Lage in Syrien Die Milizionäre haben Daraa und Homs erobert – jetzt soll Damaskus fallen
Kämpfer sind in die strategisch wichtige Stadt Homs eingedrungen – die Hauptstadt soll folgen. »Unsere Augen sind auf Damaskus gerichtet«, sagte der Militärchef der Miliz. Das waren die News des Tages.
Mit
Enrico Ippolito,
Muriel Kalisch,
Francesco Collini,
Alexander Kauschanski,
Mathieu von Rohr und
Anna Ehlebracht
Wichtige Updates
Sortierung
Wir beenden den Liveblog an dieser Stelle. Auf SPIEGEL.de behalten wir die Entwicklungen weiterhin für Sie im Blick.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Wer sind die Aufständischen, die Damaskus einkreisen?
Die strategisch wichtige Stadt Homs ist Samstagnacht an jene syrischen Milizionäre gefallen, die zuvor bereits die weiter nördlich gelegenen Städte Aleppo und Hama eingenommen hatten. Sie wollen nun nach Süden auf die Hauptstadt Damaskus weiterziehen.
Dominiert werden sie von der Gruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS). Es handelt sich bei ihnen um Islamisten – die jedoch erklärt haben, Minderheiten und andere Religionen respektieren zu wollen.
Hassan Abdel Ghani, Militärchef der HTS-Miliz, sagte: Die Operationen zur »Befreiung des gesamten Umlands« der syrischen Hauptstadt seien in der Nacht noch im Gange. »Unsere Augen sind auf Damaskus gerichtet«.
Andere Rebellengruppen haben im Süden jedoch bereits Damaskus erreicht und teilweise eingekreist. Sie sind diverser zusammengesetzt als HTS.
Dominiert werden sie von der Gruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS). Es handelt sich bei ihnen um Islamisten – die jedoch erklärt haben, Minderheiten und andere Religionen respektieren zu wollen.
Hassan Abdel Ghani, Militärchef der HTS-Miliz, sagte: Die Operationen zur »Befreiung des gesamten Umlands« der syrischen Hauptstadt seien in der Nacht noch im Gange. »Unsere Augen sind auf Damaskus gerichtet«.
Andere Rebellengruppen haben im Süden jedoch bereits Damaskus erreicht und teilweise eingekreist. Sie sind diverser zusammengesetzt als HTS.
- Einerseits sind es lokale Kämpfer aus den südlichen Provinzen Daraa und Suweida an der Grenze zu Jordanien und Israel. In Daraa hatte der Aufstand gegen Assad 2011 begonnen: Oppositionelle demonstrierten zunächst gegen Assad und zogen schließlich in den Kampf gegen ihn – der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen. Diese Kämpfer haben am Samstag weite Teile des Südens eingenommen und sind in Richtung Norden in die Vororte von Damaskus eingerückt.
- An der Offensive beteiligt sind aber auch von den USA finanzierte und ausgerüstete Rebellen, die seit 2015 auf dem US-Stützpunkt Tanf an der Grenze zu Jordanien stationiert waren. Die US-Regierung wollte sie als »Neue Syrische Armee« gegen den IS einsetzen, später wurden sie in »Revolutionäre Kommandoarmee« umbenannt. Sie rücken von Osten her auf Damaskus vor.
Alle Rebellengruppen eint das Ziel, den Sturz des Assad-Regimes herbeizuführen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
HTS-Kommandeur beschwört »Befreiung von Homs«
Ahmad Al Schar'a, bekannt unter dem Kampfnamen Abu Muhammad Al- Julani, Kommandeur der syrischen Miliz HTS, hat indes in einer Videobotschaft die »Befreiung der Stadt Homs« beschworen und dies als »historisches Ereignis« bezeichnet. »Unsere Brüder sollen barmherzig mit den Menschen umgehen, die ihre Waffen niederlegen, und Sicherheit gewährleisten, wenn sie flüchten«, sagte Julani.
Zuvor hatten Rebellen zudem bekannt gegeben, mehr als 3500 Insassen des Militärgefängnisses der Stadt Homs befreit zu haben.
Zuvor hatten Rebellen zudem bekannt gegeben, mehr als 3500 Insassen des Militärgefängnisses der Stadt Homs befreit zu haben.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Menschen feiern in Homs
Auf Videoaufnahmen, die dem SPIEGEL vorliegen, ist unterdessen zu sehen, wie Menschen auf den Straßen von Homs feiern. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass in der zentralen Stadt Tausende unterwegs sind. Demnach fordern sie in Sprechchören den Sturz des Assad-Regimes.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Syrien-Experte zur Lage
Charles Lister, Syrien-Experte vom Middle East Institute, hat meiner Kollegin Susanne Koelbl im Interview folgende Einschätzungen gegeben:
- Zu der strategischen Bedeutung des Falls von Homs
Wenn Homs fällt, kann sich Damaskus nicht mehr halten, sagt Lister. »Homs ist von größter strategischer Bedeutung, die Stadt ist das geografische Drehkreuz zwischen Nord und Süd und zur Küste. Nun ist die Frage, wie groß die Anstrengung der Assad-Kräfte sein wird, ob sie die Frontlinie hier halten. Sie werden sich fragen, lohnt sich das, dafür zu sterben? Und die Antwort ist: Es sieht nicht danach aus.«
- Zur Rolle der internationalen Gemeinschaft
Lister pocht mit Blick auf die sogenannte internationale Gemeinschaft auf Bescheidenheit. »Die meisten internationalen Akteure und Länder haben die Lage total falsch eingeschätzt, hielten die Situation für nicht veränderbar, haben sogar wieder mit Assad die Beziehungen normalisiert. Die internationale Gemeinschaft sollte sich deshalb jetzt sehr bescheiden geben. Eine Lösung kann es nur geben, wenn diese von den Syrern selbst vorangetrieben wird, mit einem politischen Prozess, einer neuen Verfassung, einer Übergangsregierung.«
- Zur Rolle der USA und von Trump
Mit Blick auf den designierten US-Präsidenten zeigt sich der Syrien-Experte abwartend. »Wenn Trump die Macht übernimmt, wird alles schon gelaufen sein. Assad wird nicht mehr da sein, die internationale Gemeinschaft wird sich bereits engagiert haben, da ist die Frage, wie sehr er sich überhaupt noch einmischen wird.«
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Aktivisten: Kämpfer dringen in Großstadt Homs ein
Die strategisch wichtige Großstadt Homs ist nach Angaben von Bewohnern an die Rebellen gefallen. Mehrere Personen in Homs bestätigten dem SPIEGEL, dass die Regimetruppen abgezogen seien und keine Soldaten des Regimes auf den Straßen mehr zu sehen sind.
Aus syrischen Militärkreisen hieß es, die Streitkräfte positionierten sich neu um die Stadt Homs. Ein Offizier berichtete der Nachrichtenagentur Reuters, dass Armeeangehörige mit Hubschraubern von dem Militärstützpunkt in Homs in Richtung Küste flogen.
Aus syrischen Militärkreisen hieß es, die Streitkräfte positionierten sich neu um die Stadt Homs. Ein Offizier berichtete der Nachrichtenagentur Reuters, dass Armeeangehörige mit Hubschraubern von dem Militärstützpunkt in Homs in Richtung Küste flogen.
Die drittgrößte Stadt Syriens liegt zwischen Aleppo im Norden und der Hauptstadt Damaskus im Süden. Zudem liegt sie an einer strategisch wichtigen Position zwischen den Hochburgen der Regierung von Präsident Baschar al-Assad an der Küste und Damaskus. Für Assad dürfte es damit zunehmend schwierig werden, das Blatt noch einmal zu werden.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Assads Abzug aus Palmyra – eine symbolische Niederlage, auch für Putin
Am Samstag sollen Aufständische auch in der antiken Oasenstadt Palmyra angekommen sein – das zeigen Videos auf Social Media; Angehörige von Einwohnern bestätigten dem SPIEGEL zudem, dass das Regime aus der Stadt in der zentralsyrischen Wüste abziehe. Bei den Kämpfern, die teils auf dem Moped in die Stadt einfuhren, soll es sich um von den USA unterstützte Rebellen handeln, die im US-Stützpunkt Tanf an der Grenze zu Jordanien ihre Basis hatten.
Palmyra ist insbesondere von hoher symbolischer Bedeutung. Im Mai 2015 wurde der Ort vom »Islamischen Staat« eingenommen, was die Weltöffentlichkeit alarmierte (und teils größeres Interesse hervorrief als die vielen im Konflikt getöteten Zivilisten). Die Terroristen führten im Amphitheater Exekutionen durch und zerstörten mehrere bedeutende römische Bauten.
Als Wladimir Putin 2016 mit Luftangriffen in Syrien intervenierte, wollte er damit unterstreichen, dass Russland nach wie vor eine Großmacht ist. Ein bedeutender Propagandaerfolg für Putin war die Rückeroberung von Palmyra durch die syrische Armee, unterstützt von russischen Wagner-Söldnern und mit russischer Luftunterstützung. Russland organisierte danach ein klassisches Konzert im antiken Amphitheater, Putin ließ sich per Videoansprache zuschalten.
Der Militäreinsatz in Syrien diente Putin in erster Linie dazu, zu zeigen, dass Russland keine Regionalmacht ist, sondern ein bedeutender geopolitischer Player. Heute jedoch ist Russland von seinem eigenen Krieg in der Ukraine absorbiert und nicht in der Lage, Assad zu helfen, dessen eigene Soldaten sich vielerorts kampflos zurückziehen. Das Assad-Regime wurde seit Jahren fast nur noch von externen Unterstützern an der Macht gehalten, insbesondere dem Iran und der Hisbollah.
Palmyra ist insbesondere von hoher symbolischer Bedeutung. Im Mai 2015 wurde der Ort vom »Islamischen Staat« eingenommen, was die Weltöffentlichkeit alarmierte (und teils größeres Interesse hervorrief als die vielen im Konflikt getöteten Zivilisten). Die Terroristen führten im Amphitheater Exekutionen durch und zerstörten mehrere bedeutende römische Bauten.
Als Wladimir Putin 2016 mit Luftangriffen in Syrien intervenierte, wollte er damit unterstreichen, dass Russland nach wie vor eine Großmacht ist. Ein bedeutender Propagandaerfolg für Putin war die Rückeroberung von Palmyra durch die syrische Armee, unterstützt von russischen Wagner-Söldnern und mit russischer Luftunterstützung. Russland organisierte danach ein klassisches Konzert im antiken Amphitheater, Putin ließ sich per Videoansprache zuschalten.
Der Militäreinsatz in Syrien diente Putin in erster Linie dazu, zu zeigen, dass Russland keine Regionalmacht ist, sondern ein bedeutender geopolitischer Player. Heute jedoch ist Russland von seinem eigenen Krieg in der Ukraine absorbiert und nicht in der Lage, Assad zu helfen, dessen eigene Soldaten sich vielerorts kampflos zurückziehen. Das Assad-Regime wurde seit Jahren fast nur noch von externen Unterstützern an der Macht gehalten, insbesondere dem Iran und der Hisbollah.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Wie Assad offenbar um sein Überleben kämpft
Der syrische Präsident Baschar al-Assad soll versuchen, sich auf diplomatischem Wege an der Macht zu halten. Das Nachrichtenmedium »Bloomberg« berichtet, Assad habe den USA über die Vereinten Arabischen Emirate ein Angebot unterbreitet. Der syrische Machthaber würde jegliche Zusammenarbeit mit den vom Iran unterstützten Gruppen wie der Hisbollah abbrechen, wenn die USA und der Westen ihm helfen würden, die Kämpfe zu beenden.
In seinem Bericht beruft sich »Bloomberg« auf anonyme Quellen, die mit der Situation vertraut seien. Das Angebot ziele darauf ab, ein Abkommen zu schließen. Dieses würde Assad erlauben, das von seiner Armee kontrollierte Restgebiet zu halten oder ihm eine sichere Flucht ins Exil zu garantieren.
In seinem Bericht beruft sich »Bloomberg« auf anonyme Quellen, die mit der Situation vertraut seien. Das Angebot ziele darauf ab, ein Abkommen zu schließen. Dieses würde Assad erlauben, das von seiner Armee kontrollierte Restgebiet zu halten oder ihm eine sichere Flucht ins Exil zu garantieren.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Der Diktator vor dem Sturz
Was vor eineinhalb Wochen als vermeintlich begrenzte Offensive von Aufständischen rund um die islamistische Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS) im Nordwesten Syriens begann, hat sich zu einem Großaufstand gegen die Assad-Diktatur entwickelt.
In atemberaubender Geschwindigkeit haben die Milizionäre zunächst die zweitgrößte Stadt des Landes, Aleppo, eingenommen, kurz darauf Hama, die viertgrößte Stadt, am Samstag schließlich kämpften sie um Homs.
Im Nordosten eroberten die Kurden ihrerseits neues Gebiet, nachdem sich auch dort Assads Armee zurückzog. Wieder andere Rebellengruppen rückten im Süden, etwa von Daraa und Kunaitra aus, auf Damaskus vor.
Lesen Sie hier, wie man sich in der Hauptstadt offenbar auf das Ende von Assad vorbereitet.
In atemberaubender Geschwindigkeit haben die Milizionäre zunächst die zweitgrößte Stadt des Landes, Aleppo, eingenommen, kurz darauf Hama, die viertgrößte Stadt, am Samstag schließlich kämpften sie um Homs.
Im Nordosten eroberten die Kurden ihrerseits neues Gebiet, nachdem sich auch dort Assads Armee zurückzog. Wieder andere Rebellengruppen rückten im Süden, etwa von Daraa und Kunaitra aus, auf Damaskus vor.
Lesen Sie hier, wie man sich in der Hauptstadt offenbar auf das Ende von Assad vorbereitet.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Milizenführer sendet Botschaft an Alawiten
Der Milizenführer Hassan Abdel Ghani hat der religiösen Minderheit der Alawiten, der auch Diktator Baschar al-Assad angehört, zugesichert, die Handlungen der islamistischen Kämpfer würden sich ausschließlich gegen die Machthaber richten. »Wir haben nichts gegen euch. Unser Ziel ist der Sturz dieser korrupten Familie. Wir verkünden dem syrischen Volk, dass wir kurz davor stehen, ein freies Syrien ohne den Tyrannen auszurufen«, sagte er in einer Videobotschaft auf WhatsApp. Er verkündete zudem, dass die Milizen sich der Hauptstadt Damaskus von drei Seiten nähern. Sie stünden kurz vor der Einnahme von Homs, der drittgrößten Stadt des Landes.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Beobachter rechnen mit Fall von Damaskus
Der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte Rami Abdel-Rahman sagte der Nachrichtenagentur dpa, es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Rebellen die syrische Hauptstadt Damaskus einnehmen und die Regierung stürzen.
Die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien ist seit Jahren eine der führenden Quellen für Informationen aus dem Bürgerkriegsland. Sie stützt sich auf ein Netz von Informanten in Syrien.
Die Regierung bemühte sich, Spekulationen über eine baldige Einnahme von Damaskus durch die Islamisten entgegenzutreten. Der syrische Innenminister Mohammed Al-Rahmun sagte im Staatsfernsehen, es gebe einen »sehr starken Sicherheitsring an den Außenbezirken von Damaskus«, den niemand durchbrechen könne. Er riet den Menschen, in ihren Häusern zu bleiben. Ein Armeesprecher sagte in einer Fernsehansprache, die Truppen im Umland von Damaskus würden verstärkt.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Zieht Russland Schiffe von seiner syrischen Marinebasis ab?
In der syrischen Stadt Tartus unterhält Russland seine einzige Marinebasis im gesamten Mittelmeerraum. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat Medienberichte bestritten, wonach Russland angeblich Schiffe von dem Marinestützpunkt abgezogen habe. Das meldete die russische Nachrichtenagentur Interfax.
»Es gibt Marineübungen im Mittelmeer, vielleicht haben Sie Ihre Satellitenbilder mit etwas anderem verwechselt«, sagte Lawrow beim Doha-Forum auf die Frage eines Journalisten. Dieser hatte sich auf die Behauptungen einiger Analysten bezogen, die sich auf Satellitenbilder berufen, wonach russische Schiffe den Stützpunkt in Tartus verlassen würden.
Lawrow betonte, er wolle keine Vorhersagen über die Entwicklung der Ereignisse in Syrien machen. Russland unterhält in Syrien neben dem Marinestützpunkt auch einen Luftstützpunkt in Hmeimim.
Lesen Sie hier mehr darüber, wie die Rebellenoffensive Syriens Verbündeten Putin beschädigt.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Was wird aus Assads Foltergefängnis?
Besondere Aufmerksamkeit verdient in den kommenden Tagen das Sednaja-Militärgefängnis nördlich von Damaskus. Es ist das zentrale Symbol von Assads Schreckensherrschaft.
Seit 2011, als der Aufstand gegen das Regime begann, wurden hier Aktivisten und politische Gefangene inhaftiert, brutal gefoltert und hingerichtet. Amnesty International hat zusammen mit der Recherchegruppe Forensic Architecture eine erschütternde Recherche über die dortigen Vorgänge veröffentlicht.
Zu Spitzenzeiten waren in Sednaja nach Schätzungen von Amnesty International bis zu 20.000 Menschen inhaftiert, allein zwischen 2011 und 2014 sollen hier 13.000 Menschen hingerichtet worden sein. Die bloße Existenz von Sednaja diente dem Regime als Einschüchterungswerkzeug – es sollte jeden Protest ersticken.
Zu Spitzenzeiten waren in Sednaja nach Schätzungen von Amnesty International bis zu 20.000 Menschen inhaftiert, allein zwischen 2011 und 2014 sollen hier 13.000 Menschen hingerichtet worden sein. Die bloße Existenz von Sednaja diente dem Regime als Einschüchterungswerkzeug – es sollte jeden Protest ersticken.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
In kaum einem anderen Konflikt mischen so viele internationale Akteure mit wie im Kampf um Syrien. Ein Überblick:
Iran versteht das Land als wichtigen Bestandteil seiner »Achse des Widerstands« und unterstützte Machthaber Assad im Krieg mit Waffen und Kämpfern. Doch die Islamische Republik und ihre Schattenmilizen sind durch den Krieg mit Israel deutlich geschwächt. Irans Machthaber haben viel weniger Ressourcen für Syrien übrig als noch vor einigen Jahren. Es ist trotzdem unwahrscheinlich, dass sie Assad vorschnell aufgeben. Zu wichtig ist Syrien für ihre eigenen, geostrategischen Interessen.
Für Russland ist Syrien der wichtigste Partner im Nahen Osten, Moskau unterhält dort seine einzige Marinebasis im Mittelmeerraum und einen Luftwaffenstützpunkt, welcher als Drehkreuz für Einsätze in Afrika genutzt wird. Ohne Russlands Unterstützung im Bürgerkrieg wäre Assad kaum noch an der Macht. Auch wenn Moskaus Engagement für Syrien über den Ukrainekrieg deutlich nachgelassen hat: Fallen lassen wird Wladimir Putin Assad kaum.
Die benachbarte Türkei ist ein langjähriger, erklärter Feind des Assad-Regimes. Sie unterstützt die HTS-Milizen, die nun das Land erobern. Präsident Recep Tayyip Erdoğan will die Millionen syrischen Flüchtlinge auf seinem Staatsgebiet loswerden – und sieht sich schon jetzt in einer komfortablen Verhandlungsposition gegenüber Assad.
Israel beobachtet den Konflikt im Nachbarstaat mit steigender Anspannung. Zwar ist der offenkundig schwächelnde iranische Einfluss eine gute Nachricht für Jerusalem – doch die möglichen neuen Machthaber sind keine reizvolle Alternative zu Assad. Dessen Regime versprach Stabilität – und die islamistische HTS gibt sich als Freund der Palästinenser. Unsicherheit in einem Nachbarland kann Israel, das im vergangenen Jahr selbst an mehreren Fronten kämpfte, nicht gebrauchen.
Lesen Sie hier mehr über die strategischen Interessen internationaler Akteure in Syrien.
Für Russland ist Syrien der wichtigste Partner im Nahen Osten, Moskau unterhält dort seine einzige Marinebasis im Mittelmeerraum und einen Luftwaffenstützpunkt, welcher als Drehkreuz für Einsätze in Afrika genutzt wird. Ohne Russlands Unterstützung im Bürgerkrieg wäre Assad kaum noch an der Macht. Auch wenn Moskaus Engagement für Syrien über den Ukrainekrieg deutlich nachgelassen hat: Fallen lassen wird Wladimir Putin Assad kaum.
Die benachbarte Türkei ist ein langjähriger, erklärter Feind des Assad-Regimes. Sie unterstützt die HTS-Milizen, die nun das Land erobern. Präsident Recep Tayyip Erdoğan will die Millionen syrischen Flüchtlinge auf seinem Staatsgebiet loswerden – und sieht sich schon jetzt in einer komfortablen Verhandlungsposition gegenüber Assad.
Israel beobachtet den Konflikt im Nachbarstaat mit steigender Anspannung. Zwar ist der offenkundig schwächelnde iranische Einfluss eine gute Nachricht für Jerusalem – doch die möglichen neuen Machthaber sind keine reizvolle Alternative zu Assad. Dessen Regime versprach Stabilität – und die islamistische HTS gibt sich als Freund der Palästinenser. Unsicherheit in einem Nachbarland kann Israel, das im vergangenen Jahr selbst an mehreren Fronten kämpfte, nicht gebrauchen.
Lesen Sie hier mehr über die strategischen Interessen internationaler Akteure in Syrien.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Die Milizen sollen die Vororte von Damaskus erreicht haben. Die von einem oppositionellen Kriegsbeobachter und einem Rebellenkommandeur gemeldeten Vorstöße erfolgten, nachdem sich die syrische Armee aus weiten Teilen des südlichen Teils des Landes zurückgezogen hatte und weitere Gebiete, darunter zwei Provinzhauptstädte, unter die Kontrolle der Oppositionskämpfer gebracht worden waren.
Die Anti-Assad-Kämpfer sind nach Informationen aus Kreisen der Aufständischen und der Armee ebenfalls in Vororte der Stadt Homs vorgedrungen. Von Norden und Osten aus seien die Verteidigungslinien des Militärs durchbrochen worden. Auch ein Anwohner bestätigt den Vormarsch. Von der syrischen Armee gibt es zunächst keine offizielle Stellungnahme.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
So hat der SPIEGEL bisher über die Lage in Syrien berichtet
Wer sind die Milizen, die Richtung Damaskus marschieren? Wie konnte die Macht von Diktator Baschar al-Assad so schnell schwinden? Welche Rolle spielen Großmächte und Nachbarländer? Es ist nicht einfach, den Konflikt in Syrien zu verstehen. Hier finden Sie die wichtigsten SPIEGEL-Texte zu dem Thema seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe:
- Ihr Ziel ist jetzt Damaskus – Die syrischen Milizionäre stehen in ihrer Offensive gegen Diktator Assad unmittelbar vor der Millionenstadt Homs. Die Regimetruppen wirken paralysiert. Regieren bald Islamisten in Damaskus? Von Asia Haidar, Mohannad al-Najjar, Maximilian Popp und Fritz Schaap
- Die Welt hat Assad nie aufgehalten beim Töten. Jetzt tun es die Syrer – Innerhalb von zwei Tagen haben syrische Milizen die Millionenstadt Aleppo eingenommen. Sie rücken weiter vor – es könnte der rasante Anfang vom vermutlich langsamen Ende der Schreckensherrschaft in Damaskus sein. Von Christoph Reuter
- Wer jetzt noch zum syrischen Diktator hält – Syriens Diktator Assad gerät immer mehr in Bedrängnis. Wie lange halten seine Verbündeten Russland und Iran noch zu ihm – und wird der türkische Präsident Erdoğan zum großen Kriegsgewinner? Von Maximilian Popp, Dunja Ramadan und Fritz Schaap
- »Die Milizen haben sich akribisch auf diesen Angriff vorbereitet« – Im Westen Syriens rücken die Kämpfer weiter vor, die Armee von Machthaber Assad zieht sich immer weiter zurück. Der Experte Ibrahim Al-Assil erklärt, warum das so ist und wie sich der Krieg nun entwickeln könnte. Von Fritz Schaap
- Früher machten sie gemeinsam Urlaub. Jetzt hat Erdoğan den syrischen Diktator in der Hand – Der türkische Präsident Erdoğan ist der wichtigste Unterstützer der syrischen Rebellen. Jedes Entgegenkommen gegenüber Diktator Assad wird er sich teuer bezahlen lassen. Von Maximilian Popp
- »Das ist ein Schlag für Russlands Reputation« – Die Rebellenoffensive gegen Syriens Machthaber beschädigt auch seinen Verbündeten Putin. Expertin Hanna Notte sagt: Russland hat nur begrenzte Mittel, um Assad militärisch zu stützen. Von Christina Hebel
- Die Syrer hoffen. Und die Syrer haben Angst – Die Rebellenoffensive gegen Baschar al-Assad stellt Syrien vor eine ungewisse Zukunft: Viele Menschen wünschen sich einen Sturz des Diktators – und haben zugleich Angst vor dem, was danach kommt. Von Mohannad al-Najjar und Maximilian Popp
- Wer sind die Rebellen, die gegen Assad kämpfen? – Dschihadisten, Erdoğan-Verbündete, Kurden – in Syrien ringen verschiedene Gruppen um die Macht. Bringen sie Diktator Baschar al-Assad zu Fall? Von Susanne Koelbl, Maximilian Popp, Christoph Reuter und Fritz Schaap
- So konnten die Rebellen Aleppo einnehmen – In einer Blitzoffensive haben syrische Rebellen die Millionenstadt Aleppo erobert. Regimetruppen leisteten kaum Widerstand. Lässt Russlands Machthaber Wladimir Putin seinen Verbündeten Baschar al-Assad fallen? Von Şebnem Arsu, Mohannad al-Najjar, Maximilian Popp und Dunja Ramadan
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Karte zur Lage in Syrien
Unser Kollege Klaas Neumann hat die aktuellen Daten zusammengefasst und visualisiert. Sehen Sie hier, wer Einfluss auf welches Gebiet hat.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
»Ihr Blut wurde nicht umsonst vergossen«
Mein Kollege Mohannad al-Najjar hat mit Zivilisten und Kämpfern in der Stadt Daraa am Telefon gesprochen. Hier begann im Jahr 2011 der Aufstand gegen Baschar al-Assad, den der Diktator brutal niederschlagen ließ; hier begann der syrische Bürgerkrieg.
Ahmed al-Yateem, ein Mann aus dem ländlichen Raum nahe Daraa, sagt: »Wir sind alle glücklich. Meine sechs Brüder, die von diesem Diktator und seiner Bande ermordet wurden, können jetzt Frieden finden. Ihr Blut wurde nicht umsonst vergossen.« Abu Sharif al-Mahamid kämpfte einst für die Freie Syrische Armee, ließ sich aber schließlich in Daraa nieder. Heute sagt er: »Die Menschen auf den Straßen jubeln, ihre Augen sind auf Damaskus gerichtet.« Shadi al-Dibaisi, ein drusischer Aktivist, erzählt, dass er sich gesorgt habe, dass in den befreiten Gegenden Chaos ausbrechen würde. »Aber bislang sind alle Anzeichen positiv«.
Ahmed al-Yateem, ein Mann aus dem ländlichen Raum nahe Daraa, sagt: »Wir sind alle glücklich. Meine sechs Brüder, die von diesem Diktator und seiner Bande ermordet wurden, können jetzt Frieden finden. Ihr Blut wurde nicht umsonst vergossen.« Abu Sharif al-Mahamid kämpfte einst für die Freie Syrische Armee, ließ sich aber schließlich in Daraa nieder. Heute sagt er: »Die Menschen auf den Straßen jubeln, ihre Augen sind auf Damaskus gerichtet.« Shadi al-Dibaisi, ein drusischer Aktivist, erzählt, dass er sich gesorgt habe, dass in den befreiten Gegenden Chaos ausbrechen würde. »Aber bislang sind alle Anzeichen positiv«.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Die israelische Armee (IDF) verstärkt angesichts des Vormarsches syrischer Rebellen auch in unmittelbarer Nähe der Grenze zu Israel ihre Truppen auf den Golanhöhen. »Entsprechend der Lagebeurteilung beruft die IDF zusätzliche Kräfte für Verteidigungsaufgaben in der Region der Golanhöhen an der israelisch-syrischen Grenze ein«, teilte die Armee auf Telegram mit. Angaben zum Umfang der Verstärkungen machte die Armee auch auf Anfrage hin zunächst nicht. Es war bereits die zweite Ankündigung dieser Art binnen 24 Stunden, unter anderem auch auf der Kurznachrichtenplattform X.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Wer sind die Rebellen, die Assad herausfordern?
Haiat Tahrir al-Scham (HTS)
Die Islamistengruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS), die den Nordwesten Syriens beherrscht und die Offensive anführt, plant den Sturz Assads. HTS folgte auf einen früheren Ableger der Terrororganisation al-Qaida in Syrien, hat sich aber von dieser wie auch von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) distanziert. Die Gruppe gilt heute als moderater als der IS oder die afghanischen Taliban. Sie hat auch erklärt, Minderheiten und andere Religionen respektieren zu wollen.
Die Islamistengruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS), die den Nordwesten Syriens beherrscht und die Offensive anführt, plant den Sturz Assads. HTS folgte auf einen früheren Ableger der Terrororganisation al-Qaida in Syrien, hat sich aber von dieser wie auch von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) distanziert. Die Gruppe gilt heute als moderater als der IS oder die afghanischen Taliban. Sie hat auch erklärt, Minderheiten und andere Religionen respektieren zu wollen.
Im Kern handelt es sich trotzdem um eine autoritäre bewaffnete Gruppe, der in vergangenen Jahren unter anderem Folter, andere Formen der Gewalt und Vertreibung von Minderheiten vorgeworfen wurden. Unter anderem die USA, die EU und die Vereinten Nationen stufen HTS als Terrororganisation ein.
Syrische Nationale Armee
Die Syrische Nationale Armee (SNA) ist ein loser Zusammenschluss von mehr als 40 islamischen und islamistischen Milizen, die maßgeblich von der Türkei unterstützt werden. Bisher regierten sie, unter türkischer Besatzung, in zwei Gebieten im Nordwesten Syriens an der Grenze zur Türkei: in Teilen des nördlichen Umlands von Aleppo und in Teilen des Nordens der Gouvernements ar-Raqqa und Hasaka. Schätzungen zufolge haben die Milizen zwischen 30.000 und 80.000 Kämpfer in ihren Reihen.
Die SNA-Milizen sind teilweise aus der Freien Syrischen Armee (FSA) hervorgegangen, einer Koalition von Rebellengruppen, die den Kampf gegen das Assad-Regime in den ersten Jahren des Bürgerkriegs anführte. Aber auch ehemalige IS-Kämpfer finden sich unter ihnen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Warum geht der Vormarsch so schnell?
In atemberaubender Geschwindigkeit haben sich die aufständischen Gruppen in der vergangenen Woche durch Syrien gearbeitet. Weder in der Millionenstadt Aleppo noch im symbolisch wichtigen Hama trafen die Kämpfer der verschiedenen Milizen auf relevanten Widerstand von der regulären syrischen Armee.
Ohne die Unterstützung Russlands und der proiranischen Hisbollah-Miliz sind die Truppen von Diktator Baschar al-Assad offenbar nicht in der Lage, sich den Aufständischen entgegenzustellen. Die langjährigen Partner Assads im Krieg gegen seine Bevölkerung haben eigene Probleme: Russlands Armee kämpft seit 2022 gegen die Ukraine, die Hisbollah musste im Krieg mit Israel erhebliche Verluste hinnehmen.
Zwar flogen russische Kampfjets seit Beginn des Aufstands Angriffe gegen die Rebellen und töteten nach eigenen Angaben Hunderte – stoppen konnten sie diese bislang aber nicht.
Ohne die Unterstützung Russlands und der proiranischen Hisbollah-Miliz sind die Truppen von Diktator Baschar al-Assad offenbar nicht in der Lage, sich den Aufständischen entgegenzustellen. Die langjährigen Partner Assads im Krieg gegen seine Bevölkerung haben eigene Probleme: Russlands Armee kämpft seit 2022 gegen die Ukraine, die Hisbollah musste im Krieg mit Israel erhebliche Verluste hinnehmen.
Zwar flogen russische Kampfjets seit Beginn des Aufstands Angriffe gegen die Rebellen und töteten nach eigenen Angaben Hunderte – stoppen konnten sie diese bislang aber nicht.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Was sind die Hintergründe des jüngsten Vormarschs der bewaffneten Gruppen?
Am 27. November begannen syrische Milizen vom Nordwesten des Landes in Richtung Osten vorzurücken. Binnen Tagen gelangen ihnen wichtige Geländegewinne gegen die reguläre syrische Armee des Diktators Baschar al-Assad. So konnten die bewaffneten Gruppen unter anderem die Millionenstadt Aleppo einnehmen, die nach Damaskus zweitgrößte Metropole des Landes. Für viele Menschen kam die Offensive überraschend, tatsächlich war sie aber wohl über Monate hinweg geplant, wie Kämpfer und Beobachter vor Ort dem SPIEGEL berichteten.
2011 ließ Assad friedliche Proteste gewaltsam niederschlagen, in einem darauffolgenden jahrelangen Bürgerkrieg kämpfte die syrische Armee brutal gegen die eigene Bevölkerung. Schätzungen der Uno zufolge wurden mehr als 300.000 Menschen getötet. Nachdem Assad in den ersten Kriegsjahren kurz vor dem Sturz gestanden hatte, gelang es ihm zuletzt, seine Macht zu konsolidieren. Seit einer Waffenruhe zwischen verschiedenen Gruppierungen und dem Regime 2020 beherrschte der Diktator etwa zwei Drittel des Staatsgebiets, lediglich im Norden hielten die Assad-Gegner zuletzt noch bedeutende Gebiete.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat nach Gesprächen mit seinen Kollegen aus der Türkei und dem Iran über die Lage in Syrien zu einem Ende der Kampfhandlungen in dem Bürgerkriegsland aufgerufen. Alle drei Länder wollten nun Schritte unternehmen, um ein Ende der Kämpfe und einen Dialog zwischen der Führung von Machthaber Baschar al-Assad und der legitimen Opposition zu erreichen, teilte er bei einem politischen Forum in Doha mit. Russland werde Assad weiter militärisch unterstützen und dabei helfen, die Lage zu normalisieren, sagte Lawrow. Dazu würden nun Schritte ausgelotet, wie etwa die Lage an der türkisch-syrischen Grenze beruhigt werden könne, ohne die territoriale Unversehrtheit des Landes zu gefährden. Der Türkei gehe es um die Sicherheit ihrer Grenzregion, sagte Lawrow. Russland wolle dabei helfen, die Beziehungen zwischen Syrien und der Türkei zu normalisieren.
Russisches Außenministerium / AP / dpa
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Mittlerweile hat sich der künftige US-Präsident Donald Trump eingeschaltet. Die USA sollten sich nicht in den Konflikt in Syrien einmischen, wo Rebellen die Regierung von Präsident Bashar al-Assad bedrohen. Auf seinem Onlinedienst Truth Social schrieb er: »THIS IS NOT OUR FIGHT. LET IT PLAY OUT. DO NOT GET INVOLVED!« (»Das ist nicht unser Kampf. Lasst es sich ausspielen. Mischen wir uns nicht ein.«)
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Die regierungsfeindlichen Kämpfer setzen ihre Großoffensive fort – und verkünden dabei immer neue Erfolge. Sie nähern sich auch der syrischen Hauptstadt Damaskus. Dabei stellen sich zwei Fragen. Erstens: Wie lange kann sich Diktator Baschar al-Assad noch halten? Und zweitens: Wo genau befindet er sich derzeit? Laut Angaben der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur übt Assad seine Tätigkeit von der Hauptstadt aus.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
AFP/AP/dpa/Reuters

