Krieg in Nahost Trump verlangt Hilfe an der Straße von Hormus
Der US-Präsident fordert, wer Öl durch die Straße von Hormus beziehe, müsse »sich kümmern«. Und: Irans Außenminister behauptet, Khamenei sei wohlauf. Die Liveanalyse.
Mit
Holger Dambeck,
Anna Dotti,
Birgit Großekathöfer,
Miriam Khan,
Jonas Leppin,
Jonas Mielke,
Jakob Marlon Müller,
Dominik Peters,
Maximilian Popp,
Alexander Preker,
Mathieu von Rohr und
Elisa Schwarze sowie Hannah Aders (Bildredaktion)
Donald Trump am Freitag auf der Joint Base Andrews
Foto: Mark Schiefelbein / APDieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde.
Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Iran an. Das Regime reagiert mit Gegenattacken, unter anderem auf die Golfstaaten.
- In der Nacht gab es einen massiven US-Luftangriff auf die Insel Charg im Persischen Golf, der wichtigste Umschlagplatz für Irans Rohölexporte. Die Attacke galt laut Trump nicht der Öl-Infrastruktur, sondern allein militärischen Zielen.
- Das US-Militär verlegt eine Spezialeinheit nach Nahost. Sie ist für amphibische Landungen ausgebildet – ein Hinweis auf einen möglichen Bodeneinsatz?
- Der US-Präsident äußert in einem Truth-Social-Post die Hoffnung, dass China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder Schiffe nach Nahost schicken.
- Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte einem Militäreinsatz zur Sicherung der Straße von Hormus am Freitag eine Absage erteilt. Das wurde beim Verband der Deutschen Reeder mit einem »gewissem Befremden« registriert.
- Israel und die Hisbollah setzen ihre gegenseitigen Angriffe fort. Israel greift inzwischen auch Vororte Beiruts an, die nicht als Hochburg der Miliz gelten.
- Laut einem Axios-Bericht arbeitet die französische Regierung an einem Friedensplan zwischen Israel und Libanon
- In Iraks Hauptstadt Bagdad hat es einen Luftangriff auf die US-Botschaft gegeben.
- Laut einem Medienbericht sind fünf US-Tankflugzeuge bei einem iranischen Angriff in Saudi-Arabien beschädigt worden. Laut US-Präsident Trump sollen vier der Flieger bereits wieder im Einsatz sein.
Mehr Hintergrund und Analyse
- Gefangen in einem asymmetrischen Krieg: Donald Trump scheint von der Kriegsführung des Regimes in Teheran überrascht – und setzt auf Eskalation.
- Ölhandel im Würgegriff: Iran nutzt die Straße von Hormus als geopolitisches Druckmittel. Mit militärischen Mitteln allein schaffen die USA es wohl nicht, den Handelsweg offenzuhalten.
- Maschinen statt Menschen: Noch nie hat das US-Militär KI in einem Krieg so umfassend eingesetzt wie in Iran. Der Analyst Noah Sylvia sieht darin Chancen, aber auch enorme Risiken.
- Deutschland zweifelt an US-Kriegsführung: Donald Trump gibt sich im Krieg gegen Iran siegesgewiss. Die Bundesregierung rätselt über seine Strategie – und über militärische Erfolge.
- Teherans Nuklearprogramm: Die US-Regierung erwägt, Spezialkräfte Irans hoch angereichertes Uran bergen zu lassen. Sicherheitsexperte Jeffrey Lewis bewertet die Mission.
- Das ist der Machtzirkel um Irans neuen Obersten Führer: Mojtaba Khamenei, jahrzehntelang Strippenzieher im Machtzentrum seines Vaters, ist zum neuen Machthaber Irans aufgestiegen. Seine engsten Vertrauten sind für Gier und Brutalität bekannt.
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Wir beenden diesen Newsblog. Unsere aktuelle Berichterstattung zum Krieg in Nahost setzen wir hier fort.
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Paris dementiert französischen Friedensplan für den Libanon
Im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon heißt es aus dem französischen Außenministerium, dass es »keinen französischen Plan« für einen Frieden gebe. Das berichtet die französische Zeitung »Le Parisien« und zitiert ein Statement des Ministeriums an die Nachrichtenagentur AFP. Demnach habe Frankreich lediglich die Bereitschaft der libanesischen Behörden unterstützt, direkte Gespräche mit Israel aufzunehmen.
Bericht: Französischer Friedensplan sieht Anerkennung Israels durch den Libanon vor
Die französische Regierung soll einen Vorschlag für ein Ende des Konflikts zwischen Israel und Libanon vorbereitet haben, der eine Anerkennung Israels durch die Regierung in Beirut vorsieht. Das berichtet das Nachrichtenportal Axios und beruft sich auf drei Quellen, die mit den Details vertraut seien. Aktuell bestehen keine diplomatischen Beziehungen zwischen den Ländern.

Emmanuel Macron gestern in Paris. Foto: IMAGO / MAXPPP
Die libanesische Regierung habe den Plan aus Paris bereits als Basis für Friedensgespräche akzeptiert, berichtet Axios. Die USA und Israel würden den Vorschlag prüfen.
Zuletzt hatte die israelische Armee ihre Attacken auf Ziele der Hisbollah-Miliz im Libanon verstärkt und die libanesische Regierung unter Druck gesetzt, die Hisbollah vom Beschuss israelischer Ortschaften abzuhalten.
Zuletzt hatte die israelische Armee ihre Attacken auf Ziele der Hisbollah-Miliz im Libanon verstärkt und die libanesische Regierung unter Druck gesetzt, die Hisbollah vom Beschuss israelischer Ortschaften abzuhalten.
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Trump fordert andere Länder auf, sich um die Straße von Hormus »zu kümmern«
US-Präsident Donald Trump hat sich in einem Truth-Social-Post damit gebrüstet, Iran »militärisch, ökonomisch und in jeder anderen Hinsicht« besiegt zu haben. Zugleich forderte er aber andere Länder auf, dabei zu helfen, die Straße von Hormus zu sichern.
Länder, die Öl durch die Meerenge beziehen, müssen sich um die Passage kümmern, schreibt Trump. Die USA würden koordinieren, sodass alles »schnell, reibungslos und gut« laufe. Konkrete Länder nannte Trump in seinem neuesten Post nicht.
Länder, die Öl durch die Meerenge beziehen, müssen sich um die Passage kümmern, schreibt Trump. Die USA würden koordinieren, sodass alles »schnell, reibungslos und gut« laufe. Konkrete Länder nannte Trump in seinem neuesten Post nicht.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte nach einer Beratung mit G-7-Staaten vor Tagen davon gesprochen, dass die Staatengruppe eine Mission zur Eskortierung von Öltankern und Frachtschiffen durch Kriegsschiffe vorbereiten wolle. Die Idee wird vor allem von ihm verfolgt. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte einem Militäreinsatz zur Sicherung der Straße von Hormus am Freitag eine Absage erteilt. Zu den G-7-Staaten gehören Deutschland, die USA, Japan, Kanada, Großbritannien, Frankreich und Italien.
US-Präsident hofft auf Unterstützung an der Straße von Hormus
In einem weiteren Post auf Truth Social äußert Donald Trump die Hoffnung, dass auch China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder Schiffe nach Nahost schicken, um gemeinsam mit den USA die Straße von Hormus zu sichern. In der Zwischenzeit werde es weitere US-Angriffe auf iranische Schiffe geben. »So oder so« werde die Straße von Hormus bald wieder »sicher, offen und frei« sein, schreibt Trump.
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Schweiz gibt Luftraum nicht für US-Aufklärungsflüge frei
Der Schweizer Bundesrat hat zwei Überfluggesuche der US-Armee abgelehnt. »Das Neutralitätsrecht verbietet Überflüge der Konfliktparteien, die einen militärischen Zweck im Zusammenhang mit dem Konflikt verfolgen«, heißt es in einer Mitteilung aus Bern. In beiden abgelehnten Fällen sei es um den Überflug von US-Aufklärungsmaschinen im Zusammenhang mit dem Irankrieg gegangen.
Genehmigt wurden von der Schweizer Regierung hingegen drei weitere Anfragen der USA: Zwei Transportmaschinen dürfen fliegen, ein Wartungsflug darf ebenfalls stattfinden.
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Irans Außenminister behauptet, Khamenei sei wohlauf
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hat sich zu den Gerüchten um den Gesundheitszustand von Mojtaba Khamenei geäußert. Man werde »bald sehen, glaube ich, dass es kein Problem« mit dem neuen Obersten Führer gibt, sagt Araghchi in einem Interview mit dem US-Nachrichtensender MS Now. Er erfülle seine Aufgaben und werde das weiterhin tun.
Bisher hat sich das neue geistliche Oberhaupt von Iran noch nicht öffentlich gezeigt. Sein erstes Statement im Staatsfernsehen hatte der Nachfolger und Sohn des getöteten Ali Khamenei verlesen lassen. Am Freitag hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth behauptet, Khamenei sei »verletzt, möglicherweise entstellt«.
Bisher hat sich das neue geistliche Oberhaupt von Iran noch nicht öffentlich gezeigt. Sein erstes Statement im Staatsfernsehen hatte der Nachfolger und Sohn des getöteten Ali Khamenei verlesen lassen. Am Freitag hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth behauptet, Khamenei sei »verletzt, möglicherweise entstellt«.

Mojtaba Khamenei während einer Parade in Teheran 2019. Foto: Rouzbeh Fouladi / ZUMA Press / picture alliance
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Anna Dotti
Newsdesk

Selenskyj: Russland liefert Drohnen an Iran
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, Iran mit Drohnen unterstützt zu haben. Das sagt Selenskyj in einem Interview mit dem amerikanischen Nachrichtensender CNN. Die Drohnen seien auch bei Angriffen auf US-Militärbasen im Nahen Osten eingesetzt worden, sagt Selenskyj. Es soll sich um sogenannte Shahed-Drohnen iranischer Bauart handeln, die Russland für den Einsatz im Ukrainekrieg produziert.
Laut früheren CNN-Berichten soll Russland Iran zudem Geheimdienstinformationen über Standorte und Bewegungen amerikanischer Soldaten, Schiffe und Flugzeuge bereitgestellt haben.
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Bericht: Französischer Friedensplan sieht Anerkennung Israels durch den Libanon vor
Die französische Regierung soll einen Vorschlag für ein Ende des Konflikts zwischen Israel und Libanon vorbereitet haben, der eine Anerkennung Israels durch die Regierung in Beirut vorsieht. Das berichtet das Nachrichtenportal Axios und beruft sich auf drei Quellen, die mit den Details vertraut seien. Aktuell bestehen keine diplomatischen Beziehungen zwischen den Ländern.

Emmanuel Macron gestern in Paris. Foto: IMAGO / MAXPPP
Die libanesische Regierung habe den Plan aus Paris bereits als Basis für Friedensgespräche akzeptiert, berichtet Axios. Die USA und Israel würden den Vorschlag prüfen.
Zuletzt hatte die israelische Armee ihre Attacken auf Ziele der Hisbollah-Miliz im Libanon verstärkt und die libanesische Regierung unter Druck gesetzt, die Hisbollah vom Beschuss israelischer Ortschaften abzuhalten.
Zuletzt hatte die israelische Armee ihre Attacken auf Ziele der Hisbollah-Miliz im Libanon verstärkt und die libanesische Regierung unter Druck gesetzt, die Hisbollah vom Beschuss israelischer Ortschaften abzuhalten.
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Konsulat der Emirate in Erbil angegriffen
In der irakischen Kurdenregion ist das Konsulat der Vereinigten Arabischen Emirate zum zweiten Mal innerhalb einer Woche angegriffen worden, teilt das emiratische Außenministerium mit. Zwei Sicherheitskräfte seien leicht verletzt worden.
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Analyse: Zwei Wochen Krieg – und kein Ende in Sicht
Der Krieg zwischen den USA, Israel und Iran geht in die dritte Woche und noch immer zeichnet sich kein Ende ab. US-Präsident Donald Trump, der sich seit Beginn der Angriffe am 28. Februar immer wieder widersprüchlich über Umfang und Ziel der Operation geäußert hat, sagte zuletzt, er könne keinen Endpunkt für den Krieg benennen.
Das US-Militär weitete seine Kampagne in der Nacht von Freitag auf Samstag aus, indem es die Insel Charg im Persischen Golf attackierte. Charg ist der wichtigste Umschlagplatz für Irans Rohölexporte.
Das US-Militär weitete seine Kampagne in der Nacht von Freitag auf Samstag aus, indem es die Insel Charg im Persischen Golf attackierte. Charg ist der wichtigste Umschlagplatz für Irans Rohölexporte.

Bomber der US-Armee auf einer Basis in Großbritannien. Foto: Jack Taylor / Reuters
Doch selbst wenn Trump den Krieg rasch beenden wollen würde, es ist fraglich, ob sich das Regime in Teheran darauf einlassen würde, ohne seinerseits Bedingungen zu stellen.
Für Irans Machthaber geht es ums Überleben. Sie wissen zugleich, dass Trump innenpolitisch verstärkt unter Druck gerät, je länger dieser Krieg dauert. Das könnte sie dazu verleiten, ein Ende ihrer Angriffe an Zugeständnisse der USA zu knüpfen – etwa die Lockerung der Sanktionen.
Für Irans Machthaber geht es ums Überleben. Sie wissen zugleich, dass Trump innenpolitisch verstärkt unter Druck gerät, je länger dieser Krieg dauert. Das könnte sie dazu verleiten, ein Ende ihrer Angriffe an Zugeständnisse der USA zu knüpfen – etwa die Lockerung der Sanktionen.
Nach dem Tod des Obersten Führers Ali Khamenei zu Kriegsbeginn sah es kurzzeitig so aus, als könnte das gesamte Regime mit ihm fallen. Nun scheint es seine Macht konsolidiert zu haben.
Eines der schlechtesten Szenarien wird damit wahrscheinlicher: dass das Regime in Teheran aus diesem Krieg, der schon jetzt vielen Zivilisten das Leben gekostet hat, militärisch geschwächt, aber politisch gestärkt hervorgeht.
Eines der schlechtesten Szenarien wird damit wahrscheinlicher: dass das Regime in Teheran aus diesem Krieg, der schon jetzt vielen Zivilisten das Leben gekostet hat, militärisch geschwächt, aber politisch gestärkt hervorgeht.
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Eindrücke der Eskalation in Nahost
Nach über zwei Wochen Krieg attackieren die USA und Israel weiterhin Iran, Teheran antwortet mit Angriffen auf Nachbarstaaten. Die israelische Armee greift Ziele in Beirut an und in Deutschland demonstrieren Menschen für einen Regimewechsel in Iran.
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Jakob Müller
Nachrichtenressort

Leseempfehlung: Die Sorge deutscher Unternehmen vor dem Irankrieg
Krieg, Ölpreis und Zölle lassen die Hoffnung auf eine Erholung der deutschen Wirtschaft schwinden. Die Unsicherheit über die Weltlage gerät zum Konjunkturrisiko. Meine Kollegen Tim Bartz, Markus Becker, Benedikt Müller-Arnold und meine Kollegin Kathrin Werner sind der Frage nachgegangen: War es das jetzt mit dem Aufschwung? Den Bericht lesen Sie hier.

Total-Energies-Raffinerie im Chemiepark Leuna. Foto: dpa / Jan Woitas
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Birgit Großekathöfer
Crossmediaressort
Eindrücke aus Eilat nach Angriffen von Iran
In der südisraelischen Stadt Eilat sind heute bei neuen iranischen Raketenangriffen zwei Menschen verletzt worden, unter ihnen ein zwölfjähriger Junge. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom gab es mehrere Einschläge von Raketen- und Trümmerteilen. Aus Eilat, einem vor allem bei Israelis und vor dem Krieg auch bei ausländischen Touristen beliebten Urlaubsort am Roten Meer, waren bisher nur wenige Angriffe aus Iran gemeldet worden.
Eilat, Israel. Reuters
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Jakob Müller
Nachrichtenressort

Libanon: Zahl der Toten durch israelische Angriffe steigt auf 826
Das libanesische Gesundheitsministerium hat die Opferzahlen nach israelischen Angriffen aktualisiert. Seit Beginn der Luftangriffe seien mindestens 826 Menschen getötet worden, über 2000 weitere seien verletzt. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Unter den Toten seien 64 Frauen, 106 Kinder sowie 31 Rettungssanitäter, heißt es.
Behördenvertreter warnten, die Zahl der Opfer könne weiter steigen, da Rettungskräfte weiterhin die zerstörten Orte absuchen und die medizinische Infrastruktur unter Druck stehe.
Behördenvertreter warnten, die Zahl der Opfer könne weiter steigen, da Rettungskräfte weiterhin die zerstörten Orte absuchen und die medizinische Infrastruktur unter Druck stehe.
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Jakob Müller
Nachrichtenressort

Leseempfehlung: Wie KI im Irankrieg zum Einsatz kommt
Noch nie hat das US-Militär KI in einem Krieg so umfassend eingesetzt wie in Iran. Meine Kollegen Francesco Collini und Oliver Imhof haben mit dem Analysten Noah Sylvia über Chancen und Risiken gesprochen. Das Interview lesen Sie hier.

Rauch über Teheran. Foto: AFP / Atta Kenare
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US-Präsident hofft auf Unterstützung an der Straße von Hormus
In einem weiteren Post auf Truth Social äußert Donald Trump die Hoffnung, dass auch China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder Schiffe nach Nahost schicken, um gemeinsam mit den USA die Straße von Hormus zu sichern. In der Zwischenzeit werde es weitere US-Angriffe auf iranische Schiffe geben. »So oder so« werde die Straße von Hormus bald wieder »sicher, offen und frei« sein, schreibt Trump.
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Trump: Vier von fünf US-Tankflugzeugen bereits wieder im Einsatz
»Praktisch kein Schaden«: Laut US-Präsident Donald Trump seien vier der fünf US-Tankflugzeuge kaum beschädigt worden bei einem iranischen Angriff auf eine Basis in Saudi-Arabien. Das schreibt Trump auf Truth Social. Vier Flieger seien bereits wieder im Einsatz.
Medienbericht: Fünf US-Tankflugzeuge bei iranischem Angriff in Saudi-Arabien beschädigt
Am Donnerstag war ein US-Tankflugzeug im Irak abgestürzt, nun berichtet das »Wall Street Journal« von einem iranischen Raketenangriff auf fünf Tankflugzeuge der USA. Diese seien auf der Prince Sultan Air Base in Saudi-Arabien getroffen und beschädigt worden.
Der Raketenangriff habe in den vergangenen Tagen stattgefunden. Die Flugzeuge seien zwar beschädigt, aber nicht vollständig zerstört und würden derzeit repariert, berichtet die Zeitung. Bei den Angriffen sei niemand getötet worden. Es gibt bislang keine offizielle Bestätigung des Angriffs auf die Tankjets.
Der Raketenangriff habe in den vergangenen Tagen stattgefunden. Die Flugzeuge seien zwar beschädigt, aber nicht vollständig zerstört und würden derzeit repariert, berichtet die Zeitung. Bei den Angriffen sei niemand getötet worden. Es gibt bislang keine offizielle Bestätigung des Angriffs auf die Tankjets.

KC-135 Tankflugzeug und F-16 Kampfjet (über Alaska im Februar 2026) . Foto: HO / AP
Derzeit prüft das US-Militär die Umstände des Tankflugzeug-Unglücks im Irak. Der Jet vom Typ KC-135 war am Donnerstag gegen 14.00 Uhr Ortszeit abgestürzt. Der Verlust sei weder auf feindlichen Beschuss noch auf Beschuss von Verbündeten zurückzuführen, hieß es. Zuvor hatte das US-Zentralkommando (Centcom) mitgeteilt, dass zwei Flugzeuge an dem Vorfall beteiligt gewesen seien. Eine Maschine sei sicher gelandet, die andere abgestürzt.
Eine von Iran unterstützte Milizengruppe hatte später behauptet, das US-Tankflugzeug abgeschossen zu haben. Der Islamische Widerstand im Irak, eine Dachorganisation bewaffneter Gruppen, teilte mit, der Abschuss sei »zur Verteidigung der Souveränität und des Luftraums unseres Landes« erfolgt.
Eine von Iran unterstützte Milizengruppe hatte später behauptet, das US-Tankflugzeug abgeschossen zu haben. Der Islamische Widerstand im Irak, eine Dachorganisation bewaffneter Gruppen, teilte mit, der Abschuss sei »zur Verteidigung der Souveränität und des Luftraums unseres Landes« erfolgt.
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Videos zeigen laut Reuters die brennende US-Botschaft in Bagdad
Die US-Botschaft in Iraks Hauptstadt Bagdad ist heute offenbar Ziel eines Luftangriffs geworden. Augenzeugenvideos, verifiziert von der Nachrichtenagentur Reuters, zeigen den Hubschrauberlandeplatz des Botschaftsgeländes, der von einer Drohne oder Rakete getroffen wurde. Der Botschaftskomplex in Bagdad ist eine der größten diplomatischen Einrichtungen der USA weltweit und wurde bereits zum zweiten Mal seit dem Beginn des Irankriegs vor zwei Wochen angegriffen.
US-Botschaft in Bagdad. Quelle: Reuters
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Vereinigte Arabische Emirate melden 33 abgefangene Drohnen
Seit Tagesanbruch hat die Flugabwehr in den Vereinigten Arabischen Emiraten neun ballistische Raketen und 33 Drohnen aus Iran abgefangen, teilt das Verteidigungsministerium des Golfstaats mit. Die Zahl der abgeschossenen Raketen erhöht sich damit seit Kriegsbeginn auf fast 300. Zudem seien bis heute 1600 Drohnen und 15 Marschflugkörper abgewehrt worden. Mindestens sechs Menschen wurden nach Angaben des Ministeriums in diesem Zeitraum getötet, 141 weitere verletzt.
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Israel greift auch Ziele im Norden Beiruts an
In einem Vorort im Nordosten Beiruts ist ein Wohnhaus getroffen worden, berichtet die »New York Times«. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurde mindestens eine Person getötet, vier weitere wurden verletzt. Das Gebäude sei auch in der vorherigen Nacht angegriffen worden.
Israel scheint seine Angriffe damit auch auf die Stadtteile auszuweiten, in denen die Hisbollah weniger aktiv ist. Bislang konzentrierten sich die Angriffe auf die südlichen Vororte, die als Hochburg der Miliz gelten. Der Norden Beiruts ist überwiegend christlich geprägt.
Israel scheint seine Angriffe damit auch auf die Stadtteile auszuweiten, in denen die Hisbollah weniger aktiv ist. Bislang konzentrierten sich die Angriffe auf die südlichen Vororte, die als Hochburg der Miliz gelten. Der Norden Beiruts ist überwiegend christlich geprägt.

Beschädigtes Haus im Viertel Bourj Hammoud. Foto: Houssam Shbaro / Anadolu Agency / IMAGO
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Jordanien: 79 iranische Drohnen und Raketen abgewehrt
Das jordanische Militär hat in dieser Woche nach eigenen Angaben 79 von 85 iranischen Geschossen abgefangen. Fünf Drohnen und eine Rakete seien auf jordanischem Staatsgebiet eingeschlagen, heißt es in einer Mitteilung der Armee, über die regionale Medien berichten. In 93 Fällen seien herabfallende Trümmer gemeldet worden.
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Leseempfehlung: Wie Iran- und Ukrainekrieg zusammenhängen
Der israelisch-amerikanische Krieg gegen Iran verläuft ganz anders, als Donald Trump sich das gedacht hatte. Da geht es ihm ein wenig wie Wladimir Putin, schreibt mein Kollege Christian Esch. Warum der Kremlchef ökonomisch, militärisch und politisch profitiert, lesen Sie hier.

Foto: Andrew Harnik / Getty Images
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USA: Minenlager und Bunker auf Charg zerstört
Bei dem Angriff auf die iranische Insel Charg haben die USA eigenen Angaben zufolge mehr als 90 militärische Ziele getroffen. »Der Angriff zerstörte Lager für Seeminen, Raketenbunker und zahlreiche weitere militärische Einrichtungen«, heißt es in einem X-Post des Central Command. Ölinfrastruktur sei nicht beschädigt worden. Auch Vertreter Irans hatten zuvor mitgeteilt, die Ölgeschäfte »laufen normal weiter«.
Trump lässt Irans Öl-Insel angreifen – und droht mit Zerstörung der Ölanlagen
Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump einen massiven Luftangriff gegen die Insel Kharg geflogen. Das ist eine deutliche Eskalation, Kharg ist ein besonders sensibles Ziel: Die Insel vor der iranischen Küste im Persischen Golf ist der wichtigste Umschlagplatz für Irans Rohölexporte und ein zentraler Knoten der iranischen Wirtschaft.
Auf Kharg endet ein großer Teil der Pipelines aus den iranischen Ölfeldern. Dort wird das Rohöl in großen Tanklagern gesammelt und anschließend auf Tanker gepumpt, die durch den Persischen Golf und die Straße von Hormus zu internationalen Märkten fahren.
Trump erklärte in einem Truth-Social-Post allerdings, dass die USA »aus Gründen des Anstands« nicht die Öl-Infrastruktur auf der Insel angegriffen hätten – sondern nur militärische Ziele. Er behauptete, es habe sich um »einen der mächtigsten Bombenangriffe in der Geschichte des Nahen Ostens« gehandelt.
Gleichzeitig drohte Trump, die Ölinfrastruktur auf Kharg künftig direkt zu attackieren, falls Iran weiter den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus blockiere. Der Angriff wirkt damit wie der Versuch einer letzten Warnung: Das US-Militär zeigt, dass es Kharg militärisch jederzeit erreichen kann – und droht, im nächsten Schritt die wirtschaftliche Lebensader des Landes zu zerstören.
Ein Ausfall dieser wichtigen Exportterminals dürfte allerdings nicht nur Iran hart treffen, sondern den Ölmarkt erschüttern und die Energiepreise weltweit weiter nach oben treiben. Zudem könnte Teheran versuchen seinerseits zu eskalieren – und seine Angriffe auf Energieanlagen arabischer Golfstaaten ausweiten, die mit den USA verbündet sind.
Auf Kharg endet ein großer Teil der Pipelines aus den iranischen Ölfeldern. Dort wird das Rohöl in großen Tanklagern gesammelt und anschließend auf Tanker gepumpt, die durch den Persischen Golf und die Straße von Hormus zu internationalen Märkten fahren.
Trump erklärte in einem Truth-Social-Post allerdings, dass die USA »aus Gründen des Anstands« nicht die Öl-Infrastruktur auf der Insel angegriffen hätten – sondern nur militärische Ziele. Er behauptete, es habe sich um »einen der mächtigsten Bombenangriffe in der Geschichte des Nahen Ostens« gehandelt.
Gleichzeitig drohte Trump, die Ölinfrastruktur auf Kharg künftig direkt zu attackieren, falls Iran weiter den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus blockiere. Der Angriff wirkt damit wie der Versuch einer letzten Warnung: Das US-Militär zeigt, dass es Kharg militärisch jederzeit erreichen kann – und droht, im nächsten Schritt die wirtschaftliche Lebensader des Landes zu zerstören.
Ein Ausfall dieser wichtigen Exportterminals dürfte allerdings nicht nur Iran hart treffen, sondern den Ölmarkt erschüttern und die Energiepreise weltweit weiter nach oben treiben. Zudem könnte Teheran versuchen seinerseits zu eskalieren – und seine Angriffe auf Energieanlagen arabischer Golfstaaten ausweiten, die mit den USA verbündet sind.
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Jakob Müller
Newsdesk

Macron fordert Israel zu Gesprächen mit dem Libanon auf
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Israel dazu aufgefordert, mit dem Libanon über eine Waffenruhe zu verhandeln. In einer Mitteilung auf der Plattform X bot er an, die Gespräche in Paris auszurichten.
Macron hatte nach eigenen Angaben am Freitag unter anderem mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun telefoniert. »Es muss alles getan werden, um zu verhindern, dass der Libanon ins Chaos stürzt«, erklärte der französische Präsident.
Die libanesische Regierung hatte zuvor ihre Bereitschaft zu Verhandlungen signalisiert. Nun sei es an Israel, diese Gelegenheit zur Vereinbarung eines Waffenstillstands zu nutzen und »eine dauerhafte Lösung zu finden«, heißt es aus dem Élysée-Palast.
Macron hatte nach eigenen Angaben am Freitag unter anderem mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun telefoniert. »Es muss alles getan werden, um zu verhindern, dass der Libanon ins Chaos stürzt«, erklärte der französische Präsident.
Die libanesische Regierung hatte zuvor ihre Bereitschaft zu Verhandlungen signalisiert. Nun sei es an Israel, diese Gelegenheit zur Vereinbarung eines Waffenstillstands zu nutzen und »eine dauerhafte Lösung zu finden«, heißt es aus dem Élysée-Palast.

Französischer Präsident Emmanuel Macron. Foto: IMAGO / Arnaud Journois
Im Zuge des Irankriegs ist auch der militärische Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel wieder eskaliert. Die Hisbollah feuert Raketen auf Israel ab, Israel beschießt Ziele der Miliz im Libanon und droht mit einer Ausweitung des Einsatzes.
Macron forderte die mit Iran verbündete Hisbollah dazu auf, »ihre Flucht nach vorn« unverzüglich zu stoppen. Israel wiederum müsse »auf groß angelegte Offensive verzichten und seine massiven Luftangriffe einstellen, da bereits Hunderttausende Menschen geflohen sind«.
Macron forderte die mit Iran verbündete Hisbollah dazu auf, »ihre Flucht nach vorn« unverzüglich zu stoppen. Israel wiederum müsse »auf groß angelegte Offensive verzichten und seine massiven Luftangriffe einstellen, da bereits Hunderttausende Menschen geflohen sind«.
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Indische Schiffe dürfen Straße von Hormus passieren
Iran erlaubt einigen indischen Schiffen die Durchfahrt der Straße von Hormus. Das bestätigte Teherans Botschafter in Indien, Mohammad Fathali, bei einer Veranstaltung des Senders India Today in Neu-Delhi. Um wie viele Schiffe es geht, sagte Fathali nicht.
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete am Freitag, dass die LPG-Tanker »Shivalik« und »Nanda Devi« die Meerenge passiert hatten. Das habe ein indischer Regierungsbeamter nun bestätigt. Ihm zufolge befinden sich 22 Schiffe unter indischer Flagge auf der westlichen Seite der Straße von Hormus.
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete am Freitag, dass die LPG-Tanker »Shivalik« und »Nanda Devi« die Meerenge passiert hatten. Das habe ein indischer Regierungsbeamter nun bestätigt. Ihm zufolge befinden sich 22 Schiffe unter indischer Flagge auf der westlichen Seite der Straße von Hormus.
Bereits am Donnerstag hatte Reuters unter Berufung auf eine indische Quelle berichtet, dass Tanker unter der Flagge des Landes die Meerenge passieren dürften. Wenig später dementierte das eine Quelle aus Iran.
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