Passanten:
»Wir sind so froh, dass Orban endlich weg ist. Wir sind froh, endlich wieder etwas Hoffnung zu verspüren. Wir haben das System verändert!«
Die Tisza-Wahlparty ist in eine große Tanzveranstaltung ausgelaufen.
Hunderttausende sind hier auf den Straßen. Sie tanzen. Es läuft laute Musik, wie man hört. Es werden Flaggen geschwungen, es werden auch mal Tränchen verdrückt. Es wirkt, als sei ein großer Druck von diesem Land abgefallen.
Viele Leute hier auf der Straße sagen, sie sind jetzt in Ungarn zu sein und schämen sich nicht mehr dafür.
Passanten:
»Fantastisch! Einfach genial. Darauf habe ich schon sehr lange gewartet.
»Was es ganz sicher bedeutet, ist Veränderung – eine dringend notwendige Veränderung. Nach 16 Jahren ununterbrochener Herrschaft steht nun eine Wende bevor.«
Ungarn ist zurück in Europa. Das ist die Botschaft vom Wahlsieger Peter Magyar. Der hat die Wahl gewonnen, mit einer sehr soliden Zweidrittelmehrheit, besser, als man jemals erhofft hatte. Und er ist angetreten, das System Orbán zu beseitigen.
Peter Magyar:
»Wir haben es geschafft! Tisza und Ungarn haben diese Wahl gewonnen.«
Wer sich ärgern wird sind natürlich die europäischen Rechtspopulisten und die Le Pens und die Kaczynskis dieser Welt, die eine wichtige Gallionsfigur verloren haben.
Orbán hat nicht nur mit nationalistischer, fremdenfeindlicher Propaganda sich jahrzehntelang an der Macht gehalten, sondern vor allen Dingen ein autoritäres System geschaffen, er hat die Demokratie komplett ausgehöhlt. Und Peter Magyar will das jetzt rückgängig machen.