Öl aufgehoben, das auf Schiffen auf den Weltmeeren lagerte. Dabei soll es sich laut Finanzminister Scott Bessent um 140 Millionen Barrel handeln. Derzeitiger geschätzter Marktwert: rund 15 Milliarden US-Dollar.
Wohl auch deshalb sucht Trump nun eine Eskalation in seinem Krieg gegen Teheran.
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Iran droht USA mit Gegenangriffen
Irans Vertreter bei den Vereinten Nationen, Amir-Saeid Iravani, kündigt an, Teheran werde »unverzüglich und angemessen« handeln, falls US-Präsident Trump seine Drohungen, die »gesamte Zivilisation« des Landes anzugreifen, wahr machen sollte. »Iran wird angesichts solch ungeheurer Kriegsverbrechen nicht tatenlos zusehen. Er wird ohne Zögern sein ihm innewohnendes Recht auf Selbstverteidigung ausüben und unverzüglich angemessene Gegenmaßnahmen ergreifen«, so Iravani bei einer Sitzung des Uno-Sicherheitsrats zur Straße von Hormus.
Iravani zufolge stellten Trumps verbale Attacken »eine Anstiftung zu Kriegsverbrechen und möglicherweise Völkermord dar«. Während der Sitzung hatte er zuvor die internationale Gemeinschaft dringend aufgefordert, Trumps Rhetorik zu verurteilen, bevor es zu spät sei.
Iravani zufolge stellten Trumps verbale Attacken »eine Anstiftung zu Kriegsverbrechen und möglicherweise Völkermord dar«. Während der Sitzung hatte er zuvor die internationale Gemeinschaft dringend aufgefordert, Trumps Rhetorik zu verurteilen, bevor es zu spät sei.

Amir-Saeid Iravani . Foto: SARAH YENESEL/EPA
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Portugal erlaubt US-Nutzung von Azoren-Basis nur unter Auflagen
Portugal hat seit Beginn des US-israelischen Kriegs gegen Iran 76 Landungen von US-Militärflugzeugen auf der Lajes-Luftwaffenbasis auf den Azoren sowie 25 Überflüge über portugiesisches Gebiet genehmigt. Die Bedingung sei, dass keine zivile Infrastruktur angegriffen werde, sagte Außenminister Paulo Rangel.
Die USA hätten diese Bedingung eingehalten, in Einzelfällen seien Genehmigungen jedoch auch verweigert worden. Rangel betonte, militärische Nutzung der Basis sei nur im Fall eines Angriffs auf die USA zulässig und müsse »notwendig und verhältnismäßig« sein.
Mehrere europäische Länder, darunter Spanien, Frankreich und Italien, haben den Zugang für US-Militärflüge im Zusammenhang mit dem Konflikt eingeschränkt oder untersagt.
Die USA hätten diese Bedingung eingehalten, in Einzelfällen seien Genehmigungen jedoch auch verweigert worden. Rangel betonte, militärische Nutzung der Basis sei nur im Fall eines Angriffs auf die USA zulässig und müsse »notwendig und verhältnismäßig« sein.
Mehrere europäische Länder, darunter Spanien, Frankreich und Italien, haben den Zugang für US-Militärflüge im Zusammenhang mit dem Konflikt eingeschränkt oder untersagt.

Ein Militärflugzeug auf der Lajes-Luftwaffenbasis auf der Insel Terceira im Azoren‑Archipel, Portugal, am 21. März 2026. Aufgrund ihrer Lage im mittleren Atlantik hat sich die Basis zu einem zentralen logistischen Drehpunkt für die USA entwickelt. Foto: EPA/ANTONIO ARAUJO
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Hintergrund: Worüber die USA und Iran offenbar verhandeln
In den Verhandlungen zwischen den USA und Iran soll es in den vergangenen 24 Stunden laut dem Nachrichtenportal »Axios« Fortschritte gegeben haben. Dass bis zu Trumps selbst gesetzter Frist um 20 Uhr Washingtoner Zeit, bzw. zwei Uhr nachts deutscher Zeit, eine Einigung gelingt, gilt jedoch als unwahrscheinlich (mehr dazu lesen Sie weiter unten).
Den jüngsten iranischen Gegenvorschlag habe Washington überraschend positiv bewertet, zitiert »Axios« einen US-Beamten: »Der letzte Vorschlag war nicht wirklich das, was wir wollten – aber deutlich besser als erwartet.« Mediatoren hätten danach gemeinsam mit Iran an Verbesserungen gearbeitet. Verhandelt werde über ein Paket vertrauensbildender Maßnahmen – Wiederöffnung der Straße von Hormus gegen Garantien zur Beendigung des Kriegs – sowie einen möglichen 45-tägigen Waffenstillstand als Grundlage für weiterführende Gespräche.
Es gebe sogar Überlegungen zu einem persönlichen Treffen einer US-Delegation unter Führung von US-Vizepräsident JD Vance mit iranischen Unterhändlern, berichtet »Axios« weiter. »Vergangene Woche war es Genf, diese Woche könnte es Islamabad sein«, zitiert das Medium einen US-Beamten.
Den jüngsten iranischen Gegenvorschlag habe Washington überraschend positiv bewertet, zitiert »Axios« einen US-Beamten: »Der letzte Vorschlag war nicht wirklich das, was wir wollten – aber deutlich besser als erwartet.« Mediatoren hätten danach gemeinsam mit Iran an Verbesserungen gearbeitet. Verhandelt werde über ein Paket vertrauensbildender Maßnahmen – Wiederöffnung der Straße von Hormus gegen Garantien zur Beendigung des Kriegs – sowie einen möglichen 45-tägigen Waffenstillstand als Grundlage für weiterführende Gespräche.
Es gebe sogar Überlegungen zu einem persönlichen Treffen einer US-Delegation unter Führung von US-Vizepräsident JD Vance mit iranischen Unterhändlern, berichtet »Axios« weiter. »Vergangene Woche war es Genf, diese Woche könnte es Islamabad sein«, zitiert das Medium einen US-Beamten.
Das »Wall Street Journals« und die »New York Times« hatten zuvor berichtet, Iran habe die direkten Kontakte abgebrochen beziehungsweise die Verhandlungen verlassen – es würden aber noch Gespräche über Mediatoren stattfinden. Teherans staatliche »Teheran Times« dementierte das. »Axios« betont nun, einen Gesprächsabbruch nicht bestätigen zu können.
Als Vermittler fungieren Pakistan, Ägypten und die Türkei. Auf US-Seite sind Vizepräsident Vance sowie Trumps Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner federführend beteiligt. Witkoff verfüge zudem über einen direkten Kanal zu Irans Außenminister Abbas Araghchi, so »Axios«. Vance sagte auf einer Pressekonferenz in Budapest, die USA hätten nahezu alle militärischen Ziele erreicht und der Krieg werde »sehr bald« enden: »Der Ball liegt bei Iran.«
Trumps Sprecherin Karoline Leavitt erklärte, nur der US-Präsident wisse, »wo die Dinge stehen und was er tun wird«. Das iranische Regime habe bis 20 Uhr Ortszeit die Gelegenheit, »den Moment zu nutzen und einen Deal zu schließen«. Trump hatte gedroht, iranische Brücken, Kraftwerke sowie Öl- und Wasserinfrastruktur zu zerstören, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht öffnen. Auf Truth Social schrieb er am Morgen, eine ganze Zivilisation könnte »heute Nacht sterben«. Iran drohte seinerseits mit Gegenschlägen auf Energie- und Wasserinfrastruktur der Golfstaaten.
Als Vermittler fungieren Pakistan, Ägypten und die Türkei. Auf US-Seite sind Vizepräsident Vance sowie Trumps Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner federführend beteiligt. Witkoff verfüge zudem über einen direkten Kanal zu Irans Außenminister Abbas Araghchi, so »Axios«. Vance sagte auf einer Pressekonferenz in Budapest, die USA hätten nahezu alle militärischen Ziele erreicht und der Krieg werde »sehr bald« enden: »Der Ball liegt bei Iran.«
Trumps Sprecherin Karoline Leavitt erklärte, nur der US-Präsident wisse, »wo die Dinge stehen und was er tun wird«. Das iranische Regime habe bis 20 Uhr Ortszeit die Gelegenheit, »den Moment zu nutzen und einen Deal zu schließen«. Trump hatte gedroht, iranische Brücken, Kraftwerke sowie Öl- und Wasserinfrastruktur zu zerstören, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht öffnen. Auf Truth Social schrieb er am Morgen, eine ganze Zivilisation könnte »heute Nacht sterben«. Iran drohte seinerseits mit Gegenschlägen auf Energie- und Wasserinfrastruktur der Golfstaaten.
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Bericht: USA und Iran verhandeln doch noch
In wenigen Stunden läuft ein neuerliches, von Trump gesetztes Ultimatum an Teheran aus. Zuvor wird offenbar – entgegen anderslautenden Berichten – noch intensiv verhandelt: Wie das üblicherweise gut informierte Nachrichtenportal »Axios« meldete, soll es mehrfach Gespräche zwischen US- und iranischer Seite gegeben haben. Dabei seien in den vergangenen 24 Stunden Fortschritte erzielt worden. Gleichwohl sei ein Waffenstillstandsabkommen bis zur vom US-Präsidenten gesetzten Frist um 20 Uhr Ostküstenzeit nach wie vor unwahrscheinlich, so das Portal. Es beruft sich auf einen US-Beamten, einen israelischen Beamten und zwei weitere Quellen, die mit den Gesprächen vertraut sind.
Ein US-Beamter sagte demnach, die Denkweise im Weißen Haus habe sich von »Schaffen wir es?« zu »Schaffen wir es bis heute Abend um 20 Uhr?« verlagert.
Zuvor hatten die »New York Times« und das »Wall Street Journal« gemeldet, Teheran habe Gespräche mit den USA gestoppt. Mehr dazu lesen Sie hier:
Ein US-Beamter sagte demnach, die Denkweise im Weißen Haus habe sich von »Schaffen wir es?« zu »Schaffen wir es bis heute Abend um 20 Uhr?« verlagert.
Zuvor hatten die »New York Times« und das »Wall Street Journal« gemeldet, Teheran habe Gespräche mit den USA gestoppt. Mehr dazu lesen Sie hier:
Berichte: Iran stoppt Gespräche mit USA
Die Führung Irans hat laut zwei Medienberichten zentrale Gesprächskanäle zu den USA gekappt. Das »Wall Street Journal« berichtet, dass die direkten diplomatischen Kontakte gestoppt worden seien. Laut »New York Times« hat Teheran den Vermittler Pakistan darüber informiert, nicht länger für Gespräche über einen möglichen Waffenstillstand verfügbar zu sein. Die Zeitung beruft sich dabei auf drei hochrangige Quellen in Iran.

Nach Angriffen auf Teheran steigt Rauch über der Stadt auf. Foto: Atta Kenare / AFP
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Iran: Millionen Menschen haben sich zum freiwilligen Kriegsdienst gemeldet
Rund 14,4 Millionen Iraner sollen sich nach Angaben von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf für einen freiwilligen Kriegsdienst registriert haben. Ghalibaf veröffentlichte die Zahl auf der Plattform X. Die Aktion trägt demnach den Namen »Leben opfern«. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. In Iran leben rund 90 Millionen Menschen.
Insbesondere nach dem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump sei die hohe Zahl der Freiwilligen ein Zeichen nationaler Einheit und Verteidigungsbereitschaft, so der staatliche Sender Irib. Zu den Registrierten sollen auch Präsident Masoud Pezeshkian, die meisten seiner Minister sowie zahlreiche Amtsträger, Sportler und Künstler gehören.
Insbesondere nach dem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump sei die hohe Zahl der Freiwilligen ein Zeichen nationaler Einheit und Verteidigungsbereitschaft, so der staatliche Sender Irib. Zu den Registrierten sollen auch Präsident Masoud Pezeshkian, die meisten seiner Minister sowie zahlreiche Amtsträger, Sportler und Künstler gehören.
Laut Irib sollen die Freiwilligen im Konflikt mit den USA und Israel zusätzlich zu Revolutionswächtern und Armee eingesetzt werden. Zudem seien Menschenketten zum Schutz möglicher Angriffsziele geplant. Es existieren bereits Aufnahmen von einer Menschenkette auf der Sefid-Brücke in der Stadt Ahvas im Südwesten, die Ziel von Angriffen werden könnte.
Iranerinnen und Iraner bilden offenbar Menschenketten an Infrastruktur
Bei US-israelischen Angriffen sind heute mehrere Brücken und Bahnstrecken in Iran attackiert worden. US-Präsident Trump hatte zuvor bereits angedroht, die Infrastruktur des Landes gezielt anzugreifen. Als Reaktion darauf haben Iranerinnen und Iraner im ganzen Land nun Menschenketten entlang von Brücken und um Kraftwerke gebildet. Das berichten unter anderem die »New York Times« und die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Mehr. Fotos und Videos sollen die Menschenketten zeigen.
Darauf ist auch zu sehen, wie viele der Demonstrierenden Flaggen der Islamischen Republik schwenkten oder Plakate mit Fotos des getöteten Obersten Führers Ajatollah Ali Khamenei hochhielten. In der westlichen Stadt Kermanschah zeigten Fotos von Mehr Menschen vor einem Kraftwerk mit einem Transparent, auf dem stand: »Angriffe auf die Strominfrastruktur gelten als Kriegsverbrechen.«
Darauf ist auch zu sehen, wie viele der Demonstrierenden Flaggen der Islamischen Republik schwenkten oder Plakate mit Fotos des getöteten Obersten Führers Ajatollah Ali Khamenei hochhielten. In der westlichen Stadt Kermanschah zeigten Fotos von Mehr Menschen vor einem Kraftwerk mit einem Transparent, auf dem stand: »Angriffe auf die Strominfrastruktur gelten als Kriegsverbrechen.«
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Teheran verkündet Internet-Blackout bis Kriegsende
Irans Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani hat einen freien Zugang der Bevölkerung zum globalen Internet vorerst ausgeschlossen. Sie sagte im staatlichen Fernsehen Irib, die Regierung verfolge zwar das Ziel eines freien Internetzugangs, aber im Krieg gelten andere Überlegungen.
Es handelt sich um die bislang längste ununterbrochene Internetsperre in der Geschichte des Landes. Die 90 Millionen Iranerinnen und Iraner haben bis auf Ausnahmen seit dem 28. Februar nur Zugang zu einem eingeschränkten internen Intranet, in dem es nur staatlich genehmigte Inhalte gibt. Dagegen nutzt ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats das Internet weiter ohne Einschränkungen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf den Plattformen Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.
Als Folge der Sperre ist auch der Onlinehandel nahezu vollständig zusammengebrochen. Hunderttausende Unternehmen sind betroffen. Viele Händler sind auf soziale Netzwerke wie Instagram angewiesen, um Produkte und Dienstleistungen zu bewerben.
Es handelt sich um die bislang längste ununterbrochene Internetsperre in der Geschichte des Landes. Die 90 Millionen Iranerinnen und Iraner haben bis auf Ausnahmen seit dem 28. Februar nur Zugang zu einem eingeschränkten internen Intranet, in dem es nur staatlich genehmigte Inhalte gibt. Dagegen nutzt ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats das Internet weiter ohne Einschränkungen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf den Plattformen Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.
Als Folge der Sperre ist auch der Onlinehandel nahezu vollständig zusammengebrochen. Hunderttausende Unternehmen sind betroffen. Viele Händler sind auf soziale Netzwerke wie Instagram angewiesen, um Produkte und Dienstleistungen zu bewerben.
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Uno-Hochkommissar nennt Trumps Drohung gegen Iran »widerlich«
Der Uno-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, warnt nach den jüngsten US-Drohungen gegen Iran vor schweren Völkerrechtsverletzungen. Er verurteile insbesondere die Drohungen, eine ganze Zivilisation auszulöschen und zivile Infrastruktur anzugreifen, sagte der österreichische Uno-Diplomat in Genf. »Das ist widerlich«, meinte er nach entsprechenden Aussagen von US-Präsident Donald Trump.
Die Umsetzung solcher Drohungen komme schwersten Völkerrechtsverbrechen gleich, warnte Türk in seiner Stellungnahme, ohne das US-Staatsoberhaupt explizit zu nennen. Der Hochkommissar kritisierte jedoch nicht nur Trump. Er verurteilte »die Flut hetzerischer Rhetorik« von allen Kriegsparteien, die in den vergangenen Wochen in dem Konflikt zu hören gewesen sei. Türk verlangte einen sofortigen Stopp von Drohungen gegen Zivilisten. Er forderte internationale Bemühungen, um die Lage im Nahen und Mittleren Osten zu deeskalieren.
Die Umsetzung solcher Drohungen komme schwersten Völkerrechtsverbrechen gleich, warnte Türk in seiner Stellungnahme, ohne das US-Staatsoberhaupt explizit zu nennen. Der Hochkommissar kritisierte jedoch nicht nur Trump. Er verurteilte »die Flut hetzerischer Rhetorik« von allen Kriegsparteien, die in den vergangenen Wochen in dem Konflikt zu hören gewesen sei. Türk verlangte einen sofortigen Stopp von Drohungen gegen Zivilisten. Er forderte internationale Bemühungen, um die Lage im Nahen und Mittleren Osten zu deeskalieren.
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Israels Truppen beziehen Stellung auf libanesischem Gebiet
Israels Armee hat nach eigenen Angaben die Stationierung ihrer Bodentruppen im Südlibanon abgeschlossen. Dabei handelt es sich faktisch um ein Vordringen auf libanesisches Staatsgebiet. Die Soldaten hätten Positionen entlang einer »Verteidigungslinie gegen Panzerabwehrraketen« bezogen, teilte das Militär mit.
Berichten zufolge sind keine weiteren Vorstöße über rund 20 Kilometer hinaus geplant. Libanesischen Angaben zufolge soll die strategisch wichtige Stadt Khiam inzwischen unter israelischer Kontrolle stehen. Aus den betroffenen Gebieten wurden heftige Gefechte und Explosionen gemeldet, unter anderem nahe Bint Dschbeil.
Berichten zufolge sind keine weiteren Vorstöße über rund 20 Kilometer hinaus geplant. Libanesischen Angaben zufolge soll die strategisch wichtige Stadt Khiam inzwischen unter israelischer Kontrolle stehen. Aus den betroffenen Gebieten wurden heftige Gefechte und Explosionen gemeldet, unter anderem nahe Bint Dschbeil.
Seit Beginn der Kämpfe wurden laut libanesischen Behörden mehr als 1500 Menschen durch israelische Luftangriffe getötet und über eine Million vertrieben. Israel spricht von mehr als 1000 getöteten Hisbollah-Kämpfern. Ziel der Offensive sei weiterhin die Entwaffnung der Miliz.
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

UN-Resolution zur Straße von Hormus gescheitert – Russland und China stimmen dagegen
Eine UN-Resolution zum Schutz der Schifffahrt in der Straße von Hormus ist im Sicherheitsrat gescheitert. Zwar stimmten elf Mitglieder für den von Bahrain eingebrachten Entwurf, doch Russland und China verhinderten die Annahme mit ihrem Veto, zwei weitere Staaten enthielten sich.
Der Resolutionsentwurf rief betroffene Länder dazu auf, ihre defensiven Maßnahmen zur Sicherung der Handelsschifffahrt zu koordinieren. Zudem sollte Iran aufgefordert werden, Angriffe auf Handels- und Frachtschiffe einzustellen.
Der Resolutionsentwurf rief betroffene Länder dazu auf, ihre defensiven Maßnahmen zur Sicherung der Handelsschifffahrt zu koordinieren. Zudem sollte Iran aufgefordert werden, Angriffe auf Handels- und Frachtschiffe einzustellen.

Über den Text war zuvor tagelang verhandelt worden. Streitpunkt war unter anderem eine frühere Fassung, die sich auf Kapitel VII der UN-Charta berief und damit Maßnahmen bis hin zu Sanktionen oder militärischem Eingreifen ermöglicht hätte. Dagegen wandten sich insbesondere Russland und China.
Bahrain zeigte sich nach der Abstimmung enttäuscht und warf dem Sicherheitsrat vor, seiner Verantwortung nicht gerecht geworden zu sein. Untätigkeit könne die Glaubwürdigkeit des Gremiums untergraben und weitere Verstöße begünstigen.
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Keine Schäden an Ölanlagen auf Charg nach US-Angriff
Nach einem Angriff der USA und Israels auf die iranische Insel Charg sind dort nach Angaben aus Teheran keine Ölanlagen beschädigt worden. Die Lage sei unter Kontrolle und der Betrieb laufe störungsfrei weiter, meldet die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf Insider.
Auch die Nachrichtenagentur Reuters meldete unter Berufung auf US-Regierungskreise, die Öl-Infrastruktur sei nicht getroffen worden. Über das Terminal auf der Insel Charg wickelt Iran rund 90 Prozent seiner Ölexporte ab, wobei ein Großteil der Lieferungen für China bestimmt ist.
Auch die Nachrichtenagentur Reuters meldete unter Berufung auf US-Regierungskreise, die Öl-Infrastruktur sei nicht getroffen worden. Über das Terminal auf der Insel Charg wickelt Iran rund 90 Prozent seiner Ölexporte ab, wobei ein Großteil der Lieferungen für China bestimmt ist.

Die iranische Insel Charg am 26. Februar 2026. Foto: Planet Labs PBC/dpa
Medienberichte: USA greifen Dutzende Ziele auf Ölinsel Charg an
US-Streitkräfte haben Medienberichten zufolge Dutzende militärische Ziele auf der zu Iran gehörenden Insel Charg im Persischen Golf angegriffen. Die Angriffe erfolgten in der Nacht zum Dienstag und am frühen Morgen, wie etwa der US-Sender Fox News unter Berufung auf einen hochrangigen US-Beamten meldete.
Der Sender NBC News berichtete, dass es Luftangriffe entlang der Nordseite der für den iranischen Ölexport zentralen Insel gegeben habe, jedoch keinerlei Bodeneinsatz. Die Angriffe richteten sich demnach gegen Militärbunker und Lagerstätten, Luftabwehrsysteme und andere militärische Einrichtungen, nicht aber gegen Irans Öl.
Iran hatte zuvor neue Explosionen auf der Insel Charg gemeldet. Die Nachrichtenagentur Mehr berichtete, die Insel werde angegriffen. Dort hatte das US-Militär bereits Mitte März Luftangriffe ausgeführt - und dabei nach eigenen Angaben rund 90 Ziele bombardiert.
Im Persischen Golf südlich des iranischen Festlands liegen mehrere Inseln von strategischer Bedeutung für die Führung in Teheran. Sie spielen auch wirtschaftlich eine wichtige Rolle. Die iranische Insel Charg etwa ist das wichtigste Exportterminal für iranisches Erdöl im Persischen Golf. Ein großer Teil der Ölproduktion wird von dort verschifft. Im Iran-Irak-Krieg (1980-1988) war Charg wegen seiner strategischen Bedeutung wiederholt Ziel von Angriffen.
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Mit Material der Agenturen
