Krieg in Nahost am 17.6. Iran will Israel mit Hyperschallraketen angegriffen haben
Teheran meldet Erfolge nach einem Luftangriff auf Israel. Ajatollah Ali Khamenei schickt Drohungen in Richtung des Erzfeinds. Und: Die US-Botschaft in Jerusalem bleibt bis Freitag geschlossen. Das war der Newsblog am 17.6.
Mit
Anna-Lena Abbott,
Niklas Hausser,
Levin Kubeth,
Maximilian Popp,
Florian Pütz,
Anna-Sophie Schneider,
Roger Schneider,
Benjamin Schulz,
Kim Staudt und
Swantje Wehr
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Wichtige Updates
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Das Wichtigste in Kürze:
- Das israelische Militär setzt seine Angriffe auf Ziele in Iran fort. Iran führt derweil erneut Gegenschläge aus.
- Israels Militär hat nach eigenen Angaben Generalmajor Ali Shadmani getötet. Er sei Irans oberster Militärbefehlshaber in Kriegszeiten gewesen.
- US-Präsident Donald Trump hat sich mit seinem Nationalen Sicherheitsrat getroffen. Zuvor hatte er den Ton gegenüber dem Regime in Teheran verschärft und erklärt, er wolle Ajatollah Ali Khamenei nicht ausschalten – »zumindest nicht im Moment«.
- Irans geistlicher Führer drohte in der Nacht in Richtung Israel: Es werde »keine Gnade« geben.
- Bundeskanzler Friedrich Merz hat Israel Respekt für den Angriff auf Iran gezollt: »Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht für uns alle.«
In der Nacht zu Freitag hatte Israel einen groß angelegten Luftangriff auf Iran gestartet, die Operation »Rising Lion«. Ziel waren offenbar rund hundert Militäreinrichtungen und Atomanlagen sowie Anführer der iranischen Militärelite und Atomwissenschaftler. Iran wertet den Angriff als Kriegserklärung.
Lesen Sie hier mehr dazu:
Lesen Sie hier mehr dazu:
- So lief Operation »Rising Lion« ab: Ein Überblick in Karten, Videoaufnahmen und Grafiken
- Drohnen, Jets, Bunkerbrecher: Wie ging Israels Militär vor?
- Was fehlt Iran noch zur Fertigung von Atomwaffen? Irans Weg zur Bombe
- Israels Angriffe auf Irans Atomanlagen: Das Strahlenrisiko ist gering – zumindest noch
- Fordo-Komplex nahe der Stadt Ghom: Irans Atomfestung
- Zwei Szenarien: Geht Irans Regime gestärkt oder geschwächt aus der Krise hervor?
- Doppelagenten, Drohnenschmuggel, Fallen: So konnte Israel Irans Machtapparat unterwandern
- Iran-Experte Raz Zimmt: »Bei einem Kriegseintritt der USA hätte das Regime ganz schlechte Karten«
- USA beordern Streitkräfte in die Region: Trumps Armada im Nahen Osten
- Verzweiflung und Wut nach Israels Angriff: Protokolle von Iranerinnen und Iranern
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Wir beenden diesen Newsblog an dieser Stelle und führen ihn an anderer Stelle fort. Über die weiteren Entwicklungen in Nahost halten wir Sie hier auf dem Laufenden.
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Israel meldet Angriff auf iranische Fabriken für Zentrifugen
Bei neuerlichen Luftangriffen in Iran hat das israelische Militär eigenen Angaben zufolge in der Nacht eine Produktionsstätte für Zentrifugen und mehrere Waffenfabriken ins Visier genommen. Zum Ausmaß der Schäden in der Gegend von Teheran machte die Armee zunächst keine Angaben. Mehr als 50 Kampfjets seien im Einsatz gewesen, hieß es.
Die angegriffene Fertigungsanlage für Zentrifugen in Teheran diente der iranischen Führung laut israelischer Darstellung, den Umfang und die Geschwindigkeit ihrer Urananreicherung für die Entwicklung von Atomwaffen auszuweiten. Zu den anderen Angriffszielen gehörte den Angaben zufolge auch eine Anlage zur Herstellung von Rohstoffen und Komponenten für den Zusammenbau von Boden-Boden-Raketen, die bereits gegen Israel eingesetzt würden. Auch Standorte, die Teile für Boden-Luft-Raketen herstellten, seien ins Visier genommen worden.
Iranische Nachrichtenwebseiten berichteten zuletzt von israelischen Angriffen auf die Raketenproduktionsanlage Khojir in der Nähe der Hauptstadt Teheran. Diese Anlage ist laut Medien im Oktober schon einmal angegriffen worden.
Nach Israels Angriffen auf Irans Atomprogramm sind Strahlenschutzexperten vergleichsweise ruhig. Vom Beschuss auf Anreicherungsanlagen geht eine überschaubare Gefahr aus. Und doch könnten die Attacken am Ende brandgefährlich sein. Mehr dazu lesen Sie hier.
Die angegriffene Fertigungsanlage für Zentrifugen in Teheran diente der iranischen Führung laut israelischer Darstellung, den Umfang und die Geschwindigkeit ihrer Urananreicherung für die Entwicklung von Atomwaffen auszuweiten. Zu den anderen Angriffszielen gehörte den Angaben zufolge auch eine Anlage zur Herstellung von Rohstoffen und Komponenten für den Zusammenbau von Boden-Boden-Raketen, die bereits gegen Israel eingesetzt würden. Auch Standorte, die Teile für Boden-Luft-Raketen herstellten, seien ins Visier genommen worden.
Iranische Nachrichtenwebseiten berichteten zuletzt von israelischen Angriffen auf die Raketenproduktionsanlage Khojir in der Nähe der Hauptstadt Teheran. Diese Anlage ist laut Medien im Oktober schon einmal angegriffen worden.
Nach Israels Angriffen auf Irans Atomprogramm sind Strahlenschutzexperten vergleichsweise ruhig. Vom Beschuss auf Anreicherungsanlagen geht eine überschaubare Gefahr aus. Und doch könnten die Attacken am Ende brandgefährlich sein. Mehr dazu lesen Sie hier.
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Die folgenden Satellitenbilder zeigen das Ausmaß israelischer Angriffe in Iran. Sie wurden vom US-Unternehmen Maxar Technologies veröffentlicht:
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Iran will Israel mit Hyperschallraketen angegriffen haben
Teheran hat eigenen Angaben zufolge in der Nacht zum Mittwoch Hyperschallraketen auf Israel abgefeuert. In der »elften Welle« der Angriffe auf Israel seien ballistische Hyperschallraketen des Typs Fattah abgefeuert worden, erklärten die iranischen Revolutionswächter in einem staatlichen iranischen Sender. Die Streitkräfte hätten dabei »die vollständige Kontrolle über den Himmel der besetzten Gebiete erlangt«.
Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Aus Israel gibt es dazu bisher keine Reaktion.
Im Juni 2023 hatte Iran erstmals gemeldet, eine Hyperschallrakete produziert zu haben. Diese Raketen können mindestens fünfmal so schnell fliegen wie der Schall. Wegen ihrer komplexen Flugbahnen sind sie zudem schwer von Flugabwehrsystemen abzuschießen (mehr dazu erfahren Sie hier).
Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Aus Israel gibt es dazu bisher keine Reaktion.
Im Juni 2023 hatte Iran erstmals gemeldet, eine Hyperschallrakete produziert zu haben. Diese Raketen können mindestens fünfmal so schnell fliegen wie der Schall. Wegen ihrer komplexen Flugbahnen sind sie zudem schwer von Flugabwehrsystemen abzuschießen (mehr dazu erfahren Sie hier).

Von Israels Iron Dome abgefangene Raketen über Tel Aviv (am Dienstag). Foto: Abir Sultan / EPA
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Irans geistlicher Führer droht Israel
Der geistliche Führer Irans, Ajatollah Ali Khamenei, hat sich via X geäußert. »Wir müssen dem zionistischen Terrorregime eine starke Antwort geben«, schrieb er auf seinem englischsprachigen Account. »Wir werden gegenüber den Zionisten keine Gnade walten lassen.« Auf Persisch erklärte er außerdem: »Der Kampf beginnt.«
Zuvor hatten die iranischen Revolutionswächter – die Elitestreitmacht der Islamischen Republik – in zwei Angriffswellen mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. In israelischen Medien war von etwa 25 Geschossen die Rede. Das israelische Militär griff daraufhin seinerseits Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran an.
Zuvor hatten die iranischen Revolutionswächter – die Elitestreitmacht der Islamischen Republik – in zwei Angriffswellen mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. In israelischen Medien war von etwa 25 Geschossen die Rede. Das israelische Militär griff daraufhin seinerseits Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran an.

Ajatollah Ali Khamenei. Foto: Office of the Iranian Supreme Leader / Wana / REUTERS
Am Dienstag hatte sich US-Präsident Donald Trump an Khamenei gewandt, dem die iranische Verfassung als Staatsoberhaupt in allen strategischen Belangen das letzte Wort gewährt. »Wir wissen genau, wo sich der sogenannte ›Oberste Führer‹ versteckt hält«, schrieb Trump auf Truth Social. »Er ist ein leichtes Ziel.« Vorerst sei Khamenei dort aber sicher. »Wir werden ihn nicht ausschalten (töten!), zumindest nicht im Moment.« (Siehe Eintrag von 18:38 Uhr.)
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Israel meldet weitere Luftangriffe auf Teheran
Israels Streitkräfte haben nach eigenen Angaben erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran aus der Luft angegriffen. Zuvor hatte das israelische Militär die Bewohner des 18. Bezirks im Südwesten der Millionenmetropole aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Die Luftwaffe werde militärische Einrichtungen in dem Gebiet angreifen, hieß es in dem Aufruf.
Kurz zuvor hatte Iran seinen Erzfeind Israel mit zwei Raketensalven innerhalb von weniger als einer Stunde angegriffen. Die Attacken hätten Luftwaffenstützpunkten gegolten, von denen Attacken auf Iran gestartet worden seien, teilten die iranischen Revolutionswächter – die Elitestreitmacht der Islamischen Republik – laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mit. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.
Berichte über Opfer der jüngsten Angriffe auf beiden Seiten gab es zunächst nicht. Seit Freitag wurden bei den Angriffen in Iran mehr als 200 Menschen getötet. In Israel kamen bislang 24 Menschen ums Leben.
Kurz zuvor hatte Iran seinen Erzfeind Israel mit zwei Raketensalven innerhalb von weniger als einer Stunde angegriffen. Die Attacken hätten Luftwaffenstützpunkten gegolten, von denen Attacken auf Iran gestartet worden seien, teilten die iranischen Revolutionswächter – die Elitestreitmacht der Islamischen Republik – laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mit. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.
Berichte über Opfer der jüngsten Angriffe auf beiden Seiten gab es zunächst nicht. Seit Freitag wurden bei den Angriffen in Iran mehr als 200 Menschen getötet. In Israel kamen bislang 24 Menschen ums Leben.

Der sonst so belebte Große Basar in Teheran. Foto: Fatemeh Bahrami / Anadolu / IMAGO
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Trump soll mit Netanyahu telefoniert haben
Nach der Sitzung mit seinem Sicherheitsrat hat US-Präsident Donald Trump offenbar mit Israels Premierminister Benjamin Netanyahu telefoniert. Das meldet das Nachrichtenportal »Axios«. Dabei soll es um den Krieg zwischen Israel und Iran gegangen sein. Weitere Angaben zum Inhalt des Gesprächs machte »Axios« nicht.
Offiziell bestätigt ist das Telefonat nicht.
Offiziell bestätigt ist das Telefonat nicht.
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US-Botschaft in Israel bleibt bis Freitag geschlossen
Wegen der angespannten Sicherheitslage infolge des Kriegs zwischen Israel und Iran bleibt die US-Botschaft in Jerusalem bis einschließlich Freitag geschlossen. Das gelte auch für die Konsularabteilungen in Tel Aviv und Jerusalem, hieß es auf der Website der diplomatischen Vertretung. Es könnten keine Pässe ausgestellt oder andere Dienstleistungen geboten werden. Der nächste reguläre Geschäftstag wäre dann der kommende Montag.
In der Mitteilung verwies die Botschaft auf die gegenwärtige Sicherheitslage und Israels Krieg mit Iran. Alle Mitarbeiter der US-Regierung und deren Familien sollten bis auf Weiteres zu Hause oder in der Nähe ihrer Wohnorte bleiben. Die Botschaft war bereits am Dienstag geschlossen geblieben.
In der Mitteilung verwies die Botschaft auf die gegenwärtige Sicherheitslage und Israels Krieg mit Iran. Alle Mitarbeiter der US-Regierung und deren Familien sollten bis auf Weiteres zu Hause oder in der Nähe ihrer Wohnorte bleiben. Die Botschaft war bereits am Dienstag geschlossen geblieben.
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David Baldysiak
Newsdesk

Iranische Cyberpolizei hebt Internetbeschränkung offenbar auf
Mehrere Medien hatten am Dienstag berichtet, dass eine massive Internetbeschränkung in Iran bevorstehe. Die iranische Polizeieinheit für Cyberdelikte hebt die Sperre nun offenbar wieder auf. Das Internet werde bald wieder normal funktionieren, es werde keine Blockade ausländischer Internetseiten geben, sagte ein Sprecher der Behörde der Tageszeitung »Shargh«.
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Baldysiak, David
Newsdesk

Trumps Sitzung mit dem Sicherheitsrat beendet
Die Gespräche des Nationalen Sicherheitsrates in den USA sind beendet, das teilte ein Sprecher der US-Regierung mit. Die Beratungen haben demnach etwa anderthalb Stunden gedauert.
Das Gremium wird vom Präsidenten geleitet. Ziel ist die enge Abstimmung mit dem Präsidenten in Sicherheitsfragen. Für den weiteren Verlauf des Krieges zwischen Israel und Iran gilt die Positionierung der Amerikaner als wegweisend.
Das Gremium wird vom Präsidenten geleitet. Ziel ist die enge Abstimmung mit dem Präsidenten in Sicherheitsfragen. Für den weiteren Verlauf des Krieges zwischen Israel und Iran gilt die Positionierung der Amerikaner als wegweisend.
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David Baldysiak
Newsdesk

Macron widerspricht Trump
Der französische Präsident Emmanuel Macron bekräftigte am Rande des G7-Gipfels in Kanada seine frühere Aussage, nach der US-Präsident das Treffen vorzeitig verlassen habe, um Gespräche über eine Waffenruhe zwischen Israel und Iran zu führen. Macron ergänzte, dass er solche Bemühungen weiterhin begrüßen würde. Zuletzt hatte der französische Präsident vor dem Sturz des iranischen Regimes mit militärischen Mitteln gewarnt.
Dass Trump dieses später dementierte, führte er auf eine »offensichtliche Meinungsänderung« Trumps zum Thema zurück. Für Meinungsänderungen der amerikanischen Regierung sei er nicht verantwortlich, ergänzte Macron.
Trump hatte Macron zuvor als »öffentlichkeitsheischend« bezeichnet und bezichtigte ihn der Falschaussage. In einem Social-Media-Post schrieb der US-Präsident: »Er hat keine Ahnung, warum ich jetzt auf dem Weg nach Washington bin, aber es hat sicherlich nichts mit einer Waffenruhe zu tun.« Es gehe um etwas »viel Größeres«.
Dass Trump dieses später dementierte, führte er auf eine »offensichtliche Meinungsänderung« Trumps zum Thema zurück. Für Meinungsänderungen der amerikanischen Regierung sei er nicht verantwortlich, ergänzte Macron.
Trump hatte Macron zuvor als »öffentlichkeitsheischend« bezeichnet und bezichtigte ihn der Falschaussage. In einem Social-Media-Post schrieb der US-Präsident: »Er hat keine Ahnung, warum ich jetzt auf dem Weg nach Washington bin, aber es hat sicherlich nichts mit einer Waffenruhe zu tun.« Es gehe um etwas »viel Größeres«.

Foto: Ludovic Marin / EPA
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Die Attacke Israels hat die Menschen in Iran unvorbereitet erwischt. Verzweiflung und Wut sind bei vielen groß – über den Angreifer, aber auch über das eigene Regime. Der SPIEGEL hat mit einigen Iranerinnen und Iranern gesprochen, zum Teil über Telefon, zum Teil per Sprachnachricht. Ihre Protokolle lesen Sie hier.
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Russland verurteilt israelische Angriffe als unrechtmäßig
Das russische Außenministerium in Russland hat die israelischen Angriffe auf Iran als »illegal« bezeichnet. Eine Lösung des Konflikts um das iranische Atomprogramm könne nur auf diplomatischem Weg erreicht werden, teilt das Außenministerium in Moskau mit. Im Kurznachrichtendienst Telegram verweist das Ministerium auf »klare Aussagen« der Regierung in Teheran, sich an den Atomwaffensperrvertrag zu halten. Zudem habe die Islamische Republik ihre Bereitschaft zu Verhandlungen mit den USA signalisiert.
Russland hat im Januar einen Vertrag über eine »umfassende strategische Partnerschaft« mit Iran unterzeichnet, der jedoch keine Klausel zur gegenseitigen Verteidigung enthält. Warum Russland seinem Verbündeten Iran nur mit Worten beispringt, lesen Sie hier in der Analyse des Kollegen Christian Esch.
Russland hat im Januar einen Vertrag über eine »umfassende strategische Partnerschaft« mit Iran unterzeichnet, der jedoch keine Klausel zur gegenseitigen Verteidigung enthält. Warum Russland seinem Verbündeten Iran nur mit Worten beispringt, lesen Sie hier in der Analyse des Kollegen Christian Esch.
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Macron warnt vor Sturz der iranischen Regierung mit militärischen Mitteln
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warnt vor einem Sturz der Regierung Irans mit militärischen Mitteln. Dies wäre ein großer Fehler, sagt Macron am Dienstag vor Journalisten. Er sei überzeugt, das Beste sei eine Wiederaufnahme der Verhandlungen mit Iran. »Wir wollen nicht, dass Iran eine Atomwaffe bekommt«, sagte Macron. »Aber der größte Fehler wäre es, das Regime mit Militärschlägen zu stürzen, denn dann würde Chaos herrschen.«
US-Präsident Donald Trump scheine seine Meinung seit seinem Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten in Kanada am Montag geändert zu haben, erklärte das französische Staatsoberhaupt weiter. Er gehe davon aus, dass Trump den Druck auf die Islamische Republik erhöhen wolle.
US-Präsident Donald Trump scheine seine Meinung seit seinem Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten in Kanada am Montag geändert zu haben, erklärte das französische Staatsoberhaupt weiter. Er gehe davon aus, dass Trump den Druck auf die Islamische Republik erhöhen wolle.

Foto: Aurelien Morissard / AP
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Empfehlung: SPIEGEL Shortcut über Israels Angriff auf Iran
Mit dem Angriff auf Iran verfolgt Israel ein Lebensziel von Benjamin Netanyahu. SPIEGEL-Reporterin Juliane von Mittelstaedt erklärt, warum der Premierminister damit das größte Risiko seines Lebens eingeht. Den ganzen Videopodcast sehen Sie hier.
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Verkehrsministerin: Israel richtet Luft- und Seebrücke ein, um gestrandete Staatsbürger zurückzuholen
Israel richtet eine Luft- und eine Seebrücke ein, um gestrandete Staatsbürgerinnen und Staatsbürger aus dem Ausland zurückzuholen. »Der erste Schritt bestand darin, alle israelischen Flugzeuge ins Ausland zu schicken, um zu verhindern, dass sie beschädigt werden«, sagte Verkehrsministerin Miri Regev am Dienstag.
Dieser Schritt sei abgeschlossen, sagte sie. Der nächste Schritt sei nun, »die Israelis schrittweise zurückzuholen«. Derzeit befänden sich »zwischen 100.000 und 150.000 Israelis im Ausland«, erklärte die Ministerin und fügte hinzu, dass ihr Büro eine »Seeroute« von Zypern und Griechenland aus eingerichtet habe.
Die israelische Fluggesellschaft El Al, die am Freitag die Aussetzung aller Flüge verkündet hatte, erklärte, dass sie sich auf »Rettungsflüge« ab Mittwoch vorbereite. Die Flugzeuge werden demnach in Larnaca auf Zypern, Athen, Rom, Mailand und Paris starten. Auch weitere israelische Fluggesellschaften sind an der Rückholaktion beteiligt. Zuvor hatte die »Jerusalem Post« über die Flüge berichtet.
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Iranischer Armeechef ruft Bewohner von Tel Aviv und Haifa zur Evakuierung auf
Der Generalstabschef der iranischen Armee hat die Bewohnerinnen und Bewohner der israelischen Großstädte Tel Aviv und Haifa zur Evakuierung aufgerufen. »Bald werden Vergeltungseinsätze ausgeführt«, sagte Armeechef Abdolrahim Mousavi am Dienstag laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars. Demnach würden die Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Städte »dringend aufgefordert, diese Gebiete zu verlassen, um ihr Leben zu retten«. Vorherige Angriffe auf Israel seien lediglich zur »Abschreckung« erfolgt. Aus Israel wurde der Aufruf zunächst nicht kommentiert.
Bisher wurden bei iranischen Drohnen- und Raketenangriffen nach Angaben des Büros des israelischen Regierungschefs mindestens 24 Menschen getötet.
Bisher wurden bei iranischen Drohnen- und Raketenangriffen nach Angaben des Büros des israelischen Regierungschefs mindestens 24 Menschen getötet.
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Trump beruft Nationalen Sicherheitsrat ein
US-Präsident Donald Trump berät zur Stunde den Israel-Iran-Konflikt im Nationalen Sicherheitsrat. Das teilt ein Sprecher der US-Regierung mit. Zuvor hatte Trump den Ton gegenüber Iran verschärft und erklärt, die Geduld der USA mit Iran neige sich dem Ende. Bei seinem vorzeitigen Verlassen des G7-Gipfels in Kanada hatte Trump erklärt, dies habe nichts mit dem Bemühen um ein Abkommen zwischen Israel und Iran zu tun. Es sei etwas »viel Größeres« zu erwarten.
Für den weiteren Verlauf des Kriegs zwischen Iran und Israel gilt es als entscheidend, wie sich die USA verhalten werden. Das US-Militär unterstützt Israel bei seiner Verteidigung. Bislang betonte die US-Regierung aber, dass sie sich nicht an den Kämpfen zwischen Israel und dem Iran beteilige. Falls sich die USA entscheiden würden, aktiv in den Krieg einzusteigen, wäre eine neue dramatische Eskalationsstufe erreicht.
Der Nationale Sicherheitsrat wird vom US-Präsidenten geleitet. Traditionell kommen dazu unter anderem der Vizepräsident sowie die Minister für Außenpolitik, Verteidigung und innere Sicherheit zusammen sowie führende Armee- und Geheimdienstvertreter. Ziel ist eine enge Abstimmung mit dem Präsidenten in Sicherheitsfragen.
Für den weiteren Verlauf des Kriegs zwischen Iran und Israel gilt es als entscheidend, wie sich die USA verhalten werden. Das US-Militär unterstützt Israel bei seiner Verteidigung. Bislang betonte die US-Regierung aber, dass sie sich nicht an den Kämpfen zwischen Israel und dem Iran beteilige. Falls sich die USA entscheiden würden, aktiv in den Krieg einzusteigen, wäre eine neue dramatische Eskalationsstufe erreicht.
Der Nationale Sicherheitsrat wird vom US-Präsidenten geleitet. Traditionell kommen dazu unter anderem der Vizepräsident sowie die Minister für Außenpolitik, Verteidigung und innere Sicherheit zusammen sowie führende Armee- und Geheimdienstvertreter. Ziel ist eine enge Abstimmung mit dem Präsidenten in Sicherheitsfragen.

Foto: Carlos Barria / REUTERS
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Analyse: Warum Iran nun doch wieder verhandeln könnte
Ist Teheran zu Gesprächen bereit? Nach Tagen verheerender israelischer Bombenangriffe scheint sich die Lage zu ändern. Was Experten zu den Hintergründen sagen, lesen Sie hier.
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Iranische Raketen schlagen offenbar in israelischem Militärkomplex ein
Die »New York Times« hat Videos verifiziert, die mehrere Explosionen in der Nähe eines Militärgeländes nördlich von Tel Aviv zeigen. Demnach soll die wichtige israelische Militäranlage in der Nähe der Stadt Ramat HaSharon offenbar Ziel eines iranischen Raketenbeschusses gewesen sein. Wie die »New York Times« berichtet, wurde offenbar eine Militärakademie innerhalb des Geländes getroffen. Die Anlage beherbergt nach Informationen der Zeitung zudem eine Cyber- und Signalaufklärungseinheit des israelischen Militärs sowie das Hauptquartier des israelischen Spionagedienstes Mossad. Diese konkreten Gebäude sollen nicht direkt getroffen worden sein. Auf den Videos seien aber drei weitere Explosionen in der Nähe zu sehen.
Laut dem Bericht der »New York Times« war der Komplex bereits im Oktober 2024 Ziel Irans. »Iran könnte diese Orte erneut ins Visier nehmen, um Israels Fähigkeit zu schwächen, hochrangige iranische Beamte zu überwachen«, so die Zeitung.
Laut dem Bericht der »New York Times« war der Komplex bereits im Oktober 2024 Ziel Irans. »Iran könnte diese Orte erneut ins Visier nehmen, um Israels Fähigkeit zu schwächen, hochrangige iranische Beamte zu überwachen«, so die Zeitung.
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Iran droht starke Einschränkung des Internets
Iran droht mehreren Berichten zufolge eine Sperre des freien Internetzugangs. Der Zugriff auf Seiten aus dem Ausland könne in den nächsten Stunden erheblich eingeschränkt werden, schrieben verschiedene Medien übereinstimmend unter Berufung auf Experten und Internetaktivisten.
Unterdessen teilte das Kommando für Cybersicherheit mit, dass die Nutzung »aller mit Kommunikationsnetzwerken verbundenen Geräte – einschließlich Smartphones, Smartwatches, Laptops« für Beamte untersagt sei. Auch die Bevölkerung solle sie auf ein Minimum reduzieren.
Hintergrund dürften Aussagen von Israels Botschafter in Washington, Yechiel Leiter, sein. »Wenn sich der Staub gelegt hat, werden Sie am Donnerstagabend und Freitag einige Überraschungen erleben, die die Pager-Operation fast einfach erscheinen lassen«, sagte er laut US-Medien. Damit machte Leiter Anspielungen auf die Geheimdienstoperation Israels im September 2024 gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon. Damals explodierten die Pager und Handfunkgeräte Tausender Funktionäre der proiranischen Gruppe. 37 Menschen wurden getötet, mehr als 3000 erlitten Verletzungen. Mehr dazu lesen Sie hier.
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Vance: »Trump könnte sich gezwungen sehen, weitere Maßnahmen zu ergreifen, um Irans Urananreicherung zu stoppen«
Parallel zu Donald Trumps Truth-Social-Posts veröffentlichte JD Vance auf X eine lange Erklärung zur Iranpolitik der Trump-Regierung. Der Präsident habe in den vergangenen Monaten versucht, über sein außenpolitisches Team ein Abkommen mit Teheran zu erreichen – jedoch ohne Erfolg. »Trump könnte sich gezwungen sehen, weitere Maßnahmen zu ergreifen, um Irans Urananreicherung zu stoppen«, so der Vizepräsident.
Vance gilt als Isolationist, der sich stets gegen die Verwicklung der USA in fremde Kriege gestellt hatte. »Die Menschen haben völlig zu Recht Sorgen wegen neuer außenpolitischer Verwicklungen – nach 25 Jahren idiotischer Außenpolitik«, schrieb Vance: »Aber ich glaube, der Präsident hat sich in dieser Frage ein gewisses Vertrauen verdient. Und da ich das aus nächster Nähe miterlebt habe, kann ich Ihnen versichern: Er will das amerikanische Militär nur einsetzen, um die Ziele des amerikanischen Volkes zu erreichen. Was auch immer er tut – genau darauf liegt sein Fokus.«
Die Aussagen des US-Präsidenten und seines Vize kamen nur Stunden nach Trumps frühzeitiger Abreise vom G7-Gipfel in Kanada. In Washington mehren sich die Anzeichen, dass die US-Regierung aktiv Szenarien für eine militärische Intervention gegen das iranische Atomprogramm prüft.
Vance gilt als Isolationist, der sich stets gegen die Verwicklung der USA in fremde Kriege gestellt hatte. »Die Menschen haben völlig zu Recht Sorgen wegen neuer außenpolitischer Verwicklungen – nach 25 Jahren idiotischer Außenpolitik«, schrieb Vance: »Aber ich glaube, der Präsident hat sich in dieser Frage ein gewisses Vertrauen verdient. Und da ich das aus nächster Nähe miterlebt habe, kann ich Ihnen versichern: Er will das amerikanische Militär nur einsetzen, um die Ziele des amerikanischen Volkes zu erreichen. Was auch immer er tut – genau darauf liegt sein Fokus.«
Die Aussagen des US-Präsidenten und seines Vize kamen nur Stunden nach Trumps frühzeitiger Abreise vom G7-Gipfel in Kanada. In Washington mehren sich die Anzeichen, dass die US-Regierung aktiv Szenarien für eine militärische Intervention gegen das iranische Atomprogramm prüft.

Foto: Stephen Maturen / Getty Images
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version war fälschlicherweise vom G7-Gipfel in Italien die Rede. Tatsächlich findet er in Kanada statt. Wir haben den Fehler korrigiert.
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Trump will Khamenei nicht töten lassen – »zumindest nicht im Moment«
US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social erklärt, dass sich seine Geduld mit Iran dem Ende neige. Er erklärte demnach in einem Post, dass die USA genau wüssten, wo sich Irans »Oberster Führer«, also Ajatollah Ali Khamenei, versteckt halte. »Er ist ein leichtes Ziel, aber dort ist er sicher – wir werden ihn nicht ausschalten (töten!), zumindest nicht im Moment«, schreibt Trump. »Aber wir wollen nicht, dass Raketen auf Zivilisten oder amerikanische Soldaten abgefeuert werden. Unsere Geduld endet langsam.« Wenige Minuten später setzte er einen zweiten Tweet in Versalien ab: »BEDINGUNGSLOSE KAPITULATION!«
Zuvor hatte Trump ebenfalls auf seiner Plattform bekannt gegeben, dass die USA den iranischen Luftraum vollständig unter Kontrolle gebracht haben. »Wir haben jetzt die vollständige und totale Kontrolle über den Luftraum über Iran«, schrieb Trump. Iran habe reichlich gute Luftverteidigungssysteme gehabt, aber sie seien nicht vergleichbar mit den US-Systemen, betonte der Präsident. Niemand mache es besser »als die guten alten USA«, fügte Trump hinzu.
Zuvor hatte Trump ebenfalls auf seiner Plattform bekannt gegeben, dass die USA den iranischen Luftraum vollständig unter Kontrolle gebracht haben. »Wir haben jetzt die vollständige und totale Kontrolle über den Luftraum über Iran«, schrieb Trump. Iran habe reichlich gute Luftverteidigungssysteme gehabt, aber sie seien nicht vergleichbar mit den US-Systemen, betonte der Präsident. Niemand mache es besser »als die guten alten USA«, fügte Trump hinzu.

US-Präsident Donald Trump. Foto: Tasos Katopodis / Getty Images
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Grünen-Fraktionschefin im EU-Parlament fordert Schritte gegen Israel
Als Reaktion auf Israels Vorgehen in Gaza und Iran spricht sich die Vorsitzende der Grünenfraktion im EU-Parlament, Terry Reintke, für ein zeitweises Aussetzen des EU-Assoziierungsabkommens mit Israel und weitere Schritte aus. Das Assoziierungsabkommen Israels mit der EU soll eine enge wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit ermöglichen. Es sieht etwa Zollvergünstigungen vor. Lesen Sie hier mehr.

Foto: Alexis Haulot / EU-EP / REA / laif
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