Durchbruch im Gazakrieg Israelisches Kabinett genehmigt Gaza-Abkommen
Die Regierung von Israels Premier Netanyahu hat dem Gaza-Deal für eine Waffenruhe und für eine Freilassung der Geiseln zugestimmt. Und: 200 US-Soldaten sollen die Waffenruhe absichern. Der Tag in Nahost zum Nachlesen.
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Das Wichtigste im Überblick
- Israel und die Terrororganisation Hamas haben sich auf die Umsetzung der ersten Phase eines Friedensplans geeinigt. Die Vereinbarung ist laut israelischer Seite am Morgen in Ägypten unterzeichnet worden.
- Israels Kabinett hat dem Gaza-Abkommen zugestimmt. Die Waffenruhe soll 72 Stunden nach der Ratifizierung in Kraft treten.
- Sämtliche Geiseln sollen »sehr bald« freikommen, laut Donald Trump am Montag oder Dienstag. Israel geht davon aus, dass von den 48 im Gazastreifen verbliebenen Geiseln nur noch 20 am Leben sind. Die israelische Armee wird sich auf eine vereinbarte Linie zurückziehen.
- Im Gegenzug für eine Waffenruhe und die Freilassung israelischer Geiseln sollen Hunderte palästinensische Häftlinge aus Israels Gefängnissen entlassen werden.
- Die Einigung ist nur ein erster Teil des 20 Punkte umfassenden Friedensplans der US-Regierung. Hier lesen Sie mehr über die weiteren Punkte.
- Die USA drängen die Parteien zur Einigung für die zweite Phase des Friedensplans, in der der langfristige Frieden gesichert werden soll. Darunter zählten die USA auch die Entwaffnung von Terroristen im Gazastreifen.
- US-Präsident Donald Trump wird am Wochenende in Israel erwartet.
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200 US-Soldaten sollen Gaza-Waffenruhe absichern
Die USA wollen die Einhaltung der angestrebten Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas mit eigenen Truppen unterstützen. Die für die Region zuständige Kommandozentrale des US-Militärs (Centcom) werde 200 Soldaten bereitstellen, die allerdings nicht im Gazastreifen eingesetzt würden, erklärten hochrangige US-Regierungsbeamte in einem Telefonat mit Journalisten.
Es gehe darum, ein gemeinsames Kontrollzentrum zu errichten, an dem auch Streitkräfte aus Ägypten, Katar, der Türkei und wahrscheinlich auch der Vereinigten Arabischen Emirate beteiligt sein sollen, hieß es weiter. Das Zentrum solle die verschiedenen Sicherheitskräfte zusammenführen und Einsätze mit der israelischen Armee abstimmen. Wo genau die Soldaten stationiert sein sollen, werde noch ermittelt und später bekanntgegeben.
Es gehe darum, ein gemeinsames Kontrollzentrum zu errichten, an dem auch Streitkräfte aus Ägypten, Katar, der Türkei und wahrscheinlich auch der Vereinigten Arabischen Emirate beteiligt sein sollen, hieß es weiter. Das Zentrum solle die verschiedenen Sicherheitskräfte zusammenführen und Einsätze mit der israelischen Armee abstimmen. Wo genau die Soldaten stationiert sein sollen, werde noch ermittelt und später bekanntgegeben.
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Israelisches Kabinett genehmigt Gaza-Abkommen zur Freilassung der Geiseln
Die israelische Regierung hat den Waffenstillstand und das Geiselabkommen für den Gazastreifen gebilligt. Das teilte das Büro von Premierminister Benjamin Netanyahu in der Nacht auf Freitag mit.
»Die Regierung hat soeben den Rahmen für die Freilassung aller Geiseln – der lebenden und der verstorbenen – gebilligt«, hieß es auf dem englischsprachigen X-Account des israelischen Ministerpräsidenten.
Israel und die islamistische Terrororganisation Hamas hatten sich am Vortag nach tagelangen indirekten Gesprächen in Ägypten auf die Umsetzung der ersten Phase des von US-Präsident Donald Trump vorgelegten Gaza-Plans geeinigt. Vorgesehen ist eine Waffenruhe im Gazastreifen und die Freilassung von Geiseln.
»Die Regierung hat soeben den Rahmen für die Freilassung aller Geiseln – der lebenden und der verstorbenen – gebilligt«, hieß es auf dem englischsprachigen X-Account des israelischen Ministerpräsidenten.
Israel und die islamistische Terrororganisation Hamas hatten sich am Vortag nach tagelangen indirekten Gesprächen in Ägypten auf die Umsetzung der ersten Phase des von US-Präsident Donald Trump vorgelegten Gaza-Plans geeinigt. Vorgesehen ist eine Waffenruhe im Gazastreifen und die Freilassung von Geiseln.
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Trump will am Sonntag anreisen
Donald Trump hat seine Reisepläne konkretisiert: »Wir planen, irgendwann am Sonntag aufzubrechen, und ich freue mich schon darauf«, sagte der US-Präsident über seinen Besuch im Nahen Osten. Wann genau er an welchem Ort sein will, ist aber noch unklar. Er hoffe, vor Ort zu sein, wenn die Geiseln der Hamas am Montag oder Dienstag freikommen, sagte Trump.
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Kabinettssitzung: Gegenstimmen erwartet
Zwei israelische Minister haben bereits angekündigt, gemeinsam mit Parteikollegen gegen die Ratifizierung des Abkommens mit der Hamas stimmen zu wollen: Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir und Finanzminister Bezalel Smotrich. Die beiden gelten als Hardliner in der Regierung von Benjamin Netanyahu. Eine Billigung des Kabinetts ist allerdings auch ohne Ben-Gvir und Smotrich möglich.

Smotrich und Netanyahu im Januar 2024. Foto: Ronen Zvulun / REUTERS
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»Times of Israel«: Ben-Gvir wollte Veto einlegen
Die Sitzung des israelischen Sicherheitskabinetts ist Medienberichten zufolge beendet, nun tagt das Kabinett von Ministerpräsident Netanyahu – mehr als drei Stunden später als ursprünglich geplant. Wie die Zeitung »Times of Israel« berichtet, liegt das an einer Forderung des rechtsextremen Sicherheitsministers Itamar Ben-Gvir.
Dieser habe ein Veto gegen die Freilassung bestimmter palästinensischer Häftlinge einlegen wollen. Zuvor sagte Ben-Gvir, seine Partei Otzma Jehudit werde die Regierung stürzen, wenn die Hamas nicht endgültig zerschlagen werde.
Dieser habe ein Veto gegen die Freilassung bestimmter palästinensischer Häftlinge einlegen wollen. Zuvor sagte Ben-Gvir, seine Partei Otzma Jehudit werde die Regierung stürzen, wenn die Hamas nicht endgültig zerschlagen werde.
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Trump feiert sich, und die Menschen feiern den Frieden
Wir haben die Ereignisse des Tages für Sie im Video zusammengefasst: von amerikanischem Selbstlob hin zu Freudentänzen in Gaza und Tel Aviv.
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Knesset-Beleuchtung für Trump
Das israelische Parlament in Jerusalem ist derzeit in den Farben der US-amerikanischen Flagge – Rot, Weiß und Blau – beleuchtet. Wie die »Times of Israel« berichtet, handelt es sich dabei um eine Aktion zu Ehren von Donald Trump. Einem Sprecher zufolge soll die Beleuchtung bis zum Ende seines Besuchs andauern. Der US-Präsident wird am Wochenende in Jerusalem erwartet, eigenen Angaben zufolge wolle er »recht bald« in Richtung Israel aufbrechen.
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US-Außenminister spricht von »historischem Moment«
Das Abkommen zwischen Israel und der Hamas werde »als historischer Moment in die Geschichte unseres Landes eingehen«, sagte Marco Rubio in der Kabinettssitzung der US-Regierung. Ohne Donald Trump und »einige außergewöhnliche Telefonate und Treffen« wäre »nichts von alldem« möglich gewesen. Trumps Treffen mit Staatschefs aus Nahost am Rande der Uno-Generaldebatte bezeichnete Rubio als Wendepunkt.

Foto: Francis Chung / EPA
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Israels Außenminister sieht dauerhaftes Ende des Kriegs
Nach Aussagen von Außenminister Gideon Sa’ar will Israel nicht zum Krieg in Gaza zurückkehren. »Wir haben keinerlei Absicht, den Krieg wieder aufzunehmen«, sagte er dem US-Sender Fox News. Zugleich betonte er, dass die Hamas entwaffnet werden müsse. Mit Blick auf die geplante Waffenruhe und den Austausch der Geiseln sagte Sa’ar, dass dies seiner Ansicht nach das Ende des Kriegs bedeuten kann und sollte.

Foto: Andrej Cukic / EPA
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Wadephul fordert schnelle humanitäre Hilfe
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat vor den Beratungen in Paris gefordert, dass direkt nach einem Waffenstillstand die Menschen im Gazastreifen in den Fokus gerückt werden müssen. Deutschland sei sofort bereit, humanitäre Hilfe in den Gazastreifen zu bringen, sagte Wadephul. »Es muss jetzt schnell gehandelt werden. Denn allzu viele Menschen, Abertausende, sind dort nach wie vor bedroht und dürsten und brauchen Medikamente und Nahrung.« Die Bundesregierung stehe außerdem bereit, besonders im medizinischen Bereich und der Krankenhausversorgung schnell Beiträge zu liefern.
Der Minister sprach von einem »Tag der Freude und der Erleichterung«, weil man zwei Jahre nach den Gräueltaten der islamistischen Hamas zu einem erfreulichen Zwischenergebnis gekommen sei. Es sei aber auch ein Tag der Freude, »dass die Waffen schweigen und dass die Chancen und Aussicht bestehen, dass die Menschen, die im Gazastreifen so schrecklich gelitten haben, endlich versorgt werden können«. Wadephul war gemeinsam mit seiner britischen Kollegin Yvette Cooper von einer Konferenz zur Annäherung der Westbalkanstaaten an die EU in der nordirischen Hauptstadt Belfast nach Paris geflogen.
Der Minister sprach von einem »Tag der Freude und der Erleichterung«, weil man zwei Jahre nach den Gräueltaten der islamistischen Hamas zu einem erfreulichen Zwischenergebnis gekommen sei. Es sei aber auch ein Tag der Freude, »dass die Waffen schweigen und dass die Chancen und Aussicht bestehen, dass die Menschen, die im Gazastreifen so schrecklich gelitten haben, endlich versorgt werden können«. Wadephul war gemeinsam mit seiner britischen Kollegin Yvette Cooper von einer Konferenz zur Annäherung der Westbalkanstaaten an die EU in der nordirischen Hauptstadt Belfast nach Paris geflogen.

Britische Außenministerin Yvette Cooper, Wadephul. Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa
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Trump: Geiseln kommen »Montag oder Dienstag« frei
Donald Trump bedankt sich in einer Kabinettssitzung bei den Staaten, die die Einigung mit der Hamas möglich gemacht haben: darunter Katar, Ägypten, die Türkei und Indonesien. Der Küstenstreifen werde jetzt »neu gestaltet«. Auch mit Iran werde man zusammenarbeiten, um Frieden sicherzustellen.
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Sitzung des Sicherheitskabinetts läuft
Wie die »New York Times« und die »Times of Israel« berichten, tagt nun das israelische Sicherheitskabinett. Die Sitzung war ursprünglich für 17 Uhr Ortszeit (16 Uhr MESZ) geplant, ein offizieller Grund für die Verzögerung wurde nicht genannt. Anschließend kommt die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu zusammen, um das Abkommen zu ratifizieren. Dieses Treffen soll den Berichten zufolge um 20 Uhr Ortszeit beginnen.
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US-Delegation trifft ägyptischen Präsidenten
Nach ihrer Abreise aus Scharm al-Scheich haben der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner sich mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah el-Sisi getroffen. Anschließend reisten sie Medienberichten zufolge weiter nach Israel.
Wie das ägyptische Präsidialamt mitteilte, bedankten sich die US-Amerikaner bei den ägyptischen Behörden für ihre »großen Bemühungen« und betonten die »Freundschaft« zwischen Sisi und Trump. Sisi sagte, dass Ägypten weiterhin bereit sei, eng mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten.
Wie das ägyptische Präsidialamt mitteilte, bedankten sich die US-Amerikaner bei den ägyptischen Behörden für ihre »großen Bemühungen« und betonten die »Freundschaft« zwischen Sisi und Trump. Sisi sagte, dass Ägypten weiterhin bereit sei, eng mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten.

Foto: Egyptian Presidency Media Office / AP
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Hamas will Waffen offenbar nicht ganz abgeben
Laut einem Bericht des saudi-arabischen Senders Al Arabiya will die Hamas ihre Waffen zwar vorübergehend niederlegen, aber nicht endgültig auf sie verzichten. Das sagte der Vorsitzende des ägyptischen Staatsinformationsdiensts SIS, Diaa Raschwan, dem Nachrichtenkanal. Demnach habe die Terrororganisation vorgeschlagen, ihre Waffen für fünf bis zehn Jahre nicht einzusetzen. Während dieser Zeit würden sie sie abgeben, allerdings nicht an eine israelische oder nicht arabische Partei.
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EU-Außenbeauftragte: »Die beste Chance, die wir haben«
Kaja Kallas, die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, blickt zuversichtlich auf die Einigung. »Das ist die beste Chance, die wir haben«, sagte sie im Vorfeld der Beratungen in Paris. Die EU sei »bereit, darüber zu diskutieren, wie sie zum Friedensplan für Gaza beitragen kann«.

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Uno-Generalsekretär: Teams stehen bereit
António Guterres will mit dem Inkrafttreten der Waffenruhe die Versorgung des Gazastreifens mit Wasser und Lebensmitteln aufstocken. Er begrüßt das Abkommen und sieht es als Schritt zur Zweistaatenlösung.
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Leseempfehlung: Trump hat das Unmögliche geschafft. Doch bis zum Frieden ist es noch ein weiter Weg
Geiseln kehren zurück, die Waffen schweigen. Doch in dieser Region lebt jedes Abkommen auf Bewährung. Jetzt braucht es den Mut, diesen Tag nicht als Ausnahme zu sehen – sondern als Anfang. Lesen Sie hier den Kommentar von Richard C. Schneider.

Foto: Jack Guez / AFP
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Israelische Regierung will Palästinenserführer Barghuti nicht gegen Geiseln austauschen
Der inhaftierte Palästinenserführer Marwan Barghuti wird nach Angaben der israelischen Regierung nicht im Zuge der mit der Hamas getroffenen Übereinkunft freigelassen. »Ich kann Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt sagen, dass er nicht Teil dieser Freilassung sein wird«, sagte eine Regierungssprecherin vor Journalisten.
Die Hamas hatte in den Verhandlungen mit Israel eine Freilassung des 66-Jährigen gefordert, der unter Palästinensern hohes Ansehen genießt und in Israel eine lebenslange Haftstrafe verbüßt.
Gemäß der in der Nacht erzielten Einigung sollen nach Angaben aus Hamas-Kreisen in einer ersten Phase der Waffenruhe 20 lebende Geiseln freigelassen werden. Im Gegenzug sollen fast 2000 Palästinenser aus israelischer Haft entlassen werden. 250 von ihnen verbüßen nach Angaben aus Hamas-Kreisen lebenslange Haftstrafen, 1700 wurden seit dem Beginn des Gazakriegs festgenommen.
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Israel gibt Unterzeichnung von Vereinbarung mit Hamas bekannt
Die Vereinbarung zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas zur ersten Phase einer Waffenruhe im Gazastreifen ist nach Angaben der israelischen Regierung offiziell unterzeichnet worden. Die endgültige Version des Abkommens »zur Freilassung aller Geiseln« sei am Donnerstagmorgen »von allen Parteien« in Ägypten unterzeichnet worden, sagte eine Regierungssprecherin. Die Vereinbarung sieht neben der Freilassung israelischer Geiseln auch die Entlassung palästinensischer Häftlinge aus israelischen Gefängnissen, einen Rückzug der israelischen Armee sowie Hilfslieferungen vor.
Das Abkommen muss nun noch vom israelischen Parlament ratifiziert werden. Danach soll die Waffenruhe umgesetzt werden.
Das Abkommen muss nun noch vom israelischen Parlament ratifiziert werden. Danach soll die Waffenruhe umgesetzt werden.
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Versorgung mit Hilfsgütern: »Die ersten Tage nach dem Waffenstillstand sind kritisch«
Beim Welternährungsprogramm (WFP) bereiten sich die Helfer darauf vor, mit Beginn der Waffenruhe große Mengen in den Gazastreifen bringen zu können, um die Bevölkerung zu versorgen. »60.000 Tonnen Nahrungsmittel stehen sofort bereit«, sagt Samer Abdeljaber, der Nahost-Regionaldirektor der Organisation, dem SPIEGEL. Weitere rund 100.000 Tonnen seien in der Region verfügbar. Das WFP sei in der Lage, die gesamte Bevölkerung mehrere Monate lang mit Nahrung zu versorgen.
Ab März hatte Israel fast drei Monate lang keine Nahrung nach Gaza hereingelassen; die seither zugelassene Menge an Hilfsgütern reicht bei Weitem nicht aus. Die international anerkannte IPC-Initiative rief im August eine Hungernot für den Norden des Kriegsgebiets aus. Viele Menschen sind mangelernährt.

Foto: Khames Alrefi / IMAGO
»Nun muss sichergestellt werden, dass alle Seiten sich dafür einsetzen, dass die Nahrungsmittel tatsächlich nach Gaza gelangen und verteilt werden können«, mahnt Abdeljaber. Vor allem Israel müsse Lieferungen zügig im israelischen Hafen Aschdod und an den Übergängen nach Gaza bearbeiten und die nötigen Genehmigungen erteilen, damit diese Waren im Kriegsgebiet abgeholt und verteilt werden können. »Das läuft bisher leider nicht immer reibungslos.«
Bereits in den vergangenen Tagen ist es laut dem WFP-Vertreter gelungen, neun Bäckereien im Gazastreifen wieder in Betrieb zu nehmen. Auch Gemeinschaftsküchen sollen jetzt versorgt werden, damit diese mehr Mahlzeiten zubereiten können – viele Menschen in Gaza leben in Zelten und haben keine Möglichkeit zu kochen. Zudem sollen viele Verteilstellen für die Lebensmittelausgabe eingerichtet werden.
»Die ersten Tage nach dem Waffenstillstand sind kritisch«, sagt Abdeljaber. »Aber sobald die Menschen Vertrauen fassen, dass die Hilfe ausreichend und kontinuierlich zu ihnen gelangt, können wir Nahrungsmittel auch wieder normal verteilen.« In den vergangenen Monaten wurden die meisten Lastwagen mit Hilfsgütern von verzweifelten Menschen geplündert.
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Trump für Kurzbesuch in Israel erwartet
US-Präsident Donald Trump wird aller Voraussicht nach am Wochenende nach Israel reisen. Ob er am Samstag oder am Sonntag nach Israel reisen wird, darüber wird in den Medien noch spekuliert. Der TV-Sender Kan berichtet, dass Trump am Sonntagnachmittag in Israel landen und am späten Abend wieder abfliegen soll. Während seines Aufenthalts soll er demnach in der Knesset sprechen.
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Türkei will sich an der Rekonstruktion des Gazastreifens beteiligen
Die Türkei beabsichtigt, sich an der Überwachung der Waffenruhe im Gazastreifen zu beteiligen. Dies teilte Präsident Recep Tayyip Erdoğan mit. Die Türkei werde auch zum Wiederaufbau des Gazastreifens beitragen, fügt er hinzu.
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SPIEGEL-Reporterin Alexandra Berlin berichtet live aus Tel Aviv: Die Menschen feiern den Friedensplan auf dem Geiselplatz im Zentrum der Stadt.
Video: Alexandra Berlin / DER SPIEGEL
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Mit Material der Agenturen




