Krieg im Nahen Osten Trump nennt Israels Präsidenten einen »jämmerlichen Kerl«
Der US-Präsident telefoniert mit einer rechten Reporterin – und Kanzler Merz. Auch will er die Öffnung der Straße von Hormus erzwingen, Teheran droht zurück. Und: Nato-Chef Rutte warnt vor iranischen Raketen auf Europa. Die Liveanalyse vom Sonntag.
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Donald Trump gibt Iran 48 Stunden, um die Straße von Hormus wieder vollständig zu öffnen, sonst werden die USA Kraftwerke zerstören. Das Ultimatum läuft in der Nacht zu Dienstag (MEZ) ab.
- Iran reagiert mit Gegendrohungen: Man werde in diesem Fall US-Energieanlagen in der Region angreifen und die Meerenge komplett schließen.
- Israel greift derweil weiter Ziele in Iran an, Premier Benjamin Netanyahu fordert andere Länder auf, sich dem Kampf anzuschließen.
- Iranische Staatsmedien sprechen im Gegenzug von einer neuen Angriffswelle auf Israel. Attacken auf Arad und Dimona kann die israelische Flugabwehr nicht vollständig abfangen, es gibt mehr als 160 Verletzte.
- Im Libanon gibt es ebenfalls israelische Attacken; die Armee will dort vor allem Brücken zerstören. Der libanesische Präsident fürchtet einen israelischen Einmarsch.
- Auch mehrere Golfstaaten melden erneut Angriffe auf ihre Territorien.
- Nach dem Angriff auf eine britische Militärbasis im Indischen Ozean sagt Nato-Generalsekretär Mark Rutte, auch Ziele in Europa könnten womöglich in Zukunft von iranischen Raketen getroffen werden
- Weil Sprit- und Lebensmittelpreise steigen, erlauben die USA vorübergehende Lieferung und Verkauf von iranischem Öl.
Mehr Hintergrund und Analyse mit SPIEGEL+
- Rekonstruktion einer Eskalation: So stolperten die USA in den Krieg gegen Iran
- Mutmaßlicher Angriff auf Stützpunkt im Indischen Ozean: Reichen Irans Raketen bis nach Deutschland?
- Drei Experten, drei große Fragen – so könnte es in Iran weitergehen
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Liebe Leserinnen, liebe Leser, wir beenden unsere Liveanalyse vom Sonntag an dieser Stelle. Über alle weiteren Entwicklungen halten wir Sie nun hier auf dem Laufenden.
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Israel will Bodeneinsatz im Libanon ausweiten
Israels Armee hat eine Ausweitung ihrer Bodeneinsätze gegen die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon angekündigt. »Der Einsatz gegen die Terrororganisation Hisbollah hat gerade erst begonnen«, erklärte Armeechef Ejal Samir am Sonntag. Es handele sich um einen »langwierigen Einsatz«. Die Armee bereite sich nun darauf vor, »die gezielten Bodeneinsätze und Angriffe entsprechend einem organisierten Plan voranzutreiben«.
Ein Armeesprecher ergänzte, die Ausweitung der Bodeneinsätze werde in der kommenden Woche beginnen. Der libanesische Präsident Joseph Aoun hatte angesichts einer neuen israelischen Angriffswelle auf Stellungen der Hisbollah-Miliz zuvor vor einer israelischen Bodenoffensive im Süden des Landes gewarnt.
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Luftangriffe auf pro-iranische Miliz im Irak
Eine proiranische Miliz im Irak ist am Sonntag zum Ziel von Luftangriffen geworden. Bei den Angriffen seien Stellungen des Netzwerks Hasched al-Schaabi südlich von Bagdad attackiert worden, teilten die örtlichen Behörden mit. Verletzt worden sei niemand.
Auch der Flughafen in Bagdad wurde am Sonntag erneut angegriffen. Die Angriffe richteten sich nach Angaben eines irakischen Sicherheitsvertreters wie schon in der Nacht zum Sonntag gegen ein diplomatisches und logistisches Zentrum der USA am internationalen Flughafen der irakischen Hauptstadt. Es seien vier Explosionen zu hören gewesen. In der Nacht waren demnach mehrere Raketen in der Nähe der US-Einrichtungen eingeschlagen.
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Israels Militär rechnet noch mit wochenlangen Kämpfen
Das israelische Militär geht davon aus, dass die Kämpfe gegen Iran und die Hisbollah-Miliz noch Wochen andauern werden. Zu den schweren Treffern iranischer Raketen im Süden Israels erklärte ein Militärsprecher, es seien zwar mehr als 90 Prozent der anfliegenden Raketen abgefangen worden – die Luftverteidigung biete jedoch keinen hundertprozentigen Schutz.
Derzeit werde untersucht, warum die Abwehrsysteme am Samstagabend iranische Raketen nicht abfangen konnten. Bei den Angriffen auf die Städte Arad und Dimona waren mehr als 160 Menschen verletzt worden.
Derzeit werde untersucht, warum die Abwehrsysteme am Samstagabend iranische Raketen nicht abfangen konnten. Bei den Angriffen auf die Städte Arad und Dimona waren mehr als 160 Menschen verletzt worden.

Von iranischer Rakete zerstörtes Gebäude in Dimona (Israel). Foto: Ariel Schalit/AP/dpa
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Schah-Sohn Pahlavi fordert von Trump Umdenken bei Hormus-Ultimatum
Reza Pahlavi, Sohn des letzten Schahs und Galionsfigur der iranischen Opposition, hat angesichts des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump zur Straße von Hormus ein Umdenken gefordert. Trump solle dies überdenken und die zivile Infrastruktur bei Angriffen auf die islamische Führung in Iran verschonen, forderte Pahlavi auf X. »Das Regime muss demontiert werden, Iran selbst aber geschützt bleiben«, erklärte Pahlavi.
Er appellierte an Trump, zwar weiterhin gezielt die Strukturen der islamischen Herrschaft anzugreifen – nicht aber jene zivile Infrastruktur, die dem iranischen Volk gehöre und für den Wiederaufbau eines freien Irans unverzichtbar sei. »Iran ist nicht die Islamische Republik«, so Pahlavi.
Er appellierte an Trump, zwar weiterhin gezielt die Strukturen der islamischen Herrschaft anzugreifen – nicht aber jene zivile Infrastruktur, die dem iranischen Volk gehöre und für den Wiederaufbau eines freien Irans unverzichtbar sei. »Iran ist nicht die Islamische Republik«, so Pahlavi.
Sowohl er als auch die monarchistische Opposition im Exil standen bislang weitgehend auf einer Linie mit Trump und Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu. Trump drohte Teheran in der Nacht zum Sonntag (MEZ) mit der Zerstörung iranischer Energieanlagen, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und »ohne Drohungen« öffnen.
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Wann Trumps 48-Stunden-Ultimatum genau abläuft
Donald Trump hat Iran ultimativ aufgefordert, die Straße von Hormus nicht länger für den Schiffsverkehr zu blockieren. Sollte Iran die Meerenge nicht wieder öffnen, »werden die USA seine verschiedenen Kraftwerke angreifen und zerstören«, hatte Trump in einer Nachricht auf seinem Onlinedienst Truth Social gedroht.
Trumps Erklärung wurde am Samstag um 20.44 Uhr (Ortszeit, Sonntag 1.44 Uhr MEZ) veröffentlicht. Das Ultimatum gelte »ab genau diesem Zeitpunkt«, schrieb er. Demnach würde die Frist am Dienstag um 1.44 Uhr MEZ ablaufen. Die US-Streitkräfte würden dann zuerst das größte iranische Kraftwerk angreifen, drohte Trump.
Trumps Erklärung wurde am Samstag um 20.44 Uhr (Ortszeit, Sonntag 1.44 Uhr MEZ) veröffentlicht. Das Ultimatum gelte »ab genau diesem Zeitpunkt«, schrieb er. Demnach würde die Frist am Dienstag um 1.44 Uhr MEZ ablaufen. Die US-Streitkräfte würden dann zuerst das größte iranische Kraftwerk angreifen, drohte Trump.
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Chef der Internationalen Atomenergiebehörde setzt auf neue Verhandlungen
»Selbst in der dunkelsten Stunde dürfen wir niemals die Hoffnung verlieren«: Trotz der eskalierenden Gewalt und der gegenseitigen Angriffe setzt Rafael Grossi, Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), auf neue Gespräche zwischen den Kriegsgegnern Iran und USA.
Weitere Verhandlungen über das iranische Atomprogramm seien trotz des Kriegs »unumgänglich«, sagte Grossi im Interview mit dem US-Sender CBS News. Das iranische Atomprogramm sei durch die Angriffe zwar zurückgeworfen worden, doch die grundlegenden Kenntnisse, die es in Iran gebe, könne man nicht wegbomben: »Sie besitzen die Fähigkeiten, das Wissen und die industriellen Ressourcen. Deshalb müssen wir zurück an den Verhandlungstisch.«
Auf die Frage, woher er seine Hoffnung auf solche Gespräche nehme, antwortete der Atomexperte, er habe »im Weißen Haus und auch mit Iran wichtige Gespräche geführt. Es bestehen Kontakte, und wir hoffen, diese Verbindung wiederherstellen zu können.«
Weitere Verhandlungen über das iranische Atomprogramm seien trotz des Kriegs »unumgänglich«, sagte Grossi im Interview mit dem US-Sender CBS News. Das iranische Atomprogramm sei durch die Angriffe zwar zurückgeworfen worden, doch die grundlegenden Kenntnisse, die es in Iran gebe, könne man nicht wegbomben: »Sie besitzen die Fähigkeiten, das Wissen und die industriellen Ressourcen. Deshalb müssen wir zurück an den Verhandlungstisch.«
Auf die Frage, woher er seine Hoffnung auf solche Gespräche nehme, antwortete der Atomexperte, er habe »im Weißen Haus und auch mit Iran wichtige Gespräche geführt. Es bestehen Kontakte, und wir hoffen, diese Verbindung wiederherstellen zu können.«

IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi. Foto: Sergei Savostyanov/TASS / action press
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Trump attackiert Israels Präsidenten: »Ein jämmerlicher Kerl«
US-Präsident Donald Trump ist bekannt dafür, regelmäßig mit Journalistinnen und Journalisten zu telefonieren. Nun hat er offenbar auch mit Libby Blanca Alon vom rechtsextremen israelischen Sender »Channel 14« gesprochen – und heftig gegen Israels Präsident Isaac Herzog ausgeteilt: Dieser sei »ein Lügner«, giftete Trump, wie die Reporterin auf X schrieb.

Donald Trump mit Isaac Herzog (M.), rechts im Bild Benjamin Netanyahu. Foto: Evan Vucci/AP
Herzog habe ihm »mehrmals versprochen«, Israels Premierminister Benjamin Netanyahu zu begnadigen, »aber er hat es nie getan. Er hat mich angelogen«, so Trump demnach über Herzog. Der israelische Präsident sei »ein schwacher Mensch und ein jämmerlicher Kerl, weil er es nicht getan hat, kein Anführer.«
Gegen Netanyahu laufen derzeit sowohl ein umfangreicher Korruptionsprozess in Israel als auch ein Verfahren vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit Israels Kampf gegen die Hamas im Gazastreifen. »Bibi sollte sich auf den Krieg konzentrieren, nicht auf so einen Unsinn«, sagte Trump dem X-Beitrag zufolge über Netanyahu, dessen Spitzname »Bibi« ist.
Gegen Netanyahu laufen derzeit sowohl ein umfangreicher Korruptionsprozess in Israel als auch ein Verfahren vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit Israels Kampf gegen die Hamas im Gazastreifen. »Bibi sollte sich auf den Krieg konzentrieren, nicht auf so einen Unsinn«, sagte Trump dem X-Beitrag zufolge über Netanyahu, dessen Spitzname »Bibi« ist.
In dem Telefonat soll es auch um einen möglichen Besuch Trumps in Israel gegangen sei. Auf die Frage, ob der US-Präsident plane, zum Unabhängigkeitstag im April nach Israel zu reisen, um den Israel-Preis entgegenzunehmen, sagte Trump demnach: »Ja, sieht so aus.«
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In Teheran lebt Ajatollah Ali Khamenei weiter – zumindest auf Plakaten am Valiasr-Platz. Der bei US-israelischen Angriffen getötete, frühere Oberste Führer Irans soll durch seinen Sohn Mojtaba Khamenei ersetzt werden.
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Rutte über mögliche Angriffe mit Raketen auf Europa: Iran steht »kurz davor, diese Fähigkeit zu erlangen«
Der Angriff auf den britischen Militärstützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean sorgt weiter für Gesprächsstoff. Iranische Staatsmedien schreiben die Attacke Teheran zu. Auf die Frage, ob die Nato die israelische Einschätzung teile, dass es sich um Raketen mit einer Reichweite gehandelt habe, die auch Berlin, Rom und Paris treffen könnten, erklärte Nato-Generalsekretär Mark Rutte, dass man dies im Moment nicht bestätigen könne. »Wir prüfen das aber noch«, sagte er in der US-TV-Sendung »Face the Nation« bei CBS News.
Als die Moderatorin nachfragte, ob Europa in »unmittelbarer Bedrohungsreichweite liege«, sagte Rutte mit Blick auf das Teheraner Regime: »Was wir mit Sicherheit wissen, ist, dass sie kurz davor stehen, diese Fähigkeit zu erlangen.« Sollten sich die Berichte bestätigen, dass Iran Diego Garcia attackiert hat, »bedeutet es, dass sie diese Fähigkeit bereits besitzen. Sollte es nicht stimmen, wissen wir, dass sie kurz davor stehen«, so Rutter weiter.
Als die Moderatorin nachfragte, ob Europa in »unmittelbarer Bedrohungsreichweite liege«, sagte Rutte mit Blick auf das Teheraner Regime: »Was wir mit Sicherheit wissen, ist, dass sie kurz davor stehen, diese Fähigkeit zu erlangen.« Sollten sich die Berichte bestätigen, dass Iran Diego Garcia attackiert hat, »bedeutet es, dass sie diese Fähigkeit bereits besitzen. Sollte es nicht stimmen, wissen wir, dass sie kurz davor stehen«, so Rutter weiter.

Foto: Olivier Matthys / EPA
Diego Garcia befindet sich rund 3800 Kilometer von Iran entfernt. Experten waren bislang davon ausgegangen, dass die Iraner mit ihren beiden reichweitenstärksten Raketen höchstens 2500 Kilometer weit zielen können. Bis zur deutschen Grenze sind es von Iran aus knapp 3000 Kilometer. Reichen Teherans Raketen also bis nach Deutschland? Mein Kollege Oliver Imhof gibt hier einen Überblick.
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Netanyahu fordert: Weitere Länder müssen sich Irankrieg anschließen
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat weitere Länder dazu gedrängt, sich dem Kampf gegen Iran anzuschließen. »Sie haben eine interkontinentale ballistische Rakete auf Diego Garcia abgefeuert«, sagte Netanyahu bei einem Besuch in der israelischen Wüstenstadt Arad, in der zuvor eine iranische Rakete eingeschlagen war und schwere Zerstörungen angerichtet hatte.
»Sie haben jetzt die Kapazität, tief nach Europa vorzudringen«, erklärte Netanyahu nach Angaben seines Büros mit Blick auf das iranische Regime weiter. Iran habe schon europäische Länder wie Zypern angegriffen. Mit der Blockade der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus versuche Teheran zudem, »die gesamte Welt zu erpressen«.
»Sie haben jetzt die Kapazität, tief nach Europa vorzudringen«, erklärte Netanyahu nach Angaben seines Büros mit Blick auf das iranische Regime weiter. Iran habe schon europäische Länder wie Zypern angegriffen. Mit der Blockade der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus versuche Teheran zudem, »die gesamte Welt zu erpressen«.

Netanyahu in Arad. Foto: Alexi Rosenfeld / Getty Images
Iran hatte nach Angaben des Staatsfernsehens am Samstag zwei ballistische Raketen auf einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf der Insel Diego Garcia abgefeuert. Er liegt etwa 4000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste. »Welchen weiteren Beweis brauchen Sie noch, dass dieses Regime, das die ganze Welt bedroht, gestoppt werden muss?«, sagte Netanyahu dazu. Es sei an der Zeit, »dass die Staats- und Regierungschefs der übrigen Länder sich anschließen«, forderte Israels Premier, ohne dabei konkrete Staaten zu nennen. Es gehe um die »Sicherheit der ganzen Welt«.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine deutsche militärische Beteiligung am Schutz von Öltankern in der Straße von Hormus abgelehnt und den Kurs von US-Präsident Donald Trump kritisiert. Die Nato sei ein Verteidigungs- und kein Interventionsbündnis, sagte Merz.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine deutsche militärische Beteiligung am Schutz von Öltankern in der Straße von Hormus abgelehnt und den Kurs von US-Präsident Donald Trump kritisiert. Die Nato sei ein Verteidigungs- und kein Interventionsbündnis, sagte Merz.
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Präsident des Libanon fürchtet anstehende »Bodeninvasion«
Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat angesichts einer neuen israelischen Angriffswelle auf Stellungen der proiranischen Hisbollah vor einer israelischen Bodenoffensive im Süden des Landes gewarnt. Die gezielten Attacken auf Brücken seien eine »gefährliche Eskalation« und »Vorbote einer Bodeninvasion«, erklärte Aoun nach Berichten der Nachrichtenagenturen Reuters und AFP. Die israelische Armee hatte zuvor neue Luftangriffe auf »terroristische Infrastruktur im Südlibanon« verkündet.
Aoun verurteilte die »Zerstörung von Infrastruktur und lebenswichtigen Einrichtungen im Südlibanon«, darunter die nahe Tyros gelegene, wichtige Brücke von Kasmijeh. Die israelischen Angriffe stellten eine »eklatante Verletzung der Souveränität des Libanon« dar, so Aoun weiter.
Aoun verurteilte die »Zerstörung von Infrastruktur und lebenswichtigen Einrichtungen im Südlibanon«, darunter die nahe Tyros gelegene, wichtige Brücke von Kasmijeh. Die israelischen Angriffe stellten eine »eklatante Verletzung der Souveränität des Libanon« dar, so Aoun weiter.

Libanons Präsident Joseph Aoun. Foto: Marek Ladzinski / ZUMAPRESS.com / picture alliance
Dass Israel bald im Südlibanon einmarschieren könnte, befürchten auch die Menschen, die dort leben. Mein Kollege Christoph Reuter war jüngst im Grenzgebiet unterwegs. »Viele haben Angst«, sie fürchten, von den Israelis für immer vertrieben zu werden, berichtet er aus Tyros.
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US-Botschafter bei der Uno: Trump »meint es ernst«
US-Präsident Donald Trump hat Iran ein Ultimatum gestellt, die Straße von Hormus sofort wieder vollständig zu öffnen. Teheran reagierte mit einer Gegendrohung. Mike Waltz, der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, hat Trump nun verteidigt: »Der Präsident meint es ernst«, sagte Waltz in einem Interview mit dem US-Sender Fox News. »Er bleibt bei seinen roten Linien und wird nicht zulassen, dass dieses völkermörderische Regime die Energieversorgung und die Wirtschaft der Welt als Geisel nimmt.«
Trump hatte zuvor angekündigt, die USA würden iranische Energieanlagen als Ziel ins Visier nehmen, sollte Teheran die nahezu vollständige Blockade der Straße von Hormus nicht aufgeben. Die iranischen Revolutionswächter drohten daraufhin ihrerseits, US-Anlagen in der Region anzugreifen und die Meerenge komplett zu schließen.
Trump hatte zuvor angekündigt, die USA würden iranische Energieanlagen als Ziel ins Visier nehmen, sollte Teheran die nahezu vollständige Blockade der Straße von Hormus nicht aufgeben. Die iranischen Revolutionswächter drohten daraufhin ihrerseits, US-Anlagen in der Region anzugreifen und die Meerenge komplett zu schließen.

Mike Waltz. Foto: Eduardo Munoz/Reuters
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US-Bevölkerung hat laut Finanzminister Bessent Verständnis für erhöhte Preise
Teurer Sprit, gestiegene Lebensmittelkosten: Der Krieg gegen Iran kommt immer stärker auch bei den US-Bürgerinnen und -Bürgern an. US-Finanzminister Scott Bessent geht davon aus, dass die Bevölkerung Verständnis dafür hat. In der NBC-Sendung »Meet the Press« stellte er das hypothetische Szenario in den Raum, dass »50 Tage vorübergehend erhöhter Preise« ein guter Tausch gegen »50 Jahre ohne iranisches Regime mit Atomwaffen« seien. Das verstünden die Amerikaner, so Bessent.
Auf die Nachfrage, ob die Benzinpreise tatsächlich nach 50 Tagen fallen würden, sagte er: »Ich weiß nicht, ob es 30 Tage sein werden, ich weiß nicht, ob es 50 Tage sein werden, ich weiß nicht, ob es 100 Tage sein werden.«
Auf die Nachfrage, ob die Benzinpreise tatsächlich nach 50 Tagen fallen würden, sagte er: »Ich weiß nicht, ob es 30 Tage sein werden, ich weiß nicht, ob es 50 Tage sein werden, ich weiß nicht, ob es 100 Tage sein werden.«
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Israelischer Militärsprecher nennt Zerstörung in Arad und Dimona nach iranischen Angriffen »katastrophal«
Die israelische Armee hat bestätigt, dass es bei den iranischen Raketenangriffen auf Israels Süden zu direkten Einschlägen in den Wüstenstädten Arad und Dimona gekommen ist. Die Zerstörungen seien »katastrophal«, mehr als hundert Menschen seien verletzt worden, davon Dutzende schwer, sagte Militärsprecher Nadav Shoshani zu Journalisten.
Shoshani betonte, es habe sich aber nicht um neuartige Raketen Irans gehandelt, sondern um ballistische Raketen, wie sie seit Kriegsbeginn immer wieder eingesetzt worden seien. Andere Raketen dieser Art seien vorher von der Raketenabwehr abgefangen worden. »Ich habe viele Fragen dazu bekommen, wie die Iraner eine spezielle Rakete abgefeuert haben, die man angeblich nicht stoppen könne oder Ähnliches«, sagte der Militärsprecher. »Das sind lediglich Versuche Irans, Angst zu verbreiten und ein Bild des Sieges zu vermitteln.«
Shoshani betonte, es habe sich aber nicht um neuartige Raketen Irans gehandelt, sondern um ballistische Raketen, wie sie seit Kriegsbeginn immer wieder eingesetzt worden seien. Andere Raketen dieser Art seien vorher von der Raketenabwehr abgefangen worden. »Ich habe viele Fragen dazu bekommen, wie die Iraner eine spezielle Rakete abgefeuert haben, die man angeblich nicht stoppen könne oder Ähnliches«, sagte der Militärsprecher. »Das sind lediglich Versuche Irans, Angst zu verbreiten und ein Bild des Sieges zu vermitteln.«

Gil Cohen-Magen / Sipa / Picture Alliance
Der Militärsprecher wollte sich nicht zur Frage äußern, warum die Raketen in Arad und Dimona nicht von der Raketenabwehr gestoppt werden konnten. Auf die Frage, ob es Sorge um die Sicherheit des israelischen Atomreaktors in der Nähe von Dimona gebe, sagte er: »Kein Kommentar.« Iranische Staatsmedien hatten berichtet, die Raketenangriffe auf die Wüstenstädte hätten einer Atomforschungsanlage gedient, die etwa zehn Kilometer von Dimona und 30 Kilometer von Arad entfernt liegt.
Seit Kriegsbeginn am 28. Februar habe Iran mehr als 400 ballistische Raketen auf Israel abgefeuert. Etwa 92 Prozent der Geschosse seien von der israelischen Raketenabwehr abgefangen worden. In dem Zeitraum von gut drei Wochen habe es vier direkte Einschläge in israelischen Städten gegeben – in Tel Aviv, Beit Schemesch, Arad und Dimona.
Seit Kriegsbeginn am 28. Februar habe Iran mehr als 400 ballistische Raketen auf Israel abgefeuert. Etwa 92 Prozent der Geschosse seien von der israelischen Raketenabwehr abgefangen worden. In dem Zeitraum von gut drei Wochen habe es vier direkte Einschläge in israelischen Städten gegeben – in Tel Aviv, Beit Schemesch, Arad und Dimona.
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15 Verletzte bei Raketenangriff auf Großraum Tel Aviv
Bei einem iranischen Raketenangriff auf die israelische Küstenmetropole Tel Aviv sind nach Angaben von Sanitätern 15 Menschen verletzt worden. Ein 53 Jahre alter Mann habe schwere Verletzungen erlitten, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. Nach Polizeiangaben gab es mehrere Einschläge im Bereich des Großraums Tel Aviv.
Ein Armeesprecher teilte mit, Iran habe bei dem Angriff erneut Streumunition eingesetzt. Eine Rakete mit Streumunition zerbricht häufig über dem Ziel in der Luft und verteilt dann Submunitionen, auch Bomblets genannt, über einem großen Gebiet. Nach Militärangaben beträgt der Radius der Einschläge bei dieser Art von Waffe rund zehn Kilometer.
Iran bestätigte einen Angriff auf Tel Aviv. Man habe Raketen auf die Küstenmetropole sowie auf weitere Städte in Israel abgefeuert, berichtete die den Revolutionswächtern nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim.
Ein Armeesprecher teilte mit, Iran habe bei dem Angriff erneut Streumunition eingesetzt. Eine Rakete mit Streumunition zerbricht häufig über dem Ziel in der Luft und verteilt dann Submunitionen, auch Bomblets genannt, über einem großen Gebiet. Nach Militärangaben beträgt der Radius der Einschläge bei dieser Art von Waffe rund zehn Kilometer.
Iran bestätigte einen Angriff auf Tel Aviv. Man habe Raketen auf die Küstenmetropole sowie auf weitere Städte in Israel abgefeuert, berichtete die den Revolutionswächtern nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim.

Foto: Maya Levin / AP
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Libanon meldet israelischen Angriff auf wichtige Brücke
Die israelische Armee hat nach libanesischen Angaben eine wichtige Brücke angegriffen, die den Südlibanon mit dem restlichen Teil des Landes verbindet. Die Brücke al-Kasmijeh sei beschossen worden, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Israels Armee teilte kurz zuvor mit, es habe eine Angriffswelle gegen Hisbollah-Infrastruktur im Süden des Libanon begonnen. Es gab zunächst keine Informationen über Verletzte.

Angriff auf die Brücke al-Kasmijeh. Foto: Amr Abdallah Dalsh / REUTERS
Verteidigungsminister Israel Katz hatte am Vormittag angekündigt, man habe die Armee angewiesen, »sofort alle Brücken über den Litani-Fluss zu zerstören, die Terroraktivitäten dienen«. Angriffe auf Brücken und andere zivile Einrichtungen unterliegen dem humanitären Völkerrecht. Demnach dürfen nur solche Bauwerke attackiert werden, deren Nutzen überwiegend militärisch ist.
Israels Verteidigungsminister weist Armee zur Zerstörung von Brücken und Häusern im Südlibanon an
Israel Katz hat erklärt, die Armee angewiesen zu haben, im Südlibanon umgehend weitere Brücken über den Fluss Litani zu zerstören. Damit soll laut dem israelischen Verteidigungsminister die Hisbollah daran gehindert werden, Kämpfer näher an die israelische Grenze zu verlegen.

Israel Katz. Foto: Thanassis Stavrakis / AP / dpa
Katz erklärte außerdem, er habe angeordnet, die Zerstörung von Häusern in libanesischen Dörfern nahe der Grenze zu beschleunigen. Damit sollten, so Katz, Bedrohungen für israelische Gemeinden abgewehrt werden. Als Vorbild nannte er Beit Hanun und Rafah, Orte im Gazastreifen, die Israel im Zuge der Bodenoffensive gegen die Hamas zerstörte.
Israel führt seit Wochen Angriffe gegen die Hisbollah-Miliz aus. Nach Uno-Angaben wurden dabei im Libanon mehr als eine Million Menschen vertrieben.
Israel führt seit Wochen Angriffe gegen die Hisbollah-Miliz aus. Nach Uno-Angaben wurden dabei im Libanon mehr als eine Million Menschen vertrieben.
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Iran droht mit vollständiger Schließung der Straße von Hormus bei US-Angriffen auf Energieanlagen
Irans Revolutionswächter haben angekündigt, die strategisch wichtige Straße von Hormus vollständig zu schließen, sollten die USA – wie angedroht – iranische Energieanlagen angreifen. In einer Erklärung, die vom iranischen Staatsfernsehen verbreitet wurde, hieß es zudem, Unternehmen mit US-Beteiligung würden »vollständig zerstört«, falls Washington iranische Energieanlagen angreife. Energieanlagen in Ländern mit US-Stützpunkten seien »legitime« Ziele.
US-Präsident Donald Trump hatte Iran am Samstagabend (Ortszeit) ein Ultimatum von 48 Stunden für die Öffnung der Straße von Hormus gesetzt und andernfalls mit einer Zerstörung der Energieanlagen des Landes gedroht. Die US-Streitkräfte würden zuerst das größte Kraftwerk des Landes angreifen, erklärte Trump über seinen Onlinedienst Truth Social.
Teheran hat seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe mehrfach gedroht, Schiffe in der Straße von Hormus anzugreifen. Zuletzt wurden im Persischen Golf, der Straße von Hormus und dem Golf von Oman immer wieder Schiffe von Geschossen getroffen. Der Verkehr ist deshalb praktisch zum Erliegen gekommen. Daten zeigen, dass zuletzt nur sehr vereinzelt Schiffe die Meerenge passiert haben.
US-Präsident Donald Trump hatte Iran am Samstagabend (Ortszeit) ein Ultimatum von 48 Stunden für die Öffnung der Straße von Hormus gesetzt und andernfalls mit einer Zerstörung der Energieanlagen des Landes gedroht. Die US-Streitkräfte würden zuerst das größte Kraftwerk des Landes angreifen, erklärte Trump über seinen Onlinedienst Truth Social.
Teheran hat seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe mehrfach gedroht, Schiffe in der Straße von Hormus anzugreifen. Zuletzt wurden im Persischen Golf, der Straße von Hormus und dem Golf von Oman immer wieder Schiffe von Geschossen getroffen. Der Verkehr ist deshalb praktisch zum Erliegen gekommen. Daten zeigen, dass zuletzt nur sehr vereinzelt Schiffe die Meerenge passiert haben.

Foto: NASA / The Visible Earth / dpa
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Merz telefoniert mit Trump – obwohl der »nicht gut« auf ihn zu sprechen ist
Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Nachmittag mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Das teilte Merz auf X mit. »Ich habe heute Nachmittag mit US-Präsident Donald Trump die Situation in Iran, Israel und in der Ukraine besprochen. Wir haben verabredet, weiter in engem Kontakt zu bleiben. Unser Austausch wird bald fortgesetzt«, so der Kanzler. Weitere Einzelheiten teilte die Bundesregierung nicht mit.
Bei einer Wahlkampfveranstaltung am Freitag in Bad Dürkheim hatte Merz ein Gespräch mit Trump am Wochenende angekündigt und auch gesagt: »Er ist im Augenblick nicht ganz so gut auf mich zu sprechen.« Trump hatte die Nato-Partner tagelang massiv unter Druck gesetzt, bei der Sicherung der Straße von Hormus mitzuhelfen, aber reihenweise Absagen erhalten, auch von Merz. Der US-Präsident sprach von einem »törichten Fehler«. US-Senator Lindsey Graham, ein enger Vertrauter des Präsidenten, schrieb bei X, er habe mit Trump darüber gesprochen und ihn noch nie so wütend gehört.
Bei einer Wahlkampfveranstaltung am Freitag in Bad Dürkheim hatte Merz ein Gespräch mit Trump am Wochenende angekündigt und auch gesagt: »Er ist im Augenblick nicht ganz so gut auf mich zu sprechen.« Trump hatte die Nato-Partner tagelang massiv unter Druck gesetzt, bei der Sicherung der Straße von Hormus mitzuhelfen, aber reihenweise Absagen erhalten, auch von Merz. Der US-Präsident sprach von einem »törichten Fehler«. US-Senator Lindsey Graham, ein enger Vertrauter des Präsidenten, schrieb bei X, er habe mit Trump darüber gesprochen und ihn noch nie so wütend gehört.
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Israel will neue Angriffswelle im Libanon begonnen haben
Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben mit einer neuen großflächigen Angriffswelle im Südlibanon begonnen, die sich gegen die Hisbollah richten soll. In einer über Telegram verbreiteten Erklärung teilte die Armee mit, an der Operation seien Boden- und Luftstreitkräfte beteiligt.
Zuvor hatte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz die Streitkräfte angewiesen, die von der Hisbollah genutzten Brücken über den Litani-Fluss zu zerstören und die Zerstörung von Häusern in den betroffenen Dörfern im Südlibanon zu verstärken.
Zuvor hatte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz die Streitkräfte angewiesen, die von der Hisbollah genutzten Brücken über den Litani-Fluss zu zerstören und die Zerstörung von Häusern in den betroffenen Dörfern im Südlibanon zu verstärken.
Israels Verteidigungsminister weist Armee zur Zerstörung von Brücken und Häusern im Südlibanon an
Israel Katz hat erklärt, die Armee angewiesen zu haben, im Südlibanon umgehend weitere Brücken über den Fluss Litani zu zerstören. Damit soll laut dem israelischen Verteidigungsminister die Hisbollah daran gehindert werden, Kämpfer näher an die israelische Grenze zu verlegen.

Israel Katz. Foto: Thanassis Stavrakis / AP / dpa
Katz erklärte außerdem, er habe angeordnet, die Zerstörung von Häusern in libanesischen Dörfern nahe der Grenze zu beschleunigen. Damit sollten, so Katz, Bedrohungen für israelische Gemeinden abgewehrt werden. Als Vorbild nannte er Beit Hanun und Rafah, Orte im Gazastreifen, die Israel im Zuge der Bodenoffensive gegen die Hamas zerstörte.
Israel führt seit Wochen Angriffe gegen die Hisbollah-Miliz aus. Nach Uno-Angaben wurden dabei im Libanon mehr als eine Million Menschen vertrieben.
Israel führt seit Wochen Angriffe gegen die Hisbollah-Miliz aus. Nach Uno-Angaben wurden dabei im Libanon mehr als eine Million Menschen vertrieben.
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Iran meldet »schwere Schäden« an Infrastruktur
Irans Wasser- und Energieinfrastruktur ist nach Angaben Teherans durch die Angriffe der USA und Israels stark beschädigt worden. Die lebenswichtige Wasser- und Strominfrastruktur des Landes habe »durch Terror- und Cyberangriffe« der USA und Israels »schwere Schäden erlitten«, erklärte Irans Energieminister Abbas Aliabadi nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Isna.
Die Angriffe richteten sich demnach gegen »Dutzende Anlagen zur Wasserversorgung und -aufbereitung«, führte Aliabadi aus. Zudem hätten sie »Teile der kritischen Versorgungsnetze« zerstört. Derzeit werde daran gearbeitet, die Schäden zu beheben.
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Netanyahu besucht Arad nach Raketenangriff
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat Iran nach dem Raketenangriff auf die südisraelische Stadt Arad vorgeworfen, gezielt ein Wohngebiet attackiert zu haben. Bei einem Besuch am Ort des Einschlags sagte Netanyahu, Teheran setze Angriffe auf Zivilisten als »Massenmordwaffe« ein. Es sei Glück gewesen, dass niemand getötet worden sei. Es sei Irans Absicht, Zivilisten zu töten, so Netanyahu.
Netanyahu rief zudem Staats- und Regierungschefs weltweit dazu auf, sich dem Krieg gegen Iran anzuschließen. Einige Länder begännen bereits damit, sagte er – ohne zu nennen, welche er meinte.
Netanyahu rief zudem Staats- und Regierungschefs weltweit dazu auf, sich dem Krieg gegen Iran anzuschließen. Einige Länder begännen bereits damit, sagte er – ohne zu nennen, welche er meinte.

Foto: Alexi Rosenfeld / Getty Images
Außerdem mahnte Netanyahu die israelische Öffentlichkeit zu Vorsicht: »Zwischen der Warnung und dem Einschlag lagen volle zehn Minuten«, sagte er. Die Rakete sei »hier zwischen den Gebäuden« niedergegangen. Wären die Menschen in dieser Zeit in die Schutzräume und Keller unter den Häusern gegangen, wäre niemand verletzt worden, sagte er.
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Foto: Jonas Opperskalski / DER SPIEGEL
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Beim Absturz eines Militärhubschraubers in Katar sind alle sieben Insassen ums Leben gekommen. Es verunglückten vier Mitglieder der katarischen Streitkräfte, ein türkischer Soldat und zwei Techniker einer türkischen Sicherheitsfirma, wie das türkische Verteidigungsministerium mitteilte. Diese seien in dem katarischen Hubschrauber bei einem gemeinsamen Einsatz beider Militärs über Wasser abgestürzt.
Das katarische Verteidigungsministerium sprach von einer »technischen Störung während eines Routineeinsatzes«. Auch die türkische Seite sprach von einem »technischen Versagen«. Es gab keine Hinweise darauf, dass der Hubschrauber möglicherweise bei einem iranischen Angriff abgeschossen wurde. Es war unklar, wohin der Hubschrauber bei dem Einsatz flog.
Das katarische Verteidigungsministerium sprach von einer »technischen Störung während eines Routineeinsatzes«. Auch die türkische Seite sprach von einem »technischen Versagen«. Es gab keine Hinweise darauf, dass der Hubschrauber möglicherweise bei einem iranischen Angriff abgeschossen wurde. Es war unklar, wohin der Hubschrauber bei dem Einsatz flog.
Mindestens sechs Tote bei Absturz von katarischem Armeehubschrauber
Inmitten des Krieges sind beim Absturz eines katarischen Armeehubschraubers über den Hoheitsgewässern des Golfstaates mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Der siebte Insasse werde noch vermisst, teilte das Innenministerium in Doha mit. Dem Ministerium zufolge wurden die sechs Leichen der getöteten Hubschrauberinsassen geborgen. Die Rettungsmaßnahmen dauerten weiter an.
Der Hubschrauber der katarischen Armee war nach Angaben der Regierung in Doha wegen einer »technischen Fehlfunktion« abgestürzt. Das katarische Verteidigungsministerium hatte zuvor erklärt, der Vorfall habe sich während eines »Routineeinsatzes« ereignet. Katars Innenministerium zufolge wurden mehrere Spezialteams für den Such- und Rettungseinsatz entsandt. Doha machte weder Angaben zum Typ des Hubschraubers noch zum Grund seines Einsatzes.
Wie andere Golfstaaten ist auch Katar seit Beginn des Krieges vor knapp drei Wochen immer wieder angegriffen worden. Bislang wurde jedoch keine Verbindung zwischen dem jüngsten Vorfall und dem Krieg hergestellt.
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Mit Material der Agenturen


