Krieg in Nahost Netanyahu stellt Verhandlungen in Aussicht – und will den Libanon weiter angreifen
Israels Premierminister stellt Friedensgespräche mit dem Libanon in Aussicht und droht mit weiteren Angriffen. Und: Die USA erhöhen nach SPIEGEL-Informationen den Druck auf die europäischen Partner. Die Liveanalyse.
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage
- Die von US-Präsident Donald Trump kurz vor Ablauf seines Ultimatums verkündete Waffenruhe im Irankrieg scheint nicht sehr stabil zu sein. Teheran meldet Angriffe auf mehrere Orte im Land. Berichte über Attacken trotz Waffenruhe gibt es auch aus Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
- US-Präsident Trump hat Iran mit einer erneuten militärischen Eskalation gedroht, sollte Teheran die Waffenruhe nicht vollständig einhalten.
- In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad laufen Vorbereitungen für das Eintreffen der Amerikaner und Iraner. Hier sollen in den nächsten Tagen die Kriegsparteien über einen möglichen Frieden nach der vereinbarten zweiwöchigen Waffenruhe sprechen.
- Israels Premierminister Netanyahu will laut eigener Aussage mit dem Libanon verhandeln. Gleichzeitig kündigt er weitere Angriffe auf das Land an.
- US-Präsident Trump setzt Europa ein neues Ultimatum für die Unterstützung in der Straße von Hormus.
- Bundeskanzler Friedrich Merz will die Gespräche mit Iran wieder aufnehmen.
Mehr Hintergrund:
- Warum das vorläufige Ergebnis von Trumps Feldzug eine strategische Niederlage ist.
- Israels Premier Netanyahu lässt im Libanon weiter bomben. Was treibt ihn? Lesen Sie hier die Analyse.
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📌Netanyahu kündigt weitere Angriffe auf den Libanon an
Israels Premierminister Benjamin Netanyahu hat erneut betont, dass es keine Waffenruhe mit der Hisbollah im Libanon geben werde – obwohl sein Büro direkte Gespräche mit dem Libanon angekündigt hat. In einer Videobotschaft an Bewohnerinnen und Bewohner im Norden Israels sagte Netanyahu, Israel werde die Hisbollah »mit großer Kraft« treffen und nicht aufhören, bis die Sicherheit wiederhergestellt sei. Die angekündigten direkten Gespräche mit dem Libanon hätten zwei Ziele: die Entwaffnung der Hisbollah sowie ein »historisches und nachhaltiges Friedensabkommen« zwischen beiden Ländern.
Kurz vor der Veröffentlichung der Videobotschaft hatte US-Präsident Donald Trump noch in einem Interview mit dem Sender NBC News gesagt, dass Netanyahu die Angriffe im Libanon zurückfahren werde. »Ich habe mit Bibi gesprochen und er wird das Ganze ein bisschen ruhiger angehen (Original: I spoke with Bibi and he’s going to low-key it)«, so Trump.
Kurz vor der Veröffentlichung der Videobotschaft hatte US-Präsident Donald Trump noch in einem Interview mit dem Sender NBC News gesagt, dass Netanyahu die Angriffe im Libanon zurückfahren werde. »Ich habe mit Bibi gesprochen und er wird das Ganze ein bisschen ruhiger angehen (Original: I spoke with Bibi and he’s going to low-key it)«, so Trump.
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Liebe Leserinnen und Leser,
wir beenden unsere Berichterstattung zur Lage in Nahost an dieser Stelle. Der SPIEGEL hält Sie aber wie gewohnt weiter auf dem Laufenden: Hier entlang zum neuen Liveblog.
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Bericht: Pumpstation der Ost-West-Pipeline in Saudi-Arabien durch Angriff beschädigt
Die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA hat unter Berufung auf eine »offizielle Quelle« im Energieministerium von Schäden an einer Pumpstation der Ost-West-Ölpipeline durch einen Angriff berichtet. Demnach werde dadurch die Kapazität der Leitung um 700.000 Barrel pro Tag verringert.
Die Pipeline gilt als wichtige Exportroute für Saudi-Arabien, den weltweit größten Ölexporteur – vor allem seit der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus nach Angaben aus der Region stark eingeschränkt ist. Woher der Angriff kam und wann er verübt wurde, teilte die Agentur nicht mit.
Wieso die derzeit wichtigste Lebensader der globalen Energieversorgung zum Kriegsziel werden könnte, lesen Sie hier.
Die Pipeline gilt als wichtige Exportroute für Saudi-Arabien, den weltweit größten Ölexporteur – vor allem seit der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus nach Angaben aus der Region stark eingeschränkt ist. Woher der Angriff kam und wann er verübt wurde, teilte die Agentur nicht mit.
Wieso die derzeit wichtigste Lebensader der globalen Energieversorgung zum Kriegsziel werden könnte, lesen Sie hier.

Pumpstation an der Ost-West-Pipeline in Saudi-Arabien. Foto: Airbus / Google Earth
Zudem seien bei jüngsten Angriffen auch Ölanlagen in Manifa und Khurais beschädigt worden, hieß es. Dadurch sei die Förderkapazität des Königreichs um 600.000 Barrel pro Tag gesunken. Ein saudischer Staatsangehöriger sei getötet, sieben weitere Menschen seien verletzt worden.
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Der Konflikt in Bildern
Während sich Pakistan auf das Treffen der Unterhändler aus Iran und den USA vorbereitet, spüren die Menschen im Nahen Osten weiter die Folgen des Krieges. Der Konflikt in aktuellen Bildern.
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Trump zu Angriffen im Libanon: »Bibi wird es ein bisschen ruhiger angehen«
US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, dass er Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu gebeten hat, die Angriffe im Libanon herunterzufahren. »Ich habe mit Bibi gesprochen und er wird das Ganze ein bisschen ruhiger angehen (Original: I spoke with Bibi and he’s going to low-key it)«, sagte Trump in einem Interview mit dem Sender NBC News. Er glaube einfach, man müsse es insgesamt »ein bisschen ruhiger angehen«.
Trump zeigte sich »sehr optimistisch« mit Blick auf eine Einigung bei den Gesprächen am Wochenende in Islamabad. Irans Führung wirke in Gesprächen »viel vernünftiger« als sie gegenüber der Presse aufträten, so Trump.
Berichte: Trump bat Netanyahu um Verhandlungen mit dem Libanon
Die Entscheidung des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu direkte Verhandlungen mit dem Libanon aufzunehmen, soll auf Wunsch von US-Präsident Donald Trump erfolgt sein. Das berichten die US-Sender CNN und NBC unter Berufung auf US-Regierungsbeamte.
Demnach bat Trump Netanyahu in einem Telefonat, die Angriffe im Libanon zurückzufahren, um die Gespräche mit Iran nicht zu gefährden. Das Telefonat habe stattgefunden, nachdem Netanyahu am Mittwoch öffentlich angekündigt hatte, Israel werde den Libanon weiter angreifen. Unklar ist, ob Netanyahu einer Reduzierung der Luftangriffe zugestimmt hat.
Demnach bat Trump Netanyahu in einem Telefonat, die Angriffe im Libanon zurückzufahren, um die Gespräche mit Iran nicht zu gefährden. Das Telefonat habe stattgefunden, nachdem Netanyahu am Mittwoch öffentlich angekündigt hatte, Israel werde den Libanon weiter angreifen. Unklar ist, ob Netanyahu einer Reduzierung der Luftangriffe zugestimmt hat.
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Angebliche Botschaft von Irans Oberstem Führer: »Neue Phase« in Straße von Hormus
Irans neuer Revolutionsführer Mojtaba Khamenei hat Iran in einer ihm zugeschriebenen Erklärung als Sieger im Konflikt mit den USA und Israel dargestellt. Die Botschaft wurde im Staatsfernsehen erneut nur verlesen, Bewegtbilder oder eine Tonaufnahme gab es nicht.
In der Khamenei zugeschriebenen Erklärung heißt es, Iran habe den Konflikt gewonnen. »In den vergangenen 40 Tagen hat die große Nation Iran ein Epos geschaffen und die Welt verblüfft.« Iran wolle keinen Krieg, aber kämpfe für seine legitimen Rechte. Zugleich dankt der Text Verbündeten in der Region, darunter der libanesischen Hisbollah-Miliz und der Huthi-Miliz im Jemen. Außerdem wird Khamenei mit der Aussage zitiert, Iran werde die Kontrolle über die Straße von Hormus »in eine neue Phase führen« – ohne zu erläutern, was das konkret bedeuten soll.

Ein Porträtfoto von Mojtaba Khamenei bei Protesten gegen die USA und Israel in Pakistan. Foto: Shahzaib Akber / EPA
Der 56-Jährige ist seit seiner Ernennung zum neuen Religionsführer am 8. März nicht öffentlich aufgetreten. Das nährt Spekulationen über seinen Gesundheitszustand, seinen Aufenthaltsort und seine tatsächliche Rolle.
Khameneis Vater, der langjährige Oberste Führer Ali Khamenei, wurde am 28. Februar bei einem Luftangriff getötet. Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens verlor Mojtaba Khameneis bei dem Angriff auch seine Ehefrau, seine Mutter und einen Schwager. Der Sender bezeichnete ihn als »Kriegsversehrten«, nannte aber keine weiteren Details.
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Leseempfehlung: Zieht Trump jetzt US-Truppen aus Deutschland ab?
Der US-Präsident will die Nato-Verbündeten wegen ihrer Haltung im Irankrieg bestrafen, sein Außenminister Marco Rubio bringt die Schließung von US-Basen in Europa ins Spiel. Welche Folgen das hätte, lesen Sie hier.

Foto: Ronald Wittek / EPA
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Hisbollah lehnt Verhandlungen mit Israel ab
Die schiitische Hisbollah-Miliz lehnt direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon ab. Die libanesische Regierung müsse zunächst einen Waffenstillstand verlangen, sagte der Hisbollah-Abgeordnete Ali Fajjad. Priorität hätten außerdem der Abzug israelischer Truppen aus dem Libanon und die Rückkehr der Vertriebenen.
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Republikaner im Kongress lehnen es weiter ab, über Irankrieg abzustimmen
Die Republikaner im US-Repräsentantenhaus haben erneut einen Vorstoß der Demokraten blockiert, die US-Angriffe auf Iran zu beenden, das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Der Abgeordnete Chris Smith, ein Republikaner aus New Jersey, leitete eine verkürzte „Pro-forma“-Sitzung des Repräsentantenhauses und beendete diese, bevor eine Gruppe von Demokraten versuchen konnte, eine entsprechende Resolution zu verabschieden.
Der Abgeordnete Chris Smith, ein Republikaner aus New Jersey, leitete eine verkürzte „Pro-forma“-Sitzung des Repräsentantenhauses und beendete diese, bevor eine Gruppe von Demokraten versuchen konnte, eine entsprechende Resolution zu verabschieden.
Die Demokraten im US-Kongress haben in den vergangenen Monaten wiederholt vergeblich versucht, Resolutionen zu den Kriegsbefugnissen des US-Präsidenten zu verabschieden. Sie würden Trump dazu zwingen, vor der Einleitung militärischer Operationen, etwa in Venezuela aber auch in Iran, die Genehmigung des Kongresses einzuholen.
Nachdem Trump Anfang dieser Woche Iran offen gedroht hatte, dass »eine ganze Zivilisation sterben wird«, wuchs die Besorgnis der Demokraten. Dutzende forderten Trumps Amtsenthebung angesichts der von ihm angekündigten Kriegsverbrechen. Laut Genfer Konventionen gelten Angriffe auf Orte, die als lebenswichtig für die Zivilbevölkerung gelten, als Kriegsverbrechen.
Nachdem Trump Anfang dieser Woche Iran offen gedroht hatte, dass »eine ganze Zivilisation sterben wird«, wuchs die Besorgnis der Demokraten. Dutzende forderten Trumps Amtsenthebung angesichts der von ihm angekündigten Kriegsverbrechen. Laut Genfer Konventionen gelten Angriffe auf Orte, die als lebenswichtig für die Zivilbevölkerung gelten, als Kriegsverbrechen.
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Zahl der Toten im Libanon steigt auf mehr als 300
Nach den israelischen Angriffen im Libanon am Mittwoch ist die Zahl der Todesopfer nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums auf 303 gestiegen. Das Ministerium erwarte, dass die Zahl weiter steige, weil Rettungskräfte weiterhin Leichen aus den Trümmern bergen. Mindestens 1150 Menschen seien verletzt, heißt es.
Das israelische Militär hatte die libanesische Hauptstadt Beirut am Mittwoch massiv bombardiert. Die Angriffe trafen nicht nur die südlichen Vororte Beiruts, die als Hochburg der Schiitenmiliz Hisbollah gelten, sondern auch Wohn- und Geschäftsviertel im Zentrum Beiruts, viele davon ohne Vorwarnung. Israels Militär begründete das Vorgehen damit, Kommandeure und militärische Infrastruktur der Hisbollah ins Visier genommen zu haben.
Das israelische Militär hatte die libanesische Hauptstadt Beirut am Mittwoch massiv bombardiert. Die Angriffe trafen nicht nur die südlichen Vororte Beiruts, die als Hochburg der Schiitenmiliz Hisbollah gelten, sondern auch Wohn- und Geschäftsviertel im Zentrum Beiruts, viele davon ohne Vorwarnung. Israels Militär begründete das Vorgehen damit, Kommandeure und militärische Infrastruktur der Hisbollah ins Visier genommen zu haben.
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Berichte: Trump bat Netanyahu um Verhandlungen mit dem Libanon
Die Entscheidung des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu direkte Verhandlungen mit dem Libanon aufzunehmen, soll auf Wunsch von US-Präsident Donald Trump erfolgt sein. Das berichten die US-Sender CNN und NBC unter Berufung auf US-Regierungsbeamte.
Demnach bat Trump Netanyahu in einem Telefonat, die Angriffe im Libanon zurückzufahren, um die Gespräche mit Iran nicht zu gefährden. Das Telefonat habe stattgefunden, nachdem Netanyahu am Mittwoch öffentlich angekündigt hatte, Israel werde den Libanon weiter angreifen. Unklar ist, ob Netanyahu einer Reduzierung der Luftangriffe zugestimmt hat.
Demnach bat Trump Netanyahu in einem Telefonat, die Angriffe im Libanon zurückzufahren, um die Gespräche mit Iran nicht zu gefährden. Das Telefonat habe stattgefunden, nachdem Netanyahu am Mittwoch öffentlich angekündigt hatte, Israel werde den Libanon weiter angreifen. Unklar ist, ob Netanyahu einer Reduzierung der Luftangriffe zugestimmt hat.
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Susanne Koelbl
Reporterin im Auslandsressort
Islamabad bereitet sich auf JD Vance und die Iraner vor
Am Mittwochvormittag wurden die Gäste des besten Hotels von Islamabad, des Fünf‑Sterne‑Hauses Serena, überraschend gebeten, ihre Zimmer zu räumen. »Die Regierung von Pakistan hat unser Hotel für ein wichtiges Ereignis angefordert«, schrieb Hotelmanager Christoph Hoeflich auf ein DIN‑A4‑Blatt und komplimentierte die Gäste bis 17 Uhr aus dem Haus. »Wir waren ziemlich sauer«, so ein deutscher Dauergast, der Mühe hatte, schnell eine passende Unterkunft zu finden.

Nachricht von Hotelmanager Christoph Hoeflich. Foto: Privat
Ein anderer Gast erfuhr beim Auschecken, dass »459 Zimmer auf einmal gebucht« worden seien. Das wichtige Ereignis, für das die Regierung die Zimmer angefordert hat, ist das Verhandlungstreffen zwischen Iran und USA, in dem die Kriegsparteien über einen möglichen Frieden nach der vereinbarten zweiwöchigen Waffenruhe sprechen wollen. Die ersten Protokollbeamten und Sicherheitskräfte der Delegationen aus den USA, Iran und China sind bereits eingetroffen.
Ein Sicherheitsbeamter des Hauses glaubt, die Chinesen seien als »Schutzmacht« der Iraner angereist. Zudem seien Delegationen aus der Türkei, Ägypten und Saudi‑Arabien als »stille Beobachter« vor Ort. Deutsche spielen keine Rolle. Die Unterhändler – US-Vizepräsident JD Vance, Irans Außenminister Abbas Araghchi und der Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf – werden in der Nacht erwartet.
Ein Sicherheitsbeamter des Hauses glaubt, die Chinesen seien als »Schutzmacht« der Iraner angereist. Zudem seien Delegationen aus der Türkei, Ägypten und Saudi‑Arabien als »stille Beobachter« vor Ort. Deutsche spielen keine Rolle. Die Unterhändler – US-Vizepräsident JD Vance, Irans Außenminister Abbas Araghchi und der Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf – werden in der Nacht erwartet.

Das Serena Hotel thront auf einer Anhöhe im Osten Islamabads. Mit seiner orientalischen Architektur, schweren Paisley‑Stoffen, edlen Teppichen und geschnitzten Holzelementen verkörpert es einen Luxus, den sich nur wenige im Land leisten können. . Foto: Aamir Qureshi / AFP
Rund um das Hotel sind die Straßen seit Donnerstagmittag weiträumig gesperrt: von der Constitutional Avenue über den Srinagar Highway bis zur Embassy Road. Nur Anwohner dürfen passieren. Schwarze SUVs mit Diplomatenkennzeichen pendeln ständig zwischen dem Diplomatenviertel und dem Hotel. Überall sind Männer mit Walkie‑Talkies und Knöpfen im Ohr zu sehen; sie sichern die Umgebung, während Hubschrauber dröhnend über der Stadt kreisen. Der Ausnahmezustand soll bis Samstagabend andauern.
Den Politikern bleibt wenig Zeit, um die tiefen Gräben zwischen Iran und den USA zu überbrücken. Bereits für Samstagabend ist die Abreise der Delegationen geplant.
Das diplomatische Korps in Islamabad zeigt sich jedenfalls überrascht, dass das Treffen überhaupt stattfindet. »So weit, wie die Positionen auseinanderliegen«, sagte ein westlicher Gesandter dem SPIEGEL. Doch alle seien sich einig: Weil die Straße von Hormus vor zwei Monaten noch offen war und das angereicherte Uran trotz des Krieges weiterhin in Iran lagert, müsse »hier ein Schaden behoben werden, der vorher nicht existierte«. Immerhin, so der Diplomat, seien die Verhandlungsteams jetzt tatsächlich vor Ort.
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Leseempfehlung: Ölteppich in der Straße von Hormus bedroht Unesco-Naturschutzgebiet
Aus einem bombardierten iranischen Kriegsschiff strömt Schweröl in den Persischen Golf – und treibt auf ein bedeutendes Naturschutzgebiet zu. Satellitenbilder deuten das Ausmaß einer potenziellen Katastrophe an. Mehr dazu lesen Sie hier.

Foto: Copernicus / Sentinel 2
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Netanyahu will Verhandlungen mit dem Libanon aufnehmen
Erst droht er mit weiteren Angriffen, nun stellt er Verhandlungen in Aussicht: Netanyahu teilt mit, er habe Anweisung gegeben, dass Israel Friedensgespräche mit dem Libanon aufnehmen solle, die auch die Entwaffnung der Hisbollah beinhalten sollen.
»Angesichts der wiederholten Forderungen des Libanon nach der Aufnahme direkter Verhandlungen mit Israel habe ich das Kabinett gestern angewiesen, so bald wie möglich direkte Verhandlungen mit dem Libanon aufzunehmen«, erklärt Netanyahu in einer Stellungnahme. »Im Mittelpunkt der Verhandlungen werden die Entwaffnung der Hisbollah und die Herstellung friedlicher Beziehungen zwischen Israel und dem Libanon stehen.«
Nach Angaben des Axios-Reporters Barak Ravid sollen die Gespräche kommende Woche beginnen. Das erste Treffen solle im US-Außenministerium in Washington stattfinden, schrieb Ravid auf X.
»Angesichts der wiederholten Forderungen des Libanon nach der Aufnahme direkter Verhandlungen mit Israel habe ich das Kabinett gestern angewiesen, so bald wie möglich direkte Verhandlungen mit dem Libanon aufzunehmen«, erklärt Netanyahu in einer Stellungnahme. »Im Mittelpunkt der Verhandlungen werden die Entwaffnung der Hisbollah und die Herstellung friedlicher Beziehungen zwischen Israel und dem Libanon stehen.«
Nach Angaben des Axios-Reporters Barak Ravid sollen die Gespräche kommende Woche beginnen. Das erste Treffen solle im US-Außenministerium in Washington stattfinden, schrieb Ravid auf X.

Foto: Ronen Zvulun / REUTERS
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Nadine Wolter
Nachrichtenressort
Rutte beschwichtigt die USA
Nato-Chef Mark Rutte spricht derzeit bei einem Besuch am republikanernahen Ronald Reagan Institute in Washington, D.C., über die Position der Nato-Länder zum Irankrieg und ist sichtlich um Deeskalation bemüht. Die Nato-Mitgliedsländer täten alles, was US-Präsident Donald Trump zur Stärkung des Militärbündnisses gefordert habe, so Rutte. Auch wenn einige anfangs »etwas zögerlich« gewesen seien, den Vereinigten Staaten in ihrem Krieg mit Iran Unterstützung zu leisten.

Foto: Manuel Balce Ceneta / AP
»Als es darum ging, die logistische und sonstige Unterstützung zu leisten, die die Vereinigten Staaten in Iran benötigten, waren einige Verbündete, gelinde gesagt, etwas zögerlich«, so Rutte. Als Grund gab er an, dass sie »auch etwas überrascht waren«, da der US-Präsident sich dazu entschieden hatte, die Verbündeten nicht im Voraus über den Angriff zu informieren.
»Aber was ich sehe, wenn ich heute über Europa blicke, ist, dass die Verbündeten massive Unterstützung leisten«, sagt Rutte. »Fast ausnahmslos tun die Verbündeten alles, worum die Vereinigten Staaten sie bitten. Sie haben die Bitten von Präsident Trump gehört und reagieren darauf.«
»Aber was ich sehe, wenn ich heute über Europa blicke, ist, dass die Verbündeten massive Unterstützung leisten«, sagt Rutte. »Fast ausnahmslos tun die Verbündeten alles, worum die Vereinigten Staaten sie bitten. Sie haben die Bitten von Präsident Trump gehört und reagieren darauf.«
Angesprochen auf die Haltung der Europäer zur Sicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus, betont Rutte, dass man auch in Europa dazu entschlossen sei, das Prinzip der freien Schifffahrt aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig betonte der Nato-Vorsitzende, dass es angesichts der kürzlich verkündeten Waffenruhe noch zu früh sei, um konkreter zu werden. Er stellte »praktische Unterstützung« in Aussicht und spezifizierte danach, es könnte sich um Minenboote oder Radartechnologie handeln, um den Verkehr in der Meerenge zu sichern und zu überwachen.
US-Präsident Trump hatte die Nato zuletzt immer wieder verbal angegriffen. »Die Nato war nicht da, als wir sie brauchten, und sie wird auch nicht da sein, wenn wir sie wieder brauchen«, schrieb er zuletzt auf seiner Plattform Truth Social. In einem weiteren, knappen Post warf er Nato-Partnern vor, ohne Druck nichts zu verstehen. Konkreter wurde er dabei allerdings nicht.
US-Präsident Trump hatte die Nato zuletzt immer wieder verbal angegriffen. »Die Nato war nicht da, als wir sie brauchten, und sie wird auch nicht da sein, wenn wir sie wieder brauchen«, schrieb er zuletzt auf seiner Plattform Truth Social. In einem weiteren, knappen Post warf er Nato-Partnern vor, ohne Druck nichts zu verstehen. Konkreter wurde er dabei allerdings nicht.
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Netanyahu droht mit weiteren Angriffen auf den Libanon
Israel und die USA meinen, die mit Iran ausgehandelte Waffenruhe beziehe sich nicht auf den Libanon. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat nun weitere Angriffe auf Ziele der proiranischen Hisbollah-Miliz angekündigt. Es werde weitere Angriffe geben, »wo immer« das »nötig« sei, bis die Sicherheit für Bewohner im Norden Israels »vollständig wiederhergestellt« sei, meinte Netanyahu bei X.
Die israelische Armee hatte am Mittwoch nach der Vereinbarung einer Waffenruhe zwischen den USA und Iran ihre Angriffe im Libanon verstärkt. Dabei wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mehr als 200 Menschen getötet und mehr als 1100 weitere verletzt. Israels Verteidigungsminister Israel Katz sprach von »mehr als 200 Terroristen, die gestern eliminiert wurden«. Die Hisbollah-Miliz reagierte mit Raketenangriffen auf Israel.
Die israelische Armee hatte am Mittwoch nach der Vereinbarung einer Waffenruhe zwischen den USA und Iran ihre Angriffe im Libanon verstärkt. Dabei wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mehr als 200 Menschen getötet und mehr als 1100 weitere verletzt. Israels Verteidigungsminister Israel Katz sprach von »mehr als 200 Terroristen, die gestern eliminiert wurden«. Die Hisbollah-Miliz reagierte mit Raketenangriffen auf Israel.
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WHO: Mehr als vier Millionen Vertriebene durch Irankrieg
Im Nahen und Mittleren Osten sind im Irankrieg nach Uno-Angaben insgesamt rund 4,25 Millionen Menschen geflüchtet und etwa 4100 Menschen ums Leben gekommen. Laut dem jüngsten Lagebericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf wurden seit Kriegsbeginn Ende Februar fast 45.700 Menschen in der Region verletzt.
Die Uno-Gesundheitsorganisation berichtet von 3,2 Millionen Vertriebenen in Iran und mehr als einer Million Menschen im Libanon, die im Zuge des Konflikts ihr Zuhause verlassen mussten.
Die Uno-Gesundheitsorganisation berichtet von 3,2 Millionen Vertriebenen in Iran und mehr als einer Million Menschen im Libanon, die im Zuge des Konflikts ihr Zuhause verlassen mussten.

Viele Menschen, wie hier im Libanon, mussten ihr Zuhause verlassen. Foto: Louisa Gouliamaki / REUTERS
Iran und der Libanon haben demnach auch die meisten Todesopfer zu beklagen. Nach Angaben der WHO sind in den beiden Ländern jeweils rund 2400 und 1700 Menschen ums Leben gekommen. Im Irak waren es 109, in Israel 24.
Iran hat nach WHO-Angaben bislang mehr als 32.000 Verletzte verzeichnet. In Israel, das von iranischen Gegenschlägen betroffen ist, wurden mehr als 7000 Menschen verletzt. Im Libanon, wo Israel die von Iran unterstützte Hisbollah bekämpft, gab es fast 6000 Verletzte.
Der WHO-Bericht nannte keine Quellen für diese Zahlen. WHO-Statistiken stützen sich meist auf Angaben nationaler Behörden.
Iran hat nach WHO-Angaben bislang mehr als 32.000 Verletzte verzeichnet. In Israel, das von iranischen Gegenschlägen betroffen ist, wurden mehr als 7000 Menschen verletzt. Im Libanon, wo Israel die von Iran unterstützte Hisbollah bekämpft, gab es fast 6000 Verletzte.
Der WHO-Bericht nannte keine Quellen für diese Zahlen. WHO-Statistiken stützen sich meist auf Angaben nationaler Behörden.
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Leseempfehlung: 13 Punkte, in denen USA und Iran uneins sind
Die USA wollen Iran die Urananreicherung verbieten, Iran will die Kontrolle über die Straße von Hormus: Am Samstag beginnen die Gespräche in Pakistan, die Forderungen beider Seiten widersprechen sich erheblich. Mehr dazu lesen Sie hier.

Foto: Majid Asgaripour / Wana News Agency / REUTERS
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Irans Präsident droht: »Finger bleiben am Abzug«
Wegen der jüngsten israelischen Angriffe auf den Libanon hat der iranische Präsident Masoud Pezeshkian Verhandlungen als »sinnlos« bezeichnet. »Unsere Finger bleiben am Abzug«, schreibt Pezeshkian bei X. »Iran wird seine libanesischen Brüder und Schwestern niemals im Stich lassen.«
Nach Ansicht Israels und der USA erstreckt sich die mit Teheran ausgehandelte zweiwöchige Waffenruhe im Irankrieg nicht auf den Libanon. Nun sollen von Pakistan vermittelte Gespräche mit den USA über ein dauerhaftes Abkommen beginnen.
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Irankrieg gefährdet Wasserversorgung im Sudan
Der Irankrieg hat die Ölpreise weltweit in die Höhe getrieben. Im Sudan hat das fatale Folgen für die Wasserversorgung. Darauf hat das christliche Hilfswerk World Vision hingewiesen. »Der Sudan ist stark auf Bohrlöcher angewiesen, die tief in die Grundwasserzone des Landes gebohrt werden«, erläutern die Helfer. »Dieselgeneratoren pumpen das Wasser in Tanks oder Rohrleitungen, die Menschen und Vieh in diesem ausgedörrten Land versorgen, das sich derzeit in der heißen Jahreszeit befindet.«
Wenn die Dieselpreise steigen, steigt demnach auch der Preis für Trinkwasser. Sauberes Trinkwasser könnten sich deshalb viele geflüchtete Familien nicht mehr oder nur in geringer Menge leisten. Mit einer schnellen Entspannung der Lage sei trotz der jetzt vereinbarten Waffenruhe am Golf nicht zu rechnen. »Das Problem ist besonders gravierend, da der Sudan Schauplatz der weltweit größten Vertreibungskrise ist: Mehr als neun Millionen Menschen sind infolge des seit drei Jahren andauernden Konflikts in andere Teile des Landes geflohen«, so World Vision.
Wenn die Dieselpreise steigen, steigt demnach auch der Preis für Trinkwasser. Sauberes Trinkwasser könnten sich deshalb viele geflüchtete Familien nicht mehr oder nur in geringer Menge leisten. Mit einer schnellen Entspannung der Lage sei trotz der jetzt vereinbarten Waffenruhe am Golf nicht zu rechnen. »Das Problem ist besonders gravierend, da der Sudan Schauplatz der weltweit größten Vertreibungskrise ist: Mehr als neun Millionen Menschen sind infolge des seit drei Jahren andauernden Konflikts in andere Teile des Landes geflohen«, so World Vision.
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Libanesischen Krankenhäusern könnte lebensrettendes Material ausgehen
Einigen Krankenhäusern im Libanon könnten binnen weniger Tage die lebensrettenden Trauma-Medizinsets ausgehen. Die Bestände seien infolge der israelischen Angriffe der vergangenen Tage nahezu erschöpft, teilt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. Bei den jüngsten israelischen Angriffen am Mittwoch waren Angaben aus dem Libanon zufolge 200 Menschen getötet und 1000 Menschen verletzt worden.
Die lebensrettenden Traumasets umfassen Verbandsmaterial, Antibiotika und Betäubungsmittel zur Behandlung von Patienten mit kriegsbedingten Verletzungen. Ein Vorrat für drei Wochen wurde am Mittwoch innerhalb eines Tages aufgebraucht.
»Wenn wir einen weiteren Massenanfall von Opfern erleben wie den von gestern, wäre das eine Katastrophe«, sagte Abdinasir Abubakar, WHO-Vertreter im Libanon, der Nachrichtenagentur Reuters. »Wahrscheinlich werden wir noch mehr Menschenleben verlieren, nur weil wir nicht genügend Vorräte haben.«
Auch Medikamente zur Behandlung von chronischen Erkrankungen, wie etwa Insulin für Diabetiker, drohten in den kommenden Wochen auszugehen – nachdem die Lieferketten durch den Krieg im Golf und die Schließung der Straße von Hormus gestört wurden.
Auch Medikamente zur Behandlung von chronischen Erkrankungen, wie etwa Insulin für Diabetiker, drohten in den kommenden Wochen auszugehen – nachdem die Lieferketten durch den Krieg im Golf und die Schließung der Straße von Hormus gestört wurden.
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Kurse an der Wall Street geben nach
Der Ernüchterung am deutschen Aktienmarkt folgt jetzt auch die US-amerikanische Wall Street. Zweifel an einem baldigen Ende des Irankriegs drücken die Kurse erneut ins Minus. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung am Donnerstag 0,3 Prozent tiefer als am Vortag bei 47.772 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq gaben jeweils leicht nach und lagen bei 6776 und 22.609 Punkten.
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Ella Knigge
Nachrichtenressort

Merz kritisiert Israels Kriegsführung im Libanon
Kanzler Friedrich Merz kritisiert die israelische Kriegsführung im Libanon. »Die Härte, mit der Israel dort Krieg führt, könnte den Friedensprozess als Ganzes zum Scheitern bringen. Und das darf nicht geschehen«, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz. Deswegen habe er gestern mit weiteren Staats- und Regierungschefs die israelische Regierung gebeten, »ihre nochmals verschärften Angriffe zu beenden«.
Man sehe die Lage in der gesamten Region mit großer Besorgnis, sagte Merz – aber mit besonderer Besorgnis die Lage im Süden des Libanon. Israel hatte trotz der Waffenruhe im Irankrieg am Mittwoch in seiner Auseinandersetzung mit der Hisbollah-Miliz zahlreiche Ziele im Libanon bombardiert, darunter auch in der Hauptstadt Beirut. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden mindestens 182 Menschen getötet.
Man sehe die Lage in der gesamten Region mit großer Besorgnis, sagte Merz – aber mit besonderer Besorgnis die Lage im Süden des Libanon. Israel hatte trotz der Waffenruhe im Irankrieg am Mittwoch in seiner Auseinandersetzung mit der Hisbollah-Miliz zahlreiche Ziele im Libanon bombardiert, darunter auch in der Hauptstadt Beirut. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden mindestens 182 Menschen getötet.

Zerstörung in Beirut. Foto: Murat Sengul / IMAGO
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Merz will Gespräche mit Iran wieder aufnehmen
Nach der vereinbarten Waffenruhe in Nahost nimmt die Bundesregierung ihre Gespräche mit der Regierung in Iran wieder auf. Ziel sei es, damit einen Beitrag zum Erfolg der anstehenden Verhandlungen zwischen den USA und Iran über ein Ende des Krieges in der Region zu leisten, sagte Kanzler Friedrich Merz. Er betonte, es öffne sich jetzt »ein Zeitfenster für eine Verhandlungslösung«, die Lage sei aber noch »fragil«.
Die Bundesregierung wolle den diplomatischen Prozess weiter unterstützen und sei bereit, einen Frieden zu stabilisieren – »wenn er denn gelingt« schob Merz nach. Nach einem Friedensschluss könne Deutschland helfen, auch die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus zu sichern. Dafür müsse es aber ein Mandat und ein tragfähiges Konzept geben.
Merz kündigte an, noch heute mit dem pakistanischen Premierminister zu telefonieren. Zudem sei ein Verhandlungsteam nach Pakistan aufgebrochen, um dort mit Teheran zu verhandeln.
Die Bundesregierung wolle den diplomatischen Prozess weiter unterstützen und sei bereit, einen Frieden zu stabilisieren – »wenn er denn gelingt« schob Merz nach. Nach einem Friedensschluss könne Deutschland helfen, auch die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus zu sichern. Dafür müsse es aber ein Mandat und ein tragfähiges Konzept geben.
Merz kündigte an, noch heute mit dem pakistanischen Premierminister zu telefonieren. Zudem sei ein Verhandlungsteam nach Pakistan aufgebrochen, um dort mit Teheran zu verhandeln.

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