live •+++ Krieg in Nahost +++ Trump will binnen zwei Wochen über US-Kriegseintritt entscheiden
Noch sieht Donald Trump eine »beträchtliche Chance« für Verhandlungen: Der US-Präsident will innerhalb von zwei Wochen entscheiden, ob sich die USA an Israels Krieg gegen Iran beteiligen. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Mit
Anna-Lena Abbott,
Alexandra Berlin,
Birte Bredow,
Björn Hengst,
Leopold Pelizaeus,
Maximilian Popp,
Florian Pütz,
Evelin Ruhnow,
Julius Schien,
Roger Schneider,
Anastasia Trenkler und
Jean-Pierre Ziegler (Bildredaktion)
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Wichtige Updates
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Das Wichtigste in Kürze:
- Die Angriffe aus Iran und Israel gehen weiter. Dabei wurde offenbar das Soroka-Krankenhaus in Beer Scheva, Israel, getroffen. Es ist eines der größten im Land.
- Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat Irans geistlichem Führer Ajatollah Ali Khamenei erstmals direkt mit dem Tod gedroht.
- Israel hat iranischen Angaben zufolge ein Gebiet in der Nähe des Schwerwasser-Forschungsreaktors in Khondab angegriffen. Dieser ist Teil des iranischen Atomprogramms. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat den Angriff inzwischen bestätigt.
- US-Präsident Donald Trump hat verlauten lassen, innerhalb von zwei Wochen über einen möglichen Einsatz in Iran entscheiden zu wollen. Laut einem Bericht hat er die Angriffspläne bereits genehmigt.
- Ein zweiter Flug mit Israel-Rückkehrern ist in Deutschland gelandet.
- Benjamin Netanyahu will einen Sturz des iranischen Regimes nicht als Ziel ausgeben, sagt aber: »Es könnte aber ein Ergebnis sein«.
- Bundeskanzler Friedrich Merz hat indes mit dem israelischen Premierminister telefoniert und auf eine diplomatische Lösung gepocht.
Hintergrund zum Konflikt:
In der Nacht zu Freitag hat Israel einen groß angelegten Luftangriff auf Iran gestartet, die Operation »Rising Lion«. Ziel waren offenbar rund hundert Militäreinrichtungen und Atomanlagen sowie Anführer der iranischen Militärelite und Atomwissenschaftler. Iran wertet den Angriff als Kriegserklärung.
Lesen Sie hier mehr dazu:
- So lief Operation »Rising Lion« ab: Ein Überblick in Karten, Videoaufnahmen und Grafiken
- Drohnen, Jets, Bunkerbrecher: Wie ging Israels Militär vor?
- Was fehlt Iran noch zur Fertigung von Atomwaffen? Irans Weg zur Bombe
- Doppelagenten, Drohnenschmuggel, Fallen: So konnte Israel Irans Machtapparat unterwandern
- Iran-Experte Raz Zimmt: »Bei einem Kriegseintritt der USA hätte das Regime ganz schlechte Karten«
- USA beordern Streitkräfte in die Region: Trumps Armada im Nahen Osten
- Verzweiflung und Wut nach Israels Angriff: Protokolle von Iranerinnen und Iranern
- Irans Schlagkraft: Wie gefährlich sind Irans Raketen noch für Israel?
- SPIEGEL-Gespräch mit Ex-US-Sicherheitsberater John Bolton: »Für Trump geht es jetzt darum, das Gesicht zu wahren«
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Roger Schneider
Newsdesk

Granate auf Botschafter-Residenz in Tel Aviv geworfen
An der Residenz des norwegischen Botschafters in Tel Aviv hat es eine Explosion gegeben. Der israelische Außenminister, Gideon Sa’ar, schrieb auf der Plattform X, dass eine Granate auf das Grundstück geworfen wurde und verurteilte das »ernste und gefährliche Verbrechen«. Zunächst bestätigte das norwegische Außenministerium, dass es eine Explosion gegeben hatte, ohne Angaben zur Ursache zu machen. »Wir waren heute Abend in Kontakt mit der Botschaft. Kein Botschaftsangehöriger wurde bei dem Vorfall verletzt«, hieß es. Laut Polizeiangaben ist lediglich ein leichter Sachschaden entstanden.
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Evelin Ruhnow
Nachrichtenressort
Nach »Drecksarbeit«-Kommentar: Israels Präsident nennt Merz »großartigen Anführer«
Am Rande des G7-Gipfels ließ Bundeskanzler Friedrich Merz mit einer kontroversen Aussage aufhorchen: Israel mache in Iran die »Drecksarbeit«, sagte er – und erntete damit hierzulande neben Zuspruch auch reichlich Kritik.
Israels Präsident Isaac Herzog hat Merz nun für »seine moralische Klarheit und seine klare Stimme« gelobt, »denn er sagt die Wahrheit«, sagte er der »Bild«-Zeitung laut einem Vorabbericht. »Wir verteidigen Europa, wir verteidigen die Vereinigten Staaten.« Der Bundeskanzler sei »ein großartiger Anführer«, so der israelische Präsident.
Was hinter dem »Drecksarbeit«-Spruch von Friedrich Merz steckt, lesen Sie hier.
Israels Präsident Isaac Herzog hat Merz nun für »seine moralische Klarheit und seine klare Stimme« gelobt, »denn er sagt die Wahrheit«, sagte er der »Bild«-Zeitung laut einem Vorabbericht. »Wir verteidigen Europa, wir verteidigen die Vereinigten Staaten.« Der Bundeskanzler sei »ein großartiger Anführer«, so der israelische Präsident.
Was hinter dem »Drecksarbeit«-Spruch von Friedrich Merz steckt, lesen Sie hier.

Bundeskanzler Friedrich Merz. Foto: Odd Andersen / AFP
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Evelin Ruhnow
Nachrichtenressort
Internationale Atomenergiebehörde behält israelische Angriffe auf Irans Atomanlagen im Blick
Israels Premierminister Benjamin Netanyahu zufolge ist ein Hauptziel der Angriffe auf Iran die Zerstörung des iranischen Atomprogramms. Aufgrund der andauernden Attacken hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) angekündigt, die Situation bezüglich der israelischen Angriffe auf iranische Atomanlagen weiterhin genau beobachten und bewerten zu wollen.
Israel hatte zuvor ein Gebiet in der Nähe des Schwerwasser-Forschungsreaktors in Khondab angegriffen. Informationen der Uno-Atomaufsichtsbehörde zufolge sei dabei auch der Forschungsreaktor getroffen worden. Radiologische Auswirkungen wurden demnach nicht verzeichnet.
Israel hatte zuvor ein Gebiet in der Nähe des Schwerwasser-Forschungsreaktors in Khondab angegriffen. Informationen der Uno-Atomaufsichtsbehörde zufolge sei dabei auch der Forschungsreaktor getroffen worden. Radiologische Auswirkungen wurden demnach nicht verzeichnet.
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Evelin Ruhnow
Nachrichtenressort
Leseempfehlung: Macrons Traum vom Weltpolitiker scheitert an Israels Kriegen
Diplomatie und Völkerrecht statt Recht des Stärkeren: Mit diesen Prinzipien wollte Frankreichs Präsident glänzen. Stattdessen offenbart Israels Vorgehen in Gaza und Iran die Ohnmacht von Emmanuel Macron – und die von ganz Europa. Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

Präsidenten Macron und Trump im Februar in Washington. Foto: Ludovic Marin / EPA
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Evelin Ruhnow
Nachrichtenressort
Israel will Hälfte der iranischen Raketenabschussrampen getroffen haben
Laut Premierminister Benjamin Netanyahu hat das israelische Militär etwa die Hälfte aller iranischen Raketenabschussrampen getroffen. Es sei nicht so wichtig, über wie viele Raketen Iran verfüge, sondern wie viele Abschussrampen das Land habe, sagte der Regierungschef dem israelischen TV-Sender Kan. »Ich glaube, wir haben bereits die Hälfte der Raketenabschussrampen, die sie haben, erreicht«, so Netanyahu. Unabhängig überprüfen ließ sich diese Aussage zunächst nicht.
Vor fast einer Woche hatte Israel Iran angegriffen. Erklärtes Kriegsziel Israels ist es, die Islamische Republik an der Entwicklung von Atomwaffen und Raketen zu hindern. Die beiden Staaten überziehen sich seit Tagen mit heftigen Angriffen. Auf beiden Seiten gibt es seit Kriegsbeginn Tote und Verletzte.
Vor fast einer Woche hatte Israel Iran angegriffen. Erklärtes Kriegsziel Israels ist es, die Islamische Republik an der Entwicklung von Atomwaffen und Raketen zu hindern. Die beiden Staaten überziehen sich seit Tagen mit heftigen Angriffen. Auf beiden Seiten gibt es seit Kriegsbeginn Tote und Verletzte.
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Evelin Ruhnow
Nachrichtenressort
Neue israelische Angriffe in Teheran
Israels Luftwaffe greift erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran an. Wie Irans staatliche Medien berichteten, wurde die Luftverteidigung aktiviert. In einem Video der Staatsagentur Teheran ist das dumpfe Grollen der Flugabwehr zu hören. Details zu den Zielen wurden zunächst nicht bekannt.
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Trump will innerhalb von zwei Wochen über Iraneinsatz entscheiden
US-Präsident Donald Trump will nach Angaben des Weißen Hauses in den nächsten zwei Wochen eine Entscheidung darüber treffen, ob sich die USA militärisch in den israelisch-iranischen Konflikt einmischen werden.
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, zitierte vor Reportern eine Botschaft Trumps: »Ausgehend von der Tatsache, dass es eine beträchtliche Chance auf Verhandlungen mit Iran gibt, die in naher Zukunft stattfinden können oder auch nicht, werde ich meine Entscheidung, ob ich mich einschalte oder nicht, innerhalb der nächsten zwei Wochen treffen.«
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, zitierte vor Reportern eine Botschaft Trumps: »Ausgehend von der Tatsache, dass es eine beträchtliche Chance auf Verhandlungen mit Iran gibt, die in naher Zukunft stattfinden können oder auch nicht, werde ich meine Entscheidung, ob ich mich einschalte oder nicht, innerhalb der nächsten zwei Wochen treffen.«

US-Präsident Donald Trump. Foto: Tasos Katopodis / Getty Images
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Evelin Ruhnow
Nachrichtenressort
Netanyahu will Regimesturz in Iran nicht als Kriegsziel verstanden wissen
Welche Ziele verfolgt Benjamin Netanyahu in Iran? Das Regime in Teheran steht seit den Angriffen der israelischen Armee massiv unter Druck. Dessen Sturz will Israels Premierminister jedoch nicht als erklärtes Kriegsziel verstanden wissen.
»Die Frage des Regimewechsels oder des Sturzes dieses Regimes ist in erster Linie eine Angelegenheit des iranischen Volkes. Dazu gibt es keine Alternative. Und deshalb habe ich es nicht als Ziel dargestellt«, sagte Netanyahu dem israelischen öffentlich-rechtlichen Sender Kan. Und ergänzte: »Es könnte ein Ergebnis sein, aber es ist kein erklärtes oder formelles Ziel, das wir haben.«
Israel sei bei seiner Operation gegen Iran zudem »dem Zeitplan voraus« – auch was die Ergebnisse betreffe, so Netanyahu weiter. Es ist bereits der siebte Tag der gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und Iran.
»Die Frage des Regimewechsels oder des Sturzes dieses Regimes ist in erster Linie eine Angelegenheit des iranischen Volkes. Dazu gibt es keine Alternative. Und deshalb habe ich es nicht als Ziel dargestellt«, sagte Netanyahu dem israelischen öffentlich-rechtlichen Sender Kan. Und ergänzte: »Es könnte ein Ergebnis sein, aber es ist kein erklärtes oder formelles Ziel, das wir haben.«
Israel sei bei seiner Operation gegen Iran zudem »dem Zeitplan voraus« – auch was die Ergebnisse betreffe, so Netanyahu weiter. Es ist bereits der siebte Tag der gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und Iran.

Israels Premierminister Benjamin Netanyahu vor dem Soroka Krankenhaus. Foto: Marc Israel Sellem / Reuters
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Boot erleidet Maschinenschaden – Marine rettet Israelis vor Küste des Libanon
Beim Versuch, ihr vom Flugverkehr abgeschnittenes Heimatland mit dem Boot zu erreichen, sind 16 Israelis vor der libanesischen Küste in Seenot geraten. Wie unter anderem »The Times of Israel« unter Berufung auf das Verkehrsministerium berichtete, erlitt das Schiff, das von Zypern aufgebrochen war, etwa 25 Seemeilen vor Sidon einen Maschinenschaden.
Die 16 Passagiere und zwei zyprische Besatzungsmitglieder wurden mithilfe der israelischen Marine gerettet. Wegen des Krieges mit Iran ruht der Flugverkehr von und nach Israel.
Die 16 Passagiere und zwei zyprische Besatzungsmitglieder wurden mithilfe der israelischen Marine gerettet. Wegen des Krieges mit Iran ruht der Flugverkehr von und nach Israel.
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Evelin Ruhnow
Nachrichtenressort
Tucker Carlson vs. Ted Cruz: »Sie wissen nichts über Iran!« »Nein, Sie wissen nichts!«
Donald Trumps Anhänger debattieren darüber, ob die USA sich an Angriffen auf Iran beteiligen sollen. Fernsehmoderator Tucker Carlson und Senator Ted Cruz lieferten sich dazu nun ein absurdes Schreiduell. Das ganze Video sehen Sie hier.
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Evelin Ruhnow
Nachrichtenressort
Zum Botschafterausflug nimmt Steinmeier den iranischen Vertreter nicht mit
Bundespräsident Steinmeier unternimmt kommende Woche seinen alljährlichen Ausflug mit dem diplomatischen Korps, allerdings ohne den Vertreter Irans. Auch andere Botschafter sind nicht eingeladen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Steinmeier mit Botschaftern in Brandenburg 2024. Foto: Bernd von Jutrczenka / picture alliance / dpa
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Evelin Ruhnow
Nachrichtenressort
Auswärtiges Amt ruft Familien deutscher Diplomaten zur Ausreise auf
Der Krieg zwischen Israel und Iran hält an, das Auswärtige Amt will nun weitere Maßnahmen zum Schutze deutscher Staatsbürger und deren Verwandten ergreifen: Es hat die Familien der Entsandten an deutschen Auslandsvertretungen zur Ausreise aufgerufen. »Mit Blick auf die Sicherheit unserer Auslandsvertretungen hat das Auswärtige Amt weitere notwendige Maßnahmen ergriffen. Dazu zählt u. a. die Ausreise aller Familienangehörigen«, teilte das Ministerium in Berlin mit. Details würden aus Sicherheitsgründen nicht mitgeteilt.
Wie es mit dem deutschen Botschaftspersonal in Israel und anderen Ländern der Region weitergeht, wurde offen gelassen. Außenminister Johann Wadephul (CDU) hatte vergangene Woche gesagt: »Wir werden natürlich Sicherheit walten lassen, aber wir müssen auch konsularische Grundfähigkeiten in den Botschaften aufrechterhalten.«
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Laschet dämpft Erwartungen an Außenministertreffen in Genf
Am Freitag wollen sich die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens mit einem iranischen Chefdiplomaten in Genf treffen. CDU-Außenpolitiker Armin Laschet geht offenbar nicht davon aus, dass die Zusammenkunft durchschlagende Erfolge haben wird. »Entscheidend sind aus meiner Sicht die Amerikaner. Weniger die europäischen Außenminister«, sagte er dem Sender Welt TV. »Es liegt jetzt viel in Washington.«
Außenminister Johann Wadephul (CDU), sein französischer Kollege Jean-Noël Barrot und der britische Außenminister David Lammy planen ein Treffen mit dem iranischen Chefdiplomaten Abbas Araghchi. An dem Gespräch soll auch die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas teilnehmen.
Grundsätzlich hält Laschet diese Begegnung nach eigenen Worten dennoch für sinnvoll: »Es kann schon auch eine Strategie sein, dem Iran aus allen möglichen Ecken klarzumachen: ›Du stehst hier ziemlich allein mit deiner Position!‹«
Außenminister Johann Wadephul (CDU), sein französischer Kollege Jean-Noël Barrot und der britische Außenminister David Lammy planen ein Treffen mit dem iranischen Chefdiplomaten Abbas Araghchi. An dem Gespräch soll auch die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas teilnehmen.
Grundsätzlich hält Laschet diese Begegnung nach eigenen Worten dennoch für sinnvoll: »Es kann schon auch eine Strategie sein, dem Iran aus allen möglichen Ecken klarzumachen: ›Du stehst hier ziemlich allein mit deiner Position!‹«
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Evelin Ruhnow
Nachrichtenressort
Leseempfehlung: Aus Angst schlafen sie jetzt in der Schule
Ein Schutzraum kann in Israel Leben retten, doch nicht alle Orte sind gleich gut ausgestattet. In einer arabisch-israelischen Stadt, in der es kaum Bunker gibt, fühlen sich die Menschen benachteiligt – und haben einen Verdacht. Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

Zerstörtes Wohnhaus in Tamra. Foto: Jonas Opperskalski / DER SPIEGEL
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Merz telefoniert mit Netanyahu
Bundeskanzler Friedrich Merz hat Berichten der Nachrichtenagenturen dpa und Reuters zufolge mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu telefoniert. Dabei mahnte er laut dpa nach Angaben aus seinem Umfeld eine diplomatische Lösung im Konflikt mit Iran an. Auch Reuters zufolge warb der CDU-Politiker für ein maßvolles und kontrolliertes Vorgehen in Iran, wie Regierungssprecher Stefan Kornelius demnach mitteilte.
Das Gespräch am späten Mittwochabend habe etwa 20 Minuten gedauert, hieß es laut dpa aus Regierungskreisen. Merz habe Verständnis für die Bedrohungslage Israels geäußert und darauf gepocht, dass das iranische Atomprogramm eingestellt und der Konflikt unter Kontrolle gebracht werden müsse.
Auch in einem Telefonat von Merz mit dem Emir von Katar hätten beide betont, dass es Raum für diplomatische Bemühungen geben müsse, teilte Kornelius mit. Der Kanzler habe Scheich Tamim bin Hamad Al Thani über das für Freitag geplante Treffen der Außenminister von Deutschland, Frankreich und Großbritannien mit dem iranischen Außenminister in Genf informiert.
Erst am vergangenen Wochenende hatte Außenminister Johann Wadephul (CDU) auf seiner Reise durch die Golfregion auch Station in Katar gemacht und dabei den Premier- und Außenminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani getroffen.
Das Gespräch am späten Mittwochabend habe etwa 20 Minuten gedauert, hieß es laut dpa aus Regierungskreisen. Merz habe Verständnis für die Bedrohungslage Israels geäußert und darauf gepocht, dass das iranische Atomprogramm eingestellt und der Konflikt unter Kontrolle gebracht werden müsse.
Auch in einem Telefonat von Merz mit dem Emir von Katar hätten beide betont, dass es Raum für diplomatische Bemühungen geben müsse, teilte Kornelius mit. Der Kanzler habe Scheich Tamim bin Hamad Al Thani über das für Freitag geplante Treffen der Außenminister von Deutschland, Frankreich und Großbritannien mit dem iranischen Außenminister in Genf informiert.
Erst am vergangenen Wochenende hatte Außenminister Johann Wadephul (CDU) auf seiner Reise durch die Golfregion auch Station in Katar gemacht und dabei den Premier- und Außenminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani getroffen.

Foto: IMAGO/dts Nachrichtenagentur
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Zweiter Flug mit Israel-Rückkehrern gelandet
Das Auswärtige Amt hat erneut etliche Deutsche außer Landes gebracht, die in Israel festsaßen. 174 Personen wurden mit der Maschine ausgeflogen, die aus Amman in Jordanien startete, wie es aus dem AA heißt. Bereits am Mittwoch sind 171 Personen auf diesem Wege nach Deutschland gekommen. Das Ministerium plant einen weiteren Sonderflug für das Wochenende.
Der Luftraum über Israel ist gesperrt, deswegen gestaltet sich die Ausreise schwierig. Die Anreise zum Flughafen Amman mussten die Reisenden selbst organisieren, Mitarbeiter der Botschaften unterstützten an der Grenze und am Flughafen Amman.
Iran zu verlassen, ist ebenfalls kompliziert, die Grenzen zu Armenien, der Türkei und Aserbaidschan aber sind geöffnet. Auch hier helfen, wie es aus dem Außenamt heißt, Kräfte aus den deutschen Botschaften vor Ort.
Der Luftraum über Israel ist gesperrt, deswegen gestaltet sich die Ausreise schwierig. Die Anreise zum Flughafen Amman mussten die Reisenden selbst organisieren, Mitarbeiter der Botschaften unterstützten an der Grenze und am Flughafen Amman.
Iran zu verlassen, ist ebenfalls kompliziert, die Grenzen zu Armenien, der Türkei und Aserbaidschan aber sind geöffnet. Auch hier helfen, wie es aus dem Außenamt heißt, Kräfte aus den deutschen Botschaften vor Ort.
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Israelische Armee beschuldigt Iran des Einsatzes von Streumunition
Nach Angaben des israelischen Militärs soll Iran mindestens eine ballistische Rakete mit einem Sprengkopf mit Streumunition auf Zentralisrael abgefeuert haben. Darüber berichten die israelischen Medien »Haaretz« und »The Times of Israel«.
Demnach soll der Sprengkopf während des Sinkflugs in etwa sieben Kilometer Höhe zerbrochen sein und rund 20 kleinere Sprengkörper verstreut haben. Einer davon traf am Morgen offenbar ein Wohnhaus in der Stadt Azor. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
Demnach soll der Sprengkopf während des Sinkflugs in etwa sieben Kilometer Höhe zerbrochen sein und rund 20 kleinere Sprengkörper verstreut haben. Einer davon traf am Morgen offenbar ein Wohnhaus in der Stadt Azor. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
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Israelischer Ex-Minister Galant hofft auf militärische Unterstützung aus den USA
Der ehemalige israelische Verteidigungsminister Joav Galant hofft im Krieg gegen Iran auf militärische Unterstützung aus den USA. Nur die US-Luftwaffe habe die Kapazitäten, die unterirdische iranische Atomanlage Fordo zu zerstören, schrieb Galant in einem gemeinsamen Editorial mit dem US-Historiker Niall Ferguson in »The Free Press«.
»Jetzt können die Vereinigten Staaten mit einem einzigen Einsatz ihrer unübertroffenen militärischen Stärke den Krieg verkürzen, eine weitere Eskalation verhindern und die größte Bedrohung für die Stabilität im Nahen Osten beenden.«
Dies sende auch das Signal an andere autoritäre Staaten, die Iran unterstützten, »dass die amerikanische Abschreckung zurückgekehrt ist«, hieß es in dem Editorial weiter. Mit der Zerstörung der Anlage würde US-Präsident Donald Trump ein neues Gleichgewicht im Nahen Osten schaffen und die amerikanische Führungsrolle wiederherstellen, hieß es in dem Text.
»Jetzt können die Vereinigten Staaten mit einem einzigen Einsatz ihrer unübertroffenen militärischen Stärke den Krieg verkürzen, eine weitere Eskalation verhindern und die größte Bedrohung für die Stabilität im Nahen Osten beenden.«
Dies sende auch das Signal an andere autoritäre Staaten, die Iran unterstützten, »dass die amerikanische Abschreckung zurückgekehrt ist«, hieß es in dem Editorial weiter. Mit der Zerstörung der Anlage würde US-Präsident Donald Trump ein neues Gleichgewicht im Nahen Osten schaffen und die amerikanische Führungsrolle wiederherstellen, hieß es in dem Text.

Ex-Verteidigungsminister Joav Galant. Foto: Gil Cohen-Magen / REUTERS
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SPIEGEL-Spitzengespräch: Wie weit darf Israel gehen, um seine Sicherheit zu verteidigen?
Der Historiker Michael Wolffsohn und die Nahostexpertin Kristin Helberg streiten beim SPIEGEL-Spitzengespräch über legitime Kriegsziele, iranische Atombomben und das Leid der Menschen in Gaza. Sehen Sie hier die Diskussion im Video.
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Zivilisten in Iran: »Ich bin vor Stress und Angst nachts immer wach«
Der Krieg zwischen Israel und Iran dauert bald eine Woche. Gerade in Iran wird die Verzweiflung unter Zivilisten immer größer. Anders als in Israel gibt es dort keine Bunker, in denen sich die Menschen vor Angriffen schützen können. Hunderttausende sind bereits aus Großstädten wie Teheran geflohen. Aber nicht alle können das.
Hier die Sprachnachricht einer Frau aus Teheran: »Ich bin vor Stress und Angst nachts immer wach, weil seit mehreren Nächten ständig Raketen abgefeuert werden. Die Flugabwehr schießt sie ab, aber manche könnten durchkommen, und das verursacht enormen Stress. Wir haben alle wichtigen Sachen an einem sicheren Ort verstaut, damit wir, falls etwas passiert, schnell aus dem Haus fliehen können. Wir müssen ständig in Alarmbereitschaft sein.«
Hier die Sprachnachricht einer Frau aus Teheran: »Ich bin vor Stress und Angst nachts immer wach, weil seit mehreren Nächten ständig Raketen abgefeuert werden. Die Flugabwehr schießt sie ab, aber manche könnten durchkommen, und das verursacht enormen Stress. Wir haben alle wichtigen Sachen an einem sicheren Ort verstaut, damit wir, falls etwas passiert, schnell aus dem Haus fliehen können. Wir müssen ständig in Alarmbereitschaft sein.«
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Leseempfehlung: »Das Fehlen einer klaren Strategie ist ein großes Problem – in Gaza wie in Iran«
Ehud Barak wollte einst selbst Iran angreifen. Jetzt schaut Israels Ex-Premier skeptisch auf den Krieg: Das Teheraner Regime habe Teile des Atomprogramms längst versteckt, sagt er. Und: Netanyahu versuche, alte Fehler auszubügeln. Lesen Sie hier das ganze Interview.

Blick auf die iranische Hauptstadt im Krieg. Foto: Getty Images
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Putin und Xi pochen auf diplomatische Lösung des Konflikts
Die Staatschefs von Russland und China haben nach einem Telefonat eine Deeskalation des Konflikts zwischen Israel und Iran angemahnt. Der Kreml teilte mit, Wladimir Putin und Xi Jinping seien sich einig gewesen, dass sich die gegenwärtige Situation nicht militärisch lösen lasse, sondern nur mit politischen und diplomatischen Mitteln. Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete, Xi habe erklärt, »große Länder« mit »besonderem Einfluss« in der Region sollten verstärkt diplomatische Bemühungen unternehmen, um die Lage zu beruhigen. Gemeint sind damit wohl die Vereinigten Staaten.
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Kreml warnt die Vereinigten Staaten
Russland hat die USA vor einem militärischen Eingreifen in den Krieg zwischen Israel und Iran gewarnt. Eine solche Einmischung könne die »Eskalationsspirale« weiterdrehen und den Konflikt geografisch ausweiten, sagte Kremlsprecher Dmitrij Peskow.
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Irans Außenminister bestätigt Treffen mit Amtskollegen in Genf
Abbas Araghchi hat offiziellen Angaben zufolge seine Teilnahme an einem Treffen mit seinen Amtskollegen bestätigt. Irans Außenminister werde am Freitag nach Genf reisen, zitieren ihn iranische Staatsmedien. Das Treffen mit den Außenministern Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs finde auf Wunsch der drei europäischen Länder statt. Daran teilnehmen werde auch die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU), sein französischer Kollege Jean-Noël Barrot und der britische Außenminister David Lammy hatten am Montag mit Araghchi telefoniert und dabei ihre Besorgnis über die »anhaltende Eskalation von Spannungen« in der Region ausgedrückt. Sie kündigten an, sich weiter um eine Verhandlungslösung für das iranische Atomprogramm zu bemühen. Deutschland, Frankreich und Großbritannien bilden im Rahmen der Atomverhandlungen mit Iran die sogenannte E3-Gruppe.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU), sein französischer Kollege Jean-Noël Barrot und der britische Außenminister David Lammy hatten am Montag mit Araghchi telefoniert und dabei ihre Besorgnis über die »anhaltende Eskalation von Spannungen« in der Region ausgedrückt. Sie kündigten an, sich weiter um eine Verhandlungslösung für das iranische Atomprogramm zu bemühen. Deutschland, Frankreich und Großbritannien bilden im Rahmen der Atomverhandlungen mit Iran die sogenannte E3-Gruppe.
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mit Material der Agenturen


