DER SPIEGEL: Warum haben wir das gedruckte Heft reformiert? - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Das neue Heft Warum wir den gedruckten SPIEGEL reformiert haben

Neues Layout, neue Rubriken, mehr Übersicht: Der gedruckte SPIEGEL erscheint in neuem Gewand. Was sich ändert, was bleibt und was wir uns dabei gedacht haben.
Foto: Christian Ohde / IMAGO

Die Nutzungsgewohnheiten der SPIEGEL-Leserinnen und -Leser verändern sich über die Jahre. Unser Publikum erwartet Liveberichterstattung, aufwendiges digitales Storytelling, Video und Audio, SPIEGEL-Journalismus auf unterschiedlichen Plattformen. Wir wollen da sein, wo unser Publikum ist, und unseren SPIEGEL-Journalismus auf allen Kanälen optimal präsentieren.

Ein erheblicher Teil unserer Nutzerinnen und Nutzer liest den SPIEGEL nach wie vor als gedrucktes Magazin. Sie bevorzugen eine nicht digitale Lesesituation, wollen sich Zeit nehmen für eine konzentrierte Lektüre, wollen sich einlassen auf tiefgründige Recherchen und Enthüllungen, sie wollen zwischendurch auch einmal lachen können. Unsere Leserinnen und Leser schätzen es, eine kuratierte Auswahl zu bekommen, ein in sich abgeschlossenes Produkt. Sie lesen vor allem am Wochenende und bewusst nicht am Bildschirm oder Smartphone. Deshalb haben wir den Erscheinungstag auf Freitag vorgezogen, sodass mehr Zeit bleibt, um das Heft durchzulesen.

Für diese Leserinnen und Leser wollen wir das optimale Magazin machen, das steht im Mittelpunkt der Reform. (Hier können Sie den neuen gedruckten SPIEGEL abonnieren.)

Neue Rubriken, visuelle Schwerpunkte

Dieses Publikum schätzt den journalistischen Kern des SPIEGEL besonders: Hintergründe liefern zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Ereignissen. Eigene Recherchen und Enthüllungen. Die Mächtigen kontrollieren. Komplexe Sachverhalte verständlich erklären und helfen, die krisenhafte Welt besser zu verstehen.

Das bleibt, und darauf konzentrieren wir uns. Gleichzeitig vermitteln wir Informationen auch mal auf eine eher spielerische Art und Weise und schaffen Rubriken, bei deren Lektüre sich Leserinnen und Leser erholen können, um mit neuer Lust in die nächste große Geschichte einzusteigen.

Dazu haben wir das Layout überarbeitet, es eleganter, übersichtlicher, wertiger gestaltet, sodass es zu der Lektüre am Wochenende passt. Wir setzen stärker als bisher opulent bebilderte visuelle Schwerpunkte, die anderen Artikel sind optisch ruhiger, bieten aber weiterhin viel Text.

Außerdem übertragen wir eine erfolgreiche Digitalreform ins Heft, indem wir jede Woche ein SPIEGEL Extra abdrucken, einen Artikel nahe am Alltag unserer Leser, der Lebenshilfe und Rat gibt, über Fragen von Fitness, Ernährung, Geldanlage, natürlich in SPIEGEL-Qualität. (Hier finden Sie alle Extras.)

Was ändert sich konkret?

Im reformierten Heft machen alle Ressorts mit einer großen Geschichte auf, das gewichtigste Angebot soll den Leser in das Ressort führen. Die kleinteiligen Seiten stehen am Ende des Ressorts und bieten einen Platz zum Verschnaufen, bevor das nächste Ressort beginnt. (Hier können Sie sich als SPIEGEL+-Abonnent das neue Heft als PDF herunterladen.)

Opulente Aufmacher

Opulente Aufmacher

Neue Hausmitteilung

Neue Hausmitteilung

Dialog mit den Leserinnen und Lesern

Dialog mit den Leserinnen und Lesern

Neue Rubriken und Kleinformate

Neue Rubriken und Kleinformate

Um neue Rubriken und Formate für die Seiten mit kurzen Texten zu entwickeln, gab es Anfang des Jahres in der ganzen SPIEGEL-Redaktion einen Ideenwettbewerb. Daraus haben wir Einfälle weiterentwickelt und am Ende die besten ausgewählt.

Hier eine Auswahl der neuen Rubriken, die ab jetzt im Heft erscheinen:

  • Demokratiecheck: eine ganz kurze Einordnung, was in der vergangenen Woche schlecht und was gut war für die Demokratie.

  • Was hat das mit mir zu tun? Ein aktuelles politisches Vorhaben oder Gesetz, heruntergebrochen auf die konkreten Auswirkungen für die Bürgerinnen und Bürger.

  • Hieroglyphe unserer Zeit: Wir erklären ein neues Symbol, eine Flagge, ein Meme, eine Geste, die aktuell besondere Bedeutung hat.

  • Landauf, landab: ein Bundesländerranking zu einer großen Bandbreite von Themen.

  • Wirtschaftswunder: Wir erklären eine positive Nachricht aus der Wirtschaft mit ihren Hintergründen, manchmal nüchtern, manchmal ironisch-spielerisch.

  • Maschine der Woche: Wir stellen eine Maschine oder ein technisches Gerät vor, das diese Woche im Zentrum einer Nachricht steht.

  • Unser Kritiker: Wir interviewen einen kritischen Leserbriefschreiber, um mit ihm ins Gespräch zu kommen.

  • Niemals geht man so ganz : Ein einseitiges Interview über Abschiede auf der letzten Seite des Hefts, mit ein bisschen Melancholie, weil nun auch das Heft zu Ende geht.

Was sagen unsere Leserinnen und Leser?

Wir haben unsere Leserinnen und Leser in einer umfangreichen Marktforschung befragt, wie sie das neue Heft finden. Es sei moderner, frischer, zugänglicher, aufgeräumter, jünger und lebensfroher, sagen sie. Gleichzeitig bleibe es gebildet und anspruchsvoll. Ein Abonnent hat es so zusammengefasst: »Das Heft wirkt insgesamt, als hätte jemand die Fenster aufgemacht und Luft reingelassen. Alles wird durchgepustet.«

Was denken Sie über das neue Heft? Schreiben Sie uns gerne!