Christlich-nationalistische Kirche in den USA Hegseth teilt Video mit Äußerungen gegen Frauenwahlrecht
Verteidigungsminister Pete Hegseth: Teilte ein Video mit Aussagen gegen das Frauenwahlrecht
Foto: Mark Schiefelbein / APUS-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat auf der Plattform X ein Video über eine christlich-nationalistische Kirche geteilt, in dem sich mehrere Pastoren gegen das Wahlrecht für Frauen aussprechen. Hegseth überschrieb den Beitrag mit den Worten: »All of Christ for All of Life« (Ganz Christus für das ganze Leben).
Bei dem rund siebenminütigen Video handelt es sich um einen CNN-Bericht über Doug Wilson, Mitbegründer der Communion of Reformed Evangelical Churches (CREC) – einer Gemeinschaft evangelikaler Kirchen. In dem Beitrag fordert ein Pastor aus Wilsons Kirche, das Wahlrecht für Frauen aus der Verfassung zu streichen. Außerdem kommt eine Frau zu Wort, die sagt, sie würde sich ihrem Ehemann unterwerfen.
Ein Pentagon-Sprecher teilte der Nachrichtenagentur AP auf Nachfrage zu dem geteilten Video mit: Hegseth sei »stolzes Mitglied einer Kirche«, die der CREC angehöre. Der Verteidigungsminister schätze »viele Schriften und Lehren von Herrn Wilson sehr«. Zu den sexistischen Aussagen der Pastoren äußerte sich der Sprecher, soweit bekannt, nicht.
Auf X haben Hegseths Beitrag vom Freitag inzwischen fast dreitausend Accounts geteilt. Einige stimmten den Pastoren zu. Andere zeigten sich alarmiert darüber, dass der Verteidigungsminister christlich-nationalistische Ideen verbreitet.
Tatsächlich sind Hegseths Sympathien für christlich-nationalistische Ideen nicht neu: Mehrfach lud er einen Pastor seiner Kirche ins Pentagon ein, um Gottesdienste abzuhalten. Auf seiner Brust hat Hegseth ein Jerusalemkreuz tätowiert, das als Erkennungscode der antiislamischen, rechten Szene gilt. (Lesen Sie hier mehr dazu.)
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes war fälschlicherweise von »Messe« statt Gottesdienst und »Priester« statt »Pastor« die Rede. Wir haben die Fehler korrigiert.