Geplante Neuwahlen »Das wird eine Kampagne, die Spanien so noch nicht gesehen hat«
Spanien steckt in einer politischen Krise, seit die 87-jährige Maricarmen Abascal aus ihrer Madrider Wohnung zwangsgeräumt wurde. Landesweit gingen Tausende gegen explodierende Mietpreise auf die Straße. Abascal ist mittlerweile gestorben, einige Demonstranten sprechen von »Mord«, weil sie nach der Räumung direkt ins Krankenhaus gebracht werden musste.
Juan Moreno und SPIEGEL-Reporter Steffen Lüdke analysieren in der aktuellen Folge von »Acht Milliarden«, warum Ministerpräsident Pedro Sánchez daraufhin Neuwahlen für den 29. November ausrief. Als letzter sozialdemokratischer Regierungschef eines großen EU-Landes steckt er in der Klemme zwischen einer wirtschaftlich starken Lage und einer handfesten Wohnungskrise, hausgemachten Korruptionsskandalen, der Ceuta-Migrationskrise im Sommer und dem Zerbrechen seines Zweckbündnisses mit dem katalanischen Separatistenführer Carles Puigdemont. Das rechte Lager aus konservativer PP und rechtsradikaler Vox führt in den Umfragen deutlich. Lüdke erwartet einen enthemmten Wahlkampf.
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Demonstration in Madrid nach dem Tod der 87-jährigen Maricarmen
Foto: Fernando Sánchez / Europa Press / IMAGO-
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