Ford Eco-Sport: Bullig im Kleinformat
Ford Eco-Sport Her mit den Schlaglöchern
Downsizing - das ist der große Trend in der Autowelt. Und zwar nicht nur für Motoren, sondern auch für komplette Fahrzeuge, wie sich auf der Auto-Expo in Neu Delhi zeigt. Dort präsentiert Ford einen stark geschrumpften SUV namens Eco-Sport. Das Auto auf Basis des Kleinwagens Fiesta ist deutlich kompakter als der bislang kleinste Ford-SUV Kuga. Fürs Erste soll es den Kleinen mit der großen Bodenfreiheit, dem protzigen Kühlergrill und dem in Offroad-Tradition außen angebrachten Reserverad nur in Indien, anderen asiatischen Ländern und in Südamerika geben, verkündeten die Ford-Manager im Rahmen der Weltpremiere.
Unter der Motorhaube des für Schlaglochpisten wie gemachten Autos steckt kein 1,6 Liter großer Vierzylinder, wie er bislang wohl zum Einsatz gekommen wäre, sondern ein neuer Dreizylindermotor. Mithilfe von Turboaufladung und Direkteinspritzung kommt er trotz bescheidener 1,0 Litern Hubraum auf 120 PS und verbraucht nach dem indischen Testzyklus etwa fünf Liter je 100 Kilometer.
Um den Spritkonsum und den noch nicht bekanntgegebenen Preis möglichst niedrig zu halten, verzichteten die Ford-Entwickler auf ein wesentliches Detail dieser Autogattung: Obwohl der Eco-Sport aussieht wie ein Geländewagen, verfügt er nicht über Allrad-, sondern lediglich über Frontantrieb.
Neu ist die Idee eines Fiestas fürs Grobe freilich nicht. In Ländern wie Brasilien wird die Eco-Sport-Baureihe mit Vorgängermodellen bereits seit 2003 angeboten und ist mit mehr als 700.000 Zulassungen über die gesamte Laufzeit im Straßenbild durchaus präsent. Auch die jetzt in Delhi vorgestellte Neuauflage wurde in Südamerika entwickelt, soll aber nicht nur in Schwellenländern zum Einsatz kommen. Wie alle neuen Ford-Modelle folge auch der Eco-Sport der globalen Strategie "One Ford", sagt ein Ford-Manager: "Mittelfristig werden wir den Eco-Sport in fast 100 Ländern anbieten."
Womöglich auch in Deutschland, denn dem Segment der SUV-Zwerge verheißen Experten hierzulande große Wachstumschancen. VW zeigte bereits vor Monaten eine Cross-Version des Kleinwagens Up als Studie, und Opel hat für den Genfer Salon im März einen geländegängigen Ableger des Kleinwagens Corsa angekündigt.