Krieg in Nahost Raketenangriff aus Iran auf deutsches Feldlager in Jordanien
Das deutsche Feldlager im jordanischen al-Azraq ist von Raketen aus Iran angegriffen worden. Wie groß die Schäden sind, ist unklar. Und: Trump ist »nicht glücklich« über Wahl von Khamenei. Das war Tag 10 des Krieges.
Mit
Anna-Lena Abbott,
Matthias Gebauer,
Miriam Khan,
Susanne Koelbl,
Johannes Korge,
Charlotte Lüder,
Sven Scharf,
Mathis Schneider,
Thore Schröder,
Elisa Schwarze,
Julius Seibt,
Solveig Eichner (Fotos) und
Fritz Schaap sowie Hannah Aders (Fotoredaktion)
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Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Iran an. Das Regime reagierte erneut mit Gegenattacken und hat die Ausweitung von Raketenangriffen angekündigt. Donald Trump hat mitgeteilt, dass er »nicht glücklich« über die Wahl des neuen iranischen Anführers Mojtaba Khamenei ist. Der US-Präsident hat in einem Interview zudem von einem baldigen Kriegsende gesprochen und angedeutet, die USA könnten die Straße von Hormus übernehmen.
- Laut Irans Außenminister will das Land nicht über ein Ende des Kriegs verhandeln, solange es unter Beschuss steht.
- Ankara meldet den erneuten Abschuss einer iranischen Rakete auf dem Weg in die Türkei durch die Nato. Man habe Iran gewarnt, sagt Recep Tayyip Erdoğan. Zuvor schickte die Türkei mehrere Kampfjets nach Zypern.
- Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner haben eine für morgen geplante Israelreise spontan wieder abgesagt.
- Der Ölpreis hat erstmals seit Jahren die kritische Marke von 100 US-Dollar gerissen. Börsen weltweit rutschten ab. Am Abend erholte der Ölpreis sich.
- Das deutsche Feldlager im jordanischen al-Azraq ist in der Nacht zum Montag mit ballistischen Raketen aus Iran angegriffen worden.
Mehr Hintergrund und Analyse
- Der neue Ölpreisschock: Bis auf fast 120 Dollar sind die Rohölpreise über Nacht zeitweise gestiegen. Das ist auch für Donald Trump ein Problem.
- Kein Plan, große Gefahr: Zehn Tage nach Kriegsbeginn weiß immer noch niemand, wofür dieser Krieg eigentlich geführt wird.
- Daten und Grafiken zum Irankrieg: Wo fliegen die Truppen von den USA und Israel ihre Angriffe? Welche US-Basen attackiert Iran? Welche Waffen sind im Einsatz? Hier geht’s zum Überblick
- Khameneis Nachfolger: Wer ist Mojtaba Khamenei, der Sohn des getöteten Ajatollah Ali Khamenei und neuer Oberster Führer Irans? Lesen Sie hier mehr.
- Der wunde Punkt der Golfstaaten: Alle blicken auf die Ölpreise, noch angreifbarer sind die Golfstaaten aber beim Thema Wasser. Hier finden Sie die Hintergründe dazu.
- Der Wutkrieger: Donald Trump versprach erst Frieden und »America First«, doch dann packte ihn die Lust an der Zerstörung. Seine Anhänger kommen da nicht hinterher. Die SPIEGEL-Titelstory
- An dieser Stelle haben die Ajatollahs die Weltwirtschaft im Würgegriff: Fast jeder dritte Liter Öl kommt aus der Region um den Persischen Golf, beim Flüssigerdgas sieht es ähnlich aus. Nun blockiert Iran die Straße von Hormus. Diese Karten zeigen, wie abhängig die Welt ist
- Folgen des Irankriegs: Droht eine neue große Fluchtbewegung Richtung Europa?
Anmerkung der Redaktion: Die Karte zeigte durch die Live-Aktualisierung zeitweise falsche Werte. Wir haben den Datenstand nun am 11. März eingefroren.
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Liebe Leserinnen und Leser,
das war es zunächst von der SPIEGEL-Liveanalyse zum Krieg in Nahost. Wir halten Sie auf SPIEGEL.de natürlich dennoch weiterhin über alle Entwicklungen auf dem Laufenden. Gute Nacht!
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Franziska Wunderlich
Newsdesk

Britische Kampfflugzeuge unterstützen Emirate bei Drohnenabwehr
Die britische Luftwaffe hat nach Angaben des Verteidigungsministers damit begonnen, die Vereinigten Arabischen Emirate bei der Drohnenabwehr zu unterstützen. »Großbritannien fliegt derzeit Verteidigungsflüge«, sagte Verteidigungsminister John Healey.
Typhoon-Kampfflugzeuge hätten bereits zwei Drohnen abgeschossen, die infolge des Irankriegs über Jordanien und auf dem Weg nach Bahrain gesichtet worden waren. Zudem seien Militärhubschrauber in Zypern eingetroffen und ein britisches Kriegsschiff werde in den nächsten Tagen im östlichen Mittelmeer auslaufen, fügt Healey hinzu.
Typhoon-Kampfflugzeuge hätten bereits zwei Drohnen abgeschossen, die infolge des Irankriegs über Jordanien und auf dem Weg nach Bahrain gesichtet worden waren. Zudem seien Militärhubschrauber in Zypern eingetroffen und ein britisches Kriegsschiff werde in den nächsten Tagen im östlichen Mittelmeer auslaufen, fügt Healey hinzu.
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Iran: Mehrere Länder sondieren wegen Waffenruhe
Iran steht nach eigenen Angaben mit mehreren Staaten wegen einer möglichen Waffenruhe in Kontakt. Länder wie China, Russland und Frankreich hätten sich deswegen an die Islamische Republik gewandt, sagt Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi im staatlichen Fernsehen. Erste Bedingung für eine Feuerpause sei der Stopp weiterer Aggressionen.
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Franziska Wunderlich
Newsdesk

Deutschland zieht Personal der Botschaft im Irak ab
Die Bundesregierung hat wegen des Irankriegs das Personal der deutschen Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad abgezogen und vorübergehend außer Landes gebracht. Das bestätigte Außenminister Johann Wadephul. Die Erreichbarkeit der deutschen Botschaft im Irak sei gewährleistet. Die USA habe bei der Ausreise des deutschen Personals unterstützt. Wadephul sagt, er habe sich in einem Telefonat bei seinem US-Kollegen Marco Rubio dafür bedankt.
Bereits am Samstag hatte das Auswärtige Amt das Personal der deutschen Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran in Sicherheit gebracht.
Bereits am Samstag hatte das Auswärtige Amt das Personal der deutschen Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran in Sicherheit gebracht.
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Staatliche Medien berichten von Massenkundgebungen für Khamenei
In Iran haben laut staatlichen Medienberichten Hunderttausende Menschen an organisierten Solidaritätskundgebungen für den neuen Revolutionsführer Mojtaba Khamenei teilgenommen. In Teheran bekundeten Menschen demnach trotz der Gefahr von Raketenangriffen der USA und Israels dem obersten Führer ihre Treue.
Aufnahmen des staatlichen Fernsehens zeigten Autokorsos sowie Menschen mit iranischen Flaggen. Laut Staatsmedien erklärten die Demonstrierenden, gemeinsam mit dem neuen Führer den Konflikt bis zum »endgültigen Sieg« fortsetzen zu wollen.
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Trump spricht offenbar über mögliche Übernahme der Straße von Hormus
Donald Trump überlegt dem Sender CBS zufolge, die Kontrolle über die Straße von Hormus zu übernehmen. Diese sei aber derzeit offen und werde befahren. Er denke aber darüber nach, sie zu »übernehmen«. Zuvor hatte er bereits angekündigt, die US-Marine könne durchfahrende Schiffe zur Not eskortieren.
Dem neuen geistlichen Oberhaupt Ajatollah Mojtaba Khamenei habe er nichts zu sagen, zitiert der US-Sender den Präsidenten. Ihm schwebe jemand vor, der stattdessen Iran führen könne. Einen Namen nennt Trump nicht.
Dem neuen geistlichen Oberhaupt Ajatollah Mojtaba Khamenei habe er nichts zu sagen, zitiert der US-Sender den Präsidenten. Ihm schwebe jemand vor, der stattdessen Iran führen könne. Einen Namen nennt Trump nicht.
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Libanon meldet Hunderte Tote seit Kriegsbeginn
486 Menschen sind seit Beginn der Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon gestorben, teilt die Katastrophenschutzeinheit der Regierung in Beirut mit. 1.313 weitere seien verletzt worden.
Nach erneutem Raketenbeschuss der Hisbollah auf Israel greift das israelische Militär wieder in den Einflussgebieten der Schiitenorganisation an: südliche Vororte der Hauptstadt Beirut, große Teile im Südlibanon und Gebiete im Osten des Landes.
Nach erneutem Raketenbeschuss der Hisbollah auf Israel greift das israelische Militär wieder in den Einflussgebieten der Schiitenorganisation an: südliche Vororte der Hauptstadt Beirut, große Teile im Südlibanon und Gebiete im Osten des Landes.
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Ölpreis rutscht ab
Die Ölpreise sind am Montagabend gesunken, nachdem US-Präsident Donald Trump in einem Interview offenbar von einem baldigen Ende des Krieges gegen Iran gesprochen hat. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent fiel daraufhin auf 90,60 US-Dollar, was etwas weniger war als am Freitag. Zum Vergleich: In der Nacht auf Montag hatte die Furcht vor Ölknappheit den Preis noch bis auf mehr als 120 Dollar nach oben getrieben.
Trump spricht offenbar von schnellem Kriegsende
Donald Trump hat sich in einem Interview mit einer CBS-Reporterin offenbar optimistisch gezeigt, dass der Krieg gegen Iran bald beendet werden könne. Er halte den Krieg für »nahezu abgeschlossen«, wird Trump von Weijia Jiang zitiert. Washington sei dem Zeitplan von vier bis fünf Wochen weit voraus, sagte Trump demnach. »Sie haben keine Marine, keine Kommunikationsmittel, sie haben keine Luftwaffe«, soll der US-Präsident gesagt haben.
Im Moment deutet allerdings wenig darauf hin, dass die neuen Machthaber in Iran bereit sind, nachzugeben. Die Sicherheitskräfte bereiten sich vermutlich auf einen langen Kampf vor.
Im Moment deutet allerdings wenig darauf hin, dass die neuen Machthaber in Iran bereit sind, nachzugeben. Die Sicherheitskräfte bereiten sich vermutlich auf einen langen Kampf vor.
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Hisbollah greift israelische Militärbasis nahe Tel Aviv mit Raketen an
Die Hisbollah-Miliz hat nach eigenen Angaben Raketen auf einen israelischen Militärstützpunkt in der Nähe von Tel Aviv abgefeuert. Sie habe die Heimatfront-Kommandozentrale der israelischen Armee in Ramla mit einer »Salve hochentwickelter Raketen« angegriffen, teilt die libanesische Miliz mit. Es handele sich um eine Antwort auf »die kriminelle israelische Aggression, die dutzende libanesische Städte und die südlichen Vororte von Beirut getroffen hat«. Aus Israel gab es bisher keine Stellungnahme zu der Hisbollah-Behauptung.
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Trump spricht offenbar von schnellem Kriegsende
Donald Trump hat sich in einem Interview mit einer CBS-Reporterin offenbar optimistisch gezeigt, dass der Krieg gegen Iran bald beendet werden könne. Er halte den Krieg für »nahezu abgeschlossen«, wird Trump von Weijia Jiang zitiert. Washington sei dem Zeitplan von vier bis fünf Wochen weit voraus, sagte Trump demnach. »Sie haben keine Marine, keine Kommunikationsmittel, sie haben keine Luftwaffe«, soll der US-Präsident gesagt haben.
Momentan deutet allerdings wenig darauf hin, dass die neuen Machthaber in Iran bereit sind, nachzugeben. Die Sicherheitskräfte bereiten sich vermutlich auf einen langen Kampf vor.
Momentan deutet allerdings wenig darauf hin, dass die neuen Machthaber in Iran bereit sind, nachzugeben. Die Sicherheitskräfte bereiten sich vermutlich auf einen langen Kampf vor.
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Niederlande schicken Fregatte zum Schutz gegen Angriffe Irans
Die Niederlande beteiligen sich mit einer Luftverteidigungsfregatte im östlichen Mittelmeer am Schutz der Region vor iranischen Angriffen. Das teilt das Verteidigungs- und das Außenministerium dem Parlament in Den Haag mit. Die »Zr. Ms. Evertsen« werde zum Schutz von EU-Land Zypern und dem Nato-Partner Türkei eingesetzt.
Frankreich hatte die Niederlande um Unterstützung gebeten, auch um die Sicherheit französischer Marineschiffe in der Region zu gewährleisten. Die Regierung spricht von einem »begrenzten Einsatz defensiver Art«. Es gehe um die Verteidigung »unser Verbündeter«, sagt Verteidigungsministerin Dilan Yesilgöz. »Von einem offensiven Einsatz kann keine Rede sein.«
Die »Evertsen« mit 170 Personen an Bord ist mit Radartechnik gegen Drohnen, Raketen und Flugzeuge ausgerüstet. Sie befindet sich derzeit auf der Höhe von Malta.
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Iran kündigt Ausweitung von Raketenangriffen an
Die iranischen Revolutionswächter kündigen an, Schlagkraft und Häufigkeit ihrer Raketenstarts zu erhöhen. Auch die Reichweite werde vergrößert, zitiert das Staatsfernsehen den Kommandeur der Luft- und Raumfahrttruppe der Wächter, Madschid Mussawi. Künftig würden keine Raketen mit Sprengköpfen von weniger als einer Tonne Gewicht mehr abgefeuert.
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Videoempfehlung: So funktioniert das Regime in Iran
Mit der Wahl von Mojtaba Khamenei zum neuen Obersten Führer scheint das iranische Regime trotz Kriegs gefestigt. Wie kann das sein? Die Antwort liegt in seiner besonderen Konstruktion. Hier erfahren Sie mehr.
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US-Botschaft in Saudi-Arabien wird offenbar evakuiert
Die US-Botschaft in Riad wird nach Angaben des US-Senators Lindsey Graham evakuiert. Dies geschehe aufgrund anhaltender Angriffe Irans, wie Graham auf X postete. Der Republikaner schreibt, dass dies seines Wissens nach geschehe, weil sich Saudi-Arabien weigere, »seine leistungsfähigen Streitkräfte einzusetzen, um dem barbarischen und terroristischen iranischen Regime ein Ende zu setzen, das die Region terrorisiert und sieben Amerikaner getötet hat.«
Riad hat sich noch nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert.
Riad hat sich noch nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert.
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Israel will Drohnenhauptquartier der Revolutionswächter zerstört haben
Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe haben nach Angaben eines Militärsprechers ein Drohnenhauptquartier der iranischen Revolutionswächter zerstört. Zum Standort der Anlage wurden zunächst keine Angaben gemacht. Sie sei im Rahmen einer Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur in Iran attackiert worden, hieß es. Von dort aus seien Drohnen zu Angriffen gegen Israel gestartet, aber auch gelagert worden.
Zudem wurden nach israelischen Angaben drei Raketenwerfer angegriffen, von denen in der Stunde zuvor Raketen auf Israel abgefeuert wurden.
Die staatliche iranische Rundfunkagentur IRIB berichtete von Angriffen auf diverse Militäranlagen im Westen Teherans. Augenzeugen sagten, die Luft- und Raumfahrtbehörde der Revolutionswächter im Stadtteil Tschitgar sei attackiert worden. Auch dort sollen Drohnen gelagert sein.
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Irankrieg verzögert offenbar Friedensgespräche zur Ukraine
Eine weitere Verhandlungsrunde zu einer Friedenslösung in der Ukraine ist offenbar verschoben worden. »Derzeit liegt der Schwerpunkt der Partner und die ganze Aufmerksamkeit auf der Situation um Iran«, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einer Beratung mit dem ukrainischen Verhandlungsteam auf sozialen Netzwerken. Die Verschiebung sei auf Vorschlag der US-amerikanischen Seite erfolgt. »Doch ist die Ukraine bereit zu Treffen in jedem Moment und in jedem Format«, fügte Selenskyj hinzu.
Russland warf er vor, die Situation im Nahen Osten zu seinen Gunsten auszunutzen. Moskau versuche, eine »zweite Front gegen die Ukraine und den ganzen Westen« zu errichten.
Zuvor hatte das ukrainische Präsidentenbüro Presseberichte über ein mögliches Treffen in Istanbul am Mittwoch dementiert. Davor waren in der vergangenen Woche geplante Gespräche zwischen Russland und der Ukraine mit US-Vermittlung in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) aufgrund der Sicherheitslage verschoben worden.
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Raketenangriff auf deutsches Feldlager in Jordanien
Das deutsche Feldlager im jordanischen al-Azraq ist in der Nacht zum Montag mit ballistischen Raketen aus Iran angegriffen worden. Nach SPIEGEL-Informationen wurde auch der deutsche Teil des jordanischen Luftwaffenstützpunktes, auf dem auch die U.S. Air Force stationiert ist, getroffen. Demnach wurde bei dem Einschlag ein Unterkunftsgebäude des deutschen Kontingents getroffen.
Da sich die deutschen Soldatinnen und Soldaten zur Zeit der Attacke in den Schutzräumen befanden, kam es nicht zu Personenschäden. Bisher ist nicht klar, ob die Raketen selbst auf der Basis einschlugen oder ob Trümmerteile von zuvor von der Flugabwehr abgefangenen Geschossen auf dem Militärgelände niedergingen.
Da sich die deutschen Soldatinnen und Soldaten zur Zeit der Attacke in den Schutzräumen befanden, kam es nicht zu Personenschäden. Bisher ist nicht klar, ob die Raketen selbst auf der Basis einschlugen oder ob Trümmerteile von zuvor von der Flugabwehr abgefangenen Geschossen auf dem Militärgelände niedergingen.

Bundeswehrsoldaten auf dem Stützpunkt al-Azraq im Jahr 2023. Foto: Bundeswehr Handout / EPA
Die Bundeswehr ist seit mehreren Jahren fest in al-Azraq stationiert, von dort aus unterstützt die Luftwaffe eine internationale Anti-Terror-Koalition mit Tankflugzeugen. Wegen der eskalierenden Lage im Nahen Osten hatte die Bundeswehr das Personal in al-Azraq bereits vorsorglich reduziert, zuvor war dort eine niedrige dreistellige Zahl von Soldaten stationiert.
Da die Amerikaner das Camp mit ihrer Flugabwehr schützen, galt al-Azraq bisher als relativ sicher. Die Bundeswehr hat aktuell in al-Azraq zwei A400M der Luftwaffe in Bereitschaft, um im Falle einer Evakuierungsoperation schnell reagieren zu können.
Wie groß die Schäden durch die Einschläge sind, war am Montag zunächst unklar. Ein Sprecher des zuständigen Operativen Führungskommandos bestätigte auf Anfrage des SPIEGEL lediglich, dass es in der Nacht einen Angriff gab, der Vorfall werde gerade intern untersucht.
Da die Amerikaner das Camp mit ihrer Flugabwehr schützen, galt al-Azraq bisher als relativ sicher. Die Bundeswehr hat aktuell in al-Azraq zwei A400M der Luftwaffe in Bereitschaft, um im Falle einer Evakuierungsoperation schnell reagieren zu können.
Wie groß die Schäden durch die Einschläge sind, war am Montag zunächst unklar. Ein Sprecher des zuständigen Operativen Führungskommandos bestätigte auf Anfrage des SPIEGEL lediglich, dass es in der Nacht einen Angriff gab, der Vorfall werde gerade intern untersucht.
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Syrien will Libanon bei Hisbollah-Entwaffnung unterstützen
Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Sharaa hat dem Libanon seine Unterstützung bei der Entwaffnung der proiranischen Hisbollah zugesichert. Das sagte er in einer Videokonferenz mit EU-Vertretern und anderen Staats- und Regierungschefs der Region, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete.
Sharaa zeigte demnach seine volle Unterstützung für »die ernsthaften und entschlossenen Schritte, die die Regierungen des Iraks und des Libanon unternommen haben, um ihre Nationen vor der anhaltenden Gewalt zu schützen«.
Die gegenwärtige Eskalation stelle eine existenzielle Bedrohung für die gesamte Region dar. Syrien habe sich mit regionalen Partnern abgestimmt, um ein Übergreifen des Konflikts auf syrisches Territorium zu verhindern. In diesem Zusammenhang habe die syrische Armee ihre Präsenz entlang der libanesischen und irakischen Grenzen verstärkt.
Die gestürzte Regierung von Syriens Langzeitmachthaber Baschar al-Assad war ein enger Verbündeter der proiranischen Hisbollah. Die neue Führung bemüht sich seit ihrem Machtantritt, den Einfluss Irans – einem weiteren wichtigen Verbündeten Assads – im Land zu unterbinden.
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Fluchtbewegungen in Iran
Direkt zu Kriegsbeginn verließen viele Menschen Teheran, um den Bombardements zu entgehen, und zogen temporär zu Verwandten oder Freunden ins Umland oder in andere Landesteile. Auch die Regierung rief die Menschen per SMS dazu auf, die Hauptstadt zu verlassen. Einmal, um Tote zu verhindern, aber sicher auch, um Protesten entgegenzuwirken.
Rund 100.000 Menschen verließen Teheran in den ersten beiden Kriegstagen. Eine vergleichsweise geringe Zahl – in der Metropolregion leben bis zu 15 Millionen Menschen. Die meisten harren im israelischen und amerikanischen Bombenhagel aus, dem auch immer wieder Zivilisten zum Opfer fallen. Wie viele Menschen in anderen Landesteilen ihre Häuser verlassen haben, ist unklar.
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EU-Chefdiplomatin verlangt Ende der Angriffe im Libanon
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas fordert von Israel ein Ende der Militäroperationen im Libanon. Israel habe nach den jüngsten Angriffen der proiranischen Hisbollah-Miliz das Recht auf Selbstverteidigung, erklärte sie in Brüssel. Die Vergeltung führe aber zu Massenvertreibungen und destabilisiere eine ohnehin fragile Lage zusätzlich. Die harte Reaktion berge die Gefahr, den Libanon und seine Bevölkerung in einen Krieg hineinzuziehen, der nicht der ihre sei – mit schwerwiegenden humanitären Folgen.
»Diplomatie und eine Rückkehr zur Waffenruhe bieten die beste Chance, den Libanon vor einem Abgleiten ins Chaos zu bewahren«, fügte Kallas hinzu. Es gelte nun vorrangig zu verhindern, dass es weitere Tote, Vertreibungen und eine regionale Eskalation gebe. Zudem müssten auch die Souveränität und territoriale Unversehrtheit des Libanon geachtet werden. »Israel sollte seine Operationen im Libanon einstellen«, forderte Kallas.

Foto: IMAGO
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Wadephul ist nach Zypern gereist
Bundesaußenminister Johann Wadephul ist nach Zypern gereist. Wadephul werde dort noch am Abend politische Gespräche mit dem Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Abdullah bin Sajed Al Nahjan, führen, teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin mit.
Am Dienstag will Wadephul demnach in Nikosia weitere Gespräche mit dem zyprischen Außenminister Constantinos Kombos zur Lage im Nahen Osten und in der Golfregion führen. »Unserem EU-Partner gilt in diesen Tagen besondere Solidarität, nachdem das Land in der vergangenen Woche von iranischem Drohnenbeschuss betroffen war«, erklärte die Ministeriumssprecherin. Zudem stünden Themen der derzeitigen zyprischen EU-Ratspräsidentschaft auf der Tagesordnung.

Foto: Georg Wendt / dpa
Anfang vergangener Woche war der britische Militärstützpunkt Akrotiri auf Zypern von einer unbemannten Drohne iranischer Bauart getroffen worden. Das Fluggerät schlug auf der Landebahn des Stützpunkts im Süden Zyperns ein. Opfer gab es laut den britischen und zyprischen Behörden nicht. Nach Angaben aus Nikosia wurde die Drohne offenbar nicht aus Iran, sondern von der Hisbollah-Miliz im Libanon gestartet.
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Nach Abschuss einer mutmaßlich iranischen Rakete: Erdoğan warnt Iran
Die Türkei hat nach Angaben des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan die »notwendigen Warnungen« an Iran gerichtet. Zuvor hatte die Luftabwehr der Nato eine zweite iranische ballistische Rakete abgeschossen, die in den türkischen Luftraum eingedrungen war. Bereits vergangene Woche war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen.
Nach einer Kabinettssitzung sagte Erdoğan, Iran unternehme weiterhin falsche und provokative Schritte. Er fügte hinzu, dass die Türkei nach dem Einsatz von sechs F-16-Kampfflugzeugen im Norden Zyperns am Montag weitere Maßnahmen ergreifen werde. Das oberste Ziel der Türkei bestehe darin, das Land aus dem Krieg herauszuhalten.

Foto: Turkish Presidency / Mustafa Kamaci / Anadolu / picture alliance
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WHO-Chef warnt vor Gesundheitsschäden durch Krieg
Angesichts der Eskalation im Nahen Osten hat der Generalsekretär der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, vor ernsthaften Gefahren für die öffentliche Gesundheit in der gesamten Region gewarnt. Beschädigungen an Erdölanlagen in Iran würden das Risiko einer Kontamination von Lebensmitteln, Wasser und Luft bergen, schrieb er auf X. Besonders Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen seien gefährdet.
Gleichzeitig verwies er auf die Situation im Libanon. Seit Ende Februar seien dort neun Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen getötet worden. 16 weitere seien verletzt worden. 43 medizinische Versorgungszentren und fünf Krankenhäuser mussten dem WHO-Chef zufolge aufgrund von Evakuierungsanordnungen der israelischen Armee schließen.
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Libanons Präsident Joseph Aoun kritisiert Hisbollah und schlägt Verhandlungen mit Israel vor
Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat sich in Gesprächen mit EU-Offiziellen kritisch über die Hisbollah-Miliz geäußert, ohne sie direkt beim Namen zu nennen. Nach Angaben der »New York Times« sagte er, der Libanon sei gefangen zwischen einem israelischen Angriff, der »keinen Respekt vor den Gesetzen des Krieges zeigt«, und »einer bewaffneten Gruppe, die außerhalb des Gesetzes im Libanon operiert und keine Rücksicht auf die Interessen des Libanon und das Leben seiner Bevölkerung nimmt«. Seit dem Beginn der Kämpfe seien im Libanon mindestens 600.000 Menschen geflohen.
Laut einer Erklärung der libanesischen Regierung hat Auon zudem in einer Videokonferenz mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa eine Initiative für direkte Verhandlungen zwischen seinem Land und Israel vorgeschlagen.
Laut einer Erklärung der libanesischen Regierung hat Auon zudem in einer Videokonferenz mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa eine Initiative für direkte Verhandlungen zwischen seinem Land und Israel vorgeschlagen.

Foto: Andreas Solaro / AFP
Sie basiere auf vier Punkten: einen vollständigen Waffenstillstand, eine sofortige Bereitstellung logistischer Unterstützung für die libanesischen Streitkräfte, eine vollständige Entwaffnung der Hisbollah und direkte Verhandlungen zwischen Libanon und Israel unter internationaler Schirmherrschaft. An der Videokonferenz nahmen noch weitere Staats- und Regierungschefs aus der Region teil, darunter Ägyptens Präsident Abdel Fattah el-Sisi und Iraks Ministerpräsident Mohammed al-Sudani.
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Mit Material der Agenturen




