Krieg in Nahost Deutschland berät über Absicherung der Straße von Hormus
Die Bundeswehr diskutiert die Teilnahme an einer internationalen Mission in der Straße von Hormus im Fall eines Waffenstillstands. Und: Trump verschiebt sein Ultimatum erneut. Die Liveanalyse.
Mit
Anna-Lena Abbott,
Henrik Bahlmann,
Matthias Gebauer,
Britta Kollenbroich,
Dominik Peters,
Alexander Preker,
Florian Pütz,
Serafin Reiber,
Christoph Reuter,
Thore Schröder,
Elisa Schwarze,
Anastasia Trenkler,
Luca Wolpers,
Jean-Pierre Ziegler und
Julius Seibt und Hannah Aders (Bildredaktion)
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Israel greift weiter Ziele in Iran und im Libanon an. Das Regime in Teheran reagiert mit Gegenangriffen. Die Vereinigten Arabischen Emirate melden zwei Tote.
- Donald Trump verlängert die Frist für die Öffnung der Straße von Hormus zum zweiten Mal: Iran soll jetzt bis zum 6. April Zeit bekommen.
- Laut Israels Verteidigungsminister Israel Katz haben die israelischen Streitkräfte den iranischen Marinekommandeur Alireza Tangsiri bei einem Luftangriff getötet. Eine Bestätigung dafür aus Teheran gibt es bisher nicht.
- Die USA haben Iran Berichten zufolge einen 15-Punkte-Plan für Verhandlungen zukommen lassen. Iran soll nun mehrere Gegenforderungen gestellt haben.
- US-Präsident Donald Trump hat Deutschland dafür kritisiert, eine Kriegsbeteiligung abzulehnen.
- Polen senkt die Mehrwertsteuer auf Kraftstoff, warnt aber vor »Tanktourismus«.
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- SPIEGEL-Titelstory: Aus Trumps Iran-Desaster wurde ein Krieg gegen die Weltwirtschaft
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📌 Trump verlängert Frist für Iran bis zum 6. April
Gerade erst hatte der US-Präsident angekündigt, dass sich das Ultimatum für die Öffnung der Straße von Hormus womöglich erneut verschieben wird. Jetzt schreibt Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social, er gebe Iran bis zum 6. April um 20 Uhr (Ortszeit in Washington, D.C.) dafür Zeit. Dies teile er »auf Ersuchen der iranischen Regierung« mit. »Die Gespräche laufen weiter und verlaufen sehr gut«, so Trump. Deshalb werde er die »Frist für die Zerstörung der Energieanlagen« verlängern.
Ursprünglich hatte Trump Iran am Sonntag eine Frist von 48 Stunden gesetzt. Am Montag hatte er diese zunächst um fünf Tage verlängert, ebenfalls begründet mit »produktiven Gesprächen«.
Ursprünglich hatte Trump Iran am Sonntag eine Frist von 48 Stunden gesetzt. Am Montag hatte er diese zunächst um fünf Tage verlängert, ebenfalls begründet mit »produktiven Gesprächen«.
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wir beenden unsere Liveanalyse an dieser Stelle. Über alle weiteren Entwicklungen im Nahen Osten halten wir Sie nun hier auf dem Laufenden.
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Deutschland berät mit Partnern über Mission zur Absicherung der Straße von Hormus
Deutschland hat sich an ersten Beratungen einer internationalen Koalition beteiligt, um eine mögliche Mission zur Absicherung der Straße von Hormus zu unterstützen. Am Donnerstag schalteten sich mehr als 30 Generalstabschefs zu einer Videokonferenz zusammen, für die Bundeswehr nahm nach SPIEGEL-Informationen die stellvertretende Generalinspekteurin Nicola Schilling teil. Bei der Schalte ging es um erste Ideen, wie die Koalition mit einer Militärmission für den Fall eines Waffenstillstands die sichere Durchfahrt durch die Meerenge im Persischen Golf absichern könnte.
Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte am Donnerstag erstmals konkret eine Beteiligung der Bundeswehr an einer solchen Operation in Aussicht gestellt. »Wenn wir zu einer Waffenruhe kommen, werden wir jeden Einsatz für eine Absicherung des Friedens diskutieren, insbesondere um den freien Seeverkehr in der Straße von Hormus abzusichern«, sagte der Minister bei einem Besuch in der australischen Hauptstadt Canberra. Bei der Bundeswehr gibt es bereits erste Ideen, wie sich die Marine an einer möglichen Mission beteiligen kann:
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Iran verbietet Sportmannschaften Ausreise in »feindliche« Länder
Iran hat National- und Vereinsmannschaften bis auf Weiteres verboten, in Länder zu reisen, die als feindlich betrachtet werden. Das berichten iranische Medien unter Berufung auf das Sportministerium. Demnach erklärte dieses, der Schritt sei auf Bedenken hinsichtlich der Sicherheit iranischer Sportler zurückzuführen.
Iran hat sich für die diesjährige Fußball-Weltmeisterschaft der Männer qualifiziert, die gemeinsam von den USA, Kanada und Mexiko ausgerichtet wird. Ob es zu einer Teilnahme an dem Fußballturnier kommen wird, ist seit Beginn des Irankriegs unklar.
Iran hat sich für die diesjährige Fußball-Weltmeisterschaft der Männer qualifiziert, die gemeinsam von den USA, Kanada und Mexiko ausgerichtet wird. Ob es zu einer Teilnahme an dem Fußballturnier kommen wird, ist seit Beginn des Irankriegs unklar.
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Schlechtester Tag für US-Börsen seit Beginn des Irankriegs
Der US-amerikanische Aktienindex S&P 500 ist um 1,7 Prozent eingebrochen und hat damit seinen schlechtesten Tag seit Januar. Damit steuert der Index auf die fünfte Verlustwoche in Folge zu. Diese Serie reicht bis vor den Beginn des Irankriegs zurück und wäre die längste Verlustserie dieser Art seit fast vier Jahren.
Der Dow Jones fiel um ein Prozent. Der Nasdaq Composite sank um 2,4 Prozent und liegt damit mehr als zehn Prozent unter seinem Anfang des Jahres erreichten Allzeithoch.
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Wadephul: Europa soll einbezogen werden
Außenminister Johann Wadephul will bei den Planungen zu einem Ende des Irankriegs mitmischen. »Wir als Europäer müssen natürlich einbezogen werden jetzt in die Gedankenwelt der USA«, sagte der CDU-Politiker dem Sender RTL. Die militärischen Auseinandersetzungen beeinflussten die Wirtschaft und die Energiepreise in Deutschland und Europa stark. Deswegen müsse man wissen, »wann und unter welchen Bedingungen dieser Krieg beendet werden kann«.
Das wolle er beim Treffen der G7-Außenminister am Freitag deutlich machen, sagte Wadephul. Dort wird auch US-Außenminister Marco Rubio anwesend sein.
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Trump schließt Verschiebung des Iran-Ultimatums nicht aus
US-Präsident Donald schließt bei seinem Ultimatum an Iran eine weitere Verschiebung nicht aus. »Ich weiß es noch nicht«, sagte er in Washington auf die Frage, ob die Frist aufgeschoben sei. Trump sagte, der Sondergesandte Steve Witkoff, Vizepräsident JD Vance und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner würden ihn über den Fortgang der Verhandlungen unterrichten. Davon hänge ab, ob es bei dem Ultimatum bleibe. »Wir haben jede Menge Zeit«, behauptete Trump.
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Iran weist Trumps Ultimatum zurück
Iran wird sich laut Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf keinem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump beugen. »Niemand kann Iran und den Iranern ein Ultimatum stellen«, erklärte er auf der Plattform X. Die Kinder Irans würden den Kampf bis zum endgültigen Sieg fortsetzen und diesen Teufelskreis von Krieg, Waffenruhe und wieder Krieg durchbrechen.
Trump hatte Iran damit gedroht, Kraftwerke und Energieanlagen zu zerstören, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht vollständig und »ohne Drohungen« für den Schiffsverkehr öffnen. Ursprünglich hatte er dafür ein Ultimatum gesetzt, das in der Nacht zum Dienstag deutscher Zeit ausgelaufen wäre. Am Montag hatte er dann angekündigt, wegen »sehr guter und produktiver Gespräche« für weitere fünf Tage auf solche Angriffe zu verzichten.
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Kriegsbeteiligung abgelehnt: US-Präsident Trump kritisiert Deutschland
US-Präsident Donald Trump beklagte sich in den vergangenen Wochen immer wieder über die fehlende Unterstützung der Nato-Länder im Irankrieg. Nun hat er explizit Deutschland dafür kritisiert, eine Kriegsbeteiligung abzulehnen.
Am Rande einer Kabinettssitzung in Washington sprach Trump über Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Lage beruhige sich dort etwas, meinte er und setzte nach, der Krieg betreffe die USA nicht, schließlich finde er Tausende Kilometer entfernt statt. Dann kam Trump auf Deutschland zu sprechen.
Aus Berlin habe er den Satz »Das ist nicht unser Krieg« gehört, sagte Trump: »Nun, die Ukraine ist auch nicht unser Krieg. Wir haben geholfen, aber die Ukraine ist nicht unser Krieg. Ich fand diese Aussage sehr unangebracht.« Man könne die Äußerung auch nicht ungeschehen machen.
Am Rande einer Kabinettssitzung in Washington sprach Trump über Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Lage beruhige sich dort etwas, meinte er und setzte nach, der Krieg betreffe die USA nicht, schließlich finde er Tausende Kilometer entfernt statt. Dann kam Trump auf Deutschland zu sprechen.
Aus Berlin habe er den Satz »Das ist nicht unser Krieg« gehört, sagte Trump: »Nun, die Ukraine ist auch nicht unser Krieg. Wir haben geholfen, aber die Ukraine ist nicht unser Krieg. Ich fand diese Aussage sehr unangebracht.« Man könne die Äußerung auch nicht ungeschehen machen.

Foto: Will Oliver / EPA
Unklar ist, auf wessen Aussagen Trump sich genau bezieht. Der US-Präsident sprach vom »head of germany«, also dem Staatsoberhaupt, was eigentlich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist. Es war jedoch Bundeskanzler Friedrich Merz, der erklärt hatte: »Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden.« Vizekanzler Lars Klingbeil und Verteidigungsminister Boris Pistorius hatten daraufhin gesagt: »Das ist nicht unser Krieg.«
Der Unterschied zwischen dem Ukraine- und dem Irankrieg, die Trump nun verglich: Die USA hatten den Irankrieg begonnen, ohne die Nato-Partner zu konsultieren. Der Ukraine hatten die USA im Budapester Memorandum von 1994 jedoch Sicherheitsgarantien eingeräumt.
Der Unterschied zwischen dem Ukraine- und dem Irankrieg, die Trump nun verglich: Die USA hatten den Irankrieg begonnen, ohne die Nato-Partner zu konsultieren. Der Ukraine hatten die USA im Budapester Memorandum von 1994 jedoch Sicherheitsgarantien eingeräumt.
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Israel will Raketenabschussrampen in Iran attackiert haben
Israels Luftwaffe will in Iran Waffenlager und Abschussrampen für Raketen angegriffen haben. Die Luftwaffe habe in den vergangenen 24 Stunden mehr als 20 Angriffsflüge auf Dutzende Abschussrampen durchgeführt, teilt Israels Militär mit: »Zudem wurden Mitglieder des iranischen Terrorregimes, die sich an diesen Standorten aufhielten, eliminiert.« Unabhängig lassen sich die Berichte derzeit nicht überprüfen.
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Israelischer Soldat im Libanon getötet
Bei Kämpfen im Süden des Libanons ist ein israelischer Soldat ums Leben gekommen. Das teilt Israel Militär mit. Bei dem Vorfall seien außerdem zwei Offiziere und zwei Soldaten leicht verletzt worden, heißt es in einer Mitteilung. Die Soldaten seien zur medizinischen Versorgung ins Krankenhaus gebracht worden. Details zu dem Einsatz teilt das Militär nicht mit.
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Trump spricht von »riesigem Geschenk« aus Iran: Zehn Tanker dürfen offenbar Straße von Hormus passieren
US-Präsident Donald Trump fabulierte kürzlich, Iran habe den USA in Verhandlungen ein »riesiges Geschenk« gemacht. Er verriet aber nicht, was dieses Geschenk sei soll. Nun hat Trump das Geheimnis offenbar gelüftet. Iran hat nach Trumps Angaben zehn Öltankern die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gewährt. Die iranische Seite habe das angeboten, um in den Verhandlungen mit den USA ihre Zuverlässigkeit zu untermauern, behauptete Trump bei einer Kabinettssitzung in Washington. Iran hat sich dazu bislang nicht geäußert.
Vor seinen Bemerkungen fragte Trump seinen Sondergesandten Steve Witkoff am Kabinettstisch, ob er die Informationen teilen dürfe – offenbar, weil es sich um vertrauliche Angaben handelt. »Ich hoffe, ich habe deine Verhandlungen nicht vermasselt«, sagte Trump in Richtung Witkoff. Der Sondergesandte erklärte, Iran sei an einem Deal interessiert. Iran soll einem Medienbericht zufolge den USA Forderungen für Verhandlungen übermittelt haben.
Vor seinen Bemerkungen fragte Trump seinen Sondergesandten Steve Witkoff am Kabinettstisch, ob er die Informationen teilen dürfe – offenbar, weil es sich um vertrauliche Angaben handelt. »Ich hoffe, ich habe deine Verhandlungen nicht vermasselt«, sagte Trump in Richtung Witkoff. Der Sondergesandte erklärte, Iran sei an einem Deal interessiert. Iran soll einem Medienbericht zufolge den USA Forderungen für Verhandlungen übermittelt haben.
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Armeechefs aus 35 Ländern beraten über Sicherung der Straße von Hormus
Generalstabschefs aus 35 Staaten haben über den Aufbau einer Koalition beraten, die die Schifffahrt durch die Straße von Hormus absichern soll. Das Ziel der Gespräche sei eine »koordinierte Initiative«, um eine sichere Durchfahrt zu gewährleisten, teilt das französische Verteidigungsministerium mit. Das Vorgehen sei »losgelöst von den laufenden Militäreinsätzen« in der Region. Genauere Ergebnisse der Gespräche sind bislang nicht öffentlich.
An den Gesprächen nahmen Armeechefs derjenigen Länder teil, die in der vergangenen Woche einen vorläufigen Stopp der Angriffe gegen Einrichtungen der Öl- und Gasindustrie in der Golfregion gefordert und ihre Bereitschaft zur Sicherung der Straße von Hormus erklärt hatten. Neben Deutschland hatten Frankreich, Großbritannien, Italien, die Niederlande und Japan die Erklärung unterzeichnet. Später schlossen sich rund 30 weitere Staaten an, darunter die seit Wochen von Iran attackierten Golfstaaten Vereinigte Arabische Emirate und Bahrain.
An den Gesprächen nahmen Armeechefs derjenigen Länder teil, die in der vergangenen Woche einen vorläufigen Stopp der Angriffe gegen Einrichtungen der Öl- und Gasindustrie in der Golfregion gefordert und ihre Bereitschaft zur Sicherung der Straße von Hormus erklärt hatten. Neben Deutschland hatten Frankreich, Großbritannien, Italien, die Niederlande und Japan die Erklärung unterzeichnet. Später schlossen sich rund 30 weitere Staaten an, darunter die seit Wochen von Iran attackierten Golfstaaten Vereinigte Arabische Emirate und Bahrain.
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Rechte Konferenz in Texas: »MAGA versus Mullah Madness«
Am Nachmittag wollen die Unterstützer von Reza Pahlavi, dem Sohn des letzten Schahs, vor dem Konferenzzentrum der CPAC demonstrieren. Vorher gibts auf den Fluren schon spontane Aktionen. Die Botschaft: Pahlavi für Iran und der Dank an Trump.
Video: Britta Kollenbroich / DER SPIEGEL
Auf der Bühne geben sich die Gäste Mühe, den Ton zu setzen: »Präsident Trump hat keinen Krieg angefangen, er beendet einen 49 Jahre alten Krieg«, sagte eine Sprecherin bei der Veranstaltung zu »MAGA versus Mullah Madness«. Veranstalterin und Moderatorin Mercedes Schlapp, deren Familie aus Kuba kommt, reagierte auf den Applaus im Publikum: »Die Perser sind fast genauso begeistert wie die Kubaner.«
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Trauer, Zerstörung, Angst: Bilder des Irankriegs
Der Irankrieg kennt keine Gewinner – weltweit nicht. Fotos aus dem Nahen Osten zeigen, was eigentlich in jedem Krieg nicht genug Beachtung findet: der Mensch.
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Golfstaaten: Iran hat rote Linie überschritten
Die Golfstaaten haben die iranischen Angriffe auf arabische Länder am Golf stark kritisiert. Irans Verhalten sei destabilisierend und habe rote Linien überschritten, sagte der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrats, Dschasim al-Budaiwi, einem Bericht des saudischen Fernsehsenders Al Arabiya zufolge vor Diplomaten. Dazu gehöre, die Straße von Hormus zu schließen und Gebühren für deren Passage zu verlangen.
Im laufenden Krieg habe Iran 85 Prozent seiner Raketen auf Golfstaaten abgefeuert, sagte Budaiwi den Angaben zufolge. Seine Region übe »größtmögliche Zurückhaltung gegenüber der iranischen Aggression«. Die Staaten hätten entschieden, nicht zu reagieren, um den Konflikt nicht auszuweiten. Der Golf-Kooperationsrat vertritt seit 1981 die gemeinsamen Interessen von Kuwait, Katar, Oman, Saudi-Arabien, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Im laufenden Krieg habe Iran 85 Prozent seiner Raketen auf Golfstaaten abgefeuert, sagte Budaiwi den Angaben zufolge. Seine Region übe »größtmögliche Zurückhaltung gegenüber der iranischen Aggression«. Die Staaten hätten entschieden, nicht zu reagieren, um den Konflikt nicht auszuweiten. Der Golf-Kooperationsrat vertritt seit 1981 die gemeinsamen Interessen von Kuwait, Katar, Oman, Saudi-Arabien, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
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Bericht: Das fordert Iran von den USA
Die USA haben Iran Berichten zufolge einen 15-Punkte-Plan für Verhandlungen zukommen lassen. Und der US-Sondergesandte Steve Witkoff erklärte öffentlich, Iran sei an einem Deal interessiert. Nun berichtet die iranische Agentur Tasnim, was Iran auf den US-Plan geantwortet haben will.
Dem Bericht zufolge legte die iranische Regierung einen Gegenvorschlag vor. Darin fordere Iran:
Dem Bericht zufolge legte die iranische Regierung einen Gegenvorschlag vor. Darin fordere Iran:
- ein Ende der »Aggression« gegen Iran,
- die Schaffung eines Mechanismus, der die USA und Israel von einem erneuten Krieg abhalten soll,
- finanzielle Wiedergutmachung für die Kriegsschäden,
- die Aufsichtshoheit über die für den internationalen Schiffsverkehr wichtige Straße von Hormus
- und ein Ende der Kämpfe an allen Fronten.
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Rechte CPAC-Konferenz in Texas: Was machen die »Perser für Trump« hier?
Die CPAC ist so etwas wie das jährliche Klassentreffen der Konservativen und Rechten: MAGA-Anhänger reisen aus allen Ecken der USA an, politische Aktivisten treffen auf Politikerinnen und Politiker aus Washington. Dazwischen: Vertreter der Rechten aus Europa, Lateinamerika, Asien und Afrika.
In diesem Jahr aber sieht die Konferenz in Grapevine im US-Bundesstaat Texas an vielen Ecken anders aus: Zwischen Trump-Anhängerinnen in Glitzerjacken, »Make America Great Again«-Mützen und Anzugträgern mischen sich »Perser für Trump«-Caps und Outfits in iranischen Farben.
In diesem Jahr aber sieht die Konferenz in Grapevine im US-Bundesstaat Texas an vielen Ecken anders aus: Zwischen Trump-Anhängerinnen in Glitzerjacken, »Make America Great Again«-Mützen und Anzugträgern mischen sich »Perser für Trump«-Caps und Outfits in iranischen Farben.

Foto: Callaghan O'Hare / REUTERS
Ein Grund: Mitten im Irankrieg ist Schah-Sohn Reza Pahlavi als Sprecher angekündigt, angeblich soll er am Freitag auf der Bühne stehen, noch ist das Programm nicht veröffentlicht. Für viele Iranerinnen und Iraner in den USA reichte schon die Ankündigung aus, um sich auf den Weg nach Texas zu machen.
Seine Schwester lebe noch in Iran, sagte mir ein älterer Mann am ersten Konferenztag. Er sei zum ersten Mal auf der CPAC, extra für Pahlavi angereist. Seine Hoffnung: Wenn hier möglichst viele auf die Lage in Iran aufmerksam machten, könnte das nach Washington weitergetragen werden. »Wir brauchen einen Regimewechsel. Wenn sich an der Spitze nichts ändert, werden sie nach einem Deal anfangen, Gefangene zu hängen. Dann wird alles schlimmer.«
Auch auf den Podien geht es um die Frage, welche Rolle Opposition, Exil und Symbolfiguren im Ringen um Irans Zukunft spielen. Für Donnerstag steht »MAGA vs. Mullah Madness« auf dem Programm.
Auch auf den Podien geht es um die Frage, welche Rolle Opposition, Exil und Symbolfiguren im Ringen um Irans Zukunft spielen. Für Donnerstag steht »MAGA vs. Mullah Madness« auf dem Programm.
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Mann bei Hisbollah-Angriff in Nordisrael getötet
Bei einem Raketenangriff der Hisbollah ist in der israelischen Küstenstadt Naharija ein Mann getötet worden. Es habe weitere Verletzte gegeben, darunter einen Schwerverletzten, teilt der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Ein Sanitäter berichtete von beschädigten Gebäuden und massiver Zerstörung nach einem Raketeneinschlag. Israelischen Medien zufolge wurde der Parkplatz eines Wohnhauses getroffen.

Wohnsiedlung bei Naharija, Israel. Foto: Schoening / imageBROKER / picture alliance
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US-Sondergesandter Witkoff behauptet, Iran sei an einem Deal interessiert
Nach der Sitzung des US-Kabinetts hat Steve Witkoff erklärt, es gebe Anzeichen, dass Teheran an einer Einigung interessiert sei. Iran suche nach einem Ausweg aus dem Krieg, sagte der US-Sondergesandte. Witkoff bestätigte, man habe Iran über den Vermittler Pakistan einen 15-Punkte-Plan als Rahmen für Friedensverhandlungen präsentiert. »Wir werden sehen, wohin die Dinge führen, und ob wir Iran davon überzeugen können, dass dies der Wendepunkt ist, an dem es keine besseren Alternativen gibt als noch mehr Tod und Zerstörung«, sagte Witkoff.
Iran hatte zuvor verlauten lassen, man habe negativ auf den Plan reagiert. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim übermittelte Iran bereits seine Antwort auf den Vorschlag der USA. Dies sei in der vergangenen Nacht über Mittelsmänner geschehen, hieß es unter Berufung auf eine informierte Quelle. Teheran warte jetzt auf eine Antwort.
Iran hatte zuvor verlauten lassen, man habe negativ auf den Plan reagiert. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim übermittelte Iran bereits seine Antwort auf den Vorschlag der USA. Dies sei in der vergangenen Nacht über Mittelsmänner geschehen, hieß es unter Berufung auf eine informierte Quelle. Teheran warte jetzt auf eine Antwort.
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Kriegskritiker Vance rechtfertigt Irankrieg
Viele Beobachterinnen und Beobachter der US-Politik wundern sich über die Rolle, die JD Vance im Irankrieg spielt. Der Vizepräsident hinter Donald Trump galt in seiner politischen Karriere stets als vehementer Kritiker von Auslandseinsätzen des US-Militärs. Im Irankrieg hüllte er sich größtenteils in Schweigen, der sonst so laute Vance äußert sich nur selten dazu und überließ die Kommunikation Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth. Jetzt hat Vance aber wieder etwas gesagt: Beim ersten Kabinettstreffen der US-Regierung seit Kriegsbeginn beschrieb Vance die Militäroperation als »durchschlagenden Erfolg«.

Vance bei der Kabinettssitzung. Foto: Jim Watson / AFP
Vance argumentierte, die Offensive habe neue Wege eröffnet, um Iran von Atomwaffen abzuhalten. Iran sei nicht mehr in der Lage, die USA so anzugreifen, wie sie es vor wenigen Wochen gewesen seien, sagte Vance. »Das verschafft uns Optionen.« Dazu gehörten auch diplomatische Wege, um den Krieg zu beenden. Wie CNN schreibt, versuchte Vance besonders hervorzuheben, warum der Krieg angeblich notwendig geworden war. Das passt zu seiner Rolle, denn viele Trump-Wähler sind wie Vance grundsätzlich gegen Kriege. Mehr dazu lesen Sie hier.
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USA melden ebenfalls Tod des iranischen Marinekommandeurs
Der Chef des US-Zentralkommandos hat via X den Tod eines hochrangigen iranischen Militärs verkündet. Marinekommandeur Alireza Tangsiri sei bei einem israelischen Luftschlag getötet worden. Zuvor hatte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz den Tod des Mannes öffentlich gemacht. Tangsiri gilt als Topkader der Revolutionswächter und soll für die Sperrung der Straße von Hormus mitverantwortlich gewesen sein. Eine Bestätigung aus Teheran für den Tod Tangsiris gibt es bisher nicht.
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Hubertz: Irankrieg macht Bauen in Deutschland teurer
Deutschland steckt seit geraumer Zeit in einer Wohnraumkrise. Und die wird nun zusätzlich von der internationalen Politik befeuert: Der Irankrieg könnte aus Sicht von Bauministerin Verena Hubertz (SPD) die Wohnungskrise in Deutschland verschärfen. Wenn Katar die Produktion von Flüssiggas einstelle und die Straße von Hormus geschlossen sei, bleibe das nicht ohne Folgen für die Preise von Baustoffen, sagte die Politikerin beim Wohnungsbau-Tag in Berlin. »Das bedeutet auch: Der Aufschwung beim Wohnungsbau, der sich gerade angedeutet hatte, wird erneut unter Druck kommen.«
Dieses Jahr werden wohl weniger als 200.000 Wohnungen fertig, schätzt das Bündnis von sieben Verbänden und Gewerkschaften, das den Wohnungsbau-Tag organisiert. Das wären nur etwa die Hälfte des angenommenen Bedarfs und gut 100.000 Einheiten weniger als noch 2020. Das Bündnis warnte, der Irankrieg könnte zu höheren Baukosten und steigende Zinsen führen. Die Lösunge aus Sicht der Branche: billigeres Bauen mit vereinfachten Standards, mit dem sogenannten »Gebäude-Typ E«, den Hubertz bereits plant.

Foto: Frank Hoermann / Sven Simon / IMAGO
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Iran hat den USA offenbar auf ihren 15-Punkte-Plan geantwortet
Iran will den 15-Punkte-Friedensplan der Vereinigten Staaten zurückgewiesen haben. Und Verhandlungen gebe es sowieso nicht, seien auch gar nicht gewollt. Soweit die offizielle Darstellung von Teilen der iranischen Führung. Wie die iranische Staatsagentur Tasnim nun aber berichtet, hat Iran eine Antwort auf den US-Vorschlag übermittelt. Dies sei in der vergangenen Nacht über Mittelsmänner geschehen, berichtet Tasnim. Teheran warte jetzt auf eine Antwort aus Washington.
Iran will laut Außenminister Araghchi keine Verhandlungen mit den USA
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hat in einem Interview mit dem iranischen Staatsfernsehen gesagt, dass es bisher keine direkten Verhandlungen zwischen Teheran und Washington gegeben habe. Zwar sende Washington über verschiedene Vermittler Botschaften, Verhandlungen seien dies aber nicht. Araghchi sagte auch, dass man Gespräche mit den Vereinigten Staaten ablehne. »Wir haben nicht die Absicht zu verhandeln«, sagte Araghchi laut der Nachrichtenagentur AFP in dem Interview. »Jetzt über Verhandlungen zu sprechen, ist ein Eingeständnis der Niederlage.«
Zuvor hatte es Berichte gegeben, dass die US-Regierung einen 15-Punkte-Friedensplan entworfen hat, um den Krieg zu beenden. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht, jedoch mehrten sich in den vergangenen Tagen Berichte über Versuche der Kontaktaufnahme über diplomatische Kanäle.
Zuvor hatte es Berichte gegeben, dass die US-Regierung einen 15-Punkte-Friedensplan entworfen hat, um den Krieg zu beenden. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht, jedoch mehrten sich in den vergangenen Tagen Berichte über Versuche der Kontaktaufnahme über diplomatische Kanäle.

Abbas Araghchi im Januar in Istanbul. Foto: Khalil Hamra / AP / dpa
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Mit Material der Agenturen






