Eskalation in Nahost Baerbock ruft Iran zu »maximaler Zurückhaltung« auf
Hamas-Anführer Ismail Haniyyeh ist tot, dazu ein Angriff gegen die Nummer zwei der Hisbollah – eskaliert jetzt die Lage in Nahost? Außenministerin Annalena Baerbock ruft zur Mäßigung auf, »insbesondere Iran«. Die News.
Wichtige Updates
Wir beenden diesen Newsblog an dieser Stelle. Alle weiteren Informationen zu den Entwicklungen in Nahost finden Sie auf SPIEGEL.de
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Foto: Abedin Taherkenareh/epa
Wer war der getötete Hamas-Anführer Ismail Haniyyeh?
- Haniyyeh wurde 1963 im Al-Schati-Flüchtlingslager im Gazastreifen geboren. In seiner Jugend war er Teil der Studentenbewegung der Muslimbrüder.
- Während der ersten Intifada – dem 1987 begonnenen Palästinenseraufstand gegen Israel – schloss er sich der neu gegründeten Hamas an und wurde mehrfach von Israel inhaftiert. 2017 wurde Haniyyeh Leiter des Politbüros der Hamas, er hatte damit keinen direkten Einfluss auf die Kassam-Brigaden, den militärische Flügel der Hamas, vermittelte aber häufig zwischen diesem und den politischen Abteilungen der Hamas. Seit 2019 lebte im Exil in Katar und der Türkei.
- Haniyyeh galt als Verfechter einer pragmatischen Linie im Konflikt mit Israel. Er war einer der wenigen Hamas-Führer, die sagten, die Terrororganisation lehne zwar die Anerkennung Israels ab, sei aber nicht gegen eine Zweistaatenlösung.
Weitere Hintergründe zu Haniyyeh lesen Sie hier:
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Offenbar Leiche von Fuad Shukr geborgen
Einem Medienbericht zufolge soll der Leichnam von Fuad Shukr in Beirut geborgen worden sein. Sky News Arabia berichtet, seine Familie sei informiert, wie auch die Zeitung »Times of Israel« schreibt. Israels Militär hatte die Tötung des militärischen Kopfes der Schiitenmiliz Hisbollah bereits verkündet, doch die Hisbollah schweigt bisher dazu, ob Shukr gestorben ist oder noch lebt.
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Der Generalstabschef des israelischen Militärs, Herzi Halevi, hat sich bei einem Besuch einer militärischen Übung im Norden Israels erstmals öffentlich zum gestrigen Schlag gegen Fuad Shukr in Beirut geäußert. Shukr sei als ranghoher Hisbollah-Offizier für die Tötung vieler Zivilisten im Norden des Landes verantwortlich, so Halevi.
Die israelische Armee habe laut Halevi Pläne: »Unser Ziel mit der Hisbollah ist es, nicht zum 6. Oktober [Status quo] zurückzukehren.« Die Präsenz der Hisbollah an der Grenze zu Israel werde nicht akzeptiert.
Die israelische Armee habe laut Halevi Pläne: »Unser Ziel mit der Hisbollah ist es, nicht zum 6. Oktober [Status quo] zurückzukehren.« Die Präsenz der Hisbollah an der Grenze zu Israel werde nicht akzeptiert.
Foto: IDF/Xinhua/dpa
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Irans Uno-Gesandte schreiben in einem Post auf X, dass die Antwort Irans auf den Tod Haniyyehs eine Spezialoperation sein werde. Der Gegenschlag werde »härter und mit dem Ziel, dem Täter tiefe Reue einzuflößen«, so die iranische Uno-Mission weiter.
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Warnung vor Flächenbrand und Vergeltungsdrohungen – der Überblick
Hamas-Anführer Ismail Haniyyeh ist tot, gestorben bei einem Angriff in Irans Haupstadt Teheran. Nur Stunden zuvor hatte Israel nach eigenen Angaben Fuad Shukr getötet, Militärchef der Schiitenmiliz Hisbollah – dafür gibt es indes noch keine Bestätigung. Droht nun eine weitere Eskalation der ohnehin angespannten Lage in Nahost?
Iran, die Hisbollah und die Hamas drohten Israel mit Vergeltung. Teheran gab zudem den USA eine Mitschuld an Haniyyehs Tod. Was aus all dem nun folgt, bleibt offen.
Im Westen wächst jedoch die Sorge vor einem Flächenbrand in der Region. Außenministerin Annalena Baerbock rief alle Verantwortungsträger zur »maximalen Zurückhaltung« auf, insbesondere Iran. Die USA versicherten, man sei weder an dem Angriff auf den Hamas-Führer beteiligt gewesen noch habe man Kenntnis davon gehabt.
Iran, die Hisbollah und die Hamas drohten Israel mit Vergeltung. Teheran gab zudem den USA eine Mitschuld an Haniyyehs Tod. Was aus all dem nun folgt, bleibt offen.
Im Westen wächst jedoch die Sorge vor einem Flächenbrand in der Region. Außenministerin Annalena Baerbock rief alle Verantwortungsträger zur »maximalen Zurückhaltung« auf, insbesondere Iran. Die USA versicherten, man sei weder an dem Angriff auf den Hamas-Führer beteiligt gewesen noch habe man Kenntnis davon gehabt.
Weitere Reaktionen im Überblick:
- Ägypten verurteilte die Angriffe auf Haniyyeh und Shukr und spricht von einer »gefährlichen Eskalation«. Die Angriffe würden Bemühungen, den Krieg im Gazastreifen zu beenden, untergraben.
- Die Türkei warf Israel vor, den Gazakrieg in der Region ausweiten zu wollen.
- China verurteilte ebenfalls den tödlichen Anschlag auf Haniyyeh. Der Vorfall könne zu weiterer Instabilität in der Region führen.
- Die russische Regierung bezeichnete die Tötung Haniyyehs als »absolut inakzeptablen politischen Mord«.
- Katars Premierminister äußerte nach der Ermordung Haniyyehs Zweifel an der Intention Israels, ein Abkommen zur Freilassung der Hamas-Geiseln zu erreichen.
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Israelische Regierung äußert sich nicht zu Tötung von Haniyyeh
Nach der tödlichen Attacke auf den politischen Anführer der Hamas hält sich die israelische Regierung bedeckt. Ein Regierungssprecher sagte: »Wir kommentieren diesen speziellen Vorfall nicht.« Auch von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu lag bis zum Nachmittag keine Stellungnahme vor. Mehreren Presseberichten zufolge hat die Pressestelle der israelischen Regierung auf Facebook allerdings ein Bild von Haniyyeh veröffentlicht – auf dessen Stirn das Wort »eliminiert« abgebildet. Kurz darauf wurde der Post wieder gelöscht.
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Irans Oberster Führer, Ajatollah Ali Khamenei, wird am Donnerstag offenbar das islamische Totengebet an Haniyyehs Leiche sprechen, wie iranische Staatsmedien berichten. Diese Geste gilt als Ehre, die nur den höchsten Offiziellen vorbehalten ist. Die Veranstaltung finde demnach auf dem Campus der Teheraner Universität statt, wo Staatsbegräbnisse abgehalten werden. Khamenei hatte Haniyyeh gestern am Rande der Amtseinführung des neuen Präsidenten Irans empfangen.
Foto: Salampix/Abacapress.com
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Der hochriskante Doppelschlag gegen Israels Erzfeinde
In Beirut wird ein wichtiger Hisbollah-Kommandeur attackiert, Stunden später Hamas-Chef Haniyyeh in Teheran getötet. Für die israelischen Geiseln sind das schlechte Nachrichten. Iran hat viele Optionen, um darauf zu reagieren. Ein großer Krieg ist möglich. (Lesen Sie hier die Einordnung von Thore Schröder und Christoph Reuter)
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US-Verteidigungsminister Lloyd Austin und Israels Verteidigungsminister Yoav Gallant haben miteinander gesprochen, wie Gallants Büro bekannt gegeben hat. Austin sei demnach über den Angriff in Beirut informiert worden und Gallant habe versichert, dass Israel weiter an einem Geiseldeal arbeitet.
Haniyyehs Tod sei nach Informationen der »New York Times« nicht Teil des Gesprächs gewesen.
Haniyyehs Tod sei nach Informationen der »New York Times« nicht Teil des Gesprächs gewesen.
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Foto: Mohammed Zaatari/AP
Nachfolge von Haniyyeh noch unklar
Die Anführer der Hamas leben gefährlich. Daher ist die Terrororganisation dafür bekannt, schnell Nachfolger für einen ihrer getöteten Chefs zu haben. Die ist nach dem Tod Haniyyehs nicht der Fall. »Wir diskutieren diese Angelegenheit im Moment nicht«, sagte ein Hamas-Beamter gegenüber der Pressseagentur AP. Haniyyeh leitete das politische Büro der Hamas. Sein Stellvertreter und somit automatischer Nachfolger war Saleh al-Arouri, doch dieser wurde im Januar bei einem israelischen Angriff in Beirut getötet. Al-Arouris Posten blieb nach dessen Tod unbesetzt.
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Abbas trifft Erdoğan
Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas wird nach Angaben der Türkei am 14. und 15. August Ankara besuchen. Abbas wird demnach am 14. August mit Präsident Recep Tayyip Erdoğan zusammentreffen und am 15. August vor dem Parlament sprechen, wie der Kommunikationsdirektor des Präsidiums, Fahrettin Altun, auf X erneut bestätigt.
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Baerbock: Regionaler Flächenbrand muss verhindert werden
Außenministerin Annalena Baerbock sagt zur aktuellen Lage in Nahost vor Journalisten: »Die Welt und die Krisen machen leider keine Pause, die Lage im Nahen Osten ist weiter hochdramatisch. Wir müssen alles tun, dass sie nicht weiter eskaliert.«
Sie ruft alle Verantwortungsträger in der Region, insbesondere Iran, zur maximalen Zurückhaltung auf und fordert, dass alle nun zu Deeskalation beitragen müssten. Weiter sagt sie: »Die Angriffe der Hisbollah auf Israel müssen aufhören. Es kommt darauf an, einen regionalen Flächenbrand zu verhindern«, und betont: »Die Hamas ist eine Terrororganisation.«
»Die Ausweitung der Kampfhandlung hätte katastrophale Auswirkungen für die Menschen. Jede Entscheidung, die jetzt getroffen wird, kann die Lage entspannen oder weiter Öl ins Feuer gießen«, so die Außenministerin weiter.
Sie ruft alle Verantwortungsträger in der Region, insbesondere Iran, zur maximalen Zurückhaltung auf und fordert, dass alle nun zu Deeskalation beitragen müssten. Weiter sagt sie: »Die Angriffe der Hisbollah auf Israel müssen aufhören. Es kommt darauf an, einen regionalen Flächenbrand zu verhindern«, und betont: »Die Hamas ist eine Terrororganisation.«
»Die Ausweitung der Kampfhandlung hätte katastrophale Auswirkungen für die Menschen. Jede Entscheidung, die jetzt getroffen wird, kann die Lage entspannen oder weiter Öl ins Feuer gießen«, so die Außenministerin weiter.
Foto: Kira Hofmann / photothek / IMAGO
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Das sagt Außenministerin Annalena Baerbock zu den Angriffen in Beirut und Teheran. Sehen Sie hier den Livestream.
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Wut und Trauer im Gazastreifen
Palästinenser im Gazastreifen drücken Trauer und Wut über den Tod Haniyyehs aus. »Ismail Haniyyeh ist ein Sohn des Gazastreifens. Er repräsentiert unser ganzes Volk«, sagt Palästinenser Ahmad Al Nims in einem Interview mit einem CNN-Reporter vor Ort.
Ein weiterer Mann sagt zu CNN, die Ermordung habe »wie ein Blitz« eingeschlagen, und beschreibt Haniyyeh als einen Führer, der die Palästinenser geeint habe.
Saleh Al Shunnar, der aus Dschabalia im Norden des Gazastreifens vertrieben wurde, sagt zum CNN-Reporter unter Tränen: »Wir sagen nicht, dass er der Hamas oder der Fatah angehört, sondern dass er ein palästinensischer Führer ist, der Sohn eines palästinensischen Vaters und einer palästinensischen Mutter. Es war eine herzzerreißende Nachricht für uns alle im Gazastreifen, in ganz Palästina, außerhalb Palästinas und in der Diaspora.«
Ein weiterer Mann sagt zu CNN, die Ermordung habe »wie ein Blitz« eingeschlagen, und beschreibt Haniyyeh als einen Führer, der die Palästinenser geeint habe.
Saleh Al Shunnar, der aus Dschabalia im Norden des Gazastreifens vertrieben wurde, sagt zum CNN-Reporter unter Tränen: »Wir sagen nicht, dass er der Hamas oder der Fatah angehört, sondern dass er ein palästinensischer Führer ist, der Sohn eines palästinensischen Vaters und einer palästinensischen Mutter. Es war eine herzzerreißende Nachricht für uns alle im Gazastreifen, in ganz Palästina, außerhalb Palästinas und in der Diaspora.«
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Iran gibt USA Mitschuld an Haniyyehs Tod
Das iranische Außenministerium betont laut der Nachrichtenagentur Reuters die Verantwortung der USA für den tödlichen Angriff auf Haniyyeh – wegen der Unterstützung Washingtons für Israel. Zudem kündigt es mögliche Vergeltung an. Man habe das Recht, angemessen auf die aggressive Handlung gegen die eigene Souveränität zu antworten. Was das konkret bedeuten könnte, bleibt offen.
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Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas soll in den kommenden Tagen offenbar eine Rede im türkischen Parlament halten. Man werde Abbas einladen, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu Parlamentssprecher Numan Kurtulmus. Wenn es keine Einwände gebe, solle Abbas den Abgeordneten die palästinensische Sache erklären.
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Iran ordnet drei Tage Staatstrauer an
Die Führung in Teheran reagiert mit einer dreitägigen Staatstrauer auf den gewaltsamen Tod von Hamas-Führer Ismail Haniyyeh. Für Donnerstag sei zudem ein Trauermarsch in der Hauptstadt Teheran geplant, berichtete die Nachrichtenagentur Irna.
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Die Tötung von Haniyyeh ist eine neue Eskalation im Nahostkonflikt: Auf mehreren Bildschirmen verfolgt diese Person in Istanbul die Nachrichten, fast alle Sender berichten über den Tod des Hamas-Anführers.
Foto: Alkis Konstantinidis/Reuters
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Auch von den iranischen Revolutionswächtern kommen Drohungen Richtung Israel: Der Mordanschlag in Teheran auf Ismail Haniyyeh werde »eine harte und schmerzhafte Reaktion« nach sich ziehen. Iran und die »Achse des Widerstands« würden reagieren. Die Revolutionswächter sind eine Elitetruppe, die für die Niederschlagung abweichender Meinungen bekannt ist und dem obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei direkt untersteht.
Hintergründe über die »Achse des Widerstands« finden Sie hier:
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USA verneinen Beteiligung an Tötung von Haniyyeh
Die USA und Israel kooperieren häufig miteinander. Im Fall der gezielten Tötung von Hamas-Anführer Ismail Haniyyeh stellt Washington nun klar, in keinster Weise beteiligt gewesen zu sein.
Laut US-Außenminister Antony Blinken seien die Vereinigten Staaten weder in die Ermordung des Hamas-Führers verwickelt gewesen noch hätten sie Kenntnis davon gehabt. »Das ist etwas, von dem wir nichts wussten und an dem wir nicht beteiligt waren«, sagte er in einem Interview mit Channel News Asia während eines Besuchs in Singapur. Auf die Frage, welche Auswirkungen die Tötung haben könnte, sagte Blinken: »Es ist sehr schwer, darüber zu spekulieren.«
Laut US-Außenminister Antony Blinken seien die Vereinigten Staaten weder in die Ermordung des Hamas-Führers verwickelt gewesen noch hätten sie Kenntnis davon gehabt. »Das ist etwas, von dem wir nichts wussten und an dem wir nicht beteiligt waren«, sagte er in einem Interview mit Channel News Asia während eines Besuchs in Singapur. Auf die Frage, welche Auswirkungen die Tötung haben könnte, sagte Blinken: »Es ist sehr schwer, darüber zu spekulieren.«
Foto: Suhaimi Abdullah/AP/dpa
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Spurensuche im Schein der Handy-Taschenlampe: Zwei Männer untersuchen das zerstörte Haus in Beirut.
Foto: Hussein Malla / AP
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Israel schweigt zum Tod von Ismail Haniyyeh in Teheran. Die Gegner des jüdischen Staates schwören hingegen Rache. Die Tat stellt eine weitere Eskalation im Nahostkonflikt dar. Neu ist hingegen nicht, dass Israel außerhalb seiner Landesgrenzen aktiv wird. Der Mossad ist für spektakuläre Aktionen bekannt: Morde, Entführungen – aber auch misslungene Attentate. Eine Auswahl von Kommandoaktionen israelischer Geheimdienste finden Sie hier.
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Ägypten verurteilt die Angriffe auf Haniyyeh und Shukr, wie das Außenministerium mitteilt. Die Vorfälle seien eine »gefährliche Eskalation« für die Region. Die Angriffe würden »die intensiven Bemühungen Ägyptens und seiner Partner, den Krieg im Gazastreifen zu beenden«, untergraben und »zeigen den fehlenden politischen Willen Israels, die Situation zu beruhigen«.
Kairo fordert den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen auf, »zu verhindern, dass die Sicherheitslage in der Region außer Kontrolle gerät«.
Kairo fordert den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen auf, »zu verhindern, dass die Sicherheitslage in der Region außer Kontrolle gerät«.
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Bundesregierung warnt vor »äußerst gefährlicher Lage«
Die Bundesregierung hat nach dem gewaltsamen Tod von Hamas-Führer Ismail Haniyyeh vor einer weiteren Eskalation der Lage im Nahen Osten gewarnt. »Wir rufen alle Akteure zu maximaler Zurückhaltung auf. Die Logik gegenseitiger Vergeltungsschläge ist ein Irrweg«, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Er rief dazu auf, einen kühlen Kopf zu bewahren und alles für eine Deeskalation zu tun. »Auch die Chance auf ein Geiselabkommen und einen Waffenstillstand in Gaza darf jetzt nicht verspielt werden.«
Der stellvertretende Regierungssprecher Wolfgang Büchner sagte, die Bundesregierung unternehme alles, um einen regionalen Flächenbrand zu verhindern. Die gesamte Region befinde sich »in einer äußerst gefährlichen Lage«. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock stehe in engstem Kontakt mit den EU-Partnern und Vertretern der Region des Nahen Ostens. »Die Diplomatie läuft auf Hochtouren, und unser gemeinsames Ziel ist es, dazu beizutragen, die Lage zu deeskalieren.«
Der Krisenstab der Bundesregierung tagt zur Stunde zur Lage im Nahen Osten. Das teilte ein Sprecher des Bundesaußenministeriums in Berlin mit. Dem Ministerium zufolge stehen auf der Krisenvorsorgeliste für den Libanon mittlerweile 1800 Deutsche. Zuletzt seien es nur 1300 Personen gewesen. Nun sei der Ernst der Lage offenbar erkannt. Die Bundesregierung hat Deutsche zur Ausreise aufgefordert.
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AP/AFP/dpa/Reuters

