Nach US-Angriff auf Caracas Delcy Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin vereidigt
Maduros Nachfolgerin legt ihren Amtseid ab. Venezuela übt im Uno-Sicherheitsrat scharfe Kritik am US-Angriff auf Caracas. Und der Ex-Machthaber erlebt in New York eine Express-Anhörung. Die News.
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Das Wichtigste in Kürze
- Die Vereinigten Staaten haben einen Angriff auf Venezuela abgeschlossen und dabei den autokratischen Präsidenten Nicolás Maduro sowie dessen Ehefrau Cilia Flores gefangen genommen. Die Operation in der venezolanischen Hauptstadt Caracas soll am Wochenende mindestens 80 Menschen das Leben gekostet haben.
- Das Ehepaar wurde nach New York überstellt, wo es sich wegen des Verdachts auf Drogenhandel und Terrorismus vor Gericht verantworten muss. Beide plädierten bei ihrer ersten Anhörung am Montag auf nicht schuldig. Richter Alvin Hellerstein terminierte die nächste Anhörung auf den 17. März.
- Am Montagvormittag trat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Dabei forderte China Maduros Freilassung, die USA verteidigten die Aktion und Venezuela warf Washington Völkerrechtsbruch vor.
- Delcy Rodríguez ist als Venezuelas geschäftsführende Präsidentin vereidigt worden.
- US-Präsident Donald Trump hat Venezuelas Nachbarland Kolumbien verbal scharf attackiert. Kolumbien weist die Drohungen zurück.
- Auch Grönland gerät nun wieder in den Fokus der Weltöffentlichkeit. US-Präsident Trump hatte in der Vergangenheit Besitzansprüche angemeldet. Die Bundesregierung und die EU pochen nun auf die Einhaltung des Völkerrechts.
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Liebe Leserinnen und Leser, an dieser Stelle endet unser Liveblog zur Lage in Venezuela. Alle Entwicklungen finden Sie weiterhin auf SPIEGEL.de.
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Nielsen: »Man kann Grönland nicht mit Venezuela vergleichen«
Grönlands Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen erwartet trotz der kürzlichen US-Äußerungen keinen baldigen Vorstoß der Regierung in Washington. »Wir gehen nicht davon aus, dass eine Übernahme des Landes über Nacht geschehen könnte«, sagte Nielsen in der Hauptstadt Nuuk. Er reagierte damit auf die Sorge, der autonomen dänischen Insel könne nach der US-Militäraktion in Venezuela ein ähnliches Szenario drohen. »Man kann Grönland nicht mit Venezuela vergleichen«, sagte Nielsen. »Wir sind ein demokratisches Land.«
US-Präsident Donald Trump hat wiederholt erklärt, er wolle Grönland übernehmen. Dem Magazin »The Atlantic« sagte er am Sonntag: »Wir brauchen Grönland, unbedingt. Wir brauchen es zur Verteidigung.« Am Montag sagte Trump an Bord der Air Force One, er werde das Thema in einigen Wochen wieder aufgreifen. Nielsen hatte am Sonntagabend auf Facebook geschrieben: »Genug ist genug (...) Keine Fantasien mehr über eine Annexion.«
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen wiederum sagte dem Sender DR, man müsse die Äußerungen des US-Präsidenten leider ernst nehmen. »Ich habe sehr deutlich gemacht, wo das Königreich Dänemark steht, und Grönland hat wiederholt gesagt, dass es nicht Teil der USA sein will.«
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen wiederum sagte dem Sender DR, man müsse die Äußerungen des US-Präsidenten leider ernst nehmen. »Ich habe sehr deutlich gemacht, wo das Königreich Dänemark steht, und Grönland hat wiederholt gesagt, dass es nicht Teil der USA sein will.«
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Leseempfehlung: Das ist Venezuelas neue Staatschefin
Außenministerin, Geheimdienstchefin, Vizepräsidentin: Delcy Rodríguez war über Jahre eine Säule des Regimes um Nicolás Maduro. Lesen Sie hier mehr über Venezuelas Interimschefin von Trumps Gnaden.

Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez . Foto: Federico Parra/AFP
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Video: Einschätzungen von SPIEGEL-Korrespondentin Amalia Heyer
US-Präsident Donald Trump hat Venezuelas Machthaber Maduro bei dessen Gerichtstermin wie eine Trophäe präsentiert. Damit geht er ein Risiko ein, denn: »Was passiert, wenn es ihm nicht gelingt, stabile Autoritäten in Venezuela zu etablieren?«, fragt SPIEGEL-Korrespondentin Amalia Heyer – und gibt in diesem Video eine Einschätzung.
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Rodríguez ist Venezuelas Interimspräsidentin
Nach der Festnahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch ist seine Nachfolgerin Delcy Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin vereidigt worden. Sie legte ihren Amtseid in der Nationalversammlung in der Hauptstadt Caracas ab.

Delcy Rodríguez in der Nationalversammlung. Foto: Federico Parra/AFP
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US-Ölkonzerne und Rüstungsfirmen treiben Wall Street
Der US-Militärschlag gegen Venezuela hat an den US-Aktienmärkten einen Run auf Rüstungswerte und Ölkonzerne ausgelöst. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte sprang zum Wochenauftakt um 1,6 Prozent auf ein frisches Allzeithoch von 49.180 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 und der technologielastige Nasdaq zogen zeitweise ebenfalls rund ein Prozent auf 6920 und 23.476 Zähler an. Zuvor hatte auch der Dax seine Rekordmarke von Oktober geknackt und der britische Leitindex FTSE 100 erstmals über der Marke von 10.000 Punkten geschlossen. Investoren an der Wall Street setzten darauf, dass der Schritt gegen die venezolanische Führung US-Firmen Zugang zu den weltweit größten Ölreserven verschaffen würde.
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Jorge Rodríguez als Venezuelas Parlamentschef bestätigt
Inmitten der schweren Regierungskrise in Venezuela ist der Linkspolitiker Jorge Rodríguez als Präsident der Nationalversammlung wiedergewählt worden. Damit führt der 60-jährige Psychiater das Parlament des südamerikanischen Landes bis voraussichtlich 2031. Rodríguez ist der Bruder der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez, die vom Obersten Gerichtshof mit der Leitung der Regierungsgeschäfte betraut wurde.
Jorge Rodríguez gehört wie seine Schwester seit Jahren zu der Machtelite in Caracas. Er war bereits Leiter der Wahlbehörde, Vizepräsident und Kommunikationsminister. Die Geschwister Rodríguez stammen aus einer politisch engagierten Familie: Ihr Vater Jorge Antonio Rodríguez gilt als Märtyrer der linken Bewegung in Venezuela, nachdem der marxistische Guerillakämpfer 1976 unter umstrittenen Umständen in Polizeigewahrsam starb.
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Uno-Sicherheitsrat: Venezuela wirft USA Bruch des Völkerrechts vor
Venezuelas Uno-Botschafter hat vor dem Uno-Sicherheitsrat einen umfassenden Bruch des Völkerrechts durch die USA angeprangert. Verletzt worden seien die Uno-Charta, die Genfer Konventionen, die Menschenrechtsgarantie sowie die Immunität eines amtierenden Staatsoberhaupts, sagte er während einer Sondersitzung des Gremiums in New York. Die Uno-Charta garantiere die territoriale Integrität eines Landes sowie seine politische Unabhängigkeit und verpflichte zur friedlichen Streitbeilegung.
Venezuelas Uno-Vertreter sagte vor dem Gremium außerdem, die Amerikaner hätten Venezuela wegen seiner großen Rohstoffvorkommen angegriffen. US-Präsident Donald Trump hat seit der Attacke mehrfach öffentlich darüber gesprochen, dass amerikanische Ölkonzerne nun in Venezuela aktiv werden sollen.
Venezuelas Uno-Vertreter sagte vor dem Gremium außerdem, die Amerikaner hätten Venezuela wegen seiner großen Rohstoffvorkommen angegriffen. US-Präsident Donald Trump hat seit der Attacke mehrfach öffentlich darüber gesprochen, dass amerikanische Ölkonzerne nun in Venezuela aktiv werden sollen.

Samuel Moncada, Vertreter Venezuelas im Uno-Sicherheitsrat. Foto: Derek French / EPA
Der Uno-Sicherheitsrat ist eines der wichtigsten Organe der Vereinten Nationen. Seine Aufgabe ist es, internationalen Frieden und Sicherheit zu wahren. Er kann Wirtschafts- oder Reisebeschränkungen gegen Staaten verhängen, völkerrechtlich bindende Resolutionen beschließen und in extremen Fällen militärische Maßnahmen autorisieren – zumeist in Form von Uno-Friedensmissionen.
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Anastasia Trenkler
Nachrichtenressort
Maduros Sohn verteidigt Vater vor Parlament
Nicolás Maduros Sohn hat die Ergreifung seines Vaters durch US-Eliteeinheiten in Caracas als Entführung bezeichnet. »Wenn wir die Entführung von Staatschefs normalisieren, ist kein Land mehr sicher. Heute ist es Venezuela, morgen kann es jedes andere Land sein, das sich nicht unterwirft«, sagte der Abgeordnete Nicolás Maduro Guerra bei der konstituierenden Sitzung der venezolanischen Nationalversammlung. »Ohne Völkerrecht gilt in der Welt wieder das Recht des Stärkeren.«
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Maduro-Prozess soll am 17. März weitergehen
Die Formalitäten sind geklärt. Maduro und seine Frau plädieren auf nicht schuldig. Richter Alvin Hellerstein terminiert die nächste Anhörung auf den 17. März. Damit bekommt Maduros Verteidigung mehr als zwei Monate Zeit, um sich auf den weiteren Verlauf des Prozesses vorzubereiten. Die »New York Times« berichtet, Maduro habe im Gerichtssaal erklärt, er kenne seine Rechte nicht. Das deutet darauf hin, dass er vor der ersten Anhörung nur wenig Zeit hatte, sich mit seinen Verteidigern abzustimmen.
Maduros Anwalt Barry Pollack sagte laut der Zeitung, derzeit strebe er keine Freilassung gegen Kaution für seinen Mandanten an. Möglicherweise werde er das aber in Zukunft tun. Außerdem meldet er Zweifel daran an, ob die Gefangennahme durch das US-Militär legal gewesen sei. Maduro habe außerdem Gesundheitsprobleme, so Pollack. Welche Probleme genau, spezifizierte er nicht.
Maduros Anwalt Barry Pollack sagte laut der Zeitung, derzeit strebe er keine Freilassung gegen Kaution für seinen Mandanten an. Möglicherweise werde er das aber in Zukunft tun. Außerdem meldet er Zweifel daran an, ob die Gefangennahme durch das US-Militär legal gewesen sei. Maduro habe außerdem Gesundheitsprobleme, so Pollack. Welche Probleme genau, spezifizierte er nicht.
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Anastasia Trenkler
Nachrichtenressort
Menschen demonstrieren für Trump und Maduro
Während im Inneren des Gerichtsgebäudes die Anhörung läuft, haben sich draußen Demonstranten versammelt. Einige fordern die Freilassung des gestürzten Machthabers. Andere bejubeln dessen Festnahme. Wer auf welcher Seite steht, ist auch anhand von Flaggen und Plakate zu erkennen.
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Maduro berichtet von »Kidnapping«, Richter unterbricht ihn
Maduro plädiert in allen Anklagepunkten auf unschuldig. Das berichten die »New York Times« und die Nachrichtenagentur Reuters übereinstimmend. Die Anklagepunkte, die Maduro vorgeworfen werden:
- Verschwörung zum »Narco-Terrorismus«
- Verschwörung zum Kokainimport
- Besitz von Maschinengewehren und Sprengsätzen
- Verschwörung zum Besitz von Maschinengewehren und Sprengsätzen
»Ich bin unschuldig. Ich bin nicht schuldig. Ich bin ein anständiger Mensch«, sagte Maduro. Sein Anwalt bekräftigte dann noch mal, dass sein Mandant in allen vier Anklagepunkten auf unschuldig plädiere.
Zuvor hatte Richter Alvin Hellerstein Maduro gebeten, seine Identität zu bestätigen, eine Formalität. Maduro habe das auf Spanisch getan, berichtet, die »New York Times«. Anschließend habe er zu einer Verteidigungsrede angesetzt. Er sei »gekidnapped« worden, in seinem Zuhause in Caracas gefangen genommen worden. Der Richter habe ihn dann unterbrochen und ihm erklärt, dass es für diese Äußerungen Zeit und Raum geben werde, jetzt frage er nur nach seiner Identität. Es sei für Maduro eine bemerkenswerte Kollision mit der Realität gewesen, schreibt die »New York Times«. Der Richter habe Maduro zuvor außerdem einen fairen Prozess versprochen.
Zuvor hatte Richter Alvin Hellerstein Maduro gebeten, seine Identität zu bestätigen, eine Formalität. Maduro habe das auf Spanisch getan, berichtet, die »New York Times«. Anschließend habe er zu einer Verteidigungsrede angesetzt. Er sei »gekidnapped« worden, in seinem Zuhause in Caracas gefangen genommen worden. Der Richter habe ihn dann unterbrochen und ihm erklärt, dass es für diese Äußerungen Zeit und Raum geben werde, jetzt frage er nur nach seiner Identität. Es sei für Maduro eine bemerkenswerte Kollision mit der Realität gewesen, schreibt die »New York Times«. Der Richter habe Maduro zuvor außerdem einen fairen Prozess versprochen.

Foto: Adam Gray / Reuters
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Maduro erscheint erstmals vor Gericht
Der venezolanische Machthaber Nicolás Maduro ist erstmals seit seiner Gefangennahme durch die USA vor einem Gericht in New York erschienen. Das melden mehrere US-Medien. Demnach beginnt in diesen Minuten die erste Anhörung, in der die Anklagepunkte gegen Maduro verlesen werden. »Maduro ist erschienen, bekleidet mit einem kurzärmeligen marineblauen Hemd über einem orangefarbenen Gefängnisanzug und Kopfhörern«, berichtet die »New York Times« aus dem Gerichtssaal. Maduro mache sich Notizen.

Foto: EPA
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Uno-Sicherheitsrat: USA verteidigen Operation in Venezuela
Der US-amerikanische Vertreter Mike Waltz hat im Uno-Sicherheitsrat gesagt, dass »es keinen Krieg gegen Venezuela oder sein Volk gibt« und dass die USA kein Land »besetzen« würden. Stattdessen handele es sich um eine Strafverfolgung: »Die USA haben einen Drogenschmuggler verhaftet«, sagte Waltz über Maduro. Er wiederholte damit die Argumentation von US-Präsident Donald Trump. Maduro habe Hunderttausende in den USA durch seinen Drogenschmuggel umgebracht, behauptete Waltz in der Uno-Sondersitzung.

Mike Waltz im Uno-Sicherheitsrat. Foto: Brendan McDermid / Reuters
Waltz kam auch auf die Ölreserven von Venezuela zu sprechen. »Man kann nicht zulassen, dass die größten Energiereserven in der Welt unter der Kontrolle von Feinden der USA sind.« Trump hatte zuvor kein Geheimnis aus seinem Begehren nach venezolanischem Öl gemacht: »Wir haben die großartigsten Ölkonzerne der Welt, die größten, die bedeutendsten, und wir werden uns intensiv daran beteiligen«, sagte der US-Präsident nach dem Angriff und der Festnahme von Staatspräsident Nicolás Maduro dem TV-Sender Fox News.
Die USA werden nicht zögern, die Amerikaner »vor der Geißel des Drogenterrorismus« zu schützen, sagte Waltz im Uno-Sicherheitsrat. Man wolle Frieden und Gerechtigkeit für das »großartige Volk von Venezuela«.
Die USA werden nicht zögern, die Amerikaner »vor der Geißel des Drogenterrorismus« zu schützen, sagte Waltz im Uno-Sicherheitsrat. Man wolle Frieden und Gerechtigkeit für das »großartige Volk von Venezuela«.
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Verhaftung von Maduro: »Ein fatales Signal an die Welt«
In SPIEGEL Shortcut spricht Maximilian Popp, stellvertretender Leiter des Auslandsressorts, über die US-Militäraktion in Venezuela und welche Konsequenzen sie für Deutschland und Europa hat.
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Grüne beantragen Debatte zu Reaktion auf US-Einsatz in Venezuela
Die Grünen-Bundestagsfraktion hat zum US-Angriff auf Venezuela eine Aktuelle Stunde beantragt. Gleichzeitig kritisiert die Fraktion die Reaktion der Bundesregierung auf den Einsatz des US-Militärs in dem südamerikanischen Land. In ihrem Antrag an Bundestagspräsidentin Julia Klöckner schlagen die Grünen vor, am Mittwoch der kommenden Woche im Plenum über das Thema »Deutschlands Rolle bei der Verteidigung der internationalen Ordnung« zu debattieren.
Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion, Irene Mihalic, sagte der Nachrichtenagentur dpa: »Die Passivität und Sprachlosigkeit der Bundesregierung angesichts des völkerrechtswidrigen Angriffs der USA auf Venezuela ist inakzeptabel.« Zwar bestehe kein Zweifel, dass Maduro die Legitimität fehle, und es gebe auch bei den Grünen »nicht einen Funken Sympathie für diesen Diktator«.
Die Gefahr sei jedoch groß, dass andere Länder das Eingreifen der USA als Rechtfertigung und Blaupause für weitere Regelbrüche nutzten. Die Bundesregierung müsse in einer solchen Situation alles tun, um eine solche Kettenreaktion zu verhindern. Auch US-Präsident Donald Trump habe weitere Pläne, fügte Mihalic hinzu. Sie sagte: »Ich erwarte, dass die Koalition sich in einer Aktuellen Stunde klar positioniert für eine regelbasierte Weltordnung und gegen alle Versuche, diese auszuhebeln.«
Die Gefahr sei jedoch groß, dass andere Länder das Eingreifen der USA als Rechtfertigung und Blaupause für weitere Regelbrüche nutzten. Die Bundesregierung müsse in einer solchen Situation alles tun, um eine solche Kettenreaktion zu verhindern. Auch US-Präsident Donald Trump habe weitere Pläne, fügte Mihalic hinzu. Sie sagte: »Ich erwarte, dass die Koalition sich in einer Aktuellen Stunde klar positioniert für eine regelbasierte Weltordnung und gegen alle Versuche, diese auszuhebeln.«
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Sitzung des Uno-Sicherheitsrats: China fordert Maduros Freilassung
Die Sitzung des Uno-Sicherheitsrats dauert an. Der Angriff der USA sei ein klarer Verstoß gegen die Weltordnung und verstoße »ganz klar gegen alle Ziele, für die dieses Gremium eingerichtet wurde«, sagte Leonor Zalabata Torres, Uno-Vertreterin für Kolumbien. »Wenn die USA als ständiges Mitglied im Sicherheitsrat die Charta der Uno missachten, wozu gibt es dieses Gremium dann überhaupt noch?«, fragte Torres. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor auch Kolumbien gedroht und über eine Militäroperation gegen das Land sinniert.
Der russische Uno-Vertreter warnte: »Wir können nicht zulassen, dass sich die USA zum obersten Richter aufschwingen, der allein das Recht hat, in ein Land einzumarschieren.« Die USA dürften sich nicht in die Souveränität anderer Staaten einmischen. Russland selbst hatte 2022 einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die gesamte Ukraine gestartet.
Chinas Vertreter forderte die USA auf, Maduro freizulassen. Man wolle deeskalieren, denn »Gewalt führe immer nur zu weiteren Eskalationen«.
Der russische Uno-Vertreter warnte: »Wir können nicht zulassen, dass sich die USA zum obersten Richter aufschwingen, der allein das Recht hat, in ein Land einzumarschieren.« Die USA dürften sich nicht in die Souveränität anderer Staaten einmischen. Russland selbst hatte 2022 einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die gesamte Ukraine gestartet.
Chinas Vertreter forderte die USA auf, Maduro freizulassen. Man wolle deeskalieren, denn »Gewalt führe immer nur zu weiteren Eskalationen«.

Foto: Brendon McDermid / Reuters
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Europäische Kommission warnt USA vor Ansprüchen auf Grönland
Sicherheitsinteressen dürfen nach Auffassung der EU-Kommission von Ursula von der Leyen niemals ein Vorwand für die USA sein, sich Grönland einzuverleiben. »Wir möchten daran erinnern, dass Grönland ein Verbündeter der USA ist und zudem unter den Schutz des Nato-Bündnisses fällt«, sagte eine Sprecherin in Brüssel. Die Fälle Venezuela und Grönland seien in keiner Weise vergleichbar.
US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntagabend (Ortszeit) erneut sein Interesse an der Insel im Nordatlantik bekundet und gesagt: »Wir brauchen Grönland mit Blick auf die nationale Sicherheit.« Die Insel sei von großer strategischer Bedeutung und aktuell von russischen und chinesischen Schiffen umgeben. Dänemark könne dort nicht für Sicherheit sorgen.
Diese Äußerungen erinnerten an die Begründung, mit der die USA zuletzt ihren Militäreinsatz in Venezuela und die Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro gerechtfertigt hatten. Der seit 2013 amtierende Präsident ist in den Vereinigten Staaten unter anderem wegen des Vorwurfs des »Drogenterrorismus« angeklagt. Er soll aus Sicht der Ermittler sein Amt dafür genutzt haben, den Schmuggel Tausender Tonnen Kokain in die USA zu ermöglichen.
Diese Äußerungen erinnerten an die Begründung, mit der die USA zuletzt ihren Militäreinsatz in Venezuela und die Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro gerechtfertigt hatten. Der seit 2013 amtierende Präsident ist in den Vereinigten Staaten unter anderem wegen des Vorwurfs des »Drogenterrorismus« angeklagt. Er soll aus Sicht der Ermittler sein Amt dafür genutzt haben, den Schmuggel Tausender Tonnen Kokain in die USA zu ermöglichen.
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Trumps Abneigung gegen Venezuelas Oppositionsführerin Machado könnte mit Friedensnobelpreis zusammenhängen
US-Präsident Donald Trump will mit der aktuellen venezolanischen Vizepräsidentin Delcy Rodríguez zusammenarbeiten. Er schloss aus, dass Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado eine Spitzenposition bekommen könnte. Das begründete er damit, dass ihr angeblich die Unterstützung im Land fehle. Laut »Washington Post« könnte Trumps Abneigung aber auch einen anderen Grund haben.
Trump habe kein Interesse daran, Machado zu fördern, weil sie den Friedensnobelpreis angenommen habe, berichtet die Zeitung unter Berufung auf zwei Personen aus dem Umfeld des Weißen Hauses. Obwohl Machado erklärt habe, sie widme den Preis Trump, sei es eine »ultimative Sünde« gewesen, den Preis anzunehmen. Trump hatte selbst auf den Friedensnobelpreis gehofft. »Hätte sie ihn abgelehnt und gesagt: ›Ich kann ihn nicht annehmen, weil er Donald Trump gehört‹, wäre sie heute Präsidentin von Venezuela«, sagte eine der beiden Quellen laut »Washington Post«.
Trump habe kein Interesse daran, Machado zu fördern, weil sie den Friedensnobelpreis angenommen habe, berichtet die Zeitung unter Berufung auf zwei Personen aus dem Umfeld des Weißen Hauses. Obwohl Machado erklärt habe, sie widme den Preis Trump, sei es eine »ultimative Sünde« gewesen, den Preis anzunehmen. Trump hatte selbst auf den Friedensnobelpreis gehofft. »Hätte sie ihn abgelehnt und gesagt: ›Ich kann ihn nicht annehmen, weil er Donald Trump gehört‹, wäre sie heute Präsidentin von Venezuela«, sagte eine der beiden Quellen laut »Washington Post«.

Foto: Federico Parra / AFP
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Leseempfehlung: »Trump ist nicht an einem demokratischen Übergang interessiert«
Was passiert nach dem Sturz von Nicolás Maduro? Im SPIEGEL-Interview spricht der britische Sicherheitsexperte Phil Gunson über die Chancen für einen Deal zwischen Trump und der venezolanischen Regierung und die Frage, wie jetzt das Militär reagiert. Das Interview von Lateinamerika-Korrespondent Jens Glüsing lesen Sie hier.

Maduro-Unterstützerin am Samstag in Caracas. Foto: Ariana Cubillos / AP
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Uno-Sicherheitsrat beginnt Dringlichkeitssitzung zu Venezuela
Nur einige Straßen vom New Yorker Gerichtsgebäude, in dem bald die Anklage gegen Maduro verlesen wird, kommt der Uno-Sicherheitsrat zusammen. Der venezolanische Botschafter sitzt mit ernster Miene am runden Tisch im Saal, auch der US-Botschafter Mike Waltz ist vor Ort. Neben den Mitgliedsländern des Rates und Venezuela haben fast ein Dutzend weitere Länder um das Wort gebeten, darunter Kolumbien, Argentinien, Brasilien und Iran.
Nach der Verlesung des Statements von Uno-Generalsekretär António Guterres sprach der renommierte Ökonom und Uno-Berater Jeffrey Sachs. Es sei nicht Aufgabe der US-Regierung, Maduro anzuklagen, sagte Sachs. Das Vorgehen der USA sei Anarchie mithilfe politischer Mittel. »Anarchie führt nie zu Frieden, Anarchie führt zu Tragödien und Leid«, sagte Sachs. Der Frieden hänge davon ab, ob die Uno-Charta ein »lebendiges Instrument des Völkerrechts« bleibt oder »verwelkt bis zu Bedeutungslosigkeit«.
Nach der Verlesung des Statements von Uno-Generalsekretär António Guterres sprach der renommierte Ökonom und Uno-Berater Jeffrey Sachs. Es sei nicht Aufgabe der US-Regierung, Maduro anzuklagen, sagte Sachs. Das Vorgehen der USA sei Anarchie mithilfe politischer Mittel. »Anarchie führt nie zu Frieden, Anarchie führt zu Tragödien und Leid«, sagte Sachs. Der Frieden hänge davon ab, ob die Uno-Charta ein »lebendiges Instrument des Völkerrechts« bleibt oder »verwelkt bis zu Bedeutungslosigkeit«.
Die Regierung in Caracas hatte die Sondersitzung beantragt. Die Attacke stelle einen Verstoß gegen die Uno-Charta dar und gefährde den Frieden in der Region und der ganzen Welt, heißt es in einem Schreiben des Außenministeriums an den ständigen Vertreter Somalias bei den Vereinten Nationen, der im Januar dem Weltsicherheitsrat vorsteht. Der Uno-Sicherheitsrat solle die Aggression verurteilen und die Einstellung der Angriffe fordern.
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Macron missbilligt, wie die USA Maduro gefangen nahmen
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die von den USA angewandte »Methode« zur Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro kritisiert. Diese werde von Frankreich »weder unterstützt noch gebilligt«, sagte Macron während der Kabinettssitzung in Paris, wie Regierungssprecherin Maud Bregeon mitteilte. Ob Macron den US-Angriff als solchen kritisiert oder nur die Art und Weise, wie Maduro festgesetzt wurde, präzisierte die Regierungssprecherin nicht. »Wir verteidigen das Völkerrecht und die Freiheit der Völker«, habe der Präsident gesagt.
Die Äußerungen Macrons folgen einer gewissen Irritation in Frankreich auf die erste Reaktion des Präsidenten auf den US-Angriff auf Venezuela. Ohne jegliche Kritik über das Vorgehen der USA hatte Macron am Samstag erklärt, das venezolanische Volk könne sich freuen, von der Diktatur Maduros befreit worden zu sein. Dieser habe die Würde seines eigenen Volkes schwer verletzt, schrieb Macron auf der Plattform X.
Die Äußerungen Macrons folgen einer gewissen Irritation in Frankreich auf die erste Reaktion des Präsidenten auf den US-Angriff auf Venezuela. Ohne jegliche Kritik über das Vorgehen der USA hatte Macron am Samstag erklärt, das venezolanische Volk könne sich freuen, von der Diktatur Maduros befreit worden zu sein. Dieser habe die Würde seines eigenen Volkes schwer verletzt, schrieb Macron auf der Plattform X.
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Uno-Generalsekretär Guterres äußert sich besorgt zur Lage in Venezuela
Uno-Generalsekretär António Guterres hat sich nach dem US-Angriff auf Venezuela kritisch geäußert. »Ich bin zutiefst besorgt über die mögliche Verschärfung der Instabilität im Land, die potenziellen Auswirkungen auf die Region und den Präzedenzfall, den dies für die Gestaltung der Beziehungen zwischen und unter Staaten schaffen könnte«, sagte Guterres laut einer Erklärung, die die Leiterin der Abteilung für politische Angelegenheiten der Vereinten Nationen, Rosemary DiCarlo, dem Rat vorlegte. Die Erklärung wurde zu Beginn einer Sitzung des Uno-Sicherheitsrats verlesen.
Guterres äußerte in der Erklärung auch seine Besorgnis darüber, dass die US-Operation zur Gefangennahme Maduros in Caracas nicht den Regeln des Völkerrechts entsprochen habe. »Ich begrüße alle Bemühungen, die darauf abzielen, den Venezolanern dabei zu helfen, einen friedlichen Weg in die Zukunft zu finden, und bin bereit, diese zu unterstützen«, sagte er in der Erklärung.
Guterres äußerte in der Erklärung auch seine Besorgnis darüber, dass die US-Operation zur Gefangennahme Maduros in Caracas nicht den Regeln des Völkerrechts entsprochen habe. »Ich begrüße alle Bemühungen, die darauf abzielen, den Venezolanern dabei zu helfen, einen friedlichen Weg in die Zukunft zu finden, und bin bereit, diese zu unterstützen«, sagte er in der Erklärung.

Foto: Bianca Otero / ZUMA Press Wire / dpa
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Orbán: US-Operation ist eine »gute Nachricht« für Ungarn
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán sieht im US-Angriff auf Venezuela und der Gefangennahme von dessen Präsidenten Nicolás Maduro das »kraftvolle Phänomen einer neuen Welt«. Er betrachte dies nicht von einem moralischen Standpunkt aus, sondern sehe nur darauf, was gut sei für Ungarn, sagte er auf seiner jährlichen Pressekonferenz in Budapest.
»Für Ungarn ist es eine gute Nachricht, dass die USA die Erdölvorkommen Venezuelas unter ihre Kontrolle bringen werden und dadurch der Weltmarktpreis für Öl sinken wird«, fügte er hinzu. Deswegen habe Ungarn auch als einziges EU-Mitgliedsland nicht die Stellungnahme der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas unterstützt.
Darin rief die europäische Spitzendiplomatin unter anderem dazu auf, das Völkerrecht zu achten. »Das Völkerrecht der alten Weltordnung – nennen wir sie die ›liberale Weltordnung‹ – hat keine Geltung mehr«, sagte Orbán.
»Für Ungarn ist es eine gute Nachricht, dass die USA die Erdölvorkommen Venezuelas unter ihre Kontrolle bringen werden und dadurch der Weltmarktpreis für Öl sinken wird«, fügte er hinzu. Deswegen habe Ungarn auch als einziges EU-Mitgliedsland nicht die Stellungnahme der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas unterstützt.
Darin rief die europäische Spitzendiplomatin unter anderem dazu auf, das Völkerrecht zu achten. »Das Völkerrecht der alten Weltordnung – nennen wir sie die ›liberale Weltordnung‹ – hat keine Geltung mehr«, sagte Orbán.
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