Krieg in Nahost USA setzen Kopfgeld auf Mojtaba Khamenei aus
Zur Ergreifung des neuen iranischen Führers Mojtaba Khamenei haben die USA zehn Millionen Dollar Belohnung ausgesetzt. Sie schicken zudem mindestens ein weiteres Kriegsschiff – und Expeditionseinheiten der Marines. Die Liveanalyse.
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Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Iran an. Das Regime reagiert mit Gegenattacken.
- US-Präsident Donald Trump behauptet, er werde das Ende des Kriegs »in meinen Knochen« spüren.
- Zuvor lässt seine Regierung eine Spezialeinheit nach Nahost verlegen. Sie ist für amphibische Landungen ausgebildet – ein Signal für einen möglichen Bodeneinsatz?
- US-Verteidigungsminister Pete Hegseth gerät wegen des Angriffs auf eine Mädchenschule in Iran immer stärker in Erklärungsnot
- Die USA erlauben zeitweise den Verkauf von russischem Erdöl, um die Energiemärkte zu stabilisieren. Bundeskanzler Merz kritisiert Trumps Sanktionswende.
- Die deutsche Marine soll in Nahost nicht eingreifen, sagt Verteidigungsminister Boris Pistorius.
- Der neue Oberste Führer Irans, Mojtaba Khamenei, hat sein erstes Statement im Staatsfernsehen verlesen lassen. Er kündigte Rache an, zudem werde die Straße von Hormus weiter blockiert.
- In Teheran protestieren Menschen am Quds-Tag gegen Israel und die USA. Auch der Präsident Masoud Pezeshkian zeigt sich offen auf der Straße.
Mehr Hintergrund und Analyse
- Plötzlich fühlt sich der Krieg ganz nah an: Krieg gegen Iran, Bedrohung aus Russland, ein US-Präsident, der sich an keine Regeln hält: Die alte Weltordnung ist aus den Fugen, es gilt das Recht des Stärkeren. Was das für uns Europäer bedeutet.
- Deutschland zweifelt an US-Kriegsführung: Donald Trump gibt sich im Krieg gegen Iran siegesgewiss. Die Bundesregierung rätselt allerdings nicht nur, was seine Strategie ist. Auch Meldungen über militärische Erfolge betrachtet Berlin mit Skepsis.
- Das ist der Machtzirkel um Irans neuen Obersten Führer: Mojtaba Khamenei, jahrzehntelang Strippenzieher im Machtzentrum seines Vaters, ist zum neuen Machthaber Irans aufgestiegen. Seine engsten Vertrauten sind für Gier und Brutalität bekannt. Was heißt das für die Zukunft des Landes?
- Unbekannter Sender funkt Geheimbotschaften auf Persisch: Seit Beginn des Krieges gegen Iran laufen über einen Kurzwellensender zweimal am Tag persische Zahlenreihen. Handelt es sich um Botschaften aus dem Westen an Agenten in dem Land?
- Was passiert, wenn Iran die Straße von Hormus vermint? Das iranische Regime soll über rund 6000 Seeminen verfügen. Nun könnte es damit die Straße von Hormus blockieren. Für den Welthandel wäre das ein Albtraum.
- Baut Iran eine Atomwaffe? Fast 500 Kilogramm hoch angereichertes Uran lagern in Iran, die US-Regierung überlegt, es zu bergen. Sicherheitsexperte Jeffrey Lewis spricht über die Risiken einer solchen Mission.
- Präsident siegessicher, Kriegsziel unbekannt: Donald Trump hat bis heute kein klares Kriegsziel formuliert. Wie findet der US-Präsident raus aus dem Konflikt mit Iran?
- Trump versprach, die Preise zu halbieren: Jetzt werden Benzin und Diesel in den USA immer teurer. Der Iranschock hält laut US-Behörde wohl noch mindestens ein Jahr.
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Wir beenden diesen Newsblog. Unsere aktuelle Berichterstattung zum Krieg in Nahost setzen wir hier fort.
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Israel meldet Angriff auf libanesische Brücke
Das israelische Militär hat eigenen Angaben zufolge die Zrarieh-Brücke über den Litani-Fluss attackiert. Es behauptete, die Brücke sei von Hisbollah-Kämpfern genutzt worden, um zwischen dem Nord- und Südlibanon zu wechseln. Beweise für diese Behauptung legte die Armee zunächst nicht vor.
Es scheint das erste Mal zu sein, dass Israel im Rahmen seiner aktuellen Einsätze im Libanon Angriffe auf zivile Infrastruktur einräumte. »Die libanesische Regierung wird bis zur Entwaffnung der Hisbollah immer höhere Kosten durch Schäden an der Infrastruktur und Gebietsverluste hinnehmen müssen«, erklärte Verteidigungsminister Israel Katz in einer Stellungnahme.
Das Völkerrecht verbietet im Allgemeinen Angriffe des Militärs auf zivile Infrastruktur, solche Operationen können jedoch unter bestimmten Umständen zulässig sein, etwa wenn die Objekte für militärische Zwecke genutzt werden.
Es scheint das erste Mal zu sein, dass Israel im Rahmen seiner aktuellen Einsätze im Libanon Angriffe auf zivile Infrastruktur einräumte. »Die libanesische Regierung wird bis zur Entwaffnung der Hisbollah immer höhere Kosten durch Schäden an der Infrastruktur und Gebietsverluste hinnehmen müssen«, erklärte Verteidigungsminister Israel Katz in einer Stellungnahme.
Das Völkerrecht verbietet im Allgemeinen Angriffe des Militärs auf zivile Infrastruktur, solche Operationen können jedoch unter bestimmten Umständen zulässig sein, etwa wenn die Objekte für militärische Zwecke genutzt werden.
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Berichte: Sechs Tote bei israelischem Luftangriff im Südlibanon
Bei einem israelischen Luftangriff sind in der südlibanesischen Stadt Nabatije Berichten zufolge mindestens sechs Menschen getötet worden. Unter den Opfern habe sich auch ein junges Mädchen befunden, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Ein israelisches Kampfflugzeug habe das Wohnhaus einer Familie angegriffen, hieß es weiter. Das israelische Militär äußerte sich bislang nicht zu dem Vorfall.
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Leseempfehlung: Teheran nimmt den Ölhandel in den Würgegriff
Die Straße von Hormus ist das wohl größte geopolitische Druckmittel Irans: Ein Nadelöhr, mit dem das Regime in Teheran nicht nur den USA, sondern der Welt großen Schaden zufügen kann. Durch die Meerenge läuft nämlich eine der weltweit wichtigsten Handelsrouten für Öl und Gas.
Etwa 3000 Schiffe fahren üblicherweise pro Monat hindurch. Jetzt sind es eine Handvoll pro Woche. Denn: Iran hat offenbar Minen in der Meerenge verlegt, immer wieder werden Tanker angegriffen. Dadurch hat Iran die Straße von Hormus für den Welthandel de facto geschlossen. Die USA versuchen, den Handelsweg offenzuhalten. Doch mit militärischen Mitteln allein ist das schwierig. Mein Kollege Fritz Schaap analysiert, warum.
Etwa 3000 Schiffe fahren üblicherweise pro Monat hindurch. Jetzt sind es eine Handvoll pro Woche. Denn: Iran hat offenbar Minen in der Meerenge verlegt, immer wieder werden Tanker angegriffen. Dadurch hat Iran die Straße von Hormus für den Welthandel de facto geschlossen. Die USA versuchen, den Handelsweg offenzuhalten. Doch mit militärischen Mitteln allein ist das schwierig. Mein Kollege Fritz Schaap analysiert, warum.

Brennendes Schiff am Golf
. Foto: Media Office of Iraqi Ports / REUTERS
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Luftfrachtraten klettern wohl teils um 70 Prozent
Für Logistiker kann im Krieg auch ein Geschäft stecken. Einige Unternehmen erheben Risikozuschläge, aber auch die aktuellen Marktpreise ziehen kräftig an – etwa beim Transport per Flugzeug. Auf den Routen zwischen Südasien und Europa seien die Luftfrachtraten seit Beginn der Kämpfe zuletzt gar um bis zu 70 Prozent gestiegen, teilte die Buchungsplattform Freightos der Nachrichtenagentur Reuters zufolge nun mit.
Obwohl Luftfracht im Schnitt fünf- bis zehnmal so teuer wie Seefracht ist, ist der Andrang offenbar groß: Weil auch zahlreiche Frachtschiffe im Persischen Golf festsitzen, müssen viele Unternehmen auf den Luftweg umsteigen. Nur so können sie Lieferengpässe vermeiden. Vor allem indische Hersteller von günstigen Generika stellten ihre Lieferungen nach Europa und Afrika derzeit von See- auf Luftfracht um, wird der Lieferkettenexperte Prashant Yadav zitiert.
Die Logistik-Unternehmen selbst leiden aber auch unter höheren Kosten. Die Preise für Treibstoff etwa sind stark gestiegen, wichtige Drehkreuze wie Dubai und Doha sind durch den Konflikt auch nur eingeschränkt nutzbar. Wer da an längerfristige Verträge gebunden ist, für den wird es schnell teuer.
Obwohl Luftfracht im Schnitt fünf- bis zehnmal so teuer wie Seefracht ist, ist der Andrang offenbar groß: Weil auch zahlreiche Frachtschiffe im Persischen Golf festsitzen, müssen viele Unternehmen auf den Luftweg umsteigen. Nur so können sie Lieferengpässe vermeiden. Vor allem indische Hersteller von günstigen Generika stellten ihre Lieferungen nach Europa und Afrika derzeit von See- auf Luftfracht um, wird der Lieferkettenexperte Prashant Yadav zitiert.
Die Logistik-Unternehmen selbst leiden aber auch unter höheren Kosten. Die Preise für Treibstoff etwa sind stark gestiegen, wichtige Drehkreuze wie Dubai und Doha sind durch den Konflikt auch nur eingeschränkt nutzbar. Wer da an längerfristige Verträge gebunden ist, für den wird es schnell teuer.
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USA senden offenbar Expeditionseinheit nach Nahost
Das Pentagon hat übereinstimmenden Berichten des »Wall Street Journal« und der Nachrichtenagentur AP zufolge die Entsendung weiterer Einheiten ins Kriegsgebiet genehmigt. Demnach sollen darunter Teile einer »Amphibious Ready Group (ARG)«, auf Deutsch etwa »Amphibische Einsatzgruppe«, samt einer angeschlossenen »Marine Expeditionary Unit« sein. Bei einer solchen Einheit handelt es sich um eine schnell verlegbare Einsatztruppe.
Laut AP habe die Anweisung für etwa 2500 Soldaten und das amphibische Angriffsschiff USS Tripoli gegolten, das bereits auf dem Weg nach Nahost sei. Aktuell befinde sich das Schiff noch gut eine Woche von den Gewässern vor Irans Küste entfernt. Normalerweise sind die Expeditionseinheit sowie die USS Tripoli und andere amphibische Angriffsschiffe in Japan stationiert.
Die Entsendung solcher Truppen schätzen Beobachter als brisante Entwicklung ein: Dadurch deuten die USA womöglich Landeaktionen und Bodeneinsätze im Kriegsgebiet an. »Marine Expeditionary Units« sind für ebensolche amphibische Landungen ausgebildet und ausgerüstet und fungieren als Speerspitze bei derartigen Einsätzen. Sie gelten als schnell verlegbar und können daher sofort und aus dem Stand eingreifen, um weltweit amerikanische Interessen zu wahren. Sie kommen daher oft auch zur Verstärkung der Botschaftssicherheit, bei der Evakuierung von Zivilisten und in der Katastrophenhilfe zum Einsatz.
»Marine Expeditionary Units« sind Teil der US-Marines, einer Elitetruppe der US-Armee. Das Marinekorps fungiert als Land-, See- und Luftstreitmacht in einem und ist mit schwerem Gerät aller Art ausgerüstet – eine Armee in der Armee. Zur Bewaffnung zählen Schiffe ebenso wie Panzer, Artillerie, Flugzeuge, Hubschrauber und Raketen.
Laut AP habe die Anweisung für etwa 2500 Soldaten und das amphibische Angriffsschiff USS Tripoli gegolten, das bereits auf dem Weg nach Nahost sei. Aktuell befinde sich das Schiff noch gut eine Woche von den Gewässern vor Irans Küste entfernt. Normalerweise sind die Expeditionseinheit sowie die USS Tripoli und andere amphibische Angriffsschiffe in Japan stationiert.
Die Entsendung solcher Truppen schätzen Beobachter als brisante Entwicklung ein: Dadurch deuten die USA womöglich Landeaktionen und Bodeneinsätze im Kriegsgebiet an. »Marine Expeditionary Units« sind für ebensolche amphibische Landungen ausgebildet und ausgerüstet und fungieren als Speerspitze bei derartigen Einsätzen. Sie gelten als schnell verlegbar und können daher sofort und aus dem Stand eingreifen, um weltweit amerikanische Interessen zu wahren. Sie kommen daher oft auch zur Verstärkung der Botschaftssicherheit, bei der Evakuierung von Zivilisten und in der Katastrophenhilfe zum Einsatz.
»Marine Expeditionary Units« sind Teil der US-Marines, einer Elitetruppe der US-Armee. Das Marinekorps fungiert als Land-, See- und Luftstreitmacht in einem und ist mit schwerem Gerät aller Art ausgerüstet – eine Armee in der Armee. Zur Bewaffnung zählen Schiffe ebenso wie Panzer, Artillerie, Flugzeuge, Hubschrauber und Raketen.

USS »Tripoli« im November 2022 im Hafen von Sydney, Australien. Foto: Saeed Khan/AFP
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Miriam Khan
Nachrichtenressort
US-Regierung setzt hohe Belohnung zur Ergreifung Khameneis aus
Mit der Auswahl Mojtaba Khameneis als nächster Oberster Führer in Iran zeigte sich US-Präsident Donald Trump nicht einverstanden. Nun hat seine Regierung auch eine hohe Belohnung zur Ergreifung Khameneis ausgesetzt. Wie das Außenministerium unter anderem auf X mitteilte, würden zehn Millionen Dollar (rund 8,7 Millionen Euro) für Hinweise über den Verbleib Khameneis oder anderer hochrangiger Verantwortlicher gezahlt.
Gesucht werden demnach unter anderem der iranische Sicherheitschef Ali Larijani und Innenminister Eskandar Momeni sowie ferner Anführer der iranischen Revolutionswächter.
Gesucht werden demnach unter anderem der iranische Sicherheitschef Ali Larijani und Innenminister Eskandar Momeni sowie ferner Anführer der iranischen Revolutionswächter.
Tatsächlich ist der Verbleib von Khamenei junior derzeit unklar. Auch gab es bislang keine persönliche Wortmeldung von ihm. Weitere Hintergründe zum großen Rätselraten um die Personalie erfahren Sie hier.

Frau mit Plakat von Ali und Mojtaba Khamenei. Foto: Stringer/dpa
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Börsen geben weiter nach
Sorgen vor einem länger andauernden Irankrieg und der steigenden Inflation durch anhaltend hohe Energiepreise haben die Aktienmärkte auch am Freitag belastet. Der deutsche Leitindex Dax verlor 0,6 Prozent und schloss bei 23.447 Punkten. An der Wall Street lagen die Indizes bis zum Handelsende in Europa zwischen 0,1 und 0,7 Prozent tiefer.
Der Ölpreis pendelte den Tag über um die Marke von 100 Dollar je Barrel – rund 40 Prozent mehr als vor Kriegsbeginn.
Der Ölpreis pendelte den Tag über um die Marke von 100 Dollar je Barrel – rund 40 Prozent mehr als vor Kriegsbeginn.
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Türkei will sich laut Erdoğan nicht in Krieg hineinziehen lassen
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan ist Befürchtungen entgegengetreten, dass sich der Krieg auf sein Land ausweiten könnte. Die Türkei werde sich nicht von »Provokationen« in den Krieg zwischen Iran, Israel und den USA hineinziehen lassen, sagte er bei einem Abendessen zum Ramadan-Fastenbrechen. Man sei aber auf alle Bedrohungen vorbereitet, so Erdoğan weiter.
Zuvor hatte die Türkei den dritten Abschuss von iranischen Raketen gemeldet. »Wir ergreifen alle Präventivmaßnahmen gegen jegliche Bedrohungen unseres Luftraums, genau wie gestern Abend«, sagte Erdoğan. »Unsere oberste Priorität ist es, unser Land von dieser Feuergrube fernzuhalten.«
Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Dritte ballistische Rakete Richtung Türkei abgefangen
Nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums hat ein im östlichen Mittelmeer stationiertes Nato-Luftabwehrsystem eine weitere ballistische Rakete abgefangen, die aus Iran in Richtung Türkei abgefeuert worden sein soll. Die Nato bestätigt den Abschuss der Rakete. Seit Beginn des Krieges ist das bereits der dritte Vorfall dieser Art. Wo genau die Rakete abgefangen wurde, sagte das Ministerium nicht.
Die Türkei werde alle notwendigen Maßnahmen »entschlossen und ohne Zögern« ergreifen, hieß es weiter. Das türkische Verteidigungsministerium stehe in Kontakt mit Iran, um den Vorfall aufzuklären.
Die Türkei werde alle notwendigen Maßnahmen »entschlossen und ohne Zögern« ergreifen, hieß es weiter. Das türkische Verteidigungsministerium stehe in Kontakt mit Iran, um den Vorfall aufzuklären.
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Diskussionen über Munitions- und Ressourcenvorrat der USA
Die USA haben seit Beginn des Kriegs in Nahost Munitionsvorräte »für Jahre« verbraucht, berichtet die »Financial Times«. Demnach gehen zum Beispiel die Vorräte der modernen Langstreckenraketen vom Typ Tomahawk schnell zur Neige. Mehr Hintergründe dazu lesen Sie hier.
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Trump: Putin hilft Iran »vielleicht ein bisschen, ja«
Wird das Regime in Teheran im Krieg gegen die USA und Israel von Wladimir Putin unterstützt? US-Präsident Donald Trump hält das für möglich. Auf eine entsprechende Frage sagte in einem Radiointerview beim Sender Fox News: »Ich glaube, er hilft ihnen vielleicht ein bisschen, ja.« Der russische Präsident wiederum denke wahrscheinlich, dass die USA der Ukraine helfen würden, was sie auch täten, fuhr Trump fort. »Sie tun es. Und wir tun es«, sagte er.
Mehrere Medien hatten jüngst berichtet, dass Russland Informationen über US-Streitkräfte und mögliche Ziele an Iran liefere. Bei CNN und der »Washington Post« hieß es, der Kreml versorge Teheran mit Standortangaben und Bewegungsdaten von amerikanischen Truppen, Schiffen und Flugzeugen.
Mehrere Medien hatten jüngst berichtet, dass Russland Informationen über US-Streitkräfte und mögliche Ziele an Iran liefere. Bei CNN und der »Washington Post« hieß es, der Kreml versorge Teheran mit Standortangaben und Bewegungsdaten von amerikanischen Truppen, Schiffen und Flugzeugen.
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Lesetipp: Wie der Irankrieg die weltweite Lebensmittelproduktion bedroht
Der Irankrieg schürt die Sorgen vor weltweiten Engpässen bei Kunstdünger, denn große Mengen müssen durch die Straße von Hormus. Die Folgen sind bereits in Deutschland spürbar, schreiben mein Kollege Claus Hecking und meine Kollegin Maria Marquart. Ihren Bericht lesen Sie hier.

Umladen von Kunstdünger auf dem Feld. Foto: imageBROKER / Kadarjan Roman / IMAGO
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Pistorius will Deutsche Marine nicht entsenden
Verteidigungsminister Boris Pistorius zufolge kommt es derzeit nicht infrage, dass sich die Deutsche Marine an der Absicherung der Straße von Hormus beteiligt. Er sehe nicht, »was europäische Fregatten dort unten noch ausrichten können«, wenn es selbst US-Flugzeugträgern aktuell nicht gelinge, die Iraner davon abzuhalten, die Meerenge zu verminen, sagte der SPD-Politiker am Freitagnachmittag in Norwegen. Sein Rat sei daher: »die Kirche im Dorf lassen«.

Verteidigungsminister Pistorius mit anderen westlichen Verteidigungspolitikern bei der Übung in Norwegen. Foto: NL Beeld / IMAGO
Pistorius begleitet Kanzler Friedrich Merz (CDU) bei einer militärpolitischen Reise im Norden Norwegens. Gemeinsam besuchten sie die Nato-Übung »Cold Response«, an der die Bundeswehr mit rund 1600 Soldatinnen und Soldaten teilnimmt.
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Italien dementiert Geheimverhandlungen mit Iran
Wollen Italien und Frankreich mit Iran geheime Verhandlungen führen, damit eigene Schiffe oder Tanker durch die Straße von Hormus kommen? Ein Medienbericht der »Financial Times«, der das nahelegte, sorgte für Aufsehen. Die italienische Regierung weist das nun aber zurück.
Aus Rom hieß es, es habe keine »bilateralen Verhandlungen oder direkte Gespräche mit Iran gegeben, um die Durchfahrt italienischer Schiffe durch die Straße von Hormus zu gewährleisten«. Regierungsvertreter bestätigten laut der Zeitung »La Repubblica« lediglich, dass auf diplomatischem Weg die Voraussetzungen für eine allgemeine militärische Deeskalation geschaffen werden solle. Geheime Verhandlungen, die darauf abzielten, bestimmte Handelsschiffe zu begünstigen, gebe es nicht.
Aus Rom hieß es, es habe keine »bilateralen Verhandlungen oder direkte Gespräche mit Iran gegeben, um die Durchfahrt italienischer Schiffe durch die Straße von Hormus zu gewährleisten«. Regierungsvertreter bestätigten laut der Zeitung »La Repubblica« lediglich, dass auf diplomatischem Weg die Voraussetzungen für eine allgemeine militärische Deeskalation geschaffen werden solle. Geheime Verhandlungen, die darauf abzielten, bestimmte Handelsschiffe zu begünstigen, gebe es nicht.
Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Medienbericht: Europäische Länder wollen offenbar mit Iran über Straße von Hormus verhandeln
Laut einem Bericht der »Financial Times« sollen europäische Länder Gespräche mit Iran aufgenommen haben, um eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu garantieren. Ziel sei es demnach, den Energietransport aus der Golfregion wieder in Gang zu bringen.

Straße von Hormus. Foto: Altaf Qadri / AP / dpa
Die »Financial Times« beruft sich auf drei Beamte, die mit den Gesprächen vertraut seien. Demnach sei Frankreich beteiligt, ein weiterer nannte Italien.
Zwei der Beamten betonten laut Bericht, es gebe keine Garantie dafür, dass Iran bereit sei, über diese Frage zu verhandeln. Ein Beamter wird in dem Bericht wie folgt zitiert: »Einige denken, wir sollten mit den Iranern sprechen. Aber die EU-Länder haben sehr unterschiedliche Ansichten darüber, und das macht die Sache kompliziert.«
Der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto sagte in einem Interview mit der italienischen Zeitung »Corriere della Sera«: »Wir versuchen, Europa dazu zu bringen, mit einer Stimme zu sprechen.« Der erste Schritt bestehe darin, offiziell zu fordern, dass Schiffe aus Ländern, die sich nicht im Krieg befänden, die Straße von Hormus passieren dürften.
Seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar wurde die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, vom iranischen Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und Iran wird von Teherans Revolutionswächtern kontrolliert.
Der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto sagte in einem Interview mit der italienischen Zeitung »Corriere della Sera«: »Wir versuchen, Europa dazu zu bringen, mit einer Stimme zu sprechen.« Der erste Schritt bestehe darin, offiziell zu fordern, dass Schiffe aus Ländern, die sich nicht im Krieg befänden, die Straße von Hormus passieren dürften.
Seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar wurde die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, vom iranischen Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und Iran wird von Teherans Revolutionswächtern kontrolliert.
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Trump: Werde Ende des Irankriegs »in meinen Knochen« spüren
US-Präsident Donald Trump vertraut bei der Kriegsführung auch auf sein Körpergefühl, wie er in der »The Brian Kilmeade Show« im Sender Fox Radio sagte. Auf die Frage, woran er erkennen würde, dass der Einsatz beendet sei, antwortete Trump: »Wenn ich es spüre, es in meinen Knochen spüre.«
Es ist offenbar nicht das erste Mal, dass Trump aus reinem Bauchgefühl heraus handelt. Beim ersten Angriff auf Iran hatte seine Pressesprecherin Karoline Leavitt gesagt, dass Trump die Entscheidung getroffen habe, weil er »das sichere Gefühl hatte, dass das iranische Regime« zuerst angreifen würde.
Bei Fox Radio deutete Trump nun zudem an, dass die Kämpfe wohl nicht mehr lange andauern würden. Er sagte: »Ich glaube nicht, dass es noch lange dauern wird, bis es vorbei ist.«
Es ist offenbar nicht das erste Mal, dass Trump aus reinem Bauchgefühl heraus handelt. Beim ersten Angriff auf Iran hatte seine Pressesprecherin Karoline Leavitt gesagt, dass Trump die Entscheidung getroffen habe, weil er »das sichere Gefühl hatte, dass das iranische Regime« zuerst angreifen würde.
Bei Fox Radio deutete Trump nun zudem an, dass die Kämpfe wohl nicht mehr lange andauern würden. Er sagte: »Ich glaube nicht, dass es noch lange dauern wird, bis es vorbei ist.«
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Tochter von 2001 getötetem US-Soldaten verurteilt Kriegs-Memes der Regierung
Die Trump-Regierung veröffentlicht seit Tagen hämische Videos zum Krieg in Iran in den sozialen Medien. Die Accounts vom Weißen Haus, dem Pentagon und der US-Kommandozentrale posteten etwa Ausschnitte aus Wii-Videospielen, in denen Figuren Sportarten wie Golf und Boxen ausüben, kombiniert war das mit Aufnahmen von iranischen Zielen, die von den USA getroffen wurden.
Die Tochter des ersten amerikanischen Soldaten, der im Afghanistan-Krieg der USA 2001 im Einsatz getötet wurde, bezeichnete die Memes als »wirklich widerwärtig«. Auf X schrieb Alison Spann: »Verbring einen Nachmittag mit einem Gold-Star-Kind* oder einem Soldaten, der 24 Freunde im Kampf verloren hat, und du wirst sehen, wie schnell diese Kriegs-Memes aufhören, lustig zu sein.«
Die Tochter des ersten amerikanischen Soldaten, der im Afghanistan-Krieg der USA 2001 im Einsatz getötet wurde, bezeichnete die Memes als »wirklich widerwärtig«. Auf X schrieb Alison Spann: »Verbring einen Nachmittag mit einem Gold-Star-Kind* oder einem Soldaten, der 24 Freunde im Kampf verloren hat, und du wirst sehen, wie schnell diese Kriegs-Memes aufhören, lustig zu sein.«
Wie der Sender CNN berichtet, war Spanns Vater, Johnny Micheal Spann, ein paramilitärischer CIA-Offizier, der im November 2001 bei einem Aufstand von Taliban-Gefangenen getötet wurde. Er war demnach der erste von fast 2500 Amerikanern, die im Laufe des 20-jährigen Konflikts ums Leben kamen. CNN hat das Weiße Haus nach eigenen Angaben um eine Stellungnahme gebeten.
*Anmerkung der Redaktion: In den USA steht die Bezeichnung »Gold Star Kind« für diejenigen Kinder, deren Elternteil im aktiven Militärdienst ums Leben gekommen ist.
*Anmerkung der Redaktion: In den USA steht die Bezeichnung »Gold Star Kind« für diejenigen Kinder, deren Elternteil im aktiven Militärdienst ums Leben gekommen ist.
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Formel 1 sagt offenbar die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien ab
Der Irankrieg hat jetzt direkte Folgen für die Formel 1: Laut Medienberichten werden die beiden Rennen in der Golfregion, die für den April vorgesehen waren, aus dem Rennkalender gestrichen.

Rennstrecke in Bahrain. Foto: Marco Canoniero / IMAGO
Der Große Preis von Bahrain (12. April) und der Große Preis von Saudi-Arabien (19. April) stehen zwar erst in einem guten Monat an, wegen der komplizierten Logistik des Formel-1-Trosses drängte aber die Zeit. Die ganze Meldung lesen Sie hier.
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Klingbeil will wohl, dass Ölpreis-Profite an Bürger zurückfließen
Explizit gefordert hat Lars Klingbeil eine Übergewinnsteuer für die Mineralölkonzerne bislang nicht, doch der Finanzminister scheint der Idee nicht abgeneigt. Zu übermäßigen Profiten der Ölkonzerne jedenfalls sagte er nun laut Nachrichtenagentur dpa bei einem Termin in Trier: »Da müssen wir auf europäischer Ebene Maßnahmen treffen, um an diese Profite ranzugehen und sie den Bürgern zurückzugeben.«
Anders als einige seiner Parteigenossen, die solch eine Steuer längst einfordern, wurde Klingbeil den Angaben zufolge nicht viel konkreter. Der SPD-Politiker habe aber hinzugefügt: »Da muss Politik handeln und sagen: Die, die jetzt mit der Krise gerade Profit machen, denen muss am Ende auch dieser Profit wieder abgenommen werden. Und es muss den Verbrauchern zurückgegeben werden.« Es müsse »auf europäischer Ebene gehandelt werden«.
Anders als einige seiner Parteigenossen, die solch eine Steuer längst einfordern, wurde Klingbeil den Angaben zufolge nicht viel konkreter. Der SPD-Politiker habe aber hinzugefügt: »Da muss Politik handeln und sagen: Die, die jetzt mit der Krise gerade Profit machen, denen muss am Ende auch dieser Profit wieder abgenommen werden. Und es muss den Verbrauchern zurückgegeben werden.« Es müsse »auf europäischer Ebene gehandelt werden«.

Minister Klingbeil: Im Wahlkampfmodus in Trier. Foto: Birgit Reichert/dpa
Die EU hatte nach Ausweitung des russischen Kriegs in der Ukraine 2022 schon einmal ein Instrument zur Abschöpfung von Krisengewinnen bei Konzernen initiiert. Durch die »befristete Solidaritätsabgabe« flossen rund 2,5 Milliarden Euro von Erdöl-, Gas-, Kohle- und Raffineriekonzernen nach Deutschland. Die Neuauflage solch einer Steuer sehen Ökonomen allerdings kritisch – genauso wie Unionspolitiker. Lesen Sie hier mehr dazu.
Womöglich wird Klingbeils Haltung zu solch einem Instrument ja aber durch die finanzielle Lage seines Ministeriums beeinflusst: Durch die derzeit hohen Spritpreise könnte es Geld verlieren.
Womöglich wird Klingbeils Haltung zu solch einem Instrument ja aber durch die finanzielle Lage seines Ministeriums beeinflusst: Durch die derzeit hohen Spritpreise könnte es Geld verlieren.
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Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Israelische Armee wirft Flugblätter über Beirut ab
Die israelische Armee hat Medienberichten zufolge Flugblätter über der libanesischen Hauptstadt Beirut abgeworfen. Darin werde die Bevölkerung aufgefordert, gegen die Hisbollah vorzugehen.
»Entwaffnet die Hisbollah, der Schutzschild Irans«, soll darauf stehen. Oder: »Euer Land gehört euch – lasst es nicht zur leichten Beute für die Waffen der iranischen Hisbollah werden.« Zudem sollen die Flugblätter QR-Codes enthalten haben.
»Entwaffnet die Hisbollah, der Schutzschild Irans«, soll darauf stehen. Oder: »Euer Land gehört euch – lasst es nicht zur leichten Beute für die Waffen der iranischen Hisbollah werden.« Zudem sollen die Flugblätter QR-Codes enthalten haben.
Das libanesische Militär warnte die Bevölkerung, die Codes zu scannen und auf Links zu klicken. Dies könne »rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen« und würde ein »Sicherheitsrisiko darstellen«. CNN und BBC berichten, das israelische Militär habe sich auf Nachfrage nicht äußern wollen. Israel hat bereits in der Vergangenheit Flugblätter abgeworfen, unter anderem über dem Gazastreifen.
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Kanzler überrascht von Trumps Ölsanktionswende
Friedrich Merz hat seine Kritik am Entschluss der USA bekräftigt, die Ölsanktionen gegen Russland zu lockern. Merz berichtete, dass es am Mittwoch eine Videokonferenz der G7-Staaten gegeben habe. »Und sechs von sieben Staaten waren der Meinung, dass wir die Sanktionen nicht lockern sollten«, sagte er.

Friedrich Merz in Norwegen. Foto: Lise Aserud / AP
Offenbar hatten die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan versucht, Donald Trump davon abzuhalten, die Sanktionen zu lockern. Offensichtlich ohne Erfolg. Der Kanzler kündigte an, am Wochenende mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron über die Ölsanktionswende der USA sprechen zu wollen.
Merz zeigte sich irritiert über den Alleingang der USA. »Wir waren heute Morgen ein wenig überrascht«, sagte er über die US-Entscheidung, Ölsanktionen gegen Russland befristet auszusetzen. »Russland profitiert davon«, sagte Merz. »Wir sollten mehr Druck auf Russland ausüben.«
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Liebe Leserinnen, liebe Leser, wir hatten einen Beitrag über ein geplantes Telefonat des Bundeskanzlers verfrüht publiziert; der Beitrag wird gerade geprüft und steht in Kürze wieder zur Verfügung.
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Chemiebranche fürchtet Engpässe durch unterbrochene Lieferketten
Der Irankrieg belastet zunehmend die Lieferketten der deutschen Industrie. »Es besteht die Sorge ernster, zunehmender Versorgungsengpässe bei Rohstoffen – zum Beispiel bei Ammoniak und Phosphat, Helium und Schwefel«, teilte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) mit.
Es gebe erste Hinweise auf Störungen bei internationalen Lieferketten durch die Blockade der Straße von Hormus, die längst nicht nur die Öl- und Gasversorgung betreffe. Bei Schwefel verlaufen 50 Prozent des Seehandels durch die Straße von Hormus. Schwefelsäure ist essenziell etwa für Düngemittel und Chemikalien.
Es gebe erste Hinweise auf Störungen bei internationalen Lieferketten durch die Blockade der Straße von Hormus, die längst nicht nur die Öl- und Gasversorgung betreffe. Bei Schwefel verlaufen 50 Prozent des Seehandels durch die Straße von Hormus. Schwefelsäure ist essenziell etwa für Düngemittel und Chemikalien.
»Bei Helium hat die Chipindustrie bereits erhebliche Sorgen, weil 40 Prozent des weltweiten Heliums aus Katar kommt«, sagte Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup. »Hier geht es um Elektronikindustrie, Halbleiterfertigung und Luft- und Raumfahrttechnik.«
Auch die Landwirtschaft und damit die Lebensmittelindustrie bekommen die Blockade zu spüren. Dünger wird bereits knapp, rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Ausgangsstoffs Ammoniak werden laut VCI aus Nahost durch die Meerenge geliefert.
Auch die Landwirtschaft und damit die Lebensmittelindustrie bekommen die Blockade zu spüren. Dünger wird bereits knapp, rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Ausgangsstoffs Ammoniak werden laut VCI aus Nahost durch die Meerenge geliefert.
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Analyse: Warum US-Verteidigungsminister Hegseth immer stärker in Erklärungsnot gerät
Zu Beginn des Irankriegs gab US-Verteidigungsminister Pete Hegseth eine bemerkenswerte Pressekonferenz. Weg mit den »woken Kriegen«, forderte er, keine Rücksicht mehr auf »sogenannte internationale Organisationen«. Auch von »dummen Einsatzregeln« dürfe sich das US-Militär nicht länger aufhalten lassen.
Es war, selbst für einen Minister unter Trump, ein denkwürdig machohafter Auftritt. Ein Auftritt, der ihm nun mehr und mehr zum Verhängnis wird.
Es war, selbst für einen Minister unter Trump, ein denkwürdig machohafter Auftritt. Ein Auftritt, der ihm nun mehr und mehr zum Verhängnis wird.

Pete Hegseth mit US-Soldaten in Washington am 6.2.2026. Foto: Chip Somodevilla / Getty Images
Denn längst verdichten sich die Hinweise, dass der Angriff auf eine Mädchenschule in Iran, bei dem rund 175 Zivilisten, die meisten davon Kinder, starben, auf einen fatalen Irrtum zurückging. US-Militärs hielten die Schule offenbar für eine Militäranlage.
Die Aufarbeitung des Vorfalls steht erst am Anfang. Noch ist nicht abschließend geklärt, wie genau es zu dem Schlag kam. Dennoch warnen Militärexperten schon jetzt, dass eine Aufweichung der Einsatzregeln, wie von Hegseth propagiert, Fehler womöglich wahrscheinlicher mache.
»Welche Sicherheitsanforderungen wurden den Planern der Luftangriffe bei der Überprüfung potenzieller Ziele auferlegt?«, fragt etwa die »New York Times«. »Bedeutet die wiederholte Aussage von Hegseth, er habe dem Militär ›maximale Befugnisse auf dem Schlachtfeld‹ eingeräumt, im Vergleich zur Praxis in früheren Kriegen, dass die Anforderungen formell gesenkt wurden?«
Hegseth gibt sich äußerlich unbeeindruckt. »Wir gehen dem (Vorfall mit der Schule) natürlich nach«, sagte er. »Aber die einzige Seite, die Zivilisten ins Visier nimmt, ist Iran.«
Bei einer Pressekonferenz am Freitag prahlte er zudem damit, Irans neuer Oberster Führer, Mojtaba Khamenei, sei »verwundet und wahrscheinlich entstellt«. Überhaupt sei Irans Regime enorm geschwächt. »Sie sind untergetaucht und kauern vor Angst.«
Hegseth Aussage verwunderte viele auch deshalb, weil sich mehr oder weniger gleichzeitig Teile der iranischen Führung bei der Al-Quds-Demonstration in Teheran auf offener Straße zeigten, darunter Präsident Masoud Pezeshkian.
»Welche Sicherheitsanforderungen wurden den Planern der Luftangriffe bei der Überprüfung potenzieller Ziele auferlegt?«, fragt etwa die »New York Times«. »Bedeutet die wiederholte Aussage von Hegseth, er habe dem Militär ›maximale Befugnisse auf dem Schlachtfeld‹ eingeräumt, im Vergleich zur Praxis in früheren Kriegen, dass die Anforderungen formell gesenkt wurden?«
Hegseth gibt sich äußerlich unbeeindruckt. »Wir gehen dem (Vorfall mit der Schule) natürlich nach«, sagte er. »Aber die einzige Seite, die Zivilisten ins Visier nimmt, ist Iran.«
Bei einer Pressekonferenz am Freitag prahlte er zudem damit, Irans neuer Oberster Führer, Mojtaba Khamenei, sei »verwundet und wahrscheinlich entstellt«. Überhaupt sei Irans Regime enorm geschwächt. »Sie sind untergetaucht und kauern vor Angst.«
Hegseth Aussage verwunderte viele auch deshalb, weil sich mehr oder weniger gleichzeitig Teile der iranischen Führung bei der Al-Quds-Demonstration in Teheran auf offener Straße zeigten, darunter Präsident Masoud Pezeshkian.
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Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Alle sechs Crewmitglieder bei Flugzeugabsturz getötet
Erst war von vier Toten die Rede, jetzt ist klar: Alle sechs Besatzungsmitglieder des US-Militärflugzeugs, das im Westen des Irak abgestürzt ist, sind laut Angaben des US-Militärs ums Leben gekommen.
Ein Tankflugzeug der US-Streitkräfte war am Donnerstag im Westen des Irak abgestürzt. Nach Angaben des Militärs war ein weiteres Flugzeug an dem Vorfall beteiligt, die Maschinen sollen jedoch nicht beschossen worden sein.
Ein Tankflugzeug der US-Streitkräfte war am Donnerstag im Westen des Irak abgestürzt. Nach Angaben des Militärs war ein weiteres Flugzeug an dem Vorfall beteiligt, die Maschinen sollen jedoch nicht beschossen worden sein.
Vier US-Soldaten bei Flugzeugabsturz getötet
Vier der sechs Besatzungsmitglieder eines US-Militärflugzeugs, das im Westen des Irak abgestürzt ist, sind laut Angaben des US-Militärs ums Leben gekommen. Die Rettungsmaßnahmen für die beiden übrigen Besatzungsmitglieder werden fortgesetzt.

US-Tankflugzeug KC-135 (Symbolbild). Foto: Hiro Komae / AP
Ein Tankflugzeug der US-Streitkräfte war am Donnerstag im Westen des Irak abgestürzt. Nach Angaben des Militärs war ein weiteres Flugzeug an dem Vorfall beteiligt, die Maschinen sollen jedoch nicht beschossen worden sein.
»Die Umstände des Vorfalls werden derzeit untersucht. Der Verlust des Flugzeugs war jedoch nicht auf feindliches oder freundliches Feuer zurückzuführen«, heißt es in einer Erklärung des US-Zentralkommandos.
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