Spanien: Justiz erhebt Anklage gegen Ehefrau von Regierungschef Pedro Sánchez - DER SPIEGEL
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Korruptionsvorwürfe Spanische Justiz erhebt Anklage gegen Ehefrau von Regierungschef Sánchez

Zwei Jahre dauerten die Ermittlungen gegen Begoña Gómez. Nun soll sich die Frau von Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht verantworten. Aus der Opposition werden Rücktrittsforderungen laut.
Begoña Gómez: Die Ehefrau des spanischen Regierungschefs soll ihre Position zum persönlichen Vorteil genutzt haben
Begoña Gómez: Die Ehefrau des spanischen Regierungschefs soll ihre Position zum persönlichen Vorteil genutzt haben

Begoña Gómez: Die Ehefrau des spanischen Regierungschefs soll ihre Position zum persönlichen Vorteil genutzt haben

Foto: Pablo Cuadra / Getty Images

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez gerät wegen Korruptionsermittlungen in seinem Umfeld in Bedrängnis. Nun hat die spanische Justiz nach zweijährigen Korruptionsermittlungen Anklage gegen seine Ehefrau Begoña Gómez erhoben. Der 55-Jährigen werden Unterschlagung, Einflussnahme, Korruption und Veruntreuung zur Last gelegt, wie aus einem am Montag veröffentlichten Gerichtsdokument hervorgeht.

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Richter Juan Carlos Peinado hatte die Ermittlungen im April 2024 eingeleitet, um zu klären, ob Gómez ihre Position als Ehefrau des Ministerpräsidenten unrechtmäßig zu ihrem privaten Vorteil ausgenutzt habe. Im Zentrum der Untersuchung steht die Einrichtung eines Lehrstuhls an der Universität Complutense in Madrid, dessen Co-Leitung Gómez innehatte.

Ihr wird vorgeworfen, öffentliche Mittel und persönliche Kontakte zur Förderung privater Interessen genutzt zu haben. »Der Lehrstuhl diente der beschuldigten Person als Mittel zur privaten beruflichen Weiterentwicklung«, erklärte Peinado.

Gómez und Sánchez weisen die Anschuldigungen zurück. Die Ehefrau des spanischen Regierungschefs war von der Antikorruptionsorganisation Manos Limpias (Saubere Hände) angezeigt worden, die rechtsextremen Kreisen nahestehen soll. Sánchez bezeichnete die Ermittlungen als Teil einer Kampagne der rechtsgerichteten Opposition, die seine Regierung destabilisieren wolle. Der sozialistische Ministerpräsident steht auch wegen weiterer Korruptionsfälle in seinem engsten Umfeld unter Druck , die Opposition forderte deswegen seinen Rücktritt.

asc/AFP