Krieg in Nahost USA sollen Iran 15-Punkte-Plan vorgelegt haben
Medienberichten zufolge haben die USA Teheran einen Friedensplan zukommen lassen. Zugleich gibt es Berichte über die mögliche Entsendung von US-Spezialtruppen. Die Liveanalyse vom Dienstag.
Von
Anna-Lena Abbott,
Anna Ehlebracht,
Matthias Gebauer,
Armin Himmelrath,
Miriam Khan,
Florian Merkel,
Maximilian Popp,
Florian Pütz,
Alessandra Röder,
Fritz Schaap,
Julius Seibt,
Sebastian Stoll und
Nadine Wolter sowie Michelle Maicher (Bildredaktion)
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Israel greift weiter Ziele in Iran und im Libanon an. Das Regime in Teheran reagiert mit Gegenangriffen.
- Die USA stehen Berichten zufolge kurz davor, Tausende Spezialkräfte in den Nahen Osten zu verlegen. Ungeachtet dessen gibt es Berichte über einen 15-Punkte-Friedensplan, den die Vereinigten Staaten über Pakistan Iran möglicherweise haben zukommen lassen.
- Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kritisiert den Irankrieg als »völkerrechtswidrig«. Aus der Union kommt umgehend Kritik an der Wortwahl.
- Wirtschaftsministerin Reiche hat im Fall eines länger andauernden Irankriegs vor drohender Treibstoffknappheit gewarnt.
Mehr Hintergrund und Analyse mit SPIEGEL+
- Mutmaßlicher Angriff auf Stützpunkt im Indischen Ozean: Reichen Irans Raketen bis nach Deutschland?
- Rekonstruktion einer Eskalation: So stolperten die USA in den Krieg gegen Iran
- Trumps Krisenkurs im Nahen Osten: Ein Sprücheklopfer als Kriegsherr
Hinweis: Der SPIEGEL zeigt ab sofort die berichteten Angriffe der letzten beiden Tage und nicht nur die des vergangenen Tages. So können die Ereignisse besser abgebildet werden, die erst später in den Daten erfasst wurden.
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wir beenden unsere Liveanalyse an dieser Stelle. Über alle weiteren Entwicklungen im Nahen Osten halten wir Sie nun hier auf dem Laufenden.
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Ölpreis fällt nach Trump-Aussagen wieder unter 100 Dollar
Die Ölpreise sind nach erneuten Ankündigungen von Verhandlungen mit dem Iran durch US-Präsident Donald Trump wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar gefallen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Mai lag nach den Trump-Äußerungen leicht darunter und gab damit innerhalb weniger Minuten um knapp vier Prozent nach.
Während des seit mehreren Wochen andauernden Iran-Kriegs war der Preis bereits kurzzeitig fast auf 120 Dollar geklettert. Vor Beginn des Konflikts hatte er noch mehrere Monate lang zwischen 60 und 70 Dollar gelegen. Durch den Krieg verteuerten sich auch die Preise für Kraftstoffe wie Benzin und Diesel sowie für Heizöl deutlich.
Trump hatte zuvor auf Fragen von Journalisten gesagt, die Iraner seien zu Verhandlungen bereit. Außerdem gab es Berichte, wonach die USA dem Regime in Teheran einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Kriegs vorgelegt haben.
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Iran gibt an, Regeln für Straße von Hormus zu lockern – unter Auflagen
Teheran will laut der iranischen Uno-Vertretung Schiffen, die nicht als feindlich gelten und keine militärischen Aktionen gegen Iran unterstützen, die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gestatten. Diese Lockerung gelte demnach nur, sofern sich die Schiffe an alle iranischen Sicherheitsvorschriften halten und die Passage mit den zuständigen Behörden abstimmen.
Die für den internationalen Energiehandel zentrale Wasserstraße ist für weite Teile der Schifffahrt faktisch blockiert. Irans Kontrolle sowie Warnungen vor Minen, Drohnenangriffen und der Entzug von Kriegsrisikoversicherungen machen die Passage für westliche Reedereien nahezu unmöglich. Hunderte Tanker, Containerschiffe und Frachter liegen in der Region fest.
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Vereinigte Staaten haben Iran angeblich 15-Punkte-Plan vorgelegt
Die USA sollen dem Regime in Teheran einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges vorgelegt haben. Das berichten die »New York Times«, das US-Portal Axios sowie der israelische Nachrichtensender Channel 12 unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Personen. Laut »New York Times« bezieht sich der Plan vor allem auf das Raketen- und Nuklearprogramm des Landes. Übermittelt worden sei Iran der Plan über Pakistan.
Laut Channel 12 fordern die USA darin, die Atomanlagen Natans, Isfahan und Fordo außer Betrieb zu setzen. Zudem müsse in der Straße von Hormus ein freier Schiffsverkehr gewährleistet werden. Auf iranischem Boden dürfe kein Uran angereichert werden. Die USA schlagen demnach eine Feuerpause von einem Monat vor, um den Plan zu besprechen.
Laut Channel 12 fordern die USA darin, die Atomanlagen Natans, Isfahan und Fordo außer Betrieb zu setzen. Zudem müsse in der Straße von Hormus ein freier Schiffsverkehr gewährleistet werden. Auf iranischem Boden dürfe kein Uran angereichert werden. Die USA schlagen demnach eine Feuerpause von einem Monat vor, um den Plan zu besprechen.
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Irans Außenminister greift Steinmeiers Kritik am Krieg auf
»Dieser Krieg ist völkerrechtswidrig – daran gibt es wenig Zweifel«: Bei einer Festrede kritisierte Frank-Walter Steinmeier den Irankrieg von USA und Israel mit deutlichen Worten. Aufgegriffen werden die Worte des Bundespräsidenten nun vom iranischen Außenminister Abbas Araghchi. Dieser erklärte auf der Plattform X, Steinmeier gebühre Anerkennung dafür, »dass er die Verstöße gegen die Iraner verurteilt hat«. Wer Rechtsstaatlichkeit schätze, sollte ebenfalls seine Stimme erheben. Schrieb der Vertreter des Regimes.
Steinmeier kritisiert Irankrieg der USA als »völkerrechtswidrig«
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Krieg der USA und Israels gegen Iran als »völkerrechtswidrig« kritisiert. »Unsere Außenpolitik wird nicht überzeugender dadurch, dass wir Völkerrechtsbruch nicht Völkerrechtsbruch nennen«, sagte Steinmeier in einer Festrede zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen Amts in Berlin. »Dieser Krieg ist völkerrechtswidrig – daran gibt es wenig Zweifel«, sagte er. Damit schlug Steinmeier einen anderen Ton an als die Bundesregierung, die bisher vermieden hat, den Krieg als völkerrechtswidrig einzustufen.
Dieser Krieg sei »ein politisch verhängnisvoller Fehler, und – das frustriert mich am meisten – ein vermeidbarer, ein unnötiger Krieg, wenn denn sein Ziel war, den Iran auf dem Weg zur Atombombe zu stoppen«, sagte der Bundespräsident.
Er verwies auf den Abschluss des internationalen Atomabkommens mit Iran 2015: »Wir waren nie so weit entfernt von einer atomaren Bewaffnung des Iran«, sagte Steinmeier. US-Präsident Trump habe dieses Abkommen scheitern lassen: »Im zweiten Jahr seiner ersten Amtszeit kündigte Präsident Trump das Abkommen auf, in seiner zweiten Amtszeit nun führt er Krieg.«
Dieser Krieg sei »ein politisch verhängnisvoller Fehler, und – das frustriert mich am meisten – ein vermeidbarer, ein unnötiger Krieg, wenn denn sein Ziel war, den Iran auf dem Weg zur Atombombe zu stoppen«, sagte der Bundespräsident.
Er verwies auf den Abschluss des internationalen Atomabkommens mit Iran 2015: »Wir waren nie so weit entfernt von einer atomaren Bewaffnung des Iran«, sagte Steinmeier. US-Präsident Trump habe dieses Abkommen scheitern lassen: »Im zweiten Jahr seiner ersten Amtszeit kündigte Präsident Trump das Abkommen auf, in seiner zweiten Amtszeit nun führt er Krieg.«
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Iran meldet erneuten Beschuss nahe dem Kernkraftwerk Buschehr
Auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr ist nach Angaben aus Teheran erneut ein Geschoss eingeschlagen. Die iranische Atomenergieorganisation teilte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mit, niemand sei verletzt worden. Es habe auch keine Schäden an der Anlage des Kraftwerks gegeben. Am Dienstag vergangenen Woche war bereits ein Projektil auf dem Kraftwerksgelände eingeschlagen. Auch seinerzeit blieb die Anlage unbeschädigt.
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Auch für Trump gibt es Grenzen
Ohne Not hat Donald Trump einen Krieg begonnen. Das scheint sich nun zu rächen für den mächtigsten Mann der Welt. Der Angriff auf Iran könnte zum Wendepunkt für seine Präsidentschaft werden, berichtet SPIEGEL-Korrespondentin Julia Amalia Heyer aus Washington. Ihre Analyse lesen Sie hier.

Foto: Julia Demaree Nikhinson / AP
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Israel will wichtigste Produktionsstätte für Sprengsätze in Iran getroffen haben
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge die wichtigste Produktionsstätte für Sprengsätze in Iran angegriffen. Sie sei schon im Krieg im vergangenen Jahr Ziel eines Bombardements gewesen, teilt das Militär mit. Irans Führung sei in den vergangenen Monaten jedoch dabei gewesen, die Fähigkeiten der Anlage in Isfahan wieder herzustellen.
Die israelische Luftwaffe habe im Laufe des Tages Dutzende Ziele in Iran ins Visier genommen, darunter Raketenabschussrampen, heißt es in einer Mitteilung der israelischen Armee. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Die israelische Luftwaffe habe im Laufe des Tages Dutzende Ziele in Iran ins Visier genommen, darunter Raketenabschussrampen, heißt es in einer Mitteilung der israelischen Armee. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
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Trump spricht erneut von Abkommen mit Iran
US-Präsident Donald Trump glaubt weiterhin an ein Abkommen mit Iran. »Wir sprechen tatsächlich mit den richtigen Leuten, und die wollen unbedingt einen Deal abschließen«, sagte Trump in Washington. In die Verhandlungen seien auf US-Seite Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance involviert, sagte Trump.
Zudem hätte Iran ihm ein »sehr großes Geschenk gemacht, das sehr viel Geld wert ist«. Dieses stehe in Zusammenhang mit Öl, Gas und der Straße von Hormus. Wovon genau Trump sprach, blieb unklar.
Trump hatte zuvor angedrohte Angriffe auf Irans Kraftwerke verschoben und dies mit »sehr guten und produktiven« Gesprächen über eine Beilegung der Feindseligkeiten begründet. Die iranische Seite hatte dagegen Verhandlungen dementiert.
Zudem hätte Iran ihm ein »sehr großes Geschenk gemacht, das sehr viel Geld wert ist«. Dieses stehe in Zusammenhang mit Öl, Gas und der Straße von Hormus. Wovon genau Trump sprach, blieb unklar.
Trump hatte zuvor angedrohte Angriffe auf Irans Kraftwerke verschoben und dies mit »sehr guten und produktiven« Gesprächen über eine Beilegung der Feindseligkeiten begründet. Die iranische Seite hatte dagegen Verhandlungen dementiert.
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Medienberichte: USA wollen Tausende US-Spezialkräfte in Nahen Osten entsenden
Die USA erwägten, weitere Verstärkung in den Nahen Osten zu entsenden, berichtete die »New York Times« noch vor wenigen Stunden. Nun steht der Befehl zur Entsendung offenbar kurz bevor: Das Pentagon will Tausende Soldaten der 82. Luftlandedivision aus den USA in den Nahen Osten schicken. Das berichten das »Wall Street Journal« und die Nachrichtenagentur Reuters übereinstimmend. Nach Angaben des »Wall Street Journal« wird in den nächsten Stunden ein schriftlicher Befehl zur Verlegung erwartet.
Dies ist Quellen in der US-Regierung zufolge keine Entscheidung, die Eliteeinheit für eine Bodeninvasion in Iran einzusetzen. Dennoch könnten die Truppen der 82. Luftlandedivision die US-Truppen im Irankrieg unterstützen. Einer Analyse der »New York Times« zufolge könnten Soldaten der Eliteeinheit zudem bei einer potenziellen Einnahme der strategisch wichtigen iranischen Insel Charg eingesetzt werden. Mehr über die Insel lesen Sie hier.
Dies ist Quellen in der US-Regierung zufolge keine Entscheidung, die Eliteeinheit für eine Bodeninvasion in Iran einzusetzen. Dennoch könnten die Truppen der 82. Luftlandedivision die US-Truppen im Irankrieg unterstützen. Einer Analyse der »New York Times« zufolge könnten Soldaten der Eliteeinheit zudem bei einer potenziellen Einnahme der strategisch wichtigen iranischen Insel Charg eingesetzt werden. Mehr über die Insel lesen Sie hier.

Soldaten der 82. Luftlandedivision im Jahr 2012. Foto: Baz Ratner / Reuters
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Frau bei Hisbollah-Raketenangriff in Israel getötet
Bei einem Raketenangriff der libanesischen Hisbollah-Miliz ist israelischen Angaben zufolge im Norden des Landes eine Frau getötet worden. Zwei weitere Menschen seien bei dem Beschuss in der Nähe der Stadt Safed zudem leicht verletzt worden, teilt der Rettungsdienst Magen David Adom mit. Ein Sanitäter berichtete, die Helfer hätten die Frau in einem Straßengraben mit Splitterverletzungen vorgefunden: »Wir mussten sie noch vor Ort für tot erklären.«
Israelische Medien melden unter Berufung auf Armeekreise, dass die Hisbollah seit dem Morgen Dutzende Raketen und Drohnen auf Israel gefeuert habe. Bei einem iranischen Raketenangriff wurden am Abend in der Stadt Safed laut dem Rettungsdienst außerdem mehrere Menschen leicht verletzt.
Israelische Medien melden unter Berufung auf Armeekreise, dass die Hisbollah seit dem Morgen Dutzende Raketen und Drohnen auf Israel gefeuert habe. Bei einem iranischen Raketenangriff wurden am Abend in der Stadt Safed laut dem Rettungsdienst außerdem mehrere Menschen leicht verletzt.
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Steinmeier belehrt Merz – und lobt sich indirekt selbst
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wirft der Merz-Regierung vor, sie scheue davor zurück, den Irankrieg als »völkerrechtswidrig« zu bezeichnen. »Steinmeier zeigt damit Selbstbewusstsein, aber er macht es sich zu leicht«, schreibt mein Kollege Christoph Schult. Seine Analyse zu den Äußerungen des Bundespräsidenten lesen Sie hier.

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa
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Iran lässt wenige Schiffe in der Straße von Hormus passieren
Iran schränkt den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus weiter stark ein. Nach Angaben des Datenanbieters Kpler passierten am Dienstag nur drei Schiffe mit eingeschaltetem automatischen Identifikationssystem das Nadelöhr im Persischen Golf.
Nach Angaben eines Sprechers des indischen Ministeriums für Häfen, Schifffahrt und Wasserstraßen ließ Iran zwei Flüssiggastanker ohne Zwischenfälle durchfahren. Bereits Mitte des Monats waren zwei Gastanker mit indischer Flagge durchgefahren. Dagegen verweigerten die Revolutionswächter (IRGC) dem Containerschiff »Selen« – unter der Flagge des karibischen Inselstaates St. Kitts und Nevis – die Durchfahrt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim begründete Marinekommandeur Alireza Tangsiri dies mit fehlenden Genehmigungen. Demnach sei die Nutzung der Straße von Hormus nur in Abstimmung mit iranischen Behörden erlaubt.
Nach Angaben eines Sprechers des indischen Ministeriums für Häfen, Schifffahrt und Wasserstraßen ließ Iran zwei Flüssiggastanker ohne Zwischenfälle durchfahren. Bereits Mitte des Monats waren zwei Gastanker mit indischer Flagge durchgefahren. Dagegen verweigerten die Revolutionswächter (IRGC) dem Containerschiff »Selen« – unter der Flagge des karibischen Inselstaates St. Kitts und Nevis – die Durchfahrt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim begründete Marinekommandeur Alireza Tangsiri dies mit fehlenden Genehmigungen. Demnach sei die Nutzung der Straße von Hormus nur in Abstimmung mit iranischen Behörden erlaubt.
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Wirtschaftsministerin Reiche warnt vor drohendem Kraftstoffmangel
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat im Fall eines längeren Irankriegs vor möglicher Treibstoffknappheit gewarnt. Reiche sagte bei der Energiekonferenz Ceraweek in Houston im US-Bundesstaat Texas, die Preise für Benzin, Diesel und Kerosin seien durch den Krieg in die Höhe geschnellt. »Noch sehen wir keine Knappheiten beim Volumen, aber wenn der Konflikt nicht endet, rechnen wir damit vermutlich Ende April oder im Mai.«

Foto: Jens Kalaene / dpa
Die CDU-Politikerin bekräftigte zudem ihre Warnung vor Schäden für die deutsche Konjunktur. Sie verwies auf Schätzungen deutscher Wirtschaftsinstitute, dass bei anhaltend hohen Preisen ein Verlust von etwa 40 Milliarden Euro durch hohe Energiekosten entstehen würde, was auch die Inflation antreiben könnte. »Die kleine, fragile Erholung der deutschen Wirtschaft steht derzeit unter Druck«, sagte Reiche.
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hatte geschätzt, dass es einen Verlust an gesamtwirtschaftlicher Leistung von real etwa 40 Milliarden Euro über zwei Jahre geben könnte, wenn der Ölpreis der Nordsee-Sorte Brent auf 100 Dollar pro Barrel steige. Die Forscher rechneten in diesem Szenario damit, dass die Verbraucherpreise in diesem Jahr 0,8 Prozent und im kommenden Jahr 1,0 Prozent höher liegen.
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Irland senkt Steuern auf Sprit deutlich
Was tun gegen die infolge des Irankriegs extrem gestiegenen Preise für Diesel und Benzin? In Deutschland wird unter anderem diskutiert über eine Übergewinnsteuer für Kraftstoffkonzerne oder eine Regulierung von Preiserhöhungen an der Tankstelle. Einen anderen Weg geht jetzt Irland, nämlich den einer kräftigen Steuersenkung auf Kraftstoffe: Die Verbrauchssteuern auf Benzin würden um 15 Cent pro Liter und die auf Diesel um 20 Cent pro Liter heruntergesetzt, erklärte der irische Regierungschef Micheál Martin. Gelten solle dies ab Mitternacht in der Nacht zum Mittwoch und bis Ende Mai.
Die Steuersenkung ist Teil eines Maßnahmenpakets in Höhe von 250 Millionen Euro, das die »schlimmsten Auswirkungen der Preisschocks« durch den Konflikt im Nahen Osten auf Haushalte und Unternehmen abfedern soll, wie Martin weiter erklärte. Vor wenigen Tagen hatte bereits Italien per Dekret die Steuern auf Benzin und Diesel vorübergehend gesenkt. Diese Regelung sollte nach Angaben der Regierung in Rom dazu führen, dass die Preise umgehend um 25 Cent pro Liter fallen.
Die Steuersenkung ist Teil eines Maßnahmenpakets in Höhe von 250 Millionen Euro, das die »schlimmsten Auswirkungen der Preisschocks« durch den Konflikt im Nahen Osten auf Haushalte und Unternehmen abfedern soll, wie Martin weiter erklärte. Vor wenigen Tagen hatte bereits Italien per Dekret die Steuern auf Benzin und Diesel vorübergehend gesenkt. Diese Regelung sollte nach Angaben der Regierung in Rom dazu führen, dass die Preise umgehend um 25 Cent pro Liter fallen.

Irlands Regierungschef Micheál Martin. Foto: Kevin Dietsch / Getty Images
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Mutmaßlich iranische Rakete über Libanon abgefangen
Eine mutmaßlich iranische Rakete ist erstmals im libanesischen Luftraum abgefangen worden, wie drei hochrangige libanesische Sicherheitsquellen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Zwei der Quellen zufolge ist ein ausländisches Kriegsschiff für den Abfang verantwortlich gewesen.
Splitter aus dem Abfangmanöver landeten in einer Reihe von Städten nördlich von Beirut und führten zu einigen leichten Verletzungen, wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur berichtet. Was das Ziel der Rakete war, ist unklar. Ob sie tatsächlich aus Iran stammte, ist bislang nicht bestätigt.
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Marokkaner bei iranischem Angriff in Bahrain getötet
Bei einem iranischen Angriff auf die Hamala-Militärbasis in Bahrain ist nach übereinstimmenden Angaben Bahrains und der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ein marokkanischer Zivilist ums Leben gekommen. Zudem wurde nach Angaben Bahrains Militärpersonal aus Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten verwundet. Einem Offiziellen zufolge handelt es sich bei dem Angriff um eine »gefährliche Eskalation«.
Der getötete Marokkaner war ein ziviler Vertragsarbeiter des Verteidigungsministeriums der VAE und hielt sich deren Angaben zufolge für eine Routinemission in Bahrain auf.
Der getötete Marokkaner war ein ziviler Vertragsarbeiter des Verteidigungsministeriums der VAE und hielt sich deren Angaben zufolge für eine Routinemission in Bahrain auf.
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Alessandra Röder
Deutschlandressort

Chinas Außenminister telefoniert mit iranischem Amtskollegen
Chinas Außenminister Wang Yi hat laut eigenen Angaben in einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen zu schnellen Friedensgesprächen aufgerufen. Laut einer Erklärung seines Ministeriums sagte Wang in dem Gespräch mit Irans Außenminister Abbas Araghchi, dass die Kriegsparteien alle Möglichkeiten dafür nutzen sollten. Wang habe Araghchi gesagt, dass »alle brisanten Fragen durch Dialog und Verhandlungen gelöst werden sollten, nicht durch Gewaltanwendung«, heißt es in der Mitteilung.
Araghchi versicherte Wang, dass »die iranische Seite sich für eine umfassende Beendigung des Konflikts einsetzt, nicht nur für einen vorübergehenden Waffenstillstand«, heißt es weiter. Das Gespräch fand demnach »auf Wunsch« der iranischen Seite statt.
Araghchi versicherte Wang, dass »die iranische Seite sich für eine umfassende Beendigung des Konflikts einsetzt, nicht nur für einen vorübergehenden Waffenstillstand«, heißt es weiter. Das Gespräch fand demnach »auf Wunsch« der iranischen Seite statt.

Chinas Außeminister Wang Yi. Foto: FRANCIS R. MALASIG / AFP
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Alessandra Röder
Deutschlandressort

Israel fliegt Luftangriffe auf Beirut
Das israelische Militär hat nach eigener Aussage die Infrastruktur der proiranischen Hisbollah in Libanons Hauptstadt Beirut und anderen Regionen angegriffen. Das teilt die Armee in einem Statement mit. »Bei Luftangriffen wurden mehrere Hauptquartiere der Hisbollah ins Visier genommen«, heißt es darin. Darunter sei auch ein Quartier von Radwan-Kräften gewesen, einer Spezialeinheit der Hisbollah, die sich laut Israels Armee in einer Radiostation stationiert hatten.
Laut CNN berichtet die libanesische Nachrichtenagentur NNA, Israel habe in der Nacht sieben Luftangriffe geflogen. Es sei eine der größten Angriffswellen, denen die Hauptstadt in den vergangenen Tagen ausgesetzt gewesen sei.
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Leseempfehlung: Der Preis der Hormus-Blockade
Die Sperrung der Straße von Hormus treibt die Kosten für Versicherungen, Heuer und für Treibstoff in die Höhe. Je länger der Seeweg blockiert bleibt, desto teurer wird es. Und die Reeder wollen die Preiserhöhungen direkt weitergeben, berichtet unser Kollege Alexander Preker. Seinen Text lesen Sie hier.

Foto: Royal Thai Navy / AP / dpa
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Philippinen rufen nationalen Energienotstand aus
Der philippinische Präsident Ferdinand Marcos Jr. hat als Reaktion auf den Nahostkonflikt und die »unmittelbare Gefahr« für die Energieversorgung des Landes einen nationalen Energienotstand ausgerufen. Marcos erklärte, es sei ein Ausschuss gebildet worden, um den geordneten Transport, die Versorgung, die Verteilung und die Verfügbarkeit von Treibstoff, Lebensmitteln, Medikamenten, landwirtschaftlichen Erzeugnissen und anderen lebenswichtigen Gütern sicherzustellen.
In einer Medien vorgelegten Durchführungsverordnung erklärte Marcos, der Irankonflikt habe zu Unsicherheit auf den globalen Energiemärkten, schwerwiegenden Störungen der Lieferketten und erheblichen Schwankungen der internationalen Ölpreise geführt. Damit stelle er »eine Bedrohung für die Energiesicherheit des Landes dar«.
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Analyse: Das ist der neue Chef von Irans Nationalem Sicherheitsrat
Laut staatlichen Medien ist Mohammad Bagher Zolghadr zum Chef des iranischen Nationalen Sicherheitsrats ernannt worden. Er tritt damit die Nachfolge von Ali Larijani an, der vergangene Woche bei israelischen Luftangriffen ums Leben kam. Nach dem Tod von Ajatollah Ali Khamenei galt Larijani als mächtigster Mann im Land und Strippenzieher hinter den Kulissen.
Der 72-jährige Zolghadr ist ein ehemaliger Kommandeur der Revolutionswächter. Zuletzt war er Vorsitzender des iranischen Schlichtungsrats, zuvor stellvertretender Innenminister unter dem damaligen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad. Zolghadr gilt als Hardliner, der nun den vergleichsweise pragmatischen Larijani ersetzt.

Der getötete ehemalige Sicherheitschef Ali Larijani (Archivbild). Foto: Snsc / ZUMA Press Wire / IMAGO
Die Ernennung des diplomatisch unerfahrenen Zolghadr bestätigt einen umfassenderen Trend: Die strategische Entscheidungsfindung in Iran konzentriert sich immer weiter im Sicherheitsapparat. Kompromisse am Verhandlungstisch werden dadurch nicht wahrscheinlicher.
»Iran geht einen weiteren Schritt in Richtung Militärdiktatur unter dem direkten Einfluss der Revolutionswächter«, schreibt der Iranexperte Danny Citrinowicz. »Die Frage nach der Ermordung von Ali Larijani stellt sich erneut. Die Entfernung von Personen, die innerhalb der sehr extremen Landschaft der Revolutionswächter relativ pragmatisch sind, dürfte am Tag nach dem Konflikt kaum helfen. Iran wird in mancher Hinsicht schwächer und gleichzeitig extremer und militaristischer.«
»Iran geht einen weiteren Schritt in Richtung Militärdiktatur unter dem direkten Einfluss der Revolutionswächter«, schreibt der Iranexperte Danny Citrinowicz. »Die Frage nach der Ermordung von Ali Larijani stellt sich erneut. Die Entfernung von Personen, die innerhalb der sehr extremen Landschaft der Revolutionswächter relativ pragmatisch sind, dürfte am Tag nach dem Konflikt kaum helfen. Iran wird in mancher Hinsicht schwächer und gleichzeitig extremer und militaristischer.«
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Katar: Vermitteln nicht zwischen USA und Iran
Katar vermittelt nach eigener Darstellung nicht zwischen den USA und Iran. Der Pressesprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, sagte dazu vor Journalisten: »Wir waren nicht in diese Gespräche involviert.«
Al-Ansari antwortete dabei auf Nachfragen zu Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der angedrohte Angriffe auf iranische Energieanlagen vorerst verschoben und von »produktiven Gesprächen« mit Iran gesprochen hatte. »Unser Hauptanliegen und unser Fokus liegen derzeit darauf, unser Land zu schützen und diplomatische Schritte zu unternehmen, damit das passiert«, sagte Al-Ansari. Eine komplette Zerstörung Irans sei keine Option, sagte der Sprecher. »Wir in der Golfregion glauben an ein gemeinsames Nebeneinander. Wir glauben daran, auf Iran zuzugehen.«
Al-Ansari antwortete dabei auf Nachfragen zu Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der angedrohte Angriffe auf iranische Energieanlagen vorerst verschoben und von »produktiven Gesprächen« mit Iran gesprochen hatte. »Unser Hauptanliegen und unser Fokus liegen derzeit darauf, unser Land zu schützen und diplomatische Schritte zu unternehmen, damit das passiert«, sagte Al-Ansari. Eine komplette Zerstörung Irans sei keine Option, sagte der Sprecher. »Wir in der Golfregion glauben an ein gemeinsames Nebeneinander. Wir glauben daran, auf Iran zuzugehen.«
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Pakistan bietet sich offiziell als Vermittler im Krieg an
Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif bringt sein Land offiziell als Vermittler im Irankrieg ins Spiel. »Vorbehaltlich der Zustimmung der USA und Irans ist Pakistan bereit und fühlt sich geehrt, als Gastgeber für sinnvolle und abschließende Gespräche zur umfassenden Beilegung des andauernden Konflikts zu fungieren«, schreibt Sharif auf X.
Weiter hieß es: »Pakistan begrüßt und unterstützt die laufenden Bemühungen um einen Dialog zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten im Interesse von Frieden und Stabilität in der Region und darüber hinaus.« Um sicherzustellen, dass sein Posting auch die richtigen Leute erreicht, markierte Sharif die X-Profile von US-Präsident Trump sowie dessen Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner. Letzterer ist Trumps Schwiegersohn.
Weiter hieß es: »Pakistan begrüßt und unterstützt die laufenden Bemühungen um einen Dialog zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten im Interesse von Frieden und Stabilität in der Region und darüber hinaus.« Um sicherzustellen, dass sein Posting auch die richtigen Leute erreicht, markierte Sharif die X-Profile von US-Präsident Trump sowie dessen Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner. Letzterer ist Trumps Schwiegersohn.
Dass Pakistan als Mediator in dem Konflikt auftreten könnte, war zuvor bereits spekuliert worden. Laut der »Financial Times« soll Islamabad den Emissären Washingtons und Teherans schon für diese Woche ein Treffen in der Hauptstadt angeboten haben. Weitere Hintergründe dazu lesen Sie hier in der Analyse meines Kollegen Claus Hecking zu Trumps Krisenkurs im Nahen Osten.
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