Israel: Der Krieg von Benjamin Netanyahu und der Streit über die Zukunft von Gaza - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Podcast Cover

Konflikt im Nahen Osten Netanyahus Krieg und der Streit über die Zukunft von Gaza

Israels Verteidigungsminister Yoav Gallant fordert einen Nachkriegsplan für Gaza – seine rechtsextremen Ministerkollegen wollen seinen Rücktritt. Führt der offene Streit im Kabinett zu größeren Protesten in der Bevölkerung?

Yoav Gallant wagte sich als Erster vor. »Ich fordere Premierminister Benjamin Netanyahu auf, eine Entscheidung zu treffen und zu erklären, dass Israel keine zivile Herrschaft im Gazastreifen ausüben wird«, sagte Israels Verteidigungsminister am Mittwoch. »Dass es auch keine militärische Herrschaft dort geben wird. Und dass eine Regierungsalternative zur Hamas gefördert wird.«

Es dauerte nicht lang, da forderten die rechtsextremen Mitglieder der regulären israelischen Regierung, Finanzminister Bezalel Smotrich und der Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, Gallants Rücktritt. Obwohl sie nicht zu Netanyahus Sicherheitskabinett gehören und insofern politisch nichts mit Israels Krieg gegen die Hamas zu tun haben.

Proteste gegen die israelische Regierung in Tel Aviv, 18. Mai 2024

Proteste gegen die israelische Regierung in Tel Aviv, 18. Mai 2024

Foto: Eyal Warshavsky / IMAGO

Am Samstag folgte mit Benny Gantz ein weiteres Mitglied dieses Kriegskabinetts Gallants Beispiel und drohte seinen Rücktritt an, sollte der Premierminister nicht bis zum 8. Juni einen Plan für die Nachkriegsordnung im Gazastreifen vorlegen.

»Es gibt immer wieder Zwist im Kabinett, und es geht immer hin und her zwischen diesen, man muss ja sagen, irren rechtsextremen Führern da in der Regierung und den eher moderaten. Man hatte schon das Gefühl, dass es jetzt so eine Art Showdown-Moment gibt«, berichtet Thore Schröder, SPIEGEL-Korrespondent in Tel Aviv, im Podcast. »Vielleicht eskaliert es jetzt so weit, dass es wirklich zum Bruch der Koalition kommt und dann auch viele, viele Menschen auf die Straßen gehen. Und dann zumindest mal der Prozess beginnt, dass es hier Wahlen gibt, und somit die Möglichkeit am Horizont erscheint, dass Netanyahu aus dem Amt verschwindet.«

Ändert sich etwas, wenn die Kritik an der israelischen Kriegsführung von innen kommt statt von außen? Wie werden die propalästinensischen Proteste im Ausland in Israel wahrgenommen? Und kann es tatsächlich einen Plan dafür geben, was mit dem Gazastreifen passiert, wenn die Kämpfe irgendwann beendet sind? Darüber spricht SPIEGEL-Korrespondent Thore Schröder in dieser Episode des SPIEGEL-Auslandspodcasts Acht Milliarden.

Diese Folge können Sie gleich hier hören:

Dieses Audio ist derzeit nicht verfügbar.
Podcast Cover
Podcast »Acht Milliarden« abonnieren

Sie können »Acht Milliarden« in allen Podcast-Apps kostenlos hören und abonnieren. Klicken Sie dafür einfach auf den Link zu Ihrer Lieblings-App:

Und abonnieren Sie dann den Podcast, um keine Folge zu verpassen. Wenn Sie lieber eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie dort einfach nach »Acht Milliarden«. Den Link zum RSS-Feed finden Sie hier .

Links zur Sendung

Extern anhören

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.