Rätsel des Alltags Warum sterben so viele Bienen und Wespen im Herbst?
Im September und Oktober sieht man häufig tote Wildbienen und Wespen auf Fensterbänken oder Wegen liegen. Auch wenn das erschreckend wirkt, folgt dieses Sterben einem natürlichen Zyklus: Im Frühjahr bauen die Königinnen einiger Wespen- und mancher Wildbienenarten ihr Nest. Dieses dient ihnen und ihrem Volk den Sommer über als Zuhause.
Die letzte Brut im Spätsommer bringt neue Königinnen hervor, die sich noch im Herbst paaren. Anschließend überwintern sie in Laubhaufen, Holzstapeln oder im Erdboden.
Die Arbeiterinnen und die alte Königin überleben den Winter nicht. Sie sterben, wenn die Temperaturen sinken und das Nahrungsangebot knapp wird. Die verlassenen Nester an Häuserwänden oder in Rollladenkästen können dann entfernt werden – im Frühjahr bauen die Jungköniginnen neue Nester.
-
4 Min
-
1 Min
-
1 Min
-
1 Min
Ganz anders ist es bei den Honigbienen: Sie überwintern als gesamtes Volk im Bienenstock. Um zu überleben, bildet das Bienenvolk eine Art Traube und erzeugt durch Muskelzittern Wärme, sodass die Temperatur im Inneren angenehm warm bleibt. Auch wenn das Sterben vieler Wespen und Wildbienen ein natürlicher Vorgang ist, verstärken Umweltprobleme wie Pestizideinsatz, Klimawandel und Lebensraumverlust das Insektensterben insgesamt.
Dieser Text erschien in DEIN SPIEGEL 10/2025.
DEIN SPIEGEL
Liebe Eltern,
Kinder wollen die Welt verstehen. Sie interessieren sich für Natur, Menschen und Technik. Sie stellen Fragen. Und sie geben sich nicht mit den erstbesten Antworten zufrieden. Darum gibt der SPIEGEL für junge Leserinnen und Leser ab acht Jahren ein eigenes Nachrichtenmagazin heraus.
DEIN SPIEGEL erscheint jeden Monat neu und bietet spannende, verständlich geschriebene Geschichten aus aller Welt, Interviews und News aus Politik und Gesellschaft. Für noch mehr Spaß sorgen Comics, Rätsel und kreative Ideen zum Mitmachen.