Krieg in Nahost Iran greift Herz von Katars Gaswirtschaft an
Iran hat die wichtigste Gasanlage Katars attackiert. Der Betreiber spricht von »erheblichen Schäden«. Es drohen Folgen für den Weltmarkt. Und: Save the Children sorgt sich um Hunderttausende Kinder. Die Liveanalyse.
Mit
Henrik Bahlmann,
Birte Bredow,
Holger Dambeck,
Matthias Gebauer,
Magdalena Gräfe,
Claus Hecking,
Miriam Khan,
Nicolai Kwasniewski,
Jonas Leppin,
Maximilian Popp,
Florian Pütz,
Dunja Ramadan,
Alexander Sarovic,
Fritz Schaap,
Sebastian Stoll,
Anastasia Trenkler und
Mathieu von Rohr und Hannah Aders (Bildredaktion)
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Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Iran an. Gegen Stellungen an Straße von Hormus setzen die USA Bunkerbrecher ein. Iran reagiert mit Gegenattacken, auch auf die Golfstaaten.
- Israel vermeldet die Tötung eines weiteren ranghohen Funktionärs in Iran: Geheimdienstchef Esmail Khatib soll ebenfalls eliminiert worden sein.
- Irans Außenminister Araghchi bekräftigt, das Regime werde trotz gezielter Tötungen weiter bestehen. Zudem rechtfertigt er die Angriffe auf die Golfstaaten und warnt, dass die globalen Folgen des Krieges »alle treffen« werden.
- Iran greift den weltweit größten Exportkomplex für Flüssiggas in Katar an. Analysten warnen vor Folgen für den Weltmarkt.
- Die Attacken auf Gasverarbeitungsanlagen treiben die Rohölpreise in die Höhe. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Referenzsorte Brent kostete gegen 21.50 Uhr MEZ 111,55 US-Dollar – das sind gut acht Dollar mehr als am Dienstag. Das US-Öl WTI hat sich zeitweise auf mehr als 100 Dollar pro Fass verteuert.
- Bundeskanzler Friedrich Merz kritisiert das planlose Vorgehen der USA im Irankrieg und mahnt zu europäischer Geschlossenheit und Selbstbewusstsein
- US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard geht davon aus, dass Irans Regime trotz der andauernden Angriffe weiter intakt ist.
- Die USA müssen ihren größten Flugzeugträger Berichten zufolge vorläufig aus dem Krieg abziehen. Nach einem Brand vor wenigen Tagen soll das Schiff einen Hafen in Griechenland anlaufen.
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Liebe Leserinnen und Leser,
an dieser Stelle beenden wir die Liveanalyse zum Irankrieg am 18. März. Über alle aktuellen Entwicklungen halten wir Sie nun hier im aktuellen Liveblog auf dem Laufenden.
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Franziska Wunderlich
Newsdesk

Katar erklärt iranischen Militärattaché zur unerwünschten Person
Der Sicherheits- und Militärattaché der iranischen Botschaft muss Katar binnen 24 Stunden verlassen, wie das Außenministerium in Doha mitteilte. Die Regierung erklärte den iranischen Botschafter zur »Persona non grata«. Katar begründete die Entscheidung mit wiederholten Angriffen von Iran auf das Land. Zuletzt ist die Industriestadt Ras Laffan Ziel einer Attacke gewesen.
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Omans Außenminister fordert Iran und USA zu Rückkehr an den Verhandlungstisch auf
Badr Albusaidi, der Außenminister Omans und Vermittler der jüngsten US-iranischen Nukleargespräche, hat in einem Gastbeitrag im Economist den Kriegseintritt Israels und der USA kritisiert. Der Angriff nur Stunden nach den »bislang substanziellsten Verhandlungen« sei rechtswidrig gewesen. Irans Vergeltung sei unter den gegebenen Umständen unvermeidbar, das Ergebnis inakzeptabel: Die Blockade der Straße von Hormus treibe weltweit die Energiepreise in die Höhe und bedrohe die Wirtschaftsmodelle der arabischen Golfstaaten. Die Sicherheitszusammenarbeit mit den USA erlebten sie nun als akute Verletzlichkeit.
Die USA, so Albusaidi, hätten sich von israelischen Versprechen eines schnellen Regimewechsels täuschen lassen und damit die Kontrolle über ihre eigene Außenpolitik verloren. Nun drohe genau der langwierige Bodenkrieg, den Trump stets ablehnte – und den die amerikanische Bevölkerung nicht wolle. Dies sei nicht Amerikas Krieg.
Deshalb seien jetzt Amerikas Verbündete gefordert: Sie müssten Washington offen die unangenehme Wahrheit sagen – dass weder die USA noch Iran ein Interesse an einer Fortsetzung dieses Krieges hätten, und dass Amerika in eine Falle getappt sei, aus der es sich befreien müsse.
Als Ausweg skizziert er einen konkreten Vorschlag: USA und Iran sollten trotz allem wieder direkt miteinander reden – diesmal aber eingebettet in einen breiteren Prozess, an dem alle Golfstaaten beteiligt sind. Thema wäre die Frage, welche Rolle Atomenergie künftig in der Region spielen soll – ein Interesse, das alle Länder teilen, unabhängig vom Krieg. Ein solcher gemeinsamer Rahmen könne es beiden Seiten politisch leichter machen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, ohne das Gesicht zu verlieren. Oman, das traditionell als neutraler Vermittler gilt, könne diesen Prozess initiieren.
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Franziska Wunderlich
Newsdesk

Drei Palästinenserinnen im Westjordanland getötet
Im Westjordanland sind drei Frauen bei einem Raketenangriff aus Iran getötet worden. Mehrere Palästinenserinnen seien zudem verletzt worden, eine von ihnen schwebe in Lebensgefahr, teilte der palästinensische Rote Halbmond mit. Laut der Nachrichtenagentur Wafa wurde ein Schönheitssalon im Ort Beit Awa südwestlich von Hebron getroffen. Israels Armee bestätigte, dass es in der Gegend einen Raketeneinschlag gegeben habe. Nach Erkenntnissen des Militärs handelte es sich um eine iranische Rakete.
Während es in Israel viele Bunker und Schutzräume gibt, ist das im Westjordanland nicht der Fall. Zudem gibt es keine Warnungen durch Sirenen.
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Franziska Wunderlich
Newsdesk

Hisbollah feuert Raketen auf Israels Grenzregion zum Gazastreifen
Die schiitische Hisbollah-Miliz hat erstmals seit Beginn des Irankriegs den Süden Israels angegriffen. Die Raketen schlugen in der etwa 200 Kilometer vom Libanon entfernten Grenzregion in der Nähe des Gazastreifens ein, in der Stadt Aschkelon heulten am Abend die Warnsirenen. Israels Armee bestätigte, dass die Miliz für die Attacken verantwortlich sei.
Die von Iran unterstützte Schiitenmiliz feuerte auch Raketen auf den Norden Israels. Berichte über Schäden oder Verletzte nach den neuen Angriffen gab es zunächst nicht.
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Kurzanalyse: Ölpreis steigt nach Angriffen auf iranische und katarische Gasanlagen
Die Attacken auf Gasverarbeitungsanlagen in Iran und Katar sowie Sorgen vor Angriffen auf Saudi-Arabiens Ölindustrie treiben die Rohölpreise in die Höhe. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Referenzsorte Brent kostete gegen 21.50 Uhr MEZ 111,55 US-Dollar – das sind gut acht Dollar mehr als am Dienstag. Das US-Öl WTI hat sich zeitweise auf mehr als 100 Dollar pro Fass verteuert.

Eine Flamme am South-Pars-Gasfeld an der iranischen Golfküste. Foto: Morteza Nikoubazl / NurPhoto via Getty Images
Unbestätigten Berichten zufolge soll Irans Regime nach den israelischen Attacken auf die iranischen Gasförderanlagen Saudi-Arabien gewarnt haben, man werde Raffinerien des staatlichen Ölkonzerns Aramco ins Visier nehmen. Und schon die Einschläge in Ras Laffan, dem Zentrum der katarischen Erdgasindustrie, bedeuten eine neue Eskalationsstufe in diesem Krieg. Womöglich wird Katars Produktion des Flüssigerdgases LNG längere Zeit eingeschränkt sein.
Zudem legt der iranische Angriff auf Ras Laffan nahe, dass in Teheran gerade Hardliner das Sagen haben. Das Regime wird die faktische Blockade der für den Öl- und Gasexport so wichtigen Straße von Hormus wohl nicht so schnell beenden.
Diese Meerenge ließe sich allein mit militärischen Mitteln kaum unter Kontrolle bringen, sagt der Iranstratege S. Clinton Hinote. Er analysierte für die US-Luftwaffe diverse Szenarien für einen bewaffneten Konflikt mit Iran. Und sagt heute: Jeder Versuch, die Straße von Hormuz freizubekommen, ist mit enormen Risiken verbunden. Das SPIEGEL-Interview lesen Sie hier.
Zudem legt der iranische Angriff auf Ras Laffan nahe, dass in Teheran gerade Hardliner das Sagen haben. Das Regime wird die faktische Blockade der für den Öl- und Gasexport so wichtigen Straße von Hormus wohl nicht so schnell beenden.
Diese Meerenge ließe sich allein mit militärischen Mitteln kaum unter Kontrolle bringen, sagt der Iranstratege S. Clinton Hinote. Er analysierte für die US-Luftwaffe diverse Szenarien für einen bewaffneten Konflikt mit Iran. Und sagt heute: Jeder Versuch, die Straße von Hormuz freizubekommen, ist mit enormen Risiken verbunden. Das SPIEGEL-Interview lesen Sie hier.
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Israel soll iranische Marine im Kaspischen Meer angegriffen haben
Laut israelischen Medien soll es im Kaspischen Meer Luftangriffe auf iranische Marineeinheiten gegeben haben. Dabei sollen mehr als fünf Schiffe der iranischen Marine getroffen worden sein. In der iranischen Hafenstadt Bandar Anzali sollen mehreren Berichten zufolge Explosionen beobachtet worden sein. Offizielle Bestätigungen der Ereignisse liegen bisher nicht vor.

Das iranische Schiff IRIS Bushehr nach einem Angriff durch ein US-U-Boot vor der Küste von Colombo, Sri Lanka, am 5. März 2026. Foto:REUTERS/SRI LANKAN NAVY
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Slowakei geht gegen Tanktourismus vor
Die slowakische Regierung hat wegen der Rohstoffkrise Maßnahmen beschlossen, um den Treibstoffverkauf zu beschränken. Die Verordnung solle vorerst für 30 Tage gelten, könne aber notfalls auch verlängert werden, sagte Ministerpräsident Robert Fico nach einer Kabinettssitzung.

Eine Tankstelle mit Rationierungshinweis in Bratislava. Foto: Joe Klamar / AFP
Als Maßnahme gegen Hamsterkäufe und Tanktourismus darf pro Fahrzeug nur mehr Diesel bis zu einem Maximalwert von 400 Euro gekauft werden. Die Mitnahme von mehr als zehn Litern in Kanistern oder anderen mitgebrachten Gefäßen ist auch innerhalb dieses Limits verboten. Zudem werden für Autos mit ausländischen Kennzeichen höhere Preise verlangt.
Hintergrund ist, dass die Slowakei bereits vor einem Monat einen »Erdöl-Notstand« ausgerufen hat. Seit Ende Januar fließt kein Erdöl mehr durch die Druschba-Pipeline über die Ukraine aus Russland. Davon ist die Ölversorgung der Slowakei ebenso wie Ungarns bisher weitgehend abhängig. Bratislava und Budapest werfen der Ukraine vor, die Öllieferungen absichtlich zu behindern.
Die Regierung in Bratislava hatte nach Ausbruch des Irankrieges mit der Raffinerie Slovnaft eine freiwillige Preisbremse vereinbart. Deshalb waren die Spritpreise in der Slowakei weniger stark gestiegen als in den Nachbarländern, was einen Tanktourismus aus Österreich und vor allem Polen auslöste. Besonders im Grenzgebiet der Slowakei zu Polen war zuletzt an mehreren Tankstellen vorübergehend kein Treibstoff mehr zu bekommen.
Die Regierung in Bratislava hatte nach Ausbruch des Irankrieges mit der Raffinerie Slovnaft eine freiwillige Preisbremse vereinbart. Deshalb waren die Spritpreise in der Slowakei weniger stark gestiegen als in den Nachbarländern, was einen Tanktourismus aus Österreich und vor allem Polen auslöste. Besonders im Grenzgebiet der Slowakei zu Polen war zuletzt an mehreren Tankstellen vorübergehend kein Treibstoff mehr zu bekommen.
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Kurzanalyse: Iran greift Herz von Katars Gaswirtschaft an – das droht jetzt
Eine weitere Eskalation am Mittwochabend: Nachdem Israel wenige Stunden zuvor das iranische South-Pars-Feld getroffen hatte, wird Doha noch tiefer in den Konflikt hineingezogen. South Pars ist das weltweit größte Erdgasfeld, das sich Iran mit Katar teilt. Teheran drohte offen, Raffinerien, Gasfelder und petrochemische Anlagen in Saudi-Arabien, den VAE und Katar anzugreifen – und noch am Abend nahm Iran Ras Laffan, das Herzstück von Katars Energiewirtschaft, bereits zum zweiten Mal ins Visier.

Gasförderanlage im Industriezentrum Ras Laffan. Foto: Maneesh Bakshi / AP / dpa
Katars Innenministerium teilt mit, dass Zivilschutzteams derzeit einen Brand in der wichtigsten Gasanlage des Landes bekämpfen. In einer Erklärung spricht QatarEnergy von »erheblichen Schäden« in der Ras-Laffan-Industriezone. Der Konzern erklärt zugleich, dass es bislang keine Verletzten gebe. Das katarische Außenministerium verurteilte den Angriff als »brutale« Attacke: »Katar betrachtet diesen Angriff als gefährliche Eskalation, als eklatante Verletzung seiner Souveränität und als direkte Bedrohung seiner nationalen Sicherheit«, heißt es.
Ras Laffan ist das Herz von Katars Gaswirtschaft: Dort stehen fast alle LNG-Anlagen des Landes, das Werk gilt als größter Exportkomplex für Flüssiggas weltweit und liefert etwa ein Fünftel des globalen LNG-Angebots. Wenn dort Anlagen ausfallen oder der Export stockt, fehlen große Mengen am Weltmarkt; Analysten warnen, dass ein längerer Ausfall die Preise weltweit weiter nach oben treiben würde. QatarEnergy hatte seine LNG-Produktion bereits am 2. März ausgesetzt, nachdem die Anlage in Ras Laffan erstmals angegriffen worden war.
Ras Laffan ist das Herz von Katars Gaswirtschaft: Dort stehen fast alle LNG-Anlagen des Landes, das Werk gilt als größter Exportkomplex für Flüssiggas weltweit und liefert etwa ein Fünftel des globalen LNG-Angebots. Wenn dort Anlagen ausfallen oder der Export stockt, fehlen große Mengen am Weltmarkt; Analysten warnen, dass ein längerer Ausfall die Preise weltweit weiter nach oben treiben würde. QatarEnergy hatte seine LNG-Produktion bereits am 2. März ausgesetzt, nachdem die Anlage in Ras Laffan erstmals angegriffen worden war.
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Angriffe auf Gasanlagen in Katar und Saudi-Arabien
Nach dem israelischen Angriff auf eine iranische Anlage im größten Erdgasfeld der Welt sind in Katar und Saudi-Arabien Gasanlagen angegriffen worden – offenbar handelte es sich um Vergeltungsschläge Teherans.
Katars staatlicher Energiekonzern QatarEnergy bestätigt Raketenangriffe auf Ras Laffan, einen wichtigen Gaskomplex des Landes. Es sei »erheblicher Schaden entstanden«, schrieb QatarEnergy auf der Plattform X. »Notfallteams wurden umgehend eingesetzt, um die Brände einzudämmen.« Berichte über Opfer liegen demnach bislang nicht vor. Alle Mitarbeiter seien in Sicherheit.
Katars staatlicher Energiekonzern QatarEnergy bestätigt Raketenangriffe auf Ras Laffan, einen wichtigen Gaskomplex des Landes. Es sei »erheblicher Schaden entstanden«, schrieb QatarEnergy auf der Plattform X. »Notfallteams wurden umgehend eingesetzt, um die Brände einzudämmen.« Berichte über Opfer liegen demnach bislang nicht vor. Alle Mitarbeiter seien in Sicherheit.
In Saudi-Arabien wurde derweil eine Drohne abgefangen, die sich einem Gasfeld im Osten des Landes näherte, teilte das Verteidigungsministerium in Riad mit. Es sei kein Schaden entstanden.
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Magdalena Gräfe
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Krieg blockiert medizinische Hilfe für Hunderttausende Kinder
Wegen des Irankriegs verzögert sich nach Angaben der Hilfsorganisation Save the Children der Transport von medizinischen Hilfsgütern für rund 400.000 Kinder. Der Konflikt blockiere wichtige Lieferwege und verzögere lebensrettende medizinische Lieferungen, teilte die Kinderhilfsorganisation mit. Luft-, See- und Landwege seien unterbrochen.

Eine Familie im Bürgerkriegsland Jemen. Foto: Abdulnasser Alseddik / AP
Die betroffenen Hilfslieferungen seien für Familien im Sudan, Jemen und in Afghanistan bestimmt, heißt es weiter. Die Helfer erwarten, dass die Transportkosten bis zu 50 Prozent steigen könnten, da Hilfsgüter in einigen Fällen umgeleitet werden müssten.
Eine Lieferung für den Sudan stecke derzeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten fest, da auch die für den internationalen Handel wichtige Straße von Hormus nahezu blockiert sei. Eine für den Jemen bestimmte Lieferung stecke in Dubai fest. Diese müssen nun auf dem Landweg transportiert werden.
Willem Zuidema, globaler Leiter der Lieferketten bei Save the Children, appellierte an alle Konfliktparteien, die sichere Durchfahrt humanitärer Hilfe für Kinder zu gewährleisten.
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Mojtaba Khamenei meldet sich zum zweiten Mal seit seiner Ernennung zu Wort
Seit Mojtaba Khamenei seinem getöteten Vater als Oberster Führer in Iran folgte, war es erstaunlich still um ihn. Nun hat er sich anlässlich der Tötung des mächtigen Sicherheitschefs Ali Larijani geäußert und mit Rache gedroht. Die »Mörder« würden »den Preis« für ihre Tat bezahlen, hieß es in einer schriftlichen Erklärung Khameneis, die am Mittwoch von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlicht wurde. Es war erst die zweite schriftliche Erklärung von Mojtaba Khamenei, seit er am 8. März zum neuen Obersten Führer Irans gewählt worden war.

Bild von Mojtaba Khamenei im iranischen Fernsehen. Foto: Abedin Taherkenareh / EPA
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

London beschafft mehr Lenkwaffen für Streitkräfte am Golf
Großbritannien will seine Verbündeten am Persischen Golf angesichts iranischer Angriffe stärker unterstützen und zusätzliche Lenkwaffen beschaffen. Diese wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums bereits in den vergangenen Wochen erfolgreich zur Abwehr iranischer Drohnen eingesetzt.
Die britischen Streitkräfte befinden sich in dem Konflikt laut britischer Darstellung in einem Defensiveinsatz – unter anderem fangen britische Kampfflugzeuge Drohnen und Raketen ab.
Großbritannien, das eine militärische Präsenz in Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderswo unterhält, erklärte, es werde weitere »Lightweight Multirole Missiles« beim Unternehmen Thales UK in Belfast bestellen, um sowohl die eigenen Streitkräfte als auch Partner in der Region zu versorgen. Zudem wolle man ihnen Ausbildungen im Vereinigten Königreich anbieten.
Großbritannien, das eine militärische Präsenz in Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderswo unterhält, erklärte, es werde weitere »Lightweight Multirole Missiles« beim Unternehmen Thales UK in Belfast bestellen, um sowohl die eigenen Streitkräfte als auch Partner in der Region zu versorgen. Zudem wolle man ihnen Ausbildungen im Vereinigten Königreich anbieten.
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Fed lässt Zinssatz stabil – trotz Irankriegs
Trotz des Irankriegs lässt die US-Notenbank den Leitzins unangetastet. Die Zinsspanne bleibt damit bei 3,5 bis 3,75 Prozent, wie der Zentralbankrat der Federal Reserve (Fed) in Washington mitteilte. Bereits auf ihrer vorherigen Sitzung Ende Januar hatte die Notenbank die Leitzinsen nicht angetastet.
Im Zuge des Krieges treiben Versorgungsengpässe die Ölpreise in die Höhe und lösen Inflationssorgen aus, was Zinssenkungen vorerst unwahrscheinlich macht. Volkswirte hatten die Entscheidung, den Leitzins stabil zu halten, deswegen erwartet. Lesen Sie hier mehr.
Im Zuge des Krieges treiben Versorgungsengpässe die Ölpreise in die Höhe und lösen Inflationssorgen aus, was Zinssenkungen vorerst unwahrscheinlich macht. Volkswirte hatten die Entscheidung, den Leitzins stabil zu halten, deswegen erwartet. Lesen Sie hier mehr.
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Was die US-Geheimdienstkoordinatorin nicht sagte
US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard hat vor einem Senatsausschuss über die Arbeitsfähigkeit von Irans Regime ausgesagt. Interessant ist allerdings auch, was Gabbard nicht sagte: Schon vor dem Termin im Senatsausschuss war eine Version ihrer Eröffnungserklärung veröffentlicht worden. Das Dokument enthielt auch einen Teil, in dem es um die Nuklearanlagen in Iran ging.
Durch den US-israelischen Einsatz »Midnight Hammer« vom Juni 2025 sei Irans Atomanreicherungsprogramm »vernichtet« worden, hieß es dort unter Berufung auf Erkenntnisse des Geheimdienstes. »Seitdem hat es keinerlei Bemühungen gegeben, die Anreicherungskapazitäten wieder aufzubauen.«
Durch den US-israelischen Einsatz »Midnight Hammer« vom Juni 2025 sei Irans Atomanreicherungsprogramm »vernichtet« worden, hieß es dort unter Berufung auf Erkenntnisse des Geheimdienstes. »Seitdem hat es keinerlei Bemühungen gegeben, die Anreicherungskapazitäten wieder aufzubauen.«
Genau diese Passage ließ Gabbard bei der Anhörung aus. Der demokratische Senator Mark R. Warner fragte sie daraufhin, ob das daran gelegen habe, dass dieser Teil der Einschätzung im Widerspruch zu Aussagen von US-Präsident Donald Trump stünden. Das berichtet unter anderem der Sender CBS News.
Gabbard argumentierte hingegen, dass die Zeit knapp geworden sei und sie daher einige Passagen ausgelassen habe. Trump hatte die US-israelischen Luftangriffe ab dem 28. Februar mit einer »unmittelbar bevorstehenden Bedrohung« durch das iranische Atomprogramm begründet.
Gabbard argumentierte hingegen, dass die Zeit knapp geworden sei und sie daher einige Passagen ausgelassen habe. Trump hatte die US-israelischen Luftangriffe ab dem 28. Februar mit einer »unmittelbar bevorstehenden Bedrohung« durch das iranische Atomprogramm begründet.
Magdalena Gräfe
Newsdesk

US-Geheimdienstkoordinatorin: Regime in Iran scheint intakt zu sein
US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard geht davon aus, dass die iranische Regierung trotz der andauernden Angriffe weiter arbeitsfähig ist. »Das Regime in Iran scheint intakt zu sein«, sagte die Direktorin für Nationale Nachrichtendienste, zu Beginn ihrer jährlichen Anhörung vor einem Senatsausschuss.
Das Regime sei zwar militärisch weitgehend geschwächt. Dennoch sei Iran weiter in der Lage, Interessen der USA und ihrer Verbündeten im Nahen Osten anzugreifen und tue dies auch. »Sollte ein feindliches Regime überleben, wird es in den kommenden Jahren versuchen, seine Raketen- und Drohnen-Kapazitäten wieder aufzubauen«, so Gabbard.
Das Regime sei zwar militärisch weitgehend geschwächt. Dennoch sei Iran weiter in der Lage, Interessen der USA und ihrer Verbündeten im Nahen Osten anzugreifen und tue dies auch. »Sollte ein feindliches Regime überleben, wird es in den kommenden Jahren versuchen, seine Raketen- und Drohnen-Kapazitäten wieder aufzubauen«, so Gabbard.

Tulsi Gabbard. Foto: ASSOCIATED PRESS/Jose Luis Magana
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IAEA bestätigt Geschosseinschlag unweit von Kernkraftwerk
In ein Gebäude, das sich 350 Meter vom iranischen Atomkraftwerk Buschehr befindet, ist am Dienstagabend ein Geschoss eingeschlagen. Das bestätigte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA).
Der Reaktor sei nicht beschädigt und es seien auch keine Mitarbeiter verletzt worden, sagte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi. Dennoch verstoße jeder Angriff auf oder in der Nähe von Kernkraftwerken »gegen die sieben unverzichtbaren Säulen zur Gewährleistung von nuklearer Sicherheit und Sicherung während eines bewaffneten Konflikts und darf niemals stattfinden«.
Treffer an iranischem AKW: So groß ist die Gefahr, die davon ausgeht
Das iranische Atomkraftwerk Buschehr ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA von einem Geschoss getroffen worden. Sie sei von Iran darüber informiert worden, dass »ein Geschoss das Gelände des Kernkraftwerks Buschehr getroffen hat«, erklärt die Uno-Organisation. »Es wurden weder Schäden an der Anlage noch Verletzungen von Mitarbeitern gemeldet«, heißt es weiter.
Das AKW Buschehr im Südwesten Irans verfügt über den einzigen in Betrieb befindlichen Atomreaktor des Landes. Nach Einschätzung der IAEA ist Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert.
Vergangenen Sommer hatte Israel die iranischen Atomanlagen schon einmal ins Visier genommen. Solche Attacken »können am Ende brandgefährlich sein«, schrieb mein Kollege Christoph Seidler damals. Seine Analyse lesen Sie hier.
Das AKW Buschehr im Südwesten Irans verfügt über den einzigen in Betrieb befindlichen Atomreaktor des Landes. Nach Einschätzung der IAEA ist Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert.
Vergangenen Sommer hatte Israel die iranischen Atomanlagen schon einmal ins Visier genommen. Solche Attacken »können am Ende brandgefährlich sein«, schrieb mein Kollege Christoph Seidler damals. Seine Analyse lesen Sie hier.

Arbeiter in iranischer Atomanlage Isfahan (2005). Foto: Vahid Salemi / AP
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Israel will weitere Brücken im Libanon zerstört haben
Die israelischen Streitkräfte haben nach Regierungsangaben zwei weitere Brücken über den Litani-Fluss im Libanon zerstört. Diese seien von der Hisbollah-Miliz genutzt worden, um Waffen in den Süden zu schmuggeln, sagte Verteidigungsminister Israel Katz. Und weiter: »Dies ist eine klare Botschaft an die libanesische Regierung: Israel wird nicht zulassen, dass die Hisbollah die staatliche Infrastruktur des Libanon nutzt.« Bereits am Freitag hatte das israelische Militär eine Brücke im Südlibanon zerstört.
Israels Armee kündigt Angriffe auf Brücken im Libanon an
Der Sprecher der israelischen Armee, Avichay Adraee, hat die Bewohner im Südlibanon erneut zum Verlassen ihres Zuhauses aufgefordert. Israel werde in der Gegend ab dem Nachmittag gezielt Brücken über den Litani-Fluss angreifen, teilte Adraee auf X mit.
Attacken auf Gebäude oder Einrichtungen, die zivilen Infrastrukturen dienen, sind völkerrechtlich im Krieg nicht erlaubt. Ausnahmen bestehen, wenn sie militärischen Zwecken oder Bewegungen dienen.
Israel hatte die Bewohner im Südlibanon zuvor in mehreren Schritten zur Evakuierung aufgerufen. Mehr dazu lesen Sie hier:
Israel hatte die Bewohner im Südlibanon zuvor in mehreren Schritten zur Evakuierung aufgerufen. Mehr dazu lesen Sie hier:
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Magdalena Gräfe
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US-Geheimdienstkoordinatorin: Regime in Iran scheint intakt zu sein
US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard geht davon aus, dass die iranische Regierung trotz der andauernden Angriffe weiter arbeitsfähig ist. »Das Regime in Iran scheint intakt zu sein«, sagte die Direktorin für Nationale Nachrichtendienste, zu Beginn ihrer jährlichen Anhörung vor einem Senatsausschuss.
Das Regime sei zwar militärisch weitgehend geschwächt. Dennoch sei Iran weiter in der Lage, Interessen der USA und ihrer Verbündeten im Nahen Osten anzugreifen und tue dies auch. »Sollte ein feindliches Regime überleben, wird es in den kommenden Jahren versuchen, seine Raketen- und Drohnen-Kapazitäten wieder aufzubauen«, so Gabbard.
Das Regime sei zwar militärisch weitgehend geschwächt. Dennoch sei Iran weiter in der Lage, Interessen der USA und ihrer Verbündeten im Nahen Osten anzugreifen und tue dies auch. »Sollte ein feindliches Regime überleben, wird es in den kommenden Jahren versuchen, seine Raketen- und Drohnen-Kapazitäten wieder aufzubauen«, so Gabbard.

Tulsi Gabbard. Foto: ASSOCIATED PRESS/Jose Luis Magana
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Amerikas teuerster Flugzeugträger kämpft gegen sich selbst
Teilweise 600 Soldaten ohne Bett, Toiletten außer Betrieb: Auf der USS »Gerald R. Ford« im Roten Meer häufen sich die Pannen. Nun soll der Flugzeugträger zur Notfallreparatur. Lesen Sie in der Geschichte von SPIEGEL-Redakteur Christoph Seidler, mit welchen Pannen das gewaltige Schiff zu kämpfen hat.

USS »Gerald R. Ford« (in Marseille, August 2025). Foto: SPEICH Frederic / MAXPPP / IMAGO
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Merz’ Trump-Dilemma
Kanzler Friedrich Merz grenzt sich hart ab von der US-Kriegsführung gegen Iran. Ganz verscherzen will er es sich mit US-Präsident Donald Trump aber auch nicht, schreibt unser Kollege Paul-Anton Krüger. Seine Analyse zu Merz’ Regierungserklärung lesen Sie hier.

Foto: Christoph Soeder / dpa
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WHO berichtet von mehr als 2300 toten Zivilisten in Iran, im Libanon und in Israel
Im Krieg im Nahen und Mittleren Osten sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang mehr als 2300 Zivilisten ums Leben gekommen. Mehr als 1400 Tote seien in Iran gemeldet worden, fast 900 im Libanon und 20 in Israel, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Tausende Menschen in den drei Ländern seien verletzt worden.
Tedros äußerte sich auch äußerst besorgt über Dutzende Attacken auf Gesundheitseinrichtungen und medizinisches Personal in der Region. »Angriffe auf die Gesundheitsversorgung verletzen internationales Recht«, sagte er.

Foto: Charles Cuau / SIPA / action press
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SPD-Außenpolitiker wirft USA Kriegsverbrechen vor
Adis Ahmetović, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, hat den USA im Krieg gegen Iran ein Kriegsverbrechen vorgeworfen. »Ein Angriff auf eine Mädchenschule mit mehr als 150 Toten ist kein Kollateralschaden, ist kein Sharepic auf Instagram«, sagte er im Bundestag nach der Regierungserklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz: »Warum haben wir hier nicht mal den Mut zu sagen, dass das ein Kriegsverbrechen ist?«
Bei dem Beschuss in der Stadt Minab am ersten Tag der amerikanischen und israelischen Offensive waren nach Angaben des iranischen Uno-Botschafters 150 Schülerinnen getötet worden. US-Präsident Donald Trump hatte zunächst Iran für den Vorfall verantwortlich gemacht, dafür jedoch keine Belege geliefert. Nach Recherchen der »Washington Post« ist nicht klar, warum genau das Gebäude getroffen wurde. Der Recherche zufolge können aber falsche Geheimdienstinformationen die Ursache gewesen sein. Mehr dazu lesen Sie hier.
Bei dem Beschuss in der Stadt Minab am ersten Tag der amerikanischen und israelischen Offensive waren nach Angaben des iranischen Uno-Botschafters 150 Schülerinnen getötet worden. US-Präsident Donald Trump hatte zunächst Iran für den Vorfall verantwortlich gemacht, dafür jedoch keine Belege geliefert. Nach Recherchen der »Washington Post« ist nicht klar, warum genau das Gebäude getroffen wurde. Der Recherche zufolge können aber falsche Geheimdienstinformationen die Ursache gewesen sein. Mehr dazu lesen Sie hier.

Foto: Nico Herbertz / IMAGO
»Dieser Krieg bringt keine Sicherheit«, sagte Ahmetović in seiner Rede weiter: »Dieser Krieg steht nicht im Einklang mit dem Völkerrecht.« Das zu benennen sei keine Relativierung von Verbrechen des iranischen Terrorregimes. Der Krieg sei falsch und verantwortungslos: »Ohne klares Ziel, ohne Plan für danach, ohne Perspektive für Stabilität.« Die Verantwortlichen hätten sich verkalkuliert, den Preis dafür zahlten die Iranerinnen und Iraner, die in Feriheit leben wollen.
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Tump-Regierung lockert Regeln für Schiffstransport zwischen US-Häfen
Die USA setzen vorübergehend den sogenannten Jones Act, ein Schiffstransportgesetz, aus. Das soll helfen, die Energiepreise zu senken. Die Entscheidung von Präsident Donald Trump sei »ein weiterer Schritt, um die kurzfristigen Störungen auf dem Ölmarkt abzufedern«, teilt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, bei X mit. Damit könnten Güter wie Erdöl, Erdgas, Dünger und Kohle leichter die US-Häfen erreichen.
Das Weiße Haus hatte angekündigt, Trump genehmige eine 60-tägige Ausnahme vom Jones Act von 1920. Das mehr als hundert Jahre alte Gesetz sieht vor, dass Frachtgut zwischen US-Häfen nur auf Schiffen transportiert werden darf, die in den USA gebaut wurden, in US-Besitz sind und deren Crew aus den USA stammt. Kritiker bemängeln, der Jones Act steigere die Kosten für Reeder und damit für die Verbraucher.
Das Weiße Haus hatte angekündigt, Trump genehmige eine 60-tägige Ausnahme vom Jones Act von 1920. Das mehr als hundert Jahre alte Gesetz sieht vor, dass Frachtgut zwischen US-Häfen nur auf Schiffen transportiert werden darf, die in den USA gebaut wurden, in US-Besitz sind und deren Crew aus den USA stammt. Kritiker bemängeln, der Jones Act steigere die Kosten für Reeder und damit für die Verbraucher.
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Mindestens zwölf Tote bei schweren israelischen Luftangriffen auf Beirut
Israel hat seine Luftangriffe auf die libanesische Hauptstadt Beirut ausgeweitet. Dabei wurden nach libanesischen Angaben mindestens zwölf Menschen getötet und ein zehnstöckiges Gebäude nahe dem Stadtzentrum zerstört.
Das libanesische Gesundheitsministerium beziffert die Zahl der Verletzten auf 41. Für den Angriff im Bezirk Bachura, bei dem das Hochhaus zerstört wurde, hatte das israelische Militär zuvor eine Warnung in sozialen Medien veröffentlicht. Für drei weitere Einschläge in den Vierteln Sukak al-Blat und Basta gab es dagegen keine Vorwarnung.
Das libanesische Gesundheitsministerium beziffert die Zahl der Verletzten auf 41. Für den Angriff im Bezirk Bachura, bei dem das Hochhaus zerstört wurde, hatte das israelische Militär zuvor eine Warnung in sozialen Medien veröffentlicht. Für drei weitere Einschläge in den Vierteln Sukak al-Blat und Basta gab es dagegen keine Vorwarnung.
Die Angriffe erschütterten die Hauptstadt bis in den Morgen hinein. Die israelische Armee teilt mit, sie habe Einrichtungen des Hisbollah-Finanzinstituts Al-Qard Al-Hasan sowie Kämpfer der Miliz ins Visier genommen. Der Hisbollah-nahe Sender al-Manar berichtet, der Politikchef seiner Redaktion sowie dessen Frau seien bei einem der Angriffe getötet worden.

Ein zerstörtes Gebäude im libanesischen Viertel Bachoura in Beirut nach dem israelischen Luftangriff am 18.März. Foto: Houssam Shbaro / IMAGO
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Mit Material der Agenturen






