London verschärft Maut Euro-5-Diesel zahlen fast 30 Euro am Tag
Autofahren in London wird noch teurer: In der Innenstadt müssen Fahrer älterer Autos von nun an eine neue Umweltmaut in Höhe von 12,50 Pfund pro Tag zahlen. Die britische Hauptstadt kassiert die umgerechnet etwa 14,50 Euro zusätzlich zur bereits bestehenden Citymaut ("Congestion Charge") von rund 13,35 Euro.
Mit der "Ultra Low Emission Zone" solle die Luftqualität in der Londoner City verbessert werden, teilte die Nahverkehrsbehörde Transport for London mit. "Der Straßenverkehr ist die größte Quelle für die gesundheitsschädlichen Emissionen in London", so die Behörde. "Deshalb handeln wir, um unsere gefährlich belastete Luft zu säubern und die öffentliche Gesundheit zu verbessern."
Die neue Gebühr werde täglich und rund um die Uhr erhoben. Die Behörde rechnet mit rund 40.000 betroffenen Fahrzeugen.
Die neue Londoner Umweltzone (orange) sowie die geplante Ausweitung im Jahr 2021 (gelb)
Foto: Greater London AuthorityDie neue Umweltmaut gilt für Dieselautos, die älter als etwa vier Jahre sind und nicht die Euro-6-Norm erfüllen. Betroffen sind zudem Benziner, die rund 13 Jahre oder älter sind und nicht die Euro-4-Norm schaffen, sowie Motorräder unterhalb der Euro-3-Norm. Für Busse und Lkw unterhalb der Abgasnorm Euro 6 werden 100 Pfund pro Tag fällig. Ausgenommen sind die schwarzen Londoner Taxis.
London, Peking und Los Angeles: So kämpfen Metropolen gegen schlechte Luft
Die neue Umweltzone soll zunächst deckungsgleich mit dem seit 2003 bestehenden, mautpflichtigen Gebiet der Londoner Innenstadt sein, später aber ausgeweitet werden. Ab dem 25. Oktober 2021 wird das gesamte Gebiet zwischen der A406 im Norden und der A205 im Süden Teil der Umweltzone.