Krieg in Nahost am 22. Juni Trump äußert sich rätselhaft über »Regimewechsel« in Iran
Donald Trump postet über die Zukunft der iranischen Regierung. Und: Die Eingänge der iranischen Atomanlage Isfahan sind getroffen worden. Das war das Newsblog vom 22. Juni.
Mit
Anna-Lena Abbott,
Cornelius Dieckmann,
Malte Göbel,
Björn Hengst,
Armin Himmelrath,
Miriam Khan,
Marina Kormbaki,
Maximilian Popp,
Mathieu von Rohr,
Alexander Sarovic,
Benjamin Schulz,
Alexander Schmitt,
Janko Tietz,
Verena Töpper,
Nadine Wolter und
Solveig Eichner (Fotos) und Milan Schmidt (Bildredaktion)
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Wichtige Updates
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Das Wichtigste in Kürze:
- Die USA haben in der Nacht zu Sonntag in der Operation »Midnight Hammer« drei Atomanlagen in Iran attackiert.
- Die unterirdische Uran-Anreicherungsanlage in Fordo sowie Einrichtungen in Natans und Isfahan seien »vollständig zerstört« worden, sagte US-Präsident Donald Trump. Hier lesen Sie, wie groß die Schäden tatsächlich sind.
- Iran droht den USA und Israel mit Konsequenzen. Diplomatische Verhandlungen schließt Außenminister Abbas Araghchi zurzeit aus. Das sind die zwei Optionen, die Iran jetzt hat.
- Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wurde nach SPIEGEL-Informationen erst nach Beginn der US-Militärschläge von der Trump-Regierung informiert. Großbritannien will informiert gewesen sein. Berlin, Paris und London warnen Teheran vor weiterer Eskalation
- Bei einem Gegenangriff Irans auf Israel gibt es laut dem israelischen Rettungsdienst mehr als 85 Verletzte.
Israel hat am 13. Juni einen groß angelegten Luftangriff auf Iran gestartet, die Operation »Rising Lion«. Ziel waren Militäreinrichtungen und Atomanlagen sowie Anführer der iranischen Militärelite und Atomwissenschaftler. Iran wertet den Angriff als Kriegserklärung. Beide Länder greifen sich seitdem an.
Lesen Sie hier mehr dazu:
- Netanyahus Krieg, Trumps Taktik: Ein möglicher Machtwechsel in Iran birgt enorme Gefahren. Die SPIEGEL-Titelstory.
- Krieg in Nahost: Diese zwei Optionen hat das iranische Regime jetzt. Beide sind gefährlich.
- Nach US-Luftangriffen: Ist Irans Atomprogramm jetzt zerstört?
- Bunkerbrecher GBU-57 des US-Militärs: 14 Tonnen Durchschlagskraft
- So lief Operation »Rising Lion« ab: Ein Überblick in Karten, Videoaufnahmen und Grafiken
- Drohnen, Jets, Bunkerbrecher: Wie ging Israels Militär vor?
- Was fehlt Iran noch zur Fertigung von Atomwaffen? Irans Weg zur Bombe
- Doppelagenten, Drohnenschmuggel, Fallen: So konnte Israel Irans Machtapparat unterwandern
- Verzweiflung und Wut nach Israels Angriff: Protokolle von Iranerinnen und Iranern
- Irans Schlagkraft: Wie gefährlich sind Irans Raketen noch für Israel?
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Liebe Leserinnen, liebe Leser, wir beenden unseren Newsblog an dieser Stelle. Über alle weiteren Entwicklungen halten wir Sie nun hier auf dem Laufenden.
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Trump äußert sich zweideutig zu Irans Regierung
US-Präsident Trump bekräftigte bislang, bei den militärischen Aktionen Israels und jetzt der USA gegen Iran sei es nur um das Atomprogramm gegangen. Da alle Verhandlungen bislang gescheitert seien, wären Angriffe die logische Konsequenz gewesen.
Nun äußerte sich Trump auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social direkt zu Irans Regierung und spricht von Regimewechsel – auch, wenn er sich in dem Posting vermeintlich wieder distanziert: »Es ist politisch nicht korrekt, den Begriff ›Regimewechsel‹ zu verwenden, aber wenn das gegenwärtige iranische Regime nicht in der Lage ist, den Iran wieder groß zu machen, warum sollte es dann keinen Regimewechsel geben?«
Kurz vor Trumps Post bekräftigte US-Vizepräsident JD Vance, es gehe den USA nicht um einen Regimewechsel.
Nun äußerte sich Trump auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social direkt zu Irans Regierung und spricht von Regimewechsel – auch, wenn er sich in dem Posting vermeintlich wieder distanziert: »Es ist politisch nicht korrekt, den Begriff ›Regimewechsel‹ zu verwenden, aber wenn das gegenwärtige iranische Regime nicht in der Lage ist, den Iran wieder groß zu machen, warum sollte es dann keinen Regimewechsel geben?«
Kurz vor Trumps Post bekräftigte US-Vizepräsident JD Vance, es gehe den USA nicht um einen Regimewechsel.
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Was bedeutet der US-Angriff für die Benzinpreise?
Ein großer Teil des weltweiten Öls und verflüssigten Erdgases (LNG) wird durch die Straße von Hormus transportiert, eine Wasserstraße, die an einem Teil der Südgrenze Irans verläuft.
Laut der US-Energieinformationsbehörde fließt täglich etwa ein Fünftel des weltweiten Öls und der damit verbundenen Produkte durch die Straße von Hormus. Ein ähnlicher Anteil von LNG, also für den Transport abgekühltes Erdgas, nimmt ebenfalls diesen Weg. Mehr als 80 Prozent dieser Brennstoffe gehen nach Asien, dortige Länder seien laut US-Energiebehörde von einer Schließung besonders stark betroffen.
Für Iran wäre es schwierig, die Straße von Hormus über längere Zeit zu schließen, da das Land wirtschaftlich selbst von der Wasserstraße abhängig ist. Aber Iran könnte die Passage gefährlicher machen, so Analysten. »Mehrere Sicherheitsexperten sind der Ansicht, dass Iran in der Lage ist, einzelne Tanker und wichtige Häfen mit Raketen und Minen anzugreifen«, schrieben Analysten von RBC Capital Markets laut »New York Times«.
Laut der US-Energieinformationsbehörde fließt täglich etwa ein Fünftel des weltweiten Öls und der damit verbundenen Produkte durch die Straße von Hormus. Ein ähnlicher Anteil von LNG, also für den Transport abgekühltes Erdgas, nimmt ebenfalls diesen Weg. Mehr als 80 Prozent dieser Brennstoffe gehen nach Asien, dortige Länder seien laut US-Energiebehörde von einer Schließung besonders stark betroffen.
Für Iran wäre es schwierig, die Straße von Hormus über längere Zeit zu schließen, da das Land wirtschaftlich selbst von der Wasserstraße abhängig ist. Aber Iran könnte die Passage gefährlicher machen, so Analysten. »Mehrere Sicherheitsexperten sind der Ansicht, dass Iran in der Lage ist, einzelne Tanker und wichtige Häfen mit Raketen und Minen anzugreifen«, schrieben Analysten von RBC Capital Markets laut »New York Times«.
Jeder Versuch, die Straße zu schließen, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet, würde höchstwahrscheinlich die Ölpreise in die Höhe schnellen lassen. Bereits in den vergangenen zwei Wochen sind die US-Ölpreise um rund 15 Prozent gestiegen und lagen am Freitag bei 74,93 Dollar.
In der vergangenen Woche kollidierten zwei Öltanker in der Nähe der Meerenge, nachdem zahlreiche Schiffe von Störungen ihrer GPS-Systeme berichteten. Die Vereinigten Arabischen Emirate führten den Unfall auf Navigationsfehler zurück.
In der vergangenen Woche kollidierten zwei Öltanker in der Nähe der Meerenge, nachdem zahlreiche Schiffe von Störungen ihrer GPS-Systeme berichteten. Die Vereinigten Arabischen Emirate führten den Unfall auf Navigationsfehler zurück.

Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman. Foto: The Visible Earth/NASA
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Ex-Mossad-Chef Cohen fordert Sturz des iranischen Regimes
Yossi Cohen, der ehemalige Chef des israelischen Geheimdienstes Mossad, pocht auf einen Regimewechsel in Iran: »Ich würde dem Premierminister und der aufgeklärten Welt empfehlen, diese einmalige Gelegenheit zu nutzen, um den vollständigen Sturz des Regimes herbeizuführen«, sagt Cohen in einem Interview mit dem israelischen Channel 12. »Ich glaube, dass die entsprechenden Geheimdienstinformationen dafür vorliegen.«
In Iran gebe es »ein großes Volk, eine kluge und moderne Nation, die sich für Demokratie einsetzt«. Dieser müsse Israel eine Chance geben und dafür müsse das Regime von Khamenei »vollständig beseitigt« werden.
In Iran gebe es »ein großes Volk, eine kluge und moderne Nation, die sich für Demokratie einsetzt«. Dieser müsse Israel eine Chance geben und dafür müsse das Regime von Khamenei »vollständig beseitigt« werden.

Yossi Cohen. Foto: Reuters (Aufnahme aus dem Jahr 2016)
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Wortgefechte bei Dringlichkeitssitzung des Uno-Sicherheitsrats
Bei der Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats in New York lieferten sich die Gesandten der USA, Irans, Russlands und China einen Schlagabtausch.
Der Gesandte der USA bei den Vereinten Nationen appellierte an den Sicherheitsrat, Iran dazu aufzufordern, seine Bemühungen zur Auslöschung Israels und sein Streben nach Atomwaffen zu beenden. Der stellvertretende US-Gesandte gab an, Iran habe sein Atomwaffenprogramm lange verschleiert und die Bemühungen der USA in gutem Glauben bei den jüngsten Verhandlungen blockiert.
Irans Uno-Gesandter sagte, Zeitpunkt, Art und Umfang der angemessenen Reaktion Irans auf die US-Angriffe würden von Irans Streitkräften entschieden. Alle US-Vorwürfe gegen Iran seien unbegründet, hätten keine rechtliche Grundlage und seien politisch motiviert.
Der Gesandte der USA bei den Vereinten Nationen appellierte an den Sicherheitsrat, Iran dazu aufzufordern, seine Bemühungen zur Auslöschung Israels und sein Streben nach Atomwaffen zu beenden. Der stellvertretende US-Gesandte gab an, Iran habe sein Atomwaffenprogramm lange verschleiert und die Bemühungen der USA in gutem Glauben bei den jüngsten Verhandlungen blockiert.
Irans Uno-Gesandter sagte, Zeitpunkt, Art und Umfang der angemessenen Reaktion Irans auf die US-Angriffe würden von Irans Streitkräften entschieden. Alle US-Vorwürfe gegen Iran seien unbegründet, hätten keine rechtliche Grundlage und seien politisch motiviert.
Russlands Uno-Gesandter verurteilte die »unverantwortlichen, gefährlichen und provokanten Maßnahmen der USA« gegen Iran und forderte die sofortige Einstellung der »aggressiven Aktionen Israels und der USA«. Russland, das gerade selbst einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, behauptete, die USA hätten die Büchse der Pandora geöffnet. Niemand wisse, welche neuen Katastrophen und welches Leid sie mit sich bringen würden. Die USA seien offensichtlich nicht interessiert an Diplomatie.
Chinas Uno-Gesandter forderte die Konfliktparteien – insbesondere Israel – dazu auf, einen Waffenstillstand zu erreichen. Die Diplomatie zur Lösung der iranischen Atomprobleme sei noch nicht erschöpft. Es bestehe Hoffnung auf eine friedliche Lösung.
Chinas Uno-Gesandter forderte die Konfliktparteien – insbesondere Israel – dazu auf, einen Waffenstillstand zu erreichen. Die Diplomatie zur Lösung der iranischen Atomprobleme sei noch nicht erschöpft. Es bestehe Hoffnung auf eine friedliche Lösung.
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Selenskyj lobt US-Entschlossenheit
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den amerikanischen Militärschlag gegen Teheran indirekt gutgeheißen und sich zugleich entschieden gegen die Verbreitung von Atomwaffen ausgesprochen. »Es ist wichtig, dass es eine amerikanische Entschlossenheit gibt, dies zu tun – die Entschlossenheit von Präsident Donald Trump«, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache.
Wenn Kremlchef Wladimir Putin alle Friedensvorschläge, auch die amerikanischen, ablehne, sei es nicht verwunderlich, dass auch Teheran sie ablehne. «Aber sie alle müssen die Kraft der internationalen Solidarität und die Unzulässigkeit jeder Ausbreitung des Terrors spüren«, so Selenskyj. Neben militärischen Einsätzen sei aber auch Diplomatie gefragt. Diese müsse überall funktionieren, »im Nahen Osten, in der Golfregion, und hier in Europa, in der Ukraine.«
Wenn Kremlchef Wladimir Putin alle Friedensvorschläge, auch die amerikanischen, ablehne, sei es nicht verwunderlich, dass auch Teheran sie ablehne. «Aber sie alle müssen die Kraft der internationalen Solidarität und die Unzulässigkeit jeder Ausbreitung des Terrors spüren«, so Selenskyj. Neben militärischen Einsätzen sei aber auch Diplomatie gefragt. Diese müsse überall funktionieren, »im Nahen Osten, in der Golfregion, und hier in Europa, in der Ukraine.«
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Macht Netanyahu mit dem Krieg weiter, bis das iranische Regime fällt?
Israel führt seinen Krieg gegen Iran auch nach den Schlägen der USA gegen drei iranische Atomanlagen offenbar unvermindert fort. In Teheran kam es am Sonntag nach Berichten iranischer Medien zu mehreren Explosionen. »Wir werden diese historische Operation nicht beenden, bevor wir alle unsere Ziele erreicht haben«, sagte Netanyahu in einer Rede am Sonntag. Welche Ziele genau er meint, führte er nicht aus. Der Frage, ob er nun auch das Regime in Teheran stürzen wolle, wich er aus: »Ich glaube an weniger Worte und mehr Taten.«
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Der US-Angriff auf die Atomanlagen in Iran zeigt einmal mehr: Deutschland und die Europäer können in diesen Wochen keinen Einfluss nehmen, kommentierte SPIEGEL-Hauptstadtkorrespondent Severin Weiland. Warum Europa im Abseits steht und worum es jetzt allenfalls für sie noch gehen kann, lesen Sie hier in seinem Text.

Donald Trump beim G7-Gipfel in Kanada, Mitte Juni 2025: »Der Kanzler, die Europäer, sie sind wahrlich nicht zu beneiden«. Foto: Suzanne Plunkett / AP
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Iranischer Außenminister zu Gesprächen in Moskau eingetroffen
Irans Außenminister Abbas Araghchi ist in Moskau gelandet. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna meldet, dass Araghchi am Montag mit Kremlchef Wladimir Putin und weiteren hochrangigen russischen Vertretern besprechen will, wie es nun nach den Angriffen der USA weitergehen soll.
Araghchi hatte zuvor bei einem Treffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit in Istanbul gesagt, die USA hätten mit ihren Angriffen auf Iran »eine sehr dicke rote Linie überschritten«. Sein Land sei »angegriffen und überfallen« worden und werde mit »legitimer Selbstverteidigung« antworten.
Araghchi hatte zuvor bei einem Treffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit in Istanbul gesagt, die USA hätten mit ihren Angriffen auf Iran »eine sehr dicke rote Linie überschritten«. Sein Land sei »angegriffen und überfallen« worden und werde mit »legitimer Selbstverteidigung« antworten.
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Schwere Schäden in Isfahan, keine Kenntnis zu unterirdischen Beeinträchtigungen
Die UN-Atomaufsichtsbehörde IAEA bestätigt, dass Teile des iranischen Nuklearkomplexes Isfahan beschädigt wurden. »Wir haben festgestellt, dass Eingänge zu unterirdischen Tunneln auf dem Gelände getroffen wurden«, teilt die IAEA mit. Anfang Juni hatte es geheißen, ein Großteil des am höchsten angereicherten Urans Irans sei unterirdisch in Isfahan gelagert.
IAEA-Chef Rafael Grossi schilderte gegenüber dem UN-Sicherheitsrat den seiner Behörde bekannten Zustand der drei attackierten Anlagen.
IAEA-Chef Rafael Grossi schilderte gegenüber dem UN-Sicherheitsrat den seiner Behörde bekannten Zustand der drei attackierten Anlagen.
An der gut befestigten unterirdischen Uran-Anreicherungslage Fordo seien Krater zu sehen, sagte Grossi bei der Dringlichkeitssitzung des Gremiums in New York. »Zu diesem Zeitpunkt ist niemand – auch nicht die IAEA – in der Lage, unterirdische Schäden an Fordo zu bewerten.«

Ein Satellitenbild vom 22. Juni zeigt Asche und Schutt in der Atomanlage in Isfahan. Maxar Technologies
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Iranischer Staatssender meldet Explosionen im Osten Teherans
Im Osten der iranischen Hauptstadt Teheran ist es nach Angaben des staatlichen Fernsehens zu Explosionen gekommen. Dort seien mehrere Militärstützpunkte, berichtete der iranische Staatssender IRIB. In der Vorstadt Partschin befindet sich unter anderem ein hochsensibler militärischer Komplex.
Nach Angaben des israelischen Militärs greifen die Streitkräfte derzeit militärische Infrastruktureinrichtungen in Teheran und im Westen Irans an. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
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Trump soll bereits am Mittwoch den Angriff entschieden haben
Noch am Donnerstag hatte US-Präsident Trump gesagt, er wolle binnen zwei Wochen entscheiden, ob die USA in den Krieg zwischen Iran und Israel eintreten werden. Bis dahin habe die iranische Führung Zeit, mit den USA zu verhandeln.
Nun berichtet das US-Magazin »The Atlantic«, Trump habe seine Entscheidung, die iranischen Atomanlagen zu bombardieren, nach einem Treffen mit nationalen Sicherheitsberatern bereits am Mittwoch getroffen. Die Zwei-Wochen-Frist sei eine Finte gewesen, um die Iraner zu verunsichern. Auch die »Times of Israel« berichtet über den Vorgang und bezieht sich auf den hebräischen Sender Channel 12.
Trump entschied sich demnach für den Luftangriff, weil er vom Erfolg der israelischen Offensive beeindruckt gewesen sein soll. Israel hatte zuvor die iranische Luftverteidigungsfähigkeit weitgehend untergraben. Trump sei zu der Überzeugung gelangt, dass »ein kleiner Schubs von uns sie unglaublich erfolgreich machen würde«, zitiert »The Atlantic« einen Vertrauten Trumps.
Die Entscheidung folgte Berichten zufolge auch nach intensiver Lobbyarbeit von Premierminister Benjamin Netanyahu und dem Minister für strategische Angelegenheiten, Ron Dermer, die Trump aufgefordert haben sollen, »Geschichte zu schreiben«.
US-Vizepräsident JD Vance soll Channel 12 zufolge Vorbehalte gegen einen Angriff gehabt, er habe den Schritt letztlich aber unterstützt.
Nun berichtet das US-Magazin »The Atlantic«, Trump habe seine Entscheidung, die iranischen Atomanlagen zu bombardieren, nach einem Treffen mit nationalen Sicherheitsberatern bereits am Mittwoch getroffen. Die Zwei-Wochen-Frist sei eine Finte gewesen, um die Iraner zu verunsichern. Auch die »Times of Israel« berichtet über den Vorgang und bezieht sich auf den hebräischen Sender Channel 12.
Trump entschied sich demnach für den Luftangriff, weil er vom Erfolg der israelischen Offensive beeindruckt gewesen sein soll. Israel hatte zuvor die iranische Luftverteidigungsfähigkeit weitgehend untergraben. Trump sei zu der Überzeugung gelangt, dass »ein kleiner Schubs von uns sie unglaublich erfolgreich machen würde«, zitiert »The Atlantic« einen Vertrauten Trumps.
Die Entscheidung folgte Berichten zufolge auch nach intensiver Lobbyarbeit von Premierminister Benjamin Netanyahu und dem Minister für strategische Angelegenheiten, Ron Dermer, die Trump aufgefordert haben sollen, »Geschichte zu schreiben«.
US-Vizepräsident JD Vance soll Channel 12 zufolge Vorbehalte gegen einen Angriff gehabt, er habe den Schritt letztlich aber unterstützt.
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Uno-Generalsekretär Guterres warnt vor weiteren Vergeltungsschlägen
Der Uno-Sicherheitsrat ist in New York zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengekommen. Es handelt sich bereits um die dritte Sitzung des UN-Gremiums seit Beginn der israelischen Angriffe auf Iran am 13. Juni.
Zum Auftakt sprach der Uno-Generalsekretär António Guterres und rief zu Zurückhaltung und Diplomatie auf: »Wir können und dürfen den Frieden nicht aufgeben.« Die Menschen in der Region könnten keinen weiteren Zyklus der Zerstörung ertragen. Es bestehe das Risiko, dass nun eine Vergeltung der nächsten folgen werde. Stattdessen müsse eine diplomatische Lösung gesucht werden: »Zivilisten müssen geschützt werden. Die sichere Meeresschifffahrt muss garantiert werden«, so Guterres.
Zum Auftakt sprach der Uno-Generalsekretär António Guterres und rief zu Zurückhaltung und Diplomatie auf: »Wir können und dürfen den Frieden nicht aufgeben.« Die Menschen in der Region könnten keinen weiteren Zyklus der Zerstörung ertragen. Es bestehe das Risiko, dass nun eine Vergeltung der nächsten folgen werde. Stattdessen müsse eine diplomatische Lösung gesucht werden: »Zivilisten müssen geschützt werden. Die sichere Meeresschifffahrt muss garantiert werden«, so Guterres.

Uno-Generalsekretär António Guterres bei seiner Rede in New York. AFP
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Anti-US-Demonstrationen in Teheran und anderen iranischen Städten
Nach den US-Angriffen in Iran sind zahlreiche Menschen in Teheran und weiteren iranischen Städten bei Demonstrationen auf die Straßen gegangen. Unter ihnen war auch der iranische Präsident Masoud Pezeshkian, wie die Nachrichtenagentur Fars berichtete. Teilnehmer der staatlich organisierten Demonstrationen skandierten Parolen gegen die USA und Israel.

Proteste in Teheran. Foto: IMAGO/SNA
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Iran beklagt sieben getötete Revolutionswächter
Bei israelischen Angriffen auf zwei Militäranlagen nahe der Stadt Yazd im Zentrum Irans sind nach iranischen Angaben sieben Mitglieder der Revolutionswächter und zwei Soldaten ums Leben gekommen.
Nach israelischen Angaben flogen am Nachmittag rund 30 Kampfflugzeuge massive Angriffe in Yazd. Dort seien Mittelstreckenraketen vom Typ »Chorramschahr« gelagert gewesen, heißt es als Begründung. Diese Raketen haben eine Reichweite von rund 2000 Kilometern. 60 Raketen dieser Art sollen zuletzt von einem strategischen Raketenkommando in Yazd auf Israel abgefeuert worden sein.
Nach israelischen Angaben flogen am Nachmittag rund 30 Kampfflugzeuge massive Angriffe in Yazd. Dort seien Mittelstreckenraketen vom Typ »Chorramschahr« gelagert gewesen, heißt es als Begründung. Diese Raketen haben eine Reichweite von rund 2000 Kilometern. 60 Raketen dieser Art sollen zuletzt von einem strategischen Raketenkommando in Yazd auf Israel abgefeuert worden sein.
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Israels Luftraum bleibt vorerst geschlossen
Erst am Nachmittag hatte El Al, die größte Fluggesellschaft Israels, auf ihrer Website mitgeteilt, dass ihre Flüge von und nach Israel wieder starten würden. Nun heißt es von El Al: »Der israelische Luftraum ist geschlossen.«
Reguläre Flüge der Airlines El Al und Sundor seien bis zum 27. Juni gestrichen. Passagiere, deren Flüge bis zum 15. Juli starten sollen, seien für neue Buchungen gesperrt, »bis sich die Sicherheitslage geklärt hat«, damit »Lösungen für Passagiere gefunden werden können, deren Flüge gestrichen wurden«.
Wie die »New York Times« berichtet, soll der israelische Luftraum wohl am Montag für eine begrenzte Anzahl von ankommenden und abgehenden Flügen wieder geöffnet werden.
Reguläre Flüge der Airlines El Al und Sundor seien bis zum 27. Juni gestrichen. Passagiere, deren Flüge bis zum 15. Juli starten sollen, seien für neue Buchungen gesperrt, »bis sich die Sicherheitslage geklärt hat«, damit »Lösungen für Passagiere gefunden werden können, deren Flüge gestrichen wurden«.
Wie die »New York Times« berichtet, soll der israelische Luftraum wohl am Montag für eine begrenzte Anzahl von ankommenden und abgehenden Flügen wieder geöffnet werden.
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Trump spottet über Parteikollegen
US-Präsident Trump kritisierte auf seiner Plattform Truth Social den republikanischen Abgeordneten Tom Massie aus Kentucky scharf und bezeichnete ihn als »Loser«, gegen den er Wahlkampf führen werde. Massie hatte Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der Angriffe auf Iran ohne die Zustimmung des Kongresses geäußert.
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Satellitenbilder zeigen iranische Atomanlagen Natans und Isfahan nach dem US-Angriff
Auf die Atomfabrik Natans haben die USA laut US-Medien zwei Bomben von einem Tarnkappenbomber des Typs B-2 abgeworfen. Zudem feuerten sie Marschflugkörper von U-Booten auf die Anlage. Weitere Marschflugkörper schlugen in der Atomanlage in Isfahan im Zentrum Irans ein. Neue Satellitenbilder zeigen nun die Schäden an beiden Orten.
Die Atomfabrik Natans galt als schwer gesichert. Sie liegt rund 250 Kilometer südlich von Teheran und ist die bekannteste iranische Atomanlage; ihre Existenz wurde 2002 enthüllt. Sie besteht aus einer oberirdischen und einer unterirdischen Anlage zur Urananreicherung mit insgesamt fast 70 Kaskaden, in denen mehr als 10.000 Zentrifugen hintereinander geschaltet sind.
Der Chef der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA), Rafael Grossi, hatte vor den US-Angriffen bestätigt, dass die Anlage bereits von Israel getroffen worden war.
Die Atomfabrik Natans galt als schwer gesichert. Sie liegt rund 250 Kilometer südlich von Teheran und ist die bekannteste iranische Atomanlage; ihre Existenz wurde 2002 enthüllt. Sie besteht aus einer oberirdischen und einer unterirdischen Anlage zur Urananreicherung mit insgesamt fast 70 Kaskaden, in denen mehr als 10.000 Zentrifugen hintereinander geschaltet sind.
Der Chef der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA), Rafael Grossi, hatte vor den US-Angriffen bestätigt, dass die Anlage bereits von Israel getroffen worden war.

Auf diesem Satellitenbild der Atomanlage Natans ist ein Bombenkrater zu erkennen. Satellitenbilder: Maxar Technologies, Stand: 22.6.2025

In Isfahan wurden mehrere Gebäude zerstört. Satellitenbilder: Maxar Technologies, Stand: 22.6.2025

Schutt und Asche bedecken die Anlage in Isfahan. Satellitenbilder: Maxar Technologies, Stand: 22.6.2025
Auch vier Gebäude in Isfahan waren schon vor dem Eingreifen der USA von Israel getroffen worden, darunter auch eine Urankonversionsanlage. Die Urankonversion ist eine Vorstufe der Anreicherung, bei der das Uran später weiterverarbeitet wird, damit es als Brennstoff für Kraftwerke oder auch für Atomwaffen verwendet werden kann. Die Anlage zur Urankonversion in Isfahan wurde 2004 industriell getestet. 2009 wurde ein Labor eingeweiht, in dem schwach angereicherter atomarer Brennstoff für mögliche Atomkraftwerke produziert wird. Im Juli 2022 wurden Pläne für den Bau eines neuen Forschungsreaktors auf dem Gelände bekannt.
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Nach dem Angriff auf Nuklearanlagen spricht das US-Militär von »großen Schäden«, doch wie groß sind sie genau? SPIEGEL-Redakteur Paul-Anton Krüger analysiert, dass Iran auf dem Weg zu einer Bombe um Jahre zurückgeworfen worden sein dürfte. Lesen Sie hier den Text.

Satellitenaufnahmen der Anreicherungsanlage Fordo nach dem US-Angriff . Foto: Maxar Technologies / REUTERS
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Golfstaaten beziehen Stellung
Arabische Golfstaaten, in denen die USA Militärstützpunkte unterhalten, gaben laut »New York Times« eine Reihe von Erklärungen ab. Darin äußerten sie ihre Bestürzung über den amerikanischen Angriff auf iranische Atomanlagen, ohne aber die USA zu verurteilen. Die USA gelten als wichtigster Verbündeter der Golfstaaten.
Das US-Militär hat viele Stützpunkte rund um den Persischen Golf, etwa in Bahrain und Katar. Sie sind Luftlinie nicht sehr weit von Iran entfernt und könnten zu Zielen werden. In der gesamten Region sind aktuell rund 40.000 US-Soldatinnen und Soldaten stationiert.
Das US-Militär hat viele Stützpunkte rund um den Persischen Golf, etwa in Bahrain und Katar. Sie sind Luftlinie nicht sehr weit von Iran entfernt und könnten zu Zielen werden. In der gesamten Region sind aktuell rund 40.000 US-Soldatinnen und Soldaten stationiert.
Das saudi-arabische Außenministerium rief zur Deeskalation und Zurückhaltung auf und erklärte, es verfolge die Situation mit »großer Sorge«.
Das Außenministerium von Katar bedauerte »die Verschlechterung der Situation durch die Angriffe auf iranische Atomanlagen« und äußerte die Hoffnung, dass alle Parteien »Weisheit« und Zurückhaltung walten lassen würden. Zuvor verurteilte der Premierminister des Landes Israel noch namentlich und erklärte, die israelischen Angriffe auf den Iran stellten »eine eklatante Verletzung der Souveränität und Sicherheit des Iran« dar.
Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate vermieden es ebenfalls, die Vereinigten Staaten zu erwähnen, äußerten aber im Falle Kuwaits »tiefe Besorgnis« über die Bombardierung iranischer Atomanlagen.
Das Außenministerium von Katar bedauerte »die Verschlechterung der Situation durch die Angriffe auf iranische Atomanlagen« und äußerte die Hoffnung, dass alle Parteien »Weisheit« und Zurückhaltung walten lassen würden. Zuvor verurteilte der Premierminister des Landes Israel noch namentlich und erklärte, die israelischen Angriffe auf den Iran stellten »eine eklatante Verletzung der Souveränität und Sicherheit des Iran« dar.
Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate vermieden es ebenfalls, die Vereinigten Staaten zu erwähnen, äußerten aber im Falle Kuwaits »tiefe Besorgnis« über die Bombardierung iranischer Atomanlagen.
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Außenminister Wadephul: »Es muss eine Verhandlungslösung geben«
In der ARD-Sendung »Bericht aus Berlin« hat Bundesaußenminister Johann Wadephul Iran aufgefordert, direkte Gespräche mit den USA aufzunehmen: »Jetzt muss eine neue Chance genutzt werden. Und ich hoffe, dass es jetzt keine weitere Eskalation gibt, sondern dass jetzt wirklich gesprochen wird.«
Wadephul betonte, dass Iran eine rote Linie überschritten habe, indem Uran weit über den für die zivile Nutzung nötigen Wert angereichert worden sei. Die USA hätten sich »offensichtlich genötigt gesehen, aufgrund nachrichtendienstlicher Erkenntnisse diesen Schritt zu gehen«.
Niemand empfinde es als gut, wenn eine kriegerische Auseinandersetzung fortgeführt werde, so Wadephul, deshalb werde Deutschland zusammen mit Großbritannien und Frankreich »weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, dass wir jetzt ernsthaft verhandeln. Jeder weiß, es muss eine Verhandlungslösung geben. Ich denke, alle sind dazu bereit.«
Wadephul betonte, dass Iran eine rote Linie überschritten habe, indem Uran weit über den für die zivile Nutzung nötigen Wert angereichert worden sei. Die USA hätten sich »offensichtlich genötigt gesehen, aufgrund nachrichtendienstlicher Erkenntnisse diesen Schritt zu gehen«.
Niemand empfinde es als gut, wenn eine kriegerische Auseinandersetzung fortgeführt werde, so Wadephul, deshalb werde Deutschland zusammen mit Großbritannien und Frankreich »weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, dass wir jetzt ernsthaft verhandeln. Jeder weiß, es muss eine Verhandlungslösung geben. Ich denke, alle sind dazu bereit.«

Außenminister Johann Wadephul (mit EU-Außenbeauftragter Kaja Kallas) . Foto: Denis Balibouse/REUTERS
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Mit den Bombenangriffen der USA geht der Krieg in eine neue Phase: Das Regime in Iran ist stark geschwächt – und deshalb womöglich umso bedrohlicher. Der stellvertretende Ressortleiter des SPIEGEL-Auslandsressorts, Maximilian Popp, skizziert zwei Optionen, die das iranische Regime jetzt hat. Beide sind gefährlich. Hier lesen Sie den Text.

Porträts von Ali Khamenei (in Beirut): Die Ajatollahs sind schwer gedemütigt und geschwächt. Foto: Marwan Naamani / dpa
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Irans Vizeaußenminister: Verhandeln ergibt keinen Sinn
Irans Vizeaußenminister Majid Takht Ravanchi schließt Gespräche mit den USA oder Israel aus: »Es ergibt überhaupt keinen Sinn, weiterzuverhandeln«, sagte er in der ARD-Sendung »Bericht aus Berlin« auf die Frage, ob Iran Kontakt mit den USA oder Israel aufnehmen werde. Iran wolle keine Gespräche nur um der Gespräche willen führen. Das iranische Militär wisse genau, was zu tun sei.
In den Wochen vor der Eskalation hatte US-Präsident Donald Trump mehrere Atomgesprächsrunden mit Teheran in die Wege geleitet. Jetzt, nach den Angriffen, sind die USA nach eigenen Angaben erneut offen für Gespräche. Laut US-Verteidigungsminister Pete Hegseth wurden öffentliche und private Nachrichten geschickt, um Iran die Möglichkeit zu geben, an den Verhandlungstisch zurückzukommen.

Majid Takht Ravanchi bei einer Rede vor den Vereinten Nationen im Jahr 2019. Getty Images North America
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Gemeinsame Erklärung der E3-Staaten (Frankreich, Großbritannien, Deutschland)
Bundeskanzler Friedrich Merz, der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer haben nach mehreren Telefonaten eine gemeinsame Erklärung verabschiedet. »Wir bekräftigen unseren Einsatz für Frieden und Stabilität für alle Länder der Region sowie unsere Unterstützung für die Sicherheit Israels«, heißt es darin.
Die Kernaussagen:
Die Kernaussagen:
- »Vom Iran darf keine Bedrohung mehr für die regionale Sicherheit ausgehen«; Iran dürfe »niemals« Nuklearwaffen besitzen.
- Iran wird aufgefordert, »Verhandlungen über ein Abkommen aufzunehmen, das alle Bedenken zu seinem Atomprogramm ausräumt«. Deutschland, Frankreich und Großbritannien seien bereit, in Abstimmung mit allen Seiten zu diesem Ziel beizutragen.
- »Wir rufen den Iran dringend auf, keine weiteren Maßnahmen zu ergreifen, die die Region destabilisieren könnten.«
Die US-Angriffe auf Iran werden in der Erklärung lediglich erwähnt, aber nicht bewertet.
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