Krieg in Nahost Expertenrat ernennt Khameneis Sohn zum neuen Obersten Führer
USA und Israel greifen Iran weiter an, Teheran hat mehrere Angriffswellen gegen Israel ausgeführt. Irans Expertenrat hat Mojtaba Khamenei zum Nachfolger seines Vaters als geistliches Oberhaupt gewählt. Das war Tag 9 des Kriegs.
Mit
Francesco Collini,
Claus Hecking,
Susanne Koelbl,
Johannes Korge,
Nicolai Kwasniewski,
Charlotte Lüder,
Jonas Mielke,
Jakob Marlon Müller,
Florian Pütz,
Dunja Ramadan,
Fritz Schaap,
Thore Schröder,
Kim Staudt und
Jana Mucke (Bildredaktion)
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Iran an. Fotos zeigen einen großen Brand in Teheran. Die israelische Armee bestätigt eine Attacke gegen iranische Ölanlagen, 30 Öltanks seien angegriffen worden. Iran führte mehrere Angriffswellen gegen Israel durch.
- Irans Expertenrat hat laut Staatsmedien den Nachfolger für den getöteten Ali Khamenei gewählt. Mojtaba Khamenei beerbt seinen Vater als Geistliches Oberhaupt des Landes. Trump sagte zuvor, der Khamenei-Nachfolger müsse von ihm abgenickt werden.
- US-Präsident Donald Trump schließt nach eigener Aussage nicht aus, Bodentruppen nach Iran zu entsenden, um das angereicherte Uran des Landes sicherzustellen. Einen Kriegseintritt der Kurden lehnt Trump aber nun doch ab.
- Noch immer sitzen Tausende gestrandete Urlauber in der Nahostregion fest. Eine genaue Zahl, um wie viele Deutsche es sich dabei handelt, gibt es nicht. Allein am Wochenende wurden Hunderte zurück nach Deutschland geflogen und auch in den kommenden Tagen sind weitere Rückholflüge geplant.
Mehr Hintergrund und Analyse
- Folgen des Irankriegs: Droht eine neue große Fluchtbewegung Richtung Europa?
- Der Wutkrieger: Donald Trump versprach erst Frieden und »America First«, doch dann packte ihn die Lust an der Zerstörung. Seine Anhänger kommen da nicht hinterher. Die SPIEGEL-Titelstory.
- Warum die Golfstaaten ausgerechnet Selenskyj um Hilfe bitten: Gegen Schwärme aus Raketen und Drohnen setzen die reichen Golfstaaten fast ausschließlich auf teure Abwehrsysteme. Die könnten ihnen aber bald ausgehen – eine Lösung könnte das kriegserfahrene Kyjiw bieten.
- Warum sich Merz jetzt von Trump absetzt: Im Oval Office erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz noch seine Unterstützung für den Krieg der USA und Israels gegen Iran. In einem neuen Statement geht er auf einmal auf Distanz. Was ist passiert?
- »Im Libanon breitet sich Panik aus«: Israel attackiert den Libanon nach dem Kriegseintritt der Hisbollah massiv. Im Land herrscht Angst. Viele Menschen fragen sich, wie die eigene Regierung nun gegen die Miliz vorgehen kann.
- An dieser Stelle haben die Ajatollahs die Weltwirtschaft im Würgegriff: Fast jeder dritte Liter Öl kommt aus der Region um den Persischen Golf, beim Flüssigerdgas sieht es ähnlich aus. Nun blockiert Iran die Straße von Hormus. Diese Karten zeigen, wie abhängig die Welt ist
- Daten und Grafiken zum Irankrieg: Wo fliegen die Truppen von den USA und Israel ihre Angriffe? Welche US-Basen attackiert Iran? Welche Waffen sind im Einsatz? Hier geht’s zum Überblick
Anmerkung der Redaktion: Die Karte zeigte durch die Live-Aktualisierung zeitweise falsche Werte. Wir haben den Datenstand nun am 11. März eingefroren.
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Liebe Leserinnen und Leser,
das war Tag 9 des Irankriegs. Wir halten Sie natürlich weiter auf dem Laufenden. Die Entwicklungen vom Montag können Sie hier weiter verfolgen.
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Susanne Koelbl
Auslandsressort
Blitzanalyse: Mojtaba Khamenei ist Hardliner – wie sein Vater
Der sogenannte Expertenrat, ein Gremium aus 88 Klerikern, das über die Nachfolge des Geistlichen Führers entscheidet, hat gewählt: Mojtaba Khamenei, Sohn des am 28. Februar in Teheran getöteten Ali Khamenei, übernimmt das höchste Staatsamt. Damit konzentriert sich die Macht in Iran erneut in den Händen eines Einzelnen.
Mojtaba Khamenei ist wie sein Vater ein politischer Hardliner und Kleriker. Er pflegt enge Verbindungen zu den Revolutionswächter, in deren Habib-Bataillon er bereits mit 16 Jahren im Iran-Irak-Krieg kämpfte. Dieses Bataillon kontrolliert auch die Basidsch-Milizen, die für die Erschießung Tausender Demonstranten im Januar verantwortlich sind. Mojtaba gilt zudem als treibende Kraft hinter der Niederschlagung der Grünen Bewegung und der Proteste nach dem Tod der Kurdin Jina Mahsa Amini.

Foto: ABEDIN TAHERKENAREH / EPA
Obwohl er kein offizielles Amt innehatte, übte Mojtaba als stellvertretender Bürochef seines Vaters in den letzten Jahren erheblichen Einfluss aus. Ali Khamenei selbst hatte sich gegen Dynastien ausgesprochen und kritisierte Mojtabas Nominierung als Nachfolger. Zudem fehlt Mojtaba der Ajatollah-Rang, der eigentlich Voraussetzung für das Amt ist. Seine Wahl wurde jedoch vom Sicherheitsapparat durchgesetzt.
Wie sein Vater verfolgt der 56-Jährige eine kompromisslose antiwestliche Politik. Sein oberstes Ziel ist der Erhalt des Regimes und der sogenannten Achse des Widerstands, zu der Hisbollah, Hamas und die Houthis gehören. Verhandlungen mit den USA und Israel lehnt er strikt ab. Mojtaba gilt als noch brutaler in der Unterdrückung als sein Vater.
Im Krieg setzt er auf eine Strategie der Ausdauer: Den Konflikt so lange wie möglich in die Länge ziehen und den Gegner sowie dessen Verbündete am Golf maximal schädigen. Seine schärfsten Waffen sind Angriffe auf US-Basen, Hotelanlagen und Infrastruktur in den Nachbarländern sowie die Drohung, die Straße von Hormus zu schließen, durch die über 20 Prozent der weltweiten Energielieferungen fließen. Unter seiner Führung droht kein Regime-Kollaps. Iran bleibt eine Festung des Widerstands, mit seinen Bewohnern als Geiseln.
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Staatsmedien: Mojtaba Khamenei ist neues geistliches Oberhaupt Irans
Mojtaba Khamenei ist neuer oberster Führer Irans und Nachfolger seines Vaters, dem getöteten Ajatollah Ali Khamenei. Der oberste Führer der Islamischen Republik hat das letzte Wort in allen politischen und militärischen Belangen.
Gemäß der iranischen Verfassung bestimmen die 88 Geistlichen im Expertenrat das neue Staatsoberhaupt. Nach unbestätigten Berichten galten bereits der nun gewählte Mojtaba Khamenei, sowie Hassan Khomeini, der Enkel des Revolutionsführers Ruhollah Khomeini, als die beiden wichtigsten Kandidaten.
Lesen Sie hier mehr zu Mojtaba Khamenei.

Foto: Rouzbeh Fouladi / picture alliance / Middle East Images
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Parlamentspräsident: Iran strebt keinen Waffenstillstand an
Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf sagt, Teheran strebe keinen Waffenstillstand an, und fügt hinzu, dass die »Aggressoren« bestraft werden müssten. »Wenn der Feind uns aus irgendeinem Land angreift, wird Teheran entschlossen reagieren«, sagte er im iranischen Staatsfernsehen.
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Israel will Hauptquartier der Luftwaffe Irans zerstört haben
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben das Hauptquartier der Luftwaffe der Revolutionswächter in der iranischen Hauptstadt Teheran zerstört. Von dort aus seien die iranischen Angriffe mit Raketen und Drohnen auf Israel und andere Länder der Region organisiert und gesteuert worden, sagte Armeesprecher Effie Defrin bei einer Online-Pressekonferenz. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen und iranische Stellen äußerten sich nicht.
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Siebter US-Soldat tot
Ein weiterer Angehöriger der US-Streitkräfte ist an den Folgen seiner Verletzungen gestorben, die er vor einer Woche bei den ersten Gegenangriffen Irans erlitten hatte. Damit steigt die Zahl der US-Soldaten, die bisher im Krieg mit Iran getötet wurden, auf sieben, teilte das US-Militär mit.
»Letzte Nacht ist ein US-Soldat an den Folgen seiner Verletzungen gestorben, die er bei den ersten Angriffen des iranischen Regimes im Nahen Osten erlitten hatte. Der Soldat wurde am 1. März bei einem Angriff auf US-Truppen im Königreich Saudi-Arabien schwer verletzt«, erklärte das US-Central-Command. Die Identität des Soldaten werde bis 24 Stunden nach Benachrichtigung der nächsten Angehörigen zurückgehalten.
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Macron telefoniert mit Irans Präsident Pezeshkian
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat mit Irans Präsident Masoud Pezeshkian gesprochen, wie er in einem Beitrag auf X schreibt. Macron habe in dem Gespräch bekräftigt, dass Iran seine Angriffe unverzüglich einstellen müsse. »Iran muss außerdem die Freiheit der Schifffahrt gewährleisten, indem er die faktische Sperrung der Straße von Hormus beendet«, schreibt Macron.
Macron habe außerdem »tiefe Besorgnis über die Entwicklung des iranischen Nuklear- und Raketenprogramms und alle destabilisierenden Aktivitäten Irans in der Region« zum Ausdruck gebracht, die die Ursache der aktuellen Krise seien. »Eine diplomatische Lösung ist notwendiger denn je, um diese entscheidenden Herausforderungen anzugehen, die Eskalation zu beenden und den Frieden zu bewahren«, schreibt Frankreichs Präsident.
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Briten haben Drohne über Irak abgefangen
Das britische Verteidigungsministerium hat bestätigt, dass britische Streitkräfte Samstagabend erfolgreich eine Drohne abgeschossen haben, die von Iran aus in Richtung Irak abgefeuert worden war.
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US-Energieminister: USA wollen keine Öl- oder Gas-Anlagen angreifen
Der US-Energieminister Chris Wright hat im Interview mit CNN gesagt, dass die USA die Energie-Infrastruktur Irans bei ihren Angriffen verschonen würden. Die US-Armee greife in Iran keinerlei Öl- oder Gas-Anlagen an, sagte Wright dem US-Sender. Zu einem israelischen Angriff auf Öldepots in und nahe der iranischen Hauptstadt Teheran am Samstag sagte der Minister, dabei habe es sich um »örtliche Treibstofflager zum Auffüllen des Benzintanks« gehandelt.
Angesichts der massiv gestiegenen Ölpreise auf dem Weltmarkt sagte Wright, die Auswirkungen des Irankrieges seien vorübergehend – »im schlimmsten Fall ein paar Wochen, aber nicht Monate«.
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Iran droht mit weiteren Vergeltungsschlägen
Die iranischen Revolutionswächter drohen mit Vergeltungsschlägen, sollten die Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes nicht aufhören. Iran werde in diesem Fall mit ähnlichen Aktionen in der Region antworten, zitieren staatliche Medien einen Sprecher der Revolutionswächter.
Die Regierungen anderer mehrheitlich muslimischer Staaten in der Region müssten die USA und Israel »so schnell wie möglich« vor weiteren Angriffen warnen, erklärte das zentrale iranische Militärkommando im Staatsfernsehen, nachdem Israel Öldepots in und nahe Teheran bombardiert hatte.
Die Regierungen anderer mehrheitlich muslimischer Staaten in der Region müssten die USA und Israel »so schnell wie möglich« vor weiteren Angriffen warnen, erklärte das zentrale iranische Militärkommando im Staatsfernsehen, nachdem Israel Öldepots in und nahe Teheran bombardiert hatte.
Andernfalls werde die iranische Armee »ähnliche Schritte in der Region ergreifen«, erklärte die Armeeführung. »Wenn ihr mit Ölpreisen von mehr als 200 Dollar pro Barrel zurechtkommt, spielt nur weiter dieses Spiel.«
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Offenbar zwei Tote in Saudi-Arabien
Dem saudischen Zivilschutz zufolge wurden zwei Menschen getötet und zwölf Menschen verletzt, nachdem ein Geschoss auf ein Wohngebiet in der saudischen Stadt Al-Kharj gefallen ist. Die beiden Getöteten seien indischer und bangladeschischer Staatsangehörigkeit gewesen, fügte der Zivilschutz in einem Beitrag auf X hinzu.
Die iranischen Revolutionswächter hatten zuvor erklärt, sie hätten Radarsysteme an Orten wie Al-Kharj in Saudi-Arabien angegriffen.
Die iranischen Revolutionswächter hatten zuvor erklärt, sie hätten Radarsysteme an Orten wie Al-Kharj in Saudi-Arabien angegriffen.
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Trump über Khamenei-Nachfolger: »Wenn er nicht unsere Zustimmung erhält, wird er nicht lange im Amt bleiben«
US-Präsident Donald Trump hat sich im Interview mit dem US-Sender ABC erneut zum nächsten Obersten Führer in Iran geäußert. Derjenige, der gewählt wird, würde »nicht lange durchhalten«, wenn die Iraner nicht zuerst sein Einverständnis erhalten, sagte Trump. »Wenn er nicht unsere Zustimmung erhält, wird er nicht lange im Amt bleiben«, so der US-Präsident. »Wir wollen sicherstellen, dass wir nicht alle zehn Jahre zurückkommen müssen«, vor allem, wenn dann kein Präsident mehr wie Trump selbst im Weißen Haus säße, der dies nicht durchziehen würde.
Auf die Frage, ob er bereit wäre, jemanden mit Verbindungen zum alten Regime zu akzeptieren, antwortete Trump: »Ja, um einen guten Führer auszuwählen, würde ich das tun, ja, das würde ich. Es gibt zahlreiche Menschen, die dafür infrage kommen könnten.«

Foto: Mark Schiefelbein / AP
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Tankstellenbetreiber nennen hohe Spritpreise »Abzocke«
Die Kritik von Tankstellenbetreibern an den Mineralölkonzernen wegen der stark gestiegenen Spritpreise infolge des Irankrieges reißt nicht ab. »Das ist Raubtierkapitalismus wie im 19. Jahrhundert und hat mit sozialer Marktwirtschaft nichts zu tun«, sagte der Sprecher des Tankstellen-Interessenverbands (TIV), Herbert Rabl.
Er monierte in der »Stuttgarter Zeitung«, dass Rohöl zu einem viel günstigeren Preis eingekauft und raffiniert worden sei und seitdem teils in Tanks unter den Tankstellen lagere. Nun werde es weit teurer verkauft – ein Preis, mit dem die Konzerne ursprünglich nicht kalkuliert hätten. Das sei »Abzocke«.
Wie die Mineralölkonzerne mit dem Irankrieg Kasse machen, lesen Sie hier.
Er monierte in der »Stuttgarter Zeitung«, dass Rohöl zu einem viel günstigeren Preis eingekauft und raffiniert worden sei und seitdem teils in Tanks unter den Tankstellen lagere. Nun werde es weit teurer verkauft – ein Preis, mit dem die Konzerne ursprünglich nicht kalkuliert hätten. Das sei »Abzocke«.
Wie die Mineralölkonzerne mit dem Irankrieg Kasse machen, lesen Sie hier.

Preise einer Tankstelle in Mecklenburg-Vorpommern am 05.03.2026. Foto: Andy Bünning / IMAGO
Auf die Preise an der Zapfsäule selbst hätten die Pächter keinen Einfluss, sagte Rabl. Diese würden von den Konzernen gemacht – den Frust der Autofahrer bekämen dann die Tankstellenpächter und ihre Angestellten ab. Die Mineralölwirtschaft rechtfertige die höheren Preise als Vorsichtsmaßnahme. Zudem verweist die Branche auf deutlich gestiegene Einkaufskosten.
Ähnlich hatten sich auch Tankstellenbetreiber in Ostdeutschland geäußert. »Die Kollegen an den Kassen kriegen natürlich schon sehr deutlich den Unmut der Leute mit«, hatte Hans-Joachim Rühlemann, Vorsitzender des Verbands des Garagen- und Tankstellengewerbes (VGT) Nord-Ost, gesagt.
Ähnlich hatten sich auch Tankstellenbetreiber in Ostdeutschland geäußert. »Die Kollegen an den Kassen kriegen natürlich schon sehr deutlich den Unmut der Leute mit«, hatte Hans-Joachim Rühlemann, Vorsitzender des Verbands des Garagen- und Tankstellengewerbes (VGT) Nord-Ost, gesagt.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sagte zu den stark gestiegenen Preisen: »Hier muss Abzocke verhindert werden.« Deshalb werde Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nun schnell prüfen, ob man mit dem Kartellrecht gegen die Mineralölkonzerne vorgehen könne, sagte der SPD-Vorsitzende dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. »Es darf nicht sein, dass die Mineralölkonzerne die Krise ausnutzen und daraus Profit schlagen.«
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version war unter dem Foto eine fehlerhafte Bildunterschrift. Wir haben sie geändert.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version war unter dem Foto eine fehlerhafte Bildunterschrift. Wir haben sie geändert.
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Israel startet laut Militärangaben »umfangreiche Angriffe« auf Iran
Israels Militär gibt bekannt, dass es »vor Kurzem mit umfangreichen Angriffen auf die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes in Teheran und weiteren Gebieten in Iran begonnen« hat. Mehreren Berichten zufolge waren in Teheran laute Explosionen zu hören.
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Kurzanalyse: Kunstdüngerpreise steigen – werden Lebensmittel weltweit teurer?
Der Irankrieg und die Blockade der Straße von Hormus treiben nicht nur die Öl- und Benzinpreise weltweit hoch, sondern auch den Preis für Kunstdünger und dessen Rohstoffe. So hat sich der Stickstoffdünger Harnstoff (Urea) an der Rohstoffbörse CBOT in Chicago binnen einer Woche um gut 25 Prozent verteuert; Ammoniak in Singapur um rund zehn Prozent.
Golfstaaten wie Iran, Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate zählen zu den weltgrößten Herstellern von Düngemitteln beziehungsweise deren Vorprodukten wie Ammoniak, Erdgas oder Schwefel. Laut dem Rohstoff-Analysehaus Kpler gehen in normalen Zeiten fast ein Drittel der weltweiten Düngemitteltransporte durch die Straße von Hormus, die seit Tagen blockiert ist.
Golfstaaten wie Iran, Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate zählen zu den weltgrößten Herstellern von Düngemitteln beziehungsweise deren Vorprodukten wie Ammoniak, Erdgas oder Schwefel. Laut dem Rohstoff-Analysehaus Kpler gehen in normalen Zeiten fast ein Drittel der weltweiten Düngemitteltransporte durch die Straße von Hormus, die seit Tagen blockiert ist.

Ausbringen von Stickstoff-Kunstdünger in Elsendorf / Niederbayern (Symbolbild). Jens Niering / picture alliance
Die höheren Düngemittelpreise treffen landwirtschaftliche Betriebe: gerade in gemäßigten Breiten auf der Nordhalbkugel, wo jetzt die Hauptpflanzsaison im Gange ist. Sollten sie hoch bleiben oder gar weiter steigen, werden sich Nahrungsmittel über kurz oder lang verteuern. Schließlich ist Kunstdünger der Treibstoff der globalen Agrarmaschinerie. Sein Einsatz hat die Durchschnittserträge von Getreideäckern, Gemüsefeldern und Obstkulturen vervielfacht. Ohne Kunstdünger, so haben es etliche Wissenschaftler berechnet, hätten zwischen 40 und 50 Prozent der heute lebenden Menschen nicht ernährt werden können.
Wie abhängig die Landwirtschaft weltweit von Kunstdünger ist, offenbarte sich 2022. Im Zuge von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine vervielfachten sich Preise einiger Düngemittel zwischenzeitlich. Und auch Nahrungsmittel wurden deutlich teurer – nicht nur, aber auch wegen der gestiegenen Düngerkosten. Von den Preisrekorden des Jahres 2022 sind Urea, Ammoniak und Co. noch ein Stück entfernt.
Wie abhängig die Landwirtschaft weltweit von Kunstdünger ist, offenbarte sich 2022. Im Zuge von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine vervielfachten sich Preise einiger Düngemittel zwischenzeitlich. Und auch Nahrungsmittel wurden deutlich teurer – nicht nur, aber auch wegen der gestiegenen Düngerkosten. Von den Preisrekorden des Jahres 2022 sind Urea, Ammoniak und Co. noch ein Stück entfernt.
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Arabische Liga verurteilt »illegale« Angriffe Irans
In einer Notfallsitzung haben sich heute Mitglieder der Arabischen Liga per Videoschalte zusammengesetzt und die iranischen Angriffe im Nahen Osten als »illegal und grundlos« kritisiert.
Man verurteile diese »feigen« Angriffe scharf, heißt es in einer Erklärung der Mitgliedstaaten nach ihrem virtuellen Treffen auf Ebene der Außenminister. Iran greife »gezielt und auf illegale Weise« zivile Ziele an, darunter Flug- und Seehäfen, Energieanlagen, Wohngebiete und diplomatische Vertretungen. Man weise auch »provokante« Handlungen Teherans zurück, die das Ziel hätten, die Straße von Hormus zu blockieren oder die internationale Schifffahrt zu stören.
Man verurteile diese »feigen« Angriffe scharf, heißt es in einer Erklärung der Mitgliedstaaten nach ihrem virtuellen Treffen auf Ebene der Außenminister. Iran greife »gezielt und auf illegale Weise« zivile Ziele an, darunter Flug- und Seehäfen, Energieanlagen, Wohngebiete und diplomatische Vertretungen. Man weise auch »provokante« Handlungen Teherans zurück, die das Ziel hätten, die Straße von Hormus zu blockieren oder die internationale Schifffahrt zu stören.
Die Arabische Liga umfasst 22 Mitglieder aus Afrika und Asien, die sich bei internationalen Konflikten in Stellungnahmen zwar oft einheitlich äußern, aber eher selten – wie auch diesmal – konkrete Schritte beschließen. Als Gründe gelten vor allem interne Spaltungen und der Umstand, dass die Beschlüsse der Liga in der Regel nicht bindend sind. Schon in großen Kriegen und Konflikten etwa im Irak, in Syrien, Libyen und dem Jemen wurde der Liga deshalb vorgeworfen, kaum Einfluss ausgeübt und keine gemeinsame Linie gefunden zu haben.
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Irans Außenminister lehnt ausländische Einmischung bei Khamenei-Nachfolge ab
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hat in einem Interview mit NBC erklärt, die Wahl eines neuen Obersten Führers werde von der Expertenversammlung des Landes entschieden. Er betonte: »Das ist allein Sache des iranischen Volkes und geht niemanden sonst etwas an.«
Araghchi zufolge funktionierten die politischen Institutionen Irans weiterhin normal. »Ein neuer Oberster Führer wird bald von der Expertenversammlung gewählt werden«, sagte er und fügte hinzu, dass der Präsident, das Kabinett und das Parlament weiterhin ihre Aufgaben wahrnehmen würden.
Er wies Kommentare von US-Präsident Donald Trump über ein Mitspracherecht der USA zurück und erklärte, Iran werde keine Einmischung von außen in seine inneren Angelegenheiten zulassen.
Araghchi zufolge funktionierten die politischen Institutionen Irans weiterhin normal. »Ein neuer Oberster Führer wird bald von der Expertenversammlung gewählt werden«, sagte er und fügte hinzu, dass der Präsident, das Kabinett und das Parlament weiterhin ihre Aufgaben wahrnehmen würden.
Er wies Kommentare von US-Präsident Donald Trump über ein Mitspracherecht der USA zurück und erklärte, Iran werde keine Einmischung von außen in seine inneren Angelegenheiten zulassen.
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Stimme aus Jericho: Palästinenser sind nicht geschützt
Osama Iliwad hat einen Mobilfunkshop in Jericho, der großen palästinensischen Stadt im Jordantal. Solange er denken kann, habe es in seinem Leben Krieg und Konflikt gegeben, sagt der 48-Jährige. Sein Großvater habe vom Krieg und der Vertreibung 1948 erzählt, sein Vater vom Sechstagekrieg 1967, er selbst habe die Erste Intifada Ende der Achtzigerjahre erlebt, dann den Zweiten Golfkrieg, als Iraks Diktator Saddam Hussein Raketen auf Israel schoss.
»Die Israelis hatten alle Gasmasken, uns Palästinensern hat man gesagt, dass wir uns zu Hause einschließen und die Fenster abkleben sollen gegen das Giftgas, das in den Raketen sein sollte«, erinnert er sich. Es sei furchtbar heiß gewesen in den Häusern, sodass sie aufs Dach gegangen seien. »Von dort haben wir gesehen, wie die US-Patriots Saddams Scuds herunterholten«, sagt er.
Jetzt fühle er sich an diese Zeit vor 35 Jahren erinnert. Erneut könne er Raketen im Nachthimmel sehen, erneut seien die Palästinenser ungeschützt. »Sirenen können wir hier bloß von den israelischen Siedlungen hören«, sagt Iliwad.
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Leseempfehlung: Wasser ist der wunde Punkt der Golfstaaten
Alle blicken auf die Ölpreise, noch angreifbarer sind die Golfstaaten aber beim Thema Wasser: Am Sonntag traf eine Drohne eine Entsalzungsanlage in Bahrain – es ist ein gefährliches Signal für die ganze Region, schreibt meine Kollegin Dunja Ramadan. Lesen Sie hier mehr dazu.

Foto: Photoshot / Construction Photography / IMAGO
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Klagemauer abgesperrt – Hoffen auf die Ausnahme
Auch die Klagemauer ist weiträumig abgesperrt wegen des Krieges. Vier junge Männer aus Petah Tikva bei Tel Aviv sind trotzdem hochgefahren nach Jerusalem, um den heiligsten Ort des Judentums zu besuchen. Ihr Freund Shai werde am Abend Hochzeit feiern und wolle an den heiligen Steinen ein Gebet loswerden: »Da wird man für ihn doch wohl eine Ausnahme machen«, sagt einer von ihnen.

Vier junge Männer aus Petah Tikva beim Zugang zur Klagemauer. Thore Schröder, DER SPIEGEL
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Berichte über Angriffe auf iranische Wasserversorgung – Emirate dementieren Beteiligung
Israelischen Medienberichten zufolge sollen die Vereinigten Arabischen Emirate erstmals in diesem Krieg Iran attackiert haben. »Ziel des Angriffs war eine Meerwasserentsalzungsanlage«, berichten das Portal ynet und der TV-Sender N12. Es handele sich um einen symbolischen Angriff, der eine abschreckende Wirkung auf Iran haben solle, berichten beide Medien unter Berufung auf Einschätzungen hochrangiger israelischer Beamter.
Aus den Emiraten folgte nun prompt Widerspruch. Ein hochrangiger Beamter der Vereinigten Arabischen Emirate sagte laut »The Jerusalem Post«, sein Land sei an dem Angriff auf die Entsalzungsanlage nicht beteiligt gewesen. Die Zeitung berichtet, die Emirate würden im Fall eines Kriegseintritts keine Angriffe auf zivile Ziele in Erwägung ziehen. »Die VAE werden das iranische Volk niemals mit dem iranischen Regime in einen Topf werfen. Das iranische Volk ist das eigentliche Opfer dieses Regimes und leidet am meisten unter dessen Politik«, erklärte Ali Al Nuaimi, Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsausschusses der VAE.
Aus den Emiraten folgte nun prompt Widerspruch. Ein hochrangiger Beamter der Vereinigten Arabischen Emirate sagte laut »The Jerusalem Post«, sein Land sei an dem Angriff auf die Entsalzungsanlage nicht beteiligt gewesen. Die Zeitung berichtet, die Emirate würden im Fall eines Kriegseintritts keine Angriffe auf zivile Ziele in Erwägung ziehen. »Die VAE werden das iranische Volk niemals mit dem iranischen Regime in einen Topf werfen. Das iranische Volk ist das eigentliche Opfer dieses Regimes und leidet am meisten unter dessen Politik«, erklärte Ali Al Nuaimi, Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsausschusses der VAE.
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Zuckerbäcker in Jerusalem: Altstadt wie ausgestorben
Schon sein Name verrät, wie wichtig ihm der Fastenmonat ist. Umso mehr trifft es Zuckerbäcker Ramadan, dass die Altstadt von Jerusalem ausgerechnet jetzt fast ausgestorben ist. Nur einige Stammkunden kommen noch in sein Süßwarengeschäft nahe dem Damaskustor. Gerade hat er eine Portion Katajif, mit Käse und Walnüssen gefüllte Pfannkuchen, an eine Dame verkauft. »Seit 60, 70 Jahren« sei der Laden in Familienbesitz. »Ich hoffe, dass ich noch lange weitermachen kann«, sagt er.

Zuckerbäcker Ramadan verkauft immerhin eine Portion Katajif. Thore Schröder, DER SPIEGEL
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Zahl der festsitzenden Deutschen unklar, weitere Rückholflüge geplant
Noch immer sitzen Tausende gestrandete Urlauber in der Nahostregion fest. Doch allein am Wochenende wurden Hunderte zurück nach Deutschland geflogen. So landeten in der Nacht zum Sonntag in Hannover zwei TUI-Flüge mit 250 Reisenden aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Auswärtige Amt schrieb zudem am Samstag bei Instagram, es seien erneut 220 Menschen ausgeflogen worden.
Eine genaue Zahl, wie viele Deutsche festsitzen, gibt es nicht. Seit Dienstag landeten bereits mehrere Linienflüge mit Urlaubern und Urlauberinnen auf deutschen Flughäfen. Auch von der Bundesregierung organisierte Sonderflüge brachten Menschen zurück aus der Krisenregion.
Eine genaue Zahl, wie viele Deutsche festsitzen, gibt es nicht. Seit Dienstag landeten bereits mehrere Linienflüge mit Urlaubern und Urlauberinnen auf deutschen Flughäfen. Auch von der Bundesregierung organisierte Sonderflüge brachten Menschen zurück aus der Krisenregion.
TUI-Chef Sebastian Ebel sagte der Nachrichtenagentur dpa, geplant sei, bis spätestens Mittwoch alle Veranstalter-Kunden nach Deutschland gebracht zu haben. Es gehe um mehrere Tausend europäische TUI-Kunden.
Zuvor hatte er schriftlich mitgeteilt: »Flugzeuge stehen in ausreichender Zahl bereit, entscheidend sind sichere Flughäfen und Luftkorridore, die die Behörden freigeben.« Noch könnten nicht alle Gäste zurück nach Deutschland reisen, da Luft- und Seewege gesperrt seien.
In den in Hannover gelandeten Flugzeugen saßen laut TUI auch Menschen etwa aus Schweden, den Niederlanden, Frankreich, Polen und dem Vereinigten Königreich. Zudem sei in der Nacht zum Sonntag ein Sonderflug mit 300 Gästen von den Malediven in Frankfurt angekommen.
Zuvor hatte er schriftlich mitgeteilt: »Flugzeuge stehen in ausreichender Zahl bereit, entscheidend sind sichere Flughäfen und Luftkorridore, die die Behörden freigeben.« Noch könnten nicht alle Gäste zurück nach Deutschland reisen, da Luft- und Seewege gesperrt seien.
In den in Hannover gelandeten Flugzeugen saßen laut TUI auch Menschen etwa aus Schweden, den Niederlanden, Frankreich, Polen und dem Vereinigten Königreich. Zudem sei in der Nacht zum Sonntag ein Sonderflug mit 300 Gästen von den Malediven in Frankfurt angekommen.
Einem Sprecher zufolge handelte es sich nicht um Flüge der Bundesregierung. Außerdem stünden sie in keinem Zusammenhang mit den zwei in der Golfregion gestrandeten Kreuzfahrtschiffen von TUI Cruises – ein Teil der Gäste ist bereits zurück in Deutschland. In den kommenden Tagen seien weitere Flüge dieser Art geplant, die dann auch Urlaubern anderer Veranstalter offenstehen sollen.
Der Deutsche Reiseverband sprach von mehreren Tausend Urlaubern, die inzwischen ausgeflogen worden seien. Geplante Reisen in die betroffene Region seien wegen der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes von den Reiseveranstaltern abgesagt worden. »Wie lange diese Situation anhalten wird, lässt sich derzeit nicht seriös vorhersagen«, teilt der Verband mit.
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Papst Leo warnt vor Ausbreitung des Krieges
Papst Leo XIV. hat auf ein Ende der Gewalt im Nahen Osten gedrängt. »Wir erheben demütig unser Gebet zum Herrn, dass das Dröhnen der Bomben verstumme, die Waffen schweigen und sich ein Raum für Dialog öffne, in dem die Stimmen der Menschen Gehör finden«, sagte er vor Tausenden Menschen beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz.
Der erste US-amerikanische Papst warnte zudem vor einer Ausweitung des Krieges. Es kämen weiterhin bestürzende Berichte über Gewalt, Verwüstungen und ein Klima von Hass und Angst. »Es besteht auch die Befürchtung, dass sich der Konflikt ausbreitet und andere Länder der Region, darunter unser geliebter Libanon, erneut in die Krise stürzen könnten«, so der Papst, der den Libanon Anfang Dezember besucht hatte.

Sonntagssegen auf dem Petersplatz im Vatikan. Foto: Gregorio Borgia / AP
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