Donald Trump gewinnt US-Wahl 2024: Wem der Republikaner bei seiner Rede dankte - DER SPIEGEL
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Kabinetts-Spekulationen Wem Trump in seiner Siegesrede dankte und was es bedeutet

In einer Rede in der Wahlnacht hat Donald Trump seinen engsten Unterstützern gedankt. Einige von ihnen könnten im Januar in seinem Kabinett sitzen.
Donald Trump erwähnte in seiner ersten Rede einige seiner Wegbegleiter
Donald Trump erwähnte in seiner ersten Rede einige seiner Wegbegleiter

Donald Trump erwähnte in seiner ersten Rede einige seiner Wegbegleiter

Foto: Jack Hill / News Licensing / IMAGO

Die Wahl war noch gar nicht entschieden, als sich Donald Trump in der Nacht zum Mittwoch bereits zum Sieger ausrief. Auf einer Bühne in Palm Beach, Florida, flankiert von Familie und Verbündeten.

In seiner Rede dankte er den Umstehenden und erklärte: »Diese Menschen waren unglaublich. Sie haben die Reise mit mir gemacht.« Dann nannte er Unterstützer – ob anwesend oder nicht – beim Namen, rief einige auf die Bühne, bedankte sich bei ihnen. Seine Sondererwähnungen könnten Aufschluss darüber geben, wen er in sein neues Kabinett holen möchte. Ein Überblick über alle Genannten.

DER SPIEGEL

Mike Johnson

Die erste Person, der Trump in seiner Siegesrede dankte, ist Mike Johnson: »Er macht einen fantastischen Job.« Der Sprecher des US-Repräsentantenhauses stand auch mit dem wiedergewählten Präsidenten auf der Bühne.

Mike Johnson, Sprecher des US-Repräsentantenhauses

Mike Johnson, Sprecher des US-Repräsentantenhauses

Foto: Andrew Harnik / AP / dpa

Trump sagte voraus, dass die Republikaner die Kontrolle über das Repräsentantenhaus behalten würden. Johnson teilte den Clip auf X  und erklärte: »Gemeinsam werden wir Amerika wieder groß machen!«

Melania Trump

Danach bedankte sich Trump bei seiner »wunderschönen« Frau Melania Trump – und fügte hinzu, dass ihre vor wenigen Wochen erschienenen Memoiren ein Nummer-eins-Bestseller seien.

Donald Trump mit seiner Frau Melania

Donald Trump mit seiner Frau Melania

Foto: Evan Vucci / AP / dpa

Er gab ihr einen Kuss auf die Wange und erklärte, dass sie sehr »hart« arbeiten würde, um Menschen »zu helfen«. Die frühere und künftige First Lady hat sich aus Trumps Wahlkampf eher rausgehalten. Am Wahltag veröffentlichte die 54-Jährige auf X ein Bild von ihrem Sohn Barron und schrieb: »Er hat das erste Mal gewählt – für seinen Dad!«

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Seine Kinder und ihre Partner

Trump nannte seine Kinder samt jeweiliger Partnerinnen und Partner in einem Zug: »Don, Eric, Ivanka, Tiffany, Barron, Lara, Jared, Kimberly, Michael.« Der 78-Jährige erklärte: »Jeder denkt, die eigenen Kinder sind die besten. Es ist gut, wenn man denkt, dass sie es sind.«

Donald Trump am Tag der Wahl mit seinem Schwiegersohn Michael Boulos (l.), seiner Tochter Tiffany, seiner Schwiegertochter Lara und seinen Söhnen Eric und Donald (r.)

Donald Trump am Tag der Wahl mit seinem Schwiegersohn Michael Boulos (l.), seiner Tochter Tiffany, seiner Schwiegertochter Lara und seinen Söhnen Eric und Donald (r.)

Foto: Carlos Osorio / REUTERS

SPIEGEL-Korrespondent Christian Esch kommentierte die vereinte Familie im Liveblog: »Auch Tochter Ivanka und Schwiegersohn Jared Kushner, die in seiner ersten Amtszeit eine große Rolle spielten und sich dann aus dem öffentlichen Wahlkampf heraushielten, stehen auf der Bühne. Es ist wie ein Familienfoto im Panoramaformat.«

Seine Schwiegereltern

Zuletzt erwähnte er noch seinen ebenfalls anwesenden Schwiegervater Viktor Knavs.

Melania Trumps Eltern 2020

Melania Trumps Eltern 2020

Foto: CNP / Zuma Press / action press

Dessen Frau Amalija Knavs, die im Januar im Alter von 78 Jahren gestorben war, bekam sogar eine spezielle Erwähnung von Trump: »Sie wäre so stolz. Sie war eine großartige Frau, schön von innen und außen.«

J.D. Vance

Erst dann gratulierte Trump seinem zukünftigen Vizepräsidenten J.D. Vance und dessen »absolut bemerkenswerter und schöner« Frau Usha Vance.

Der nächste US-Vizepräsident, J.D. Vance

Der nächste US-Vizepräsident, J.D. Vance

Foto: Joe Marino / UPI Photo / IMAGO

In seiner kurzen Redezeit wandte Vance sich an seine Anhänger, dankte Trump für das in ihn gesetzte Vertrauen und nannte das Wahlergebnis das »größte politische Comeback in der Geschichte«. Als Trump das Mikro wieder für sich hatte, kommentierte er: »Er hat sich als gute Wahl erwiesen.«

Susie Wiles

Als Nächste war bei den Danksagungen Trumps Wahlkampfmanagerin Susie Wiles an der Reihe. »Wir nennen sie die Ice Lady«, erklärte Trump.

Wahlkampfmanagerin Susie Wiles

Wahlkampfmanagerin Susie Wiles

Foto: Joe Marino / UPI Photo / IMAGO

Er holte sie und ihren Co-Wahlkampfleiter Chris LaVita zu sich nach vorn und sprach ihnen seine »große Anerkennung für die von ihnen geleistete Arbeit« aus. Wiles selbst wollte nicht sprechen und ließ ihrem Kollegen den Vortritt. »Susie hält sich gern im Hintergrund«, kommentierte Trump. Über die genauen politischen Ansichten der »Ice Lady« ist wenig bekannt, aber den Namen »Susie Wiles« könnte man zukünftig noch häufiger hören: Sie gilt als Favoritin für den Posten als Trumps Stabschefin im Weißen Haus.

Chris LaCivita

Ebenfalls spekuliert wird über die künftige Rolle von Wahlkampfmanager Chris LaCivita in Trumps neuem Kabinett.

Wahlkampfmanager Chris LaCivita

Wahlkampfmanager Chris LaCivita

Foto: Bloomberg / Getty Images

In seiner kurzen Ansprache bedankte sich LaCivita bei seinem Team und sagte, Trump werde ein »verdammt guter 47. Präsident sein«.

Elon Musk

»Wir haben einen neuen Star; ein Star ist geboren: Elon«: Auch Trumps prominentester Unterstützer Elon Musk durfte in der Danksagung nicht fehlen. Das sah zumindest ein Zwischenrufer aus dem Publikum so, der »Elon Musk« rief. Darauf ging Trump sofort ein und erklärte, dass die beiden die Wahlnacht zusammen verbracht hätten. Seinem Publikum sagte Trump: »Wir saßen heute Abend zusammen. Wissen Sie, er hat zwei Wochen in Philadelphia verbracht, in verschiedenen Teilen Pennsylvanias, um Wahlkampf zu machen.«

Donald Trump und sein Unterstützer Elon Musk am 5. Oktober in Butler, Pennsylvania

Donald Trump und sein Unterstützer Elon Musk am 5. Oktober in Butler, Pennsylvania

Foto: Jim Watson / AFP

Dann lobte Trump einige Erfolge Musks, unter anderem dessen Starlink-Technologie. Musk habe dazu beigetragen, den von den jüngsten Stürmen in North Carolina betroffenen Menschen Internet zu Verfügung zu stellen: »Er hatte es so schnell da, es war unglaublich«, sagte Trump.

Der Techmilliardär hat Trump nicht nur mit Wahlkampfspenden unterstützt, er trat mit Trump bei dessen Großveranstaltungen auf und verschenkte bis zur Wahl täglich eine Million Dollar an einen registrierten Wähler in besonders hart umkämpften US-Bundesstaaten. Musk könnte in einer zweiten Trump-Regierung eine einflussreiche Rolle spielen. Er soll von Trump bereits für eine Position vorgesehen sein.

Bryson DeChambeau

Ein wenig zufällig wirkte Trumps Aufruf, dass der amerikanische Golfprofi Bryson DeChambeau zu ihm auf die Bühne kommen sollte. DeChambeau ist der diesjährige US-Open-Sieger und einer der besten Golfer der Welt. Der Golfstar trug eine schwarze »Make America Great Again«-Cap, als er die Bühne betrat.

Golfer Bryson DeChambeau

Golfer Bryson DeChambeau

Foto: Alex Brandon / AP

Er sagte nichts. DeChambeau und Trump haben im Juli eine Runde Golf zusammen gespielt.

Dana White

Nach DeChambeau rief Trump einen weiteren Sportler zu sich: Dana White, den Präsidenten der Ultimate Fighting Championship (UFC), einer Mixed-Martial-Arts-Organisation.

UFC-Präsident White

UFC-Präsident White

Foto: Evan Vucci / AP

White durfte auch ein paar Worte sagen und erklärte, wie sehr Trump den Sieg verdiene. Er selbst bedankte sich auch bei ein paar Personen, darunter: Joe Rogan. Der prominente Podcaster hatte Trump zuvor seine Unterstützung ausgesprochen.

Robert F. Kennedy Jr.

Als Letztes nahm Trump noch Robert F. Kennedy Jr. in die Liste seiner Unterstützer auf. Der ehemalige Präsidentschaftskandidat werde »dabei helfen, Amerika wieder gesundzumachen«, so Trump.

Robert F. Kennedy Jr. Ende Oktober bei einem Wahlkampfevent von Trump

Robert F. Kennedy Jr. Ende Oktober bei einem Wahlkampfevent von Trump

Foto: Evan Vucci / AP / dpa

Das könnte eine Vorschau auf seine Rolle im Kabinett sein. Im Wahlkampf hatte Trump bereits angekündigt, den prominenten Impfgegner im Falle seines Siegs mit einer Rolle in der Gesundheitspolitik zu betrauen. »Er ist ein großartiger Mann, und wir lassen ihn machen«, sagte Trump in seiner Rede.