»Wir bewaffnen die Schiffe« – Trump droht Iran vor Beginn der Verhandlungen
Die Vorbereitungen für US-iranische Gespräche in Pakistan laufen noch, doch der US-Präsident warnt bereits: Sollten sie scheitern, will er mit »den besten Waffen, die je hergestellt wurden«, angreifen. Die Liveanalyse.
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage
- Die von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenruhe im Irankrieg scheint nicht sehr stabil zu sein. Teheran meldete Angriffe, Berichte über Attacken gibt es auch aus den Golfstaaten. Zudem greift Israel massiv Ziele im Libanon an.
- US-Präsident Trump wirft Iran vor, den Deal nicht einzuhalten, weil die Straße von Hormus weiter blockiert ist. Er kritisierte zudem Irans Pläne, von Schiffen eine Gebühr für die Passage kassieren zu wollen.
- In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad laufen Vorbereitungen für die Verhandlungen zwischen Iran und den USA. Ziel ist ein längerfristiger Friedensvertrag.
- Iran kündigt jedoch an, nur verhandeln zu wollen, wenn es im Libanon eine Waffenruhe gebe. Trump droht der Gegenseite bereits vor Gesprächsbeginn mit neuen Angriffen.
- Letzteres fordert auch der Libanon selbst. Dann erst sei eine Grundlage für eigene Verhandlungen mit Israel geschaffen, die der israelische Premier Benjamin Netanyahu initiieren möchte.
Mehr Hintergrund:
- Warum das vorläufige Ergebnis von Trumps Feldzug eine strategische Niederlage ist.
- Israels Premier Netanyahu lässt im Libanon weiter bomben. Was treibt ihn? Lesen Sie hier die Analyse.
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📌Trump droht für den Fall des Scheiterns der Gespräche in Pakistan: »Wir bewaffnen die Schiffe«
Kurz vor Beginn der US-iranischen Verhandlungen in Pakistan schickt US-Präsident Trump Drohungen in Richtung des Gesprächspartners: »Wir beladen die Schiffe mit der besten Munition, den besten Waffen, die je hergestellt wurden – sogar noch besser als das, was wir zuvor gemacht haben, und da haben wir sie schon in die Luft gejagt«, sagte Trump in einem Telefoninterview mit der »New York Post«.
Die USA würden die Angriffe auf Iran sofort wieder aufnehmen, sollten die Friedensgespräche in Pakistan scheitern, so Trump demnach weiter. Das Gespräch soll den Angaben der Zeitung stattgefunden haben, kurz nachdem US-Vizepräsident JD Vance nach Islamabad aufgebrochen war, wo er mit den Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn, mit der iranischen Seite verhandeln soll.
Die USA würden die Angriffe auf Iran sofort wieder aufnehmen, sollten die Friedensgespräche in Pakistan scheitern, so Trump demnach weiter. Das Gespräch soll den Angaben der Zeitung stattgefunden haben, kurz nachdem US-Vizepräsident JD Vance nach Islamabad aufgebrochen war, wo er mit den Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn, mit der iranischen Seite verhandeln soll.
»Wir werden es in etwa 24 Stunden erfahren. Wir werden es bald wissen«, sagte Trump in dem Interview auf die Frage, ob er glaube, dass die Gespräche erfolgreich sein würden. »Wir beladen die Schiffe. Wir beladen die Schiffe mit den besten jemals hergestellten Waffen, sogar auf einem höheren Niveau als bisher, um eine vollständige Vernichtung durchzuführen«, betonte der Präsident erneut. »Und wenn wir keine Einigung erzielen, werden wir sie einsetzen, und zwar sehr effektiv.«
Aufseiten Irans werden voraussichtlich Außenminister Abbas Araghchi und der Sprecher des iranischen Parlaments, Mohammad Bagher Ghalibaf, die Gespräche führen. Trump sagte dazu, die USA hätten es »mit Leuten zu tun, von denen wir nicht wissen, ob sie die Wahrheit sagen oder nicht. Uns gegenüber tun sie so, als würden sie alle Atomwaffen abschaffen, alles sei weg. Und dann gehen sie an die Presse und sagen: ›Nein, wir möchten anreichern.‹ Wir werden sehen.«

Foto: Jim Lo Scalzo / EPA
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
die Freitagnacht geht zu Ende – und damit auch dieser Newsblog. Wir berichten selbstverständlich weiter über die Eskalation in Nahost: aus unserem Hamburger Newsroom und den Büros unserer Korrespondentinnen und Korrespondenten weltweit.
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Iraner seit 1.000 Stunden vom Internet abgeschnitten
Die Iraner sind inzwischen seit 1000 Stunden vom Zugang zum globalen Internet ausgeschlossen. Das teilte die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks in der Nacht auf der Plattform X mit. Es handelt sich demnach um die bislang längste landesweite Internetsperre weltweit.
Mit Beginn des Irankriegs am 28. Februar hatte die Regierung in Teheran den Zugang zum weltweiten Internet weitgehend gesperrt. Die 90 Millionen Iraner können seitdem nur auf ein eingeschränktes internes Netzwerk zugreifen, in dem lediglich staatlich genehmigte Inhalte zur Verfügung stehen.
Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats dagegen nutzt das Internet weiter ohne Einschränkungen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X – also auf Portalen, die eigentlich gesperrt sind.

Ein iranischer VPN-Dienst erscheint auf einem Handy-Bildschirm. dpa
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Vance will in Pakistan mit Iranern über Friedenslösung verhandeln – und warnt vor »Spielchen«
US-Vizepräsident JD Vance verhandelt an diesem Wochenende an der Spitze in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad mit Vertretern aus Teheran über eine dauerhafte Friedenslösung im Irankrieg. Vor seinem Abflug nach Pakistan hatte Vance sich »optimistisch« geäußert, dass es zu einer Einigung kommen werde. Gleichzeitig warnte er Teheran davor, »Spielchen zu spielen«.
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Uno-Chef drängt USA und Iran, Chance für Gespräche zu nutzen
Kurz vor den geplanten Verhandlungen zwischen den USA und Iran hat Uno-Generalsekretär António Guterres beide Kriegsparteien aufgefordert, sich ernsthaft um eine dauerhafte Beilegung des Konflikts zu bemühen. Sie müssten die Gespräche in Pakistan als Chance nutzen, »um sich in gutem Glauben um eine dauerhafte und umfassende Einigung zu bemühen, mit dem Ziel, die Lage zu deeskalieren und eine Rückkehr zu Feindseligkeiten zu verhindern«, sagte Uno-Sprecher Stéphane Dujarric.

UN-Generalsekretär António Guterres. IMAGO/Bianca Otero
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Israel will bei Libanon-Gesprächen mit Hisbollah nicht über eine Waffenruhe reden
Israel will bei den geplanten Gesprächen mit dem Libanon nicht über eine Waffenruhe mit der proiranischen Hisbollah-Miliz sprechen. Der israelische Botschafter in Washington, Yechiel Leiter, erklärte am Freitag, Israel habe »formalen Friedensverhandlungen« mit der libanesischen Regierung zugestimmt. Israel weigere sich aber, über »eine Waffenruhe mit der Terrororganisation Hisbollah« zu sprechen. Die Miliz greife weiterhin Israel an und sei »das Haupthindernis für Frieden zwischen beiden Ländern«.
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Ringen um Waffenruhe im Libanon – Botschafter knüpfen ersten Kontakt
Nach wochenlangen Kämpfen zwischen den israelischen Streitkräften und der Hisbollah-Miliz im Libanon haben die Botschafter beider Länder in den USA erste Kontakte zur Vorbereitung möglicher Gespräche über eine Waffenruhe geknüpft. Die libanesische Botschafterin in Washington und der israelische Botschafter loteten in einem Telefonat die Chancen für Verhandlungen aus, wie das Präsidialamt in Beirut mitteilte. Auch der US-Botschafter im Libanon war zugeschaltet.
Demnach wurde ein erstes Treffen am kommenden Dienstag im US-Außenministerium vereinbart. Ziel sei die Verkündung einer Waffenruhe und der Beginn formeller Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon unter Vermittlung der USA, hieß es aus Beirut weiter. Das US-Außenministerium bestätigte lediglich Verhandlungen über eine Waffenruhe in der kommenden Woche.
Laut einem Bericht des US-Nachrichtenportals Axios ist Israel zwar zu Gesprächen über einen Waffenstillstand mit dem Libanon bereit, nicht aber zu Verhandlungen über eine Feuerpause gegenüber der proiranischen Hisbollah.

Menschen beobachten Unglücksort, nach dem Einschlag eines Geschosses nach einem iranischen Angriff auf Tel Aviv (März 2026). Oren Ziv / dpa
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Trump glaubt, dass Straße von Hormus »ziemlich bald« geöffnet wird
US-Präsident Donald Trump geht nach eigenen Angaben von einer baldigen Öffnung der Straße von Hormus aus. »Wir werden den Golf mit oder ohne sie (die Iraner) öffnen«, sagte Trump am Freitag vor Journalisten. »Ich denke, es wird ziemlich schnell passieren, und wenn nicht, werden wir es zu Ende bringen.« Trump fügte hinzu: »Wir werden das ziemlich bald offen haben.«
Die strategisch wichtige Meerenge dürfte eines der zentralen Themen bei den für das Wochenende in Pakistan geplanten Friedensgesprächen zwischen den USA und Iran werden. Trump verlangt von Teheran, die während des Irankriegs blockierte Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr freizugeben.
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Jakob Hallmann
Newsdesk

Libanon und Israel vereinbaren ersten Verhandlungstermin
Die Botschafter vom Libanon und Israel in Washington haben am Freitag telefoniert und sich auf einen Beginn der Verhandlungen am Dienstag geeinigt. Der US-Botschafter für den Libanon habe ebenfalls teilgenommen, so das libanesische Präsidialamt. Der Anruf sei Teil der diplomatischen Bemühungen zwischen den beiden Ländern gewesen, einen Waffenstillstand zu vereinbaren und Verhandlungen in Gang zu bringen. Das Treffen soll unter US-Vermittlung im US-Außenministerium stattfinden.
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Jakob Hallmann
Newsdesk

Iranische Delegation in Pakistan eingetroffen
Vor den geplanten Friedensgesprächen mit den USA ist die iranische Delegation in Pakistan eingetroffen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars wird sie von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf angeführt. Zur Delegation gehören auch Außenminister Abbas Araghchi, der Sekretär des Verteidigungsrates, Ali-Akbar Ahmadian, und der Gouverneur der Zentralbank, Abdol-Naser Hemmati.
Unter Vermittlung Pakistans sollen am Samstag Verhandlungen zur dauerhaften Beilegung des Kriegs beginnen. Die US-Delegation wird von Vizepräsident JD Vance angeführt. Iran hatte zuvor seine Teilnahme an ein Ende der israelischen Angriffe auf die mit Teheran verbundene Hisbollah-Miliz im Libanon geknüpft. Ghalibaf forderte außerdem eine Freigabe der eingefrorenen iranischen Vermögenswerte vor Beginn der Verhandlungen. Unklar ist, ob diese Forderungen erfüllt wurden oder ob es entsprechende Zusicherungen gibt.
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Fifa lehnt Irans Wunsch nach einer Spielverlegung ab
Die Spiele der iranischen Fußballnationalmannschaft bei der WM werden trotz des Krieges im Nahen Osten nicht von den USA nach Mexiko verlegt. Der Weltverband Fifa habe sich dagegen entschieden, teilte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum mit. Angesichts des Krieges wollte Iran seine drei Vorrundenpartien nicht in den USA austragen.
Aus Sicht der Fifa hätte eine Verlegung »einen enormen logistischen Aufwand« bedeutet, sagte Sheinbaum. Der Weltverband hatte sich schon zuvor zurückhaltend zu Irans Wunsch geäußert.
Die WM in Mexiko, Kanada und den USA wird am 11. Juni in dem Azteken-Stadion in Mexiko-Stadt mit der Partie zwischen Mexiko und Südafrika eröffnet. Fifa-Präsident Gianni Infantino hatte auf eine Teilnahme Irans an der Fußball-WM im Sommer gedrängt. »Wir wollen, dass Iran spielt, Iran wird bei der Weltmeisterschaft spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D – es gibt Plan A«, sagte Infantino. Unklar war bisher allerdings, ob die Fifa Irans Mexiko-Wunsch nachkommen würde.
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Weltbankchef sieht Wirtschaft trotz Waffenruhe belastet
Der Krieg im Nahen Osten wird nach Einschätzung von Weltbank-Präsident Ajay Banga auch bei einem Halten der Waffenruhe weltweite wirtschaftliche Folgen haben. Sollte der von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenstillstand scheitern und der Konflikt eskalieren, fielen die Schäden noch weitaus größer aus, sagte Banga im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Das globale Wachstum könnte im günstigsten Fall um 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte sinken, bei einem längeren Krieg sogar um bis zu einen Prozentpunkt.
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Libanon: Regierung dringt auf Waffenruhe – Hisbollah greift israelische Marinebasis an
Nach einem israelischen Angriff mit 13 getöteten Sicherheitskräften schrieb Libanons Regierungschef Nawaf Salam auf X: »Dieser schmerzliche Verlust stärkt nur unsere Entschlossenheit, einen Waffenstillstand zu erreichen.« US-Angaben zufolge wollen Israel und der Libanon in der kommenden Woche in Washington Gespräche zur Beilegung der Kämpfe führen. Präsident Joseph Aoun forderte laut der Nachrichtenagentur AFP die internationale Gemeinschaft auf, »ihre Verantwortung wahrzunehmen und den wiederholten israelischen Aggressionen ein Ende zu setzen«.
Wie AFP meldet, teilte die von Iran finanzierte Hisbollah-Miliz ihrerseits mit, die israelische Marinebasis Aschdod mit Raketen angegriffen zu haben. Dies sei eine »Antwort« auf die jüngsten israelischen Angriffe auf den Libanon. »Der israelische Feind hat auf dem Schlachtfeld versagt«, sagte Hisbollah-Chef Naim Qassem demnach. Israel gab die Zahl der von der Hisbollah abgefeuerten Raketen am Freitag mit 30 an.
Israel verstärkt Angriffe auf Südlibanon
Israel hat seine Angriffe auf den Libanon offenbar intensiviert. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete, Israel habe die bislang größte Angriffswelle auf die südlibanesische Stadt Nabatija geflogen. Zu den Attacken gehörte auch ein Schlag gegen ein Büro des libanesischen Staatssicherheitsdienstes – einer der wichtigsten Sicherheits- und Geheimdienste der Regierung –, bei dem 13 Angehörige des Dienstes getötet wurden, wie die Agentur meldete. In einem Beitrag auf X schreibt das Präsidialamt des Landes, dass Präsident Joseph Aoun die Angriffe verurteilt.
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Trump: »Der einzige Grund, warum sie heute noch am Leben sind, ist, um zu verhandeln!«
US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Plattform Truth Social gesagt, der einzige Grund, warum die Iraner noch am Leben seien, sei, um »zu verhandeln«.
In einem Beitrag schreibt Trump: »Die Iraner scheinen nicht zu begreifen, dass sie keine Karten in der Hand haben – außer der kurzfristigen Erpressung der Welt durch die Nutzung internationaler Wasserstraßen.«
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Israel verstärkt Angriffe auf Südlibanon
Israel hat seine Angriffe auf den Libanon offenbar intensiviert. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete, Israel habe die bislang größte Angriffswelle auf die südlibanesische Stadt Nabatija geflogen. Zu den Attacken gehörte auch ein Schlag gegen ein Büro des libanesischen Staatssicherheitsdienstes – einer der wichtigsten Sicherheits- und Geheimdienste der Regierung –, bei dem 13 Angehörige des Dienstes getötet wurden, wie die Agentur meldete. In einem Beitrag auf X schreibt das Präsidialamt des Landes, dass Präsident Joseph Aoun die Angriffe verurteilt.
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Sánchez warnt vor israelischem Vorgehen: »Lasst uns kein neues Gaza im Libanon zulassen«
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat bei einer Rede erneut auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Feindseligkeiten im Nahen Osten zu beenden. »Lasst uns kein neues Gaza im Libanon zulassen«, appellierte der Regierungschef, wie die spanische Zeitung »El País« berichtet.
Sánchez warf Israel »eklatante Verletzungen des humanitären Völkerrechts« vor. »Europa muss kohärent handeln, wenn wir wollen, dass der Rest der Welt auf uns schaut und uns unterstützt«, betonte er. »Deshalb habe ich gestern vorgeschlagen, dass die EU das Assoziierungsabkommen mit Israel aussetzt, denn es ist offensichtlich, dass Israel viele seiner Artikel mit Füßen tritt und verletzt – vor allem jene, die das Völker- und humanitäre Recht betreffen«, begründete Sánchez seinen Vorstoß.
Sánchez warf Israel »eklatante Verletzungen des humanitären Völkerrechts« vor. »Europa muss kohärent handeln, wenn wir wollen, dass der Rest der Welt auf uns schaut und uns unterstützt«, betonte er. »Deshalb habe ich gestern vorgeschlagen, dass die EU das Assoziierungsabkommen mit Israel aussetzt, denn es ist offensichtlich, dass Israel viele seiner Artikel mit Füßen tritt und verletzt – vor allem jene, die das Völker- und humanitäre Recht betreffen«, begründete Sánchez seinen Vorstoß.

Spaniens Premierminister Pedro Sánchez. Foto: Oscar Del Pozo / AFP
Sánchez hatte bereits im vergangenen Jahr ein Aussetzen des Abkommens gefordert. Auch Schweden sprach sich im Juli 2025 dafür aus, den Handelsteil des Assoziierungsabkommens einzufrieren. In Artikel zwei des im Jahr 2000 geschlossenen Abkommens steht, dass die Beziehungen zwischen den Vertragsparteien auf der Achtung der Menschenrechte und demokratischen Grundsätzen beruhen.
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Iran: Keine Verhandlungen ohne Waffenruhe im Libanon
Die Vorbereitungen für US-iranische Friedensverhandlungen in Pakistan laufen bereits, doch der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf warnt nun: Solche Verhandlungen könnten erst beginnen, wenn zuvor die Bedingungen des nach Trumps Ultimatum vereinbarten Waffenruhe-Deals eingehalten würden.
Wie Ghalibaf auf X schrieb, seien »zwei der zwischen den Parteien einvernehmlich beschlossenen Maßnahmen noch nicht umgesetzt worden: eine Waffenruhe im Libanon und die Freigabe der blockierten iranischen Vermögenswerte«. Beides müsse vor Beginn der Verhandlungen passieren, forderte Ghalibaf.
Wie Ghalibaf auf X schrieb, seien »zwei der zwischen den Parteien einvernehmlich beschlossenen Maßnahmen noch nicht umgesetzt worden: eine Waffenruhe im Libanon und die Freigabe der blockierten iranischen Vermögenswerte«. Beides müsse vor Beginn der Verhandlungen passieren, forderte Ghalibaf.
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Israels Armee: Mehr als 4300 Hisbollah-Stellungen seit Anfang März »zerstört«
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben mehr als 4300 Stellungen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon »zerstört«, seit sich der Irankrieg Anfang März auf das Land ausweitete. Zudem seien in dieser Zeit »mehr als 1400 Hisbollah-Terroristen eliminiert« worden, teilte die israelische Armee mit.
Internationale Beobachter dagegen kritisierten Israels Vorgehen im Libanon scharf. So sagte etwa der Uno-Menschenrechtskommissar Volker Türk, das Ausmaß der israelischen Tötungen und Zerstörungen im Libanon sei schlichtweg entsetzlich. Mit Blick auf die Angriffswelle am Mittwoch ergänzte er, ein solches Blutbad wenige Stunden nach der Vereinbarung einer Waffenruhe mit Iran sei kaum zu fassen. Es setze den fragilen Frieden, den die Zivilbevölkerung so dringend benötige, enorm unter Druck, so Türk.
Internationale Beobachter dagegen kritisierten Israels Vorgehen im Libanon scharf. So sagte etwa der Uno-Menschenrechtskommissar Volker Türk, das Ausmaß der israelischen Tötungen und Zerstörungen im Libanon sei schlichtweg entsetzlich. Mit Blick auf die Angriffswelle am Mittwoch ergänzte er, ein solches Blutbad wenige Stunden nach der Vereinbarung einer Waffenruhe mit Iran sei kaum zu fassen. Es setze den fragilen Frieden, den die Zivilbevölkerung so dringend benötige, enorm unter Druck, so Türk.
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Bericht: USA wollen sich für Freilassung in Iran inhaftierter US-Amerikaner einsetzen
Mindestens sechs US-Amerikaner sind derzeit in Iran inhaftiert oder werden vom Regime an einer Ausreise gehindert. Der »Washington Post« zufolge soll es bei den Friedensverhandlungen zwischen Iran und den USA ab Samstag auch um das Schicksal dieser Männer und Frauen gehen. Laut mehreren anonymen Quellen wollen die US-Verhandler sich um ihre Freilassung bemühen – es sei allerdings unklar, wie viel Nachdruck sie der Forderung verleihen wollen. Sollten die Gespräche sich schwierig gestalten, könnte das Thema erst später zur Sprache kommen.
Das US-Außenministerium bestätigte den Bericht der »Washington Post« »aus Rücksicht auf die Sicherheit« der Inhaftierten nicht. Iran ist bekannt dafür, immer wieder Ausländer festzunehmen, oft unter dem Vorwand der Spionage. Menschenrechtsorganisationen werfen Teheran vor, die Männer und Frauen als Druckmittel bei zwischenstaatlichen Verhandlungen einzusetzen.
Das US-Außenministerium bestätigte den Bericht der »Washington Post« »aus Rücksicht auf die Sicherheit« der Inhaftierten nicht. Iran ist bekannt dafür, immer wieder Ausländer festzunehmen, oft unter dem Vorwand der Spionage. Menschenrechtsorganisationen werfen Teheran vor, die Männer und Frauen als Druckmittel bei zwischenstaatlichen Verhandlungen einzusetzen.
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Netanyahu weist spanische Vertreter aus Hilfszentrum in Israel aus
Israels Premier Benjamin Netanyahu wettert gegen Spanien: Das Land habe »unsere Helden verleumdet – die Soldaten der israelischen Armee, die Soldaten der moralischsten Armee der Welt«, heißt es in einer Erklärung, die Netanyahus Büro auf X verbreitete. Spanien habe wiederholt beschlossen, sich gegen Israel zu stellen, er habe Spaniens Vertreter daher aus dem zivil-militärischen Koordinationszentrum (CMCC) der Vereinigten Staaten in Kirjat Gat ausgewiesen, wurde Netanyahu zitiert. Über den Vorgang berichtet auch die »Jerusalem Post«.
In dem Posting heißt es weiter, Netanyahu sei nicht bereit, diese »Heuchelei und Feindseligkeit« zu dulden: »Ich habe nicht die Absicht, irgendeinem Land zu erlauben, einen diplomatischen Krieg gegen uns zu führen, ohne sofort einen Preis dafür zu zahlen.«
In dem Posting heißt es weiter, Netanyahu sei nicht bereit, diese »Heuchelei und Feindseligkeit« zu dulden: »Ich habe nicht die Absicht, irgendeinem Land zu erlauben, einen diplomatischen Krieg gegen uns zu führen, ohne sofort einen Preis dafür zu zahlen.«
Außenminister Gideon Sa’ar betonte laut »Jerusalem Post«, der Schritt – der in Abstimmung mit den Vereinigten Staaten erfolgte – sei auf die »obsessive anti-israelische Haltung« der spanischen Regierung zurückzuführen.
Spanien sei über die Entscheidung in Kenntnis gesetzt worden.
Das CMCC, das dem US-Zentralkommando unterstellt ist, wurde im Oktober 2025 eingerichtet, um den Fluss humanitärer, logistischer und sicherheitsbezogener Hilfe der internationalen Gemeinschaft in den Gazastreifen im Rahmen von Trumps Gaza-Friedensplan zu überwachen und zu koordinieren.

Benjamin Netanyahu bei einer Pressekonferenz im Dezember 2025. Foto: Michael Kappeler / dpa
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Auch Verband der europäischen Flughäfen warnt vor Kerosinengpässen
Europa könnte mit Kerosinengpässen konfrontiert werden, wenn die Straße von Hormus in den nächsten drei Wochen nicht wieder geöffnet wird, warnt der Branchenverband der europäischen Flughäfen. ACI Europe hat die EU-Kommissare für Energie und Tourismus angeschrieben und auf »wachsende Bedenken« seiner Mitglieder hinsichtlich der Verfügbarkeit von Kerosin hingewiesen. »Ein Versorgungsengpass würde den Flughafenbetrieb und die Fluganbindung erheblich beeinträchtigen – mit dem Risiko gravierender wirtschaftlicher Auswirkungen für die betroffenen Gemeinschaften und für Europa«, schrieb der Generaldirektor von ACI Europe.
»Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass ein systemischer Kerosinmangel zur Realität für die EU wird, wenn der Durchgang durch die Straße von Hormus nicht innerhalb der nächsten drei Wochen in nennenswertem und stabilem Umfang wieder aufgenommen wird«, hieß es weiter.
»Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass ein systemischer Kerosinmangel zur Realität für die EU wird, wenn der Durchgang durch die Straße von Hormus nicht innerhalb der nächsten drei Wochen in nennenswertem und stabilem Umfang wieder aufgenommen wird«, hieß es weiter.

Foto: Federico Gambarini / dpa
Der Persische Golf ist eine wichtige Quelle für Flugzeugtreibstoff und macht rund 50 Prozent der europäischen Importe aus. Mehrere Fluggesellschaften haben bereits Flüge gestrichen und die Passagiergebühren erhöht, da sie Versorgungsengpässe beim Treibstoff befürchten.
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Hisbollah-Chef: Machen weiter »bis zum letzten Atemzug«
Naim Kassim, der Chef der proiranischen Hisbollah-Miliz, hat erneut die Kampfbereitschaft seiner Organisation betont. »Der Widerstand wird bis zum letzten Atemzug weitermachen«, hieß es in einer im Fernsehen verlesenen Rede Kassims. Israel sei es in 40 Jahren nicht gelungen, die Hisbollah davon abzuhalten, Raketen, Drohnen und andere Geschosse auf sein Gebiet abzufeuern.
Die israelischen Waffen und Bedrohungen schüchterten die Hisbollah nicht ein. »Wir sind die rechtmäßigen Besitzer dieses Landes«, sagte er mit Blick auf das Vorrücken der israelischen Truppen im Südlibanon. »Wir werden unsere Souveränität wieder herstellen und den Besatzer vertreiben.« Kassim forderte die libanesische Regierung dazu auf, »keine Zugeständnisse« zu machen. Israel und der Libanon wollen in der kommenden Woche in Washington direkt miteinander verhandeln.
Die israelischen Waffen und Bedrohungen schüchterten die Hisbollah nicht ein. »Wir sind die rechtmäßigen Besitzer dieses Landes«, sagte er mit Blick auf das Vorrücken der israelischen Truppen im Südlibanon. »Wir werden unsere Souveränität wieder herstellen und den Besatzer vertreiben.« Kassim forderte die libanesische Regierung dazu auf, »keine Zugeständnisse« zu machen. Israel und der Libanon wollen in der kommenden Woche in Washington direkt miteinander verhandeln.

Naim Kassim. Foto: Bilal Hussein / AP / dpa
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Ministerpräsidentin Schwesig drängt auf Bund-Länder-Konferenz zu Spritpreisen
Kanzler Merz (CDU) hatte zuletzt die Hoffnung auf Entlastung an der Zapfsäule gedämpft, nun fordert Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig (SPD) mehr Initiative: »In der Corona- und der Energiekrise hat es regelmäßige Konferenzen der Bundeskanzlerin und des Bundeskanzlers mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder gegeben«, sagt die SPD-Politikerin der Nachrichtenagentur dpa. »Eine solche Sonder-MPK brauchen wir auch jetzt.«
Schwesigs Vorschlag: Energiesteuern senken und mit einer Übergewinnsteuer gegenfinanzieren. Auch ein Preisdeckel wie in Luxemburg könne diskutiert werden. Zuvor hatte bereits Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (ebenfalls SPD) im Gespräch mit dem »Tagesspiegel« eine Sonder-MPK gefordert.
Schwesigs Vorschlag: Energiesteuern senken und mit einer Übergewinnsteuer gegenfinanzieren. Auch ein Preisdeckel wie in Luxemburg könne diskutiert werden. Zuvor hatte bereits Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (ebenfalls SPD) im Gespräch mit dem »Tagesspiegel« eine Sonder-MPK gefordert.
Kerosin und Diesel könnten in Europa knapp werden
Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur, sagt im Interview mit unserem Kollegen Claus Hecking, dass die Welt in der größten Energiekrise der Geschichte steckt. Die Produktions- und Lieferausfälle bei Erdöl, Erdgas und Produkten wie Treibstoffen seien größer als die Ausfälle in allen drei vorherigen Energiekrisen zusammen.
»In manchen Weltregionen sehen wir bereits Engpässe. Nationen wie Bangladesch oder Pakistan haben begonnen, Erdgas für energieintensive Industrien zu rationieren«, sagt Birol. Wenn sich die Lage nicht verbessere, könnten Diesel und Kerosin in Europa bald knapp werden. Nicht sofort, aber in den kommenden Wochen. Im Monat Mai könnte es für einige europäische Staaten brenzlig werden.
»In manchen Weltregionen sehen wir bereits Engpässe. Nationen wie Bangladesch oder Pakistan haben begonnen, Erdgas für energieintensive Industrien zu rationieren«, sagt Birol. Wenn sich die Lage nicht verbessere, könnten Diesel und Kerosin in Europa bald knapp werden. Nicht sofort, aber in den kommenden Wochen. Im Monat Mai könnte es für einige europäische Staaten brenzlig werden.

Foto: JOCHEN TACK / PICTURE ALLIANCE
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EU-Kommission begrüßt angekündigte Gespräche von Israel und Libanon
Die Europäische Kommission begrüßt die geplanten Gespräche zwischen Israel und dem Libanon. »Wir blicken dem konkreten Beginn der Gespräche und deren Ergebnissen erwartungsvoll entgegen«, sagte ein Sprecher in Brüssel. Diplomatie sei der einzige Weg, und alle Parteien müssten das humanitäre Völkerrecht ohne Einschränkungen einhalten. Zugleich forderte der Sprecher die sofortige Einstellung der Angriffe im Libanon.
Das US-Außenministerium richtet in der kommenden Woche Gespräche zwischen dem Libanon und Israel aus. Dabei soll es um die Verhandlungen über eine Waffenruhe gehen, wie ein Beamter des Ministeriums bestätigte.
Das US-Außenministerium richtet in der kommenden Woche Gespräche zwischen dem Libanon und Israel aus. Dabei soll es um die Verhandlungen über eine Waffenruhe gehen, wie ein Beamter des Ministeriums bestätigte.
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