Die erste Messe ist gelesen – Premiere für Papst Leo
Mit gewohntem Prunk ist im Vatikan die erste Messe mit dem neuen Papst Leo XIV. gefeiert worden. Doch der ermahnte seine Kardinäle auch: Worauf es ankomme, seien die Menschen in der Kirche, nicht die Pracht ihrer Gebäude. Der Blog zum Nachlesen.
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»Ite, missa est.« Mit dem »Regina cæli« endet nun der Gottesdienst in der Sixtinischen Kapelle – und damit auch dieser Liveblog. Alles rund um Papst Leo XIV. lesen Sie weiterhin bei SPIEGEL.de.

Foto: Vatican Media / AFP
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Die erste Predigt des neuen Papstes im Wortlaut
»›Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes‹: Als Petrus zusammen mit den anderen Jüngern vom Meister nach seinem Glauben an ihn gefragt wird, bringt er in verdichteter Form zum Ausdruck, was die Kirche durch die apostolische Nachfolge seit zweitausend Jahren als Erbe bewahrt, vertieft und weitergibt.
Jesus ist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, das heißt der einzige Erlöser. Er offenbart das Antlitz des Vaters.
Um den Menschen nahe und ihnen zugänglich zu sein, hat Gott sich uns in den vertrauensvollen Augen eines Kindes, im lebendigen Geist eines Jugendlichen, in den reifen Zügen eines Mannes offenbart, bis er schließlich den Seinen nach der Auferstehung in seiner verherrlichten Gestalt erschien. So hat er uns ein Vorbild für ein heiliges menschliches Leben gegeben, das wir alle nachahmen können, zusammen mit der Verheißung einer ewigen Bestimmung, die hingegen alle unsere Grenzen und Fähigkeiten übersteigt.
Jesus ist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, das heißt der einzige Erlöser. Er offenbart das Antlitz des Vaters.
Um den Menschen nahe und ihnen zugänglich zu sein, hat Gott sich uns in den vertrauensvollen Augen eines Kindes, im lebendigen Geist eines Jugendlichen, in den reifen Zügen eines Mannes offenbart, bis er schließlich den Seinen nach der Auferstehung in seiner verherrlichten Gestalt erschien. So hat er uns ein Vorbild für ein heiliges menschliches Leben gegeben, das wir alle nachahmen können, zusammen mit der Verheißung einer ewigen Bestimmung, die hingegen alle unsere Grenzen und Fähigkeiten übersteigt.
Petrus hält in seiner Antwort beides fest: die Gabe Gottes und den Weg, den man gehen muss, um sich von ihr verwandeln zu lassen. Dies sind zwei untrennbare Dimensionen der Erlösung, die der Kirche anvertraut sind, damit sie sie zum Wohl der Menschheit verkündet. Sie sind uns anvertraut, die wir von ihm auserwählt wurden, bevor wir im Mutterleib geformt wurden, die wir im Wasser der Taufe wiedergeboren und über unsere Grenzen hinaus und ohne unser Verdienst hierhergeführt und von hier ausgesandt worden sind, damit das Evangelium allen Geschöpfen verkündet werde.
In besonderer Weise vertraut Gott, indem er mich durch eure Wahl zum Nachfolger des Ersten der Apostel berufen hat, diesen Schatz mir an, damit ich mit seiner Hilfe ein treuer Verwalter zum Wohl des gesamten mystischen Leibes der Kirche sei, auf dass sie immer mehr zu einer Stadt auf dem Berg wird, zu einer rettenden Arche, die durch die Wogen der Geschichte steuert, zu einem Leuchtturm, der die Nächte der Welt erhellt. Und dies weniger wegen der Großartigkeit ihrer Strukturen oder der Pracht ihrer Bauten – wie die Baudenkmäler, in denen wir uns befinden –, sondern durch die Heiligkeit ihrer Glieder, dieses »Volkes, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat«.
Allerdings geht dem Gespräch, in dem Petrus sein Glaubensbekenntnis ablegt, noch eine weitere Frage voraus. Jesus fragt: »Für wen halten die Menschen den Menschensohn?«. Das ist keine unbedeutende Frage, sie betrifft vielmehr einen wichtigen Aspekt unseres Dienstes: die Wirklichkeit, in der wir leben, mit ihren Grenzen und Möglichkeiten, mit ihren Fragen und Überzeugungen.
»Für wen halten die Menschen den Menschensohn?«. Wenn wir an die Szene denken, die wir gerade betrachten, könnten wir auf diese Frage zwei mögliche Antworten finden, die auch zwei Haltungen beschreiben.
Da ist zunächst die Antwort der Welt. Matthäus betont, dass das Gespräch zwischen Jesus und seinen Jüngern hinsichtlich seiner Identität in der wunderschönen kleinen Stadt Cäsarea Philippi stattfindet, die reich an prächtigen Palästen ist, inmitten einer bezaubernden Naturlandschaft am Fuße des Hermon liegt, aber auch Sitz grausamer Machtzirkel und Schauplatz von Verrat und Untreue ist. Dieses Bild spricht von einer Welt, die Jesus als einen völlig unbedeutenden Menschen betrachtet, höchstens als eine kuriose Figur, die mit ihrer ungewöhnlichen Art zu sprechen und zu handeln Staunen hervorrufen kann. Und so wird diese »Welt« nicht zögern, ihn zurückzuweisen und zu beseitigen, sobald er aufgrund der Ehrlichkeit und der moralischen Ansprüche, die er einfordert, lästig wird.
Dann gibt es noch die zweite mögliche Antwort auf die Frage Jesu: die der einfachen Leute. Für sie ist der Nazarener kein »Scharlatan«: Er ist ein aufrechter Mann, einer, der Mut hat, der gut spricht und das Richtige sagt, wie andere große Propheten in der Geschichte Israels. Deshalb folgen sie ihm, zumindest solange sie dies ohne allzu große Risiken und Unannehmlichkeiten tun können. Doch er ist für sie nur ein Mensch, und deshalb verlassen auch sie ihn in der Stunde der Gefahr, während seiner Passion, und gehen enttäuscht weg.
Bemerkenswert an diesen beiden Haltungen ist ihre Aktualität. Sie verkörpern nämlich Vorstellungen, die wir leicht – vielleicht in einer anderen Sprache, aber im Wesentlichen gleich – in den Mündern vieler Männer und Frauen unserer Zeit wiederfinden können.
Auch heute wird der christliche Glaube in nicht wenigen Fällen als etwas Absurdes angesehen, als etwas für schwache und wenig intelligente Menschen; vielfach werden andere Sicherheiten wie Technologie, Geld, Erfolg, Macht und Vergnügen bevorzugt.
Es handelt sich um Umfelder, in denen es nicht leicht ist, das Evangelium zu bezeugen und zu verkünden, und in denen Gläubige verspottet, bekämpft, verachtet oder bestenfalls geduldet und bemitleidet werden. Doch gerade deshalb sind dies Orte, die dringend der Mission bedürfen, denn der Mangel an Glauben hat oft dramatische Begleiterscheinungen: dass etwa der Sinn des Lebens verlorengeht, die Barmherzigkeit in Vergessenheit gerät, die Würde des Menschen in den dramatischsten Formen verletzt wird, die Krise der Familie und viele andere Wunden, unter denen unsere Gesellschaft nicht unerheblich leidet.
Vielfach wird Jesus, obwohl er als Mensch geschätzt wird, auch heute bloß als eine Art charismatischer Anführer oder Übermensch gesehen, und zwar nicht nur von Nichtgläubigen, sondern auch von vielen Getauften, die so schließlich in einen faktischen Atheismus geraten.
Dies ist die Welt, die uns anvertraut ist und in der wir, wie Papst Franziskus uns so oft gelehrt hat, berufen sind, den freudigen Glauben an Jesus, den Erlöser, zu bezeugen. Deshalb ist es auch für uns unerlässlich, immer neu zu bekennen: »Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes«.
Das ist vor allem in unserer persönlichen Beziehung zu ihm von wesentlicher Bedeutung, im Bemühen um einen täglichen Weg der Umkehr. Aber dann auch für uns als Kirche, indem wir gemeinsam unsere Zugehörigkeit zum Herrn leben und allen die Frohe Botschaft bringen.
Ich sage dies vor allem im Blick auf mich selbst, als Nachfolger Petri, der ich meine Mission als Bischof der Kirche von Rom beginne, welche berufen ist, der Gesamtkirche in der Liebe vorzustehen, gemäß dem berühmten Wort des heiligen Ignatius von Antiochien. Als er in Ketten in diese Stadt gebracht wurde, an den Ort seines nahenden Lebensopfers, schrieb er an die Christen dort: »Dann werde ich wirklich ein Jünger Jesu Christi sein, wenn die Welt meinen Leib nicht mehr sieht«. Er bezog sich darauf, dass er im Zirkus von wilden Tieren verschlungen werden würde – und so geschah es –, doch seine Worte verweisen in einem allgemeineren Sinn auf eine unverzichtbare Anforderung für alle, die in der Kirche ein Leitungsamt ausüben: zu verschwinden, damit Christus bleibt, sich klein zu machen, damit er erkannt und verherrlicht wird, sich ganz und gar dafür einzusetzen, dass niemandem die Möglichkeit fehlt, ihn zu erkennen und zu lieben.
Gott gebe mir diese Gnade, heute und immer, mit der Hilfe der liebevollen Fürsprache Marias, der Mutter der Kirche.«
In besonderer Weise vertraut Gott, indem er mich durch eure Wahl zum Nachfolger des Ersten der Apostel berufen hat, diesen Schatz mir an, damit ich mit seiner Hilfe ein treuer Verwalter zum Wohl des gesamten mystischen Leibes der Kirche sei, auf dass sie immer mehr zu einer Stadt auf dem Berg wird, zu einer rettenden Arche, die durch die Wogen der Geschichte steuert, zu einem Leuchtturm, der die Nächte der Welt erhellt. Und dies weniger wegen der Großartigkeit ihrer Strukturen oder der Pracht ihrer Bauten – wie die Baudenkmäler, in denen wir uns befinden –, sondern durch die Heiligkeit ihrer Glieder, dieses »Volkes, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat«.
Allerdings geht dem Gespräch, in dem Petrus sein Glaubensbekenntnis ablegt, noch eine weitere Frage voraus. Jesus fragt: »Für wen halten die Menschen den Menschensohn?«. Das ist keine unbedeutende Frage, sie betrifft vielmehr einen wichtigen Aspekt unseres Dienstes: die Wirklichkeit, in der wir leben, mit ihren Grenzen und Möglichkeiten, mit ihren Fragen und Überzeugungen.
»Für wen halten die Menschen den Menschensohn?«. Wenn wir an die Szene denken, die wir gerade betrachten, könnten wir auf diese Frage zwei mögliche Antworten finden, die auch zwei Haltungen beschreiben.
Da ist zunächst die Antwort der Welt. Matthäus betont, dass das Gespräch zwischen Jesus und seinen Jüngern hinsichtlich seiner Identität in der wunderschönen kleinen Stadt Cäsarea Philippi stattfindet, die reich an prächtigen Palästen ist, inmitten einer bezaubernden Naturlandschaft am Fuße des Hermon liegt, aber auch Sitz grausamer Machtzirkel und Schauplatz von Verrat und Untreue ist. Dieses Bild spricht von einer Welt, die Jesus als einen völlig unbedeutenden Menschen betrachtet, höchstens als eine kuriose Figur, die mit ihrer ungewöhnlichen Art zu sprechen und zu handeln Staunen hervorrufen kann. Und so wird diese »Welt« nicht zögern, ihn zurückzuweisen und zu beseitigen, sobald er aufgrund der Ehrlichkeit und der moralischen Ansprüche, die er einfordert, lästig wird.
Dann gibt es noch die zweite mögliche Antwort auf die Frage Jesu: die der einfachen Leute. Für sie ist der Nazarener kein »Scharlatan«: Er ist ein aufrechter Mann, einer, der Mut hat, der gut spricht und das Richtige sagt, wie andere große Propheten in der Geschichte Israels. Deshalb folgen sie ihm, zumindest solange sie dies ohne allzu große Risiken und Unannehmlichkeiten tun können. Doch er ist für sie nur ein Mensch, und deshalb verlassen auch sie ihn in der Stunde der Gefahr, während seiner Passion, und gehen enttäuscht weg.
Bemerkenswert an diesen beiden Haltungen ist ihre Aktualität. Sie verkörpern nämlich Vorstellungen, die wir leicht – vielleicht in einer anderen Sprache, aber im Wesentlichen gleich – in den Mündern vieler Männer und Frauen unserer Zeit wiederfinden können.
Auch heute wird der christliche Glaube in nicht wenigen Fällen als etwas Absurdes angesehen, als etwas für schwache und wenig intelligente Menschen; vielfach werden andere Sicherheiten wie Technologie, Geld, Erfolg, Macht und Vergnügen bevorzugt.
Es handelt sich um Umfelder, in denen es nicht leicht ist, das Evangelium zu bezeugen und zu verkünden, und in denen Gläubige verspottet, bekämpft, verachtet oder bestenfalls geduldet und bemitleidet werden. Doch gerade deshalb sind dies Orte, die dringend der Mission bedürfen, denn der Mangel an Glauben hat oft dramatische Begleiterscheinungen: dass etwa der Sinn des Lebens verlorengeht, die Barmherzigkeit in Vergessenheit gerät, die Würde des Menschen in den dramatischsten Formen verletzt wird, die Krise der Familie und viele andere Wunden, unter denen unsere Gesellschaft nicht unerheblich leidet.
Vielfach wird Jesus, obwohl er als Mensch geschätzt wird, auch heute bloß als eine Art charismatischer Anführer oder Übermensch gesehen, und zwar nicht nur von Nichtgläubigen, sondern auch von vielen Getauften, die so schließlich in einen faktischen Atheismus geraten.
Dies ist die Welt, die uns anvertraut ist und in der wir, wie Papst Franziskus uns so oft gelehrt hat, berufen sind, den freudigen Glauben an Jesus, den Erlöser, zu bezeugen. Deshalb ist es auch für uns unerlässlich, immer neu zu bekennen: »Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes«.
Das ist vor allem in unserer persönlichen Beziehung zu ihm von wesentlicher Bedeutung, im Bemühen um einen täglichen Weg der Umkehr. Aber dann auch für uns als Kirche, indem wir gemeinsam unsere Zugehörigkeit zum Herrn leben und allen die Frohe Botschaft bringen.
Ich sage dies vor allem im Blick auf mich selbst, als Nachfolger Petri, der ich meine Mission als Bischof der Kirche von Rom beginne, welche berufen ist, der Gesamtkirche in der Liebe vorzustehen, gemäß dem berühmten Wort des heiligen Ignatius von Antiochien. Als er in Ketten in diese Stadt gebracht wurde, an den Ort seines nahenden Lebensopfers, schrieb er an die Christen dort: »Dann werde ich wirklich ein Jünger Jesu Christi sein, wenn die Welt meinen Leib nicht mehr sieht«. Er bezog sich darauf, dass er im Zirkus von wilden Tieren verschlungen werden würde – und so geschah es –, doch seine Worte verweisen in einem allgemeineren Sinn auf eine unverzichtbare Anforderung für alle, die in der Kirche ein Leitungsamt ausüben: zu verschwinden, damit Christus bleibt, sich klein zu machen, damit er erkannt und verherrlicht wird, sich ganz und gar dafür einzusetzen, dass niemandem die Möglichkeit fehlt, ihn zu erkennen und zu lieben.
Gott gebe mir diese Gnade, heute und immer, mit der Hilfe der liebevollen Fürsprache Marias, der Mutter der Kirche.«
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Hintergrund: Leo XIV. und die Leiter der Kurienbehörden
Mit dem Tod von Franziskus haben fast alle Leiter von Kurienbehörden ihre Ämter verloren. Die Kurie ist die Gesamtheit der kirchlichen Behörden, durch die der Papst die Kirche leitet. Nun wird Leo XIV. bald die neuen Leiter ernennen.
Auch der von vielen als Papst-Favorit gehandelte Kardinalstaatssekretär und Vatikandiplomat Erzbischof Pietro Parolin, 70, hat sein Amt verloren. Tatsächlich haben nur einige wenige ihre Leitungsfunktion behalten, darunter der Camerlengo (Kämmerer) Kardinal Kevin Farrell, 77, und der Kardinaldekan Giovanni Battista Re, 91, der die Heilige Messe »Pro eligendo Papa« (zur Wahl des Papstes) zum Beginn des Konklaves am Mittwoch zelebrierte.
Um den Arbeitsbetrieb aufrechtzuerhalten, blieben allerdings in den vatikanischen Behörden jeweils der Sekretär, also die jeweilige Nummer zwei in der Hierarchie, samt seinem Arbeitsstab im Amt.

Foto: Fabio Frustaci / EPA
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Als italienischen Muttersprachler beeindruckt mich immer wieder die sprachliche Souveränität des neuen Pontifex im Italienischen. Leo spricht fast fehler- und akzentfrei. Man kann davon ausgehen, dass sein Sprachtalent – gestern hielt er einen Teil seiner Rede auf Spanisch – ihm während des Konklaves Pluspunkte gebracht hat.
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Den ersten Teil seiner Predigt hielt der Papst auf Englisch, ohne ihn vorzulesen. Anders im italienischen Teil. Auch gestern hatte Leo XIV. seine Rede vorbereitet – ein Bruch mit der Tradition. Er setzt offenbar auf klare, bedachte Botschaften.

Foto: Henry Romero / Reuters
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Leo XIV. spricht von Missionen und »Krise der Familie«
»Eine Gemeinschaft von Freunden« – so bezeichnete Papst Leo XIV. die katholische Kirche zu Beginn der Predigt. Diese begann er auf Englisch – es waren seine ersten öffentlichen Worte in seiner Muttersprache als Papst. Dann setzt er die Predigt auf Italienisch fort. Die Kirche solle durch die Heiligkeit ihrer Mitglieder zur Geltung kommen und nicht durch prächtige Monumente.
Zwischendurch wird es jedoch immer wieder theologisch. Ein bisschen Franziskus, ein bisschen Benedikt, könnte man meinen. Er spricht auch über Christen, die heutzutage wegen ihres Glaubens verachtet werden. An solchen Orten brauche es Missionen. Er spricht von Wunden, unter denen unsere Gesellschaft leidet, darunter eine angebliche »Krise der Familie«. Selbst viele Gläubige würden als De-facto-Atheisten leben.
Dann erwähnt er wieder Papst Franziskus und bezeichnet sein Papsttum als Mission – Leo war selbst lange Missionar in Peru. Der frisch gewählte Pontifex bemüht sich immer wieder um ein sanftes Lächeln, wirkt aber müde. Es könnte nicht anders sein, gestern hat er wohl einen der intensivsten Tage seines Lebens verbracht.
Zwischendurch wird es jedoch immer wieder theologisch. Ein bisschen Franziskus, ein bisschen Benedikt, könnte man meinen. Er spricht auch über Christen, die heutzutage wegen ihres Glaubens verachtet werden. An solchen Orten brauche es Missionen. Er spricht von Wunden, unter denen unsere Gesellschaft leidet, darunter eine angebliche »Krise der Familie«. Selbst viele Gläubige würden als De-facto-Atheisten leben.
Dann erwähnt er wieder Papst Franziskus und bezeichnet sein Papsttum als Mission – Leo war selbst lange Missionar in Peru. Der frisch gewählte Pontifex bemüht sich immer wieder um ein sanftes Lächeln, wirkt aber müde. Es könnte nicht anders sein, gestern hat er wohl einen der intensivsten Tage seines Lebens verbracht.
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Erste Lesungen: Der Papst setzt auf zwei Frauen
Nun hat mit den Lesungen der sogenannte Wortgottesdienst begonnen. Nach dem Evangelium kommt die Predigt, da dürfte es spannend werden. Es ist die erste öffentliche Predigt von Leo XIV. an alle Mitgläubigen in der Welt. Die zwei »Heimaten« des Papstes zeigen sich auch in der Messe: Die erste Lesung erfolgte auf Englisch, die zweite auf Spanisch. In beiden Fällen wurden sie von Frauen gelesen.
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Leo ist wieder live. Der Gottesdienst in der Sixtinischen Kapelle wird auch hier im Pressesaal Johannes Paul II. unweit des Petersdoms gestreamt.
In der Kapelle ist ein Jungen- und Männerchor – und singt zunächst gemeinsam mit den Kardinälen und dem neuen Papst ein Kyrie. Danach beginnt Leo XIV. ein Gebet.
In der Kapelle ist ein Jungen- und Männerchor – und singt zunächst gemeinsam mit den Kardinälen und dem neuen Papst ein Kyrie. Danach beginnt Leo XIV. ein Gebet.

Foto: Francesco Collini / Der SPIEGEL
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Erste Messe des neuen Pontifex beginnt
In Reih und Glied sitzen die Kardinäle in der Sixtinischen Kapelle, wie ein Livestream des Vatikan zeigt. Leo XIV. wird dort gleich seine erste Messe feiern. Auf dem Petersplatz ist heute deutlich weniger los, schreibt mein Kollege Francesco Collini aus dem Vatikan. Schließlich ist der Papst dort auch erst mal nicht zu sehen.

Foto: Francesco Collini / Der SPIEGEL
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Papst Leo kann Gespräche auf Deutsch führen
Nach Angaben der Augustiner in Deutschland spricht Leo XIV. auch Deutsch. »Eine ›normale‹ Unterhaltung auf Deutsch ist mit ihm möglich«, sagte der Leiter des Ordens in Deutschland, Lukas Schmidkunz, der Nachrichtenagentur AFP.
Der neue Papst, bürgerlich Robert Prevost, gehört selbst zum Orden der Augustiner. Zwischen 2001 und 2013 war er deren Oberer und besuchte in dieser Zeit mehrmals die deutsche Gemeinschaft. Soweit er sich erinnere, habe Prevost sich dabei »mit allen Brüdern ohne Dolmetscher« unterhalten können, sagte Schmidkunz.
Der neue Papst, bürgerlich Robert Prevost, gehört selbst zum Orden der Augustiner. Zwischen 2001 und 2013 war er deren Oberer und besuchte in dieser Zeit mehrmals die deutsche Gemeinschaft. Soweit er sich erinnere, habe Prevost sich dabei »mit allen Brüdern ohne Dolmetscher« unterhalten können, sagte Schmidkunz.

Foto: Gabriel Bouys / AFP
Bei der Ansprache nach seiner Wahl überraschte der Pontifex mit flüssigem und erstaunlich akzentarmem Italienisch. Außerdem spricht er Englisch und Spanisch, er hat viele Jahre in Peru gelebt. Auch Französisch und Latein soll Leo XIV. gut beherrschen.
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Hintergrund: Zurück zum Wappen des Heiligen Stuhls
Mit der Wahl von Leo XIV. wurde auch das Wappen des Heiligen Stuhls geändert. Denn mit jeder Sedisvakanz – also der Zeit, in der der Papststuhl unbesetzt ist – wird dieses Wappen durch ein spezielles Sedisvakanz-Wappen ersetzt. Jeder Papst hat außerdem noch ein eigenes Papstwappen, das sein Pontifikat symbolisieren soll. Wie das von Leo XIV. aussehen wird, ist noch nicht bekannt.
Das reguläre Wappen des Heiligen Stuhls, das nun wieder zu sehen ist, zeigt die gekreuzten Schlüssel Petri (ein goldener und ein silberner Schlüssel) unter der Papstkrone, der sogenannten Tiara. Die Schlüssel sollen die Binde- und Lösegewalt des Papstes als Nachfolgers des Apostels Petrus symbolisieren. Die Tiara steht für das Papsttum selbst.
Das reguläre Wappen des Heiligen Stuhls, das nun wieder zu sehen ist, zeigt die gekreuzten Schlüssel Petri (ein goldener und ein silberner Schlüssel) unter der Papstkrone, der sogenannten Tiara. Die Schlüssel sollen die Binde- und Lösegewalt des Papstes als Nachfolgers des Apostels Petrus symbolisieren. Die Tiara steht für das Papsttum selbst.

Das Wappen des Heiligen Stuhls. Foto: Gabriel Bouys / AFP
Das Wappen in der Sedisvakanz zeigte zwar weiterhin die gekreuzten Schlüssel Petri, aber anstelle der Tiara war darüber ein besonderer Schirm, der Ombrellino, zu sehen. Dieser Schirm war rot-gelb gestreift und symbolisierte die Übergangszeit ohne Papst. Er kann als »Zelt Gottes« verstanden werden und steht damit für die Kirche selbst, die auch ohne Papst Bestand hat. Dieses Sedisvakanz-Wappen zierte alle offiziellen Dokumente, Münzen, Briefmarken sowie den Titelkopf der Vatikanzeitung »Osservatore Romano«.
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Papst begibt sich am Wahlabend unter Gläubige
Noch am Abend seiner Wahl hat Leo XIV. seine bisherige Unterkunft im Palazzo del Sant’Uffizio besucht und Gläubige getroffen. In einem Video, das der Vatikan auf X teilte, segnet er umstehende Personen.
Ein weiteres Video des Onlinemagazins Fanpage.it zeigt, wie der neue Papst aus einem Auto steigt und mit Applaus empfangen wird. Leo XIV. schüttelt Geistlichen und anderen Anwesenden die Hände, einige küssen seine Hand. Ein Mädchen bittet den Pontifex um einen Segen und eine Signatur für ein Buch. Ob er seine überholte alte Unterschrift nutzen solle, fragt der Papst scherzhaft – und sorgt für Lacher, als er überlegt, welches Datum heute ist.
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Elisa Schwarze
Nachrichtenressort

Kretschmann wünscht sich »mutige« Kirche
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat Leo XIV. zu seiner Wahl gratuliert. »Wir brauchen weiterhin eine Kirche, die mutig ihre Stimme erhebt, beherzt nötige Reformen angeht und in Zeitgenossenschaft auf die aktuellen Herausforderungen eingeht«, sagte der Politiker. Die Namenswahl des neuen Papstes lasse hoffen: »Offenbar knüpft er an Leo XIII. an, der die katholische Soziallehre geprägt hat.« Die »Sorge um die Armen und Ausgegrenzten« könnte laut Kretschmann ein Punkt sein, in dem Leo XIV. dem verstorbenen Franziskus ähnelt.

Foto: Renato Pajuelo / EPA
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Prevost wollte im Vatikan eigentlich in Ruhe Tennis spielen
Der neue Papst Leo XIV. ist ein leidenschaftlicher Amateur-Tennisspieler. Bei seinem Wechsel aus Südamerika in den Vatikan im Jahr 2023 sagte Robert Francis Prevost in einem Interview: »Seit ich Peru verlassen habe, hatte ich nur wenige Gelegenheiten zum Üben, deshalb freue ich mich darauf, wieder auf den Platz zu gehen.« Als Papst dürfte die Zeit dafür aber wieder knapper werden.
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Deutscher Kirchenhistoriker sieht Leo XIV. als Kompromiss
Das Konklave war ungewöhnlich schnell beendet. Das spricht nach Einschätzung des deutschen Kirchenhistorikers Hubert Wolf dafür, dass Leo XIV. als Kompromisskandidat ins Amt gekommen ist. Womöglich habe sich Robert Francis Prevost bereits im Vorkonklave als jemand angeboten, »der die verschiedenen Richtungen in der Kirche zusammenführen kann«, sagte der Professor für Kirchengeschichte an der Universität Münster.
Sonderlich progressiv werde Leo XIV. darum wohl eher nicht auftreten. »Innerkirchlich und theologisch wird man von ihm etwa im Hinblick auf die Weihe von Frauen oder verheiratete Priester kaum umstürzende Reformen erwarten dürfen«, sagte Wolf. »Er gilt als Mann der Mitte, diplomatisch versiert, pragmatisch, nicht ideologisch ausgerichtet.« Leo XIV. werde aber auch ein politischer Papst sein, prognostiziert Wolf.
Sonderlich progressiv werde Leo XIV. darum wohl eher nicht auftreten. »Innerkirchlich und theologisch wird man von ihm etwa im Hinblick auf die Weihe von Frauen oder verheiratete Priester kaum umstürzende Reformen erwarten dürfen«, sagte Wolf. »Er gilt als Mann der Mitte, diplomatisch versiert, pragmatisch, nicht ideologisch ausgerichtet.« Leo XIV. werde aber auch ein politischer Papst sein, prognostiziert Wolf.

Hubert Wolf. Foto: Helmut Fricke / dpa
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Bruder von Leo XIV. plaudert im US-Fernsehen über Familiengeschichten
Der neue Papst Leo XIV. hat seinem Bruder zufolge schon als Kind Priester werden wollen. So wie andere Kinder mit Puppen spielen oder sich im Spiel als Soldaten ausgeben, habe sein Bruder »Priester« spielen wollen, sagte John Prevost, Kardinal Robert Francis Prevosts älterer Bruder, den US-Sendern CBS und ABC. »Und so nahm er das Bügelbrett unserer Mutter und legte ein Tischtuch darüber, und wir mussten zur Messe gehen«, sagte Prevost im Interview mit CBS. Sein jüngerer Bruder habe das sehr ernst genommen und Gebete sowohl auf Latein als auch auf Englisch gekannt.
John Prevost berichtete zudem, dass eine Frau, die in derselben Straße wie seine Familie gewohnt hatte, zu seinem Bruder schon in der ersten Klasse gesagt hätte, dass er der erste US-amerikanische Papst werden würde.
Über die Wahl seines Bruders zum Papst sei er geschockt und ungläubig, aber auch sehr stolz gewesen, sagte Prevost weiter. Es sei eine »großartige Verantwortung«. Er werde am Freitag nach Rom reisen, um an den Feierlichkeiten im Vatikan teilzunehmen.
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Erster Tag im neuen Job
Für Papst Leo XIV. beginnt diesen Freitag die Arbeit an der Spitze der katholischen Kirche. Der erste Termin ist eine Messfeier, die er um 11 Uhr zusammen mit den Kardinälen in der Sixtinischen Kapelle begehen wird. Dort hatten ihn die 133 wahlberechtigten Kirchenmänner am Donnerstag im vierten Wahlgang gewählt. Am Sonntag wird sich der 267. Papst dann erneut der Öffentlichkeit auf dem Petersplatz präsentieren – bei seinem ersten Mittagsgebet auf der Mittelloggia des Petersdoms. Am Montag will er dann Medienleute aus aller Welt treffen.

Foto: Stoyan Nenov / Reuters
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Missbrauchsbetroffene hoffen auf Leo XIV.
Schon drei Päpste befassten sich mit der Missbrauchskrise in der katholischen Kirche. Eine Betroffeneninitiative setzt große Hoffnungen auf den neuen Papst. Die Initiative »Eckiger Tisch« erwartet strukturelle Veränderungen.
»Die Herausforderungen sind groß. Die notwendigen strukturellen Veränderungen reichen von der Reform des Kirchenrechts, die Einführung von klaren Verfahren und transparenten Prozessen, wenn es um den Umgang mit Verdachtsfällen geht, hin zu einer veränderten Haltung der katholischen Kirche zur menschlichen Sexualität«, sagte der Sprecher der Initiative, Matthias Katsch.
In den neuen Papst setzt er aber große Hoffnungen. »Er bringt gute Voraussetzungen mit«, sagte Katsch. In seiner zweiten Heimat Peru habe Kardinal Robert Francis Prevost sich für Betroffene von sexuellem Missbrauch eingesetzt.
»Die Herausforderungen sind groß. Die notwendigen strukturellen Veränderungen reichen von der Reform des Kirchenrechts, die Einführung von klaren Verfahren und transparenten Prozessen, wenn es um den Umgang mit Verdachtsfällen geht, hin zu einer veränderten Haltung der katholischen Kirche zur menschlichen Sexualität«, sagte der Sprecher der Initiative, Matthias Katsch.
In den neuen Papst setzt er aber große Hoffnungen. »Er bringt gute Voraussetzungen mit«, sagte Katsch. In seiner zweiten Heimat Peru habe Kardinal Robert Francis Prevost sich für Betroffene von sexuellem Missbrauch eingesetzt.
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Hochhaus strahlt für Oberhaupt
Zu Ehren von Papst Leo XIV. ist in New York das weltberühmte Empire State Building angeleuchtet worden. In Gold und Weiß wies das 380 Meter hohe Gebäude damit auf die Wahl des Papstes hin, der aus den USA stammt. Das ikonische Gebäude in Manhattan nimmt mithilfe farbiger Beleuchtung immer wieder Bezug auf besondere Weltereignisse.

In Gold und Weiß getauchtes Empire State Building. Frank Franklin II/AP
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»Was, wenn Bob es wird?«, haben sie zuletzt gescherzt
Die Bayerisch-Deutsche Provinz des Augustinerordens freut sich über die Wahl ihres Mitbruders Robert Francis Prevost zum Papst. »Wir spüren, welche Anerkennung und Würde damit unserem Mitbruder zuerkannt wird, der in den Jahren seiner Amtszeit als Generalprior von 2001 bis 2013 mehrmals die Bayerisch-Deutsche Provinz der Augustiner besucht hat«, teilte Provinzial Pater Lukas Schmidkunz in Würzburg mit. »Wir kennen und schätzen unseren Mitbruder. Wir freuen uns mit ihm und spüren die Größe der Aufgabe, die nun vor ihm steht.«
In den Tagen zuvor hätten sie manchmal gescherzt: »Was, wenn Bob es wird? Gerechnet haben wir mit diesem Ausgang allerdings nicht«, berichtete Schmidkunz. Als der Name verkündet worden sei, »waren wir wirklich baff, erstaunt und gerührt. Unser Mitbruder und ehemaliger Generalprior ist tatsächlich Papst geworden«.
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Uno-Generalsekretär gratuliert dem Papst
»Trotz der großen Vielfalt an Hintergründen und Glaubensrichtungen teilen Menschen überall ein gemeinsames Ziel: Friede sei mit der ganzen Welt«, hat Uno-Generalsekretär António Guterres anlässlich der Papstwahl mitgeteilt. Guterres gratulierte dem neuen Oberhaupt der katholischen Kirche. Er freue sich, auf der langen Tradition der Zusammenarbeit mit Rom aufzubauen, »um Solidarität zu fördern, Versöhnung voranzutreiben und eine gerechte und nachhaltige Welt für alle aufzubauen«.

António Guterres. Imago
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Kardinal Marx hat klare Wünsche an neuen Papst
Der Münchner Kardinal Reinhard Marx sieht den neuen Papst Leo XIV. auf der Spur des Vorgängers Franziskus, rechnet aber auch mit neuen Impulsen. »Wir werden keine Kopie von Papst Franziskus bekommen«, sagte der Erzbischof von München und Freising am Donnerstagabend in den »Tagesthemen« der ARD. »Aber die Richtung ist schon, das große Pontifikat, das wir in zwölf Jahren erlebt haben, auch in seinen Elementen jetzt auf neue Weise weiterzuführen. Das ist schon eine Perspektive, die ich erwarte.«
Zu den wichtigsten Aufgaben des neuen Papstes gehöre es, die Kirche zusammenzuhalten, sagte Marx, der an der Papstwahl teilgenommen hatte. Franziskus habe das Projekt einer synodalen Kirche vorangebracht. »Das wird man weiterentwickeln.«
Zu den wichtigsten Aufgaben des neuen Papstes gehöre es, die Kirche zusammenzuhalten, sagte Marx, der an der Papstwahl teilgenommen hatte. Franziskus habe das Projekt einer synodalen Kirche vorangebracht. »Das wird man weiterentwickeln.«
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Ein sanfter Löwe
In Rom gibt es eine Enttäuschung für das konservative Lager: Der erhoffte Richtungswechsel nach Franziskus bleibt aus. Mit Leo XIV. tritt ein pragmatischer Reformer an die Spitze der katholischen Kirche. Lesen Sie hier die Einschätzungen unseres Kollegen Frank Hornig aus Rom.

Foto: Yara Nardi / REUTERS
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Überraschende Wahl, frenetischer Jubel, überlegte Worte
Allein in Rom begeistert die Wahl von Papst Leo XIV. Zehntausende Menschen. Sie feiern den neuen Pontifex aus den USA. Der hielt eine erstaunlich gut vorbereitete erste Rede. Sehen Sie hier die Bilder des Tages.
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Der neue Papst heißt Leo
Die Kardinäle haben den US-Amerikaner Robert Prevost aus Chicago zum neuen Papst gewählt. Er trägt den Namen Leo XIV. Der 69-Jährige tritt die Nachfolge von Papst Franziskus an. Prevost wurde erst 2023 zum Kardinal ernannt, er gehört dem Augustinerorden an. Sein Papstname Leo wurde zuletzt vor 122 Jahren getragen – von Leo XIII.
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