Krieg in Nahost Israel hat noch »Tausende Ziele« in Iran – Sturz der Regierung zählt aber nicht dazu
Israels Militär will Irans Führung weiter schwächen. Für einen Regierungssturz seien aber andere verantwortlich. Iran zerstört eine italienische Drohne. Und: Neue Angriffswelle in Teheran. Die Liveanalyse vom Sonntag.
Mit
Henrik Bahlmann,
Holger Dambeck,
Matthias Gebauer,
Claus Hecking,
Jonas Mielke,
Dominik Peters,
Florian Pütz,
Elisa Schwarze und
Jana Mucke sowie Hannah Aders (Fotoredaktion)
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Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Iran an. Das Regime reagiert mit Gegenattacken, auch auf die Golfstaaten.
- Donald Trump hat China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder aufgefordert, Schiffe nach Nahost zu schicken, um die Straße von Hormus zu sichern. Iran reagierte mit Spott. Später kündigte Trump die Hilfe »vieler Länder« an, ohne konkret zu werden.
- Israel gehen laut einem Medienbericht die Abfangraketen aus. Die Regierung dementiert das.
- Nach Tagen der Unsicherheit sind mittlerweile fast alle deutschen Staatsbürger, die nach Kriegsbeginn im Nahen Osten festsaßen, aus dem Krisengebiet ausgereist.
- In der Europäischen Union gibt es Diskussionen über eine Ausweitung der EU-Mission »Aspides« auf die Straße von Hormus.
Mehr Hintergrund und Analyse
- Deutsche Soldaten in der Straße von Hormus? Auf keinen Fall! Oder? Der Kanzler beteuert: Die Bundeswehr hält sich raus aus dem Irankrieg. Aber der Druck auf Merz steigt. Einige seiner eigenen Leute denken sehr laut darüber nach, die Straße von Hormus mit deutscher Hilfe zu sichern.
- Gefangen in einem asymmetrischen Krieg: Donald Trump scheint von der Kriegsführung des Regimes in Teheran überrascht – und setzt auf Eskalation.
- War es das mit dem Aufschwung? Die Unsicherheit über die Weltlage wird für die deutsche Wirtschaft zum Konjunkturrisiko.
- Ölhandel im Würgegriff: Iran nutzt die Straße von Hormus als geopolitisches Druckmittel. Mit militärischen Mitteln allein schaffen die USA es wohl nicht, den Handelsweg offenzuhalten.
- Maschinen statt Menschen: Noch nie hat das US-Militär KI in einem Krieg so umfassend eingesetzt wie in Iran. Der Analyst Noah Sylvia sieht darin Chancen, aber auch enorme Risiken.
- Deutschland zweifelt an US-Kriegsführung: Donald Trump gibt sich im Krieg gegen Iran siegesgewiss. Die Bundesregierung rätselt über seine Strategie – und über militärische Erfolge.
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Liebe Leserinnen und Leser,
an dieser Stelle beenden wir die Liveanalyse zum Irankrieg am 15. März. Über alle aktuellen Entwicklungen halten wir Sie nun hier im aktuellen Liveblog auf dem Laufenden.
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Iranischer Botschafter in Saudi-Arabien: Beziehungen zu Golfstaaten müssen überprüft werden
Angesichts des Kriegs will Iran offenbar seine Beziehungen zu den arabischen Golfstaaten überdenken. Das geht zumindest aus Äußerungen des iranischen Botschafters in Saudi-Arabien, Aliresa Enajati, hervor.
»Das ist eine berechtigte Frage, und die Antwort mag einfach sein. Wir sind Nachbarn und können nicht ohneeinander auskommen; wir werden eine ernsthafte Überprüfung benötigen«, sagte Enajati der Nachrichtenagentur Reuters: »Was die Region in den vergangenen fünf Jahrzehnten erlebt hat, ist das Ergebnis eines ausgrenzenden Ansatzes und einer übermäßigen Abhängigkeit von externen Mächten«. Er plädiert für eine engere Zusammenarbeit in der Golfregion.
»Das ist eine berechtigte Frage, und die Antwort mag einfach sein. Wir sind Nachbarn und können nicht ohneeinander auskommen; wir werden eine ernsthafte Überprüfung benötigen«, sagte Enajati der Nachrichtenagentur Reuters: »Was die Region in den vergangenen fünf Jahrzehnten erlebt hat, ist das Ergebnis eines ausgrenzenden Ansatzes und einer übermäßigen Abhängigkeit von externen Mächten«. Er plädiert für eine engere Zusammenarbeit in der Golfregion.
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Irans Präsident spricht mit Macron über Straße von Hormus
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich mit Irans Präsident Masoud Pezeshkian über die Lage in der Straße von Hormus ausgetauscht. Pezeshkian telefonierte mit Macron, wie aus einer iranischen Regierungserklärung hervorgeht. Nähere Details zu diesem Thema gab es zunächst nicht.
Pezeshkian sprach nach Angaben aus Teheran von einem aufgezwungenen Krieg. Er kritisierte die Haltung »einiger europäischer Länder« und warf ihnen vor, Israel und die USA blind zu unterstützen. Irans Präsident forderte, dass Völkerrecht und Rechtsstaatlichkeit gewahrt werden. Ein weiteres Thema waren den Angaben nach »konsularische Angelegenheiten«. Seit mehreren Monaten bereits gibt es Berichte über einen möglichen Gefangenentausch zwischen Iran und Frankreich.
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»Wall Street Journal«: Trump will Geleitschutz für Schiffe in der Straße von Hormus präsentieren
Öltanker liegen an der Straße von Hormus und warten darauf, ihre Ladung in die Welt zu bringen. Iran blockiert die Straße, aber US-Präsident Donald Trump wirbt für eine Koalition, die Schiffe sicher durch die Meerenge geleitet. Schon in den kommenden Tag will Trump verkünden, wer zu dieser Koalition gehört. So berichtet es zumindest das »Wall Street Journal« unter Berufung auf US-Beamte. Diskutiert werde aber noch, ob diese Operation erst im Falle eines Waffenstillstandes beginnen solle.
Das Weiße Haus äußert sich bislang nicht offiziell zu dem Bericht. Öffentlich hat auch noch kein Land verkündet, sich an der Operation beteiligen zu wollen.
Das Weiße Haus äußert sich bislang nicht offiziell zu dem Bericht. Öffentlich hat auch noch kein Land verkündet, sich an der Operation beteiligen zu wollen.

Tanker an der Straße von Hormus. Foto: Altaf Qadri / AP / dpa
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Iran meldet mehr als 500 Festnahmen
Der iranische Sicherheitsapparat hat im Zusammenhang mit dem Krieg mehr als 500 Menschen festgenommen. Bei etwa der Hälfte habe es sich um »wichtige Fälle« gehandelt, sagte der Kommandeur der iranischen Ordnungskräfte, Ahmad-Resa Radan, in einem Video der Nachrichtenagentur Fars.
Dazu gehörten seinen Worten nach auch Personen, die Informationen an den Exilsender »Iran International« weitergaben. Festgenommen wurden zudem Menschen, die Aufnahmen von bei Angriffen getroffenen Orten anfertigten. Iran hat im Krieg eine Militärzensur verhängt. Aufnahmen sensibler Anlagen und von Schäden können der Justiz zufolge gegen die staatliche Sicherheit verstoßen. Es drohen harte Strafen.
Dazu gehörten seinen Worten nach auch Personen, die Informationen an den Exilsender »Iran International« weitergaben. Festgenommen wurden zudem Menschen, die Aufnahmen von bei Angriffen getroffenen Orten anfertigten. Iran hat im Krieg eine Militärzensur verhängt. Aufnahmen sensibler Anlagen und von Schäden können der Justiz zufolge gegen die staatliche Sicherheit verstoßen. Es drohen harte Strafen.
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Iran will seit Kriegsbeginn 700 ballistische Raketen abgefeuert haben
Irans Luftstreitkräfte haben eigenen Angaben zufolge seit Kriegsbeginn 700 Raketen auf Ziele in Israel und US-Stützpunkte der Golfregion gefeuert. Daneben seien rund 3600 Kampfdrohnen für den Kamikazeeinsatz gestartet worden, berichten die iranischen Onlineportale »Tabnak» und »Avash» unter Berufung auf einen Militärsprecher der Revolutionswächter.
General Ali Mohammed Naini, Sprecher der Revolutionswächter, hatte dem iranischen Staatsfernsehen am Sonntag ein Interview gegeben. Auch die Nachrichtenagentur Fars, die der Elitestreitmacht nahesteht, zitierte daraus. Naini sagte demnach, dass viele der abgefeuerten Raketen aus alten Beständen stammten. Viele der ballistischen Raketen aus neuer Produktion seien noch nicht zum Einsatz gekommen, meinte der Sprecher.
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Spanien verlegt Irak-Spezialkräfte
Wegen des Irankriegs und der verschlechterten Sicherheitslage im Nahen Osten hat Spanien seine im Irak eingesetzten Spezialkräfte vorübergehend verlegt. Die Militärangehörigen seien ohne Zwischenfälle an sichere Orte gebracht worden und wohlauf, teilt das Verteidigungsministerium in Madrid mit. Die den spanischen Spezialkräften übertragenen Aufgaben könnten derzeit im Irak »nicht wahrgenommen werden«, heißt es.
Nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders RTVE sind insgesamt rund 300 Angehörige der spanischen Streitkräfte im Irak in zwei Missionen eingesetzt: In der von den USA angeführten Operation »Inherent Resolve« gegen die Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) sowie in der Ausbildungsmission der Nato, in der im Juni ein spanischer General das Kommando übernehmen soll.
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Israel hat noch »Tausende Ziele« in Iran, der Sturz der Regierung zählt aber nicht dazu
Zählt der Sturz der iranischen Regierung zu den Kriegszielen? US-Präsident Donald Trump sprach das so aus, Israel vertritt aber eine andere Position. Das israelische Militär habe nicht das Ziel, die Regierung in Iran zu »stürzen«, sagte Brigadegeneral Effie Defrin, Sprecher des israelischen Militärs, laut »New York Times« bei einem Pressebriefing. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte zuvor erklärt, der Sturz der iranischen Regierung hänge vom iranischen Volk ab.
Israel hat dafür nach Angaben des Militärs noch »Tausende« weitere Ziele in Iran. »Wir haben einen präzisen Plan«, sagte Militärsprecher Defrin in einer Fernsehansprache. »Wir haben immer noch Tausende Ziele in Iran und identifizieren jeden Tag neue Ziele.« Die iranische Führung sei »geschwächt und wir werden sie noch weiter schwächen«, sagte Defrin.
Israel hat dafür nach Angaben des Militärs noch »Tausende« weitere Ziele in Iran. »Wir haben einen präzisen Plan«, sagte Militärsprecher Defrin in einer Fernsehansprache. »Wir haben immer noch Tausende Ziele in Iran und identifizieren jeden Tag neue Ziele.« Die iranische Führung sei »geschwächt und wir werden sie noch weiter schwächen«, sagte Defrin.

Zerstörung in Teheran. Foto: Vahid Salemi / AP
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Blauhelmsoldaten im Libanon wieder unter Beschuss
Im Libanon sind Friedenstruppen erneut unter Beschuss geraten. Es habe sich um voneinander getrennte Vorfälle an drei verschiedenen Orten gehandelt, teilt die Uno-Beobachtermission Unifil mit. Die Blauhelmsoldaten seien auf Patrouille in der Nähe ihrer Stützpunkte im Süden des Landes gewesen, als sie mutmaßlich von nicht-staatlichen bewaffneten Gruppen beschossen worden seien. Verletzt worden sei niemand. Nähere Angaben zu den mutmaßlichen Angreifern machte Unifil nicht.
Im Libanon sind im Zuge des Irankriegs die Kämpfe zwischen der von Iran unterstützten Hisbollah-Miliz und Israel wieder aufgeflammt. Immer wieder geraten die Blauhelmsoldaten im Grenzgebiet zu Israel zwischen die Fronten. Erst vor rund einer Woche wurden drei Unifil-Soldaten verletzt, einer davon schwer.

Fahrzeug der Friedenstruppen im Libanon. Foto: Kawnat Haju / AFP
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Neue Angriffswelle in Teheran
In der iranischen Hauptstadt Teheran haben Medien eine neue Angriffswelle gemeldet. Im Stadtzentrum nahe der Revolutionsstraße sei die Flugabwehr im Einsatz, berichtet das Onlineportal »Hammihan» auf Telegram.
In den sozialen Medien berichten Accounts, die das Kriegsgeschehen aus dem Ausland verfolgen, über zahlreiche Explosionen in mehreren Stadtteilen der Millionenmetropole. »Geräusch von vier relativ starken Explosionen. Es regnet stark und es ist nicht klar, wo sie eingeschlagen sind«, heißt es in einem Post. Kampfjets und Drohnen sollen am Himmel zu hören gewesen sein.

Explosion in Teheran am 7. März. Foto: Mahsa / imago
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Raketenangriff in Bagdad verletzt mehrere Menschen
Im Irak sind bei einem Raketenangriff im Bereich des Hauptstadtflughafens einem Bericht zufolge mindestens fünf Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten waren Angestellte des internationalen Flughafens, Sicherheitskräfte und ein Ingenieur, wie die staatliche Nachrichtenagentur INA berichtet.
Die Raketen seien im Flughafenbereich bei einer Entsalzungsanlage, nahe einem Militärflugplatz und dem zentralen Gefängnis der Hauptstadt Bagdad eingeschlagen. Sicherheitskräfte hätten ein Fahrzeug entdeckt, von dem aus der Raketenangriff erfolgt sei, berichtet INA weiter.
Zunächst war unklar, wer für die Attacke verantwortlich war. In den vergangenen Tagen hatten mit Iran verbündete militante Gruppen US-Stellungen im Irak angegriffen, unter anderem auch die Botschaft der Vereinigten Staaten in Bagdad.
Augenzeugen hatten zuvor über mehrere Kampfdrohnen berichtet. Auch die US-Streitkräfte sind am internationalen Flughafen stationiert. Bewohner aus den umliegenden Gegenden berichteten über intensive Angriffe, die in mehreren Gebieten der Stadt zu hören gewesen seien.
Augenzeugen hatten zuvor über mehrere Kampfdrohnen berichtet. Auch die US-Streitkräfte sind am internationalen Flughafen stationiert. Bewohner aus den umliegenden Gegenden berichteten über intensive Angriffe, die in mehreren Gebieten der Stadt zu hören gewesen seien.
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US-Energieminister geht von Kriegsende »in den nächsten Wochen« aus
Wie lang soll der Irankrieg noch dauern? Die USA sprachen zu Beginn von etwa vier bis sechs Wochen. Nun sind zwei Wochen um und Israel verkündet, das Land plane jetzt noch mindestens drei Wochen Krieg. Doch die Belastung für die Weltwirtschaft und insbesondere die USA wächst. Mitglieder der Trump-Regierung sind nun darum bemüht, dem Eindruck entgegenzutreten, aus dem Konflikt werde sich ein endloser Krieg entwickeln.
»Ich denke, dass dieser Konflikt in den nächsten Wochen sicherlich zu Ende gehen wird. Es könnte sogar noch früher sein«, sagte US-Energieminister Chris Wright in der Sendung »This Week« des Senders ABC: »Danach werden wir eine Erholung des Angebots und einen Preisrückgang erleben.«
»Ich denke, dass dieser Konflikt in den nächsten Wochen sicherlich zu Ende gehen wird. Es könnte sogar noch früher sein«, sagte US-Energieminister Chris Wright in der Sendung »This Week« des Senders ABC: »Danach werden wir eine Erholung des Angebots und einen Preisrückgang erleben.«
Kevin Hassett, Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats im Weißen Haus, schloss sich den Äußerungen an. »Wir gehen davon aus, dass die Weltwirtschaft einen großen positiven Schub erleben wird, sobald dies vorbei ist«, sagte er in der CBS-Sendung »Face the Nation«. Die USA lägen im Krieg gegen Iran »vor dem Zeitplan«.
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Diese drei Folgen hat der Irankrieg für Putins Russland
Von der Rückkehr der Ölwirtschaft bis zur Paranoia des Präsidenten: Der Irankrieg hat auch Konsequenzen für Russland. Und das auf gleich mehreren Ebenen, schreibt SPIEGEL-Kolumnist Mikhail Zygar. Welche Konsequenzen das genau sind, lesen Sie hier.

Foto: Maxim Shipenkov / Reuters
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Außenminister Wadephul schließt aus, dass Deutschland sich am Krieg beteiligt
Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius betonten zuletzt, dass Deutschland sich nicht aktiv in den Irankrieg einschalten will. Nun hat Außenminister Johann Wadephul das noch mal untermauert. Deutschland wird sich seinen Worten zufolge nicht an einem internationalen Militäreinsatz zum Schutz von Handelsschiffen in der Straße von Hormus beteiligen.
Wadephul sagte im »Bericht aus Berlin« der ARD mit Blick auf den Iran-Krieg und auf die Frage nach einer Ausweitung einer laufenden EU-Mission auf die Straße von Hormus: »Werden wir bald aktiver Teil dieser Auseinandersetzung? Nein.« Hierzu habe die Bundesregierung eine ganz klare Auffassung, die Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) deutlich gemacht hätten. »Wir werden uns an dieser Auseinandersetzung nicht beteiligen.«
Wadephul sagte im »Bericht aus Berlin« der ARD mit Blick auf den Iran-Krieg und auf die Frage nach einer Ausweitung einer laufenden EU-Mission auf die Straße von Hormus: »Werden wir bald aktiver Teil dieser Auseinandersetzung? Nein.« Hierzu habe die Bundesregierung eine ganz klare Auffassung, die Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) deutlich gemacht hätten. »Wir werden uns an dieser Auseinandersetzung nicht beteiligen.«

Außenminister Johann Wadephul. Foto: Carsten Koall / dpa
Wadephul sagte mit Blick auf eine mögliche Ausweitung der EU-Mission »Aspides«, die Mission, bei der es im Wesentlichen um das Rote Meer gehe, sei bisher nicht wirkungsvoll gewesen. »Und deswegen bin ich sehr skeptisch, ob eine Ausweitung von ›Aspides‹ in der Straße von Hormus für mehr Sicherheit würde sorgen können. All das werden wir jetzt mal in aller Ruhe miteinander beraten. Daran beteiligen wir uns konstruktiv.«
Wadephul sagte weiter, man höre von den USA und Israel, es gehe darum, die militärischen Fähigkeiten Irans zu zerstören, insbesondere das Nuklearprogramm und das Raketenprogramm. »Und was wir jetzt erwarten, ist, dass wir hören und wir informiert werden, dass wir eingebunden werden, wann dies geschehen ist. Und dann wollen wir uns sehr gern daran beteiligen, in Verhandlungen zu gehen.« Sicherheit für die Straße von Hormus werde man nur bekommen, wenn es eine Verhandlungslösung gebe und dann auch mit den Iranern darüber spreche.
Wadephul sagte weiter, man höre von den USA und Israel, es gehe darum, die militärischen Fähigkeiten Irans zu zerstören, insbesondere das Nuklearprogramm und das Raketenprogramm. »Und was wir jetzt erwarten, ist, dass wir hören und wir informiert werden, dass wir eingebunden werden, wann dies geschehen ist. Und dann wollen wir uns sehr gern daran beteiligen, in Verhandlungen zu gehen.« Sicherheit für die Straße von Hormus werde man nur bekommen, wenn es eine Verhandlungslösung gebe und dann auch mit den Iranern darüber spreche.

Tanker an der Straße von Hormus. Foto: Altaf Qadri / AP / dpa
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Teile der angekündigten Ölreserven sollen »sofort« freigegeben werden
Nach der angekündigten Freigabe strategischer Reserven soll nach Angaben der Internationalen Energie-Agentur (IEA) »bald« Öl auf die Weltmärkte kommen. In Asien und Ozeanien würden Reserven »sofort« und ab Ende März in Amerika und Europa freigegeben, heißt es von der IEA. Die IEA hatte am Mittwoch eine historische Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl beschlossen, um den durch den Irankrieg ausgelösten Preisanstieg abzufedern. Es ist die größte der bislang sechs Freigaben strategischer Reserven in der Geschichte der vor mehr als 50 Jahren gegründeten IEA.
Die Ankündigung der Freigabe hatte allerdings keine signifikanten Auswirkungen auf den Ölpreis, der bei rund 100 Dollar pro Barrel liegt – dem höchsten Stand seit 2022 und ein deutlicher Anstieg zu den unter 70 Dollar vor Beginn des Irankrieges. Wie die Unsicherheit über die Weltlage zum Konjunkturrisiko gerät, lesen Sie hier.

Ein Öltanker vor Südfrankreich. Foto: Guillaume Horcajuelo / EPA
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Iran zerstört italienische Drohne
Iran hat bei einem Angriff auf einen Stützpunkt in Kuwait eine italienische Drohne zerstört. Das teilt der italienische General Luciano Portolano mit. Demnach griff Iran den Luftwaffenstützpunkt Ali Al Salem, auf dem sich Kräfte aus den USA und aus Italien befinden, mit Drohnen an. »Dabei wurde ein Unterstand getroffen, in dem sich eine unbemannte Drohne der italienischen Task Force Air befand, die zerstört wurde«, so Portolano. Niemand sei verletzt worden. Kürzlich sei das Personal auf dem Stützpunkt wegen der Sicherheitslage verkleinert worden, heißt es. Die zerstörte Drohne sei »ein unverzichtbarer Bestandteil für die Durchführung operativer Tätigkeiten« gewesen, so das italienische Militär.
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Analyse: Rasant steigende Spritpreise gefährden die US-Wirtschaft
In den USA steigen die Preise an der Tankstelle von Tag zu Tag. An diesem Sonntag kostet Standard-Normalbenzin (Regular) laut dem Automobilclub AAA im Landesdurchschnitt fast 3,70 US-Dollar je Gallone (3,79 Liter), so viel wie seit Frühjahr 2024 nicht mehr. Damit hat sich dieser Kraftstoff seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf Iran um 74 Cent verteuert.
Noch stärker ist der Preisanstieg beim Diesel. Für eine Gallone müssen im Mittel jetzt 4,97 Dollar bezahlt werden – das sind 1,20 Dollar mehr als zum Kriegsanfang. So teuer war Diesel seit der Energiekrise 2022 nicht mehr.
Noch stärker ist der Preisanstieg beim Diesel. Für eine Gallone müssen im Mittel jetzt 4,97 Dollar bezahlt werden – das sind 1,20 Dollar mehr als zum Kriegsanfang. So teuer war Diesel seit der Energiekrise 2022 nicht mehr.
Damit wird Donald Trump wohl sein großes Wahlkampfversprechen brechen: die Energiepreise in den ersten 12 bis 18 Monaten seiner Amtszeit zu halbieren. Eingetreten ist das Gegenteil. Nach knapp 14 Monaten müssen Verbraucherinnen und Verbraucher mehr bezahlen als vor Trumps Machtübernahme: sowohl für Strom und Erdgas als auch für Benzin und Diesel.
Die Teuerung an der Tankstelle wird immer mehr zur Gefahr für die US-Wirtschaft. Sie treibt auch die Kosten für die Herstellung und den Transport anderer Güter nach oben: etwa für Nahrungsmittel. Das dürfte über kurz oder lang zu einer Spirale von Preissteigerungen führen, wie die Menschen in den USA und Europa schon bei der Energiekrise 2022 erfahren haben.
Mit der wachsenden Inflation wächst zudem die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank Fed die Leitzinsen nicht wie von Trump gewünscht bald senken kann, sondern sie oben halten oder sogar erhöhen muss, um die Preise zu stabilisieren. An den Terminmärkten erwarten viele Anleger kaum noch Zinssenkungen in diesem Jahr. Und erst recht nicht Mitte der kommenden Woche, wenn die Fed unter ihrem Chef Jerome Powell ihre nächste Zinsentscheidung bekannt gibt. Entsprechend hoch dürften die Zinsen für Immobilien-, Auto- oder andere Verbraucherkredite bleiben.
Allerdings wird im Mai der Trump-Günstling Kevin Warsh das Amt des Fed-Chefs übernehmen. Es ist möglich, dass die Fed dann die Leitzinsen senkt. Entsprechend stark wächst dann allerdings das Risiko, dass die Inflation außer Kontrolle gerät. Erst recht, wenn die Spritpreise dann noch immer so hoch sind wie jetzt – oder gar noch weiter steigen.
Mit der wachsenden Inflation wächst zudem die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank Fed die Leitzinsen nicht wie von Trump gewünscht bald senken kann, sondern sie oben halten oder sogar erhöhen muss, um die Preise zu stabilisieren. An den Terminmärkten erwarten viele Anleger kaum noch Zinssenkungen in diesem Jahr. Und erst recht nicht Mitte der kommenden Woche, wenn die Fed unter ihrem Chef Jerome Powell ihre nächste Zinsentscheidung bekannt gibt. Entsprechend hoch dürften die Zinsen für Immobilien-, Auto- oder andere Verbraucherkredite bleiben.
Allerdings wird im Mai der Trump-Günstling Kevin Warsh das Amt des Fed-Chefs übernehmen. Es ist möglich, dass die Fed dann die Leitzinsen senkt. Entsprechend stark wächst dann allerdings das Risiko, dass die Inflation außer Kontrolle gerät. Erst recht, wenn die Spritpreise dann noch immer so hoch sind wie jetzt – oder gar noch weiter steigen.
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Irans Außenminister: Werden uns weiter verteidigen
Keine Kapitulation, keine Verhandlungen: Irans Außenminister Abbas Araghchi ist darum bemüht, ein Signal der Stärke in die Welt – und vor allem an die USA – zu senden. »Wir sind bereit, uns so lange zu verteidigen, wie es nötig ist«, sagte der iranische Chefdiplomat nun in der Sendung »Face the Nation« bei CBS News. Man werde weitermachen, bis US-Präsident Donald Trump erkenne, dass es ein »illegaler« Krieg ohne Aussicht auf Sieg sei.
Auf die Frage der Moderatorin, ob Iran um eine Waffenruhe gebeten habe, antwortete er: »Nein, wir haben nie um eine Waffenruhe gebeten, und wir haben auch nie um Verhandlungen gebeten.« Der US-Sender NBC News hatte am Wochenende unter Berufung auf ein Telefoninterview mit Trump berichtet, dieser habe gesagt, Iran wolle ein Abkommen schließen. Er wolle das aber nicht, weil die Bedingungen bisher nicht gut genug seien.
Auf die Frage der Moderatorin, ob Iran um eine Waffenruhe gebeten habe, antwortete er: »Nein, wir haben nie um eine Waffenruhe gebeten, und wir haben auch nie um Verhandlungen gebeten.« Der US-Sender NBC News hatte am Wochenende unter Berufung auf ein Telefoninterview mit Trump berichtet, dieser habe gesagt, Iran wolle ein Abkommen schließen. Er wolle das aber nicht, weil die Bedingungen bisher nicht gut genug seien.

Irans Außenminister Abbas Araghchi. Foto: Khalil Hamra / AP / dpa
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Israelische Soldaten töten palästinensische Familie im Westjordanland
Im Irankrieg sind die Spannungen zwischen Israel und den Palästinensern in den Hintergrund gerückt. Dabei hat sich die Lage nicht entspannt, wie Meldungen aus dem Westjordanland zeigen: Israelische Soldaten haben dort das Feuer auf ein Fahrzeug eröffnet und vier Mitglieder einer palästinensischen Familie getötet. Es handele sich um zwei Kinder im Alter von fünf und sieben Jahren sowie deren Eltern, heißt es in einer Stellungnahme des palästinensischen Gesundheitsministeriums. Zwei weitere Kinder seien bei dem Vorfall in Tammun im nördlichen Teil des Westjordanlands verletzt worden. Mehrere der Familienmitglieder hätten Schussverletzungen am Kopf erlitten.
Die israelische Armee und Polizei rechtfertigten das Vorgehen damit, das Auto der Familie habe auf die Streitkräfte zugesteuert und sogar noch beschleunigt. Ein Familienangehöriger sagte der Zeitung »Haaretz«, dieser Vorwurf sei »komplett absurd«. Eine für polizeiliches Fehlverhalten zuständige Abteilung im israelischen Justizministerium leitete eine Untersuchung ein.
Die israelische Armee und Polizei rechtfertigten das Vorgehen damit, das Auto der Familie habe auf die Streitkräfte zugesteuert und sogar noch beschleunigt. Ein Familienangehöriger sagte der Zeitung »Haaretz«, dieser Vorwurf sei »komplett absurd«. Eine für polizeiliches Fehlverhalten zuständige Abteilung im israelischen Justizministerium leitete eine Untersuchung ein.

Menschen trauern um die Familie in Tammun. Foto: Mahdi Mohammed / AP
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Israels Kabinett gibt neues Geld fürs Militär frei
Ein Ende des Irankriegs ist nicht in Sicht. Die israelische Regierung stellt sich auf weitere Kämpfe in den kommenden Wochen ein. Dafür hat die Regierung nun mehr Geld für das Militär freigegeben. Das Kabinett habe in einer telefonisch abgehaltenen Sitzung einen zusätzlichen Haushaltsposten von 2,6 Milliarden Schekel (720 Millionen Euro) für Rüstungskäufe verabschiedet, berichten mehrere israelische Medien.
Die Gelder seien für »dringenden Bedarf« vorgesehen, berichtet die Zeitung »Haaretz«. Mehrere israelische Medien zitieren aus einem Dokument des Finanzministeriums, wonach die Bereitstellung der zusätzlichen Gelder durch »die Intensität der Kämpfe« notwendig geworden sei. Es sei der »dringliche und sofortige Bedarf« entstanden, unter anderem weitere Munition und moderne Waffensysteme zu erwerben und wichtige Arsenale für die Kriegsführung aufzufüllen.
Die Gelder seien für »dringenden Bedarf« vorgesehen, berichtet die Zeitung »Haaretz«. Mehrere israelische Medien zitieren aus einem Dokument des Finanzministeriums, wonach die Bereitstellung der zusätzlichen Gelder durch »die Intensität der Kämpfe« notwendig geworden sei. Es sei der »dringliche und sofortige Bedarf« entstanden, unter anderem weitere Munition und moderne Waffensysteme zu erwerben und wichtige Arsenale für die Kriegsführung aufzufüllen.

Israel fängt iranische Raketen über Tel Aviv ab. Foto: Ohad Zwigenberg / AP
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Israel: Acht Menschen durch iranische Raketenangriffe verletzt
Bei iranischen Raketenangriffen sind in Israel nach Behördenangaben mindestens acht Menschen verletzt worden. Vier Menschen wurden nach Angaben der Rettungskräfte durch eine Streubombe in der Region Tel Aviv verletzt. Drei weitere Menschen wurden bei weiteren Angriffen durch umherfliegende Splitter getroffen, ein Mensch erlitt eine Rauchvergiftung.

Rettungseinsatz in Bnei-Brak bei Tel Aviv. Foto: Jack Guez / AFP
Der israelische Außenminister Gideon Sa’ar warf Iran vor, absichtlich zivile Ziele ins Visier zu nehmen. »Während wir militärische Ziele angreifen, zielt das iranische Regime auf Zivilisten«, sagte Saar bei einem Besuch in der nordisraelischen Stadt Sarsir, wo bei einem iranischen Raketenangriff zwei Tage zuvor fast 60 Bewohner verletzt worden waren. Berichten zufolge hat auch Israel in Iran schon zivile Einrichtungen getroffen, darunter eine Schule.
Israel setzt derweil auch seine Schläge gegen die Hisbollah im Libanon fort. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums kamen am Samstag bei israelischen Angriffen 24 Menschen ums Leben, darunter vier Kinder. 96 Menschen seien verletzt worden.
Israel setzt derweil auch seine Schläge gegen die Hisbollah im Libanon fort. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums kamen am Samstag bei israelischen Angriffen 24 Menschen ums Leben, darunter vier Kinder. 96 Menschen seien verletzt worden.
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Diskussion über Ausweitung von EU-Mission »Aspides« auf die Straße von Hormus
Im Kreis der EU-Partner beginnt eine Debatte, ob die Marine-Mission »Aspides« zum Schutz der zivilen Schifffahrt im Roten Meer auf das Gebiet der Straße von Hormus ausgeweitet werden soll.
Von EU-Diplomaten hieß es, das Thema stehe zwar nicht auf der Tagesordnung für ein Treffen der Außenminister am Montag, werde aber vermutlich bei der Debatte über die Eskalation im Nahen Osten angesprochen. Vor allem Frankreich habe in den vergangenen Tagen für eine Ausweitung der EU-Mission »Aspides« geworben. Zuerst hatte am Sonntag die »Financial Times« über die Überlegungen berichtet.
Von EU-Diplomaten hieß es, das Thema stehe zwar nicht auf der Tagesordnung für ein Treffen der Außenminister am Montag, werde aber vermutlich bei der Debatte über die Eskalation im Nahen Osten angesprochen. Vor allem Frankreich habe in den vergangenen Tagen für eine Ausweitung der EU-Mission »Aspides« geworben. Zuerst hatte am Sonntag die »Financial Times« über die Überlegungen berichtet.

Die Fregatte »Hessen«, hier im Hafen des Militärstützpunktes Wilhelmshaven, war an der Mission »Aspides« beteiligt. Foto: Sina Schuldt / picture alliance / dpa
Die Operation »Aspides« war 2024 gestartet worden, weil die von Iran unterstützten Huthi-Milizen aus dem Jemen heraus internationale Handelsschiffe attackierten und so die hochfrequentierte Handelsroute durchs Rote Meer behinderten. Anfangs beteiligte sich die Bundeswehr mit der Fregatte »Hessen«, die gleich zu Beginn des Einsatzes auch mehrere feindliche Drohnen abschoss. Aktuell beteiligt sich die Bundeswehr mit einem zivil-militärischen Überwachungsflieger zur Aufklärung der Lage und mit Stabspersonal an der Mission »Aspides«.
Für eine Ausweitung der Mission auf die Straße von Hormus, die Meerenge liegt im Süden des Persischen Golfs, wäre vermutlich eine Veränderung des beschlossenen EU-Mandats notwendig. Zwar umfasst das Mandat auch die Straße von Hormus. Für die Meerenge, die Iran durch Angriffe auf Schiffe aktuell weitgehend blockiert, ist allerdings nur eine Beobachtung der Lage vorgesehen. Eine Begleitung von Schiffskonvois wie im Roten Meer oder gar eine robuste Abwehr von möglichen Attacken sind bisher nicht durch das Mandat gedeckt.
US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Tagen gefordert, dass sich internationale Partner an einer Mission zur Absicherung der Straße von Hormus beteiligen sollen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte eine deutsche Rolle bei einer solchen Operation am Freitag bei einem Besuch in Norwegen allerdings überraschend deutlich ausgeschlossen.
Frankreich drängt auf Mandatsveränderung
Ob es zu einer schnellen Ausweitung der EU-Mission kommt, wurde von Diplomaten bezweifelt. Bisher dränge nur Frankreich auf eine Veränderung des Mandats. Paris hatte in den vergangenen Tagen bereits die Entsendung von Kriegsschiffen in die Region angekündigt, will allerdings erst agieren, wenn der Krieg gegen Iran beendet ist. Andere Partner aber, heißt es in Brüssel, stünden einer Ausweitung von »Aspides« kritisch gegenüber.
Neben einer Fokussierung auf das Gebiet rund um die Straße von Hormus müssten für einen wirksamen Schutz des Seegebiets vor der iranischen Küste vermutlich auch die Einsatzregeln für die EU-Mission deutlich verschärft werden. Bisher sieht das Mandat lediglich eine Lagebeobachtung und das Eskortieren von Handelsschiffen vor. Werden diese angegriffen, können die EU-Kriegsschiffe zur Selbstverteidigung auch Waffen einsetzen. Das Neutralisieren von Angreifern an Land oder der Beschuss von Abschussrampen, von denen die Angriffe ausgehen, ist nicht vorgesehen.
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Bundesregierung geht gegen hohe Spritpreise vor
Die Bundesregierung will das Kartellrecht schärfen und eine neue Regel auf den Weg bringen, dass Tankstellen nur noch einmal am Tag die Preise erhöhen dürfen. Für entsprechende Gesetzesänderungen wurde am Sonntag die Ressortabstimmung eingeleitet, sagte ein Sprecher der Bundesregierung laut der Nachrichtenagentur dpa. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte angekündigt, die Regierung prüfe eine Verschärfung der Missbrauchsaufsicht des Kartellamts beim Kraftstoffsektor, die zu verschärften Kontrollen bei Kosten und Preisen führen solle.
Politiker hatten Mineralölkonzernen eine »Abzocke« an Tankstellen vorgeworfen. »Wenn der Wettbewerb nicht mehr fair funktioniert, darf der Staat nicht zuschauen – er muss eingreifen«, sagte Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) der Nachrichtenagentur AFP. Warum Sprit in Deutschland so viel teurer als in anderen EU-Ländern ist, lesen Sie hier.
Politiker hatten Mineralölkonzernen eine »Abzocke« an Tankstellen vorgeworfen. »Wenn der Wettbewerb nicht mehr fair funktioniert, darf der Staat nicht zuschauen – er muss eingreifen«, sagte Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) der Nachrichtenagentur AFP. Warum Sprit in Deutschland so viel teurer als in anderen EU-Ländern ist, lesen Sie hier.

Eine Tankstellenanzeige in Berlin am Sonntag. Foto: Fabian Sommer / dpa
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Berichte aus Iran: Regime lässt Dutzende Menschen wegen angeblicher Kontakte zu Israel festnehmen
Iran geht Medienberichten zufolge gegen Dutzende Menschen vor, weil sie Israel und den USA im Krieg geholfen haben sollen. Die iranische Staatsagentur Fars meldet unter Berufung auf den Staatsanwalt Hossein Madschidi, dass 20 Menschen festgenommen worden seien, nachdem sie »Informationen über Anlagen von Militär, Polizei und Sicherheitskräften« an den Feind geschickt hätten. Die Festnahmen erfolgten demnach bei Razzien gegen angeblich mit Israel verbundene Netzwerke in der Provinz West-Aserbaidschan.
Mindestens 18 Menschen seien zudem festgenommen worden, weil sie »Bilder von Orten, die von Israel und den USA bombardiert wurden«, sowie von anderen Orten an den Fernsehsender Iran International mit Sitz in London gesendet hätten, meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf das Geheimdienstministerium. Iran hatte die Zusammenarbeit mit Iran International im Januar verboten und erklärt, der Sender sei »mit dem zionistischen Regime verbunden«.
Bei landesweiten Razzien hatten die iranischen Behörden örtlichen Medien zufolge in den vergangenen Tagen bereits Hunderte Menschen wegen des Verdachts der Zusammenarbeit mit Israel und den USA festgenommen. Bereits vor dem Krieg hatte Iran bei Protesten im Land zahlreiche Menschen festnehmen lassen. Das US-amerikanische Menschenrechtsnetzwerk »Human Rights Activists News Agency« (HRANA) ging Anfang Februar von insgesamt mehr als 50.000 Festnahmen in Iran aus.
Bei landesweiten Razzien hatten die iranischen Behörden örtlichen Medien zufolge in den vergangenen Tagen bereits Hunderte Menschen wegen des Verdachts der Zusammenarbeit mit Israel und den USA festgenommen. Bereits vor dem Krieg hatte Iran bei Protesten im Land zahlreiche Menschen festnehmen lassen. Das US-amerikanische Menschenrechtsnetzwerk »Human Rights Activists News Agency« (HRANA) ging Anfang Februar von insgesamt mehr als 50.000 Festnahmen in Iran aus.
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Mit Material der Agenturen



