Krieg in Nahost am 15.6. Putin als Vermittler im Nahostkrieg? Trump wäre dafür offen
US-Präsident Trump hat mit Kremlchef Putin telefoniert, es ging auch um die Idee, dass Russland zwischen Israel und Iran vermitteln könnte. Und: Wo in Israel Irans Raketen eingeschlagen sind. Der Newsblog vom 15.6.
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Das Wichtigste in Kürze:
- Israel setzt seine Angriffe auf Iran nach eigenen Angaben ununterbrochen fort.
- Iran meldet seit Beginn der israelischen Angriffe mehr als 220 Tote und mindestens 1200 Verletzte.
- Iran antwortet mit eigenen Angriffen, bei denen in Israel laut offiziellen Angaben mindestens 14 Menschen ums Leben kamen und mehr als 390 verletzt wurden.
- Israel hat die Menschen in Iran aufgerufen, Militär- und Atomanlagen zu verlassen, da diese angegriffen würden.
- Irans Außenminister verteidigt das Recht seines Landes auf zivile Nutzung der Atomkraft und verspricht ein Ende der iranischen Angriffe, sollte Israel seine Attacken einstellen.
- Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben weit im Osten Irans, in Maschhad, ein iranisches Tankflugzeug angegriffen. Die Stadt liegt demnach rund 2300 Kilometer vom israelischen Staatsgebiet entfernt und somit das am weitesten entfernte Ziel, das seit Beginn des Kriegs mit Iran attackiert wurde.
In der Nacht zu Freitag hatte Israel einen groß angelegten Luftangriff auf Iran gestartet, die Operation »Rising Lion«. Ziel waren offenbar rund hundert Militäreinrichtungen und Atomanlagen sowie Anführer der iranischen Militär-Elite und Atomwissenschaftler. Iran wertet den Angriff als Kriegserklärung; US-Präsident Trump nannte die Angriffe »exzellent«. Hier sind weitere Informationen:
- So lief Operation »Rising Lion« ab: Ein Überblick in Karten, Videoaufnahmen und Grafiken.
- Drohnen, Jets, Bunkerbrecher: Wie ging Israels Militär vor?
- Was fehlt Iran noch zur Fertigung von Atomwaffen? Irans Weg zur Bombe.
- Die Folgen des israelischen Luftangriffs: Irans Regime kämpft jetzt ums Überleben.
- Israels Attacke: »Aus nachrichtendienstlicher Sicht beeindruckend«
- Jetzt zeigt sich: Israel verfügt über keine Exitstrategie
- Atomwaffenforscher: »Die Wahrscheinlichkeit eines Atomkrieges zwischen Israel und Iran ist stark gestiegen«
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Brände in Kraftwerk von Haifa gemeldet
Israels öffentlich-rechtlicher Sender Kan hat mehrere Verletzte nach einem iranischen Raketenangriff auf die Hafenstadt Haifa am Montag gemeldet. Auch iranische Staatsmedien bestätigten, dass die drittgrößte Stadt Israels beim letzten Angriff getroffen wurde. Das britische Sicherheitsunternehmen Ambrey teilte mit, dass in einem Kraftwerk in der Nähe des Hafens in Haifa Brände beobachtet wurden. Ambrey habe auf Videoaufnahmen beobachtet, wie das israelische Militär den Angriff abfängt, dann aber die Einschläge zweier Hyperschallraketen folgten.
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Friedensforscher warnen vor neuem nuklearen Wettrüsten
Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri warnt angesichts der höchst angespannten Weltlage vor einem erneuten Rüstungswettlauf der Atommächte. Wie aus dem neuen Jahresbericht des unabhängigen Instituts hervorgeht, werden die weltweiten Atomwaffenarsenale immer weiter ausgebaut und modernisiert.
Fast alle Atomwaffenstaaten hätten sich 2024 weiterhin in intensiven Modernisierungsprogrammen befunden, bestehende Waffen nachgerüstet und ihnen neuere Versionen hinzugefügt, schreiben die Friedensforscher. Ein gefährliches neues nukleares Wettrüsten zeichne sich ab – und das in einer Zeit, in der es äußerst schlecht um die Verträge zur Rüstungskontrolle stehe.
Den kompletten Sipri-Bericht finden Sie hier.
Fast alle Atomwaffenstaaten hätten sich 2024 weiterhin in intensiven Modernisierungsprogrammen befunden, bestehende Waffen nachgerüstet und ihnen neuere Versionen hinzugefügt, schreiben die Friedensforscher. Ein gefährliches neues nukleares Wettrüsten zeichne sich ab – und das in einer Zeit, in der es äußerst schlecht um die Verträge zur Rüstungskontrolle stehe.
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Berichte über iranischen Angriff auf Haifa
Bei den jüngsten iranischen Angriffen auf Israel wurde offenbar auch die Hafenstadt Haifa im Norden des Landes getroffen. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP meldete, er habe mehrere Feuer in Haifa gesehen. Über der Stadt stieg demnach eine Rauchwolke auf. Die britische Sicherheitsfirma Ambrey teilte zudem mit, in einem Kraftwerk in der Nähe des Hafens von Haifa seien Brände beobachtet worden. Israels öffentlich-rechtlicher Sender Kan berichtete von mehreren Verletzten nach einem iranischen Raketenangriff auf die Hafenstadt.

Foto: Ahmad Gharabli / AFP
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Israel meldet neuen Raketenbeschuss aus Iran
Israel ist nach Angaben des Militärs in der Nacht erneut von Iran aus mit Raketen angegriffen worden. Die Verteidigungssysteme seien in Betrieb, um die Bedrohung abzufangen, teilte das Militär auf Telegram mit. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom gab es dennoch mehrere Einschläge im Zentrum des Landes. Mehrere Menschen wurden demnach verletzt. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
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Trump: »Manchmal müssen sie es ausfechten«
US-Präsident Donald Trump hat sich auf den Weg zum G7-Gipfel nach Kanada gemacht. Vor seinem Abflug wurde er von Reportern nach seiner Einschätzung zur aktuellen Eskalation des Nahostkonflikts gefragt. »Ich hoffe, es wird einen Deal geben. Ich denke, es ist Zeit für einen Deal«, antwortete er. Man werde sehen, was zwischen Israel und Iran passiere. Und: »Manchmal müssen sie es ausfechten.«
Das Treffen der Staats- und Regierungschefs wirtschaftsstarker westlicher Demokratien findet bis Dienstag im Kananaskis River Valley in den Ausläufern der Rocky Mountains statt. G7-Mitglieder sind neben den USA noch Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada.
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Israel bombardiert eigenen Angaben zufolge Standorte von Boden-Boden-Raketen in Zentraliran
Die israelischen Angriffe auf Iran gehen auch in der Nacht zu Montag weiter. Bei X teilte die Armee mit, es seien Standorte von Boden-Boden-Raketen im Zentrum Irans bombardiert worden. »Wir gehen aus unserem Luftraum und aus dem iranischen Luftraum gegen diese Bedrohung vor.« Bereits am Sonntagabend hatte die israelische Armee Angriffe auf Dutzende Ziele im Westen Irans gemeldet, wo Boden-Boden-Raketen stationiert sein sollen.
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Israel meldet 14 Tote durch iranische Angriffe
Seit Freitag sind laut israelischen Angaben 14 Menschen durch iranische Angriffe getötet worden. Weitere 390 Menschen seien verletzt worden, schreibt die Nachrichtenagentur AP.
Diese Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Die jüngsten Opferzahlen liegen etwas höher als zuletzt. Israel hatte angegeben, dass es 13 Tote und 370 Verletzte gebe.
Diese Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Die jüngsten Opferzahlen liegen etwas höher als zuletzt. Israel hatte angegeben, dass es 13 Tote und 370 Verletzte gebe.

Ein Wohngebäude im israelischen Bat Jam nach einem iranischen Angriff. Foto: EPA
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Leseempfehlung: Deutschland darf nicht erneut schweigen!
Auch bei ihrer Iran-Kampagne geht die Netanyahu-Regierung völkerrechtswidrig und ohne erkennbare Strategie vor, kommentiert mein Kollege Thore Schröder, SPIEGEL-Korrespondent in Tel Aviv. Er sagt: Die Bundesregierung sollte aus dem Gazakrieg gelernt haben – und das Vorgehen nicht erneut kritiklos unterstützen.
Lesen Sie hier den ganzen SPIEGEL-Leitartikel.
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Foto: Getty Images
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Iranisches Gesundheitsministerium spricht von mehr als 200 Toten
Das iranische Gesundheitsministerium hat neue Angaben zu den Todesopfern in Iran veröffentlicht. Demnach seien seit Beginn des israelischen Großangriffs am Freitag 224 Menschen getötet worden. 1277 weitere seien verletzt und in Krankenhäusern behandelt worden. 90 Prozent der Opfer seien Zivilisten gewesen, behauptet das Ministerium. Die Zahlen lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
Mit den Angaben des Gesundheitsministeriums korrigiert die iranische Regierung die Opferzahl nach oben. Bisher hatte sie angegeben, dass mindestens 128 Menschen in Iran getötet worden seien. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Activists mit Sitz in Washington geht von mindestens 406 Getöteten in Iran aus.
Mit den Angaben des Gesundheitsministeriums korrigiert die iranische Regierung die Opferzahl nach oben. Bisher hatte sie angegeben, dass mindestens 128 Menschen in Iran getötet worden seien. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Activists mit Sitz in Washington geht von mindestens 406 Getöteten in Iran aus.

Iranische Einsatzkräfte nach einem israelischen Angriff in Isfahan. Foto: ZUMA Press / IMAGO
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Putins als Vermittler? Trump und Macron uneinig
Zu Beginn des G7-Gipfels in Kanada gibt es unter den Teilnehmern unterschiedliche Positionen über eine etwaige Rolle Russlands bei Vermittlungsversuchen zwischen Israel und Iran. US-Präsident Trump zeigt sich offen, dass der russische Machthaber Wladimir Putin als Vermittler agiert. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron spricht sich dagegen aus.
Trump sagte dem Fernsehsender ABC, dass er dafür offen sei, dass Putin als Vermittler agiere. Der russische Präsident habe ihn deswegen angerufen. Nach Angaben des Kreml hatte sich Putin in dem Telefonat selbst als Vermittler angeboten. Macron hält das offenkundig für keine gute Idee. Laut der Nachrichtenagentur Reuters sagte er: »Ich glaube nicht, dass Russland im Iran-Israel-Konflikt eine Vermittlerrolle spielen kann.«
Trump sagte dem Fernsehsender ABC, dass er dafür offen sei, dass Putin als Vermittler agiere. Der russische Präsident habe ihn deswegen angerufen. Nach Angaben des Kreml hatte sich Putin in dem Telefonat selbst als Vermittler angeboten. Macron hält das offenkundig für keine gute Idee. Laut der Nachrichtenagentur Reuters sagte er: »Ich glaube nicht, dass Russland im Iran-Israel-Konflikt eine Vermittlerrolle spielen kann.«

Emmanuel Macron bei einem Besuch in Grönland. Foto: AFP
Russland hat enge Beziehungen zu Iran und hatte sich bereits bei den Verhandlungen der USA zu Teherans umstrittenen Atomprogramm für eine mögliche Vermittlerrolle ins Gespräch gebracht. Moskau und Teheran arbeiten vor allem auch wegen der westlichen Sanktionen, die beide Länder belasten, eng zusammen. Iran steht in der Kritik, Russland in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine zu unterstützen.

Wladimir Putin. Foto: Sergei Bulkin / REUTERS
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Übersicht: Iranische Raketeneinschläge in Israel
An welchen Orten in Israel wurden Einschläge iranischer Raketen gemeldet? In der Karte finden Sie die Übersicht.
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Iran: Geheimdienstchef der Revolutionswächter ist tot
Der Geheimdienstchef der iranischen Revolutionswächter, Mohammed Kasemi, ist offenbar tot. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldet, er sei bei israelischen Angriffen auf die Hauptstadt Teheran getötet worden. Laut den Angaben starb dabei auch sein Stellvertreter.
Zuvor hatte bereits Israels Premier Benjamin Netanyahu vom Tod des Geheimdienstchefs gesprochen. In einem Interview mit dem US-Sender Fox News hatte er gesagt, man habe »den Chef des Geheimdienstes und seinen Stellvertreter in Teheran erwischt«.
Zuvor hatte bereits Israels Premier Benjamin Netanyahu vom Tod des Geheimdienstchefs gesprochen. In einem Interview mit dem US-Sender Fox News hatte er gesagt, man habe »den Chef des Geheimdienstes und seinen Stellvertreter in Teheran erwischt«.
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Presseschau: So kommentieren die Zeitungen die Lage in Nahost
Das »Handelsblatt« sieht den Westen in einer schwierigen Lage: »Die Zeichen stehen auf Krieg im Nahen Osten, wieder einmal. Es wäre neben der russischen Invasion in der Ukraine ein weiterer Krieg, der vor allem zweierlei zeigt: erstens die permanente Überforderung des Westens, der sich mit einer Welt in Aufruhr konfrontiert sieht. Zweitens: das Vakuum, das die westliche Führungsmacht USA hinterlässt, die unter der Präsidentschaft Donald Trumps zu rationaler und strategischer Außenpolitik nicht fähig, womöglich nicht einmal willens ist.«
Die »Süddeutsche Zeitung« übt Kritik an Israels Regierungschef: »Ginge es Netanyahu nur um die Bombe, hätte er Iran ein paar gezielte Stiche versetzen und dann an den Verhandlungstisch zurückzwingen können. Aber es geht ihm ja nicht nur darum, die Bombe zu verhindern. Es geht auch darum, das ganze Regime zu stürzen, er rief die Iraner bereits dazu auf, sich zu erheben. (…) Man muss nur nach Libyen und dem Irak schauen, um zu sehen, dass es immer noch schlimmer kommen kann. Für die Region wäre ein in Anarchie und Chaos untergehender Iran eine Katastrophe, für Netanyahu kein schlechtes Ergebnis. Ihm wird immer vorgeworfen, keine Exit-Strategie zu haben, keinen Plan, wie die vielen Kriege zu beenden sind, in Gaza, im Westjordanland, in Syrien, Libanon und nun Iran. Aber der Krieg ist ja genau das Ziel von Netanyahu, schwache Nachbarn, die man nach Belieben dominieren kann.«
Die »Rhein-Neckar-Zeitung« blickt auf die Aufrüstung in der Welt: »In regelmäßigen Abständen misst die Organisation Sipri den Bewaffnungszustand der Welt. Und der nimmt nicht nur bei den Atomwaffen bedenkliche Ausmaße an. Deshalb sollte nicht nur der Iran über einen Verzicht auf seine atomare Bewaffnung verhandeln, sondern alle bestehenden Atomstaaten sollten sich zur Abrüstung bekennen. Der schreckliche Ukrainekrieg ist in dieser Gemengelage nur ein Baustein von vielen. Wobei aus deutscher Sicht zu bedenken bleibt: Auch mit der stärksten konventionellen Armee aller Zeiten bliebe Deutschland das zentrale Schlachtfeld in Europa.«
Der »Kölner Stadt-Anzeiger« widmet sich Deutschlands Einfluss im Nahostkonflikt: »Während Deutschland, Frankreich und Großbritannien seinerzeit mit dem Iran über ein Abkommen verhandelten, in dem das Land sein umstrittenes Atomprogramm aufgeben und im Gegenzug Handelserleichterungen bekommen sollte, spielen Europas Mittelmächte nur noch am Rande eine Rolle. Ausschlaggebend ist allein, was der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu tut – und ob er die Rückendeckung von US-Präsident Donald Trump hat. Die gegenwärtige ist wie die vorherige Bundesregierung faktisch ohne Einfluss.«
Die »Nürnberger Nachrichten« sieht eine Schieflage in der Kritik an Israel und dessen Gegnern: »Im Fall des Iran muss sich zeigen, ob die Mullahs nun, angesichts der existenziellen Bedrohung, doch noch einlenken. Trump will, was sonst, einen Deal – was in diesem Falle sehr wünschenswert wäre, weil sonst ein langer Krieg droht. Gegen den darf man protestieren. Dort, wo das erlaubt ist. Dass gerade vor allem Israel im Kreuzfeuer der Kritik steht und weniger die Diktatoren, die seine Existenz in Frage stellen – staunen darf man darüber schon...«
Der »Münchner Merkur« richtet den Fokus auf eine mögliche Konfrontation von Iran mit den USA. »Trump ist kein Bellizist, er will sein Land aus Kriegen heraushalten. Doch ein Angriff auf US-Basen etwa im Irak wäre für Washington das Überschreiten einer roten Linie. Klug wäre es daher, wenn Teheran nach einer Schamfrist die Atomgespräche mit den USA fortführte. Doch machten die Mullahs zuletzt viele Fehler: Sie haben die Stärke von Hamas und Hisbollah über- und Israels Entschlossenheit zur Verhinderung der Atombombe in den Händen ihrer Todfeinde unterschätzt. Anders als es Frankreich und Deutschland in ihren Verhandlungen mit dem Gottesstaat taten, wird sich der US-Präsident von Scheinofferten der Mullahs nicht täuschen geben. Iran muss der Atombombe und seinen Vernichtungsphantasien abschwören.«
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Iran wirft Israel gezielten Angriff auf das Außenministerium vor
Iran bezichtigt Israel, ein Gebäude des Außenministeriums in Teheran gezielt angegriffen zu haben. Der stellvertretende Außenminister Saeed Khatibzadeh schreibt auf X: Bei dem »gezielten und skrupellosen« Angriff seien mehrere Zivilisten verletzt worden. Er postete dazu ein Video, das zerborstene Fensterscheiben und einen mit Trümmern bedeckten Boden in einem Verwaltungsgebäude zeigen soll.
Iranische Medien berichten, dass am Abend die Flugabwehr im Westen und im Südwesten des Landes sowie in der Hauptstadt Teheran aktiviert worden sei.
Iranische Medien berichten, dass am Abend die Flugabwehr im Westen und im Südwesten des Landes sowie in der Hauptstadt Teheran aktiviert worden sei.
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Von der Leyen berichtet über Gespräch mit Netanyahu
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat nach eigenen Angaben mit Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu gesprochen. Sie habe erneut auf Europas Verpflichtung zu Frieden, Stabilität und Diplomatie hingewiesen, schrieb von der Leyen auf X. Iran dürfe niemals Atomwaffen bekommen, man brauche dringend eine Verhandlungslösung. Irans Raketen träfen nicht nur wahllos Städte in Israel, sondern auch in der Ukraine.
Auch die Lage in Gaza sei Thema des Gesprächs gewesen. Die humanitäre Situation dort sei inakzeptabel. Hilfe müsse alle Hilfsbedürftigen dort erreichen können. Eine erneute Feuerpause und die Freilassung israelischer Geiseln in den Händen der Hamas seien ein Muss, um ein dauerhaftes Ende der Feindseligkeiten zu erreichen.
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Außenminister Wadephul am Golf: Ungeplante Krisenmission
Bei der Videokonferenz der EU-Außenminister am Dienstag könnte Johann Wadephul eine besondere Rolle zukommen. Er war in den vergangenen Tagen nach der militärischen Eskalation zwischen Israel und Iran in der Region unterwegs und hatte Gespräche in Saudi-Arabien, Katar und Oman geführt. Seine ursprüngliche Reiseroute musste Wadephul ändern. Mein Kollege Severin Weiland begleitet ihn. Lesen Sie hier, was der Außenminister bewirken kann.

Foto: Hannes P. Albert / dpa
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Berichte über Verletzte nach jüngster iranischer Angriffswelle
Nach den jüngsten iranischen Angriffen gibt es erste Berichte über Verletzte auf israelischer Seite. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, im Norden seien nach dem Angriff sieben Verletzte in Krankenhäuser gebracht worden. Dies deckt sich mit einem Bericht der Zeitung »Haaretz« wonach in der Stadt Haifa im Norden des Landes sieben Personen verletzt worden seien.
Videos zeigten schwerbeschädigte Gebäude und brennende Fahrzeuge. Der TV-Sender n12 berichtete über Einschläge unter anderem nahe Haifa und in Lachisch südwestlich von Jerusalem.

Löscharbeiten in Haifa. Foto: Shir Torem / REUTERS
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EU-Außenbeauftragte lädt zu Beratungen über Nahost
Die Außenministerinnen und Außenminister der Europäischen Union wollen über die Eskalation im Nahen Osten beraten. Sie kommen am Dienstag in einer Videokonferenz zusammen, teilt ein Sprecher mit. Zu dem digitalen Treffen hat die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas eingeladen. Es soll Gelegenheit für einen Meinungsaustausch bieten und die Möglichkeit geben, nächste Schritte zu koordinieren.
»Wir werden weiterhin zu allen diplomatischen Anstrengungen beitragen, um Spannungen abzubauen und eine dauerhafte Lösung der iranischen Nuklearfrage zu finden – eine Lösung, die nur im Rahmen eines ausgehandelten Abkommens möglich ist«, hieß es.
»Wir werden weiterhin zu allen diplomatischen Anstrengungen beitragen, um Spannungen abzubauen und eine dauerhafte Lösung der iranischen Nuklearfrage zu finden – eine Lösung, die nur im Rahmen eines ausgehandelten Abkommens möglich ist«, hieß es.

Kaja Kallas im Mai in Brüssel. Foto: MAXPPP / dpa / picture alliance
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Israel greift mögliche Boden-Boden-Raketen in Westiran an
Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben mehrere Angriffe auf Dutzende Ziele im Westen Irans begonnen. Dort sollen Boden-Boden-Raketen stationiert sein. Nach Schätzungen in israelischen Medienberichten verfügt Iran noch über rund 2000 solcher Raketen.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte das iranische Raketenprogramm als einen Grund für die Angriffe auf Iran genannt. Das Regime in Teheran habe versucht, innerhalb von drei Jahren 10.000 Raketen zu bauen. Nach sechs Jahren seien 20.000 Raketen angestrebt gewesen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
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Mehrere Einschläge in Israel durch iranischen Angriff
Die israelische Armee meldet nach einer iranischen Angriffswelle Einschläge in mehreren Teilen des Landes. Demnach seien mehrere Orte getroffen worden. Man habe Such- und Rettungsteams dorthin entsandt. Laut der israelischen Feuerwehr sind Einsatzkräfte auf dem Weg zu einem Gebäude an der Küste, das einen »direkten Treffer« erlitten habe.
Iran hatte am Abend eine weitere Angriffswelle auf Israel gestartet. In dem Land wurde Luftalarm ausgelöst. Inzwischen hat das israelische Militär wieder Entwarnung gegeben.
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Wie weit geht Netanyahu?
Israel hat inzwischen nach eigenen Angaben den Geheimdienstchef, den Armeechef und den Chef der Revolutionswächter Irans bei Angriffen getötet. Es wird immer offensichtlicher, dass Netanyahu einen Machtwechsel in Teheran will und nicht bloß den Stopp des Atomprogramms.
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Israelisches Militär: Entwarnung nach Luftalarm
Das israelische Militär gibt nach einem Luftalarm Entwarnung. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, die Bevölkerung könne die Schutzräume verlassen. In Tel Aviv hatten sich zuvor Menschen in Bunkern in Sicherheit gebracht.
In mehreren Städten waren Explosionen zu hören. Außerdem fordern iranische Streitkräfte im Fernsehen die Bewohner Israels auf, zu ihrer Sicherheit »kritische Gebiete« zu verlassen.
In mehreren Städten waren Explosionen zu hören. Außerdem fordern iranische Streitkräfte im Fernsehen die Bewohner Israels auf, zu ihrer Sicherheit »kritische Gebiete« zu verlassen.

Die Skyline von Tel Aviv. Foto: Leo Correa/AP/dpa
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Iran startet neue Angriffswelle gegen Israel
Iran hat erneut Raketen auf Ziele in Israel abgefeuert. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. In Teilen Israels wurde Raketenalarm ausgelöst. Menschen flüchteten sich in Bunker.
Israel und Iran setzten am Sonntag den dritten Tag in Folge ihre gegenseitigen Angriffe fort, die am Freitag mit dem Großangriff Israels begonnen hatten.
Israel und Iran setzten am Sonntag den dritten Tag in Folge ihre gegenseitigen Angriffe fort, die am Freitag mit dem Großangriff Israels begonnen hatten.

Abgefangene iranische Raketen. Foto: REUTERS
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Berichte: Trump soll Tötung von Ali Khamenei verhindert haben
US-Präsident Donald Trump soll in den vergangenen Tagen ein Veto gegen die Tötung von Ajatollah Ali Khamenei, dem geistlichen Führer Irans, eingelegt haben. Die Nachrichtenagenturen Reuters und AP melden dies mit Verweis auf US-amerikanische Beamte. Demnach habe sich der US-Präsident gegen einen israelischen Plan ausgesprochen.
Eine offizielle Bestätigung der US-amerikanischen Regierung gibt es bisher nicht. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu stellt die Meldung in den Kontext von Falschmeldungen: »Es gibt so viele falsche Berichte über Gespräche, die nie stattgefunden haben«, sagte Netanyahu dem US-Fernsehsender Fox News. »Ich werde mich nicht damit befassen.«
Khamenei ist der Oberste Führer Irans. Er steht seit 1989 an der Spitze der Islamischen Republik.
Eine offizielle Bestätigung der US-amerikanischen Regierung gibt es bisher nicht. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu stellt die Meldung in den Kontext von Falschmeldungen: »Es gibt so viele falsche Berichte über Gespräche, die nie stattgefunden haben«, sagte Netanyahu dem US-Fernsehsender Fox News. »Ich werde mich nicht damit befassen.«
Khamenei ist der Oberste Führer Irans. Er steht seit 1989 an der Spitze der Islamischen Republik.

Irans Oberster Führer Ali Khamenei. Foto: IMAGO/APAimages
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Mit Material der Agenturen



