Iran: USA verhängen neue Sanktionen gegen Iran-nahe Gruppen - DER SPIEGEL
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Wirtschaftliche Isolierung USA verhängen neue Sanktionen gegen irannahe Gruppen

Die US-Regierung hat eine weitere Runde Strafmaßnahmen gegen Irans Unterstützer auf den Weg gebracht. Ziel sind offenbar Unternehmen und Personen, die Irans »destabilisierenden Einfluss« verstärken.
US-Finanzminister Scott Bessent
US-Finanzminister Scott Bessent

US-Finanzminister Scott Bessent

Foto: Kent Nishimura / AFP

Die US-Regierung hat weitere Sanktionen gegen Iran-nahe Firmen und Personen verhängt. Das US-Finanzministerium setzte Maßnahmen gegen Organisationen und Einzelpersonen um, die die Miliz Kataib Hisbollah und die libanesische Hisbollah unterstützen, wie aus einer Mitteilung hervorging. Das Ressort von Finanzminister Scott Bessent warf den Gruppierungen vor, den »destabilisierenden Einfluss« Irans im Nahen Osten zu verstärken und Teheran bei der Umgehung von Sanktionen zu unterstützen.

Demnach sind die Organisationen im Irak, im Libanon, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in der Türkei angesiedelt. »Die heutigen Sanktionen treffen den Kern von Irans gefährlichsten Stellvertreterorganisationen«, hieß es.

Die irakische Kataib Hisbollah ist den Angaben nach »eine führende militante Gruppierung innerhalb der sogenannten Achse des Widerstands«. Zu dem regionalen Netzwerk aus von Iran unterstützten Milizen zählt auch die im Jemen kämpfende Huthi-Miliz. Teheran unterstützt die Huthis ähnlich wie die Hisbollah im Libanon mit Waffen, Technologie, Fachwissen und finanziell.

USA: Sanktionen bleiben, bis Iran Verhalten ändert

Die ⁠Sanktionen sind Teil eines am 24. August angekündigten Vorstoßes. »›Operation Economic Outcast‹ richtet sich gegen diejenigen, die weiterhin zum strauchelnden iranischen Regime halten«, sagte US-Finanzminister Scott ‌Bessent. »Ob sie Terror finanzieren, Geld waschen oder Iran helfen, ‌Sanktionen zu umgehen – wir werden sie finden, sie vom US-Finanzsystem ausschließen und die Netzwerke zerschlagen, die das Regime über Wasser halten.«

Das Finanzministerium kündigte zudem an, die meisten Lizenzanträge mit Iran-Bezug abzulehnen. Diese ‌Politik werde beibehalten, bis Iran sein Verhalten ändere. Als Beispiele nannte die Behörde die Blockade der Straße von Hormus, Angriffe auf ‌US-Personal und Partner in der ​Golfregion sowie das Streben nach ‌nuklearen und konventionellen Waffen.

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Erst am Dienstag hatten die USA mehrere wichtige Fluggesellschaften Irans mit Sanktionen belegt. Neu auf die US-Sanktionsliste gesetzt wurden 27 iranische Airlines, darunter die Gesellschaften Kish Airlines, Iran Air Tour und ATA Airlines.

Mehrere der größten iranischen Fluggesellschaften, darunter Mahan Air, Iran Air und Meraj Air, standen bereits zuvor auf US-Sanktionslisten. Neu ist, dass Washington nun deutlich breiter gegen den gesamten Luftfahrtsektor vorgeht. Die neuen Maßnahmen erfassen einen deutlich größeren Teil des iranischen Luftverkehrs. Auch ausländischen Unternehmen und Banken drohen Konsequenzen, wenn sie Geschäfte mit den betroffenen Airlines weiterführen.

jah/dpa/Reuters

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