Eskalation in Nahost am 13.6. Israels Armee meldet erneuten Raketenbeschuss durch Iran
In mehreren Gebieten Israels heulen Warnsirenen. Das Land wird nach Angaben des Militärs erneut von Iran mit Raketen angegriffen. Und: Iran meldet Zerstörungen an Atomanlage Natans. Das waren die Entwicklungen am 13.6.
Mit
Henrik Bahlmann,
Jonas Breng,
Janita Hämäläinen,
Hannah Helene Häseker,
Niklas Hausser,
Christina Hebel,
Björn Hengst,
Paul-Anton Krüger,
Leopold Pelizaeus,
Maximilian Popp,
Florian Pütz,
Anna-Sophie Schneider,
Thore Schröder,
Benjamin Schulz,
Kim Staudt,
Janko Tietz,
Anastasia Trenkler,
Severin Weiland und
Swantje Wehr (Bildredaktion)
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unsere Berichterstattung wird in einem anderen Artikel fortgeführt. Klicken Sie hier für alles Aktuelle rund um Israels Angriff auf Iran und dessen Folgen.
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Iranischer Luftraum bleibt bis Samstag geschlossen
Der iranische Luftraum bleibt wegen des israelischen Großangriffs vorerst geschlossen. Die Luftfahrtbehörde habe verkündet, dass die Maßnahme bis Samstag gelte, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna am späten Freitagabend. Der Iran hatte seinen Luftraum nach dem Beginn der israelischen Angriffe am früheren Morgen gesperrt.
In der Nacht zum Samstag gab es in der iranischen Hauptstadt Teheran weitere Explosionen. Wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete, war der Himmel über Teheran rot erleuchtet. Die Nachrichtenagentur Irna berichtete, dass die Luftabwehrsysteme über Teheran wieder aktiviert worden seien, um israelische Luftangriffe abzuwehren.

Feuerwehrleute in Teheran sind nach einem israelischen Angriff im Einsatz. Vahid Salemi /AP
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Starmer äußert sich bei Telefonat mit Trump besorgt über iranische Atomprogramme
Der britische Premierminister Keir Starmer und US-Präsident Donald Trump haben nach Angaben aus London in einem Telefonat den andauernden Konflikt zwischen Israel und Iran erörtert. Die beiden Politiker seien sich dabei über »die Bedeutung der Diplomatie und des Dialogs« einig gewesen, teilte die Downing Street am Freitag mit. Starmer habe zudem »die große Besorgnis des Vereinigten Königreichs über die iranischen Atomprogramme« bekräftigt.
Trump und Starmer wollen ihre Gespräche demnach kommende Woche beim Treffen der G7-Staaten in Kanada fortsetzen.

Britischer Premier Keir Starmer. EPA / Andy Rain
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Iran meldet Zerstörung von wichtigem Teil seiner Atomanlange in Natans
Ein wichtiger oberirdischer Teil der iranischen Urananreicherungsanlage in Natans ist offenbar bei israelischen Luftangriffen zerstört worden. Dies habe Teheran der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mitgeteilt, sagte deren Chef Rafael Grossi am Freitag (Ortszeit) vor dem Uno-Sicherheitsrat in New York. Der iranischen Mitteilung an die IAEA zufolge wurde in Natans in der zentraliranischen Provinz Isfahan »der oberirdische Teil der Pilot-Brennstoffanreicherungsanlage zerstört, in
Iran bis zu 60 Prozent angereichertes Uran (U-235) herstellte«.
Iran bis zu 60 Prozent angereichertes Uran (U-235) herstellte«.
Die Anreicherung von Uran ist seit Jahren der zentrale Streitpunkt im Atomkonflikt mit Iran. Angereichertes Uran kann zivil, aber auch zum Bau von Atombomben genutzt werden.

Iranische Atomanlage Natans (Archivbild). epa / Abedin Taherkenareh
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Neue Angriffe Irans auf Israel
Israel wird nach Angaben des Militärs in der Nacht erneut von Iran aus mit Raketen beschossen. Die Luftwaffe sei im Einsatz, um die Raketen abzufangen und gegebenenfalls anzugreifen, um die Bedrohung zu beseitigen, teilte die Armee auf Telegram mit. In mehreren Gebieten des jüdischen Staates heulten erneut die Warnsirenen. Zuvor hatte es bereits zwei weitere Angriffswellen des Iran gegeben. Laut örtlichen Medien wurden mindestens 63 Menschen in Israel verletzt.
Das iranische Staatsfernehen meldete eine »erneute Welle von Raketenangriffen« auf Israel, die aus Teheran und der westiranischen Stadt Kermanschah gestartet seien.
Das iranische Staatsfernehen meldete eine »erneute Welle von Raketenangriffen« auf Israel, die aus Teheran und der westiranischen Stadt Kermanschah gestartet seien.

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Hintergrund: Nahostexperte über jahrzehntelange Feindschaft zwischen Iran und Israel
Geht es nach dem Nahostexperten Guido Steinberg, dann ist »Irans Interesse an einer Atombombe jetzt größer denn je«. Im Interview spricht er über die Feindschaft zwischen Israel und Iran – und erklärt, warum die Angriffe seiner Meinung nach eine diplomatische Lösung endgültig zunichtemachen.

oto: Morteza Nikoubazl / NurPhoto / Getty Images
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Israel gibt vorsichtig Entwarnung
Trotz einer erwarteten weiteren Welle iranischer Raketenangriffe können die Menschen in Israel ihre Bunker und Schutzräume vorerst wieder verlassen. Sie sollten aber bis auf Weiteres in der Nähe der Schutzräume bleiben, teilte der israelische Heimatschutz mit.

Rettungskräfte sind nach dem iranischen Gegenangriff auf Israel in Ramat Gan im Einsatz. Foto: Itai Ron/Reuters
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Israel greift Iran an – der Überblick
In der Nacht hat Israel einen groß angelegten Luftangriff auf Iran gestartet. Ziel waren laut israelischen Angaben Militäreinrichtungen und Atomanlagen. Irans Außenminister Abbas Araghchi erklärte, man werte den Angriff als Kriegserklärung Israels.
Berichten zufolge sind dabei mindestens drei iranische Offiziere sowie mehrere iranische Nuklearwissenschaftler getötet worden. Eine genaue Zahl zu Toten und Verletzten gibt es derzeit nicht. Unter den Opfern ist der Kommandeur der mächtigen Revolutionswächter, Hossein Salami, und Generalstabschef Mohammad Bagheri. Iran bestätigte auch den Tod des Brigadegenerals der Revolutionswächter, Amir Ali Hajizadeh.
Irans Staatsoberhaupt Ali Khamenei meldete sich in einer TV-Ansprache zu Wort und übte sich in martialischer Rhetorik: Israel werde mit »diesem Verbrechen nicht ungeschoren entkommen«, sagte er. Teheran werde bei seiner Antwort demnach keine halbherzigen Maßnahmen ergreifen. Bereits zuvor hatte Khamenei in einer Mitteilung eine harte Gegenreaktion angekündigt.
Berichten zufolge sind dabei mindestens drei iranische Offiziere sowie mehrere iranische Nuklearwissenschaftler getötet worden. Eine genaue Zahl zu Toten und Verletzten gibt es derzeit nicht. Unter den Opfern ist der Kommandeur der mächtigen Revolutionswächter, Hossein Salami, und Generalstabschef Mohammad Bagheri. Iran bestätigte auch den Tod des Brigadegenerals der Revolutionswächter, Amir Ali Hajizadeh.
Irans Staatsoberhaupt Ali Khamenei meldete sich in einer TV-Ansprache zu Wort und übte sich in martialischer Rhetorik: Israel werde mit »diesem Verbrechen nicht ungeschoren entkommen«, sagte er. Teheran werde bei seiner Antwort demnach keine halbherzigen Maßnahmen ergreifen. Bereits zuvor hatte Khamenei in einer Mitteilung eine harte Gegenreaktion angekündigt.

Foto: Fatemeh Bahrami / IMAGO
Klar ist: Die militärische Führung Irans wurde geschwächt, ebenso das Atomprogramm. Der Angriff überraschte das iranische Militär offenbar. Medienberichten zufolge soll der israelische Geheimdienst Mossad den Angriff auf Iran vorbereitet haben.
Wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bestätigte, wurde die iranische Nuklearanlage Natans getroffen. Iran nutzt sie unter anderem, um Uran anzureichern. Der IAEA zufolge wurden die Atomkraftwerke Buschehr und Isfahan nicht getroffen. Man messe derzeit keine erhöhten Strahlungswerte, hieß es weiter. Die iranische Atomenergieorganisation meldet, es gebe keine radioaktive Kontamination.
Israel hat eigenen Angaben zufolge 200 Flugzeuge für den Angriff mobilisiert, rund 100 Ziele seien beschossen worden. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sprach von einem »sehr erfolgreichen Eröffnungsschlag«. Später berichteten iranische Medien von neuen Luftangriffen auf den Norden Irans. Demnach habe es Explosionen in der Stadt Täbris gegeben.
Man habe die Militäroperation gestartet, »um die iranische Bedrohung für das Überleben Israels zurückzudrängen«, so Netanyahu weiter. »Wir haben das Herzstück des iranischen Programms zur Herstellung von Atomwaffen getroffen.«
Wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bestätigte, wurde die iranische Nuklearanlage Natans getroffen. Iran nutzt sie unter anderem, um Uran anzureichern. Der IAEA zufolge wurden die Atomkraftwerke Buschehr und Isfahan nicht getroffen. Man messe derzeit keine erhöhten Strahlungswerte, hieß es weiter. Die iranische Atomenergieorganisation meldet, es gebe keine radioaktive Kontamination.
Israel hat eigenen Angaben zufolge 200 Flugzeuge für den Angriff mobilisiert, rund 100 Ziele seien beschossen worden. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sprach von einem »sehr erfolgreichen Eröffnungsschlag«. Später berichteten iranische Medien von neuen Luftangriffen auf den Norden Irans. Demnach habe es Explosionen in der Stadt Täbris gegeben.
Man habe die Militäroperation gestartet, »um die iranische Bedrohung für das Überleben Israels zurückzudrängen«, so Netanyahu weiter. »Wir haben das Herzstück des iranischen Programms zur Herstellung von Atomwaffen getroffen.«

Foto: Israelische Armee
Nach dem Angriff meldete Israel mehr als 100 Drohnen, die aus Iran in Richtung Israel geschickt worden seien. Iran bestreitet das. Israel fing eigenen Angaben zufolge alle Drohnen ab. Zudem schlug eine von der Huthi-Miliz abgefeuerte ballistische Rakete nach Angaben des israelischen Militärs in der Nähe von Hebron im südlichen Westjordanland ein. Am Abend startete Iran einen Gegenschlag. In Israel wurde Luftalarm in mehreren Landesteilen ausgelöst und die Bevölkerung dazu aufgerufen, sich in Schutzräume zu begeben.
Der Luftraum über Iran, Israel, dem Irak und Jordanien wurde gesperrt. Flüge in der Region werden umgeleitet. Die Lufthansa setzte ihre Flüge nach Israel vorerst aus.
US-Präsident Donald Trump äußerte Unterstützung für das israelische Vorgehen. In einem Interview mit dem Sender ABC bezeichnete er die israelischen Angriffe auf Iran als exzellent. Washington war im Vorfeld über Israels Pläne informiert worden, wie Netanyahu bestätigte.
Bundeskanzler Friedrich Merz telefonierte mit Frankreichs Präsident Macron und dem britischen Premier Starmer. Zuvor gab Merz in einer Mitteilung bekannt: »Wir bekräftigen, dass Israel das Recht hat, seine Existenz und die Sicherheit seiner Bürger zu verteidigen. Wir rufen beide Seiten auf, von Schritten abzusehen, die zu einer weiteren Eskalation führen und die gesamte Region destabilisieren können.«
Der Luftraum über Iran, Israel, dem Irak und Jordanien wurde gesperrt. Flüge in der Region werden umgeleitet. Die Lufthansa setzte ihre Flüge nach Israel vorerst aus.
US-Präsident Donald Trump äußerte Unterstützung für das israelische Vorgehen. In einem Interview mit dem Sender ABC bezeichnete er die israelischen Angriffe auf Iran als exzellent. Washington war im Vorfeld über Israels Pläne informiert worden, wie Netanyahu bestätigte.
Bundeskanzler Friedrich Merz telefonierte mit Frankreichs Präsident Macron und dem britischen Premier Starmer. Zuvor gab Merz in einer Mitteilung bekannt: »Wir bekräftigen, dass Israel das Recht hat, seine Existenz und die Sicherheit seiner Bürger zu verteidigen. Wir rufen beide Seiten auf, von Schritten abzusehen, die zu einer weiteren Eskalation führen und die gesamte Region destabilisieren können.«
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Iran startet Vergeltungsschlag
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben den Start iranischer Raketen Richtung Israel registriert. Laut iranischen Informationen sollen es Hunderte sein. In Israel wurde Luftalarm in mehreren Landesteilen ausgelöst und die Bevölkerung dazu aufgerufen, sich in Schutzräume zu begeben. Über Tel Aviv sei eine Explosion zu hören gewesen, sagt ein Augenzeuge. Im Zentrum der Stadt konnten Bewohner heftige Erschütterungen wahrnehmen. Der israelische Rettungsdienst hat nach Beginn des iranischen Gegenangriffs von mehreren Verletzten gesprochen.

Foto: Tomer Neuberg/AP
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Putin telefoniert mit Iran und Israel
Russlands Machthaber Wladimir Putin hat nach den israelischen Angriffen in Iran mit beiden Seiten telefoniert: Im Gespräch mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian verurteilte Putin Israels Vorgehen als Verstoß gegen die Uno-Charta und das Völkerrecht, wie der Kreml mitteilte. Russland sei immer für eine diplomatische Lösung des Streits um das iranische Atomprogramm eingetreten.
Im Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu forderte Putin demnach eine Rückkehr zum Gesprächsprozess. Beiden Gesprächspartnern bot der Kremlchef russische Bemühungen um eine Deeskalation an. Iran ist für Moskau ein wichtiger Bündnispartner und Waffenlieferant im Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Foto: Gavriil Grigorov / AP
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Frankreich will Israel im Falle eines iranischen Angriffs unterstützen
Präsident Emmanuel Macron hat erklärt, dass sich Frankreich im Falle eines iranischen Angriffs auf Israel an der Verteidigung des Landes beteiligen würde. Frankreichs Unterstützung sei jedoch nicht grenzenlos: Die Beteiligung seines Landes an Operationen gegen den Iran schloss Macron aus.
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Hintergrund: So lief Operation »Rising Lion« ab
Mit einem groß angelegten Schlag hat Israel zahlreiche Ziele in Iran angegriffen. Wie groß sind die Schäden beim Militär und beim Atomprogramm? Den Überblick in Videoaufnahmen, Karten und Grafiken finden Sie hier.
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Khamenei übt sich in martialischer Rhetorik
Nun spricht Irans Staatsoberhaupt Ali Khamenei über den Angriff Israels. In einer TV-Ansprache sagte er, die Angreifer würden von Irans Streitkräften vernichtet werden. Israel werde mit »diesem Verbrechen nicht ungeschoren entkommen«. Teheran werde bei seiner Antwort keine halbherzigen Maßnahmen ergreifen. Zuvor hatte Khamenei sich schon auf X geäußert – in sehr ähnlichem Ton. Die »mächtige Hand der Streitkräfte der Islamischen Republik« werde Israels Führung »nicht davonkommen lassen«.
Die martialische Rhetorik kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Islamische Republik in der schwersten Krise seit ihrer Gründung 1979 befindet; es ist eine existenzielle Krise. Verbündete sind geschwächt, das Waffenarsenal hat an Schrecken verloren, die Führung ist innenpolitisch angeschlagen, der Wirtschaft geht es schlecht. Mehr dazu lesen Sie hier.
Die martialische Rhetorik kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Islamische Republik in der schwersten Krise seit ihrer Gründung 1979 befindet; es ist eine existenzielle Krise. Verbündete sind geschwächt, das Waffenarsenal hat an Schrecken verloren, die Führung ist innenpolitisch angeschlagen, der Wirtschaft geht es schlecht. Mehr dazu lesen Sie hier.
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Huthi-Miliz feuert Rakete auf Israel
Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat eine ballistische Rakete auf Israel abgefeuert. Diese schlug nach Angaben des israelischen Militärs in der Nähe von Hebron im südlichen Westjordanland ein. In der betroffenen Region waren nach Informationen von »The Times of Israel« Sirenen zu hören, auch wurde eine Frühwarnung verschickt. Berichte über Verletzte gibt es ersten Angaben zufolge nicht.
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Sicherheitsberater: Militärkampagne kann »Bedingungen für langfristigen Deal schaffen«
Israels Nationaler Sicherheitsberater hat sich zu der Militärkampagne geäußert. Irans Nuklearprogramm lasse sich nicht völlig durch militärische Angriffe zerstören, sagte Tzachi Hanegbi dem Sender Channel 13 TV. Aber eine Kampagne könne die »Bedingungen für einen langfristigen Deal schaffen«. Angeführt von den USA, könne dieser das Nuklearprogramm Irans vollkommen vereiteln.
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So reagiert die Bundesregierung auf die Entwicklung in Nahost
Viele Gespräche, große Sorge – aber keine Kritik an Israel: Für Bundeskanzler Friedrich Merz ist der Umgang mit der Eskalation in Nahost eine außenpolitische Bewährungsprobe. Merz betont, für wie bedrohlich er das iranische Atomprogramm hält – und verurteilt den israelischen Angriff nicht. Damit positioniert er sich ähnlich wie Frankreichs Präsident Macron. Mehr dazu lesen Sie hier.

Foto: Filip Singer / EPA-EFE
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Anastasia Trenkler
Newsressort
Netanyahu bestätigt: Washington wusste von Israels Angriffsplänen
Die USA waren in Israels Angriffspläne eingeweiht, wie Premierminister Benjamin Netanyahu nun bestätigt hat (siehe Eintrag von 15.33 Uhr). Man habe die Amerikaner im Voraus informiert. »Sie wussten von dem Angriff«, sagte Netanyahu in einer aufgezeichneten Videobotschaft. Wie die USA darauf reagierten, sei Sache der US-Amerikaner. Präsident Donald Trump treffe seine Entscheidungen unabhängig, so Israels Premierminister. Trump hatte zuvor gesagt, er habe von den israelischen Angriffsplänen gewusst.
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Johann Wadephul in Nahost: Plötzlich ist der Bundesaußenminister mittendrin
Außenminister Wadephul hatte eine große Nahostreise geplant – wegen des israelischen Angriffs auf Iran muss er nun seine Route und Agenda anpassen. Mein Kollege Severin Weiland beschreibt hier, wie Wadephul damit umgeht:

Foto: Felix Zahn / AA / IMAGO
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Berichte über neue Angriffe in Iran
Laut einer Mitteilung des israelischen Militärs setzt das Land seine Angriffe auf Irans Militär-Infrastruktur fort. Ziele seien Raketenwerfer und Infrastruktur zum Start von unbemannten Luftfahrzeugen. Iranische Medien berichteten, nahe der Anlage zur Urananreichung in Fordo seien zwei Explosionen zu hören gewesen. Es sei eine israelische Drohne abgeschossen worden. Außerdem sei der schiitische Wallfahrtsort Ghom angegriffen worden. Auch aus der Stadt Isfahan wurde eine Explosion gemeldet. Diese sei enorm gewesen.
In den Berichten hieß es zudem, die Flugabwehr habe eine israelische Rakete südlich von Teheran abgefangen. Die »New York Times« berichtete unter Berufung auf Anwohner, im Osten und Westen der Hauptstadt habe es mehrere große Explosionen gegeben. Die Gegend westlich der Hauptstadt ist jedoch bekannt für militärische Einrichtungen. Ein mögliches Ziel für Angriffe könnte ein Luftwaffenstützpunkt gewesen sein.
Der Generalstabschef der israelischen Armee, Eyal Zamir, erklärte laut Medien während einer Lagebesprechung mit den Armeespitzen, dass man Iran weiter mit voller Kraft angreife. Zamir bereitete die Anwesenden demnach darauf vor, dass es noch schwierigere Momente geben werde. Aber man werde die Operation in hohem Tempo fortsetzen, zitiert etwa die »Times of Israel« den Generalstabschef.
In den Berichten hieß es zudem, die Flugabwehr habe eine israelische Rakete südlich von Teheran abgefangen. Die »New York Times« berichtete unter Berufung auf Anwohner, im Osten und Westen der Hauptstadt habe es mehrere große Explosionen gegeben. Die Gegend westlich der Hauptstadt ist jedoch bekannt für militärische Einrichtungen. Ein mögliches Ziel für Angriffe könnte ein Luftwaffenstützpunkt gewesen sein.
Der Generalstabschef der israelischen Armee, Eyal Zamir, erklärte laut Medien während einer Lagebesprechung mit den Armeespitzen, dass man Iran weiter mit voller Kraft angreife. Zamir bereitete die Anwesenden demnach darauf vor, dass es noch schwierigere Momente geben werde. Aber man werde die Operation in hohem Tempo fortsetzen, zitiert etwa die »Times of Israel« den Generalstabschef.

Foto: Abedin Taherkenareh / EPA
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Presseschau: So kommentieren deutsche Zeitungen die Lage in Nahost
Die »Süddeutsche Zeitung« blickt auf Irans schwierige Situation: »Die iranischen Streitkräfte sind schwer getroffen, eines Teils ihrer Führung beraubt und vor der eigenen Bevölkerung blamiert. Die Rache des Ajatollahs müsste also sehr brutal ausfallen. Doch Teheran hat die Mittel dazu nicht. Iran mag viele Tausend Raketen gebaut haben in den vergangenen Jahren. Aber es bleibt Israel militärtechnisch hoffnungslos unterlegen.«
Die »Augsburger Allgemeine« warnt vor einer weiteren Ausweitung des Konflikts: »Jetzt blickt der Nahe Osten in den Abgrund – auch ein offener Krieg scheint denkbar. Denn weder Israel noch die USA werden hinnehmen, dass der Iran Nuklearmacht wird. Eine komplette Zerstörung des atomaren Sektors im Iran wäre eine Militäraktion gewaltigen Ausmaßes, die nur mit massiver Unterstützung der US-Luftwaffe erfolgversprechend wäre. Doch die Hoffnungen, dass diese Apokalypse verhindert werden kann, dass Vergeltungsaktionen des Iran nicht in einem blindwütigen Rachefeldzug münden, sind intakt.«

Iranische Journalistinnen und Journalisten vor einem beschädigten Gebäude in Teheran. Foto: Morteza Nikoubazl / NurPhoto / Getty Images
Die »taz« sieht Israel international zunehmend ohne Verbündete: »Ein Angriff auf den Iran dient Netanyahus Machterhalt, der immer wieder infrage gestellt wird. Aber einer der wichtigsten Gründe ist sicherlich die zunehmende internationale Isolation Israels, die Netanyahu damit zu brechen hofft. Statt über die Menschen, die in Gaza von Israel ausgehungert werden, sprechen wir jetzt wieder über den Antipathieträger Iran.«
Die »Stuttgarter Nachrichten« richten den Blick auf Irans Handlungsoptionen: »Aus Teheraner Sicht stellt sich die Frage, was Verhandlungen mit Trumps Regierung bringen können, wenn Israel derweil militärisch zuschlagen kann. Das Regime hatte den Atomstreit zwar angeheizt, indem es die Urananreicherung hochfahren ließ. Doch erstens hatte der Iran 2015 einem ersten Atomvertrag zugestimmt und sich daran gehalten, bis Trump damals das Abkommen aufkündigte. Zweitens zeigten die Iraner Verhandlungsbereitschaft, als sie im April neuen Gesprächen mit den USA zustimmten. Selbst wenn der Iran nun verhandeln sollte, müsste Teheran mit neuen israelischen Militärschlägen rechnen. Das macht den Atomstreit für Teheran zu einer Überlebensfrage. Regimechef Ali Khamenei weiß, wie unbeliebt das theokratische System bei vielen Iranern ist. Er braucht einen Erfolg und sieht nun vielleicht einen Weg, sein Regime zu stabilisieren und seine Verbündeten zu beeindrucken: mit einer Atombombe.
Der »Reutlinger General-Anzeiger« zielt auf die Rolle und das Kalkül des israelischen Regierungschefs ab: »Netanyahu hat mit dem Angriff auf den Iran auch seine Koalition gerettet, die im Streit um die Wehrpflicht für Ultraorthodoxe zu zerbröseln drohte. Netanyahus Plan, die Feinde seines Landes einen nach dem anderen auszuschalten, scheint vorerst aufzugehen. Er hat zuerst die Hamas im Gazastreifen, dann die Hisbollah im Libanon, dann Syrien und nun den Iran empfindlich getroffen. Militärisch haben die Feinde Israels keine Chance. Der Preis des Sieges ist der Hass auf Israel, der wächst.«
Die »Stuttgarter Nachrichten« richten den Blick auf Irans Handlungsoptionen: »Aus Teheraner Sicht stellt sich die Frage, was Verhandlungen mit Trumps Regierung bringen können, wenn Israel derweil militärisch zuschlagen kann. Das Regime hatte den Atomstreit zwar angeheizt, indem es die Urananreicherung hochfahren ließ. Doch erstens hatte der Iran 2015 einem ersten Atomvertrag zugestimmt und sich daran gehalten, bis Trump damals das Abkommen aufkündigte. Zweitens zeigten die Iraner Verhandlungsbereitschaft, als sie im April neuen Gesprächen mit den USA zustimmten. Selbst wenn der Iran nun verhandeln sollte, müsste Teheran mit neuen israelischen Militärschlägen rechnen. Das macht den Atomstreit für Teheran zu einer Überlebensfrage. Regimechef Ali Khamenei weiß, wie unbeliebt das theokratische System bei vielen Iranern ist. Er braucht einen Erfolg und sieht nun vielleicht einen Weg, sein Regime zu stabilisieren und seine Verbündeten zu beeindrucken: mit einer Atombombe.
Der »Reutlinger General-Anzeiger« zielt auf die Rolle und das Kalkül des israelischen Regierungschefs ab: »Netanyahu hat mit dem Angriff auf den Iran auch seine Koalition gerettet, die im Streit um die Wehrpflicht für Ultraorthodoxe zu zerbröseln drohte. Netanyahus Plan, die Feinde seines Landes einen nach dem anderen auszuschalten, scheint vorerst aufzugehen. Er hat zuerst die Hamas im Gazastreifen, dann die Hisbollah im Libanon, dann Syrien und nun den Iran empfindlich getroffen. Militärisch haben die Feinde Israels keine Chance. Der Preis des Sieges ist der Hass auf Israel, der wächst.«
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Neuer Chef der Revolutionswächter droht Israel mit Vergeltung
Irans militärische Führung ist durch Israels Angriffe sehr geschwächt. Dennoch ist Iran bemüht, weiter Stärke zu demonstrieren. Der neue Chef der iranischen Revolutionswächter droht Israel nun mit massiver Vergeltung.
Für Israel würden sich »bald die Tore zur Hölle öffnen«, sagte Mohammad Pakpour nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna. Israel stehe »ein bitteres und schmerzhaftes Schicksal bevor, mit enormen und zerstörerischen Konsequenzen«, sagte er. Pakpour ist der Nachfolger des bei dem israelischen Großangriff getöteten Revolutionswächter-Chefs Hussein Salami.
Für Israel würden sich »bald die Tore zur Hölle öffnen«, sagte Mohammad Pakpour nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna. Israel stehe »ein bitteres und schmerzhaftes Schicksal bevor, mit enormen und zerstörerischen Konsequenzen«, sagte er. Pakpour ist der Nachfolger des bei dem israelischen Großangriff getöteten Revolutionswächter-Chefs Hussein Salami.
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Jonas Breng
Geschichtsressort

Welche Rolle der Syrienkrieg für die Spannungen zwischen Iran und Israel spielte
Der Syrienkrieg hat die Spannungen zwischen Israel und Iran verschärft. Iran nutzte den Konflikt, um seine Präsenz in Syrien mithilfe der Hisbollah auszubauen. Ab 2017 reagierte Israel mit über tausend Luftangriffen auf iranische und Hisbollah-Stellungen in Syrien. Der Konflikt wurde dadurch zunehmend direkt ausgetragen.
»Insgesamt hat der Syrienkrieg den iranisch-israelischen Konflikt auf eine neue Ebene gehoben, da Israel seine militärischen Operationen massiv ausgeweitet hat. Und es hat sich durchgesetzt. Wir dürfen nicht vergessen, dass seit 2024 nicht nur die Hamas fast vollständig zerschlagen ist und die Hisbollah massiv geschwächt wurde, sondern auch das syrische Regime gestürzt wurde. Israels strategische Position in der Region wurde dadurch noch stärker«, sagt Guido Steinberg, Nahostexperte von der Stiftung Wissenschaft und Politik.
Das ganze Interview mit dem Politikwissenschaftler lesen Sie hier:
»Insgesamt hat der Syrienkrieg den iranisch-israelischen Konflikt auf eine neue Ebene gehoben, da Israel seine militärischen Operationen massiv ausgeweitet hat. Und es hat sich durchgesetzt. Wir dürfen nicht vergessen, dass seit 2024 nicht nur die Hamas fast vollständig zerschlagen ist und die Hisbollah massiv geschwächt wurde, sondern auch das syrische Regime gestürzt wurde. Israels strategische Position in der Region wurde dadurch noch stärker«, sagt Guido Steinberg, Nahostexperte von der Stiftung Wissenschaft und Politik.
Das ganze Interview mit dem Politikwissenschaftler lesen Sie hier:
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Uno-Sicherheitsrat trifft sich offenbar am Abend
Aus Diplomatenkreisen gibt es nun genauere Angaben, wann sich der Uno-Sicherheitsrat mit der Lage im Nahen Osten beschäftigen soll: Demnach ist ein Treffen für 21 Uhr deutscher Zeit vorgesehen. Es sei von Russland angefragt und von China unterstützt worden, hieß es. Dass weitreichende Beschlüsse gefasst werden, darf als unwahrscheinlich gelten: Der Rat ist wegen der Vetomacht des israelischen Verbündeten USA bei Beschlüssen zu Nahost normalerweise blockiert.
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Israels Armee aktiviert Reservisten
Das israelische Militär hat nach eigener Aussage damit begonnen, Reservekräfte aus verschiedenen Armeeeinheiten in allen Kampfgebieten des Landes zu stationieren. Das teilt das Militär mehreren Medienberichten zufolge mit. Das sei demnach Teil der defensiven und offensiven Vorbereitungen infolge der Angriffe auf Iran.
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Irans Weg zur Bombe
Iran steht seit Jahren im Verdacht, verstärkt Uran anzureichern. Die Führung will nun eine dritte Anlage dafür bauen. Was fehlt ihr noch für die Fertigung von Atomwaffen? Mehr dazu lesen Sie hier.

Foto: IRIB via AP
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