Krieg in Nahost Netanyahu bezeichnet Angriff auf Gasfeld als Alleingang
Mit dem Schlag gegen das iranische Gasfeld »South Pars« will Donald Trump nichts zu tun gehabt haben. Benjamin Netanyahu stützt nun dessen Version. Die Liveanalyse.
Mit
Henrik Bahlmann,
Birte Bredow,
Francesco Collini,
Holger Dambeck,
Matthias Gebauer,
Magdalena Gräfe,
Jakob Hallmann,
Claus Hecking,
Jonas Leppin,
Florian Merkel,
Jonas Mielke,
Luana Partimo,
Dominik Peters,
Maximilian Popp,
Florian Pütz,
Dunja Ramadan,
Mathieu von Rohr,
Elisa Schwarze und
Jana Mucke sowie Daniel Nide (Bildredaktion)
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Mehrere Medien berichten, dass das Weiße Haus, entgegen den Aussagen von Donald Trump, vorher über den israelischen Angriff auf »South Pars« informiert worden war oder die Schläge sogar mit Israel abgestimmt hat. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sagt, Israel habe allein gehandelt.
- Durch den Vergeltungsschlag von Iran sind Schäden an einem Gasfeld in Katar entstanden. Das Staatsunternehmens QatarEnergy rechnet damit, dass die Reparaturen drei bis fünf Jahre dauern werden.
- Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) schließt einen Bundeswehreinsatz in der Straße von Hormus nichts aus. Eine deutsche Beteiligung an einer internationalen Mission sei aber erst »nach einem Waffenstillstand oder einem Ende des Kriegs« möglich.
- Das Regime in Teheran hat offenbar drei Männer hinrichten lassen. Infolge der Unruhen sind es die ersten Hinrichtungen, die offiziell bekannt gegeben wurden.
Mehr Hintergrund und Analyse mit SPIEGEL+
- Angriffe auf Förderstätten in Nahost: Der Irankrieg wird zum Gaskrieg
- Der steigende Ölpreis und seine Folgen: Die neue Inflationsangst
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Netanyahu: Angriff auf Gasfeld »South Pars« war Alleingang
Israel habe beim Angriff auf das Gasfeld »South Pars« allein gehandelt, das sagt der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu bei einer Pressekonferenz. Er bestätigt damit, was US-Präsident Trump über den Angriff auf das größte Erdgasfeld der Welt gesagt hatte. Mehrere Medien hatten hingegen berichtet, Trump sei zuvor informiert worden oder habe die Militärschläge mit Israel abgestimmt.
Nun sagt Netanyahu zudem, dass der US-Präsident Israel aufgefordert habe, das Gasfeld nicht mehr anzugreifen. Netanyahu kündigt an, dem nachzukommen.
Nun sagt Netanyahu zudem, dass der US-Präsident Israel aufgefordert habe, das Gasfeld nicht mehr anzugreifen. Netanyahu kündigt an, dem nachzukommen.

Benjamin Netanyahu . Foto: Ronen Zvulun / Pool Reuters / AP / dpa
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Liebe Leserinnen und Leser,
an dieser Stelle beenden wir die Liveanalyse zum Irankrieg am 18. März. Über alle aktuellen Entwicklungen halten wir Sie nun hier im aktuellen Liveblog auf dem Laufenden.
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EU-Gipfelteilnehmer fordern Stopp von Angriffen auf Energieanlagen
Vor dem Hintergrund des Irans-Kriegs haben die EU-Gipfelteilnehmer einen vorläufigen Stopp von Angriffen auf zivile Infrastruktur gefordert. Mit Blick auf die UN-Charta und das humanitäre Völkerrecht fordert der Europäische Rat »ein Moratorium für Angriffe auf Energie- und Wasserversorgungsanlagen«, wie es in der am Donnerstag veröffentlichten Gipfelerklärung heißt. Die Gipfelteilnehmer begrüßten zudem die Ankündigungen von Mitgliedstaaten, die Straße von Hormus abzusichern, »sobald die Voraussetzungen dafür erfüllt sind«.
Der Europäische Rat forderte die Verstärkung der EU-Marinemissionen »Aspides« und »Atalanta«, die im Roten Meer und vor der Küste Somalias im Einsatz sind. Dazu sollten »zusätzliche Mittel im Einklang mit ihren jeweiligen Mandaten« bereitgestellt werden, hieß es. Von einem Einsatz in der Straße von Hormus ist in der Erklärung nicht die Rede.
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Frankreichs Außenminister reist nach Israel
Der französische Außenminister Jean-Noel Barrot hat für Freitag überraschend eine Reise nach Israel angekündigt. Er wolle mit der israelischen Führung über regionale Sicherheit, humanitäre Hilfe und eine Deeskalation im Nahen Osten sprechen, teilt das Außenministerium in Paris mit.
Zuletzt war Barrot in Beirut, wo er sich um eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah bemühte. Im Zuge seines Besuchs kündigte er unter anderem an, dass Frankreich seine humanitäre Hilfe für den Libanon verdoppeln werde.
Zuletzt war Barrot in Beirut, wo er sich um eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah bemühte. Im Zuge seines Besuchs kündigte er unter anderem an, dass Frankreich seine humanitäre Hilfe für den Libanon verdoppeln werde.
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Wer aus der iranischen Führung bislang starb
Viele wichtige Führungspersonen der iranischen Regierung und des Militärs wurden inzwischen getötet. Meine Kollegen Jonas Huggins und Niklas Marienhagen haben eine Übersicht erstellt, die das Ausmaß zeigt. Weitere Karten und Grafiken zum Irankrieg finden Sie hier.
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Jakob Hallmann
Newsdesk

Uno plant Evakuierung von Seeleuten und Schiffen aus Straße von Hormus
20.000 Seeleute und fast 2000 Schiffe sitzen laut der Weltschifffahrtsorganisation (IMO) wegen des Irankriegs in der Golfregion fest. Die IMO arbeitet nun an Evakuierungsplänen.
»Es geht nicht darum, alle Schiffe an einem einzigen Tag hinauszuführen«, sagt IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez. Die Sicherheit habe oberste Priorität, »denn bei allen Maßnahmen wollen wir das Risiko für die Seeleute keinesfalls erhöhen«. Auch mit Iran, das IMO-Mitglied ist, werde in dieser Sache gesprochen.
»Es geht nicht darum, alle Schiffe an einem einzigen Tag hinauszuführen«, sagt IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez. Die Sicherheit habe oberste Priorität, »denn bei allen Maßnahmen wollen wir das Risiko für die Seeleute keinesfalls erhöhen«. Auch mit Iran, das IMO-Mitglied ist, werde in dieser Sache gesprochen.
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Kurzanalyse: Irans Regime setzt im Krieg auf Terror nach innen
Als Irans Regime im Zwölftagekrieg gegen Israel im vergangenen Juni auch innenpolitisch unter Druck geriet, griff es auf ein bewährtes Mittel zurück: Es verbreitete Terror nach innen. Tausende Menschen wurden damals verhaftet, unter anderem wegen vermeintlicher Spionage für Israel, mindestens zehn wurden laut Medienberichten hingerichtet.
Und auch jetzt setzt die Führung in Teheran offensichtlich auf Gewalt, um die eigene Herrschaft abzusichern. Drei Männer, die Anfang des Jahres gegen das Regime protestiert hatten, wurden nach Angaben des staatlichen Rundfunks in Iran hingerichtet. Die Justiz wirft ihnen »Mord« und »operative Handlungen« für Israel und die USA vor. Es sind die ersten Hinrichtungen infolge der Unruhen, die offiziell bekannt gegeben wurden.
Und auch jetzt setzt die Führung in Teheran offensichtlich auf Gewalt, um die eigene Herrschaft abzusichern. Drei Männer, die Anfang des Jahres gegen das Regime protestiert hatten, wurden nach Angaben des staatlichen Rundfunks in Iran hingerichtet. Die Justiz wirft ihnen »Mord« und »operative Handlungen« für Israel und die USA vor. Es sind die ersten Hinrichtungen infolge der Unruhen, die offiziell bekannt gegeben wurden.
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Trump rechnet mit Unterstützung aus Japan und kritisiert die Nato
Vor seinem Treffen mit der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi im Weißen Haus hat sich US-Präsident Donald Trump zur internationalen Unterstützung im Irankrieg geäußert. Er habe Zusicherungen erhalten, dass Japan »wirklich Verantwortung übernehme«, sagt Trump, »im Gegensatz zur Nato«.

US-Präsident Trump und die japanische Regierungschefin Takaichi. Foto: Aaron Schwartz / EPA
Japan gehört wie Deutschland zu den westlichen Ländern, die sich bislang weigern, wie von Trump gefordert, Kriegsschiffe zum Schutz der Straße von Hormus zu schicken. Am Nachmittag hatten die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Japan, Frankreich und weiteren Staaten noch eine gemeinsame Erklärung abgegeben, in der es hieß, man wolle an der Meerenge einen nicht näher definierten »Beitrag« leisten.
Angesprochen auf den Überraschungsangriff auf Iran überraschte Trump die japanische Regierungschefin sichtlich mit einem Pearl-Harbor-Witz. »Wer kennt sich besser mit Überraschungen aus als Japan?«, fragte Trump. 1941 bombardierte Japan den US-Stützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii, mehr als 2400 Menschen starben bei dem Überraschungsangriff.
Angesprochen auf den Überraschungsangriff auf Iran überraschte Trump die japanische Regierungschefin sichtlich mit einem Pearl-Harbor-Witz. »Wer kennt sich besser mit Überraschungen aus als Japan?«, fragte Trump. 1941 bombardierte Japan den US-Stützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii, mehr als 2400 Menschen starben bei dem Überraschungsangriff.
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Oliver Imhof
Auslandsressort

Iran trifft amerikanischen Tarnkappenjet
Teherans Flugabwehr hat laut eigenen Angaben einen Tarnkappenjet vom Typ F-35 getroffen. Dieser gehört zu den modernsten Fliegern der Amerikaner und ist für gegnerische Radare nur schwer zu erkennen. Die Iraner veröffentlichten ein Video, in dem das Flugzeug augenscheinlich von einer Rakete oder Drohne beschädigt wird. Die Aufnahme lässt sich bisher nicht unabhängig verifizieren.
Laut Informationen von CNN musste der Flieger daraufhin notlanden. Der Pilot soll den Vorfall überlebt haben. Bisher wurde in der gesamten Militärgeschichte ein einziger Tarnkappenflieger in der Luft getroffen. Jugoslawien schoss 1999 eine amerikanische F-117 während des Kosovokriegs ab.
Die iranische Luftverteidigung scheiterte im Krieg bisher an der technologischen Übermacht der USA und Israels. Bisher konnte sie erst einige Drohnen abschießen. Die F-35 wäre der erste bestätigte Treffer auf einen Kampfjet.
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Jakob Hallmann
Newsdesk

Mehr als tausend Tote bei israelischen Angriffen im Libanon
Israels jüngste Angriffe im Libanon haben dem dortigen Gesundheitsministerium zufolge mehr als 1000 Menschen das Leben gekostet und mehr als 2500 Menschen verletzt. Mit massiven Angriffen im Libanon will Israel die Hisbollah-Miliz schwächen, einen Verbündeten Irans. Iran und die Hisbollah feuern immer wieder Raketen auf israelische Städte und Ortschaften.
Im Süden des Libanon gehen Kämpfe am Boden indes weiter. Schwere Explosionsgeräusche seien in der Gegend um den Ort Khiam zu hören, heißt es aus libanesischen Sicherheitskreisen. Israelische Truppen würden langsam vorrücken und systematisch Häuser nahe der Grenze zu Israel zerstören. Nach israelischen Militärangaben dient der Einsatz dem Schutz von Einwohnern in Israels Norden. Dortige Flussübergänge seien von der Hisbollah für Angriffe auf Israel genutzt worden.

Zerstörung in Al Hosh im Süden Libanons. Foto: Kawnat Haju / AFP
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Jakob Hallmann
Newsdesk

Iran meldet 178 Festnahmen wegen »Vaterlandsverrats«
Der iranische Geheimdienst hat nach eigenen Angaben seit Beginn des Kriegs 178 mutmaßliche Spione festgenommen. Ihnen würden »Vaterlandsverrat« sowie Kontakte zu Agenten der USA und Israels vorgeworfen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Mehr.

Ein Telefonmast in Teheran (Symbolbild). Foto: Majid Asgaripour / Wana News Agency via REUTERS
Die Festgenommenen sollen demnach »Bildmaterial von sensiblen Standorten und Kontrollpunkten« an feindliche Geheimdienste weitergegeben haben, damit diese gezielt angegriffen werden. Informationen aus Iran, auch was die Identität von Festgenommenen betrifft, lassen sich nicht unabhängig prüfen.
Laut dem Bericht von Mehr seien zudem mehrere ausländische Staatsbürger in Gewahrsam genommen worden. Bei ihnen seien Waffen, Ortungsgeräte, spezielle Kommunikationsmittel sowie ausländische Währungen beschlagnahmt worden. Der Geheimdienst der Revolutionswächter rief die Bevölkerung auf, Verdachtsmomente umgehend zu melden.
Erst Anfang Februar hatten iranische Medien von 139 festgenommenen Ausländern in Iran berichtet. Irans Justiz ließ in den vergangenen Monaten mehrfach mutmaßliche Spione hinrichten, zuletzt einen Schweden mit angeblichen Verbindungen zum israelischen Mossad.
Erst Anfang Februar hatten iranische Medien von 139 festgenommenen Ausländern in Iran berichtet. Irans Justiz ließ in den vergangenen Monaten mehrfach mutmaßliche Spione hinrichten, zuletzt einen Schweden mit angeblichen Verbindungen zum israelischen Mossad.
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Britischer RT-Korrespondent und Kameramann im Südlibanon bei Angriff der israelischen Armee verletzt
Ein Korrespondent des russischen Auslandssenders RT (früher Russia Today) und ein Kameramann sind nach einem Angriff der israelischen Streitkräfte verletzt. Das schreibt der Sender bei X. In der EU sind Inhalte des russischen Staatssenders gesperrt. Dazu veröffentlichte RT ein Video, das den Vorfall zeigen soll. Die »New York Times« hat es verifiziert. Das israelische Militär bestätigte auf X, dass es in dem entsprechenden Gebiet Angriffe gegeben habe. Es sei jedoch in »ausreichendem« Abstand vorher gewarnt worden.
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Ölraffinerie in Haifa von Trümmern nach Raketenangriff getroffen
Ölanlagen in Haifa sind nach einem Raketenangriff getroffen worden. Die Schäden sind laut dem israelischen Energieminister Eli Cohen jedoch »nicht signifikant«.
Die israelischen Medien »Haaretz« und »Jerusalem Post« berichten, die Raffinerie sei von Splittern einer Abfangrakete getroffen worden. Der Angriff habe für einen kurzzeitigen Stromausfall in Vororten Haifas gesorgt. Laut dem nationalen Rettungsdienst Magen David Adom sei eine Person leicht verletzt worden, heißt es.
Die israelischen Medien »Haaretz« und »Jerusalem Post« berichten, die Raffinerie sei von Splittern einer Abfangrakete getroffen worden. Der Angriff habe für einen kurzzeitigen Stromausfall in Vororten Haifas gesorgt. Laut dem nationalen Rettungsdienst Magen David Adom sei eine Person leicht verletzt worden, heißt es.
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Kurzanalyse: Israel operiert jetzt zwischen Rotem Meer und Kaspischem Meer
Die israelische Armee hat ihren Operationsradius extrem ausgedehnt: Nach Luftschlägen gegen die Huthis im Jemen vergangenes Jahr haben Kampfjets nun mehrere iranische Kriegsschiffe im Kaspischen Meer angegriffen.
Unter den am Vortag von Kampfjets bombardierten Zielen seien mit Raketenabwehrsystemen bestückte Schiffe, Patrouillenboote und Begleitschiffe, erklärte die Armee. Auch ein Marinestützpunkt und Hafenanlagen seien bei dem Einsatz getroffen worden.
Der Armee zufolge handelte es sich um einen der »bedeutendsten Angriffe« auf iranische Ziele seit Kriegsbeginn Ende Februar. Israelische Medien hatten am Mittwoch einen israelischen Angriff auf iranische Kriegsschiffe in der Hafenstadt Bandar Anzali im Kaspischen Meer gemeldet.
Schattenkrieg am Kaspischen Meer
Israel führt seinen Schattenkrieg gegen Iran auch von einem weiteren Anrainerstaat des Kaspischen Meeres: Aserbaidschan. Israel und die muslimische Diktatur unterhalten seit 1992 Beziehungen.
WikiLeaks veröffentlichte vor Jahren eine US-Depesche, der zufolge Machthaber Ilham Alijew das Verhältnis Baku-Jerusalem als »Eisberg« beschrieb: »Neun Zehntel unserer Beziehungen mit Israel liegen im Verborgenen.«
Ein Beispiel: Als es Agenten des Mossad im Januar 2018 gelang, das iranische Atom-Archiv in Teheran zu stehlen und außer Landes zu schmuggeln, waren sich die Experten rasch einig, dass der israelische Auslandsgeheimdienst die Fracht über ein Drittland geschmuggelt haben dürfte. Ein Drittland, das an Iran grenzt. Aserbaidschan, Armenien, die Türkei, Afghanistan, Turkmenistan, Pakistan und der Irak grenzen an Iran. Mit den ersten drei Ländern unterhält Israel Beziehungen, mit der Regierung in Baku die besten.
WikiLeaks veröffentlichte vor Jahren eine US-Depesche, der zufolge Machthaber Ilham Alijew das Verhältnis Baku-Jerusalem als »Eisberg« beschrieb: »Neun Zehntel unserer Beziehungen mit Israel liegen im Verborgenen.«
Ein Beispiel: Als es Agenten des Mossad im Januar 2018 gelang, das iranische Atom-Archiv in Teheran zu stehlen und außer Landes zu schmuggeln, waren sich die Experten rasch einig, dass der israelische Auslandsgeheimdienst die Fracht über ein Drittland geschmuggelt haben dürfte. Ein Drittland, das an Iran grenzt. Aserbaidschan, Armenien, die Türkei, Afghanistan, Turkmenistan, Pakistan und der Irak grenzen an Iran. Mit den ersten drei Ländern unterhält Israel Beziehungen, mit der Regierung in Baku die besten.
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Das Leben in Teheran und im ganzen Nahen Osten ist geprägt durch den Krieg. Aber die Folgen sind auch über die Region hinaus spürbar, wie aktuelle Bilder zeigen:
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Jakob Hallmann
Newsdesk

Drohne über Ölraffinerie in Saudi-Arabien abgestürzt
Über der saudischen Ölraffinerie Samref am Roten Meer ist dem Verteidigungsministerium zufolge eine Drohne abgestürzt. Der Schaden werde derzeit begutachtet, sagte ein Sprecher. Auch der Hafen in der Nähe sei Ziel eines Angriffs geworden. Dort sei eine Rakete abgefangen worden, der Betrieb wurde kurzzeitig eingestellt. Nahe Riad und im Osten Saudi-Arabiens seien ebenfalls Drohnen zerstört worden.
Iran hatte nach israelischen Angriffen auf seine Gasanlagen gedroht, als Vergeltungsmaßnahme die Gasfelder und Raffinerien in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar anzugreifen. Unter den genannten Zielen war auch die Samref-Raffinerie. Sie ist eine der bedeutendsten in Saudi-Arabien.
Iran hatte nach israelischen Angriffen auf seine Gasanlagen gedroht, als Vergeltungsmaßnahme die Gasfelder und Raffinerien in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar anzugreifen. Unter den genannten Zielen war auch die Samref-Raffinerie. Sie ist eine der bedeutendsten in Saudi-Arabien.
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Pistorius schließt Bundeswehreinsatz in der Straße von Hormus unter Bedingungen nicht aus
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hält Überlegungen zu einer Beteiligung der Bundeswehr an einer möglichen Mission zur Sicherung der Straße von Hormus für verfrüht. »Wir schließen nichts aus, aber derzeit ist nichts zu entscheiden«, sagte Pistorius.
Pistorius erläuterte, dass eine deutsche Beteiligung an einer internationalen Mission erst »nach einem Waffenstillstand oder einem Ende des Kriegs« möglich sei, dann müsse zum einen die Sicherheitslage als auch die Anforderungen an eine mögliche Sicherungsoperation bewertet werden.
Pistorius erläuterte, dass eine deutsche Beteiligung an einer internationalen Mission erst »nach einem Waffenstillstand oder einem Ende des Kriegs« möglich sei, dann müsse zum einen die Sicherheitslage als auch die Anforderungen an eine mögliche Sicherungsoperation bewertet werden.

Foto: Michael Kappeler / dpa
Spekulationen über die Entsendung von deutschen Minenjagdbooten der Frankenthal-Klasse, die derzeit in den Medien auftauchen, bezeichnete Pistorius als gegenstandslos. Zum einen gebe es keine »relevanten oder umfangreichen Bewegungen der Iraner, die Straße von Hormus zu verminen«, so der Minister. Zudem sei zu beachten, dass Minenjagdboote nur mit einem schützenden Verband von anderen Kriegsschiffen in eine solche Krisenzone einfahren könnten, weil sie von Land beschossen werden könnten.
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Ökonomen blicken zunehmend skeptisch auf Wachstumsprognosen für 2026
Eigentlich hatte die World Trade Organization (WTO) ein globales Wachstum der Wirtschaftsleistung für 2026 um 2,6 Prozent prognostiziert. Die Folgen des Irankriegs könnten die Entwicklung jedoch abschwächen, heißt es nun von der WTO. Bleiben die Energiekosten hoch, werde das Wachstum bis zu einen Prozentpunkt geringer ausfallen in Regionen, die von Energieexporten abhängig sind. Global rechnet die Welthandelsorganisation mit einem Dämpfer um 0,3 Prozentpunkte.
Die Europäische Zentralbank verzichtet noch auf eine Zinsanpassung trotz der steigenden Energiekosten. Auch dort beobachte man jedoch das Risiko für die Wirtschaft. Heute teilten die Währungshüter mit: »Der EZB-Rat ist bereit, alle seine Instrumente im Rahmen seines Mandats anzupassen, um sicherzustellen, dass sich die Inflation auf mittlere Frist beim Zielwert von zwei Prozent stabilisiert«.
Die Europäische Zentralbank verzichtet noch auf eine Zinsanpassung trotz der steigenden Energiekosten. Auch dort beobachte man jedoch das Risiko für die Wirtschaft. Heute teilten die Währungshüter mit: »Der EZB-Rat ist bereit, alle seine Instrumente im Rahmen seines Mandats anzupassen, um sicherzustellen, dass sich die Inflation auf mittlere Frist beim Zielwert von zwei Prozent stabilisiert«.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Foto: Michael Brandt / dpa
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Leseempfehlung: Die Ukraine zeigt der Welt, wie man Häfen im Krieg betreibt
Blockierte Routen, Minen, Hackerangriffe: Ukrainische Häfen funktionieren unter Kriegsbedingungen. Betreiber im Nahen Osten lernen davon. Mehr dazu lesen Sie hier.

Foto: Serhiy Morgunov / DER SPIEGEL
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US-Finanzminister Bessent erwägt, Sanktionen gegen iranisches Öl zu lockern
Die Lage auf dem internationalen Ölmarkt ist angespannt. US-Finanzminister Scott Bessent hat in Aussicht gestellt, Handelsbeschränkungen für iranisches Öl teilweise zu lockern. »In den kommenden Tagen werden wir möglicherweise die Sanktionen gegen iranisches Öl aufheben, das sich derzeit auf See befindet«, sagte er dem US-Sender Fox Business.
Dabei handele es sich um etwa 140 Millionen Barrel Öl (1 Barrel = 159 Liter). Bessent zufolge entspricht die Ölmenge in den Tankern auf See einem Vorrat von zehn bis 14 Tagen, der ansonsten nach China gegangen wäre. Mit der Lockerung könnten die USA versuchen, die steigenden Ölpreise unter Kontrolle zu bekommen. Zuletzt hatten sich Öl und Gas deutlich verteuert.
Dabei handele es sich um etwa 140 Millionen Barrel Öl (1 Barrel = 159 Liter). Bessent zufolge entspricht die Ölmenge in den Tankern auf See einem Vorrat von zehn bis 14 Tagen, der ansonsten nach China gegangen wäre. Mit der Lockerung könnten die USA versuchen, die steigenden Ölpreise unter Kontrolle zu bekommen. Zuletzt hatten sich Öl und Gas deutlich verteuert.
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Deutschland und weitere Staaten wollen »Beitrag« in der Straße von Hormus leisten
Die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Italien, den Niederlanden und Japan haben eine gemeinsame Erklärung herausgegeben. Sie verurteilen die »Angriffe Irans auf Handelsschiffe im Golf, zivile Infrastruktur einschließlich Öl- und Gasanlagen sowie die faktische Sperrung der Straße von Hormus«.

Schiffe in der Straße von Hormus. Foto: AP
Weiter heißt es: »Wir bekunden unsere Bereitschaft, einen Beitrag zu geeigneten Anstrengungen zu leisten, um eine sichere Passage der Meerenge zu gewährleisten.« Was das genau bedeutet, wird in der Erklärung nicht ausgeführt.
US-Präsident Donald Trump verlangt, dass Nato-Verbündete die Straße von Hormus militärisch offen halten. Die Bundesregierung lehnt das ab. Am Montag hatte Verteidigungsminister Boris Pistorius sich noch so geäußert: Deutschland sei zwar bereit, sich diplomatisch für eine Deeskalation einzusetzen, es werde »aber keine militärische Beteiligung« an Missionen zum Schutz der Handelsschifffahrt durch die Straße von Hormus geben.
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Jakob Hallmann
Newsdesk

Tausende Luxuswagen auf kenianischer Insel gestrandet
Auf dem Weg nach Dubai mussten insgesamt 4000 Fahrzeuge vorübergehend in Kenia abgeladen werden. Die Fracht hatte vier Tage vor Beginn des Irankriegs die japanische Hafenstadt Yokohama verlassen. Der Zielhafen für die Luxuswagen in Dubai wurde jedoch von iranischen Gegenangriffen getroffen. Die Frachter unterbrachen ihre Fahrt auf der kenianischen Insel Lamu.
»Es gibt immer noch Schiffe mit Fracht, die für den Golf bestimmt sind, aber seit sich die Situation dort verschlechtert hat, treiben diese Schiffe mehr oder weniger nur auf dem Meer umher«, sagte Lamus Hafenmanager Abdulaziz Mzee örtlichen Medien. Der Krieg sei kein Grund zum Feiern, aber die Wirtschaft auf Lamu profitiere davon. Die Autos dürften im Hafen bleiben, bis sich die Situation stabilisiere, fuhr Mzee fort. In der kommenden Woche wird noch ein weiteres Containerschiff mit 5000 Autos erwartet.
»Es gibt immer noch Schiffe mit Fracht, die für den Golf bestimmt sind, aber seit sich die Situation dort verschlechtert hat, treiben diese Schiffe mehr oder weniger nur auf dem Meer umher«, sagte Lamus Hafenmanager Abdulaziz Mzee örtlichen Medien. Der Krieg sei kein Grund zum Feiern, aber die Wirtschaft auf Lamu profitiere davon. Die Autos dürften im Hafen bleiben, bis sich die Situation stabilisiere, fuhr Mzee fort. In der kommenden Woche wird noch ein weiteres Containerschiff mit 5000 Autos erwartet.

Gestrandete Autos in Lamu. Foto: Laban Walloga / REUTERS
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Reparatur der attackierten Gasanlagen in Katar soll Jahre dauern
Irans Angriffe haben Teile von Katars Gasanlagen beschädigt. Nun schlägt der CEO des zuständigen staatlichen Unternehmens QatarEnergy Alarm. Die beschädigten Anlagen seien im Normalfall für 17 Prozent der Flüssigerdgasexporte verantwortlich, sagte Saad al-Kaabi der Nachrichtenagentur Reuters.

Foto: Abedin Taherkenareh / epa / dpa
Kaabi rechnet nach eigenen Angaben damit, dass die Reparatur drei bis fünf Jahre dauern werde. Zwei der 14 LNG-Anlagen Katars und eine der beiden Gas-to-Liquids-Anlagen (GTL) seien bei den Angriffen beschädigt worden. Durch die Reparaturen würden 12,8 Millionen Tonnen LNG pro Jahr für drei bis fünf Jahre ausfallen. Das entspräche Einnahmeverlusten von 20 Milliarden US-Dollar pro Jahr.
»Ich hätte mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können, dass Katar – und die Region – Ziel eines solchen Angriffs werden würden. Insbesondere von einem brüderlichen islamischen Land im Ramadan«, sagte Kaabi weiter.
QatarEnergy müsse womöglich für bis zu fünf Jahre höhere Gewalt bei langfristigen Verträgen für LNG-Lieferungen nach Italien, Belgien, Südkorea und China geltend machen. »Das sind langfristige Verträge, bei denen wir höhere Gewalt geltend machen müssen. Wir haben das bereits getan, aber das betraf einen kürzeren Zeitraum. Jetzt gilt das für den gesamten Zeitraum«, sagte er.
QatarEnergy müsse womöglich für bis zu fünf Jahre höhere Gewalt bei langfristigen Verträgen für LNG-Lieferungen nach Italien, Belgien, Südkorea und China geltend machen. »Das sind langfristige Verträge, bei denen wir höhere Gewalt geltend machen müssen. Wir haben das bereits getan, aber das betraf einen kürzeren Zeitraum. Jetzt gilt das für den gesamten Zeitraum«, sagte er.
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US-Verteidigungsminister Hegseth spricht über 200-Milliarden-Dollar-Paket für Irankrieg
Pete Hegseth hat sich zu dem Geldpaket für den Irankrieg geäußert, über das US-Medien in der Nacht berichtet haben: Die Zahl von 200 Milliarden US-Dollar könne sich zwar noch bewegen, sagt Hegseth bei einem Pressebriefing im Pentagon. Man wolle beim US-Kongress jedoch ausreichend Geld beantragen, um das Arsenal der US-Armee zu füllen.

US-Verteidigungsminister Hegseth. Foto: Evan Vucci / Reuters
Die »Washington Post« hatte berichtet, das Pentagon bitte das Weiße Haus um die Genehmigung eines Antrags an den US-Kongress über mehr als 200 Milliarden Dollar zur Finanzierung des Krieges in Iran.
Einen Zeitrahmen für ein Ende des Kriegs der USA gegen Iran nannte der US-Verteidigungsminister erneut nicht. US-Präsident Donald Trump werde entscheiden, wann das erreicht sei, sagte Hegseth.
Wie bereits in einigen Briefings kündigt Hegseth die bislang härtesten Militärschläge für heute an und spricht martialisch über die bisherigen US-Erfolge im Krieg: Die Rüstungsindustrie von Iran sei überwiegend zerstört, 120 iranische Marineschiffe seien von der US-Armee bisher beschädigt oder zerstört worden.
Die »undankbaren Verbündeten in Europa« sollten sich bei Trump bedanken, sagte Hegseth.
Wie bereits in einigen Briefings kündigt Hegseth die bislang härtesten Militärschläge für heute an und spricht martialisch über die bisherigen US-Erfolge im Krieg: Die Rüstungsindustrie von Iran sei überwiegend zerstört, 120 iranische Marineschiffe seien von der US-Armee bisher beschädigt oder zerstört worden.
Die »undankbaren Verbündeten in Europa« sollten sich bei Trump bedanken, sagte Hegseth.
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