Krieg in Iran Lufthansa-Airlines meiden bis Herbst viele Ziele in Nahost
Abu Dhabi, Amman, Riad, Teheran: Der Lufthansa-Konzern hat bis Ende Oktober zahlreiche Verbindungen in den Nahen Osten gestrichen. Trump behauptet, es habe Gespräche mit Iran gegeben, Teheran dementiert. Die Liveanalyse vom Montag.
Mit
Anna-Lena Abbott,
Henrik Bahlmann,
Anna Dotti,
Anna Ehlebracht,
Claus Hecking,
Armin Himmelrath,
Miriam Khan,
Charlotte Lüder,
Dominik Peters,
Maximilian Popp und
Julius Seibt und Hanna Aders (Bildredaktion)
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Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Donald Trump hat sein Ultimatum gegen Iran verlängert, die Straße von Hormus vollständig zu öffnen. Es gibt offenbar »gute« Gespräche zwischen Washington und Teheran. Iran dementiert Gespräche.
- Israel greift weiter Ziele in Iran an und rechnet damit, dass sich der Krieg noch wochenlang hinzieht.
- Gleichzeitig kündigt Israel eine Ausweitung der Bodenoffensive im Libanon an.
- Der Sohn des Schahs, Reza Pahlavi, hat von Trump ein Umdenken beim Hormus-Ultimatum gefordert. Man dürfe keine zivile Infrastruktur angreifen.
- Airlines des Lufthansa-Konzerns fliegen teilweise bis Herbst nicht nach Nahost.
Mehr Hintergrund und Analyse mit SPIEGEL+
- Mutmaßlicher Angriff auf Stützpunkt im Indischen Ozean: Reichen Irans Raketen bis nach Deutschland?
- Rekonstruktion einer Eskalation: So stolperten die USA in den Krieg gegen Iran
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wir beenden unsere Liveanalyse vom Montag an dieser Stelle. Über alle weiteren aktuellen Entwicklungen informieren wir Sie nun hier.
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Setzen die USA auf den iranischen Parlamentspräsidenten?
Die US-Regierung zieht einem Medienbericht zufolge den iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf als möglichen Partner und sogar als künftigen Staatschef in Betracht.
Zumindest einige Vertreter im Weißen Haus sähen in ihm einen geeigneten Ansprechpartner, der Iran führen und in der nächsten Phase des Krieges mit US-Präsident Donald Trump verhandeln könnte. Das berichtet das Nachrichtenportal »Politico« unter Berufung auf zwei Regierungsvertreter. Stellungnahmen aus Washington und Teheran lagen zunächst nicht vor.
Zumindest einige Vertreter im Weißen Haus sähen in ihm einen geeigneten Ansprechpartner, der Iran führen und in der nächsten Phase des Krieges mit US-Präsident Donald Trump verhandeln könnte. Das berichtet das Nachrichtenportal »Politico« unter Berufung auf zwei Regierungsvertreter. Stellungnahmen aus Washington und Teheran lagen zunächst nicht vor.
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Klingbeil plädiert für Preisobergrenzen beim Benzin
SPD-Chef Lars Klingbeil will sich angesichts stark gestiegener Spritpreise infolge des Iran-Kriegs an Maßnahmen in Luxemburg orientieren. »Wir sollten gerade mal genau gucken, was Luxemburg dort macht, die Preisgrenzen festlegen«, sagte Klingbeil in der ntv-Sendung »Pinar Atalay«.
In Luxemburg bestimmt das Wirtschaftsministerium Höchstpreise für Benzin, Diesel und Heizöl. Normalerweise werden die Preise etwa zweimal monatlich verändert – allerdings sind bei besonderen Marktschwankungen häufigere Neufestsetzungen üblich.
Mit Blick auf die besonders starken Preissprünge an deutschen Tankstellen im Vergleich zum europäischen Ausland sprach Klingbeil von einer »wahnsinnigen Abzocke«. Es werde immer offensichtlicher, dass die Mineralölkonzerne versuchten, jetzt mit dieser Kriegssituation Profit zu machen. »Und deswegen sind wir schon in der Pflicht, da politisch mit umzugehen.«
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Britischer Zerstörer in Zypern eingetroffen
Drei Wochen nach dem Einschlag einer iranischen Drohne auf einem britischen Armeestützpunkt auf Zypern ist der Zerstörer HMS Dragon im östlichen Mittelmeer eingetroffen. Das gab das britische Verteidigungsministerium bekannt, meldet der »Guardian«.

Britischer Zerstörer HMS Dragon. Foto: Andrew Matthews/PA Wire/dpa
Die HMS Dragon werde ab Montagabend »in die operative Integration in die Verteidigung Zyperns eingebunden«, teilte Verteidigungsminister John Healey den Abgeordneten des Unterhauses mit. Außerdem seien britische Flugzeuge aktuell im Nahen Osten im Einsatz, um iranische Geschosse abzufangen.
Zuvor war die britische Regierung massiv kritisiert worden: Nach dem Drohnenangriff hatten Griechenland und Frankreich schnell zusätzliche Marineeinheiten nach Zypern verlegt, während Großbritannien zunächst zurückhaltend reagiert hatte.
Zuvor war die britische Regierung massiv kritisiert worden: Nach dem Drohnenangriff hatten Griechenland und Frankreich schnell zusätzliche Marineeinheiten nach Zypern verlegt, während Großbritannien zunächst zurückhaltend reagiert hatte.
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Netanyahu redet über Abkommen mit Iran – und will weiter angreifen
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat in einer Videobotschaft die von den USA verkündeten Gespräche mit Iran kommentiert. »Präsident Trump ist überzeugt, dass es eine Chance gibt, die enormen Erfolge, die wir mit dem US-Militär erzielt haben, zu nutzen, um die Kriegsziele durch ein Abkommen zu verwirklichen – ein Abkommen, das unsere vitalen Interessen schützt«, sagte Netanyahu.
Israels Regierungschef sagte zugleich, dass die Angriffe auf Iran fortgesetzt würden: »Wir zerschlagen das Raketenprogramm und das Atomprogramm«. Israel werde außerdem weiterhin die Hisbollah-Miliz im Libanon bekämpfen. Trump hatte zuvor von »detaillierten und konstruktiven Gesprächen« mit der Islamischen Republik gesprochen – Iran dagegen dementierte jegliche Verhandlungen zwischen beiden Seiten.
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Irak meldet auf US-Basis zielende Raketen in Syrien
Aus der irakischen Stadt Rabia wurden Insidern zufolge mindestens sieben Raketen auf eine US-Militärbasis im Nordosten Syriens abgefeuert. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Im Bezirk Rabia westlich von Mossul sei ein auf einem ausgebrannten Lastwagen montierter Raketenwerfer sichergestellt worden, heißt es demnach aus irakischen Sicherheitskreisen weiter. Der Raketenwerfer sei mutmaßlich für die Attacke auf die Rmeilan-Basis in Syrien genutzt worden. Es ist der erste grenzüberschreitende Angriff auf US-Truppen in Syrien seit dem US-israelischen Angriff auf Iran am 28. Februar.
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Leseempfehlung: Trump sucht nach einem Ausweg. Aber zu welchem Preis?
Mit jedem weiteren Kriegstag wird klarer: Trump hat sich in Iran verrannt. Und wird früher oder später mit einem Regime verhandeln müssen, das radikaler und selbstbewusster ist denn je. Lesen Sie hier den Kommentar unseres Kollegen Maximilian Popp.

Trump. Foto: Kevin Lamarque / REUTERS
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Israels Armee bringt Hisbollah-Kämpfer nach Israel
Die israelische Armee setzt eigenen Angaben zufolge ihre »gezielten Bodeneinsätze im Südlibanon« fort. Dabei hätten Soldaten am Sonntag auch mehrere bewaffnete Mitglieder der Hisbollah-Miliz gefangen genommen und »zur weiteren Befragung« nach Israel gebracht, teilte das israelische Militär mit.
Die Hisbollah-Mitglieder wollten demnach eine Rakete auf israelische Soldaten feuern. Zudem hätten sie geplant, eine Stellung für Raketenangriffe auf Israel zu errichten. Die Kämpfer hätten eine große Menge Waffen bei sich gehabt und sich ergeben, heißt es in einer Mitteilung der Armee. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Israel hatte bereits mehrfach in Nachbarländern Personen gefangen genommen und nach Israel gebracht, denen sie Terroraktivitäten vorwirft.
Die Hisbollah-Mitglieder wollten demnach eine Rakete auf israelische Soldaten feuern. Zudem hätten sie geplant, eine Stellung für Raketenangriffe auf Israel zu errichten. Die Kämpfer hätten eine große Menge Waffen bei sich gehabt und sich ergeben, heißt es in einer Mitteilung der Armee. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Israel hatte bereits mehrfach in Nachbarländern Personen gefangen genommen und nach Israel gebracht, denen sie Terroraktivitäten vorwirft.
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Tausende Tote seit Kriegsbeginn
Weit über 4000 Menschen haben seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar ihr Leben verloren. Die Nachrichtenagentur Reuters hat die aktuell bekannten Todeszahlen aus allen am Krieg beteiligten Staaten recherchiert:
- In Iran sind nach einer Zählung der in den USA ansässigen Menschenrechtsgruppe HRANA bisher 3231 Menschen gestorben, darunter zahlreiche Zivilisten und Kinder. Die iranischen Behörden dagegen veröffentlichten bisher deutlich niedrigere Zahlen.
- Im Libanon sind durch israelische Angriffe bisher 1039 Menschen ums Leben gekommen, so die libanesischen Behörden.
- Mindestens 60 Tote meldet der Irak.
- Israel beklagt nach Angaben israelischer Rettungskräfte bisher 16 Tote durch iranischen Raketenbeschuss. Außerdem kamen vier palästinensische Frauen im Westjordanland bei einem Raketeneinschlag ums Leben. Zwei israelische Soldaten starben im Libanon, ein israelischer Landwirt im Norden des Landes wurde von fehlgeleiteter israelischer Artillerie getötet.

Trümmer in einem zerstörten Wohnzimmer in Teheran. Foto: Vahid Salemi / AP
- Aufseiten der USA sind bisher 13 Soldaten getötet worden; sechs davon starben beim Absturz eines US-Tankflugzeugs.
- In den Vereinigten Arabischen Emiraten starben acht Menschen beim Beschuss durch Iran.
- Katar beklagt sieben Tote infolge der Kriegsereignisse.
- Sechs Tote werden aus Kuwait gemeldet.
- Weitere betroffene Länder sind Syrien (vier Tote), Oman (zwei Tote), Saudi-Arabien (zwei Tote), Bahrain (zwei Tote) und Frankreich (ein gefallener Soldat).
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Israels Finanzminister fordert Annexion des Südlibanon
Der rechtsextreme Finanzminister Israels, Bezalel Smotrich, hat eine Ausweitung des israelischen Territoriums auf große Bereiche des Südlibanon gefordert. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die neue israelische Grenze müsse der Fluss Litani sein, sagte der Politiker demnach in einem Radiointerview.
Israel treibt seit einigen Tagen eine Offensive im Süden des Libanon voran. Damit will es verhindern, dass die mit Iran verbündete Hisbollah-Miliz den Norden Israels angreifen kann.
Israel treibt seit einigen Tagen eine Offensive im Süden des Libanon voran. Damit will es verhindern, dass die mit Iran verbündete Hisbollah-Miliz den Norden Israels angreifen kann.

Smotrich (im August 2025). Foto: Ronen Zvulun / REUTERS
Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuvor bereits angedeutet, dem Libanon drohe ein Gebietsverlust, sollte die von Iran unterstützte Hisbollah-Miliz nicht entwaffnet werden. Die Entwaffnung der Hisbollah ist Teil der Vereinbarungen zur Waffenruhe, die Israel und die proiranische Miliz im November 2024 vereinbart hatten. Nach Beginn des Irankriegs eskalierte der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah erneut.
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Indische Tanker passieren Straße von Hormus
Zwei weitere unter der Flagge Indiens fahrende Tankschiffe haben die von Iran faktisch blockierte Straße von Hormus passiert. Die »Jag Vasant« und die »Pine Gas«, die zusammen etwa 92.000 Tonnen Autogas (LPG) geladen haben, würden voraussichtlich zwischen Donnerstag und Samstag indische Häfen erreichen, teilte das indische Schifffahrtsministerium mit.
Zwei weitere indische Tanker hatten die strategisch und wirtschaftlich wichtige Straße von Hormus bereits zuvor passiert. Indien ist der weltweit viertgrößte Abnehmer von Flüssigerdgas (LNG) und der zweitgrößte Abnehmer von LPG. Seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar ist der von den iranischen Revolutionswächtern kontrollierte Seeweg, über den rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, faktisch gesperrt.
Zwei weitere indische Tanker hatten die strategisch und wirtschaftlich wichtige Straße von Hormus bereits zuvor passiert. Indien ist der weltweit viertgrößte Abnehmer von Flüssigerdgas (LNG) und der zweitgrößte Abnehmer von LPG. Seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar ist der von den iranischen Revolutionswächtern kontrollierte Seeweg, über den rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, faktisch gesperrt.

Foto: The Visible Earth / NASA / dpa
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Lufthansa-Airlines fliegen teilweise bis Herbst nicht nach Nahost
Die Airlines des Lufthansa-Konzerns meiden wegen des Irankriegs viele Ziele in Nahost noch für längere Zeit. Einzelne Flughäfen wie Abu Dhabi, Amman, Beirut, Dammam, Riad, Erbil, Maskat und Teheran sollen bis zum 24. Oktober nicht mehr angeflogen werden, wie das Unternehmen in Frankfurt mitteilt. Es führt dafür Sicherheitsrisiken und betriebliche Gründe an.
Eine kürzere Frist wählt in dieser Flughafen-Gruppe nur die Direktflugtochter Eurowings, die Beirut und Erbil zunächst nur bis zum 30. April ausgesetzt hat. Die genannten Fristen gelten demnach für die Airlines Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways, Edelweiss und Lufthansa Cargo. Die Flughäfen in Dubai und Tel Aviv sollen sie bis zum 31. Mai nicht anfliegen. Frachtflüge der Lufthansa Cargo und Eurowings-Passagierflüge in Israels Metropole pausieren zunächst bis zum 30. April.
Eine kürzere Frist wählt in dieser Flughafen-Gruppe nur die Direktflugtochter Eurowings, die Beirut und Erbil zunächst nur bis zum 30. April ausgesetzt hat. Die genannten Fristen gelten demnach für die Airlines Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways, Edelweiss und Lufthansa Cargo. Die Flughäfen in Dubai und Tel Aviv sollen sie bis zum 31. Mai nicht anfliegen. Frachtflüge der Lufthansa Cargo und Eurowings-Passagierflüge in Israels Metropole pausieren zunächst bis zum 30. April.

Passagiermaschinen der Lufthansa in Frankfurt. Foto: Boris Roessler / dpa
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Israel meldet Angriff auf Basidsch-Miliz in Teheran
Die israelische Armee hat am Montag nach eigenen Angaben einen von der Basidsch-Miliz genutzten Stützpunkt der iranischen Revolutionswächter in Teheran angegriffen. Der Angriff sei »Teil der aktuellen operativen Phase, die darauf abzielt, die zentralen Systeme und Sicherheitsfähigkeiten des iranischen Terrorregimes weiter zu schwächen«, teilte die israelische Armee mit.
Erst kürzlich hatte Israel den Chef der Basidsch-Miliz, Gholamreza Soleimani, getötet. Die israelische Armee teilte mit, bei dem Angriff seien »Dutzende« Kampfflugzeuge zum Einsatz gekommen und hätten unter anderem auch eine Produktionsstätte für Marschflugkörper zerstört.
Erst kürzlich hatte Israel den Chef der Basidsch-Miliz, Gholamreza Soleimani, getötet. Die israelische Armee teilte mit, bei dem Angriff seien »Dutzende« Kampfflugzeuge zum Einsatz gekommen und hätten unter anderem auch eine Produktionsstätte für Marschflugkörper zerstört.
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IKRK-Präsidentin warnt vor Angriffen auf zivile Infrastruktur
Die Präsidentin des Internationalen Kommittees vom Roten Kreuz, Mirjana Spoljaric, hat vor einer Ausweitung der Kriegshandlungen auf Kraftwerke in der Region gewarnt. »Ein Krieg gegen lebenswichtige Infrastruktur ist ein Krieg gegen die Zivilbevölkerung«, schrieb Spoljaric. Am besorgniserregendsten sei die potenzielle Gefährdung von nuklearen Anlagen.
In den vergangenen Tagen hatten zunächst die USA und daraufhin auch Iran gedroht, verstärkt Kraftwerke und Energieinfrastruktur anzugreifen.
In den vergangenen Tagen hatten zunächst die USA und daraufhin auch Iran gedroht, verstärkt Kraftwerke und Energieinfrastruktur anzugreifen.
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Iranischer Parlamentssprecher dementiert Gespräche mit USA
Der iranische Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf hat Medienberichte dementiert, denen zufolge er mit den USA in Verhandlungen steht. »Es haben keine Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten stattgefunden. Mit Hilfe von Fake News werden die Finanz- und Ölmärkte manipuliert, um dem Sumpf zu entkommen, in dem die Vereinigten Staaten und Israel gefangen sind«, schreibt Ghalibaf auf X.
Auch das iranische Außenministerium dementiert mittlerweile die Gespräche, wie das »Wall Street Journal« und die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf iranische Medien berichten.
Auch das iranische Außenministerium dementiert mittlerweile die Gespräche, wie das »Wall Street Journal« und die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf iranische Medien berichten.
Medienberichte: USA verhandeln wohl mit iranischem Parlamentssprecher
Die »Jerusalem Post« und das Medienportal »Axios« berichten übereinstimmend, dass die USA mit dem iranischen Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf verhandeln. Demnach habe Ghalibaf mit den US-Vertretern Steve Witkoff und Jared Kushner gesprochen. »Wir haben es mit einem Mann zu tun, der meiner Meinung nach der angesehenste ist, nicht der oberste Führer; von ihm haben wir nichts gehört«, sagte Trump nach Angaben von »Axios«.
Ein israelischer Insider sagt »Axios« und der Nachrichtenagentur Reuters zufolge außerdem, die in dem Krieg vermittelnden Länder versuchten, noch in dieser Woche ein Treffen zwischen Ghalibaf, Witkoff, Kushner sowie US-Vizepräsident JD Vance in Islamabad einzuberufen.
Zuvor hatte Donald Trump von Verhandlungen zwischen den USA und Iran gesprochen. Iran hatte jedoch dementiert, dass es Gespräche gegeben habe.
Ein israelischer Insider sagt »Axios« und der Nachrichtenagentur Reuters zufolge außerdem, die in dem Krieg vermittelnden Länder versuchten, noch in dieser Woche ein Treffen zwischen Ghalibaf, Witkoff, Kushner sowie US-Vizepräsident JD Vance in Islamabad einzuberufen.
Zuvor hatte Donald Trump von Verhandlungen zwischen den USA und Iran gesprochen. Iran hatte jedoch dementiert, dass es Gespräche gegeben habe.
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Kurzanalyse: Jetzt spricht Trump von einem baldigen Kriegsende und Regimewechsel in Teheran – ist das glaubwürdig?
Sucht Donald Trump nach einem Ausstieg aus dem Irankrieg? Nun hat der US-Präsident angekündigt, es werde noch an diesem Montag ein Telefongespräch mit der iranischen Führung geben. Und Trump stellt sogar in Aussicht, dass der Krieg in Kürze enden könne. Schon gestern habe es Gespräche mit Teheran gegeben, sagte Trump auf dem Flughafen von West Palm Beach, ehe er in die »Air Force One« einstieg. »Sie wollen unbedingt einen Deal machen, wir wollen einen Deal machen.« Man werde jetzt eine »Fünf-Tages-Periode« ansetzen, so Trump: »Wenn das gut verläuft, werden wir die Sache beilegen [Wörtlich: »We are going to end up with settling this«, d. Red.]. Andernfalls bombardieren wir aus vollem Herzen weiter.«
Trump hatte bereits am Vormittag auf seiner Plattform Truth Social behauptet, es habe »sehr gute und produktive Gespräche« mit Teheran gegeben – und die von ihm selbst angedrohten Angriffe auf iranische Kraftwerke um fünf Tage verschoben. Prompt fielen die Ölpreise rapide und schossen die Kurse an Aktienmärkten weltweit nach oben. Allerdings dementiert Iran, dass es solche Gespräche gebe. Es gebe keinerlei direkte Kontakte zu Trump, auch nicht über Vermittler, hieß es in Berichten der Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim, die Irans Revolutionswächtern nahestehen.
Trump sagte dazu auf dem Flughafen von West Palm Beach, bei einigen iranischen Beamten herrsche Konfusion, da die nationale Kommunikationsinfrastruktur destabilisiert worden sei. »Wir verhandeln mit einem Mann, der – so glaube ich – der am meisten respektierte Mann und der Anführer ist.« Dies sei nicht Mojtaba Khamenei, der kürzlich zum Obersten Führer ausgerufene Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Khamenei. Man spreche mit »Leuten, die anscheinend die Fäden ziehen«, so Trump: »Sie haben Dinge angekündigt, die dann tatsächlich eingetreten sind.«
Trump hatte bereits am Vormittag auf seiner Plattform Truth Social behauptet, es habe »sehr gute und produktive Gespräche« mit Teheran gegeben – und die von ihm selbst angedrohten Angriffe auf iranische Kraftwerke um fünf Tage verschoben. Prompt fielen die Ölpreise rapide und schossen die Kurse an Aktienmärkten weltweit nach oben. Allerdings dementiert Iran, dass es solche Gespräche gebe. Es gebe keinerlei direkte Kontakte zu Trump, auch nicht über Vermittler, hieß es in Berichten der Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim, die Irans Revolutionswächtern nahestehen.
Trump sagte dazu auf dem Flughafen von West Palm Beach, bei einigen iranischen Beamten herrsche Konfusion, da die nationale Kommunikationsinfrastruktur destabilisiert worden sei. »Wir verhandeln mit einem Mann, der – so glaube ich – der am meisten respektierte Mann und der Anführer ist.« Dies sei nicht Mojtaba Khamenei, der kürzlich zum Obersten Führer ausgerufene Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Khamenei. Man spreche mit »Leuten, die anscheinend die Fäden ziehen«, so Trump: »Sie haben Dinge angekündigt, die dann tatsächlich eingetreten sind.«

Foto: Kevin Lamarque / REUTERS
Wie das US-Nachrichtenportal »Axios« und die »Jerusalem Post« berichten, sollen die US-Emissäre Steve Witkoff und Jared Kushner mit dem iranischen Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf verhandeln.
Dem TV-Sender CNN sagte Trump, die Straße von Hormus werde »sehr bald offen sein«, sollten die Verhandlungen zügig voranschreiten. »Sie wird gemeinsam kontrolliert werden«, behauptete er. Und: »Es wird auch eine sehr ernsthafte Art des Regimewechsels geben.«
Trumps heutige Aussagen fügen sich ein in eine lange Reihe völlig unterschiedlicher und sich teils widersprechender Behauptungen des US-Präsidenten und seiner Gefolgsleute über den Irankrieg. Mal sagen sie das eine, mal das genaue Gegenteil. Es kann durchaus sein, dass sich die jetzige Haltung schlagartig wieder ändert und dass etwaige Verhandlungen scheitern. Ob nun die Öffnung der Straße von Hormus und Regimewechsel bevorstehen oder ob Trump vor allem die wackelnden Märkte beruhigen will: all das ist ebenso ungewiss wie der weitere Verlauf seines Feldzugs.
Dem TV-Sender CNN sagte Trump, die Straße von Hormus werde »sehr bald offen sein«, sollten die Verhandlungen zügig voranschreiten. »Sie wird gemeinsam kontrolliert werden«, behauptete er. Und: »Es wird auch eine sehr ernsthafte Art des Regimewechsels geben.«
Trumps heutige Aussagen fügen sich ein in eine lange Reihe völlig unterschiedlicher und sich teils widersprechender Behauptungen des US-Präsidenten und seiner Gefolgsleute über den Irankrieg. Mal sagen sie das eine, mal das genaue Gegenteil. Es kann durchaus sein, dass sich die jetzige Haltung schlagartig wieder ändert und dass etwaige Verhandlungen scheitern. Ob nun die Öffnung der Straße von Hormus und Regimewechsel bevorstehen oder ob Trump vor allem die wackelnden Märkte beruhigen will: all das ist ebenso ungewiss wie der weitere Verlauf seines Feldzugs.
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CNN-Bericht: Türkei bemüht sich um Ende des Irankriegs
Die Türkei verstärkt ihre diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Krieges in Iran, wie CNN berichtet. Laut Angaben des Außenministeriums soll Außenminister Hakan Fidan in den letzten 48 Stunden mehr als ein Dutzend Telefonate mit regionalen und internationalen Politikern geführt haben.
Am Sonntag führte Fidan separate Gespräche mit iranischen und ägyptischen Amtskollegen sowie mit Vertretern der USA und der EU, in denen »Maßnahmen zur Beendigung des Krieges erörtert wurden«, wie eine diplomatische Quelle aus der Türkei CNN sagte. Zudem habe Fidan mit dem Premierminister und dem Außenminister von Katar, dem saudi-arabischen Außenminister sowie pakistanischen Vertretern telefoniert, wobei sie »die laufenden Bemühungen zur Beendigung des Krieges einschätzen«.
Die Telefondiplomatie wurde heute mit Gesprächen mit führenden Politikern in Ägypten und Norwegen fortgesetzt, bei denen »die Diskussionen sich auf Bemühungen zur Beendigung des Krieges konzentrierten«, so die Quelle zu CNN.
Mit den Gesprächen vertraute Personen sagten CNN zufolge, dass sowohl die Türkei als auch Ägypten im Rahmen einer umfassenderen Initiative zur Deeskalation der zunehmenden Spannungen rund um wichtige Energieinfrastruktur und Kraftwerke Botschaften zwischen den Parteien übermittelt hätten.
Am Sonntag führte Fidan separate Gespräche mit iranischen und ägyptischen Amtskollegen sowie mit Vertretern der USA und der EU, in denen »Maßnahmen zur Beendigung des Krieges erörtert wurden«, wie eine diplomatische Quelle aus der Türkei CNN sagte. Zudem habe Fidan mit dem Premierminister und dem Außenminister von Katar, dem saudi-arabischen Außenminister sowie pakistanischen Vertretern telefoniert, wobei sie »die laufenden Bemühungen zur Beendigung des Krieges einschätzen«.
Die Telefondiplomatie wurde heute mit Gesprächen mit führenden Politikern in Ägypten und Norwegen fortgesetzt, bei denen »die Diskussionen sich auf Bemühungen zur Beendigung des Krieges konzentrierten«, so die Quelle zu CNN.
Mit den Gesprächen vertraute Personen sagten CNN zufolge, dass sowohl die Türkei als auch Ägypten im Rahmen einer umfassenderen Initiative zur Deeskalation der zunehmenden Spannungen rund um wichtige Energieinfrastruktur und Kraftwerke Botschaften zwischen den Parteien übermittelt hätten.

Foto: Mustafa Hatipoglu / Anadolu / picture alliance
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Medienberichte: USA verhandeln wohl mit iranischem Parlamentssprecher
Die »Jerusalem Post« und das Medienportal Axios berichten übereinstimmend, dass die USA mit dem iranischen Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf verhandeln. Demnach habe Ghalibaf mit den US-Vertretern Steve Witkoff und Jared Kushner gesprochen. »Wir haben es mit einem Mann zu tun, der meiner Meinung nach der angesehenste ist, nicht der oberste Führer; von ihm haben wir nichts gehört«, sagte Trump nach Angaben von Axios.
Ein israelischer Insider sagt Axios und der Nachrichtenagentur Reuters zufolge außerdem, die in dem Krieg vermittelnden Länder versuchten, noch in dieser Woche ein Treffen zwischen Ghalibaf, Witkoff, Kushner sowie US-Vizepräsident JD Vance in Islamabad einzuberufen.
Zuvor hatte Donald Trump von Verhandlungen zwischen den USA und Iran gesprochen. Iran hatte jedoch dementiert, dass es Gespräche gegeben habe.
Ein israelischer Insider sagt Axios und der Nachrichtenagentur Reuters zufolge außerdem, die in dem Krieg vermittelnden Länder versuchten, noch in dieser Woche ein Treffen zwischen Ghalibaf, Witkoff, Kushner sowie US-Vizepräsident JD Vance in Islamabad einzuberufen.
Zuvor hatte Donald Trump von Verhandlungen zwischen den USA und Iran gesprochen. Iran hatte jedoch dementiert, dass es Gespräche gegeben habe.
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Reederverband warnt vor realem Risiko, im Golf beschossen zu werden
Der Verband Deutscher Reeder (VDR) ist in großer Sorge um die Sicherheit der Handelsschifffahrt im Persischen Golf. Seit Beginn des Kriegs Ende Februar sitzen in der Region mehr als 2000 Handelsschiffe mit rund 20.000 Seeleuten fest, wie VDR-Präsidentin Gaby Bornheim sagte. Darunter seien mindestens 50 Schiffe von zehn deutschen Reedereien mit etwa 1000 Seeleuten an Bord. Rund 20 Handelsschiffe seien bereits attackiert worden. »Es hat Verletzte und Tote gegeben.«

Brennender Öltanker nach einem iranischen Angriff nahe Basra, Irak (am 11. März). Foto: AP
Die vor allem für den Öltransport wichtige Straße von Hormus sei faktisch gesperrt. »Die iranischen Streitkräfte haben sehr schnell nach Ausbruch der kriegerischen Handlungen die Schiffe direkt angesprochen und ihnen gedroht, sie in Brand zu setzen, wenn sie die Straße von Hormus passieren«, sagte Bornheim.
Die Versorgungslage der Seeleute an Bord der Schiffe im Persischen Golf bezeichnete VDR-Hauptgeschäftsführer Martin Kröger als gut. Die Schiffe hätten Proviant für rund vier Wochen an Bord und es gebe auch die Möglichkeit zur Versorgung von Land. Aber: »Das Risiko beschossen zu werden, ist real.«
Die deutsche Handelsflotte umfasste im vergangenen Jahr 1716 Schiffe, minimal weniger als im Jahr zuvor, wie Bornheim sagte. Zum Vergleich: Die USA verfügten nur über rund 80 hochseetaugliche Handelsschiffe im internationalen Verkehr, wollten dies aber ändern. Deutschland habe damit die siebtgrößte Handelsflotte der Welt. Davor liegen Griechenland, China, Singapur, Japan, Hongkong und Südkorea.
Die Versorgungslage der Seeleute an Bord der Schiffe im Persischen Golf bezeichnete VDR-Hauptgeschäftsführer Martin Kröger als gut. Die Schiffe hätten Proviant für rund vier Wochen an Bord und es gebe auch die Möglichkeit zur Versorgung von Land. Aber: »Das Risiko beschossen zu werden, ist real.«
Die deutsche Handelsflotte umfasste im vergangenen Jahr 1716 Schiffe, minimal weniger als im Jahr zuvor, wie Bornheim sagte. Zum Vergleich: Die USA verfügten nur über rund 80 hochseetaugliche Handelsschiffe im internationalen Verkehr, wollten dies aber ändern. Deutschland habe damit die siebtgrößte Handelsflotte der Welt. Davor liegen Griechenland, China, Singapur, Japan, Hongkong und Südkorea.
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Keir Starmer: Bin über Gespräche zwischen USA und Iran informiert
Der britische Premierminister Keir Starmer ist eigenen Angaben zufolge über die Gespräche zwischen den USA und Iran informiert. Die Priorität liege darauf, »eine Verhandlungslösung zu erzielen, die dem Iran strenge Auflagen auferlegt, insbesondere im Hinblick auf Atomwaffen«, wie Starmer nach Angaben der »New York Times« sagte.
Demnach äußerte Starmer zwar die Hoffnung auf ein rasches Ende der Feindseligkeiten, fügte jedoch hinzu, dass er hinsichtlich der möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen »davon ausgehen müsse, dass dies möglicherweise nicht der Fall sein wird«.
Demnach äußerte Starmer zwar die Hoffnung auf ein rasches Ende der Feindseligkeiten, fügte jedoch hinzu, dass er hinsichtlich der möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen »davon ausgehen müsse, dass dies möglicherweise nicht der Fall sein wird«.

Foto:: TOBY MELVILLE / AFP
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Leseempfehlung: Jubeln die Ajatollahs bald über den nächsten Taco-Moment von Trump?
Ein Regimesturz in Iran ist nicht absehbar, das Atomprogramm existiert noch. Nun konzentriert sich der US-Präsident auf die Straße von Hormus. Donald Trump will mit einem Ultimatum erzwingen, woran Iraks Diktator Saddam Hussein einst scheiterte. Lesen Sie hier den Text unseres Kollegen Dominik Peters.

Foto der US-Marine zeigt USS »Abraham Lincoln«: Kommt es zum »Taco«-Moment? Foto: Zachary Pearson / U.S. Navy / Getty Images
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Kurzanalyse: Was steckt hinter Trumps Behauptung, es gebe Gespräche mit Iran?
US-Präsident Donald Trump hat mit einem Social-Media-Post Verwirrung ausgelöst, in dem er behauptet: Die USA und Iran verhandelten über eine »vollständige Beilegung« des Konflikts im Nahen Osten. Gleichzeitig verschob er die angedrohten Angriffe auf iranische Kraftwerke um fünf Tage. Noch am Samstag hatte Trump damit gedroht, sie bombardieren zu lassen, falls Teheran die Straße von Hormus nicht binnen 48 Stunden wieder öffne. Durch sie wird normalerweise ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert. Iran hat sie als Reaktion auf den amerikanisch-israelischen Angriff weitgehend gesperrt.
Das Regime in Teheran widersprach umgehend. Die staatliche Nachrichtenagentur Fars erklärte, es habe keine direkten Gespräche zwischen beiden Ländern gegeben. Das Außenministerium legte nach: Trumps wolle mit seinem Post nur die Energiepreise drücken und Zeit für die Umsetzung seiner Kriegspläne gewinnen.
Was Trumps Ankündigung wirklich bedeutet, ist deshalb unklar. Ob tatsächlich Gespräche stattfinden oder der Präsident vor allem die Märkte zu Wochenbeginn beruhigen will, ist ungewiss. Es ist außerdem nicht das erste Mal in diesem Krieg, dass Trump an einem Tag etwas ankündigt und am nächsten das Gegenteil.
Das Regime in Teheran widersprach umgehend. Die staatliche Nachrichtenagentur Fars erklärte, es habe keine direkten Gespräche zwischen beiden Ländern gegeben. Das Außenministerium legte nach: Trumps wolle mit seinem Post nur die Energiepreise drücken und Zeit für die Umsetzung seiner Kriegspläne gewinnen.
Was Trumps Ankündigung wirklich bedeutet, ist deshalb unklar. Ob tatsächlich Gespräche stattfinden oder der Präsident vor allem die Märkte zu Wochenbeginn beruhigen will, ist ungewiss. Es ist außerdem nicht das erste Mal in diesem Krieg, dass Trump an einem Tag etwas ankündigt und am nächsten das Gegenteil.
Es gibt jedoch Hinweise, dass Vermittlungsbemühungen durch Drittstaaten im Gang sind. Kurz vor Trumps Post hatte der omanische Außenminister Badr Albusaidi mitgeteilt, sein Land arbeite an »sicheren Durchfahrtsarrangements« für die Straße von Hormus. Laut dem US-Nachrichtenportal Axios haben auch die Außenminister der Türkei, Ägyptens und Pakistans in den vergangenen zwei Tagen getrennte Gespräche sowohl mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff als auch mit Irans Außenminister Abbas Araghchi geführt.
Die Vorzeichen für direkte Verhandlungen dürften eher schlecht stehen – schließlich haben die USA innerhalb des vergangenen Jahres bereits zweimal mit dem iranischen Regime verhandelt, um es dann im Laufe der Gespräche anzugreifen.
Die Vorzeichen für direkte Verhandlungen dürften eher schlecht stehen – schließlich haben die USA innerhalb des vergangenen Jahres bereits zweimal mit dem iranischen Regime verhandelt, um es dann im Laufe der Gespräche anzugreifen.

Foto: Alex Brandon / AP
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Auswärtiges Amt stellt sich klar hinter Botschafter Seibert
Das Auswärtige Amt hat sich nach der scharfen Kritik des israelischen Außenministers Gideon Sa’ar an Äußerungen zur Siedlergewalt klar hinter den deutschen Botschafter Steffen Seibert gestellt. »Es ist ganz klar, dass es auch die Aufgabe unseres Botschafters ist, Themen anzusprechen, bei denen wir Differenzen haben«, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts.
Außenminister Johann Wadephul (CDU) habe Sa'ar gestern Abend angerufen und betont, dass Seibert ein überzeugter Unterstützer des Staates Israel sei. Der Minister habe auch erneut angesprochen, dass es ein deutlich entschiedeneres Vorgehen gegen Siedlergewalt im Westjordanland brauche.
»Damit ist die Sache auch ausgeräumt«, ergänzte der Sprecher.
Außenminister Johann Wadephul (CDU) habe Sa'ar gestern Abend angerufen und betont, dass Seibert ein überzeugter Unterstützer des Staates Israel sei. Der Minister habe auch erneut angesprochen, dass es ein deutlich entschiedeneres Vorgehen gegen Siedlergewalt im Westjordanland brauche.
»Damit ist die Sache auch ausgeräumt«, ergänzte der Sprecher.

Seibert, Wadephul (am 10.03.2026). Foto: Sebastian Gollnow / dpa
Israels Außenminister kanzelt Botschafter Seibert ab
Steffen Seibert wird dieses Jahr planmäßig den Posten als deutscher Botschafter in Israel räumen. Kurz vor Ende seiner Amtszeit ist der ehemalige Pressesprecher von Altkanzlerin Angela Merkel schwer angegangen worden – von Gideon Sa’ar, dem israelischen Außenminister. Der Grund: eine Botschaft bei X. Seibert hatte den Tod eines israelischen Avocadofarmers beklagt, ebenso wie die mehr als Hundert verletzten Israelis in Arad und Dimona. Zudem hatte er darauf hingewiesen, dass im Schatten des Zweifrontenkriegs israelische Siedler im Westjordanland nach dem Tod einer der Ihren wüten und die Angriffe auf Palästinenser immer öfter und immer brutaler werden.
Daraufhin kanzelte Sa’ar den deutschen Botschafter ab – und erklärte, es sei gut, dass bald dessen Nachfolger komme. Hierbei handelt es sich um FDP-Mann Graf Lambsdorff, der bislang den deutschen Botschafterposten in Moskau innehat. Mehr dazu lesen Sie hier.
Daraufhin kanzelte Sa’ar den deutschen Botschafter ab – und erklärte, es sei gut, dass bald dessen Nachfolger komme. Hierbei handelt es sich um FDP-Mann Graf Lambsdorff, der bislang den deutschen Botschafterposten in Moskau innehat. Mehr dazu lesen Sie hier.

Foto: Michael Kappeler / picture alliance / dpa
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Medienbericht: Iran hat Trump zufolge »dringendes« Interesse an Einigung
Eine Einigung zwischen den USA und Iran könnte innerhalb von fünf Tagen oder weniger zustande kommen, erklärte US-Präsident Donald Trump dem Fernsehsender Fox Business. Iran habe daran ein »dringendes« Interesse.
Nach Angaben der Fox-Journalistin Maria Bartiromo sagte Trump, die jüngsten Gespräche zwischen den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner und Iran hätten am Sonntagabend stattgefunden. Eine iranische Quelle hatte zuvor dementiert, dass es Gespräche zwischen den USA und Iran gegeben hätte.
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Mit Material der Agenturen





