Donald Trump, ehemaliger US-Präsident:
»Am ersten Tag werde ich das größte Abschiebeprogramm der US-Geschichte starten. Ich werde jede Stadt retten, die überfallen und eingenommen worden ist. Diese Städte wurden überfallen und eingenommen. Es gibt keinen Unterschied zu einer militärischen Invasion – außer, dass sie keine Uniformen tragen. Das ist wahrscheinlich der einzige Unterschied.«
Barack Obama, ehemaliger US-Präsident:
»Warum hat er das nicht gelöst? Wenn die Abschiebung von Millionen verzweifelter Menschen die Antwort auf alles ist – warum war die Zahl von Einwanderern ohne Dokumente praktisch am Anfang und am Ende von Donald Trumps Amtszeit praktisch die gleiche?«
Alexandra Berlin, DER SPIEGEL:
»Wenn am Dienstag in den USA gewählt wird, geben auch Millionen junge Menschen ihre Stimme ab, viele davon zum allerersten Mal.«
Kamala Harris, Präsidentschaftskandidatin:
»Ist die GenZ hier? Wer wählt zum ersten Mal, bei seiner ersten Wahl?«
Alexandra Berlin, DER SPIEGEL:
»Traditionell stimmen junge Menschen in den USA eher für die Demokraten. Diesmal kann sich aber eine Anzahl von jungen Menschen auch vorstellen, für Donald Trump zu stimmen, zumindest Umfragen zufolge. Woran das liegt, das weiß man nicht so genau. Es könnte aber mit dem Gazakrieg zu tun haben, den viele junge Leute in den USA in seiner aktuellen Form ablehnen und den sie mit der Regierung von Kamala Harris und Joe Biden in Verbindung bringen. Beide Parteien kämpfen erbittert um diese junge Wählergruppe. Sowohl Harris als auch Trump sind zum Beispiel in sehr bekannten Podcasts aufgetreten. Und es gibt erste Hinweise, dass sich der Aufwand lohnt. In einigen Bundesstaaten hat sich nämlich eine Rekordzahl junger Menschen für die Wahl registriert.«
Fabian Pieper, DER SPIEGEL:
»Ich stehe hier auf Staten Island, kurz vor New York City. Und hinter mir findet eine der letzten Trump-Supporter-Rallys kurz vor der Wahl statt. Wir wollen hier mit Menschen darüber sprechen, was sie eigentlich zu den rassistischen Aussagen von Donald Trump sagen – und warum vor allem Frauen ihn wählen.«
Trump-Anhängerin:
»Ich finde nicht, dass er ein Rassist oder Sexist ist. Ich denke, dass man versucht, ihn schlecht aussehen zu lassen, damit niemand ihn wählt.«
Fabian Pieper, DER SPIEGEL:
»Viele Menschen sagen, Trump ist ein Rassist oder ein Sexist. Was sind Ihre Gedanken dazu, gerade als Frau?«
Trump-Anhängerin:
»Sie können keinen einzigen Beweis oder ein Beispiel dafür liefern. Tatsächlich ist er das Gegenteil.«
Trump-Anhänger:
»Das sind alles Lügen. Die denken sich das aus.«
Fabian Pieper, DER SPIEGEL:
»Wer denkt sich das aus?«
Trump-Anhänger:
»Die Medien.«
Trump-Anhängerin:
»Sie versuchen, ihn als schlechten Menschen darzustellen. Aber das ist er nicht. Er ist der Einzige, der Amerika retten kann.«
Trump-Anhänger:
»Zeigen Sie mir Beweise.«
Fabian Pieper, DER SPIEGEL:
»Es gibt viele Zitate, die er im Fernsehen gesagt hat.«
Trump-Anhänger:
»Ich kann auch sagen, dass Sie ein Kinderschänder sind. Heißt das, Sie sind ein Kinderschänder?«
Trump-Anhänger:
»Er hetzt die Leute ein wenig auf, aber er ist aus New York. Und New Yorker haben den Ruf, etwas jähzornig und temperamentvoll zu sein.«
Fabian Pieper, DER SPIEGEL:
»Macht man es sich damit nicht etwas zu einfach?«
Trump-Anhänger:
»Es ist sehr einfach! Denn auf der anderen Seite haben wir Inkompetenz, Chaos und schlechtes Management.«
Trump-Anhängerin:
»Man nennt Trump-Fans Nazis. Ich bin kein Nazi, niemand hier ist ein Nazi. All meine schwarzen Freunde, meine asiatischen, jüdischen und muslimischen Freunde, die Trump unterstützen, sind keine Nazis. Und das wird am Dienstag nach hinten losgehen. Kamala Harris wird verlieren und in der Bedeutungslosigkeit verschwinden wie Hillary Clinton. Und das wird ein guter Tag für Amerika werden.«