Tapachula, Mexiko
Die Karawane, die sich im Süden Mexikos zusammengeschlossen hat, wächst: Binnen 24 Stunden sollen sich eintausend weitere Menschen dem Marsch nach Norden Richtung USA angeschlossen haben - die Behörden berichten von bis zu 8000 Menschen, die von Tapachula an der Grenze zu Guatemala aus unterwegs zur US-Grenze sind.
Darunter viele Familien mit Kindern, die den mehr als 2000 Kilometer langen Weg auf sich nehmen. In der Hoffnung auf ein besseres Leben.
Jaime Ireno, Migrant aus Honduras
»Wir kommen aus Honduras und sind auf dem Weg in die Vereinigten Staaten. Es ist sehr schwierig bei uns, es gibt keine Arbeit, viel Korruption, das Essen ist sehr teuer, all das.«
Victor Argueta, Migrant aus Honduras
»Es gibt keine Arbeit in Honduras, es gibt keine Beschäftigung, es gibt nichts zum Leben, wir sind nicht sicher vor Kriminalität. Der Präsident will nichts für unser Land tun, das Leben ist teuer in Honduras. Uns bleibt nichts anderes übrig.«
An der Spitze des Zuges tragen sie ein weißes Kreuz und ein Transparent, auf dem sie humanitäre Visa fordern. Die Migranten hatten sich am Montag auf den Weg gemacht, weil sie in der Grenzstadt Tapachula keine US-Visa erhalten konnten.
Die Menschen kommen aus Honduras, Venezuela, Haiti, Kuba, El Salvador und Guatemala. Sie eint die Flucht vor Armut und politischer Instabilität. Ob sie tatsächlich im Land ihrer Träume ankommen werden, ist mehr als unklar.
Alejandro Cancero, Migrant aus Guatemala
»Wir werden so weit gehen, wie Gott es uns erlaubt. Aber wir hoffen bis an die Grenze zu kommen, um in die Vereinigten Staaten einreisen zu können.«
Eagle Pass, Texas
Nicht alle schaffen es bis hierhin, an die texanische Grenze.
Wie es für diejenigen weitergeht, die das Grenzgebiet erreicht haben, ist ungewiss. Die USA wollen, auch unter Joe Biden, die Zahl der illegalen Einwanderer verringern. Im kommenden Jahr sind Präsidentschaftswahlen. Und illegale Migration ist ein großes Wahlkampfthema.