Krieg im Nahen Osten Iran konzentriert das Feuer auf den Süden Israels
Das iranische Regime intensiviert seine Angriffe, unter anderem mit Vergeltungsschlägen nahe einem israelischen Kernforschungszentrum. Unterdessen weist Saudi-Arabien iranische Diplomaten aus. Die Liveanalyse von Samstag.
Israelische Soldaten und Rettungskräfte bei beschädigten Gebäuden in Arad, im Süden Israels
Foto: Ohad Zwigenberg / APDieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde.
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA erlauben vorübergehende Lieferung und Verkauf von iranischem Öl.
- Die Amerikaner entsenden mehr Kriegsschiffe und Tausende weitere Soldaten in den Nahen Osten.
- Iran hat nach Angaben der BBC zwei ballistische Raketen auf den Militärstützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean abgefeuert. London bestätigt den Angriff nicht.
- Bundeskanzler Friedrich Merz hat angekündigt, am Wochenende mit US-Präsident Donald Trump zu reden.
- Die israelische Armee greift Ziele im Libanon und in Iran an. Iranische Staatsmedien sprechen von einer neuen Angriffswelle auf Israel. Mehrere Golfstaaten melden erneut Angriffe auf ihre Territorien.
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- Drei Experten, drei große Fragen – so könnte es in Iran weitergehen
- Krieg im Libanon: Blauhelme im Kreuzfeuer
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Jakob Müller
Nachrichtenressort

Liebe Leserinnen und Leser,
an dieser Stelle beenden wir die Liveanalyse zum Irankrieg am 21. März. Über alle neuen Entwicklungen halten wir Sie nun hier im aktuellen Liveblog auf dem Laufenden.
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Jakob Müller
Nachrichtenressort

Viele Verletzte nach Raketeneinschlag in südisraelischer Stadt Arad
Ein iranischer Raketenangriff hat in der israelischen Wüstenstadt Arad schwere Zerstörungen angerichtet. Nach Angaben des staatlichen Rettungsdienstes Magen David Adom wurden mehr als 60 Menschen verletzt, als eine Rakete zwischen mehreren Gebäuden einschlug. Videoaufnahmen, die von dort stammen sollen, zeigten mehrere massiv beschädigte, mehrstöckige Wohnhäuser.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte infolge des Angriffs, er werde »die derzeit vor Ort im Einsatz befindlichen Rettungs- und Einsatzkräfte verstärken«.
Zudem hat die israelische Luftwaffe eine Untersuchung eingeleitet, um zu klären, weshalb eine in Arad eingeschlagene ballistische Rakete nicht von der Flugabwehr abgefangen werden konnte.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte infolge des Angriffs, er werde »die derzeit vor Ort im Einsatz befindlichen Rettungs- und Einsatzkräfte verstärken«.
Zudem hat die israelische Luftwaffe eine Untersuchung eingeleitet, um zu klären, weshalb eine in Arad eingeschlagene ballistische Rakete nicht von der Flugabwehr abgefangen werden konnte.
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Saudi-Arabien verweist iranische Diplomaten des Landes
Der iranische Militärattaché und vier weitere Angehörige der Vertretung Teherans sollen innerhalb von 24 Stunden das Land verlassen, teilt das saudische Außenministerium mit. In der Erklärung verwies der Golfstaat auf die anhaltenden iranischen Angriffe auf das Land.
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G7-Staaten fordern Ende iranischer Angriffe
»Wir fordern die sofortige und bedingungslose Einstellung aller Angriffe des iranischen Regimes«: In einem gemeinsamen Statement verurteilen die Außenminister der G7-Staaten die Angriffe des Regimes in Teheran und bekunden »Unterstützung für unsere Partner in der Region angesichts der ungerechtfertigten Angriffe der Islamischen Republik Iran und ihrer Stellvertreter«. Man unterstütze das Recht der Länder, die Iran angreife, ihr Territorium zu verteidigen und ihre Bürger zu schützen.
Zur G7-Gruppe führender Industriestaaten zählen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Japan und die USA.
Zur G7-Gruppe führender Industriestaaten zählen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Japan und die USA.
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Leseempfehlung: Wie Satellitenbilder unseren Blick auf den Krieg verändern
Fotos aus dem All enthüllen, was Regierungen verschweigen. Doch wer entscheidet, welche Bilder die Welt zu sehen bekommt – und welche nicht? Wie heikel die Frage ist, zeigen Beispiele, über die mein Kollege Christoph Seidler schreibt. Seinen Text lesen Sie hier.

Satellitenaufnahme der Insel Charg . Foto: European Space Agency Handout / AFP
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IAEA: Keine Hinweise auf Schäden am Kernforschungszentrum Negev
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) meldet, nach dem Angriff auf Dimona im Süden Israels seien keine ungewöhnlichen Strahlungswerte festgestellt worden. Es gebe keine Hinweise auf Schäden am Kernforschungszentrum Negev, das außerhalb der Stadt liegt, heißt es in dem X-Post.
IAEA-Chef Rafael Grossi rief zu maximaler militärischer Zurückhaltung in der Nähe von Atomanlagen auf. Am Vormittag hatte Iran einen Angriff auf die iranische Atomanlage Natans gemeldet.
Israelische Rettungskräfte berichten von zahlreichen Verletzten in Dimona
Nach einem mutmaßlich iranischen Raketenangriff im Süden Israels hat der Rettungsdienst Magen David Adom nach eigenen Angaben mehr als 40 Menschen behandelt. Unter den Verletzten bei dem Vorfall in der Stadt Dimona im Süden Israels sei ein zehnjähriger Junge, dessen Zustand ernst sei. Eine Frau sei durch Splitter einer eingeschlagenen Rakete mittelschwer verletzt worden, hieß es.
Die »Jerusalem Post« berichtete, ein Gebäude in Dimona sei infolge des Einschlags eines Geschosses eingestürzt.
Im Bereich der israelischen Wüstenstadt Dimona befindet sich ein israelischer Atomreaktor, der als extrem gut geschützt gilt. Am Vormittag hatte Iran einen Angriff auf die iranische Atomanlage Natans gemeldet.
Die »Jerusalem Post« berichtete, ein Gebäude in Dimona sei infolge des Einschlags eines Geschosses eingestürzt.
Im Bereich der israelischen Wüstenstadt Dimona befindet sich ein israelischer Atomreaktor, der als extrem gut geschützt gilt. Am Vormittag hatte Iran einen Angriff auf die iranische Atomanlage Natans gemeldet.
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Weitere Staaten wollen wie Deutschland einen »Beitrag« im Persischen Golf leisten
15 weitere Staaten haben sich einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Italien, den Niederlanden und Japan angeschlossen.
Sie verurteilen die »Angriffe Irans auf Handelsschiffe im Golf, zivile Infrastruktur einschließlich Öl- und Gasanlagen sowie die faktische Sperrung der Straße von Hormus«. Nun haben auch die Vereinigten Arabischen Emirate, Australien, Südkorea sowie weitere EU-Staaten die Stellungnahme in ihrem Namen veröffentlicht.
Sie verurteilen die »Angriffe Irans auf Handelsschiffe im Golf, zivile Infrastruktur einschließlich Öl- und Gasanlagen sowie die faktische Sperrung der Straße von Hormus«. Nun haben auch die Vereinigten Arabischen Emirate, Australien, Südkorea sowie weitere EU-Staaten die Stellungnahme in ihrem Namen veröffentlicht.
Weiter heißt es darin: »Wir bekunden unsere Bereitschaft, einen Beitrag zu geeigneten Anstrengungen zu leisten, um eine sichere Passage der Meerenge zu gewährleisten.« Was das genau bedeutet, wird in der Erklärung nicht ausgeführt.

Die Straße von Hormus auf einem undatierten Satellitenbild der Nasa. Foto: The Visible Earth / NASA / dpa
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IDF: Iran hat Rakete mit Tausenden Kilometer Reichweite eingesetzt
Die israelischen Armee schreibt in einem X-Post, das Regime in Teheran hätte erstmals eine Rakete mit bis zu 4000 Kilometer Reichweite eingesetzt. Ob sie sich damit auf den mutmaßlichen Raketenangriff auf die britische Militärbasis Diego Garcia im Indischen Ozean bezieht, ist unklar.
Es ist jedoch ein weiterer Hinweis, dass es Iran gelungen sein könnte, den Radius des Raketenarsenals über die bisherigen 2000 Kilometer hinaus zu verdoppeln. Bestätigen sich die Berichte, sind Irans Raketen schlagkräftiger als bislang bekannt, schreibt mein Kollege Oliver Imhof. Auch Deutschland läge plötzlich in Reichweite.
Es ist jedoch ein weiterer Hinweis, dass es Iran gelungen sein könnte, den Radius des Raketenarsenals über die bisherigen 2000 Kilometer hinaus zu verdoppeln. Bestätigen sich die Berichte, sind Irans Raketen schlagkräftiger als bislang bekannt, schreibt mein Kollege Oliver Imhof. Auch Deutschland läge plötzlich in Reichweite.
Großbritannien will mutmaßlichem Raketenangriff auf Diego Garcia auf Anfrage nicht bestätigen
Iran hat nach Angaben der BBC zwei ballistische Raketen auf einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf der Insel Diego Garcia abgefeuert. Über den mutmaßlichen Angriff hatten zuvor auch das »Wall Street Journal« und CNN berichtet.
Das britische Verteidigungsministerium hat am Morgen die »rücksichtslosen Angriffe Irans, die sich über die gesamte Region erstrecken und die Straße von Hormus lahmlegen« verurteilt, sich aber auf BBC-Nachfrage nicht direkt zu dem Angriff auf Diego Garcia geäußert. Unter Berufung auf andere Quellen kommt die BBC aber zu dem Schluss, dass der Angriff auf Diego Garcia stattgefunden habe. Beide Geschosse hätten die Insel allerdings nicht erreicht.
Diego Garcia galt bislang als sicher. Der Stützpunkt liegt etwa 4000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste. Die Distanz ist militärstrategisch wichtig: Bisher war man von einer maximalen Reichweite des iranischen Raketenarsenals von 2000 Kilometern ausgegangen.
Das britische Verteidigungsministerium hat am Morgen die »rücksichtslosen Angriffe Irans, die sich über die gesamte Region erstrecken und die Straße von Hormus lahmlegen« verurteilt, sich aber auf BBC-Nachfrage nicht direkt zu dem Angriff auf Diego Garcia geäußert. Unter Berufung auf andere Quellen kommt die BBC aber zu dem Schluss, dass der Angriff auf Diego Garcia stattgefunden habe. Beide Geschosse hätten die Insel allerdings nicht erreicht.
Diego Garcia galt bislang als sicher. Der Stützpunkt liegt etwa 4000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste. Die Distanz ist militärstrategisch wichtig: Bisher war man von einer maximalen Reichweite des iranischen Raketenarsenals von 2000 Kilometern ausgegangen.

Foto: Google Earth
Es gab schon lange Befürchtungen, dass Iran über die technologischen Mittel verfügt, den Radius über die bisherigen 2000 Kilometer hinaus zu verdoppeln. Iranische Raketen könnten dann theoretisch auch Deutschland und andere Ziele in Süd-, West- und Nordeuropa erreichen.
Iranische Staatsmedien stellten den Angriff als Beweis militärischer Stärke dar. Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars behauptete, Iran könne auch Europa erreichen.
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EU ruft Mitgliedstaaten auf, Gas-Speicherziele zu senken
Die EU-Kommission hat die Mitgliedstaaten aufgerufen, die Zielvorgaben für die Befüllung der Gasspeicher zu senken. Energiekommissar Dan Jørgensen schreibt in einem Brief an die national zuständigen Minister, sie sollten eine Senkung ihres Befüllungsziels »auf 80 Prozent so früh wie möglich in Betracht« ziehen. Damit solle den Marktteilnehmern »Sicherheit und Zuversicht« vermittelt werden. Das übliche Füllziel liegt bei 90 Prozent.
Seit Beginn des Irankriegs Ende Februar hat sich der Ölpreis um mehr als 50 Prozent erhöht und die Gaspreise in der EU sind um mehr als 30 Prozent gestiegen. Iran nimmt bei seinen Vergeltungsangriffen Öl- und Gasanlagen in den Golfstaaten ins Visier. Zudem ist die für den weltweiten Öl- und Flüssiggas-Transport wichtige Straße von Hormus faktisch für die Schifffahrt gesperrt.
Die Gasversorgung in der EU sei »zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch relativ abgesichert«, da die Mitgliedstaaten den Großteil ihres Flüssiggases nicht aus der Region beziehen würden, so Jørgensen.
Seit Beginn des Irankriegs Ende Februar hat sich der Ölpreis um mehr als 50 Prozent erhöht und die Gaspreise in der EU sind um mehr als 30 Prozent gestiegen. Iran nimmt bei seinen Vergeltungsangriffen Öl- und Gasanlagen in den Golfstaaten ins Visier. Zudem ist die für den weltweiten Öl- und Flüssiggas-Transport wichtige Straße von Hormus faktisch für die Schifffahrt gesperrt.
Die Gasversorgung in der EU sei »zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch relativ abgesichert«, da die Mitgliedstaaten den Großteil ihres Flüssiggases nicht aus der Region beziehen würden, so Jørgensen.
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Israelische Rettungskräfte berichten von zahlreichen Verletzten in Dimona
Nach einem mutmaßlich iranischen Raketenangriff im Süden Israels hat der Rettungsdienst Magen David Adom nach eigenen Angaben mehr als 40 Menschen behandelt. Unter den Verletzten bei dem Vorfall in der Stadt Dimona im Süden Israels sei ein zehnjähriger Junge, dessen Zustand ernst sei. Eine Frau sei durch Splitter einer eingeschlagenen Rakete mittelschwer verletzt worden, hieß es.
Die »Jerusalem Post« berichtete, ein Gebäude in Dimona sei infolge des Einschlags eines Geschosses eingestürzt.
Im Bereich der israelischen Wüstenstadt Dimona befindet sich ein israelischer Atomreaktor, der als extrem gut geschützt gilt. Am Vormittag hatte Iran einen Angriff auf die iranische Atomanlage Natans gemeldet.
Die »Jerusalem Post« berichtete, ein Gebäude in Dimona sei infolge des Einschlags eines Geschosses eingestürzt.
Im Bereich der israelischen Wüstenstadt Dimona befindet sich ein israelischer Atomreaktor, der als extrem gut geschützt gilt. Am Vormittag hatte Iran einen Angriff auf die iranische Atomanlage Natans gemeldet.
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Iran feuert offenbar Raketen und Drohnen auf Luftwaffenstützpunkte
Die Marine der Revolutionswächter soll Raketen und Drohnen auf die Luftwaffenstützpunkte Al-Minhad in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Ali al-Salem in Kuwait abgefeuert haben. Das berichten iranische staatliche Medien. Beide Stützpunkte seien für Angriffe auf iranische Inseln im Persischen Golf benutzt worden, heißt es.
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Israelische Rettungskräfte: Fünf Verletzte nach Raketenangriff in Nordisrael
Der Rettungsdienst Magen David Adom meldet fünf Verletzte nach einem Angriff mit Raketen. Es soll sich um leichte Verletzungen handeln, die durch Splitter verursacht worden seien.
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Eindrücke der Lage
Israel, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate melden neue Angriffe, im Südlibanon kämpfen die Hisbollah-Miliz und die israelische Armee gegeneinander. Die USA und Israel greifen weiterhin Ziele in Iran an. Nach drei Wochen Krieg sind die Auswirkungen des Konflikts vielerorts sichtbar.
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Iran fordert sofortiges Ende der »Aggression der USA und Israels«
Nach dem Telefonat des indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi mit Irans Präsidenten Masoud Pezeshkian meldet die iranische Botschaft in Indien: Iran fordere ein sofortiges Ende der »Aggression der USA und Israels«, um den Krieg in der Region zu beenden. Pezeshkian habe zu Modi gesagt, es müsse Garantien geben, um eine Wiederholung solcher Aggressionen in Zukunft zu verhindern. Er habe die Brics-Staaten aufgefordert, eine unabhängige Rolle bei der Beendigung der Angriffe zu spielen.
Modi hat mit iranischem Präsidenten gesprochen
Der indische Ministerpräsident Narendra Modi hat mit Irans Präsidenten Masoud Pezeshkian gesprochen. Das teilte Modi auf der Plattform X mit. Er habe die Angriffe auf kritische Infrastruktur im Nahen Osten verurteilt und bekräftigt, dass es wichtig sei, dass Schifffahrtswege offen und sicher blieben, schreibt Modi.
Er habe in dem Gespräch zudem die anhaltende Unterstützung Irans für die Sicherheit indischer Staatsangehöriger in Iran gewürdigt.
Er habe in dem Gespräch zudem die anhaltende Unterstützung Irans für die Sicherheit indischer Staatsangehöriger in Iran gewürdigt.
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Analyse: Würde Irans Regime einem Waffenstillstand zustimmen?
Der Krieg zwischen den USA, Israel und Iran dauert inzwischen drei Wochen und noch immer ist unklar, was genau US-Präsident Donald Trump will. Gerade noch hatte er angekündigt, weitere Truppen in den Nahen Osten zu verlegen, möglicherweise in Vorbereitung auf eine Bodenoffensive. Nun sagte er, er erwäge, den Einsatz »zurückzufahren«, das US-Militär habe sämtliche Ziele weitestgehend erreicht.

US-Präsident Trump (r.). Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire
Selbst wenn sich die USA zurückziehen sollten, wäre nicht gewiss, dass die Kampfhandlungen damit sofort enden würden. Irans Regime ist militärisch geschwächt, könnte jedoch politisch gestärkt aus dem Krieg hervorgehen. Die Machthaber in Teheran könnten dann versucht sein, weiter Terror in der Region zu verbreiten, etwa durch vereinzelte Attacken gegen Schiffe in der Straße von Hormus, um die USA zu Zugeständnissen zu zwingen.
Trump hatte mit dem Angriff die Gespräche seiner Regierung mit Vertretern Irans abrupt beendet. Er könnte sich schon bald in einer Situation wiederfinden, in der er mit einer radikalisierten, iranischen Führung erneut verhandeln muss.
Trump hatte mit dem Angriff die Gespräche seiner Regierung mit Vertretern Irans abrupt beendet. Er könnte sich schon bald in einer Situation wiederfinden, in der er mit einer radikalisierten, iranischen Führung erneut verhandeln muss.
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Faktencheck: Was kostet der Irankrieg?
Eine Milliarde US-Dollar am Tag für Zerstörung – und gleichzeitig werden Hilfsgelder gekürzt, sagt Tom Fletcher, Uno-Nothilfekoordinator. Stimmt das? Mein Kollege Alexander Schmitt hat bei SPIEGEL-Dokumentarin Nina Ulrich nachgefragt. Sie ordnet die Kosten der USA im Irankrieg ein und klärt, ob man die Zahlen miteinander vergleichen kann.
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Russland verurteilt mutmaßlichen Angriff auf Atomanlage Natans
Ob die USA und Israel tatsächlich am Samstagmorgen die wichtige iranische Atomanlage Natans im Zentrum des Landes angegriffen haben, ist derzeit noch unklar. In Russland scheint man von einem Angriff allerdings überzeugt zu sein. Die internationale Gemeinschaft müsse »sofort eine objektive und kompromisslose Bewertung dieser unverantwortlichen Handlungen« vornehmen, fordert die Sprecherin des Außenministeriums in Moskau, Marija Sacharowa, im Onlinedienst Telegram. Die Angriffe stellten eine »reale Gefahr für eine Katastrophe« im gesamten Nahen Osten dar und »zielten offensichtlich darauf ab, den Frieden, die Stabilität und die Sicherheit in der Region« zu untergraben.
Iran hatte zuvor die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) über einen Angriff auf die Urananreicherungsanlage informiert. Außerhalb der Anlage werde kein Anstieg der radioaktiven Strahlung gemeldet, hieß es von der IAEA. Sie prüfe den Bericht.
USA und Israel sollen Atomanlage Natans angegriffen haben
Die USA und Israel haben iranischen Staatsmedien zufolge die wichtige Atomanlage Natans im Zentrum des Landes angegriffen. Die rund 250 Kilometer südlich von Teheran gelegene Einrichtung sei am Samstagmorgen Ziel US-israelischer Luftangriffe geworden, erklärte die iranische Atomenergiebehörde laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. In dem Gebiet sei »kein Austritt radioaktiven Materials gemeldet« worden.
Irans wichtigste Anreicherungsanlage war bereits in der ersten Kriegswoche getroffen worden. CNN und »The Jerusalem Post« berichten unter Berufung auf die israelische Armee, dass Israel den Angriff respektive eine Beteiligung an einem Angriff dementiert hat.
Irans wichtigste Anreicherungsanlage war bereits in der ersten Kriegswoche getroffen worden. CNN und »The Jerusalem Post« berichten unter Berufung auf die israelische Armee, dass Israel den Angriff respektive eine Beteiligung an einem Angriff dementiert hat.
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Leseempfehlung: Krieg in der Glitzermetropole
Drohnen über Wolkenkratzern, Alarm in den Malls: Die iranischen Attacken gefährden Dubais Geschäftsmodell. Im Netz äußern viele Schadenfreude – aber wie ist die Lage wirklich? Unsere Reporterin hat mit Menschen vor Ort gesprochen. Hier lesen Sie mehr.

Foto: DER SPIEGEL
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Irans Revolutionswächter kündigen neue Strategien an
Wenige Stunden nach dem mutmaßlichen Raketenangriff auf eine Militärbasis im Indischen Ozean hat Iran den Kampf mit neuen Mitteln angekündigt. Nach Angaben der staatlichen Rundfunkagentur Iribnews erklärte der Geheimdienst der Revolutionswächter, man habe die »verwundbaren Punkte des Feindes« analysiert und bereite eine neue Angriffswelle »mit neuen Strategien und moderneren Systemen« vor. Die Wächter erneuerten ihre Drohung mit Vergeltung für Angriffe auf die Infrastruktur des Landes.
Ali-Akbar Welajati, der außenpolitische Berater des obersten Führers, sagte laut der Nachrichtenagentur Isna, Washington und Tel Aviv redeten »so sehr von Sieg, als wollten sie sich selbst davon überzeugen«. Die Welt werde »nach dieser Krise« eine andere sein – »multipolar und mit Iran als Hauptachse des islamischen Pols«.
In einer im Fernsehen verlesenen Rede zum persischen Neujahr, die dem neuen Revolutionsführer Mojtaba Khamenei zugeschrieben wird, hieß es außerdem, der Feind sei gebrochen und der endgültige Sieg nahe.
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US-Zentralkommando: »Unsere Fortschritte sind offensichtlich«
Admiral Brad Cooper, Chef des US-Zentralkommandos, hat auf X einen Lagebericht veröffentlicht. In diesem sagt er, US-Luftangriffe auf unterirdische Raketenstellungen und Lagergebiete entlang der Südküste Irans hätten die Fähigkeit des Landes »geschwächt«, den Handelsverkehr durch die Straße von Hormus zu unterbinden. »Unsere Fortschritte sind offensichtlich.«
Das US-Militär habe in dem dreiwöchigen Krieg mehr als 8000 militärische Ziele angegriffen, darunter 130 iranische Schiffe: »Ihre Marine ist nicht einsatzfähig. Ihre taktischen Kampfflugzeuge fliegen nicht, und sie haben die Fähigkeit verloren, Raketen und Drohnen mit der hohen Geschwindigkeit abzufeuern, die sie zu Beginn des Konflikts hatten«, sagte er in dem vierminütigen Video.
Das US-Militär habe in dem dreiwöchigen Krieg mehr als 8000 militärische Ziele angegriffen, darunter 130 iranische Schiffe: »Ihre Marine ist nicht einsatzfähig. Ihre taktischen Kampfflugzeuge fliegen nicht, und sie haben die Fähigkeit verloren, Raketen und Drohnen mit der hohen Geschwindigkeit abzufeuern, die sie zu Beginn des Konflikts hatten«, sagte er in dem vierminütigen Video.
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Nach versuchtem Eindringen in Armeebasis: Iraner und Rumänin in Schottland festgenommen
Ein Iraner und eine Rumänin sind in Schottland wegen des versuchten Eindringens in eine Armeebasis festgenommen worden. Das Paar habe versucht, auf einen Stützpunkt der Royal Navy zu gelangen, teilte die Polizei am Samstag mit. Der 34 Jahre alte Iraner und die 31 Jahre alte Rumänin seien am Donnerstag festgenommen worden. Sie sollen am Montag vor Gericht erscheinen.
Auf dem Marinestützpunkt Faslane sind vier Atom-U-Boote der Trident-Klasse stationiert. Die britische Polizei, der Inlandsgeheimdienst MI5 und Parlamentsmitglieder warnen seit Langem vor einer wachsenden Bedrohung durch iranische Spionage in Großbritannien. Im Vereinigten Königreich wird befürchtet, dass das Land aufgrund seiner Rolle im Irankrieg ins Visier der Islamischen Republik geraten könnte.
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Großbritannien will mutmaßlichem Raketenangriff auf Diego Garcia auf Anfrage nicht bestätigen
Iran hat nach Angaben der BBC zwei ballistische Raketen auf einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf der Insel Diego Garcia abgefeuert. Über den mutmaßlichen Angriff hatten zuvor auch das »Wall Street Journal« und CNN berichtet.
Das britische Verteidigungsministerium hat am Morgen die »rücksichtslosen Angriffe Irans, die sich über die gesamte Region erstrecken und die Straße von Hormus lahmlegen« verurteilt, sich aber auf BBC-Nachfrage nicht direkt zu dem Angriff auf Diego Garcia geäußert. Unter Berufung auf andere Quellen kommt die BBC aber zu dem Schluss, dass der Angriff auf Diego Garcia stattgefunden habe. Beide Geschosse hätten die Insel allerdings nicht erreicht.
Diego Garcia galt bislang als sicher. Der Stützpunkt liegt etwa 4000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste. Die Distanz ist militärstrategisch wichtig: Bisher war man von einer maximalen Reichweite des iranischen Raketenarsenals von 2000 Kilometern ausgegangen.
Das britische Verteidigungsministerium hat am Morgen die »rücksichtslosen Angriffe Irans, die sich über die gesamte Region erstrecken und die Straße von Hormus lahmlegen« verurteilt, sich aber auf BBC-Nachfrage nicht direkt zu dem Angriff auf Diego Garcia geäußert. Unter Berufung auf andere Quellen kommt die BBC aber zu dem Schluss, dass der Angriff auf Diego Garcia stattgefunden habe. Beide Geschosse hätten die Insel allerdings nicht erreicht.
Diego Garcia galt bislang als sicher. Der Stützpunkt liegt etwa 4000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste. Die Distanz ist militärstrategisch wichtig: Bisher war man von einer maximalen Reichweite des iranischen Raketenarsenals von 2000 Kilometern ausgegangen.

Foto: Google Earth
Es gab schon lange Befürchtungen, dass Iran über die technologischen Mittel verfügt, den Radius über die bisherigen 2000 Kilometer hinaus zu verdoppeln. Iranische Raketen könnten dann theoretisch auch Deutschland und andere Ziele in Süd-, West- und Nordeuropa erreichen.
Iranische Staatsmedien stellten den Angriff als Beweis militärischer Stärke dar. Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars behauptete, Iran könne auch Europa erreichen.
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Modi hat mit iranischem Präsidenten gesprochen
Der indische Ministerpräsident Narendra Modi hat mit Irans Präsidenten Masoud Pezeshkian gesprochen. Das teilte Modi auf der Plattform X mit. Er habe die Angriffe auf kritische Infrastruktur im Nahen Osten verurteilt und bekräftigt, dass es wichtig sei, dass Schifffahrtswege offen und sicher blieben, schreibt Modi.
Er habe in dem Gespräch zudem die anhaltende Unterstützung Irans für die Sicherheit indischer Staatsangehöriger in Iran gewürdigt.
Er habe in dem Gespräch zudem die anhaltende Unterstützung Irans für die Sicherheit indischer Staatsangehöriger in Iran gewürdigt.
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Israels Verteidigungsminister kündigt Verstärkung der Angriffe auf Iran an
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat für die kommenden Tage eine weitere Verstärkung der Angriffe Israels und der USA in Iran angekündigt. Ziele seien dabei die iranische Führung und die Infrastruktur, auf die sie sich stütze, sagte Katz nach einer Beratung mit ranghohen Militärs im Armeehauptquartier in Tel Aviv.
»In dieser Woche wird die Intensität der Angriffe (...) deutlich zunehmen«, sagte er. In Israel beginnt die neue Woche jeweils sonntags. Man sei entschlossen, den Kampf gegen den iranischen Machtapparat fortzusetzen, »seine Kommandeure zu enthaupten und seine strategischen Fähigkeiten zu zerstören – bis jede Sicherheitsbedrohung für den Staat Israel und die Interessen der USA in der Region beseitigt ist«, so Katz.
US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag verkündet, dass er erwägt, die Angriffe auf Iran zurückzufahren. Die USA stünden kurz davor, die eigenen Ziele im Krieg zu erreichen.
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Mit Material der Agenturen



