Simbabwe ruft Katastrophenzustand wegen Dürre aus - DER SPIEGEL
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Ernteausfälle wegen Dürre Simbabwe ruft Katastrophenzustand aus

In Simbabwe richtet eine anhaltende Dürreperiode enorme Schäden an. Präsident Mnangagwa hat nun den Katastrophenzustand erklärt. Sein Land brauche zwei Milliarden Dollar an Hilfen, um den Hunger abzuwenden.
Getreide zum Verkauf in der simbabwischen Hauptstadt Harare im März 2024: Nur die Hälfte der Ernte eingefahren
Getreide zum Verkauf in der simbabwischen Hauptstadt Harare im März 2024: Nur die Hälfte der Ernte eingefahren

Getreide zum Verkauf in der simbabwischen Hauptstadt Harare im März 2024: Nur die Hälfte der Ernte eingefahren

Foto: Cynthia R Matonhodze / Bloomberg / Getty Images

Simbabwe kämpft derzeit mit einer heftigen Dürreperiode. Nun hat Präsident Emmerson Mnangagwa in dem Land im südlichen Afrika den Katastrophenzustand ausgerufen. Aufgrund einer Trockenperiode, die durch das Klimaphänomen El Niño verursacht wurde, hätten Landwirte nur etwas mehr als die Hälfte der geplanten Getreideernte einfahren können, sagte Mnangagwa während einer Pressekonferenz. In rund 80 Prozent des Landes seien weitaus geringere Niederschläge als üblich verzeichnet worden. Die Regierung benötige daher finanzielle Hilfsmittel in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar, um Hunger in dem 17-Millionen-Einwohner-Land abzuwenden, so der Präsident.

Sambia und Malawi haben Katastrophenzustand bereits ausgerufen

Auch die Nachbarländer Sambia und Malawi haben wegen El Niño – ein in unregelmäßigen Abständen auftretendes Wetterphänomen im äquatorialen Pazifik – bereits den Katastrophenzustand erklärt. Laut dem Uno-Kinderhilfswerk Unicef sind derzeit neun Millionen Menschen in Malawi und sechs Millionen Einwohner in Sambia betroffen.

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Zudem leiden auch in Mosambik, Botswana und Angola bereits Zehntausende unter der Dürre. Der aktuelle El Niño gehört nach Angaben der Weltwetterorganisation (WMO) zu den fünf stärksten, die über mehrere Jahrzehnte verzeichnet wurden. Die Region erlebte nach Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) den »trockensten Februar seit 40 Jahren«. Etwa 70 Prozent der Bevölkerung im südlichen Afrika sind laut WFP auf die Landwirtschaft als Lebensgrundlage angewiesen. Auf der südlichen Erdhalbkugel ist jetzt Herbst.

col/dpa