+++ Krieg in Nahost +++ Trump kehrt für Treffen mit Sicherheitsberatern nach Washington zurück
Donald Trump trifft sich mit Sicherheitsberatern in Washington, während die USA B-2-Bomber in den Pazifik verlegen. Und: Israel drückt gegenüber der US-Regierung laut einem Bericht aufs Tempo. Der Überblick im Newsblog.
Von
Kristin Haug,
Paul-Anton Krüger,
Maximilian Popp,
Florian Pütz,
Alexander Sarovic,
Nadine Wolter,
Sven Scharf,
Benjamin Schulz und
Solveig Eichner (Fotos) (Bildredaktion)
Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde.
Wichtige Updates
Sortierung
Das Wichtigste in Kürze:
- Irans Machthaber Ali Khamenei trifft offenbar Vorkehrungen für seinen Tod und hat drei potenzielle Nachfolger nominiert, das berichtet die »New York Times«.
- Deutschland hat seine Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran nach Informationen des SPIEGEL vorübergehend ins benachbarte Ausland verlegt.
- Der Krieg zwischen Israel und Iran geht weiter mit Angriffen auf beiden Seiten. Israel verkündet, einen hochrangigen iranischen Kommandeur getötet zu haben. Zudem hat Israels Militär ein wichtiges Atomforschungszentrum in Isfahan angegriffen und weitere Angriffe geflogen.
- Weitere deutsche Staatsbürger, die in Israel festsaßen, sind von Amman aus per Sonderflug nach Deutschland ausgeflogen worden.
- US-Präsident Donald Trump trifft sich in Washington mit seinem Nationalen Sicherheitsrat.
Hintergrund zum Konflikt:
Israel hat vergangene Woche einen groß angelegten Luftangriff auf Iran gestartet, die Operation »Rising Lion«. Ziel waren Militäreinrichtungen und Atomanlagen sowie Anführer der iranischen Militärelite und Atomwissenschaftler. Iran wertet den Angriff als Kriegserklärung.
Lesen Sie hier mehr dazu:
- So lief Operation »Rising Lion« ab: Ein Überblick in Karten, Videoaufnahmen und Grafiken
- Drohnen, Jets, Bunkerbrecher: Wie ging Israels Militär vor?
- Was fehlt Iran noch zur Fertigung von Atomwaffen? Irans Weg zur Bombe
- Doppelagenten, Drohnenschmuggel, Fallen: So konnte Israel Irans Machtapparat unterwandern
- Iran-Experte Raz Zimmt: »Bei einem Kriegseintritt der USA hätte das Regime ganz schlechte Karten«
- USA beordern Streitkräfte in die Region: Trumps Armada im Nahen Osten
- Verzweiflung und Wut nach Israels Angriff: Protokolle von Iranerinnen und Iranern
- Irans Schlagkraft: Wie gefährlich sind Irans Raketen noch für Israel?
- SPIEGEL-Gespräch mit Ex-US-Sicherheitsberater John Bolton: »Für Trump geht es jetzt darum, das Gesicht zu wahren«
- Netanyahus Krieg, Trumps Taktik: Ein möglicher Machtwechsel in Iran birgt enorme Gefahren. Die SPIEGEL-Titelstory.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Wir beenden dieses Newsblog an dieser Stelle. Über die weiteren Entwicklungen in Nahost halten wir Sie hier auf dem Laufenden.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Trump zurück in Washington
Der US-Präsident ist wieder in der Hauptstadt. Fotos zeigen Donald Trump, wie er auf der Andrews Air Base den Regierungsflieger Air Force One verlässt. Trump wird sich auf den kurzen Weg ins Weiße Haus machen, um dort mit seinem Nationalen Sicherheitsrat über die Lage in Nahost zu beraten.

Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Iran kündigt neue Drohenangriffe gegen Israel an
Der Iran hat nach eigenen Angaben seinen dritten Angriff innerhalb der vergangenen 24 Stunden mit Drohnen auf Israel begonnen. Kampf- und Kamikazedrohnen seien auf dem Weg zu Zielen von Nord bis Süd in Israel, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf einen Sprecher der Revolutionsgarden. Aus Israel gibt es dafür bislang keine Bestätigung.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Berichte über neue israelische Angriffe
Es gibt Berichte über weitere Angriffe Israels gegen Iran: Israels Militär teilte mit, man habe eine Einrichtung zur Lagerung von Drohnen und Munition an einer iranischen Marinebasis in Bandar Abbas angegriffen. Zuvor hatten iranische Medien berichtet, Israels Luftwaffe habe Kriegsschiffe attackiert, die vor Anker lagen.
Auch aus der Stadt Schiras im Süden des Landes wurden Angriffe gemeldet. Dort befinden sich iranische Militärbasen. Die Flugabwehr sei aktiviert worden, berichtete die staatliche gelenkte Nachrichtenagentur Mehr.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
El Al plant wieder Flüge ab Tel Aviv
Die israelische Airline El Al bereitet sich darauf vor, ab Montag wieder Flüge ab Tel Aviv anzubieten. Sie sollen auf 50 Personen pro Maschine begrenzt sein, teilte die Fluggesellschaft mit. Acht Ziele sollen angeflogen werden: Larnaka, Athen, Rom, Paris, London, New York, Los Angeles und Bangkok.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Sonderflug in Deutschland gelandet – 123 Personen ausgeflogen
Wegen des Kriegs zwischen Israel und dem Iran sind am Samstag 123 Personen ausgeflogen worden. Wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amts mitteilte, landete der aus der jordanischen Hauptstadt Amman kommende Charterflug am Abend in Deutschland. Bei den Passagieren soll es sich um »Deutsche und enge Angehörige« handeln.
Seit Tagen verlassen zahlreiche deutsche Staatsbürger angesichts des Kriegs zwischen Israel und dem Iran die Krisenregion. Weil der Luftraum über den Konfliktländern gesperrt ist, gestaltet sich die Ausreise schwierig und wird häufig über die Nachbarländer organisiert.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Bericht: Israel erwägt Alleingang vor Ablauf von Trumps Zwei-Wochen-Frist
Israel hat der US-Regierung offenbar mitgeteilt, dass man nicht zwei Wochen warten wolle, bis ein etwaiges Abkommen zum Abbau wichtiger Teile des iranischen Atomprogramms erreicht sein könnte, und dass Israel allein handeln könnte, bevor die Frist abläuft. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mehrere Insider. US-Präsident Donald Trump hatte die Zwei-Wochen-Frist am Donnerstag verkündet. Innerhalb dieser Zeitspanne, so Trump am Donnerstag, wolle er über ein militärisches Engagement der USA im Krieg in Nahost entscheiden.
Israel macht nun laut dem Bericht Druck; demnach soll es in einem angespannten Telefonat auch um die Frage gegangen sein, ob man vor Ablauf der Frist etwa gegen die iranische Uran-Anreicherungsanlage Fordo losschlagen könne, die bis zu 90 Meter unter der Erde liegt (mehr zu Irans Atomfestung lesen Sie hier). An dem Gespräch sollen angeblich auch Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister Israel Katz beteiligt gewesen sein. Aus Sicht Israels gibt es offenbar nur ein begrenztes Zeitfenster, um Fordo anzugreifen. Dabei wäre die Regierung Netanyahu aber auf US-Unterstützung angewiesen, da nur die US-Streitkräfte die bunkerbrechenden Bomben besitzt, die nach Überzeugung von Fachleuten notwendig sind, um die Anlage zu treffen.

Satellitenbild der Atomanlage Fordo. Foto: Satellite image ©2019 Maxar Technologies / AP / dpa
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Hintergrund: B-2-Tarnkappenbomber
In Überlegungen zum Krieg in Nahost spielen B-2-Bomber eine zentrale Rolle. Nur das US-Militär verfügt über diese Flugzeuge, Medienberichten zufolge sind es etwa 20.
- Die Maschinen können die tonnenschwere sogenannte Bunkerbrecher-Bombe tragen und abwerfen. Nur damit gäbe es Fachleuten zufolge eine Chance, Irans unterirdische Uran-Anreicherungsanlage in Fordo zu zerstören. Um dieses Ziel zu erreichen, wäre Israel damit auf US-Uterstützung angewiesen.
- Die Bombe wurde speziell für tief unter Erde, Fels oder Beton liegende Ziele entwickelt. Je nach Konfiguration wiegt die Bombe etwa 14 Tonnen. Eine B-2 kann deshalb nur mit zwei davon gleichzeitig bewaffnet sein.
Regulär sind die Tarnkappenbomber mit einer Reichweite von bis zu 9600 Kilometern ausschließlich auf dem Luftwaffenstützpunkt Whiteman im US-Bundesstaat Missouri stationiert. Dieser ist rund 11.000 Kilometer Luftlinie von Fordo entfernt. Auch ein Einsatz über eine solche Distanz ist grundsätzlich möglich - das zeigt ein von der US-Luftwaffe bestätigter B-2-Einsatz in Afghanistan. Bei einem Einsatz über solch eine große Distanz müssen die Flugzeuge in der Luft betankt werden.

Foto: AFP
Nun befinden sich übereinstimmenden Berichten zufolge mehrere B-2-Bomber auf dem Weg zum US-Luftwaffenstützpunkt Andersen auf der Insel Guam. Dieser liegt etwas näher an Fordo: Luftlinie etwa 9500 Kilometer Entfernung. Satellitenbilder vom vergangenen Monat zeigen, dass das US-Militär einige der Tarnkappenbomber zwischenzeitlich auch auf einem Stützpunkt auf der Insel Diego Garcia mitten im Indischen Ozean stationiert hatte. Zwischen diesem Stützpunkt und Fordo liegen Luftlinie rund 5000 Kilometer.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Israelisches Militär meldet Zerstörung dreier iranischer Kampfjets
Rund 60 Flugzeuge der israelischen Streitkräfte haben der Armee zufolge in Zentraliran Angriffe geflogen. Dabei seien drei iranische F-14-Kampfflugzeuge zerstört worden, hieß es. Es gab Luftaufnahmen, die die Angriffe auf die Kampfjets zeigen sollen. Wo genau die Angriffe stattgefunden haben sollen, wurde nicht mitgeteilt. Aus Iran gab es zu den Meldungen der israelischen Armee keine Stellungnahme.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Früherer Leibwächter des getöteten Hisbollah-Chefs soll bei Angriff in Teheran gestorben sein
Bei einem israelischen Luftangriff auf Teheran ist auch ein Mitglied der Terrormiliz Hisbollah aus dem Libanon ums Leben gekommen. Dabei handele es sich um Abu Ali Chalil, der Leibwächter des einstigen Hisbollah-Chefs Hassan Nasrallah gewesen sei, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters; sie beruft sich auf libanesische Sicherheitskreise.
Nasrallah war bei einem israelischen Luftangriff in einem Vorort von Beirut im vergangenen Jahr ums Leben gekommen. Dem Bericht zufolge wurde nun in Teheran neben Abu Ali Chalil zudem ein Mitglied einer bewaffneten Gruppe aus dem Irak getötet, die mit dem Iran verbündet ist. Die Gruppe bestätigte laut einem Bericht der Zeitung »Jerusalem Post« den Tod der beiden Männer.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Trump kehrt für Treffen mit Nationalem Sicherheitsrat nach Washington zurück
Wie verhalten sich die USA zum Krieg in Nahost? Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump gesagt, er wolle innerhalb von zwei Wochen über einen möglichen militärischen Einsatz seines Landes entscheiden (mehr dazu, wie ernst Trumps »Zwei Wochen«-Fristen zu nehmen sind, lesen Sie hier). Nun sieht er offenbar die Notwendigkeit, sich mit seinen führenden Sicherheitsberatern zu treffen. Der Terminkalender des Präsidenten vermerkt, dass er am Samstag nach Washington zurückkehrt, um sich am Samstag um 18 Uhr Ortszeit und erneut am Sonntag mit seinem Team für nationale Sicherheit zu beraten.
Normalerweise verbringt Trump die Wochenenden nicht in Washington. Trump war am Freitag nach New Jersey geflogen, um dort in seinem Golfclub in Bedminster an einem Spendendinner für die Organisation MAGA Inc. teilzunehmen.

Trump am Freitag beim Abflug vom Weißen Haus. Foto: Lenin Nolly / SIPA / action press
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Bericht: Plan für Geheimtreffen scheiterte an fehlendem Kontakt zu Khamenei
Eine diplomatische Lösung für den Krieg in Nahost wirkt derzeit kaum machbar. Die Nachrichtenseite Axios berichtet nun, dass eine Initiative daran gescheitert sein soll, dass eine zentrale Figur nicht kontaktiert werden konnte. Demnach wollten US-Präsident Donald Trump und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan ein Geheimtreffen zwischen US-Abgesandten und iranischen Vertretern in Istanbul organisieren, um diplomatische Auswege aus dem Krieg in Nahost auszuloten.
Doch aus dem Plan sei nichts geworden – dem Bericht zufolge scheiterte der Versuch daran, dass Irans Machthaber Ali Khamenei nicht erreichbar gewesen sei, um dem Vorhaben zuzustimmen. Er halte sich versteckt, um nicht wie schon einige führende Kräfte des Regimes einem israelischen Luftangriff zum Opfer zu fallen. Axios beruft sich bei seiner Schilderung auf mehrere anonyme US-Offizielle. Demnach soll Trump sogar bereit gewesen sein, selbst an einem solchen Treffen teilzunehmen, um eine Einigung herbeizuführen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Empfehlung: Fragen und Antworten zur Lage in Nahost im Video
Meine Kollegin Alexandra Berlin ist derzeit für den SPIEGEL in Israel, um über die Lage in Nahost zu berichten. Leserinnen und Leser wenden sich mit vielen Fragen an sie. Im Video gibt die Reporterin Einblicke in ihre Arbeit – unter anderem zur Frage, warum sie nicht aus Teheran berichtet und wie ihr Arbeitsalltag aussieht.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
US-Botschafter: Regierung unterstützt Ausreise aus Israel
Das US-Außenministerium hat nach Angaben des amerikanischen Botschafters in Israel, Mike Huckabee, damit begonnen, US-Bürger bei der Ausreise aus Israel zu unterstützen. Huckabee verwies US-Bürger und Personen mit ständigem Wohnsitz in den USA, die sich aktuell in Israel oder im Westjordanland aufhalten, in einem X-Post auf ein Formular des Außenministeriums. Aus dem Post ging aber nicht hervor, wann es konkret Ausreiseflüge geben sollte.
Das Ministerium erklärte in einer aktuellen Mitteilung auf seiner Webseite, dass es an Möglichkeiten arbeite, privaten US-Bürgerinnen und -Bürgern bei der Ausreise aus Israel zu helfen. Es betonte allerdings auch: »Warten Sie nicht auf die Hilfe der US-Regierung, um auszureisen. US-Bürger, die in der Lage sind, auf eigene Faust auszureisen, sollten das tun.«
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
USA verlegen B-2-Bomber in den Pazifik
Mehrere Medien berichten übereinstimmend, dass die US-Luftwaffe mehrere B-2-Bomber Richtung Pazifik verlegt hat. Die »Washington Post« beruft sich dabei auf Offizielle aus dem Weißen Haus.
B-2-Bomber können schwere »Bunker Buster«-Bomben tragen, die in der Lage wären, die unterirdischen Atomanlagen Irans zu zerstören. Israel verfügt nicht über derartige Bomben. Die Nachrichtenagentur Reuters und US-Zeitungen melden unter Berufung auf anonyme Quellen, dass die Bomber auf die Insel Guam verlegt werden. Vom amerikanischen Verteidigungsministerium gibt es bislang dazu keine Stellungnahme.
Die Verlegung von Flugzeugen bedeutet allerdings nicht, dass eine endgültige Entscheidung über einen US-Angriff auf Iran getroffen worden ist. Vielmehr ist es nicht unüblich, militärische Mittel in Stellung zu bringen, um dem Präsidenten mehrere Optionen zu bieten, auch wenn sie letztlich nicht eingesetzt werden.
Lesen Sie hier mehr über amerikanische Bunkerbrecher.
B-2-Bomber können schwere »Bunker Buster«-Bomben tragen, die in der Lage wären, die unterirdischen Atomanlagen Irans zu zerstören. Israel verfügt nicht über derartige Bomben. Die Nachrichtenagentur Reuters und US-Zeitungen melden unter Berufung auf anonyme Quellen, dass die Bomber auf die Insel Guam verlegt werden. Vom amerikanischen Verteidigungsministerium gibt es bislang dazu keine Stellungnahme.
Die Verlegung von Flugzeugen bedeutet allerdings nicht, dass eine endgültige Entscheidung über einen US-Angriff auf Iran getroffen worden ist. Vielmehr ist es nicht unüblich, militärische Mittel in Stellung zu bringen, um dem Präsidenten mehrere Optionen zu bieten, auch wenn sie letztlich nicht eingesetzt werden.
Lesen Sie hier mehr über amerikanische Bunkerbrecher.

Ein B-2-Bomber beim Auftanken während des Fluges (Archiv). Foto: AFP
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Huthis drohen USA im Falle eines Kriegseintritts
Die Huthi-Miliz im Jemen hat erklärt, sie würden erneut US-Schiffe im Roten Meer angreifen, wenn die USA in israelische Angriffe auf Iran verwickelt würden. »Wenn die USA in einen Angriff und eine Aggression gegen Iran gemeinsam mit dem israelischen Feind verwickelt werden, werden die Streitkräfte ihre Schiffe und Kriegsschiffe im Roten Meer ins Visier nehmen«, sagte der Militärsprecher der Gruppe, Yahya Saree, in einer Videoerklärung. Im Mai hatten sich die USA und die Huthis darauf verständigt, dass keine Seite die andere angreifen wird
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Erdoğan spricht mit Araghchi über Krieg
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat sich am Rande des Treffens der Islamischen Organisation für Zusammenarbeit (OIC) in Istanbul mit Irans Außenminister Abbas Araghchi besprochen. Thema sei der Krieg zwischen Israel und Iran gewesen, sowie auch weitere regionale und globale Themen, teilte die türkische Regierung via X mit.
Erdoğan sagte demnach, dass die Region keinen weiteren Krieg ertragen könne, Israel aufgehalten und der Streit um das iranische Atomprogramm am Verhandlungstisch gelöst werden müsse. Die Türkei sei bereit, ihren Teil dazu beizutragen – etwa einen Dialog zu fördern. Sofortige Schritte müssten unternommen werden, damit Iran und die USA technische und hochrangige Gespräche aufnähmen, sagte Erdoğan den Angaben zufolge zu Araghchi. Die Türkei werde diesen Prozess weiter unterstützen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Iran meldet neuen Drohnenangriff auf Israel
Iran hat nach eigenen Angaben einen neuen Angriff mit Drohnen auf Israel begonnen. Im Einsatz seien Dutzende sogenannte Kamikazedrohnen der regulären Streitkräfte, teilte der staatliche Rundfunk mit. Nach Darstellung der iranischen Armee handelte es sich um zwei Angriffswellen. Aus Israel gab es dafür zunächst keine Bestätigung.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Hochrangiger Berater von Khamenei überlebte israelischen Angriff offenbar
Eine Woche nach Kriegsbeginn hat sich offenbar ein wichtiger Berater von Irans oberstem Führer Ali Khamenei mit einem Lebenszeichen gemeldet. »Es war mein Schicksal, verwundet zu überleben – so bleibe ich weiterhin der Grund für den Hass des Feindes. Ich würde mich hundertmal opfern für Iran«, hieß es auf dem X-Account des früheren Generalsekretärs des Nationalen Sicherheitsrats, Ali Shamkhani.
Shamkhani war acht Jahre lang iranischer Verteidigungsminister, Marinekommandeur der Revolutionswächter und kandidierte 2001 für das Präsidentschaftsamt. Zuletzt arbeitete er als politischer Berater in einer Schlüsselfunktion für Khamenei. Am Freitag vor einer Woche gab es nach einem israelischen Angriff zunächst Gerüche über seinen Tod.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Trump und die »Zwei-Wochen-Nummer«
Anfang der Woche schien es noch so, als stünde der Einsatz amerikanischer Kampfflugzeuge über Iran kurz bevor. Nur die USA verfügen über die Bomber und Bunkerbrecher, die für Luftangriffe auf die tief unter der Erde gelegene iranische Atomfestung Fordo entscheidend wären. Doch dann bremste Präsident Donald Trump: Er wolle erst »in den nächsten zwei Wochen« über einen Kriegseintritt entscheiden, ließ er am Donnerstag verkünden.
Wie sinnvoll ist der Schritt? Militärisch womöglich durchaus. In zwei Wochen könnten die US-Streitkräfte einen weiteren Flugzeugträger in Stellung bringen. Auch hätte die israelische Armee mehr Zeit, um Flugabwehranlagen nahe Fordo zu zerstören.
Kritiker meinen hingegen, dass Trump die USA der Lächerlichkeit preisgebe und so alle diplomatischen Bemühungen untergrabe. Er halte einen Krieg mit Iran zwar für eine fürchterliche Idee, schrieb der demokratische US-Senator Chris Murphy auf X. Aber niemand glaube die »Zwei-Wochen-Nummer«. Am Ende tue Trump doch nichts. »Es lässt Amerika bloß schwach und albern aussehen.«
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat bestätigt, dass in dem von Israel angegriffenen Atomforschungszentrum in Isfahan (siehe Eintrag von 9.52 Uhr) eine »Werkstatt« für Uran-Zentrifugen getroffen worden ist. Es gebe aber kein nukleares Material in der Anlage, daher werde der Angriff keine radiologischen Folgen haben, zitiert die Atomenergiebehörde ihren Leiter Rafael Grossi.
Israel selbst hatte zuvor von einer Produktionsstätte für den Bau von Uran-Zentrifugen gesprochen.
Israel selbst hatte zuvor von einer Produktionsstätte für den Bau von Uran-Zentrifugen gesprochen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Teheran spricht von mehr als 400 Todesopfern
Iran gibt die Zahl der Todesopfer durch israelische Angriffe seit Kriegsbeginn am 13. Juni mit mehr als 400 an, mehrheitlich Zivilisten. 3056 Menschen seien verletzt worden, erklärte das iranische Gesundheitsministerium. Eine in den USA ansässige Nichtregierungsorganisation bezifferte die Zahl der in Iran getöteten Menschen auf 657. Hierunter seien mindestens 263 Zivilisten, darunter mehr als 20 Kinder, erklärte die Human Rights Activists News Agency. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Lesen Sie hier den Artikel von Maximilian Popp, Dunja Ramadan und Gilda Sahebi darüber, wie unvorbereitet der Krieg die Menschen in Iran erwischt hat.
Lesen Sie hier den Artikel von Maximilian Popp, Dunja Ramadan und Gilda Sahebi darüber, wie unvorbereitet der Krieg die Menschen in Iran erwischt hat.

Foto: Taraneh Bazdari / EPA
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Nächster Charterflug für Deutsche in Israel
Am Nachmittag sollen weitere deutsche Staatsbürger und enge Familienangehörige, die in Israel festsaßen, mit einem weiteren Sonderflug aus der jordanischen Hauptstadt Amman nach Deutschland gebracht werden. Der Sonderflug soll aus Jordanien starten, weil der Luftraum über Israel weiterhin gesperrt ist, wie es aus dem Auswärtigen Amt heißt.
Das Auswärtige Amt hatte in den vergangenen Tagen bereits zwei Charterflüge mit 345 Personen an Bord über den Flughafen Amman nach Deutschland organisiert. In der Nacht zum Samstag landeten dann auch zwei Maschinen der Bundeswehr mit 64 deutschen Israel-Rückkehrern am Flughafen Köln/Bonn in Nordrhein-Westfalen. Die Luftwaffe hat damit erstmals seit Beginn des Krieges zwischen Israel und Iran vor rund einer Woche deutsche Staatsbürger direkt aus Israel ausgeflogen.

Ein Charterflug aus Amman landet am 18.6. in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert / dpa
Angaben dazu, wie viele Deutsche am Nachmittag per Sonderflug aus Amman ausgeflogen werden sollen, gab es zunächst nicht. »Wir halten alle auf der Krisenvorsorgeliste registrierten Deutschen über Details zu diesen Flügen informiert«, hieß es dazu weiter. Die Anreise zum Flughafen müsse »nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen und individuellen Umständen eigenständig erfolgen«. Um deutsche Staatsangehörige vor Ort zu unterstützen, befinde sich Botschaftspersonal in Amman am Grenzübergang Allenby zwischen Jordanien und Israel und am Flughafen Amman.
Den Angaben aus dem Auswärtigen Amt zufolge befinden sich derzeit noch rund 1000 Deutsche in Iran sowie rund 4000 deutsche Staatsangehörige in Israel. Die »kommerziellen Flugmöglichkeiten aus Amman» seien weiterhin nicht ausreichend. Das Auswärtige Amt ruft nach wie vor alle Deutschen dazu auf, sich auf der Krisenvorsorgeliste Elefand zu registrieren und die Daten aktuell zu halten.
Auch die Ausreise von Deutschen aus Iran sei »weiter sehr schwierig«. Sonderflüge für Deutsche, die sich aktuell in Iran befinden, kündigte das Auswärtige Amt nicht an.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Iran macht Inhaftierung eines deutschen Touristen öffentlich
Iran hat die Inhaftierung eines deutschen Touristen bekannt gegeben. Wie die iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtet, wird dem jungen Mann Spionage vorgeworfen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa ist die Festnahme allerdings bereits im vergangenen Jahr erfolgt. Der Mann wurde danach in das berüchtigte Ewin-Gefängnis in der Hauptstadt Teheran gebracht. Laut der »Times of Israel« ist der Verhaftete jüdischen Glaubens.
In einem von der Agentur Mehr verbreiteten Video wird geschildert, wie der Geheimdienst der mächtigen Revolutionswächter den jungen Radtouristen in der Provinz Markasi nahe der Atomanlage Arak festnahm. Das Auswärtige Amt in Berlin wollte sich auf dpa-Anfrage nicht äußern.
Dem Mann wird dem Bericht zufolge vorgeworfen, Koordinaten und Standorte sensibler militärischer und nuklearer Einrichtungen aufgenommen und übermittelt zu haben. Weitere Einzelheiten zu den Spionagevorwürfen und etwaigen juristischen Schritten waren zunächst nicht bekannt.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen

