Kimberly Guilfoyle: Umstrittene US-Botschafterin muss Posten in Griechenland räumen - DER SPIEGEL
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Vertreterin der USA in Athen Umstrittene US-Botschafterin Guilfoyle muss Posten räumen

Kimberly Guilfoyle sorgte als US-Botschafterin in Griechenland für Aufsehen – wegen umstrittener Äußerungen und des Vorwurfs der Bestechlichkeit. Nun hat das Weiße Haus sie gefeuert.
Kimberly Guilfoyle (November 2025)
Kimberly Guilfoyle (November 2025)

Kimberly Guilfoyle (November 2025)

Foto: Andrew King / Interior Department / ZUMA Press / IMAGO

Das Weiße Haus hat die umstrittene US-Botschafterin in Athen, Kimberly Guilfoyle, aufgefordert, ihren Posten zu räumen: »Wir haben Botschafterin Guilfoyle gebeten, zurückzutreten«, sagte die neue Pressesprecherin des Weißen Hauses, Katie Zacharia. Sie sei »eine wunderbare Bereicherung für das Team« gewesen. »Wir wünschen ihr alles Gute«, so Zacharia.

Zuletzt war Guilfoyle nach Berichten über die mutmaßliche Käuflichkeit ihres politischen Einflusses immer stärker unter Druck geraten. Das »Wall Street Journal« hatte Nachrichten veröffentlicht , die belegen sollen, dass Guilfoyle den Trump-Spender Eric Deters um eine Überweisung in Höhe von 100.000 Dollar gebeten habe.

Demnach soll Guilfoyle die dringende Bitte wenige Tage vor ihrer Anhörung im Senat platziert haben. Sie habe das Geld gebraucht, um Schulden bei der Kreditkartenfirma American Express zu begleichen. Und Deters habe das Geld so schicken sollen, dass die Überweisung im Nachhinein nicht mehr nachvollziehbar sei, so der Bericht.

Laut dem »Wall Street Journal« stand Guilfoyle seit Monaten in Kontakt mit Deters, der sie um Hilfe gebeten hatte, um die Aufmerksamkeit der Trump-Regierung auf persönliche steuerliche und rechtliche Angelegenheiten zu lenken – und ihr im Erfolgsfall Zahlungen von bis zu einer Million Dollar versprochen haben soll. Deters zufolge kam es allerdings nie zu einer Zahlung.

Guilfoyle bestreitet dem Bericht zufolge die Echtheit der Nachrichten. Wegen öffentlicher Auftritte sei ihr vor ihrer Anhörung im Senat Geld geschuldet worden. Deters sagte der Zeitung allerdings, keine Schulden bei Guilfoyle gehabt zu haben. In den Tagen zuvor hatten immer weitere Kongressmitglieder eine Aufklärung der Vorwürfe gefordert. Außenminister Marco Rubio hatte sich vergangene Woche noch vor die Botschafterin gestellt.

Sorgte bereits mehrfach für Kritik

Tatsächlich ist es nicht das erste Mal, dass Guilfoyle mit Vorwürfen konfrontiert wird: So wird ihr unter anderem auch unterstellt, Personal der Botschaft in Athen schlecht behandelt zu haben. Auch sorgten Berichte über mutmaßliche Äußerungen Guilfoyles – sie soll geprahlt haben, Regierungen stürzen zu können – für viel Aufsehen. (Hier mehr .) Sie selbst bestreitet jedes Fehlverhalten.

Guilfoyle war einst mit Donald Trump Jr., dem ältesten Sohn des Präsidenten, verlobt. Zwischen 2001 und 2006 war sie mit dem Demokraten Gavin Newsom verheiratet gewesen, dem Ambitionen auf das Weiße Haus bei der Wahl 2028 nachgesagt werden.

atr/dpa/Reuters